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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : MIG-29 von BZ-Modellbau zweistrahlig



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elektrowilli
02.02.2018, 15:37
Hallo,

bei mir ist eine MIG-29 von BZ-Modellbau aufgeschlagen. Es gibt über sie bereits einen Threat im Turbinenforum:
http://www.rc-network.de/forum/showthread.php/376034-Baubericht-MIG-29-von-BZ-Modellbau

Offensichtlich hat es noch keiner zweistrahlig mit Impeller versucht?
Ich werde mir mit dem Bau viel Zeit lassen wegen diverser Parallel-Projekte und weil tatsächlich auch viel dran zu bauen ist. Insofern wird es auch nur in größeren Abständen Berichte geben. Nach grober Sichtung habe ich schon reichlich Ideen, vom "Bauplan" (einige wenige Bilder) abzuweichen und hoffe auf Ideen und Hinweise von euch.

Hier erstmal ein paar Bilder vom Lieferzustand und von den Gewichten. Ich hoffe, sie "vollbetankt" auf unter 11kg zu bekommen. Im Turbinenforum hat sie einer auf 19kg aufgebleit - scheint trotzdem geflogen zu sein.

Grüße
Willi

bimbim328
02.02.2018, 18:35
Hallo Willi,

Du gibst ja ordentlich Gas den Winter ;)
Thema ist abboniert, ich schaue gespannt zu.
Was hast Du an Antrieb geplant? 2x90er?

Gruss Thomas

hps
02.02.2018, 18:42
Vom prognostizierten Gewicht und benötigter Leistung denke ich eher an 100-110er EDF. However, sehr interessantes Projekt, zu dem ich alles Gute wünsche und gerne mitlese!
Jetgruß Peter

elektrowilli
03.02.2018, 21:45
Hallo Peter, Hallo Thomas,

das Thema Impeller wollte ich eigentlich noch offen lassen, da ich Daniel noch nicht gebeichtet habe, dass ich wohl fremdgehen werde:-)
Ich plane tatsächlich 2x 100er. Wenn man schon mal eine Maschine mit derart üppigen Einläufen hat, wären 90er ja Verschwendung.
Sicher bin ich mir beim Finish, siehe Foto. Wenn schon MIG, dann DDR!
Mein Lackierfreund Jörg verweigert als Scale-Freak momentan aber noch seine Unterstützung. Er sagt, das Modell wäre soweit vom Original weg, dass ich es auch uni weiß lackieren könnte. Werd ihm zur Motivation wohl noch ein paar Antennen ranbasteln müssen. Zur Not bleibt immer noch schwarze Carbonfolie a la Peter.

Grüße
Willi

@Thomas: Cobra, F-16, L-39: So richtig faul bist du aber auch nicht!

elektrowilli
03.02.2018, 22:00
https://acesflyinghigh.wordpress.com/2015/11/26/combat-jets-of-the-east-german-air-force-1988-to-1990-the-last-gdr-eagles/

edf-mike
04.02.2018, 05:07
Hallo Willi
Ich freue mich schon auf unseren ersten gemeinsamen Flug .:D:D:D:D:D:D
Meine Mig liegt bei einem Schubverhältnis von 0,8 . Mehr hat das Original auch nicht . Solltest Du mit 100er Impellern locker hin kommen .
Gib Gas ist nicht mehr lang hin bis Nordhausen .

LG Mike



https://youtu.be/IbRarY0Phik

elektrowilli
09.02.2018, 19:37
Hallo,

vielleicht noch zur Vorgeschichte der MIG...
Ich hatte bei eBay von einem sehr netten Modellbaukollegen eine BZ-MIG ersteigert, als zweistrahlige Version. Nach Lieferung und Rücksprache mit BZ stellte sich jedoch heraus, dass es die einstrahlige Version war (Unterschied siehe Bilder). Die sieht von hinten einfach doof aus, hat mit den beiden nutzlosen Auslässen nur unnötige Bremsklappen und hat mich schnell wieder verlassen. Da das Projekt nun aber nicht mehr aus dem Kopf zu bekommen war, habe ich eine neue geordert. Nicht zuletzt wegen der sehr freundlichen Beratung von Herrn Zahn.
Ich werde an der einen oder anderen Stelle vermutlich über den Bausatz nörgeln, aber ich wusste vorher, worauf ich mich einlasse. Die Qualität ist für den Preis ok. So viel zur Abbitte im voraus.

Auf den Bildern sieht man z.B. so einen Nörgelgrund: Der "Heckbürzel" ist so schief, dass er vermutlich mit Querrudertrimmung kompensiert werden muss (kleiner Scherz!). Der wird sicher nicht so bleiben...

Grüße
Willi

@Mike: Ich will mir wirklich Zeit lassen! Nordhausen 2019 wäre vielleicht eine Option.
Schub/Gewicht von 0,8 strebe ich in etwa auch an. Sollte wohl auch für den Effelner Kleberasen reichen. Lass deine bis dahin heil!

J.G
09.02.2018, 20:35
Hi Willi,

sehr schönes Projekt, ich lese mit, erinnert mich so ein wenig an die 70er - 80 er Jahre. Du musst übrigens nicht fremd gehen bei den Antrieben, hast
Du die Weihnachtsgrüße nicht gesehen, da könnte doch was passendes dabei sein ....?:D

1911388


Gruß Jürgen

elektrowilli
12.02.2018, 18:14
Hallo,

nachdem ich nun 14 Tage um die Kiste herumgeschlichen bin und gegrübelt habe, musste ich nun auch mal anfangen. Ich habe begonnen, das Teil anzuschleifen, da ich schnellstmöglich grundieren möchte. Dieser transparente Rumpf macht einen kirre, weil man einfach keine Konturen erkennt. Der Rumpf ist sehr leicht (die vorherige einstrahlige Turbinenvariante war schwerer), an manchen Stellen ist er aber nicht nur optisch wie Pergament. Zwei Stellen habe ich bisher gefunden, an denen dann direkt Löcher im Rumpf waren. Wegen Harzallergie und aus Gewichtgründen habe ich hier kleine "Pflaster" aus Kevlar ausgeschnitten und mit Sekunde verklebt. Hier kann ich dann außen drüber spachteln - nicht weiter dramatisch.
Im Rumpf waren zwei Spanten eingeharzt, die fand ich nicht so hübsch. Hier habe ich die Erleichterungsöffnungen in Form gedremelt, überflüssiges Harz weggeschliffen, einen Radius anmodelliert und das Ganze bepinselt. Nun is scheen...

Grüße
Willi

hps
12.02.2018, 18:27
Super, da wird nicht rumgenörgelt, sondern einfach rasch optimiert. Gefällt mir sehr gut! Vor allem aber sieht man schon am Bau, dass hier ein "Ästhet" :cool: am Werken ist. Nach der Desive "Das Auge fliegt mit" :) wird auch an Stellen, die man als Modell-Betrachter normalerweise nicht sieht, auf die Optik geschaut und nachgebessert. Ich freue mich auf den weiteren Baubericht, perfekt, weiter so !!!
Jetgruß Peter

Savoy73
13.02.2018, 20:55
Moin Willi,

ein sehr schönes Projekt hast dir ausgesucht :-) Ich bin gespannt auf mehr Bilder vom Russen jet.

Die Alu Steckung ist ja schon sehr heftig. Ok, bei einem Turbinenmodell kann ich mir das noch so gerade vorstellen, wenn da eine 16Kg Turbine werkelt. Aber bei einem Impeller Jet, wäre da nicht ein 15-16mm CFK Rohr die bessere Alternative? Und warum ein quadratisches Profil?

Gruß Frank

elektrowilli
15.02.2018, 18:57
Hallo zusammen,

also wenn es irgendwie geht, dann versuche ich schon, den Flieger auch innen etwas aufzuräumen.

Ärgerlich an dem verschönerten Spant (F4 im Bild) war aber nicht nur, dass er hässlich war, sondern dass er überhaupt verbaut war: Meine MIG ist nämlich ziemlich verdreht. Das rechte Rumpfende steht etwa 1cm hoch, der Flieger kippelt also auf dem Bautisch. Entweder ist schon das Urmodell schief, das hätte man eventuell mit einem unter Spannung eingeharztem Spant kompensieren können. Oder das Modell war ursprünglich gerade und wurde durch den Spant verdreht. Nun wird man das nicht sehen, wenn der Flieger auf den Beinen steht, aber mit den Auslässen steht auch das Höhenleitwerk schief, und das wird man sehen, wenn man von vorne auf das Modell schaut. Ich weiß jetzt auch nicht, wonach ich die Seitenleitwerke ausrichten soll, diese sollen je 2° V-Form haben. Beziehe ich die jetzt auf den schiefen Rumpf oder auf die Tragflächen. Im Idealfall ist jetzt die Tragflächensteckung ebenfalls schief (in der richtigen Richtung!), dann würde es am wenigsten auffallen...

Die Alu-Vierkantsteckung gefällt mir auch nicht sonderlich. Es gibt aus meiner Sicht auch nichts, was für Vierkantrohr spricht. Bei gleicher Querschnittsfläche ist Rundrohr allemal besser. Es lässt sich jedoch einfacher anbohren - die Tragfläche soll mit Schrauben von unten durch die Fläche ins Rohr befestigt werden. Vermutlich ist es auch einfacher (und preiswerter) aus 3mm Sperrholzstreifen ein Hüllrohr in die Fläche zu kleben...
Das Rohr ist 20x20 mit 1,5mm Wandstärke, hat Baumarktqualität (vom Material) und wiegt ca. 250g. Zum Vergleich: Das 20mm Rundrohr aus meiner F20 (vergleichbarer Flieger) mit 1mm Wandstärke ist aus Strongal-Alu und wiegt in etwa ein Drittel. Es ist allerdings auch etwas kürzer, der MIG-Rumpf ist einfach mal breiter. Ein CFK-Rohr mit 16mm wäre aber definitiv zu mager. Was gibt es für Alternativen? Ich könnte ein 20mm Strongal-Rundrohr in die Vierkantführung schieben (siehe Foto), dann hätte ich aber eine punktuelle Kerbwirkung am Übergang (von der Theorie). Variante zwei wäre ein CFK-Vierkantrohr. Hier habe ich eins gekauft, bin aber ebenfalls unschlüssig. Das Ding hat 2mm Wandstärke und käme auf 180g, immerhin 70g gespart. Es ist aber pultrudiert (nur Längsfasern) und kann vermutlich wenig Druck ab. Spätestens bei der Verschraubung am Rumpfspant müsste ich unterfüttern. Irgendwo habe ich auch sauteure "pullwinded" CFK-Rohre gefunden, die sind vermutlich besser. Meinungen?
Momentan neige ich dazu, dem Alu-Rohr noch ein paar Bohrungen zu verpassen (vielleicht 30-40g) und es zu verwenden.

Grüße
Willi

elektrowilli
15.02.2018, 20:05
Hallo,

in dem Moment, in dem ich hier über den verdrehten Rumpf geschrieben habe, ist mir ganz schlecht geworden. Verdrehter Rumpf heißt ja auch, dass die Flächenanformung mit verdreht ist! Hab das eben mal mit der Bevelbox kontrolliert: Die Differenz der Anstellwinkel von rechter und linker Fläche beträgt satte 0,8°! Ich müsste die linke Flächenhinterkante ca. 5mm hoch nehmen. Selbst wenn ich das über beide Flächen hinten und vorne vermittle, ergibt das eine gewaltige Spachtel und Schleiforgie. Lässt man das so und trimmt das aus?
Ich baue erstmal meine Lippisch weiter...

Grüße
Willi

Savoy73
15.02.2018, 20:52
Moin Willi,

Lösung:

Ein CFK Vierkantrohr 20x20x1,5 mit 1m länge von Müller Ahlhorn wäre eine Möglichkeit. Eine Anfrage auf Sonderzuschnitt wäre bestimmt möglich.

Meine Klühr Su27ub hat eine CFK Rohr mit 18mm Durchmesser und das hält. Man muss aber die Biegung im Bereich Wurzelrippe / Rumpf im Auge behalten. Dort entstehen die max. Biegemomente…alles so gut wie möglich in dem Bereich Steckhülle verstärken.

Das Ausfräsen des Alu-Profil bringt schon was. Ist aber nur an gewissen Stellen möglich.

Ein 16mm CFK Rohr 3K Sichtkohle geht schon, aber dafür liegt das Steckrohr bei der Mig zu weit vorne….muss in der Nähe von der Tragfläche liegen, wo das Flächenmoment gegen null geht.

Wie das ausschaut, liegt das Rohr mehr am Schwerpunkt? Im letzten Jahr habe ich mal eine Vortex Berechnung an einer Mig29 (Holzmodell) gemacht…hatte auch so eine Spannweite von 1,5m.

1915034


Gruß Frank

Mini-Boy
16.02.2018, 08:28
Willi,
der Rumpf muß "entdreht" werden.Versuch es mit Wärme vorsichtig,wobei mir klar ist,
daß es bei dieser Rumpfform schwierig wird.
Ich hatte das mal bei einer Me,da war der Rumpf mit Leitwerk gegenüber dem Flügel "verdreht".
Ein Föhn und 2 Personen haben geholfen und so ist es dann auch geblieben.
Oder,wenn du meinst,daß der Spant das Problem ist...dann muß er raus.
Alles andere ist.....
Viel Glück
Uli

Christian Abeln
16.02.2018, 08:40
Interessant an dieser Stelle wäre wirklich zu wissen ob das an den eingeharzten Spanten oder generell am Modell liegt... Die Verdrehung einfach wegzutrimmen halte ich für schlicht ineffizient.
Ich bin gespannt für was für eine Lösung Du Dich entscheidest. Den Frust kann ich auf jeden Fall nachvollziehen.

Die bereits eingeharzten Spanten waren herstellerseitig verbaut?

Daniel Jacobs
16.02.2018, 16:01
Ich würde den Flieger so definitiv nicht aufbauen und erstmal Rücksprache mim Hersteller aufnehmen. Alles was Du jetzt so daran baust ist nachher auch krumm und so fliegt sich dann das Modell auch.


Gruß.

elektrowilli
17.02.2018, 10:25
Hallo zusammen,

das hat mir jetzt natürlich keine Ruhe gelassen...
Ich habe meinen liebevoll aufgehübschten Spant längs und quer geschlitzt. War keine Spannung drauf, was ein Indiz dafür wäre, dass der Rumpf vorher schon schief war. Dann habe ich Leisten untergelegt, diagonal mit Gewichten belastet, und mit Fön erwärmt, wie von Uli empfohlen. Als ich dachte, der Rumpf hätte sich bewegt, musste ich feststellen, dass sich lediglich die Triebwerksschächte von rund auf platt deformiert hatten. Das konnte ich aber wieder in Form drücken...
Etwas gedreht hat sich der Rumpf aber dennoch (siehe Vergleich Bilder Wasserwaage), die Anstellwinkeldifferenz hat sich von 0,8° auf 0,5° verringert. Ich werde es also noch mal mit dem Fön versuchen, muss mir nur eine bessere Krafteinleitung schaffen. Der Plan ist, jetzt erstmal die Steckungen für Tragfläche und Leitwerk zu machen und diese Rohre dann unter Fön-Einwirkung gegeneinander zu verdrehen. Im Übrigen habe ich mal die Tragflächen an die Rumpfanformung gehalten: Hier muss derart viel aufgedoppelt und angepasst werden, dass eine Korrektur der Flächen gegeneinander um 0,5° auch kein Problem wären. Die Passung der Flächensteckung gibt diesen Freiheitsgrad auch allemal her:-)
Also: Selbst wenn ich den Rumpf nicht 100 prozentig gerade bekomme, muss ich nicht mit verdrehten Flächen fliegen.

Die Heckspanten hatte ich schon verklebt gehabt (mussten neu erstellt werden, die Bausatzspanten waren nicht verwendbar) und den schiefen "Heckbürzel" habe ich entfernt. In diesem war relativ viel Mumpe zusammengelaufen, so dass er 40g auf die Waage brachte. Ich denke, dass ich hier leidlich gewichtsneutral was Neues basteln kann.
Als nächstes will ich die Innenseite der Flächenanformung mit Sperrholz unterfüttern und das angefangene Servobrett für die HLW-Anlenkung fertig machen. Das brauche ich für die Führung der HLW-Steckung.


Grüße
Willi

@Frank: Der Schwerpunkt liegt ca. 4,5cm vor Mitte Steckung, also relativ dicht beieinander (Bild vom Bauplan ist also nicht ansatzweise maßstäblich). Er liegt damit aber auch gut 15cm vor dem geplanten Hauptfahrwerk - wie die mal rotieren soll?

@Chris: Klar waren die beiden Spanten bereits "werkseitig" eingeharzt, sonst hätte ich sie ja nicht nachbehandeln müssen:-)

Mini-Boy
17.02.2018, 11:23
Willi,
ich habe frei Hand gefönt.Einer hält vorne einer dreht hinten,einer fönt .Immer wieder auskühlen lassen und kontrollieren.
Das dauert,weil man mehr Fläche erwärmen muß als denkt.Aber nicht zu heiß,dann macht es Dellen...und das Gewebe zeichnet sich durch.
Die Me war schon lackiert und trotzdem ist es wunderbar geworden.
Aber wie gesagt,der Rumpf war.ja viel einfacher zu "drehen"
Viel Glück

elektrowilli
17.02.2018, 18:11
Hallo,

sehe gerade, dass ich das Bild von der Schwerpunktangabe vergessen habe. Die Flächentiefe an der Wurzel beträgt ca. 54cm. Vom Hersteller habe ich noch ein Foto von der Lage des Hauptfahrwerks erhalten. Der Schwerpunkt liegt also sogar über 20cm vor dem Fahrwerk.

Grüße
Willi

Savoy73
17.02.2018, 20:37
Moin Willi,

der Abstand ist schon ok…bei meiner Sukhoi Su27 ist Abstand (Schwerpunkt - Aufstandsfläche Haupträder) auch relativ weit auseinander. Die Mig29 hebt schon früh genug ab :)

Ich habe bei meiner Su27 auch geschleppte Druckfederbeine eingebaut, wobei man gegenüber vorgesehene Teleskopfederbeine, die geschleppten Federbeine ca. 2cm nach vorne versetzt.

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Gruß Frank

elektrowilli
18.02.2018, 13:10
Moin Frank,

schönen Flieger hast du da...
Jörg baut gerade die CARF SU, für ihn die Referenz. Über meine MIG macht er sich ständig lustig. Um mich zu necken, hat er mir einen 1:48 Bausatz von GWH gegeben, damit ich sehe wie der Flieger wirklich aussieht. Ich lass mich da aber nicht ärgern und habe den Ball mal aufgenommen...:)

Grüße
Willi

BZ-Bernie
18.02.2018, 15:25
Irgendwie sieht sie aber doch nach Mig 29 aus, oder :confused::confused::):)


Gruss

Bernd Zahn

elektrowilli
18.02.2018, 15:50
Hallo, Herrn Zahn,

nicht ärgern lassen, die ist schick und sieht für unsereinen auch wie eine MIG aus!
Zur Erklärung: Jörg hat es mal bis zum Vize-Weltmeister unter den 1:48 Scale-Heinis gebracht, bevor er damit aufgehört hat, das wettkampfmäßig zu betreiben. So einer kuckt anders auf ein Modell! Wir werkeln z.B. seit 5 Jahren an einer Mi-24 rum:
https://www.rc-heli.de/board/showthread.php?t=239580
Nur mal um zu zeigen, mit welchem Anspruch ER an ein Modell geht. Ich habe den Nörgelkopp aber ganz gerne an meiner Seite, habe schon sehr viel gelernt. Dass "unsere" MIG seinen Ansprüchen nicht genügen würde, war vorher klar.

Grüße
Willi

elektrowilli
23.02.2018, 17:00
Hallo,

geht wie angekündigt nur langsam voran. Das Servobrett für die HLW-Servos ist fertig und klebt jetzt im Rumpf. BZ sieht hier eine nicht verdeckte Anlenkung vor (siehe Bild). Ich habe lange überlegt, ob ich sie verdeckt machen soll, mich dann aber dagegen entschieden. Die Unterseite wird eh nicht die Schokoladenseite der MIG, da ja schon mal die Fahrwerksbeine bzw. die Räder aus dem Rumpf schauen. Auch für das Bugfahrwerk werde ich wohl keine Klappen einbauen. Die Servos sitzen zudem so tief im Tal zwischen den Triebwerksschächten, dass sie im Flug nie sichtbar werden sollten. Etwas eleganter wollte ich es dennoch machen und habe daher die Servos "versenkt" eingebaut, so dass nur noch die Hebel aus dem Rumpf schauen.

