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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Turbulator für Entenfflügel



hephaistos
18.03.2007, 14:21
Hallo,

nach der Lackierung meiner Diabolo-Ente hatten sich die Flugeigenschaften drastisch verschlechtert. Der Flieger reagierte im Langsamflug kaum noch auf Höhe. Den Entenflügel habe ich jetzt noch mal neu gebaut und die Tiefe und Rudertiefe vergrößert und im Rohbau getestet. Jetzt fliegt die Ente wieder einwandfrei.
Macht es Sinn einen Turbulator an den Entenflügel zu bauen und wie könnte der Aussehen? Ich befürchte, daß nach der Lackierung sonst wieder das alte Problem auftritt.

Gruß Heinz

Roter Baron II
19.03.2007, 12:10
Hallo,
spar dir die Arbeit mit dem Turbolator zunächst mal und sprühe die sehr glatte Lackierte Oberfläche mit Haar spray ein . Ich vermute der Flügel braucht eine rauhe Oberfläche. Auf dem glatten Lack gibt es probleme mit der laminaren Strömung.

hephaistos
19.03.2007, 17:57
Ja, es liegt wohl an der zu glatten Oberfläche, im Rohbau ohne Lackierung fliegt die Ente einwandfrei.
An welcher Stelle müsste so ein Turbulator sitzen? Oder ist ein Turbulenzdraht vor der Nasenleiste besser geeignet?

Gruß Heinz

Gast_12327
19.03.2007, 18:38
Am einfachsten ist ein Zackenband, gibts im gut sortierten Fachhandel. Einfach bei ca 5% der Flügeltiefe anbringen (Spitzen nach vorne). Oder Pxttxx Power Tape mit Zackenschere zurechtschneiden (ist aber super fummelig)

Besser in der Wirkung sind kleine Dreiecke (z.B. aus Pxttxx Power Tape oder ähnlich dickem), Spitze in Flugrichtung, Dreieckslänge ca 5% der Flächen-(Leitwerks-) tiefe, anberacht bei ca 3% der Flächentiefe (die Spize).

Oder einfach nur eine Stolperleiste aus z.B einem schmalen Dekorband.

wichtig ist am Leitwerk (wie bei Deinen Entenflügeln) dass Du die Turbulatoren oben und unten anbringst.

Hab selber alles schon ausprobiert und kann nur sagen funktioniert gut (sieht aber sch... aus).

lg Ferdl

Quelle: FMT-Fachbuch: Markus Lisken und Ulf Gerber: Das Thermikbuch für Modellflieger

Gast_12327
19.03.2007, 18:46
Hab noch zwei Bilder von meinen Modellen mit Turbulatoren gefunden.

http://www.meshing.at/privat/0402LastDown_sm.JPG
http://www.meshing.at/privat/0402SaabGrippen_sm.JPG

lg EndOfDays

hephaistos
19.03.2007, 21:07
Danke euch beiden erstmal,

gibt es denn auch Erfahrungen mit dem Turbulenzdraht? Der ließe sich vielleicht gleich als Antenne gebrauchen.

Gruß Heinz

hephaistos
23.03.2007, 19:00
So, am Wochenende wird getestet. Ich habe da jetzt einen Blasturbulator eingebaut. Das war erstmal die einfachste Lösung und fällt optisch nicht groß auf.

Gruß Heinz

FamZim
24.03.2007, 23:38
Hallo Heinz

Turbulenzdraht kenne ich nur VOR dem Flügel, an Stäbchen oder sowas.
Etwas tiefer als die Nasenleiste.
Wie sind denn Deine Blasturbulatoren ?
Einfach Löcher reingebohrt und die Luftzufuhr seitlich vom Rumpf in die Fläche oder wie ? :( ?

Gruß Aloys.

hephaistos
26.03.2007, 22:04
Genau, einfach 1mm Löcher durch das Leitwerk gebohrt, bei 1/4 Tiefe im Abstand von 10mm
So wie es bis jetzt aussieht war es ein voller Erfolg.

Gruß Heinz

FamZim
27.03.2007, 10:20
Hallo Heinz

Das ist ja eine "fast" unsichtbare aber elegante Lösung.
Meine ersten Turbulatorerfahrungen machte ich mit meinem ersten Modell (lange ist es her) .
Natürlich Eigenbausegler mit einem aufgedickten " A 2 " Profiel.
Spannweite 1,8 m und 800g :D schwer. Nur Seite gesteuert.
Das DINGS an die Leine und ein Kerzengerader Steigflug ! ! !
Nach dem ausklinken dann ein ebenso Kerzengerader Sackflug mit etwa gleichem Winkel :confused:
Keine reaktion auf Seitenruder.
Nach ein paar Tagen grübeln und stöbern in Heften und so, klebte ich einen 1,5 mal 1,5mm Balsastreifen 1cm hinter der Nasenleiste auf die Fläche.
Danach war es Jarelang ein "braves" Modell bis ich es verschenkt habe.
Die Flugleistung war besser als mit einem änlichen Modell mit "kleiner UHU Proviel" .

Gruß Aloys.