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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Selbst gebauter E-Motor-Versuch



Ecoflyer
13.03.2007, 12:43
Hallo!
Momentan bin ich daran, als Versuch einen eigenen E-Motor-Versuch zu bauen, u.A. auch als Abschlussversuch für die Fachhochschulreife im Berufskollege.
Durchmesser 12cm, 3 Anker, momentan mit je 200 Wicklungen / 0,65mm (siehe unten)
Ich bin momentan so weit, dass ich den Rotor bewickelt habe.
Allerdings sind die einzelnen Ankerbleche nicht sehr gut voneinander isoliert wie ich gemerkt habe - ist dies sehr wichtig oder eher nebensächlich?

Vielen Dank schonmal im Vorraus,
Andreas

Philipp van Laak
13.03.2007, 15:55
Hi,
die Statorbleche sollten zueinander isoliert sein, aber auf 100%ige Isolierung kommt es nicht an.
Wenn es sowieso nur ein Versuch werden soll, macht das nicht viel aus, laufen wird der Motor. Der Wirkunsgrad wird allerdings nicht der beste sein.

Soll der Motor ein BL-Außenläufer oder ein Bürsten-Innenläufer werden?

Edit: Hast du überprüft, ob ein Schluss zwischen Stator und Wicklung besteht?
GRüße, Philipp

playmobilly
13.03.2007, 15:59
Da er den Rotor bewickelt hat, wird es wohl ein Bürstenmotor.

Philipp van Laak
13.03.2007, 16:03
Muss nicht... man kann auch eine 4-Pol Glocke drumrum setzen und einen Außenläufer draus machen.

Die Lager dann in der Glocke sitzend auf die Achse aufgeschoben, so wie beim MIni-LRK.
Grüße, Philipp

FamZim
13.03.2007, 19:19
Hallo Andreas

Mann kann einen Gleichstrom - Drehstrom oder einen Universalmotor daraus machen. Das sind die mit Feldspulen.
Bei DEN Dimensionen ist Er wohl für 230 V.
Die Pole sehen auch sehr Eckig aus.
Gieb doch mal mehr Input

Gruß Aloys.

Ecoflyer
13.03.2007, 19:41
@Philipp
ok - ich glaube aber ich werde die Statorbleche trotzdem zueinander isolieren - habe sie untereinander nur mit Sekundenkleber befestigt und Kupferlackdraht ist auch noch genug da.Wie würdest du das machen - reicht da evtl dickeres Papier zum dazwischen legen?
Ja, zwischen Stator und Wicklung besteht keine Verbindung.

Wird ein Bürstenmotor, der Kommutator ist ja leicht zum herstellen, wie die Bürsten aussehen werden ist mir noch nicht so ganz klar...

@FamZim
Es soll ein Universalmotor werden, der Stator (in U-Form) wird also in der Mitte noch mit dem gleichen Kupferlackdraht umwickelt.
Ansich hatte ich es eigentlich eher auf 12V ausgelegt (Auto-Blei-Batterie) - oder glaubst du das reicht nicht?? Ich mein bei nem 0,65mm-Draht dürfte da ja bei 12V wohl auch schon genug Strom durch fließen, oder?.
Nein die Pole dürften eigentlich stimmen, hab' sie passend zum Stator rund geschliffen.

Danke :-)
Gruß Andreas

Philipp van Laak
13.03.2007, 21:10
Hallo Andreas,
Hats du den Stator fertig gekauft oder ganz selbst gebaut?
Wenn das ein gekaufter ist, werden die Bleche lackbeschichtet sein, dann musst du sie nicht isolieren. Dickes Papier dazwischen macht keinen Sinn. Dann besteht der Stator ja nur noch zur Hälfte aus Eisen.
Ich würde den einfach so lassen, wenn das lackbeschichtete Bleche sind.

Ansonsten ein Tip: Besorg Dir vom Schrottplatz eine PKW-Lichtmaschine. Da sind Statoren in dieser Größe drin, aber mehr als 3-Nutig.
3-Nutig macht bei dieser Größe keinen Sinn mehr, das sollte da bei 18 Nuten anfangen, sonst ist ja kaum Wickelraum genutzt und die Wicklungsköpfe werden sehr hoch.