Grüße
Willi

gsaelsbaerbumerang
23.02.2018, 17:19
Hallo Willi
Wenn die Mig ein paar Dellen bekommt ist das Scale.
Die sind im Original wirklich nicht glatt ,wie manche vorbildgetreuen Modelle.
Habe von Bernd auch ein Modell daliegen , eine F-104 .
Baue allerdings erst meine Masterfly fertig.
Wird auch eine große Baustelle !
Viel Spaß weiterhin beim Basteln !
Herzliche Grüße Peter

elektrowilli
26.02.2018, 14:19
Hallo, Peter,

na ja, um Dellen ging es weniger. Es ging Jörg schon prinzipiell um die Maßstabstreue. Ein Beispiel, und dann will ich mit der Meckerei auch aufhören: Der Bereich um die Kabinenhaube. Hier wölbt sich der vordere Flächenansatz der BZ-Mig mit einem 40°-Winkel wie ein Satteldach bis zum Haubenansatz. Gut 20° wären ok gewesen. Das macht die Mig in diesem Bereich schon ziemlich plump. Ich kann auch keinen sachlichen Grund für diese Abweichung erkennen. Hier hätte man einfach ein wenig mehr Liebe in das Urmodell stecken können...sollen...müssen!

Wollte mir übrigens noch mal das Original im Luftwaffenmuseum in Berlin-Gatow ansehen. Dort haben sie die Mig aber in eine Halle geschoben, die restauriert wird. Ist also bis April/Mai nicht zugänglich.

Grüße
Willi

Michael R.
27.02.2018, 23:50
Hallo Willi,

mach dir doch keine Gedanken wegen Maßstabsgetreu usw., das kennt doch keiner! (Jörg ausgenommen) :D
Sie soll gut fliegen und Dir soll das Modell gefallen!
Ich finde das Projekt sehr Interessant.

Viele Grüße
Michael

Tinpusher
28.02.2018, 14:57
Hallo,

ich schlage mich auch auf Jörg's Seite, für diese "MiG-29" kann ich mich bei dem Preis nicht erwärmen. Die "leading edge extensions" sind ziemlich daneben. Habe mal in meinen Gatow Bildern gewühlt, da habe ich die LW-MiG 29 aber nur in ein paar Detailaufnahmen geknipst. Hier Aufnahmen, die ich in den NL von zwei Fulcrums gemacht habe.

Frank

http://www.airwar.ru/other/draw/mig29s.html

elektrowilli
02.03.2018, 17:27
Hallo, Frank,

"leading edge extensions" - wieder was gelernt! Schöne Fotos, nehme auch gerne die Detailfotos der Gatow-Mig...

Wieder zum Modell: Ich habe mich jetzt mal an die HLW-Steckung gemacht. Hier sieht der Bausatz eine Steckung aus 8mm Voll-Alu (!) vor, die in je zwei 16x8x5 Kugellagern geführt wird, welche in einem 18mm Alu-Hüllrohr mit 1mm Wandstärke stecken. Die Alu-Anlenkhebel werden mit Madenschrauben (nur Kraftschluss) mit dem Alustab verbunden. Solider Maschinenbau, hat mir aber aus mehreren Gründen nicht gefallen. Da die Steckung dem Schubrohr sehr nahe kommen wird (zumal ich ja 100er und keine 90er Impeller anstrebe), war mir das 18er Hüllrohr schon mal ein Dorn im Auge. Der erste Reflex war, je eine kurze 18er CFK-Hülse durch die äußeren Ausleger zu führen und die Kugellager innen mit einen Alu-Winkel aufzunehmen. Dann habe ich mich aber immer noch über die 8mm Alustäbe geärgert. Da diese fest (mit der abgebildeten "Schaufel") mit dem HLW verklebt werden sollen, schmeißt man das komplette Leitwerk weg, wenn man mit diesem hängen bleibt und die Steckung verbiegt. Und ich habe eine enge Kellertreppe, und 8mm Voll-Alu kann eben nicht allzu viel ab.
Ich habe jetzt bei Petrausch (danke Jürgen für den Tipp!) 12mm Strongal-Alurohr mit Führungsrohr gekauft, sicherheitshalber mit 1,5mm Wandstärke. Außen und innen habe ich jetzt kurze Führungshülsen verklebt und das Schubrohr muss später mal an einem 12er Rohr vorbei, statt an einem 18er. Insgesamt hat sich das Gewicht der Steckung damit fast halbiert, die Biegesteifigkeit ist vervielfacht und vermutlich werde ich die Leitwerke damit auch demontierbar machen können.

Grüße
Willi

MaHö
03.03.2018, 10:14
Hi Willi, die Drehachse ist ganz schön weit vorne im Höhenruder.
Ja ich weiß, schwierig zu versetzen, hauptsächlich wegen der Position im Rumpf.
Bei der Original Mig ist die Drehachse ja 45° nach hinten, das ergibt total andere Hebelverhältnisse.
Ich hab vor vielen vielen Jahren mal ne Mig 29 wegen der Drehachse versenkt, ähnlich deiner. Braucht halt dann starke Servos...die bei mir dann weich wurden. ...

Meine Klühr Mig 29 hat leicht nach hinten gedrehte Drehachsen.
Hier ist der Baubericht (https://www.rcgroups.com/forums/showthread.php?1177556-Mig-29-number-2-after-many-years/page2).
Bzw. kann auch nochmal Details fotografieren.
Keine Angst vor der kurzen Führung, das geht super mit Strongalrohren und Hülse.
Gruß Martin

BZ-Bernie
03.03.2018, 10:54
Kann man natürlich so machen, wenn man Platz und Gewicht sparen will, weil man sonst nicht mit dem Durchmesser der Schubrohre hinkommt.

Darüberhinaus sind unsere Pendelruder - Mechaniken (Macchini und Mig 29) sehr beliebt, weil fest, spielfrei sinter-oder kugelgelagert und mit ausgezeichneten Stellhebeln versehen. Kein Vergleich mit oft mitgelieferten sog. "TL´s" (taurigen Lösungen).


Und natürlich die Verdrehsicherung nicht vergessen :confused::confused::(

Gruss

Bernd Zahn

elektrowilli
04.03.2018, 17:41
Kann man natürlich so machen, wenn man Platz und Gewicht sparen will,

Gruss

Bernd Zahn

Tja, schon ein verrücktes Volk, diese Elektroflieger mit ihren extravaganten Wünschen...:D

@Martin:

Hab mir deinen Baubericht mal durchgeschaut - schöne Bilder auch aus Nordhausen dabei!
Das mit der Drehachse der HLW ist mir auch schon aufgefallen. Ich werde das Leitwerk bauplangemäß hinten (nur) 2cm überstehen lassen. Würde man sich nach dem Original richten, müssten der Überstand größer sein. Es ist ja auch nicht nur, dass die Servos mit der Lage der Drehachse zu kämpfen haben, das Leitwerk selbst ist ja auch entsprechenden Kräften ausgesetzt. Aber das wird schon gehen...

Ich will der MIG übrigens 7 Stück HSB-9485SH gönnen - die sollten auch mit dem HLW fertig werden. Die kosten zwar mehr als der ganze Bausatz, aber wer weiß, wofür man die noch mal gebrauchen kann. Auf Quer hatte ich noch überlegt, Midis einzusetzen. Wollte es dann aber durchgängig haben. In der Bauanleitung gibt es ein Bild mit einem TowerPro auf dem HLW - so mutig bin ich dann nicht. War aber vielleicht nur als Platzhalter für ein richtiges Servo gedacht.

Grüße
Willi

BZ-Bernie
04.03.2018, 19:06
Tja, schon ein verrücktes Volk, diese Elektroflieger mit ihren extravaganten Wünschen...:D

In der Bauanleitung gibt es ein Bild mit einem TowerPro auf dem HLW - so mutig bin ich dann nicht. War aber vielleicht nur als Platzhalter für ein richtiges Servo gedacht.

Grüße
Willi


"PLATZHALTER"

das würde ich auch nicht als HR - Servo bei der Größe des Pendelruders einsetzen.:(

Gruss

Bernd Zahn

elektrowilli
06.03.2018, 19:07
Willi,
ich habe frei Hand gefönt.Einer hält vorne einer dreht hinten,einer fönt .
Viel Glück

Hallo,

gab's da nicht mal einen Ostfriesenwitz über den Wechsel einer Glühlampe?:D:D

Ich habe jetzt aber auch eine friesische Lösung gewählt: Mit Bier! Muss aber eben ordentliches sein, mit Erdinger geht sowas nicht...:D

Ich habe so lange vorsichtig geföhnt, bis die Wasserwaage leidlich gerade war. Dann habe ich mir meinen Lieblingsspant angesehen und festgestellt, dass sich der Flieger nicht nur wie gewünscht geneigt hat, sondern dass sich auch seine Oberfläche im Bereich des Deckels leicht verzogen hatte. Das kann ich natürlich nicht gebrauchen, weil dann der Deckel nicht mehr passt. Also habe ich ihn dann mit einem Stück Rundrohr wieder in der alten Lage fixiert und nur die Neigung zugelassen. Den Spant verklebt, gespachtelt und erneut bepinselt. Nun bleibt das erstmal so. Da sich der Rumpf im Spant-Bereich nicht homogen verformen konnte, habe ich nun kleinere Dellen auf der Unterseite. Das schaue ich mir noch mal genauer an wenn Grundierung drauf ist, ob sich da Handlungsbedarf ergibt.

Grüße
Willi

Mini-Boy
06.03.2018, 21:52
Perfekt!!!!

Funflyer 69
06.03.2018, 22:17
Hallo Willi,

das ist jetzt aber ärgerlich! Deine Nachricht kam eine Stunde zu spät! Hätte ich gewusst, dass es mit Jever geht, hätte ich mich heute Abend beim Flächenpressen nicht durch die ganzen Marken gesoffen....



1925515

:cool:
Gruss nach Berlin
Sascha

Funflyer 69
06.03.2018, 22:20
Um mal was zum Thema beizutragen: Bloß keine Jammerei! Ich habe Dich ausdrücklich vor dem Bausatz gewarnt:D!

Gruss
Sascha

Jetfrank
07.03.2018, 15:34
Ihr Saufnasen!

und ich renn immer mit T-shirts von irgend welchen Firmen herum........hab mir immer schon gedacht, dass ich was nicht ganz richtig mache......also leg ich mich jetzt auch unter Bierkisten oder wie?!

Gruss
Frank

elektrowilli
08.03.2018, 18:18
Um mal was zum Thema beizutragen: Bloß keine Jammerei! Ich habe Dich ausdrücklich vor dem Bausatz gewarnt:D!

Gruss
Sascha

Ja, das hast du! Und den Vorwurf, beratungsresistent zu sein, höre ich auch nicht zum ersten mal...
Aber ich jammere ja nicht. Ich nörgle ja nur.

@Frank: Ist doch mal ein schönes Beispiel dafür, wie nützlich Alkohol sein kann. Ich dachte, das hätten dir spätestens die Finnen zur WM beigebracht:D
Und bei der MIG hilft Alkohol gleich doppelt...

Grüße
Willi

elektrowilli
10.03.2018, 09:17
So, zurück zum Flieger...

Die Steckung klebt jetzt im Leitwerk. Damit sollte man sich Mühe geben, da man nur den einen Schuss hat. Die Steckung sitzt nicht genau im rechten Winkel zur "Wurzelrippe", man könnte sie jedoch rechtwinklig verkleben und später das HLW der Rumpfform anpassen. Ich habe mir eine Helling mit entsprechenden Anschlägen und Unterlegklötzchen gebaut. Die Bohrung habe ich mit einem 12er Alurohr gemacht, dessen Stirnseite ich zackig gedremelt habe. Den Schlitz für die Verdrehsicherung mit einem Eisensägeblatt auf definierter Unterlage. Verklebt habe ich das Ganze mit Fermacell Estrichkleber. Den hatten sie im Turbinen-Fred an dieser Stelle empfohlen. Hab den jetzt schon mehrfach für Verkastungen, Verklebung von Ruderhörnern und Beplankungen probiert und bin sehr angetan von dem Zeugs.

Im Turbinenforum gab es eine Diskussion darüber, ob das mit der Verklebung hält und das Leitwerk den Kräften gewachsen ist. Die Zweifler wurden damit beruhigt, dass das Beplankungsbalsa mit CFK unterlegt ist. Bei mir ist nix mit CFK, wie der Durchsichttest vor der Deckenlampe ergab. Laut Hersteller ist bei mir GFK untergelegt - CFK würde man nur für die Turbinenvariante benötigen, wegen der deutlich höheren Endgeschwindigkeiten. Ich will ja jetzt keine "me too"-Debatte entfachen, aber etwas diskriminiert fühlt man sich schon. Also wenn man mich gefragt hätte: Ich hätte auch Kohle gewollt! Schon mal aus Prinzip!!
Halten wird's wohl trotzdem...

Grüße
Willi

elektrowilli
13.03.2018, 20:41
Hallo,

Höhenleitwerke sind beglast (vorher mit Flugzeugspannlack gestrichen, 49er Matte, verklebt mit Parkettlack wegen Harzallergie), mit Spritzspachtel gefillert, gespachtelt und verschliffen. Vorher habe ich mir noch mal das 1:48 Leitwerk angesehen und gehandelt: Die rundgelutschten Randbögen ließen sich recht einfach in eine Mig-gerechte Form schleifen.
Mit dem prognostizierten Mehrgewicht für das Beglasen von Leitwerk und Flächen von 200g war ich wohl etwas optimistisch. Da kommen wohl noch ein paar Gramm oben drauf.

Grüße
Willi

Christian Abeln
14.03.2018, 05:34
Das Rohr mit Verdrehsicherung im Leitwerk klebt nur im Styropor? Oder ist da noch eine "Verkastung" mit der Ober und Unterseite eingebracht worden?

elektrowilli
15.03.2018, 19:41
Hallo, Chris,

das klebt nur im Styropor, keine Verkastung. Verkastung wäre nachträglich auch kaum machbar, das hätte vermutlich eher Stabilität gekostet. Also wenn das Leitwerk irgendwo bricht, dann genau am "Schaufelende" der Verdrehsicherung. Insofern hätte ich wirklich gerne das Balsa mit Kohle hinterlegt gehabt. Aber ich kann mir ja alternativ am Sender 2s Verzögerungszeit auf Höhe programmieren:D:D

Grüße
Willi

elektrowilli
17.03.2018, 18:49
So,

das hat jetzt mal Spaß gemacht: Meine Mig hat jetzt Kiemenatmung! Die wollte ich unbedingt haben, da man die bei mir ja auch im Vorbeiflug sehen kann. Im Unterschied zum Original...:D

Apropos Original: Da sind die Lamellen wohl miteinander gekoppelt, so dass sie alle den gleichen Anstellwinkel haben müssten. Ich fand es so schöner.

Grüße
Willi

Christian Kasper
18.03.2018, 10:16
mal ne blöde Frage bzw. Anregung: Wäre es viel Arbeit gewesen die "Kiemen" beweglich auszuführen? Dann würden sie sogar wirklich "atmen" bei Lastwechseln... :cool: Gibt ja genug die sowas schon hier beschrieben haben. Nur mal so zum nachdenken.

Ansonsten: Sehr schöner Baubericht!

Cheers
Chris

elektrowilli
19.03.2018, 15:15
Hallo, Chris,

ja, selbsttätige barometrische Klappen wären schon cool, würden bei mir aber nichts nützen. Ich plane eine klassische closed-duct-Lösung, sollte also im Normalfall keinen Unterdruck im Rumpf haben. Außerdem muss ich natürlich auch immer etwas auf das Gewicht schauen. Denke mal, dass mich meine Kiemen in Summe nicht mehr als 20g gekostet haben.

Aber wo wir jetzt gerade beim Tüdelkram sind: Hat jemand Detailaufnahmen von den Löchern vor den Kiemen auf der linken Seite? Da sind vier schwarze "Kästchen" auf dem Bild. Sind das auch kleine Lamellen? Und dahinter ist auch noch was. Sind das 2 Reihen Schlitze? Finde im Netz nichts und mein 1:48 Bausatz hat dann auch nicht die Auflösung...

Grüße
Willi

hps
19.03.2018, 18:07
Servus Willi,
hier sieht man es ein wenig besser. Es schaut nach Lüftungsschlitzen aus:

1932873
Bild: https://commons.m.wikimedia.org/wiki/File:MiG-29_Fulcrum.jpg

Jetgruß Peter

Christian Abeln
19.03.2018, 19:00
Ist die Belüftung von der Kanone... Wird ja auch n bissl warm beim schiessen :)

elektrowilli
20.03.2018, 17:47
Ah, prima. Das hilft mir weiter, danke euch beiden! Schlitze fluchten also mit der Kanone und sollten demzufolge auch in Längsrichtung ausgerichtet sein:D
Werde ich demnächst mal in Angriff nehmen, wenn ich einen schnellen Erfolg brauche. Kann ich auch gleich meinen neuen Kreuzlaser ausprobieren...

Kein schneller Erfolg waren meine Arbeiten an den Nozzles. Hier habe ich mir zwei Ringe für das Schubrohr gefräst, wobei ich mich mit dem Enddurchmesser von 85mm jetzt mal auf einen 100er Impeller festgelegt habe. Leider haben die Nozzles keinerlei gerade Bezugskante, auch die Hinterkante ist völlig "unbehandelt". Ich habe die Ringe daher nach Gefühl verklebt und die Hinterkante dann parallel zu den Ringen geschliffen. Dann habe ich die Dinger angeschliffen und grundiert, um das Motiv zu erkennen. Ich war/bin enttäuscht: BZ hat hier Lamellen angedeutet, die jedoch nicht zur Längsachse passen und auf der Unterseite in einer Katastrophe münden. Hab sie erstmal in die Ecke geworfen - weiß noch nicht, ob ich die verwenden will.

Grüße
Willi

BZ-Bernie
21.03.2018, 11:47
Ich verstehe mittlerweile nicht mehr so richtig was du eigentlich mit dem Bausatz willst und wo das enden soll.

Zum gleichen Zeitpunkt wurden mehrere Mig 29 von uns ausgeliefert und die Empfänger sind alle zufrieden und freuen sich über das Modell.

"Sind die alle doof", oder hast nur du das "Bauen" erfunden. :confused::mad:

Die Leute, die hier im Turbinenforum über die Maschine geschrieben haben, haben sie so gebaut wie angeboten und kamen damit zurecht und viele danach ebenfalls und fliegen sie heute noch.

Ich stell mir deshalb die Frage ob viele sich sooo... täuschen können und nur einer weiß wie`s geht , oder wie er´s gerne hätte.:(:(

Dass der Rumpf am Anfang verdreht war und dass er dann mit viel Mühe gerade gezogen wurde ist sehr anerkennenswert. :)

Dass man aber ein Modell erst auseinanderschneiden muss um es dann fertig zu bauen verstehe ich nicht.

Was z.B: die Pendelrudermechanik betrifft, die nicht gepasst haben soll und dann durch eine eigene ersetzt wurde kann ich so auch nicht nachvollziehen,

denn

Das Modell wurde für 2 x 90iger bestellt; dann hätte die Mechanik gepasst.

Zitat:
BZ hat hier Lamellen angedeutet, die jedoch nicht zur Längsachse passen und auf der Unterseite in einer Katastrophe münden. Hab sie erstmal in die Ecke geworfen - weiß noch nicht, ob ich die verwenden will. Zitat ende

Mit solchen Sprüchen kann ich nichts anfangen und will ich auch gar nicht. Ich habe hier ein Modell zum Gebrauch auf den Markt gebracht und nicht eines für die Puppenstube zum anschauen :eek:

Gott sei Dank gibt es auch noch Modellbauer und Modellflieger die dies akzeptieren und genauso sehen wie ich. :)

in diesem Sinne

Gruss

Bernd Zahn

GePo
21.03.2018, 12:32
Beim Bau ärgert man sich sicher öfters über Details, die eigentlich etwas anders aussehen sollten. Aber wenn die Dinger dann mal einsatzbereit sind und fliegen hat man den Ärger beim Bauen auch bald wieder vergessen ... ;)

Alternativen zu den Auslassdüsen können auch recht einfach erstellt werden ... Guckst Du: http://www.rc-network.de/forum/showthread.php/357407-TETRIS-returns-MiG29-2x-90mm-2100mm?p=2999509&viewfull=1#post2999509

Und was ist bei einem ELEKTRISCH angetriebenen Jet schon "scale";):p:D

Also bitte weiterberichten und nicht entmutigen lassen - ist doch nur ein Hobby - (für die Meisten jedenfalls ).