Der Eta mit einem Lima-stator wird auch schlecht sein wegen der dicken Bleche, aber für einen Versuch geht das.

Als Lektüre für Motorenselbstbau empfehle ich www.powercroco.de
Wenn du das alles gelesen hast, weisst du alles, was du brauchst. :)

Grüße, Philipp

Philipp van Laak
13.03.2007, 21:13
Noch eine Frage: Ich sehe gerade, die Bleche sehen aus, als wären sie mindestens 5mm dick.

Wenn das so ist, kannst du das isolieren auch lassen, und den Stator durch etwas brauchbares mit Blechen dünner als 0,7mm (0,7 ist schon viel!) ersetzen.

Grüße, Philipp

FamZim
14.03.2007, 14:04
Hi

Ich sehe einen 3 T Anker als die Dampfmaschiene unter den E Motoren an.
Mann kann ALLES sehen und begreifen.
Er wird laufen auch wenn es kein oder nur aus dicken Blechen bestehendes Blechpaket ist.
Dünne Blech würde ich mit (irgendeiner Farbe) mit der Rolle oder Spüdose lackieren .
Aber für die Wicklung muß noch ein bischen gerechnet werden damit bei 12 V alles klappt.
Die geplante Leistung und Stromaufnahme sind schon wichtig dafür.
Die Spannung verteilt sich ja auf Ankerwicklung 1 V (10%) und Feldwicklung, nochmal 1 V und etwa 10 % .
Die restlichen 80 % soll ja durch Induzieren von Spannung in der Ankerwicklung endstehen.
Wichtig ist auch zu berüksichtigen das im Anker immer 2 parrallele Stomkreise sind und darum der Draht nur den halben Querschnitt braucht.
Oder die Feldspule den doppelten.
Da ich nur das Bild als Maß habe ist der Kern wohl so 3 mal 3 cm und das muß der Rückschluß auch haben.
Dadurch ist die mitlere Windungslänge etwa 15 cm, macht bei 200 N (Windungen) schon 30 m Draht.
Dein 0,65 Draht hat 0,33 mm² und schon 1,5 Ohm.
Das gleiche gilt für die Feldspule (bei gleichen Querschnitt) und verbraucht die meiste Spannung.
Ein so grosser Motor sollte aber schon mit 5 bis 20 A betrieben werden, gib doch mal deine Vorstellungen hier genauer an, dann kann man mal rechnen.

Gruß Aloys.

Ecoflyer
14.03.2007, 19:10
"das im Anker immer 2 parallele Stromkreise sind" wie soll ich das verstehen?
Ja der Kern ist um 3*3cm groß, kann es allerdings gerade nicht genau sagen da ich an dem Motor nicht zuhause arbeite und erst morgen wieder an ihn ran komme.
Die Anker wurden tatsächlich jeweils ca 30m bewickelt - heißt das, dass ich dann die Feldspule auch mit der gleichen Länge umwickeln sollte (90m)?

Also momentan ist mir ehlich gesagt noch noch nicht klar wie ich es am besten machen soll. Es wäre natürlich toll wen er mit 12V / Gleichstrom (12VBatterie) genauso laufen würde wie mit 230V / Wechselstrom (Trafo).
Ich habe auch in der Schule gefragt, ich könnte evtl einen digitalen Stromtrafo bekommen mit dem ich dann einstellen kann, mit wie viel Spannung/Stromstärke der Motor läuft.

Wegen dem Blech: ich werde die Anker vorerst so lassen wie sie sind, da ich auch nicht unendlich viel Zeit habe und momentan so langsam eh in die Prüfungszeit komme... mit Gleichstrom dürfte es ja nichts machen dass die "Bleche" nicht isoliert und zu dick sind. -Mit Wechselstrom - mein Lehrer Physiklehrer meinte, man muss eben vorsichtig schauen wie es dann mit der Wärme aussieht...??