Und ja, wenn ich mir einen GFK Bausatz anschaffe, erwarte ich auch, dass der durchdacht und genau erstellt wurde ... :rolleyes:

Gruß, Georg

BZ-Bernie
21.03.2018, 14:18
Also bitte weiterberichten und nicht entmutigen lassen - ist doch nur ein Hobby - (für die Meisten jedenfalls ).

Und ja, wenn ich mir einen GFK Bausatz anschaffe, erwarte ich auch, dass der durchdacht und genau erstellt wurde ... :rolleyes:

Gruß, Georg

Hallo Georg,

Bisher waren meine Kunden der Meinung, dass eben meine Bausätze durchdacht sind und jeder überflüssige "Kram" weggelassen wurde.

Was ich meine, ist einfach die Tatsache, dass man aus übertriebenem "Scaledenken" meine Mig 29 derart zerreißt.

Das straft alle meine zufriedenen Kunden (und das sind ganz schön viele) Lügen.

Meinetwegen kann doch jeder mit seinem Modell machen was er will. Aber dann Kritik üben wenn der Bausatz gar nicht dafür gedacht ist und die Änderungen aus eigenem Interesse gemacht werden, halte ich für daneben.

Ich meine damit, dass man aus unserem Bausatz eine hervorragende Mig 29 bauen kann, wie ja so häufig geschehen.

Gruss

Bernd Zahn

Michael H.
21.03.2018, 15:13
Ich habe diesen Thread verfolgt, weil ich noch eine kleine MIG 21 von BZ auf der Werkbank (bzw. seit anderthalb Jahren in der Ecke neben der Werkbank ;)) liegen habe und muss Bernd schon recht geben. Seine Modelle sind ganz klar auf den Alltagsbetrieb zugeschnitten und nicht auf "Scale-WM-Ansprüche".
Natürlich darf ein Flieger nicht krumm sein - das brauchen wir hier nicht weiter zu diskutieren. Aber sowas klärt man besser bilateral und nicht öffentlich.

Jetzt an allen Ecken und Enden Kritik zu üben, weil man vielleicht mit anderen Ansprüchen an ein Projekt rangegegangen ist, finde ich persönlich nicht zielführend.

Ich gehe an die MIG 21 auch mit diversen Optimierungsideen ran, denn ich möchte sie möglichst leicht bauen und mit einem 70'er oder max. 80'er Fan antreiben. Ausserdem irgendwo einen "gescheiten" Deckel zum Akkuwechsel einsetzen weil ich nicht jedesmal die Fläche abnehmen möchte. Aber ich käme nicht auf die Idee, deshalb zu sagen, dass der Flieger ein Problem hat, weil kein Deckel vorgesehen ist.

@ Bernd: genau wegen dieser Deckelidee und weil ich nicht einfach so ein großes Loch in den Rumpf sägen wollte, hat sich der Bau damals verzögert und dann kamen andere Flieger dazwischen. Aber jetzt baue ich mal weiter, versprochen:D (die mj F-104 ist ja nun fertig).

So, und nun gehe ich Popcorn und Cola holen und schaue mal, wie's hier weitergeht (duckundweg...)

Viele Grüße
Michael

Segler89
21.03.2018, 16:59
Hallo Georg,

Bisher waren meine Kunden der Meinung, dass eben meine Bausätze durchdacht sind und jeder überflüssige "Kram" weggelassen wurde.

Was ich meine, ist einfach die Tatsache, dass man aus übertriebenem "Scaledenken" meine Mig 29 derart zerreißt.

Das straft alle meine zufriedenen Kunden (und das sind ganz schön viele) Lügen.

Meinetwegen kann doch jeder mit seinem Modell machen was er will. Aber dann Kritik üben wenn der Bausatz gar nicht dafür gedacht ist und die Änderungen aus eigenem Interesse gemacht werden, halte ich für daneben.

Ich meine damit, dass man aus unserem Bausatz eine hervorragende Mig 29 bauen kann, wie ja so häufig geschehen.

Gruss

Bernd Zahn

Das ist ja lustig! Eine Mig-29 die gar nicht dafür gedacht war wie eine Mig-29 auzusehen. Wirklich witzig... :D:D:D:D

Ihr bringt ein vorbildähnliches "Scale" Modell auf den Markt und beschwert euch wenn der zahlende Kunde berechtigte Kritik daran übt, weil er das Modell so nah am Original wie möglich bauen will. Selbst wenn es 10000 zufriedene Kunden für diese "Mig-29" gibt, die Mängel die hier und in dem anderen Thread beschrieben wurden sind einfach ärgerlich! Wo sind wir denn eigentlich hier... Als Kunde im Modellbausektor soll man wohl einfach jeden Scheiss hinnehmen, schön bezahlen und sich bei den Herstellern hinterher auch noch dafür bedanken, denn es geht ja nur ums Hobby nicht wahr?

Ich würde mich über so hingerotzte Nozzeln auch ärgern und umso mehr über einen krummen Rumpf. Das ist ja wohl ohnehin eine Lachplatte - ein krummer Rumpf!!! Dann nimmt's der Kunde, bzw. Erbauer sogar noch mit Humor, macht sich die Arbeit und korrigiert die Fehler und wird dafür abgestraft. Und dann gibts hier sogar Leute die sich dafür entschuldigen praktische Änderungen an einem Modell vorzunehmen... LÄCHERLICH! Lieber mal die Kritik zu Herzen nehmen und den Bausatz optimieren.

Um jetzt hier nicht nur auf dem betroffenen Hersteller rumzuhämmern, das ist ja leider kein Einzelfall. Gibt ja auch Hersteller, besonders im Hochpreissegment die teilweise unterirdische Qualität fürs Geld abliefern und dann keine Kritik ertragen können. Soll man jedes Hühnerauge zudrücken nur weil die Mig verhältnismäßig günstig ist?

Ich kann elektrowillis Frust voll und ganz verstehen.

ArcusF18
21.03.2018, 17:52
Das ist ja lustig! Eine Mig-29 die gar nicht dafür gedacht war wie eine Mig-29 auzusehen. Wirklich witzig... :D:D:D:D

Ihr bringt ein vorbildähnliches "Scale" Modell auf den Markt und beschwert euch wenn der zahlende Kunde berechtigte Kritik daran übt, weil er das Modell so nah am Original wie möglich bauen will. Selbst wenn es 10000 zufriedene Kunden für diese "Mig-29" gibt, die Mängel die hier und in dem anderen Thread beschrieben wurden sind einfach ärgerlich! Wo sind wir denn eigentlich hier... Als Kunde im Modellbausektor soll man wohl einfach jeden Scheiss hinnehmen, schön bezahlen und sich bei den Herstellern hinterher auch noch dafür bedanken, denn es geht ja nur ums Hobby nicht wahr?

Ich würde mich über so hingerotzte Nozzeln auch ärgern und umso mehr über einen krummen Rumpf. Das ist ja wohl ohnehin eine Lachplatte - ein krummer Rumpf!!! Dann nimmt's der Kunde, bzw. Erbauer sogar noch mit Humor, macht sich die Arbeit und korrigiert die Fehler und wird dafür abgestraft. Und dann gibts hier sogar Leute die sich dafür entschuldigen praktische Änderungen an einem Modell vorzunehmen... LÄCHERLICH! Lieber mal die Kritik zu Herzen nehmen und den Bausatz optimieren.

Um jetzt hier nicht nur auf dem betroffenen Hersteller rumzuhämmern, das ist ja leider kein Einzelfall. Gibt ja auch Hersteller, besonders im Hochpreissegment die teilweise unterirdische Qualität fürs Geld abliefern und dann keine Kritik ertragen können. Soll man jedes Hühnerauge zudrücken nur weil die Mig verhältnismäßig günstig ist?

Ich kann elektrowillis Frust voll und ganz verstehen.


...das kann ich zu 100% bestätigen. Ich sehe das genauso. Ich hab da schon die gleiche Erfahrung mit CARF gemacht. UPPPPSS wenn ich das sagen darf. :D
Man muss allerdings BZ zu Gute halten, daß die BZ -Mig eine andere Preisklasse ist.... da darf man schon das ein oder andere mal was verzeihen. Allerdings finde ich es auch nicht ok auf Elektrowilli dann rumzuhacken, nach dem Motto "Angriff ist die beste Verteidigung":D

Grüße KH

@ Bernie
..... du könntest aber schonmal das ein oder andere weiterentwickeln. Mich würde am meisten stören, daß das Hauptrad nicht vollständig in den Rumpf einklappt. Aber, ist nur meine Meinung...

HE-219
21.03.2018, 18:18
....oder auf die von TOPrc in 1:6 warten SU 35 kommt da auch.


Gruß
Markus

BZ-Bernie
21.03.2018, 20:03
Hallo Segler 89,

es ist immer einfach anonym aus der Hüfte zu schießen. Auf anonyme Beiträge darf man keine Antwort erwarten.:rolleyes::rolleyes:

Gruss

Bernd Zahn

BZ-Bernie
21.03.2018, 20:08
@ Bernie
..... du könntest aber schonmal das ein oder andere weiterentwickeln. Mich würde am meisten stören, daß das Hauptrad nicht vollständig in den Rumpf einklappt. Aber, ist nur meine Meinung...

Die Weiterentwicklung hat schon weitergefunden. Aber ein Fahrwerk gem. dem Original herzustellen übersteigt bei weitem den Preis für den Rest des Modells.

Tomas Singer hatte ein scale FW in der WM Mig 29 mit schräger Drehachse usw. Der Aufwand war immens.

Gruss

Bernd Zahn

BZ-Bernie
21.03.2018, 20:22
Ich will hier nicht auf dem Willi herumhacken.

Aber wenn er es "scaler" haben möchte dann soll er das gerne tun. Er sollte dann aber nicht an den vorhandenen Gegebenheiten nur Kritik üben, sondern die Änderungen in seinem Sinne durchführen und sich an dem Gelingen freuen. :(:(

Wer lesen kann hat sicherlich auch gelesen, dass ich Willi für das Ausrichten des Rumpfes gelobt habe. Das er das so hinbekommen hat ist einfach super und spricht für sein Können.

Gruss

Bernd Zahn

BZ-Bernie
21.03.2018, 20:39
Es geht auch ohne "zerlegen". Hier unsere 2 strahlige 2 x 90 Imp Testmaschine von hinten.

Gruss

Bernd Zahn

elektrowilli
21.03.2018, 20:53
Ich stell mir deshalb die Frage ob viele sich sooo... täuschen können und nur einer weiß wie`s geht , oder wie er´s gerne hätte.:(:(



Gruss

Bernd Zahn

Hallo, Herr Zahn,

um es vorweg zu nehmen: Ich bin noch mit Spaß am Modell!

Aber ansonsten ist es so, wie Sie es schreiben: Wie ich es gerne hätte, weiß tatsächlich nur ich. Aber das möchte ich hier schreiben dürfen. Schlimmstenfalls kann man so was als Hersteller zum Anlass nehmen, mal über einen in die Jahre gekommenen Bausatz zu sehen. Muss man natürlich nicht, wenn man auch so genug Modelle verkauft.

Wie ich in #1 geschrieben hatte, hatte ich von vornherein Ideen für Änderungen. Ich habe nie geschrieben, dass diese notwendig sind. Ich habe mir bewusst dieses eher schlichte Modell ausgesucht, weil ich Lust darauf hatte, es gegebenenfalls zu verfeinern. Ich baue tatsächlich gerne. Natürlich wusste ich, dass das bei einem Modell, dass nur "irgendwie" (ihre Worte!) und nicht "wie" eine Mig aussieht, nur begrenzt sinnvoll ist.

Ich habe auch nicht geschrieben, dass Ihre Pendelleitwerksmechanik nicht funktioniert. Ich habe nur nach einer für mich besseren Lösung gesucht. Und das nicht nur wegen der Platzverhältnisse (100er statt 90er), sondern auch hinsichtlich Gewicht, Belastbarkeit und Demontagemöglichkeit. Muss keiner so nachmachen.

Und was die Nozzle angeht (und nicht nur diese): Die haben einfach eine Qualität, wie man sie heutzutage auch bei den Chinesen bemängeln würde. Punkt! Und dass die Mehrzahl ihrer Kunden damit zufrieden ist (sein soll), macht es auch nicht besser. Und wenn Sie schreiben, dass man Ihre Modelle kauft, weil sie auf überflüssigen "Kram" verzichten, so wäre das für die Nozzle genau die Lösung gewesen: Einfach einen glatten Konus, und wer Lust hat (so wie ich), der deutet mit Folie oder dünnem Kunststoff Lamellen an.

Wenn man sich jetzt aber die Mühe macht, Lamellen anzuformen, warum macht man es dann nicht ordentlich? Hier sehe ich eine gewisse lustlose Grundeinstellung. Und die - ganz ehrlich -, die ärgert mich bei einem Hersteller wirklich!

Grüße
Willi

elektrowilli
21.03.2018, 22:14
Ich will hier nicht auf dem Willi herumhacken.

Gruss

Bernd Zahn

Hörte sich zwischenzeitlich aber fast so an...
Machen wir mit dem Modell weiter, ok?

Grüße
Willi

kerosinbrenner
21.03.2018, 22:16
Mann kann bei den Modellen von Herrn Zahn herummeckern wie man will, es muss doch jedem klar sein wenn mann solche Modelle um diesen Preis kauft dass dabei die Ausführung nicht perfekt ist oder den Ansprüchen der meisten Jetpiloten gerecht wird. Mir ist es bei einem der Modelle von Ihm auch nicht viel besser gegangen als willi.
Ich bin einer von vielen die nicht meckern und jammern.Aber einen vorteil haben diese Modelle von Herrn Zahn schon---Man muss flexibel sein und man lernt wieder mehr das -- Modellbauen--.
LG Franz

BZ-Bernie
22.03.2018, 11:00
Hörte sich zwischenzeitlich aber fast so an...
Machen wir mit dem Modell weiter, ok?

Grüße
Willi

Alles klar :):):):)

Gruss

Bernd Zahn

Gast_77583
23.03.2018, 17:39
Das ist immer das selbe mit unseren deutschen Herstellern,
übt man Kritik, fühlen sie sich gleich auf den Schlips getreten. Ich bin der Meinung, wenn es Punkte zur Kritik gibt, muß man die als Hersteller auch mal vertragen, zudem wurde die Kritik aus meiner Sicht hier recht sachlich vorgetragen, da habe ich hier schon anderes gelesen.

Was den Nozzle angeht, bin ich voll auf der Seite von Willi. Entweder macht man es richtig oder gar nicht. Der Nozzle ist entweder schlampig abgeformt - das können mittlerweile die Chinesen sogar besser - oder das Urmodell ist an dieser Stelle schlecht gemacht, wobei ich mal auf schlampige Abformung tippe...

Haben Sie kein Qualitätsmanagement Herr Zahn? ...das wäre aufgefallen. Ich hätte das gar nicht erst ausgeliefert, dann würde sich hier im Forum sich auch keiner negativ äußern.

Trotzdem schöner Flieger, Willi mach was draus ;)

Grüße Mario

BZ-Bernie
24.03.2018, 11:42
Das ist immer das selbe mit unseren deutschen Herstellern,
übt man Kritik, fühlen sie sich gleich auf den Schlips getreten. Ich bin der Meinung, wenn es Punkte zur Kritik gibt, muß man die als Hersteller auch mal vertragen, zudem wurde die Kritik aus meiner Sicht hier recht sachlich vorgetragen, da habe ich hier schon anderes gelesen.

Was den Nozzle angeht, bin ich voll auf der Seite von Willi. Entweder macht man es richtig oder gar nicht. Der Nozzle ist entweder schlampig abgeformt - das können mittlerweile die Chinesen sogar besser - oder das Urmodell ist an dieser Stelle schlecht gemacht, wobei ich mal auf schlampige Abformung tippe...

Haben Sie kein Qualitätsmanagement Herr Zahn? ...das wäre aufgefallen. Ich hätte das gar nicht erst ausgeliefert, dann würde sich hier im Forum sich auch keiner negativ äußern.

Trotzdem schöner Flieger, Willi mach was draus ;)

Grüße Mario

das versteh ich nicht so recht. Die BZ-Modellbau besteht seit 24 Jahren und erfreut sich immer noch einer großen Beliebtheit. Wenn man

bei youtube:

BZ-Modellbau eingibt dann kommen dort viele, viele Videos von unseren Modellen, deren Besitzer durchaus immer mit uns zufrieden waren und noch sind.

:( Ich habe in dieser Zeit viele "Edelhersteller" kommen und gehen sehen, die es besser wussten als wir. Noch "edler, höher, weiter besser usw.............."

Wo sind die denn alle geblieben? Wären die mit den Füßen am "Boden" geblieben hätten sie nicht pleite gemacht.
Ich glaube, dass mein Konzept stimmt, denn sonst würde es die BZ-Modellbau ja nicht mehr geben. :confused::confused:

Wir liefern solide, hervorragend fliegende, preiswerte Modelle und das honoriert unsere Kundschaft. Wir liefern ausserdem termingerecht nach festgelegten Liefertermin. Dazu kommt dass man bei uns erst eine Woche vor LT zahlen muss und nicht wie bei vielen anderen im Februar zahlt-- und im November ist immer noch keine Ware da. Manche haben bis heute noch nicht ihr Geld zurück und bekommen es auch nicht wieder.

Ersatzteillieferung? Bei uns kein Thema, können jederzeit nachgeliefert werden. :)

Deshalb bleibt alles so wie´s ist. :):)

Gruss

Bernd Zahn

elektrowilli
24.03.2018, 16:54
Trotzdem schöner Flieger, Willi mach was draus ;)

Grüße Mario

Hallo, Mario,

ich bemühe mich:).
Und nein: Es ist das Urmodell. Sonst hätte man das Nozzle auf dem kleinen Dienstweg ja mal schnell austauschen können. Der Hersteller schieb eben: "Deshalb bleibt alles so wie's ist." Damit ist zu diesem Thema dann auch alles gesagt: Wer ein ordentliches Nozzle will, der muss sich selbst eins bauen. Hatte ich so nicht auf dem Schirm, deshalb meine Verärgerung. Hab jetzt meinen Frieden damit geschlossen (ein neues zu bauen, meine ich). Vermutlich bin ich tatsächlich kein klassischer BZ-Kunde, sondern von den wenigen verbliebenen "Edelherstellern" versaut. Und so ein Hersteller, der völlig mit sich und seiner Produktqualität im reinen ist, ist doch auch mal schön.

Zurück zum Modell, bevor das hier weiter ausartet. Und man will ja wissen, wo das hier enden soll...
Die Lufteinlässe. Ich habe ein ganz ungutes Gefühl, wieder heftige Reaktionen zu erzeugen. Aber trotzköpfig wie ich bin, habe ich mit dem "Zerlegen" des Modells mal direkt weiter gemacht. Gott steh mir bei!:D:D

Grüße
Willi

Gast_77583
24.03.2018, 19:50
Hi Willi,
saubere Arbeit :)

Und Willi, Du hast völlig Recht, der Hersteller ist es nicht Wert über ihn hier weiter zu schreiben, der gehört eben zu der Kategorie "Unbelehrbar", ich jedenfalls danke Dir das Du das hier aufgedeckt hast und werde bei dem mit Sicherheit nie Kunde werden...

Ich freue mich lieber auf den weitere Baufortschritt und lese hier gerne weiter mit. ;)

Gruß Mario

Christian Abeln
25.03.2018, 07:36
Tragt eure Grabenkriege bitte per PN aus. Sonst muss ich doch noch fegen...

elektrowilli
25.03.2018, 11:09
Hast ja recht,

und um das hier wieder in eine forumgerechte Bahn zu lenken, eine Frage an die Strömungsexperten: Ich habe jetzt an der Einlaufkante 3mm Sperrholz unterfüttert, könnte also einen Radius von 3mm anformen, wenn ich die Außenkante scharfkantig lasse. Wo liegt der Kompromiss zwischen Optik (generell scharfkantig) und Aerodymamik (große Radien)? Prinzipiell könnte ich deutlich stärker unterfüttern, freie Fläche habe ich trotz OP an der Oberseite reichlich. Das ist schon genial an der Mig...

Grüße
Willi

DieterH
25.03.2018, 12:42
Hallo Willi !
Vor zehn Jahren hatte ich mal eine HET Mig-29, bei der ich die Einläufe ähnlich wie du verkleinerte, um ohne Fahrwerk auf Rasen landen zu können.

http://www.rc-network.de/forum/attachment.php?attachmentid=194681&d=1220884882

Die "Fachleute" waren darüber weniger begeistert - hier zu lesen:
http://www.rc-network.de/forum/showthread.php/107546-het-mig-29/page4

Gruß
Dieter

J.G
25.03.2018, 12:42
Hast ja recht,

und um das hier wieder in eine forumgerechte Bahn zu lenken, eine Frage an die Strömungsexperten: Ich habe jetzt an der Einlaufkante 3mm Sperrholz unterfüttert, könnte also einen Radius von 3mm anformen, wenn ich die Außenkante scharfkantig lasse. Wo liegt der Kompromiss zwischen Optik (generell scharfkantig) und Aerodymamik (große Radien)? Prinzipiell könnte ich deutlich stärker unterfüttern, freie Fläche habe ich trotz OP an der Oberseite reichlich. Das ist schon genial an der Mig...

Grüße
Willi

Servus Willi,

die 3 mm Radius sind ein guter Kompromiss, sind ja ohnehin relativ lange Kanäle bis zum Impeller, wenn ich das richtig sehe...;)

Lese weiter mit :D

Gruß Jürgen

elektrowilli
25.03.2018, 14:17
Hallo, Jürgen,

prima, dann bleibt das erstmal so. Kommt ja auch noch 1mm drauf für die Einlaufkanäle, die noch angespachtelt werden müssen.

@Dieter: Hier sieht es mir so aus, als würde ein Missverständnis vorliegen. Meine "zerlegende OP" bezog sich darauf, dass ich die Übergänge zum Rumpf dahingehend bearbeitet habe, dass sie jetzt originalgetreuer aussehen. Wenn man es so will, habe ich horizontale Splitterblades gebaut. Durch die keilförmige Anformung aber hoffentlich ausreichend aerodynamisch. In deinem Baubericht sieht es mir so aus, als hätte die HET-Mig den Absatz zwischen Rumpf und Einläufen aber schon werkseitig. Du hast offensichtlich die Einlauffläche unten verringert und damit eine Abrisskante im Kanal eingebaut...
Bei mir ist die Öffnungsfläche noch nicht final festgelegt, und es müssen später ja überhaupt erst noch die Kanäle rein. Ich mach die Einläufe unten später so weit auf, wie es für den Impeller optimal ist, und das wird sicher die nächste Expertenfrage werden. Aber so weit bin ich noch nicht...

Grüße
Willi

Savoy73
26.03.2018, 09:07
Moin Willi,

die zwei Nozzle von der Su27ub Fiberclassics sahen auch nicht toll aus. Das liegt wahrscheinlich daran, das das die letzten Teile zum Abformen sind und da ist man nicht mehr so motiviert :-)

Die Düsen kann man auch selber bauen:

https://www.rcgroups.com/forums/showpost.php?p=35959716&postcount=20

Gruß Frank

spazierflieger
26.03.2018, 14:19
Oder drucken, habe mir selber gerade eine für meine kleine F20 gedruckt, ok, ist nicht scale aber allemal besser als das Originalteil.

1935896

elektrowilli
28.03.2018, 19:43
Hallo, Thobi und Frank,

drucken scheidet für mich aus: Hab keinen Drucker, bin zu doof zum PC-Konstruieren (kommt vielleicht noch) und wird mir auch vom Material zu steif. Die Mig ist am Heck nicht wirklich kreisrund, hier brauche ich was elastisches, das sich besser anmodulieren lässt.
Einigermaßen routinierter "Tütendreher" bin ich dagegen. Problem ist nur, dass ich einen doppelten Konus brauche, wenn das ordentlich aussehen soll. Und zwischen den beiden hätte ich natürlich gerne eine scharfe und saubere Kante. Und das ist nicht trivial, denn groß Schleifen und Spachteln scheidet wegen der Materialstärke aus. Müsste dann innen auch Verstärkungsringe als Klebefläche haben und die wiegen natürlich wieder...
Sauberste Variante wäre ein neues Urmodell, aber den Aufwand werde ich definitiv nicht betreiben.

Übrigens: Vor ein paar Jahren noch hätte ich die BZ-Nozzle verklebt und es wäre gut gewesen. Aber seitdem ich Jörg über die Schulter schaue, hat sich auch bei mir ein Anspruch entwickelt, der gelegentlich dann auch zum Fluch werden kann.

Hab mir bereits ein paar Gedanken gemacht, werde mich jetzt aber erstmal weiter mit der Haube befassen.

Grüße
Willi

Airpainter98
28.03.2018, 19:54
Wo liegt denn das Problem mit drucken?
Gibt genug Leute mit einem Drucker. es gibt auch genug, die 3D konstruieren.
Materialwahl ist auch kein Problem! PLA und ABS würde ich ausschließen.
PETG, Greentec Pro, oder Nylon würde ich nehmen. Geht jedenfalls schneller als Formenbau und laminieren.
...und der doppelte Konus ist nun wirklich gar kein Problem.
Ne gute Zeichnung und ein paar gute Bilder sollten reichen.

BZ-Bernie
29.03.2018, 14:57
Übrigens: Vor ein paar Jahren noch hätte ich die BZ-Nozzle verklebt und es wäre gut gewesen. Aber seitdem ich Jörg über die Schulter schaue, hat sich auch bei mir ein Anspruch entwickelt, der gelegentlich dann auch zum Fluch werden kann.

Grüße
Willi

Siehste, jetzt bin ich wieder auf deiner Seite, genauso sehe ich das auch.

Bin mal gespannt wie das Endprodukt eines Tages aussehen wird. :):)

Gruss

Bernd Zahn

elektrowilli
30.03.2018, 20:53
Hallo,

hab mich jetzt mal um die Haube gekümmert, auch so eine Baustelle...
Um wieder ein Stück näher an das Original zu kommen, habe ich sie geteilt. An der Trennnaht plan geschliffen und eine 1mm GFK-Platte gegen geklebt. Außen dann vorsichtig in Form geschliffen und innen einen 8mm Steg stehen gelassen. Bei der Gelegenheit auch gleich das entsprechende Stück der Klarsichthaube eingeklebt und mit Tape geschützt. Dann das ganze mit Uhu endfest an den Rumpf geklebt, verspachtelt und geschliffen. Ob weitere Spachtelarbeiten nötig sind, das wird die Grundierung ergeben.
Das war soweit easy. Der "Rest" wird Arbeit...

Grüße und schöne Ostern
Willi

elektrowilli
01.04.2018, 14:53
So,

der "Rest", also die eigentliche Haube sitzt jetzt auch. Das war nicht so einfach, denn der hintere Teil der Haube hat nicht wirklich viel Übereinstimmung mit dem Rumpf: Die Haube ist hinten ca. 10mm schmaler als der Rumpf an dieser Stelle breit ist, und während der Rumpf seitlich konkave Flächen hat, geht die Haube stur konvex weiter. Ich habe den hinteren Steg der Haube komplett entfernt. Vom Rumpf habe ich die Umrisse auf eine Schablone gezeichnet, auf 3mm Pappelsperrholz übertragen und mit 1mm Untermaß ausgesägt. Der Blick auf die Schablone zeigt übrigens, dass der Rumpf in diesem Bereich völlig asymmetrisch ist...
Mit dem Sperrholzspant habe ich dann die Haube in eine "rumpfgerechte" Form gezwungen. Durch das Aufspreizen unten hat die Haube "an Höhe verloren". Ich musste sie daher mit 2mm längs unterfüttern und dann keilförmig nach vorne verschleifen.

Den vorderen Teil der Haube habe ich wieder mit einer GFK-Platte verklebt, den ich an sein Gegenstück vorne angelegt hatte. Ich dachte, wenn ich unten die gleiche Breite wie beim vorderen Gegenstück wähle, dann müsste sich die Kontur automatisch dem vorderen Teilstück anpassen. Das hat leider nicht 100%ig geklappt, geht aber gerade noch. Die ultimative Haubenteilung mit konstantem Spaltmaß hatten wir bei der F20 probiert, #110: http://www.rc-network.de/forum/showthread.php/449130-***Fantastic-Jets-voll-GFK-F-20-Tigershark-in-Produktion***/page8 ,hätte ich aber Jörg dafür gebraucht...

Um die Haube fixieren zu können, habe ich eine "klassische" Verriegelung mit Bowdenzugröhrchen und 2mm CFK-Stab gebastelt. Ist von hinten durch die große Klappe gut zugänglich. Wenn ich die Lipos später mal auch durch die große Klappe ins Modell bekomme, muss man eigentlich die Haube nie wieder öffnen:)

Den hinteren Teil der Haube habe ich dann mit dem Rumpf gemeinsam in Form geschliffen. Dazu habe ich je eine 0,5mm dicke Poly-Platte an Rumpf und Haube geklebt und angespachtelt. An der Haubenlängsseite bin ich teilweise ähnlich verfahren.

Das war jetzt viel Arbeit für eine einfache Haube, aber so gefällt mir das jetzt.

Grüße
Willi

elektrowilli
02.04.2018, 18:41
Hallo,

so, Scheibe ist jetzt auch drin...

Grüße
Willi

gsaelsbaerbumerang
02.04.2018, 20:39
Das schaut schon ganz gut aus Willi . Hat sich gelohnt hier soviel Zeit zu investieren .
Viel Erfolg und Durchhaltevermögen weiterhin ;)
Lese fleißig mit , muß jetzt in die Werkstatt , noch ein paar Sachen am Starfighter richten .
Herzliche Grüße
Peter

Christian Abeln
03.04.2018, 06:39
Großen Respekt vor der Arbeit die Du Dir machst.

elektrowilli
05.04.2018, 17:05
Hallo,

danke für die warmen Worte...:)
Zur Entspannung habe mit "Puppenstube" weiter gemacht. Als Resultat ist meine Mig jetzt nicht mehr nachtblind:D

Grüße
Willi

Daniel Jacobs
05.04.2018, 17:12
Hey,


Respekt, was Du aus dem Baukasten rausholst.

Gruß.

Gast_77583
05.04.2018, 17:18
Hallo Willi,
ist echt Klasse was Du aus dem "Standardbausatz" machst, und es macht die MIG zu einer richtigen Scale MIG mit allem drum und dran. Das gefällt mir :cool:

Gruß Mario

Michael H.
07.04.2018, 10:29
Hallo Willi,
da komme ich ja richtig ins Grübeln, was ich nächsten Winter mit meiner Black Horse MIG 29 mache. Da steht nämlich so langsam eine "Kernsanierung" an, vor allem, was das Finish angeht.
Jetzt ist das Teil 3 Jahre alt, nicht allzuoft geflogen (insgesamt noch keine 30 Flüge), die Folie ist total versprödet (der Weichmacher beim PVC ist jetzt sicher draussen ;)) und es lösen sich die meisten Folienkanten.

Naja - so ist das halt mit China (bzw. Vietnam)-ARF's. Auf Langlebigkeit sind sie nicht wirklich ausgelegt.

Also muss wohl oder übel die Folie runter und alle Einbauten raus - allerdings erst in Richtung Herbst.

LG
Michael

elektrowilli
08.04.2018, 18:48
... allerdings erst in Richtung Herbst.

LG
Michael

Hallo,

apropos Jahreszeiten: Meine Frau hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass draußen mittlerweile Frühling sei und man deshalb nicht mehr zwingend den ganzen Tag im Keller hocken müsse. War heute also tatsächlich mal wieder Elektronen verbrennen.

Aber so ganz kann ich das Basteln nicht lassen. Habe mich jetzt noch mal um meine Nozzle-Baustelle gekümmert. Peter ("hps", gibt ja mehrere hier) hatte in seinen Beiträgen bereits mehrfach das Programm "Cone Layout" empfohlen. Das habe ich jetzt erstmalig ausprobiert, um meine Tüten zu drehen. Funzt wirklich ausgezeichnet. Als Mantelmaterial habe ich ein Sandwich Kevlar/GFK genommen, aus dem ich auch meine Schubrohre machen will; hoffentlich reicht es jetzt noch. Kevlar-Seite nach außen, da die GFK-Seite optische Mängel hat. Die ausgedruckten Schablonen passen nicht nur auf den mm, sie minimieren auch den Verschnitt des Mantelmaterials.

Die Ringe habe ich aus 2mm Flugzeugsperrholz gefräst. Laubsäge ist zwar mein zweiter Vorname, aber für solche Filigranarbeiten ist die Fräse dann schon was feines. Ich habe die Nozzle hinten übrigens etwas enger gemacht, damit der Spalt zum Schubrohr nicht zu groß wird.

Bis hierher hat das schon mal gut geklappt.

Grüße
Willi

elektrowilli
14.04.2018, 09:16
Kevlar-Seite nach außen...

...das war doof von mir. Wann immer ich den Mantel leicht anschleifen wollte, quoll und fusselte das Kevlar hervor. So habe ich jetzt einige Grundierungen mehr drauf als ich eigentlich wollte. So wiegt ein Nozzle jetzt 67g, das BZ-Nozzle im Vergleich nur 52g. Allerdings habe ich bei meinen einen zusätzlichen Sperrholzring, um das Nozzle stumpf auf den Rumpf kleben zu können. Die Lamellen aus 0,5mm Poly wiegen natürlich auch ein paar Gramm. Kaum "ins Gewicht" fielen die 48 "Beschläge", die ich aus 0,5mm CFK gefräst habe.

Verkleben mit dem Rumpf werde ich sie erst zu einem späteren Zeitpunkt, da sie mir beim Bau im Weg wären.

Grüße
Willi

elektrowilli
20.04.2018, 09:18
Hallo,

mein "Heckbürzel" (also eigentlich ja die Speedbreaks) ist jetzt auch wieder dran. Auf der Oberseite schnappt er ein, unten ist der mit einer Schraube gesichert. Wenn man diese löst, kommt man gut an die Anlenkung heran, und ich kann das Leitwerk demontierbar machen. Hinten am Rohrende fehlt noch eine Halbkugel...

Grüße
Willi

elektrowilli
22.04.2018, 16:45
Hallo,

und so sieht das jetzt mit der Anlenkung aus...
Die beiliegenden Hebel habe ich auf 12mm aufgebohrt, die Alu-Steckungsrohre mit je einem Buchendübel versehen und 4mm Gewinde reingeschnitten. Anlenkung über M3 Gewindestange und beidseitig Kugelkopf. Die Servoarme werden noch kürzer (gegenwärtig 20mm, dann 14mm), dann sind die Gestänge auch fast parallel. Trotzdem komme ich nur auf eine Untersetzung von 2,5:1. Eventuell werde ich die Hebel noch verlängern.
Zur Demontage muss ich also nur 3 Schrauben lösen: Die M3 von den Speedbreaks und die beiden M4 von der Steckung. Im montierten Zustand haben die Leitwerke immerhin eine "Spannweite" von 108cm! Das wird auch in einem großen Kombi knapp.

Grüße
Willi

Christian Abeln
22.04.2018, 18:04
Klasse :) Ist das unten auf dem letzten Bild der originale Bürzel?

elektrowilli
24.04.2018, 09:09
Klasse :) Ist das unten auf dem letzten Bild der originale Bürzel?

Hoi Chris,

ja, das ist er. Schon ein recht eigenwillig geformtes Teil...:D:D

Grüße
Willi

elektrowilli
27.04.2018, 14:36
Hallo,

das wird jetzt nicht so schön, wie ich mir das gedacht habe.
Mit dem Kreuzlaser habe ich den Verlauf der Schussrichtung markiert und mit dem Rest Petrausch-Hüllrohr vom HLW die Rumpfdurchdringung gemacht. Das Rohr habe ich waagerecht geradeaus ausgerichtet - schien mir bei einer Kanone logisch. Wenn ich jetzt die Schlitze aber auch dieser Linie folgen lasse, sieht das irgendwie doof aus. Schuld daran ist dieser elendig steile Anstellwinkel der "Leading Edge Extensions". Insbesondere die Öffnung unmittelbar hinter dem Rohr sieht mit diesem Anstellwinkel unmöglich aus. Überhaupt vermutet man nicht, dass die Schlitze bzw. Öffnungen irgendetwas mit der Kanone zu tun haben könnten, da der Abstand nach oben immer größer wird.
Ich bin jetzt der Schusslinie nicht 100%ig gefolgt, sondern habe versucht, "optisch zu vermitteln". Mit dem Resultat, dass es jetzt vermutlich aus jeder Perspektive leidlich, aber aus keiner Perspektive wirklich gut aussieht. Optisch am besten wäre es gewesen, wenn ich die Kanone nach unten links ausgerichtet hätte. Ärgerlich...

Grüße
Willi

Christian Abeln
28.04.2018, 07:38
Das liegt wohl daran dass auch beim Original die Schlitze leicht versetzt sind. Sone Wumme besteht ja nicht nur aus Rohr sondern auch Magazin, Zuführung etc pp. Machs halt so dass es von aussen gut ausschaut. Alles Andere wäre mir da tatsächlich son bischen untergeordnet.

Sieht man hier recht gut: http://www.ipmsstockholm.se/home/mikoyan-gurevich-mig-29a-fulcrum-in-detail/

focke100wulf
28.04.2018, 08:29
Hallo Willi,

Schön was du aus dem Bausatz machst.

Ich finde die Kanone ist viel zu groß. Ich hätte sie kleiner gemacht. Dann wär es vielleicht mit dem Winkel und der Optik auch besser ausgegangen.
Und wenn's optisch passt ist es so wie Christian gesagt hat doch völlig ausreichend. Da ist der Winkel Wurst.

Gruß Robert

elektrowilli
30.04.2018, 11:56
Ich finde die Kanone ist viel zu groß.

Gruß Robert

Hallo, Robert,

da hast du wohl recht, die hat ja nur 30mm Kaliber. Nun wird die Öffnung im Rumpf natürlich etwas größer sein, aber meine 12mm Innendurchmesser sind sicherlich zu viel. Ich hätte noch ein Röhrchen mit 8mm Innendurchmesser gehabt. Das erschien mir zu lütt, wäre aber die bessere Wahl gewesen. Vielleicht ändere ich das noch. Jetzt mit Grundierung drauf sieht es aber nicht mehr so gewaltig aus.

Die vier Schlitz-Öffnungen habe ich aus Poly gebastelt. Gemäß 1:48 Baukasten sind die nicht genau gleich und haben auch unterschiedliche Abstände voneinander. Die hinteren zwei Schlitzreihen habe ich aus 0,5er CFK gefräst und auf den Rumpf geklebt. Auf manchen Originalfotos sieht das tatsächlich so aus, als wären die aufgebracht. Das habe ich dann gleich als Frässchablone missbraucht, um die Öffnungen auch in den Rumpf zu bringen.

Mit Grundierung sieht es jetzt einigermaßen vernünftig aus.

Grüße
Willi

Daniel Jacobs
30.04.2018, 13:55
Schaut geil aus was Du da machst :)

Gruß.

Gast_77583
30.04.2018, 20:10
...stimmt erste Sahne :cool: :cool: :cool:

Gruß Mario

elektrowilli
04.05.2018, 16:14
Hallo,

als nächstes will ich mich um den großen Deckel kümmern. Ich hatte bisher noch kein Modell, dass über eine derart üppige Öffnung verfügt. Impeller, Regler, Akkus, Fahrwerk, Empfänger: Alles sollte durch das riesige Loch gut zugänglich sein. Herausforderung ist jetzt, die Öffnung so zu gestalten, dass sie nicht übermäßig auffällt.

Die Rumpföffnungen hatte ich schon früh mit Sperrholz unterfüttert, um mich nicht ständig an den GFK-Kanten zu schneiden. Das gleiche habe ich jetzt mit dem Deckel gemacht. Eine erste Anprobe hat gezeigt, dass der Rumpf in diesem Bereich tendenziell etwas flacher und der Deckel etwas steiler werden muss, um unnötige Spachtelarbeiten zu vermeiden. Habe versucht, die Sperrholzstreifen der Unterfütterung jeweils mit der entsprechenden Spannung zu verkleben. Grob passt die Form jetzt, es verbleiben aber noch ganz ordentliche Spalte.