Gruß Andreas

FamZim
14.03.2007, 20:29
Hallo Andreas

An einem 3 T Anker sind Drei Kolektorlamellen--richtig ?
An jeder sind ein Ende von Spule A und ein Ende von Spule B --richtig ?
Ist sagen wir mal + auf dieser Lamelle fließt der Strom durch "beide" Dräte in je eine Spule, und dann zur nächsten Lamelle.
Zwischen diesen beiden ist dann die dritte Spule angeschlossen.
Wenn die zweite Bürste über der Isolierung zwischen diesen beiden ist, dann ist diese Spule Kurzgeschlossen.
Darum darf sie nicht sehr breit sein.
Das macht nichts den sie ist in dieser Stellung (im Magnetfeld) lelatief innaktief .
So viel zu zwei Stromkreisen im Anker.
Für die Feldspule braucht man auch nur gleich fiele Windungen wie im Anker, und die werden nicht alle zusammen gerechnet, sondern dann nochmal durch 2 geteilt .
Also 450 N . Das ist für 12 V aber sicher zu hoch angesetzt.
Der Gesammtwiderstand ist (2 parallele Dräte) vorausgesetzt dann etwa 2 Ohm und der Blockierstrom 5 bis 6 A.
Um den Motor aber auch als Antrieb zu nutzen, und auch Spass dran zu haben, schlage ich vor die Windungszahl zu halbieren und den Anker mit 2 parallelen und das Feld mit 4 parallelen zu bewickeln, fals kein anderer Draht vorhanden ist.
Also Anker 150 N mit 2 Drähten und das Feld ~225 N mit 4 Drähten wickeln.
Mann kann alle auf einmal nehmen oder auch hintereinander (nach einander).
Beim Anker aber möglichst nicht verzählen.
Woraus machst Du den den Kolektor? aus einer CU Wasserleitung ??

Gruß Aloys.

FamZim
20.03.2007, 10:58
Hi Andreas

Wickelst Du noch oder läuft er schon ? ?

Da sicher viel Platz auf dem Rückschluß ist kann man gleich noch eine Nebenschlußwicklung mit drauf machen.
Ich schlage mal 1500 N mit 0,5 er vor.
Die wird Parallel zu Ankerwicklung und der "anderen" Wicklung verschaltet, also direckt an 12 V.
Die baut ein Feld wie das eines Permanentmagneten auf und verhindert das Hochlaufen des Motors.
Das kann zur "DEMO" dann ab oder dazugeschaltet werden.
Der Efekt ist unglaublich.
Die Maschiene ist dann eine "Doppelschlußmaschiene" und kann so auch als Generator laufen ! !

Gruß Aloys.

ron van sommeren
20.03.2007, 19:56
Excellent motor building articles by Brian Mulder, a must read, will prevent you from asking a lot of questions :-)
http://www.southernsoaringclub.org.za/
-> Articles by SouthEasterners.
-> Electric Motors - part 1-5

Do-it-yourself motor homepages, manuals/tutorials, checks and tests in this motor builders tips and tricks thread. The checks and tests may save you from frying your controller or motor. Thread is active, bookmark it for future reference and subscribe to it:
http://www.rcgroups.com/forums/showthread.php?t=240993 (sticky thread, at top of subforum)

Vriendelijke groeten ;) Ron
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• Drive Calculator (http://www.yahoogroups.com/group/D-calc/) download & discussion group
• int. E fly-in & diy outrunner meet (http://home.hetnet.nl/~ronvans/), Aug.26 2007, Nijmegen, the Netherlands

Ecoflyer
01.04.2007, 21:00
So, der Motor wurde so weitergebaut wie er war - aus Zeitgründen.
Also mit zu dicken Blechen, ohne Isolation,...
Auch der Lehrer meinte, wenn sich der Motor dreht wäre es fast besser, wenn er nicht perfekt ist. Denn so sieht man, dass wir das Prinzip verstanden haben, aber auch Sachen gelernt haben da wir wissen, was falsch ist / zu verbessern wäre.
Der Motor dreht sich ganz gut - auch wenn sich die Bleche nicht in der Mitte berühren, entsteht an der anderen Seite ein ordentliches Magnetfeld.
Die schwächste Stelle ist wohl der Stator, der Stahl des Stators ist wohl zu dünn.
Aber wie gesagt er dreht sich und damit lasse ich das Schulprojekt vorerst.
Wenn ich in einigen Monaten wieder Zeit habe, beschäftige ich mich wahrscheinlich wieder damit, um einen richtig guten Motor herzustellen.
Vielen Dank für eure Hilfe!!!

Gruß Andreas