Um Rumpf und Deckel ordentlich miteinander verschleifen zu können (Methode: siehe Haube), muss der Rumpf im vorderen Bereich steifer werden. Hier kann man den Rumpfrücken mit geringstem Kraftaufwand +/- 1cm bewegen. Die Bauanleitung sieht an dieser Stelle keinen Spant vor, werde aber einen setzen.

Grüße
Willi

Airpainter98
05.05.2018, 06:55
Schöne Arbeit und riesiger Aufwand...ohne Frage!
...aber weshalb holst du dir nicht nen 1:32 Modell und baust das?
...oder formst die fertige Kiste ab und baust ne Neue?
Ich kenne noch Zeiten, da wurde um jedes Gramm gekämpft.
Die mitgeführte Energie ist begrenzt, die tragende Fläche ist begrenzt.
...oder soll der Flieger nur auf dem Boden gut aussehen und ne Platzrunde schaffen?
Natürlich sind die Antriebskomponenten deutlich besser geworden, aber doch nicht um 300g Spachtelmasse und unnütze Spanten durch die Gegend zu schaukeln.

Ist nur meine persönliche Meinung...

DieterH
05.05.2018, 07:47
Hallo Torti - alles was du schreibst ist rational begründet und auch richtig.
Doch unser schönes Hobby (obwohl technisch) ist doch vorwiegend emotional und jeder muß selber wissen, wonach man sich richtet und was man will.
Der eine ist ein Wettbewerbs-Pilot und muß sich festen Regeln unterwerfen, der andere baut eben nur nach eigenen Vorstellungen und Träumen.
Es darf nur nicht in einen "Glaubenskrieg" ausarten.
Gruß
Dieter

gsaelsbaerbumerang
05.05.2018, 07:52
Hallo zusammen
Lese sehr gern deinen Baubericht Willi .
Habe großen Respekt vor deinen Arbeiten .
Zum Thema Gewicht möchte ich mich äußern.
Die Mig ist ein Jet , ein bisschen mehr Gewicht spielt da keine Rolle .
Meine persönliche Meinung . Finde ein etwas schwerer Jet fliegt vorbildgetreuer .
Habe das Original einige Male schon fliegen sehen .
Man darf nicht unterschätzen wieviel hier der Rumpf zum Auftrieb leistet .
Leistung ist heute ja kein Thema mehr.
Daher , alles richtig gemacht Willi !
Viel Erfolg und Spaß beim Bauen und verbessern deiner Mig .:)
Liebe Grüße Peter

Meier111
05.05.2018, 20:36
Als Schaumwaffelveredler finde ich es toll, was Willi so macht.
Nur halt statt Schaum, macht er eben GFK Tuning.
Der Weg ist das Ziel.

Ich guck gerne zu. Weiter so, Willi!

crutav
06.05.2018, 16:38
auch ich verfolge diese extrem modellbau arbeiten mit genuss.

dieser thread ist mir von anfang an in Erinnerung geblieben , da willi auf der ersten seite folgendes schrieb;

Mein Lackierfreund Jörg verweigert als Scale-Freak momentan aber noch seine Unterstützung. Er sagt, das Modell wäre soweit vom Original weg, dass ich es auch uni weiß lackieren könnte. Werd ihm zur Motivation wohl noch ein paar Antennen ranbasteln müssen....

wenn "lackierfreund jörg" dann ein scale Freak ist, möchte ich nicht wissen wieviel arbeit dieser sich bei seinen Modellen macht :eek: ...UND .... es bleibt nun die frage ob es mittlerweile genug "Antennen" auf der mig gibt ;)


lg max

elektrowilli
06.05.2018, 21:10
Hallo, Max,

ich habe da schon einen strengen Meister. Aber er sieht, dass ich mir Mühe gebe. Allerdings hält er es immer noch für verlorene Mühe...
Bin aber optimistisch, dass ich ihn im nächsten Winter zu einer Lackierung überreden kann.

Wir haben heute übrigens bei schönstem Flugwetter in der Werkstatt gesessen und Cockpit für die F20 gebaut. Jörg ist jetzt fertig (siehe Foto), ich hinke hinterher. Wird bei mir auch nicht ansatzweise so sauber, obwohl ich auf die gleichen Teile zurückgreifen kann, die er fräst, druckt, gießt...

Der Schleudersitz ist leicht modifiziert aus einem Frästeilesatz von bingo-rc entstanden. Bevor ich ihn für meine F20 verklebt habe, habe ich die Teile als Schablone für einen zweiten Satz verwendet. So fällt jetzt auch für die Mig ein Schleudersitz ab. Ist jetzt zwar ein NATO-Schleudersitz, aber wer weiß das schon.

@alle anderen: Danke fürs Mitlesen und die freundlichen Kommentare!

Grüße
Willi

elektrowilli
10.05.2018, 18:26
Ich kenne noch Zeiten, da wurde um jedes Gramm gekämpft.

Natürlich sind die Antriebskomponenten deutlich besser geworden, aber doch nicht um 300g Spachtelmasse und unnütze Spanten durch die Gegend zu schaukeln.

...

Hallo, Torti,

die Zeiten kenne ich auch noch. Bin als bekennender Elektroflieger ja hier im Forum mit den Beiträgen von Gerhard Hanssmann groß geworden und habe Servokabel durch Kupferlackdraht ersetzt, um noch ein paar mg zu sparen. War eine gute Schule. "Leicht fliegt besser" wird sicherlich immer noch stimmen, aber wenn mir effizientere Antriebe nun Spielräume schaffen, habe ich auch kein Problem damit, diese in Festigkeit und Optik zu investieren. Und was die Mig angeht, da bin ich ziemlich tiefenentspannt. Wie Peter schon schrieb: Die sollte was ab können. Selbst wenn ich mein ambitioniertes Ziel mit 11kg Abfluggewicht reiße (und danach sieht es aus) und ich auf 12kg komme, dann wären das noch immer 7,5kg (!!) weniger als die Mig aus dem Turbinenforum.

Was den "unnützen" Spant angeht: Ich halte den für schlichtweg notwendig und der ist jetzt drin. Natürlich gewichtsoptimiert...
Damit der Deckel besser passt musste ich den Rumpfrücken beim Verkleben etwa 1cm nach unten drücken. Nun ist die Kiste in dem Bereich bocksteif. Das Mehrgewicht vom Spant habe ich übrigens sogleich aus dem Steckungsrohr gebohrt:D

Dann habe ich jetzt mal Grundierung drübergenebelt. Wie man im Gegenlicht gut sieht, wurde mein Lieblingsspant schon mit etwas Druck eingeharzt. Mal sehen, ob ich mit 300g Spachtel auskomme...:D:D

Jetzt packe ich erstmal für Nordhausen!

Grüße
Willi

Airpainter98
11.05.2018, 17:58
Moin Willi,
ich nehme alles zurück! Meine Fresse, wenn die Linse deiner Kamera nicht krumm geschliffen ist, ist die Kiste einfach nur krumm und schief.
Ich hätte das Ding eingetütet...
Bei deinem Aufwand wäre nen Neubau einfacher gewesen.;)
Paar Spanten und reichlich Balsastreifen geht da schneller. Den Rest dann aus dem Bausatz dazu.

Mini-Boy
12.05.2018, 10:09
Oh Willi,
was ist denn mit der Oberfläche passiert??
Das sieht auf den Bild ja ganz "wellig" aus....
War das von Anfang an so?
Ein schönes WE
Uli

DieterH
12.05.2018, 21:45
Oh Willi,
was ist denn mit der Oberfläche passiert??
Das sieht auf den Bild ja ganz "wellig" aus....
. . .


:D
Was wollt ihr denn ???
Das ist eine russische Maschine, die sehen oft so zerknittert aus !
:D

1957803
Bildquelle: www.airliners.net

(..und trotzdem gehört sie zu den schönsten Maschinen die es gibt !)

elektrowilli
16.05.2018, 20:02
Hallo,

krumm, schief, wellig...was soll ich sagen? Lunker und Löcher könnte man noch ergänzen. Alles aber nicht so schlimm, dass man sie eintüten müsste. Das Asymmetrische vom Rumpf setzt sich tatsächlich im Deckelbereich fort. War mir aufgefallen, als ich die Unterfütterung in diesem Bereich gemacht hatte und den Sperrholzstreifen spiegelverkehrt angehalten hatte. Fällt aber (zumindest mir) nur auf, wenn Deckel und Haube ab sind. Im Bereich des eingeharzten Spants waren von Anfang an Dellen im Modell. Die Fön-Aktion hat die Lage natürlich auch nicht verbessert. Ein wenig konnte ich das jetzt mit Spachtel entschärfen. Den kann ich aber nur sehr dünn aufbringen, da er mir sonst abplatzen würde. Der Untergrund ist einfach zu labil. Mit einer matten Camouflage-Lackierung sollte das aber kaum auffallen - war jetzt schon sehr unvorteilhaft fotografiert.

Bei meinen bisherigen Spachtelaktionen bin ich auch immer mal wieder gezwungen gewesen, Teile der Panellines zu überspachteln. Ich habe sie jetzt konsequent alle zugekleistert und werde die Struktur dann ganz zum Schluss "optisch draufaltern".
Ansonsten habe ich den Deckel jetzt ähnlich eingeschliffen wie vorher die Haube. Mit den Spaltmaßen und Übergängen bin ich jetzt so weit zufrieden. Dann noch mal drübergenebelt - so schlimm sieht es dann doch nicht aus:D

Grüße
Willi

Gast_77583
16.05.2018, 21:44
saubere Arbeit Willi 1A, das wird eine Klasse Maschine werden ...

Grüße Mario

Christian Abeln
17.05.2018, 05:49
Alter Schwede! Top gemacht!

Ghostrider
17.05.2018, 08:23
Moin Willi,

super gemacht, hätte ich doch nur ein Händchen für Farbe.........lass Dich nicht beirren, wird um längen am Ende besser aussehen als der ganze Einheitsbrei der so fertig verkauft wird.

VG
Heiko

Christian Kasper
17.05.2018, 11:25
großes Kompliment! Lese sehr gerne mit und staune was aus der Maschine herausgeholt wird! Ganz toll! :)

Cheers
Chris

Michael H.
17.05.2018, 12:08
Top - freue mich schon, das Teil fliegen zu sehen. Nordhausen 2019 ?:)

elektrowilli
20.05.2018, 10:13
Hallo,

danke für die Blumen...
Und ja: Nordhausen 2019 ist der Plan!

Noch zur Ergänzung: Falls sich jemand fragt, was das für ein Bubbel auf dem Deckel ist, den man beim Original nicht so findet: Das ist meine Verriegelung! Sieht simpel aus und ist es auch. Hat mich aber trotzdem 4 Sitzungen im Kreativzentrum (Badewanne) gekostet, bis mir diese Idee gekommen ist. Funktion - siehe Bilder.

Grüße
Willi

hps
20.05.2018, 10:47
Servus Willi,
Brainstorming im "Kreativzentrum" muss ich bei Bedarf auch mal probieren :D!
Super Lösung - lese begeistert mit!
Jetgruß Peter

elektrowilli
24.05.2018, 16:59
Hallo,

es nutzt nichts: Irgendwann muss ich mich doch um das Fahrwerk kümmern. Bisher baue ich gezielt drum rum.
Normalerweise sind bei der BZ-Mig "werkseitig" Fahrwerksaufnahmen eingeharzt. Die hatte ich jedoch bei meiner wieder verkauften einstrahligen Version gesehen und bei meiner Bestellung bewusst weg gelassen. Die Bilder zeigen die Aufnahmen von der einstrahligen Version. Die Sperrholzbrettchen sind mit viel Harz und einer Sicherung mit CFK-Gewebeband direkt auf den unverstärkten Rumpf geklebt. Ich war mir sicher, dass diese Ausführung meinen Landekünsten nicht gewachsen wäre. Wir reden immerhin von 21cm(!!) langen Fahrwerksbeinen, die da hebeln.
Für die Bugfahrwerksaufnahme habe ich schon eine Idee, da sollten die Kräfte ja auch überschaubar bleiben. Für die Hauptfahrwerksaufnahme werde ich wohl wieder mehrfach in die Badewanne müssen...:D
Vielleicht gibt es ja wirklich einen BZ-Mig-Besitzer, der hier seine Erfahrungen teilen kann??

Als Mechaniken habe ich mich für elektrische Behotec C-40 entschieden, Bugfahrwerk als Reverse-Version, wegen der direkten Servoanlenkung. Behotec hatte mir wegen der Beinlänge zu C50 geraten, aber die wiegen glatt das Doppelte.

Die Fahrwerksbeine sind von Jet-1A und werden direkt für die BZ-Mig angeboten. Ich hatte schon mehrfach Jet-1A Komponenten im Einsatz, hatte aber noch nie direkten Kontakt. Beratung und Service von Herrn und Frau Bösch sind einfach sensationell gut. Die Beine haben übrigens eine 8mm Stift-Aufnahme. Behotec bohrt auf Wunsch seine C40 auf bis zu 8mm auf.

Unsicher bin ich mir noch bei der Bereifung. Ich werde es wohl erstmal mit 83er Nona Air für das Hauptfahrwerk und 75ern für das Bugfahrwerk probieren. Die sind sehr leicht, haben jedoch nur eine Kunststofffelge und mussten von 5 auf 6mm Achsaufnahme aufgebohrt werden. Ich hätte noch 87er Jeträder mit Alu-Felge, aber die wiegen fast das Dreifache (auch ohne Radbremsen schon). Rollen tun die kugelgelagerten Jeträder natürlich deutlich besser...

Grüße
Willi

BZ-Bernie
25.05.2018, 13:45
es nutzt nichts: Irgendwann muss ich mich doch um das Fahrwerk kümmern. Bisher baue ich gezielt drum rum.
Normalerweise sind bei der BZ-Mig "werkseitig" Fahrwerksaufnahmen eingeharzt. Die hatte ich jedoch bei meiner wieder verkauften einstrahligen Version gesehen und bei meiner Bestellung bewusst weg gelassen. Die Bilder zeigen die Aufnahmen von der einstrahligen Version. Die Sperrholzbrettchen sind mit viel Harz und einer Sicherung mit CFK-Gewebeband direkt auf den unverstärkten Rumpf geklebt. Ich war mir sicher, dass diese Ausführung meinen Landekünsten nicht gewachsen wäre. Wir reden immerhin von 21cm(!!) langen Fahrwerksbeinen, die da hebeln.


Die Fahrwerksbeine sind von Jet-1A und werden direkt für die BZ-Mig angeboten. Ich hatte schon mehrfach Jet-1A Komponenten im Einsatz, hatte aber noch nie direkten Kontakt. Beratung und Service von Herrn und Frau Bösch sind einfach sensationell gut. Die Beine haben übrigens eine 8mm Stift-Aufnahme. Behotec bohrt auf Wunsch seine C40 auf bis zu 8mm auf.

Unsicher bin ich mir noch bei der Bereifung. Ich werde es wohl erstmal mit 83er Nona Air für das Hauptfahrwerk und 75ern für das Bugfahrwerk probieren. Die sind sehr leicht, haben jedoch nur eine Kunststofffelge und mussten von 5 auf 6mm Achsaufnahme aufgebohrt werden.

Grüße
Willi


Hallo Willi,

hättest mal die eingebaute Fahrwerkshalterung damals mitbestellt. Mir ist kein Fall bekannt, bei dem sich die Halterung nicht bewährt hat
( natürlich bei "normalen" :confused: Landungen ) trotz der langen Hebelwege und erheblich höherem Gewicht, als deine haben wird.
Hier prallen mal eben wieder deine Ansicht und die erprobte Praxis :) aufeinander.

Die Wahl der Räder geht so i.O. wie du es planst.

Gruss

Bernd Zahn

elektrowilli
28.05.2018, 20:38
Na ja, so ein klein wenig haben sich meine Ansichten ja auch aus praktischer Erprobung entwickelt...:D

Aber egal jetzt. Das Bugfahrwerk ist an seinem Platz. Ich habe die Mechanik von oben auf das Brettchen gesetzt. Von der Krafteinleitung suboptimal, dafür super zugänglich. Und 4 M4-Schrauben werden schon halten. Die Kräfte von unten werden auch noch vom vorhandenen Spant aufgenommen, etwaige Kräfte von vorne soll mein "Ausleger" aufnehmen. Soweit zur Theorie...

Ich habe das Fahrwerksbrettchen etwas tiefer in den Rumpf gesetzt, damit die Anlenkung unsichtbar bleibt. So habe ich jetzt noch einen leidlich smarten Schlitz im Rumpf. Muss dann später schauen, dass der Anstellwinkel wieder stimmt. Notfalls müssen die Hauptfahrwerksbeine minimal gekürzt werden.

Behotec hat mir für das Bugfahrwerk leider einen zu kurzen Verbindungsstift mitgeliefert (die Servohalterung baut ca. 1,5cm auf). Habe jetzt kurzerhand eine Blattlagerwelle vom Heli geopfert. Auch die Elektronik macht noch nicht ganz, was sie soll. Das Fahrwerk fährt nicht vollständig ein (nur das Bugfahrwerk).

Grüße
Willi

Christian Abeln
28.05.2018, 21:07
Warum keine Fahrwerksklappen? Alles andere hast so schick gemacht (mehr als ich persönlich erwartet hätte), da wären doch Klappen auch kein Thewma gewesen?

elektrowilli
30.05.2018, 18:32
Du hattest persönlich also nicht erwartet, dass ich es schick mache??!!:D:D

Bezüglich Bugfahrwerksklappe: Es lohnt einfach nicht. Ich hatte schon weiter vorne gepostet, wie das Hauptfahrwerk sitzen wird. Im Anhang ein weiteres Bild aus der "Bauanleitung". Die Räder werden im eingefahrenen Zustand aus dem Rumpf schauen, was ziemlich doof aussieht. Daran werde auch ich bei meiner nichts ändern können, das Steckungsrohr ist einfach im Weg. Insofern wäre es albern gewesen, am Bugfahrwerk größeren Aufwand zu betreiben. Immerhin sieht es ja wenigstens etwas eleganter aus als auf dem Bild.

Grüße
Willi

BZ-Bernie
31.05.2018, 12:17
Du hattest persönlich also nicht erwartet, dass ich es schick mache??!!:D:D

Immerhin sieht es ja wenigstens etwas eleganter aus als auf dem Bild.

Grüße
Willi

Finde ich auch :cool::).

Allerdings stammt das Bild von einer Testmaschine mit der viele Dinge erprobt wurden. Deshalb kein größerer Aufwand.

Gruss

Bernd Zahn

elektrowilli
01.06.2018, 16:06
Hallo, Robert,

Vielleicht ändere ich das noch. Grüße
Willi


Hallo Willi,

Ich finde die Kanone ist viel zu groß.

Gruß Robert

Da hatte der Robert aber mal recht...
Habe jetzt Rohr in Rohr verklebt und auch die Neigung noch etwas korrigiert. Sieht deutlich besser aus.

Grüße
Willi

elektrowilli
03.06.2018, 16:31
Finde ich auch :cool::).

Allerdings stammt das Bild von einer Testmaschine mit der viele Dinge erprobt wurden. Deshalb kein größerer Aufwand.

Gruss

Bernd Zahn

Hallo,

hier wäre mal interessant, was und mit welchem Ergebnis getestet wurde. Impeller, Motorisierung, Standschub, Leistungsaufnahme, Akku, Ein- und Auslassfläche...
Insbesondere auch die Schubachse. Den Impellerspanten nach zu urteilen, liegen die Impeller recht tief in den Triebwerksschächten. Ich könnte mir bei der Mig gut vorstellen, dass die Schubachse hinten etwas abfallen sollte, dann müsste ich den Impeller etwas höher einbauen. Noch ist nichts zu spät, bin für jeden Hinweis dankbar...

Habe inzwischen weiteren Spachtel verbaut. Die Haube "musste" noch mal etwas korrigiert werden, da ich mir hier durch den mit Druck eingebauten zusätzlichen Spant wieder einen Spalt gezogen hatte.
An der Rumpfunterseite am Heck ist ein umlaufender Absatz. Der war mir von Verlauf und Dicke etwas undefiniert. Habe hier Kunststoffstreifen verklebt und angespachtelt. Nach hinten mit 5mm Überstand, damit später die Klebestelle der Nozzle verdeckt wird.

Grüße
Willi

BZ-Bernie
04.06.2018, 13:35
Hallo,

hier wäre mal interessant, was und mit welchem Ergebnis getestet wurde. Impeller, Motorisierung, Standschub, Leistungsaufnahme, Akku, Ein- und Auslassfläche...
Insbesondere auch die Schubachse. Den Impellerspanten nach zu urteilen, liegen die Impeller recht tief in den Triebwerksschächten. Ich könnte mir bei der Mig gut vorstellen, dass die Schubachse hinten etwas abfallen sollte, dann müsste ich den Impeller etwas höher einbauen. Noch ist nichts zu spät, bin für jeden Hinweis dankbar...




hier sind die Testdaten:

Modellgewicht inkl. Akkus 9,2 kg

2 x 90 mm Wemotec midi evo mit Het Impellergehäuse

2 x Turnigy SK 3 3968 -1500 U/V

2 x Hacker Master Spin 125 opto

Standschub 2 x 3,7 kg

Leistungsaufnahme: 2 x 96 A

Akkus: Quantum je 2 x 2 4 s = je 8 s SLS Quantum 5000mAh 4S1P 14,8V 30C/60C (https://www.stefansliposhop.de/Akkus/SLS-QUANTUM/SLS-QUANTUM-30C/SLS-Quantum-5000mAh-4S1P-14-8V-30C-60C::1687.html)

Einlassfläche : 70 cm²

Auslass: Düse Durchmesser 75 mm

Die Schubachse ist parallel der Flächensehne. Es geht auch -1°

Ich hoffe diese Angaben sind für dich nützlich.

Gruss

Bernd Zahn

elektrowilli
08.06.2018, 14:39
Ich hoffe diese Angaben sind für dich nützlich.

Gruss

Bernd Zahn

Hallo, Herr Zahn,

ja, vielen Dank! Das Abfluggewicht scheint mir sensationell gering, selbst für ein unbehandeltes Modell ohne Schnickschnack. Und der 8S 10000er Akkupack sollte ja immerhin auch etwa 2200g wiegen...
Wenn ich das so mit meiner Gewichtstabelle von #1 vergleiche: Kein Lack, kein Spachtel, keine Beleuchtung, kein Cockpit, vermutlich sind die Turnigys noch ein paar Gramm leichter als meine (vermutlich mal) HET oder Hacker - es bleibt aber immer noch ein Delta. Oder wurde auch die Beglasung weggelassen?

Ich hatte jetzt Bock auf Schleudersitz (falls sich der Pursche mal zu Poden schleudern will). Der hat nun jetzt nicht viel Übereinstimmung mit dem Original-Sitz der Mig (konnte ich mich diese Woche in Gatow noch mal von überzeugen - siehe Foto). Aber ich konnte der Versuchung nicht widerstehen, den F20-Sitz von Bingo-RC mit der Laubsäge zu klonen.

Der wird wohl jetzt erstmal noch eine Weile rumstehen, aber der Pilot hat ja offensichtlich auch keine Eile:D:D

Grüße
Willi

BZ-Bernie
08.06.2018, 16:06
Hallo Willi,

hab mich mit dem Gewicht vertan, waren 10,9 Kg.. Was allerdings immer noch sehr leicht ist.

Dieses geringe Gewicht kommt von dem zu dünnen Laminat und so hat sich die Stabilität leider nicht bewährt.

Die Akkus waren keine Turnigy, sondern SLS Quantum.

Gruss

Bernd Zahn

BZ-Bernie
08.06.2018, 16:21
Hallo Willi,

hab mich mit dem Gewicht vertan, waren 10,9 Kg.. Was allerdings immer noch sehr leicht ist.

Dieses geringe Gewicht kommt von dem zu dünnen Laminat und so hat sich die Stabilität leider nicht bewährt.

Die Akkus waren keine Turnigy, sondern SLS Quantum.

Gruss

Bernd Zahn

elektrowilli
14.06.2018, 17:48
2 x Turnigy SK 3 3968 -1500 U/V

Gruss

Bernd Zahn

Ich meinte die Motore, nicht die Akkus.
So ist das Gewicht für mich wieder schlüssig. Dachte schon, ich hätte alles falsch gemacht...

Ansonsten ist es vollbracht: Die Fahrwerksbrettchen sind drin!
Ist jetzt eine "Heavy-Duty-Lösung" geworden mit 75g pro Seite, sollte dafür aber halten:D
Das "Brettchen" (eher Brett) hat nach hinten Formschluss im Spant, ist nach außen mit der Flächenanformung verlascht und stützt sich nach innen an einem Hilfsspant ab. Letzteren hätte man als Nicht-Harzallergiker auch durch CFK-Gewebeband ersetzen können.

Das Verkleben habe ich mit montiertem Fahrwerk und Steckungsrohr gemacht, um hier später keine bösen Überraschungen zu erleben. Die Verschraubung erfolgt wie beim Bugfahrwerk über je 4 M4 Schrauben und Messing Einschlagmuttern. Insgesamt wird das mit der C40-Mechanik schon recht eng. Die von Behotec empfohlene C50 hätte vermutlich nicht gepasst.

Grüße
Willi

BZ-Bernie
14.06.2018, 18:22
Wenn ich auch manchmal Kritik übe, so muss ich dich diesmal richtig loben. Klasse gemacht.:):)

Wenn das rausgeht, war´s keine "normale Landung" :(

Gruss

Bernd Zahn

elektrowilli
17.06.2018, 10:28
Hallo,

bleibt jetzt noch die Frage nach dem Anstellwinkel. Das Bugfahrwerk sitzt ca. 4cm tiefer im Rumpf als vorgesehen, davon kann man noch 1,5cm für die Servohalterung abziehen. Ich müsste also die Hauptfahrwerksbeine an die 2,5cm kürzen, um wieder auf das alte Verhältnis zu kommen. Würde ich natürlich gerne vermeiden, wenn es nicht nötig ist. Zumal ich sonst ein ziemlich großes Loch für die Radausschnitte im Rumpf bekomme.
Je nachdem, wie stark mein Bugfahrwerk einfedert, komme ich auf einen Anstellwinkel von 0° bis 1,8°. Da das Bugfahrwerk relativ leicht einfedert, eher Richtung kleinerer Wert. Zu wenig, oder?

Mit den GFK-Ausschnitten vom Rumpf konnte ich die Fahrwerksaufnahme noch etwas verkleiden. Schöner wird es aber nicht:mad:

Grüße
Willi

BZ-Bernie
17.06.2018, 19:53
Hallo Willi,

die 1,8° würden schon reichen. Nimm einfach stärkere Federn für das BugFw, damit beim Rollen kein

"Einnicken" da ist.

Gruss

Bernd Zahn

edf-mike
17.06.2018, 21:16
Hi Willi ich würde das erst mal so lassen. Bei meiner ist es ähnlich die hebt erst ab wenn ich ordentlich ziehe . Das hat aber den Vorteil das sie wenn man etwas schneller landet nicht sofort wieder hoch springt .

elektrowilli
21.06.2018, 19:00
wenn "lackierfreund jörg" dann ein scale Freak ist, möchte ich nicht wissen wieviel arbeit dieser sich bei seinen Modellen macht :eek: ...UND .... es bleibt nun die frage ob es mittlerweile genug "Antennen" auf der mig gibt ;)


lg max

Hallo,

danke für die Hinweise. Ich versuche es denn also erstmal so mit dem Fahrwerk. Eine härtere Feder für das Bugfahrwerk ist bestellt.

Ich habe inzwischen mal mit "Antennen" weiter gemacht. Ob es jetzt genug sind, weiß ich nicht. Jörg hat sich noch nicht geäußert...

Es ist übrigens bemerkenswert, wie sich die Einsatzmöglichkeiten eines Kugelschreibers vergrößern, wenn man sich erstmal dazu entschlossen hat, ihn nicht mehr als Kugelschreiber verwenden zu wollen:D

Grüße
Willi

Ghostrider
21.06.2018, 19:09
Hey Willi,

jetzt hör aber auf mit der Detailverliebtheit. Ich komme nach Hause stecken meine Staffi zusammen und denke mir wie Geil ist das den. Dann eine Zeile tiefer im Forum steht der Willi und zeigt echt noch viel krasseres Zeug. Am Ende ist wieder klar, was haben wir doch für ein schönes Hobby :p.

Ich muss Sie unbedingt Life sehen. Sag bitte Bescheid wenn es soweit ist. Vielleicht machen wir ja den Maiden in Ragow.

VG
Heiko

elektrowilli
23.06.2018, 11:42
Moin, Heiko,

jetzt mach mal halblang: Du konstruierst und laminierst ganze Modelle! Ich habe einen Kugelschreiber zerdremelt...;)
Lese begeistert auch bei dir mit. Mit dem Maiden wird es noch dauern, melde mich dann.

In Detailarbeit flüchte ich mich in der Regel dann, wenn ich mich vor kniffligen Arbeiten drücken will. Seitenleitwerke zum Beispiel...:D

Grüße
Willi

elektrowilli
27.06.2018, 07:45
Nimm einfach stärkere Federn für das BugFw, damit beim Rollen kein

"Einnicken" da ist.



Jawohl!

Allerdings immer noch recht weich. Werde auch noch die nächst härtere Feder versuchen...

Grüße
Willi

elektrowilli
01.07.2018, 19:35
Wenn ich auch manchmal Kritik übe, ...

Kein Problem, mache ich ja auch manchmal! Jetzt zum Beispiel...:D:p

Habe mir die Seitenruder vorgenommen. Auch diese sind recht asymmetrisch. Dachte erst, es gibt eine rechte und eine linke Seite und man hätte mir versehentlich zwei gleiche geschickt. War aber nicht so. Außerdem erschienen sie mir recht wabbelig. Von einem Modellfliegerkollegen hier habe ich zwei Seitenleitwerke erworben, die BZ als Sonderwunsch aus CFK gefertigt hatte. Die sind nun wirklich steif, wiegen aber satte 60g pro Leitwerk mehr. Nach längerer Überlegung habe ich mich dann doch für die Standard-GFK-Leitwerke entschieden. Gründe hierfür waren (neben dem Gewicht), dass ich zum einen keine Seitenruder vorsehe, so dass die Leitwerke keinen größeren Kräften ausgesetzt sein werden. Zum anderen wird der Rumpf durch die außenliegenden Leitwerke schon recht unhandlich, ich werde also öfter mal anecken. Und das mit ordentlich Schwungmasse, da sich das Gewicht des Fliegers ja schon auf den Rumpf konzentriert. Da ist es mir dann lieber, wenn die Dinger bei Kontakt mit der Kellertreppe etwas nachgeben.

So ein wenig habe ich mich wieder in "Puppenstube" versucht: In der linken Flosse sitzt eine LED, im Unterschied zum Original allerdings im unteren "Sporn". Oben wäre mir der Querschnitt zu groß geworden. Wegen der schlechten Wärmeabfuhr werde ich sie später nur blitzen lassen, aber vielleicht war das im Original ja auch so. Auf der rechten Seite sitzt bei den meisten MIGs eine ziemlich filigrane sichelförmige Antenne. Hier habe ich mehr oder weniger "irgendwas" gebaut.

Nach erster Grundierung zeigen sich auch hier die typisch russischen Dellen auf der Oberfläche...

Grüße
Willi

Michael H.
02.07.2018, 21:34
Wow - Du machst da ja wirklich ein echtes Schmuckstück aus der MIG. Kompliment ! Die fliegt ja hoffentlich in Nordhausen 2019, oder :) ?

LG
Michael

elektrowilli
05.07.2018, 17:31
Hallo, Michael,

nu ja doch: Nordhausen 2019! Zusammen mit deiner Skyray…
Wenn alles klappt, dann auch mit voller Kriegsbemalung. Jörg hat sich dahingehend geäußert, dass er wohl Erbarmen mit dem "Flugzeugmodell mit Doppelleitwerk" hat.

Ich habe jetzt die Seitenleitwerke 3x gespachtelt, geschliffen und grundiert. Irgendwann muss man damit aber auch aufhören, perfekt bekommt man sie trotzdem nicht. Die Leitwerke werden stumpf auf den Rumpf geklebt. Während die Seitenleitwerke bezüglich der Klebefläche wenigstens einigermaßen plan sind, sind am Rumpf vorher noch gut 4mm Achterbahn und 9° Neigung einzuebnen.

Grüße
Willi

Tinpusher
05.07.2018, 22:56
Die Leitwerke werden stumpf auf den Rumpf geklebt. Während die Seitenleitwerke bezüglich der Klebefläche wenigstens einigermaßen plan sind, sind am Rumpf vorher noch gut 4mm Achterbahn und 9° Neigung einzuebnen.


Hallo Willi,
Melde mich mal vorsichtshalber. Die SLWe bei der Fulcrum stehen nicht lotrecht auf dem Rumpf, sondern sind nach außen geneigt montiert.
Grüße
Frank

BZ-Bernie
06.07.2018, 10:28
Hallo Willi,
Melde mich mal vorsichtshalber. Die SLWe bei der Fulcrum stehen nicht lotrecht auf dem Rumpf, sondern sind nach außen geneigt montiert.
Grüße
Frank


Stimmt :confused::confused:

Wenn man auch mal den Plan zur Hand nimmt sieht man das ;)

die SR stehen 2 ° nach aussen!

Gruss

Bernd Zahn

elektrowilli
06.07.2018, 15:28
Hallo zusammen,
...
Ich weiß jetzt auch nicht, wonach ich die Seitenleitwerke ausrichten soll, diese sollen je 2° V-Form haben. Beziehe ich die jetzt auf den schiefen Rumpf oder auf die Tragflächen. ...

Grüße
Willi

Das hatte ich schon geschnallt (siehe #12). Aber 9° sind dann eben 7° zu viel. Ich werde jetzt je 2Stück 2mm Flugzeugsperrholz auf den Rumpf kleben, um "Fleisch" zum Schleifen zu haben.

Grüße
Willi

BZ-Bernie
06.07.2018, 16:17
kann man machen :)

Gruss

Bernd Zahn

DieterH
07.07.2018, 13:19
. . mit PC ausgemessen !

1980839

:D

DieterH
07.07.2018, 14:44
Weil ich es selber nicht glauben wollte, hab ich nochmal nachgemessen !
. . . und siehe da !
;)1980920

Christian Abeln
07.07.2018, 17:44
Respekt für die Arbeit Willi.
An einigen Stellen mutet es fast so an als ob Du schneller gewesen wärest wenn Du komplett neu gebaut hättest. Hut ab vor der Arbeit! Toller Job bisher!

DieterH
12.07.2018, 08:13
Auch ich möchte mich noch mal melden, denn ich möchte Willi auf keinen Fall verunsichern oder gar kritisieren.
Im Gegenteil - ich bewundere seinen Fleiß und seine Fachkenntnisse, daher sollte er sich nicht beirren lassen und so weitermachen.
Gruß
Dieter

elektrowilli
16.07.2018, 18:22
Hallo, Dieter,

ich hatte das schon als wohlwollenden Hinweis aufgenommen, nicht als Kritik. Wobei ich mich ausdrücklich auch über Kritik freue. Das sollte ja der Sinn eines Bauberichts sein, dass durch entsprechende Hinweise und Kritik dann spätestens das nächste Modell wieder etwas besser wird.
Die 5° Neigung kommen schon hin. Ich habe unter meinen Gatow-Bildern eins vom SLW gefunden mit senkrechten Kabeltrassen im Hintergrund, da lässt sich das ganz gut abschätzen. Ich habe mich jetzt dennoch mal an den Bauplan gehalten, der "max.2°" Neigung vorsieht. Ich bin mir aber nicht sicher, ob diese Bauplan-Anforderung einen sachlich begründeten Hintergrund hat. Eventuell hätte man die Höhenruder etwas schräger schleifen müssen, damit sie bei 5° nicht an das SLW anschlagen.

Zuerst musste ich mir aus Alu-Profil eine entsprechende Schleiflatte basteln, da mein Permagrit-Klotz zu kurz war. Mit dieser habe ich dann mein insgesamt 4mm aufgedoppeltes Flugzeugsperrholz bearbeitet. Die angeschliffenen Sperrholzlagen lassen das vormalige Höhenprofil erahnen. Durch die starke Asymmetrie der Leitwerke standen diese auf der einen Seite innen und auf der anderen Seite außen über den Rumpf. Ich konnte die Leitwerke aber etwas über die hohe Kante biegen und das mit kleinen Kohlestiften vor dem Aushärten so fixieren. So musste deutlich weniger gespachtelt werden.

Für das Ausrichten der Leitwerke habe ich mir eine Hilfskonstruktion gebaut, die auf der HLW-Steckung aufliegt. Das Entdrehen des Rumpfes unter Föneinfluss hatte seinerzeit nicht zu 100% Prozent funktioniert, es bleibt eine Winkeldifferenz von 0,4° zwischen Flächen- und Leitwerkssteckung. Das habe ich jetzt versucht bei der Ausrichtung der Leitwerke zu "vermitteln". Sie stehen jetzt in etwa jeweils 0,2° zum Höhenleitwerk und zur Fläche "schief". Da müsste man jetzt aber schon ein sehr geübtes Auge haben, um das zu erkennen. Alles in allem ging das jetzt besser als vorher befürchtet.

Grüße
Willi

elektrowilli
23.07.2018, 17:56
Hallo,

wieder etwas weiter...
An der vorderen Stirnkante der SLW habe ich noch einen kurzen "CFK-Angstspant" geklebt. Der geht durch die Rumpfhaut und ist auf der Innenseite mit einem kurzen Sperrholzspant verklebt. Hat noch etwas Stabilität gebracht. Für den vorderen Abschluss der SLW war eine GFK-Anformung dabei. Das passt vom Profil aber noch nicht so besonders, auch der Profilabsatz am SLW an dieser Stelle ist störend. Mal sehen, wie man das in Übereinstimmung bringt.

Ansonsten habe ich jetzt mal meine Nozzle mit den entsprechenden Öffnungen für die Steckung versehen und verklebt. Musste auch hier den Rumpf mit Sperrholz leicht unterfüttern um eine entsprechende Klebefläche zu haben. Durch den doppelten Konus der Nozzle sind diese jetzt die tiefste Stelle am Rumpf. Um hier weder in der Bauphase noch später eventuell bei einer Landung mit höherem Anstellwinkel Probleme zu bekommen, habe ich jetzt zwei Opfer-Kufen verklebt. Nicht scale aber vermutlich besser so.
Dann noch mal schnell die HLW montiert: Sieht einem Flugzeug immer ähnlicher!

Grüße
Willi

"M"
23.07.2018, 18:13
Hallo Willi,

überragende saubere Arbeit hier!:cool:

Lese gerne weiter mit.

Grüße
Meinhard

Gast_77583
23.07.2018, 23:32
Hallo Willi,
da bleibt einem ja die Spucke weg, wie der Berliner sagen würde, erstklassig was Du aus dem maroden Bausatz geschaffen hast :)

Gruß Mario

elektrowilli
26.07.2018, 22:14
Respekt für die Arbeit Willi.
An einigen Stellen mutet es fast so an als ob Du schneller gewesen wärest wenn Du komplett neu gebaut hättest. Hut ab vor der Arbeit! Toller Job bisher!

Hallo,

schön, dass es euch gefällt. Ich habe trotz aller Mängel auch immer noch Spaß an der Möhre...
@ Chris: Schnell fertig werden war nicht das Ziel, eher das Gegenteil. Ich hatte wirklich etwas gesucht, womit ich mich eine Weile aufhalten kann. Viele Gestaltungsideen sind mir jedoch tatsächlich erst während des Bauens gekommen.

Jetzt brauche ich mal Hilfe. Werde mich demnächst auch mal den Flächen widmen müssen, was theoretisch keine so große Sache werden sollte, von den nötigen Spachtelarbeiten am Übergang mal abgesehen. Sind einfache Styro-Balsa Flächen. Querruder sind an der Oberseite als elastic Flaps ausgeführt, Landeklappen sind komplett herausgetrennt. Diese waren bei der einstrahligen Version damals unten angeschlagen, was mir prinzipiell auch besser gefallen hätte. Hier habe ich jetzt vor, diese als Folienscharnier auszuführen (2x Oracover mit Linienverschweißung an der Naht). Bin ich großer Fan von, hält bei allen meinen Modellen seit Jahren. Soweit, so gut.

Jetzt bin ich im Turbinenforum aber noch mal auf die Seite mit den Absturzursachen der dortigen BZ-Mig gegangen, #149:
http://www.rc-network.de/forum/showthread.php/376034-Baubericht-MIG-29-von-BZ-Modellbau/page10
Der Einfachheit halber hier noch mal die Fehleranalyse von Hersteller und Pilot:

"Nach der Einsichtnahme der Videoaufnahmen (sind nur Teilaufnahmen des Fluges) und einem langen Gespräch wurde mir aber schnell klar, wie es sich zugetragen hat.
Die Maschine hob ein bischen schwer ab und Rene musste sie mit einem kräftigen Ruck vom Boden wegnehmen.
Nach dem Abheben flog die Maschine einwandfrei, allerdings musste Rene schon recht kräftig mit dem Höhenruder die Nase nach oben halten. Dies tat er dann aber auch den ganzen Flug über
-anstatt entsprechend nachzutrimmen um die Maschine in die Neutrallage zu bringen ohne am Knüppel ziehen zu müssen. So flog er dann mehrere Runden-
Als er dann zur Landung ansetzt stellt sich das Ganze dann so dar:
-ein Helfer fährt die Klappen aus (Vollausschlag), die Maschine geht leicht auf die Nase und dann lässt Rene den Knüppel obendrein aus der "Korrekturlage" (die er die ganze Zeit gehalten hat) in die Mittellage auf dem Sender zurück.
Dadurch stellte sich die ohnehin schon kopflastige Maschine "verdammt" schnell nach unten und konnte nicht mehr in der verbleibenden Zeit auskorrigiert werden, da sich durch das ruckartige Ziehen am Höhenruder auf Vollausschlag wahrscheinlich auch noch ein Strömungsabriss am Höhenruder einstellte."

Klingt soweit schlüssig und ich möchte das auch nicht anzweifeln. Meine Sorge ist jetzt aber, dass sich möglicherweise allein durch das Ausfahren der Landeklappen ein Strömungsabriss am Leitwerk einstellen könnte. Die Landeklappen sind relativ breit und das Höhenleitwerk beginnt nur 9cm(!) hinter der Fläche (allerdings ist es stark gefeilt).

Anlass zu dieser Sorge war der Baubericht der Black Horse Mig-29 hier im Forum, in dem Friedhelm Graulich über deutlich verbesserte Landeeigenschaften bei Verwendung von klassischen Landeklappenscharnieren berichtet (#493):
http://www.rc-network.de/forum/showthread.php/475526-Mig-29-von-Black-Horse/page33

Also, was tun?
- einfaches Folienscharnier und Vertrauen haben
- klassische Landeklappenscharniere (mit Luftströmung durch den Schlitz)
- eventuell Länge der Landeklappen verkürzen, damit nicht das ganze Leitwerk in der Wirbelschleppe liegt
- sonstige Ideen

Bin für Hilfe dankbar.

Grüße
Willi

Christian Kasper
27.07.2018, 08:08
Hallo Willi,

Ich würde mich an der Stelle einfach am Original orientieren. Wenn es irgendwelche Probleme bei der Interaktion zwischen der Flügelströmung und dem Höhenleitwerk (bei gefahrenen Klappen) gibt, dann haben die das gleiche Problem. Ich persönlich bin großer Fan von echten Spaltklappen, mit einer runden Nase an der Klappe. Einfach, weil damit auch wirklich der Auftrieb an der Tragfläche steigt und die Klappe (zumindest bis so ca. 40° Aussschlag) auch noch vernünftig anliegende Strömung hat. Viele Modellflieger benutzen ihre "Landeklappen" eher als Bremsklappen, gerade wenn die auf 90° gefahren werden. Wenn ich das noch richtig in Erinnerung hab, dann hat die Original Mig29 aber auch nur einfache Landeklappen, wir würden das wohl eine Wölbklappe nennen. Wenn es da keine Probleme gibt, dann wird man im Modell auch keine haben.

Bei dem von dir geschilderten Fall hat wohl einfach der komplette Momentenhaushalt nicht gestimmt. Man hätte das Risiko wohl auch durch ein besseres Testprogramm reduzieren können, in dem man in großer Höhe erst mal die Klappen fährt, und das halt auch nicht auf einene Rutsch sondern in Stufen... dann hätte man immer noch genügend Höhe und damit Zeit gehabt fliegerisch irgendwas zu unternehmen. Aber das ist wohl ein anderes Thema... ;)

Mach weiter mit der Mig, einfach schön hier mitzulesen. :)

Cheers
Chris

BZ-Bernie
27.07.2018, 10:47
Bei dem von dir geschilderten Fall hat wohl einfach der komplette Momentenhaushalt nicht gestimmt. Man hätte das Risiko wohl auch durch ein besseres Testprogramm reduzieren können, in dem man in großer Höhe erst mal die Klappen fährt, und das halt auch nicht auf einene Rutsch sondern in Stufen... dann hätte man immer noch genügend Höhe und damit Zeit gehabt fliegerisch irgendwas zu unternehmen. Aber das ist wohl ein anderes Thema... ;)

Mach weiter mit der Mig, einfach schön hier mitzulesen. :)

Cheers
Chris

Ich glaube ich sollte hierzu was sagen:

Natürlich kann man das alles umbauen aber es ist nicht nötig. Das Verhalten mit gesetzten Klappen ist am Modell ausgiebig erprobt und funktioniert.

Der Verfasser des o.a. Zitats hat das richtig erkannt. Hätte man seinerzeit so verfahren, wäre auch nichts passiert.

Willi macht hier einen guten Job und vorher gefragt ist besser.

Gruß

Bernd Zahn

Meier111
27.07.2018, 15:46
Hallo,

...

Also, was tun?
- einfaches Folienscharnier und Vertrauen haben
- klassische Landeklappenscharniere (mit Luftströmung durch den Schlitz)
- eventuell Länge der Landeklappen verkürzen, damit nicht das ganze Leitwerk in der Wirbelschleppe liegt
- sonstige Ideen

Bin für Hilfe dankbar.

Grüße
Willi
Ich würde mich nicht am Original halten.
Es sei denn, Dein Fliegerchen hat einen sehr leistungsfähigen Bordcomputer, der Deine Lenkbefehle korrigiert.:p

https://media.defense.gov/2006/Jul/05/2000550259/-1/-1/0/060705-F-JZ506-835.JPG
Bildquelle: U.S. Air Force

Der Raptor ist ähnlich aufgebaut, Höhenleitwerk ist direkt hinter der Tragfläche.
An meinem (von JePe bzw. FlyFly) hatte ich zuerst zu große Ausschläge am Pendel-HLW.
Der Strömungsabriss am HLW (in großer Höhe) war brutal. Das Flugzeug kann dabei ganz erstaunliche Manöver vollbringen.:D

Meine Lösung: so wenig Ausschläge wie möglich, und so viel wie gerade nötig.
Konkret = max. 8° pro Seite.

Viel Erfolg!

edf-mike
27.07.2018, 17:20
Hallo Willi ich möchte Dir auch noch meine Erfahrungen mitteilen . Wie Friedhelm schon geschrieben hat habe ich auch festgestellt das sich die BH-Mig mit gesetzten Klappen nur noch sehr schlecht mit dem Höhenruder steuern lässt. Ich lande deshalb fast nur noch ohne Klappen . Man kann das Modell auch nicht mit dem Original vergleichen weil die Mig Vektorsteuerung hat und auch steuerbar bleibt wenn das Höhenruder keine Wirkung mehr hat. Was bei der BH-Mig auch beachtet werden muss ist das sich der SP nach hinten verschiebt wenn das Fahrwerk ausgefahren wird . Bei deiner wird es ähnlich sein .

Tinpusher
27.07.2018, 20:19
Hallo Willi,
Ich votiere auch für die Ausführung mit Spalt. Meine BH MiG-29 ist auch schon zweimal bei langsamen Flug mit gesetzten Klappen und größerem Anstellwinkel in einen "Deep Stall" geraten. Dank ausreichender Höhe und genügend Schubreserven ging es jeweils gut aus. Ich werde bei Gelegenheit auch die Aufhängung nach Friedhelm's Methode ändern.

Frank

elektrowilli
29.07.2018, 19:11
Hallo,

vielen Dank für die Rückmeldungen!

Mit den Ausschlägen des Höhenleitwerks werde ich vorsichtig sein, klaro. Dass sich der Schwerpunkt mit Ausfahren des Fahrwerks in die "böse Richtung" (hecklastig) verschiebt, hatte ich bisher noch nicht. Falls ich bei meinen leichten Nona-Air Rädern bleiben kann, sollte sich das aber nicht soo schlimm auswirken. Bei Jörgs CARF-SU fahren alle Räder nach hinten aus, bei mir kompensiert ja immerhin das Bugfahrwerk.

Bezüglich Anschlagen der Landeklappen hat es vermutlich Chris auf den Punkt gebracht: Die Frage ist wohl wirklich, ab welchem Ausfahrwinkel aus der "Wölbklappe" eine "Bremsklappe" wird. So prinzipiell wäre mir eine Bremsklappe fast lieber, aber natürlich nicht auf die Gefahr eines Strömungsabrisses am Höhenleitwerk. BZ gibt als Landeklappenstellung für die Landung 60° an, das geht dann sicher schon in Richtung Bremsklappe. Wenn ich mich jetzt auf 40° beschränke und dabei die Strömung weiter anliegt, dann könnte ich mein einfaches Folienscharnier bauen. Landeklappenscharniere sind aber trotzdem geordert. Scheue mich ein wenig vor dem Unterfüttern der Fläche und Landeklappe...
Vektorsteuerung hatte die Original-Mig nicht. Nur die paar Prototypen der OWT-Version, wie ich gerade nochmal nachgelesen habe.

Ich habe mich jetzt mal mit der oberen Abdeckung der Nozzle beschäftigt. Die beiliegenden Rohlinge wurden dazu besäumt und oberflächenbehandelt. Damit die Abdeckung einen gleichmäßigen Abstand zu den Nozzlen hat, wurden auf diese Distanzstreifen geklebt. Teilweise musste auch noch der Rumpf geringfügig angespachtelt werden. Mit dünnen Poly-Streifen wurden wieder Lamellen angedeutet und auch hier durfte die Fräse Filigranarbeit leisten. Is schnieke jeworden, wie der Berliner sagen tut.

Grüße
Willi

Superkleber
29.07.2018, 19:54
Dit haste richtich jut gemacht, du bis echt 'n Klasse Typ!

tulura
30.07.2018, 19:11
High end vom Feinsten!
Lese gerne mit.

Tulura

Hans-Jürgen Fischer
31.07.2018, 08:08
das sieht alles sehr gut aus!

Gruß
Hans-Jürgen

flymaik
31.07.2018, 11:04
Beachtlich, was man aus dem Bausatz rausholen kann.:cool:

elektrowilli
05.08.2018, 13:02
Mensch Männer, so viel Lob aus berufenem Munde macht mich ganz verlegen. Freue mich aber natürlich..
Wenn man hier Beiträge von "deti", "PeterKa" oder "sleepless" liest, sieht man aber sehr schnell, wo es dann wirklich scale wird.
Muss aber an der Stelle noch mal erwähnen, dass ich hier auch kein Scale-Modellbau betreibe, sondern ein absolutes Unikum baue. Es geht also wirklich nur darum, das Modell optisch etwas aufzuwerten und ich genieße es förmlich, dass man hierbei eigentlich nichts falsch machen kann:D

"Aabeit zieht Aabeit nach sich", hieß es so schön bei Werner. In meinem Falle: Schleudersitz erfordert Cockpitwanne.
Hier habe ich im Netz ein Bild von dem Sicherungskasten (?) hinter dem Sitz gefunden und eine entsprechende Hügellandschaft modelliert. Den Piloten habe ich aus den Armen seiner Barby gerissen und massakriert. Von ihm blieben nur Kopf, Hände und Uniform übrig, wobei der Kopf auch noch ausgehöhlt wurde. Das Ganze wurde dann mit Watte ausgestopft.
Sitz, Wanne und Pilot wiegen jetzt knapp 250g. Wenn es mit dem Gesamtgewicht der Mig tatsächlich knapp werden sollte, könnte dieser Ballast ja auch am Boden bleiben.

Grüße
Willi

elektrowilli
12.08.2018, 10:15
Vize-Weltmeister unter den 1:48 Scale-Heinis..

Hallo,

muss mal meine etwas flapsige Bemerkung von weiter vorne zurechtrücken. Konnte jetzt mehrfach Meisterwerke aus der Kategorie Plastikmodellbau bewundern - großes Kino, was die Kollegen da bauen! U.a. habe ich dabei eine Mig-29 abfotografiert, und da sind mir die Flares ins Auge gefallen. Habe mich spontan entschlossen, das auch so zu bauen. Die Gatow-Mig hat diese auch. Aus DDR-Zeiten gibt es Bilder auch mit kurzer SLW-Anformung. Wurden die Flares damals nachgerüstet, oder gab es tatsächlich unterschiedliche Varianten in der NVA?

Als Basis-Material habe ich Paulownien-Holz genommen, kannte ich bis dato überhaupt nicht. Sehr leicht und trotzdem fest und gut zu bearbeiten. Und sonst, was noch so da war: GFK, CFK, Poly… Also wieder knapp 50g obendrauf. Auch die Übergänge mussten sehr großflächig angespachtelt werden, da dort nichts zusammenpasste. Muss sehen, ob ich auch mal wieder etwas Gewicht sparen kann.

Grüße
Willi

hps
12.08.2018, 12:10
... es ist eine Freude und ein Vergnügen deinen Baufortschritten zuzusehen; ganz großes Kino!!!
Jetgruß Peter

elektrowilli
19.08.2018, 18:11
Hallo, Peter,

das Kompliment gebe ich gerne zurück!

Nach all den Spielerchen musste ich mich auch wieder mal ernsteren Dingen widmen. Ich habe jetzt den "Hauptspant" verklebt, mit dem dann das Steckungsrohr verschraubt wird. Dieser soll mit zwei weiteren Hilfsspanten in den Triebswerksschächten verklebt werden und dadurch Rumpfober- und Unterseite verbinden. Alles, was Masse hat (Impeller, Lipos…), stützt sich ja auf der Unterseite ab, während die Fläche an der Oberseite zieht. Mein zusätzlicher Hilfsspant übernimmt hier jedoch schon einen Teil dieser Aufgabe. Ich habe den Bausatzspant nicht verwendet, da er mir mit 100g recht schwer war und sich nicht sonderlich gut mit der Rumpfkontur in Übereinstimmung befand. Als Basis für eine neue Spantschablone taugte er aber ganz gut. :D Der neue Spant ist jetzt aus 3mm Pappelsperrholz, verstärkt mit einem Riegel aus 3mm Flugzeugsperrholz. Etwa 30g gespart. Ob ich die zusätzlichen Hilfsspanten verbaue, überlege ich mir noch.

Der Spant halbiert jetzt natürlich den Innenraum, was das Einbringen von Schubrohren und Einläufen angeht. Hier wird man später zaubern müssen, aber irgendwie geht es ja immer.:)

Und dann habe ich mir mal Gedanken gemacht, wo ich das ganze Elektronikgedöns verbauen will...

Grüße
Willi

elektrowilli
23.08.2018, 21:18
Hallo,

und so sieht das jetzt bestückt aus: alles kompakt beieinander, um möglichst kurze Kabelwege zu haben. Der Empfänger ist jetzt unmittelbar neben den Motorkabeln. Hoffe, das geht so.
Habe auch mal alle Teile gewogen. Ich nähere mich jetzt schon den 12kg. Die Summe der Kleinigkeiten machts, sollte aber alles noch im grünen Bereich sein.

Und dann habe ich einen 2S Lipo in die MPX-Buchse gesteckt und mich wie ein kleines Kind gefreut als meine LED im Seitenleitwerk zu blitzen begann...

Jetzt suche ich Glühwein vom letzten Weihnachten und meine Skiunterwäsche und packe für Scherfede.

Grüße
Willi

Michael H.
24.08.2018, 12:11
Hallo Willi,

ganz großes Kino !! Ich freu mich immer auf neue Details in Deinem Thread und das eine oder andere kann ich sicher auch für die Detaillierung meiner Vigilante nehmen (z.B. den zerlegten Druckbleistift - die Idee ist nur genial :D)

LG & viel Spass in Scherfede
Michael

elektrowilli
02.09.2018, 17:08
Hallo,

bezüglich der Impeller musste ich jetzt eine Entscheidung treffen. Da weder Schübeler noch WeMoTec momentan einen 100er liefern können, werden es jetzt 90er. Die von eJets hatte ich wohl gesehen, aber was der Bauer nicht kennt...

Ich habe mich jetzt für Midis mit HET 700-68-1125 entschieden. Die liefern bei 44,4V und 85A einen Schub von je 50N. Wenn ich mal 10% Verlust und ein Gewicht von 12kg ansetze, dann lande ich bei einen Schub/Gewicht-Verhältnis von etwa 0,75. Das sollte doch eigentlich ausreichend sein.

Wenn man bei eJets mal die Tabelle für den 100PRO mit den vorläufigen Testergebnissen anschaut, dann gibt es dort eine Variante mit einem HET 700-98-670 an 12S. Gesetzt den Fall, dass die Ergebnisse stimmen, dann kommt der auf ein Verhältnis 16N/kW! Mein Wemo schafft hier gerade mal 13,2N/kW. Das war ja auch der Effizienzsprung, den ich mir von den 100ern versprochen hatte.
ABER: Diese 20% höhere Effizienz erkaufe ich mir mit einem Gewichtszuwachs von gut 600g (die 98er Motoren wiegen je 220g mehr und der Impeller wird auch schwerer), was ja auch nicht zu vernachlässigen ist.
Am liebsten hätte ich ja ohnehin eine 14S-Variante gehabt, um die vorhandenen Akkus nutzen zu können. 14S 8000er wären auch von der mitgeführten Energie "angemessen" für diesen Flieger. Aber hier schrecken natürlich die sauteuren 14S-Regler ab.

Wie dem auch sei: Ich probiere es jetzt mal so. Sollte der Schub zu gering sein, könnte ich entweder auf einen 700-68-1200 aufrüsten (2x5N mehr), wobei das für Antrieb, Regler und Akku dann grenzwertig wird. Oder ich setze später dann doch einen 100er rein. Den (noch zu bauenden) Einlass würde ich lassen (etwa 70cm²), vor dem Impeller mache ich auf und hole mir die Restluft aus dem Rumpf. Nur die Schubrohre bräuchte ich dann neu.

Die Bausatzspanten für die Impeller konnte ich nicht verwenden, da sie satte 1,5cm Untermaß hatten (womit ich dann aber auch jeden Spant neu gebaut hätte..). Auch hier dienten sie zum Erstellen einer Schablone. Soweit so gut...

Grüße
Willi

hps
02.09.2018, 19:08
Servus Willi,
hattest du auch die Variante JetFan Pro mit 800-60-535 an deinen vorhandenen 14S angedacht?
Jetgruß Peter

elektrowilli
03.09.2018, 20:59
Hallo, Peter,

wie gesagt: An der 14S-Variante haben mich vor allem die Regler abgeschreckt. Mal abgesehen davon, sollten die 800er Motoren mit ihren 50mm Durchmesser nicht in 100er Impeller passen. Offensichtlich erst in die 120er, die definitiv zu wuchtig wären.
Ich hätte die Mig ja einstrahlig mit einem ordentlichen 120er HST bauen können, aber da hat mir einfach das Modell nicht gefallen.

Das Schöne an den 90ern ist aber auch, dass man auf die verfügbaren Düsen und Verlängerungen zurückgreifen kann. So bekommt man perfekte Übergänge am Impellermantel…

Grüße
Willi

hps
03.09.2018, 22:11
Ja, hast Recht Willi, hatte übersehen, dass die 800er Motoren nicht in die 100er Gehäuse passen und ja, 2x gute HV-Regler reißen auch ein ordentliches Loch ins Modellbau-Portmonee ;)!
Bin gespannt, wie es dir mit den zwei 90ern geht und wie du mit den Schubwerten zufrieden bist. Ich hatte auch schon mal einen WeMo an 12S in einem 6Kg Jet verbaut und das klappte anstandslos! Du wirst bei der Mig29 ca. das doppelte Gewicht haben, da wird das sicher auch gut passen. Verfolge interessiert weiter deinen Baubericht!
Jetgruß Peter

gandhara05
04.09.2018, 11:02
Falls 110mm noch passen : http://www.vasamodel.cz/02_dmychadla_110.html
Max. Motor Durchmesser 52mm :eek::D;)

elektrowilli
09.09.2018, 09:55
Hallo,

habe wieder gespielt...:)

Meine Mig wird mal ein besonders listiger Flieger. Nicht nur, dass sie Flares hat. Auch die Seitenruder sind jetzt als Täuschkörper ausgebildet.
Aber wer weiß, vielleicht ist das Original selbst ja auch nur ein gut getarnter Nurflügler?:D

Grüße
Willi

Hans-Jürgen Fischer
09.09.2018, 11:21
sieht ja sehr gut aus. Jedoch finde ich dass die Anlenkung und die Hutze weiter nach vorn müsste

2009840

Gruß
Hans-Jürgen

Michael H.
09.09.2018, 13:10
Na, jetzt überscheitet Ihr aber gerade die Grenze zu "echt pingelig". :D:D:D

Wirklich genial, was hier aus der MIG entsteht!
LG
Michael

elektrowilli
09.09.2018, 19:06
Ja, ja, ja...war mir auch schon aufgefallen. Wollte mal testen, ob Hans-Jürgen noch mitliest!
Spätestens Jörg hätte auch mit mir gemeckert. Leicht hat man es hier wirklich nicht:D:D

Grüße
Willi

Hans-Jürgen Fischer
10.09.2018, 07:46
so, jetzt passt es:D

Gruß
Hans-Jürgen

elektrowilli
16.09.2018, 20:07
Hallo,

bin jetzt fertig. Ein bis zwei "vitalisierende" Getränke und man hat genug Jet-Power, um so ein Projekt übers Wochenende fertig zu bekommen. Jetzt, mit Farbe drauf, sehen sogar die leading edge extensions ganz passabel aus.

Grüße
Willi

elektrowilli
18.09.2018, 22:12
Hallo,

genug gealbert. Aber die Mig des Serien-Weltmeisters Vitaly ist wirklich aus einer anderen Welt. Da sollte man ein Museum drum bauen, wie um die Vasa in Stockholm. Stattdessen fliegen die mit dem Modell. Schon verrückt...

Bei mir sind die Schubrohre fertig geworden. Dazu habe ich je eine Wemo-Düse zerdremelt. Den vorderen Teil habe ich fest mit dem Impeller verheiratet und durch diesen geht die Kabeldurchführung der Motorkabel. Dazu mussten die Impellermantel vom Durchmesser noch geringfügig passend geschliffen werden. Der hintere Teil der Düse dient dann tatsächlich als Düse. Diesen habe ich jedoch soweit gekürzt, dass sich der Auslassdurchmesser von 76 auf 78mm vergrößert hat. Laut Hersteller bringt das etwa je 1N an Schubgewinn. Sehr schön dabei: Wenn der Konus der Düse genau am Sperrholzring der Nozzle anliegt habe ich hinten gleichzeitig einen perfekten Überstand.

Vorteil: Das Schubrohr kann hinten nicht weg. Wäre nicht das erste mal, dass es mir ein Schubrohr durch den Rumpf schiebt.
Nachteil: Das Schubrohr kann hinten nicht weg. Ich bekomme es von hinten weder rein noch raus. Momentan bekomme ich es von vorne durch die Einläufe gesteckt. Wenn diese erst fertig sind, klappt das nicht mehr. Ich werde die Schubrohre also "verloren" im Modell haben.

Das eigentliche Rohr ist wieder aus GFK-Kevlar Material und minimal konisch (vorne geht es drüber, hinten steckt es in der Düse). Mit Impeller komme ich auf 65cm Länge.
Es war übrigens nicht möglich, der Herstellerangabe von BZ zu folgen und das Schubrohr im gleichen Winkel wie die Flächensehne zu verbauen. Dazu hätte der Impeller 1,5cm höher als vom Impellerspant vorgegeben verbaut werden müssen. Etwas höher sind sie jetzt, mehr war aber durch den verharzten Spant nicht möglich. Ich habe daher die Düsen bewusst nachlässig mit dem Rohr verklebt (quasi Pfusch mit System), so dass sie nicht ganz gerade sitzen. Ich drehe mir die Rohre dann so auf dem Impeller, dass die Düsen hinten im Zweifelsfall nach unten zeigen. Hoffe, dass der Schubvektor damit dann in etwa stimmt.

Grüße
Willi

elektrowilli
24.09.2018, 21:14
Hallo,

die Schubrohre sind etwa 50g leichter geworden als kalkuliert und meine neuen Lipos (2x6S 8000er RedPower) wiegen sogar 200g weniger (also etwa 2300g). Da habe ich natürlich gleich überlegt, was man dafür zusätzlich an die Mig kleben kann...:)

Das "Schnüffelstück" ("Ein WAS??") ist Jörg aus dem 3D-Drucker gefallen. Natürlich nicht einfach so, zeichnen musste er es vorher auch. Das ist so ein Teil, wo ich keine Ahnung habe, wie ich das in annähernder Qualität mit konventionellen Mitteln hätte bauen sollen.
Und auch die ungeliebte Unterseite hat noch ein Detail bekommen. Jetzt gehen mir aber langsam die Ideen aus...

Grüße
Willi

Christian Abeln
25.09.2018, 05:39
Jetzt gehen mir aber langsam die Ideen aus...


Bei der erreichten Qualität? Abformen? ;)

Spass beiseite... Das was Du da aus den Teilen im Ausgangszustand gemacht hast ist grandios. Respekt!

edf-mike
25.09.2018, 09:35
Hi Willi ist schon geil was Du bis jetzt aus dem Flieger gemacht hast. Aber der Winter ist ja noch lang. Freu mich schon drauf den Flieger live zu sehen .

hps
26.09.2018, 23:21
... Aber die Mig des Serien-Weltmeisters Vitaly ist wirklich aus einer anderen Welt. Da sollte man ein Museum drum bauen, wie um die Vasa in Stockholm. Stattdessen fliegen die mit dem Modell. Schon verrückt...
Servus Willi,
wenn du so weitermachst bist du aber auch bald in der Situation :cool:!
Freue mich auf jedes neue Foto!
Jetgruß Peter

elektrowilli
01.10.2018, 10:17
Hallo,

@Chris+Mike: Danke euch!
@Peter: Da hast du den Finger aber genau in der Wunde! Habe eh einen Hang dazu, meine Modelle mehr zu streicheln als zu fliegen. War auch dieses Jahr wieder deutlich weniger auf dem Platz als ich mir eigentlich vorgenommen hatte. War aber auch warm...:D

Unabhängig davon, ob die Mig jetzt mehr gestreichelt oder geflogen wird: Tragflächen sollte sie auf jeden Fall bekommen! Habe mit den Servoverkastungen begonnen. Das erste mal, dass ich hierfür selbstgefräste Teile verwende. Sogar ein 2,5D-Teil ist dabei (Yeh!). Die Servos hängen an der Abdeckung. Mache ich eigentlich ungern, musste in der Fläche aber den Schlitz für die Kabel frei halten. Eine Servohalterung habe ich mal probeweise fertiggestellt. Die Servos sind an kleinen Aluwinkeln befestigt, die mit M3-Schrauben mit der Abdeckplatte verschraubt sind (1mm GFK, verstärkt mit zusätzlich 1mm GFK im Winkelbereich). Die Schrauben werden dann noch verklebt und die Köpfe zugespachtelt. Für die Landeklappenservos werde ich eventuell neue Abdeckungen fräsen (ohne Schlitz), je nachdem, wie ich die Landeklappenthematik löse.

Und Licht soll auch werden...

Grüße
Willi

elektrowilli
03.10.2018, 16:08
Hallo,

nachdem ich nun schon - entgegen dem ursprünglichen Plan - von 100er auf 90er Impeller gegangen bin, habe ich auch noch die Einlaufgestaltung von closed auf open duct umkonzipiert. Hatte Befürchtungen, dass mir die langen Kanäle zu viel Verluste im Stand bescheren. Und da ich ja nicht übermäßig viel Standschub haben werde, verspreche ich mir hier Vorteile. Hoffe natürlich, dass sich im Flug keine allzu großen Nachteile ergeben. Die Einläufe werde ich später so gestalten, dass ich mit einer einfachen WeMoTec-Verlängerung notfalls wieder auf closed duct umrüsten kann (siehe Bild).

Auf der Jetpower hatte ich mir "Einlauftrichter" von Fantastic Jets besorgt. Direkt auf den Impeller gesetzt hätte ich meinen Hauptspant vor dem Trichter. Denke, dass es aerodynamisch sauberer ist, wenn ich den Trichter vor den Spant setze. Dazu habe ich aus einer (schönen langen) WeMo-Verlängerung eine sehr kurze gemacht und vom Trichter aus Gewichtsgründen den Impelleransatz weggedremelt. Also viel teures Material zerstört:D
Die WeMo-Verlängerung passt haarscharf in den Trichter. Die 0,5mm Absatz könnte man eventuell noch anspachteln. Die Einläufe lasse ich später ca. 15cm vor dem Trichter enden. Am Hauptspant habe ich noch zwei Verstärkungen verklebt und spare mir die zusätzlichen Hilfsspanten.

Bei den Flächen habe ich begonnen, sämtliche Schnittkanten mit 0,5mm CFK zu belegen. Wegen der langen Trocknungszeiten geht das nur schleppend voran. Bilder folgen.

Grüße
Willi

fly-bert
03.10.2018, 16:38
Hallo Willi,
da binn ich dann neugierig auf diese Lösung. Ich stand bei meiner Beriev vor dem gleichen Problem, hab mich aber dann für closed duct entschieden. Aber ich denke mal, dass nicht sooo viel Unterschied sein wird

MfG
Herbert

elektrowilli
07.10.2018, 19:30
Hallo, Herbert,

sehr schönes und außergewöhnliches Modell, deine Beriev. Ich hoffe ja immer noch, dass du dir noch etwas mehr über den Bau entlocken lässt...
Bei der Beriev drängt sich closed duct aber förmlich auf, sind ja eher längere Gondeln. Ich komme bei mir ja immerhin auf etwa 130cm Kanalgedöns.

Meine Schnittkanten sind jetzt mit CFK veredelt. Und was die Landeklappen angeht, ist die Entscheidung zugunsten von Spaltklappen gefallen. Ich hatte hier gefragt und die Meinungen waren sehr eindeutig. Dann sollte man auch hören. Wird jetzt natürlich deutlich aufwändiger und auch schwerer. Ich habe jetzt erstmal eine halbe Hohlkehle angeformt (mit dünnem GFK-Material) und kümmere mich nun um die Scharniere.

Will jetzt erstmal die Flächen fertigstellen. Dann kann ich schauen, wo ich mit dem Schwerpunkt lande und die Akkus platzieren muss. Dann die Akkubefestigung konzipieren und erst dann die Einläufe. Soweit der Plan.

Grüße
Willi

J.G
09.10.2018, 11:38
Hallo Rainer,

wie schon erwähnt und auch auf der Jetpower Messe kund getan, es ist eine Meisterleistung was Du hier ablieferst, Respekt !!

Darum lass mich einen Vorschlag machen zur Verwendung unserer Einlauftrichter und zur optimierung deiner Open Duct Lösung. So wie es jetzt aussieht, hast Du nach den Einlauftrichtern, eine relativ geschlossene Wand. Wenn Du also im Flug das Gas wegnimmst, dann wird die nicht durch den Impeller strömende Luft gegen diese "Wand" drücken und Widerstand und Wirbel produzieren, die die Dynamik im Flug beeinträchtigen. Wenn es also möglich ist, ohne die Konstruktion zu schwächen, diesen Spant durchlässiger zu machen, damit die Luft die nicht vom Impeller verarbeitet wird, möglichst widerstandsarm am Rumpfende wieder austreten kann, hast Du viel gewonnen ;)

Weiter machen !

Gruß Jürgen

elektrowilli
10.10.2018, 17:57
Hallo, Jürgen,

bin für jeden Hinweis dankbar! Da ich ja vergleichsweise wenig Energie mitführen werde, muss ich mit dem Gas so sparsam wie möglich umgehen. Da wäre es schon toll, wenn die Kiste nicht abrupt in der Luft stehen bleibt, wenn ich Gas raus nehme:D
Viel Gestaltungsmöglichkeiten sehe ich aber nicht. Der Spant unmittelbar hinter dem Trichter ist so minimalistisch gestaltet wie eben vertretbar. Hätte ich die zusätzlichen Hilfsspanten verklebt, dann wäre untenrum dicht. So ist die "Wand" doch recht durchlässig. Ich habe unten ca. 3cm Luft. Auch über dem Spant kann Luft durch. Hier habe ich einen Spalt, der sich vom Rand zur Mitte von 2cm auf ca. 5cm vergrößert.
Die nächste Wand wäre der Spant, der schon eingeharzt war. Der hat einige Erleichterungsöffnungen, insbesondere aber die Duct-Durchlässe mit 12cm Durchmesser, durch die nur 90er Schubrohre müssen. Der eigentliche Flaschenhals sind die Nozzle. Diese hatte ich hinten ja etwas verengt, dafür aber in den Stützspant so viele Löcher gefräst, wie möglich war.

Also Luft geht schon durch, aber bestimmt nicht verwirbelungsfrei. Die Trichter haben momentan einen Außendurchmesser von 125mm. Die könnte ich noch etwas verkleinern, dann ginge mehr Luft unten durch. Scheint mir aber sinnlos, wenn die Nozzle der Engpass sind.
Spielräume habe ich lediglich bei den Einläufen, da sollte halt nicht mehr Luft durch als nötig ist. Hier plane ich ca. 70cm², was relativ üppig ist. Wollte mir doch die Option offen halten, vielleicht doch noch auf 100er Impeller umzurüsten.

Sonstige Meinungen?

Grüße
Willi

DieterH
10.10.2018, 19:41
. . .
Sonstige Meinungen?

Grüße
Willi

Meine Lösung wäre, das "Gas" nie ganz zumachen, so würde eine evtl. Stauluft weitgehend abgesaugt. Ein stehender Rotor hat auch hohen Luftwiderstand.
Und wenn Zusatzöffnungen, dann im Kanal vor den Einlauftrichtern.
Außerdem sollte man die Motoren nach einer Höchstleistung sowieso zur Kühlung etwas laufen lassen.
Gruß
Dieter

Christian Abeln
11.10.2018, 05:23
Sonstige Meinungen?


Closed duct :rolleyes:
und im Zweifel die Trimmung nen bischen vor auf Gas dass die Rotoren leicht drehen...

Christian Kasper
11.10.2018, 11:22
Hallo Willi,

Ich hab da auch noch eine Meinung und hab das gleich mal in einer Grafik versucht darzustellen:

Zustand 1: normaler Flug, Schub hoch, Durchsatz durch Impeller groß

Zustand 2: gleiche Fluggeschwindigkeit wie in 1 aber Impeller gedrosselt --> stark verringerter Durchsatz, am Einlauf strömt überschüssige Luft vorbei und bildet eine Ablösung --> viel Widerstand

Zustand 3: gleiche Fluggeschwindigkeit wie in 1 aber Impeller gedrosselt --> überschüssige Luft kann an Impeller vorbeiströmen. Widerstand am Einlauf wird vermieden (das ist was Jürgen beschrieben hat)

Zustand 4: gleiche Fluggeschwindigkeit wie in 1 aber Impeller gedrosselt --> überschüssige Luft wird durch Klappen oder Öffnung über Bord geblasen --> Widerstand am Einlauf wird vermieden aber Zusatzwiderstand am Ort der Ausblasung muss vermieden werden.

2025031

Ich hoffe das ist zu verstehen? Ich würde dir also dazu raten, falls das möglich ist und du es mit deinen scale-Ansprüchen vereinen kannst, dass du eine Klappe VOR dem Impeller anbringst die sich nach außen öffnen lässt und die überschüssige Luft "abblasen" kann. Diese Klappe am besten gar nicht mit einer Feder belasten sondern einfach wie ein Rückschlagventil arbeiten lassen. Also nach innen hin schließt sie, nach außen hin kann sie sich bewegen. Die wird sich dann schon nur so weit öffnen wie es für die austretende Luft nötig ist.

Alternativ: lass alles wie es ist und geh erst mal fliegen! Wenn es dann beim Gas wegnehmen tatsächlich zu stark verzögert kannst du die Klappenlösung immer noch nachrüsten.

Weiterhin viel Spass mit deiner Mig, ich lese hier so gerne mit... :)

Cheers
Chris

elektrowilli
12.10.2018, 13:44
Hallo,

danke für die Antworten!

@Dieter: Gas werde ich stehen lassen, wird von Jürgen in der "Trichteranleitung" auch ausdrücklich empfohlen. Bisher hatte ich das immer händisch probiert. Werde jetzt mal über die Variante mit der Gastrimmung nachdenken. Nur bei der Landung, da soll die Kiste ja bremsen, und da hätte ich wenig Bock, noch an der Trimmung zu fummeln. Eventuell über "Flugphase" Mischer setzen...

@Chris (1): Option auf closed duct will ich mir offen halten.

@Chris (2): Wow, so viel Mühe! Ich sollte so ein Gemisch aus Zustand 2 und 3 haben. Ich hoffe mal, dass an der Stelle, wo du die Wirbel gezeichnet hast, diese nicht so auftreten. An der Stelle muss auch im Normalflug relativ viel Luft vorbei, da die Einläufe ja nicht bis unten offen sind. Die Mig hat hier auch eine zusätzliche Abschrägung mit recht flachem Winkel, so dass die Luft da besser strömen sollte (siehe Bilder). Werde die Wirbel vermutlich mehr im Modell haben.
"Abblasklappen" werde ich fürs erste nicht vorsehen. Meine Schlitze im Rumpf hätte ich - wie du damals angeregt hattest - natürlich jetzt doch besser barometrisch gestaltet. So, wie jetzt ausgeführt, sind sie im Stand vielleicht hilfreich, im Flug dann aber eher kontraproduktiv. Bleibt aber auch erstmal so.

Das wird schon gehen so. Meine Viper ist hinten dicht wie ein U-Boot und kommt mit dem Staudruck auch irgendwie zurecht.
Die Herren Impeller-Konstrukteure könnten ja mal welche mit Klappschaufeln entwickeln oder wenigstens einen Freilauf einbauen:D:D

Ich mach mit Landeklappen weiter, Zwischenstand gibt's am Sonntag.

Grüße
Willi

elektrowilli
14.10.2018, 18:54
Ersatzteillieferung? Bei uns kein Thema, können jederzeit nachgeliefert werden. :)



Hallo,

hab ich getestet und kann ich bestätigen. Ich habe mich entschlossen, die Höhenleitwerke noch mal zu bauen. Ich hatte jetzt die Flächen provisorisch montiert und - um mal das Gesamtwerk betrachten zu können - auch die Leitwerke befestigt. Durch den nicht vollständig entdrehten Rumpf ist der Winkelversatz von Fläche zu Leitwerk schon noch recht deutlich zu sehen (kein Foto gemacht). Die Idee ist jetzt, die Strongalrohre nicht gerade in die Leitwerke zu kleben, sondern so schräg, dass der Winkel ausgeglichen wird. Mal sehen, wie mir das gelingt. Neue Strongalrohre sind bestellt, jetzt geht es erstmal mit der Fläche weiter.

Für die Landeklappenscharniere habe ich entsprechende Aussparungen in Fläche und Leitwerk gemacht und mit Balsaklötzen gefüllt. Anlenkpunkt wie auf den Bildern ersichtlich. Da ich nur je zwei Scharniere verwenden möchte und die Landeklappen damit direkt auf Biegung (Bruch) beansprucht werden, habe ich noch 0,5mm CFK hochkant verklebt, bevor ich die Nasenleiste angeformt habe. Und wenn sich jetzt jemand fragt, warum der Anlenkpunkt auf rechter und linker Seite nicht gleich ist: Ich musste mich da halt nach den werkseitigen Ausschnitten für die Servokästen richten (grrr...).

Bei den Scharnieren hatte ich lange überlegt. Die ersten gekauften sind mit Schrauben und Gegenplatte, sehen doof aus (wegen der Gegenplatte oben) und haben nur einen dünnen Kunststoffstift als Scharnier. Die zweiten habe ich auf der Jetpower als XL-Variante gekauft. Die sind aus 2mm GFK, haben aber nur 1mm Fleisch im Bereich der Scharnierschraube. War mir nicht "XL" genug. Zwischenzeitlich hatte mir Frank noch zu Stiftscharnieren geraten, die man so in Fläche und Klappe klebt, dass das Scharnier unter der Fläche sitzt. Das war mir nun wieder vom Verkleben zu unsicher.
Kurz und gut: Habe jetzt selbst welche gefräst! Der Drehpunkt ist jetzt 15mm unter der Fläche. Das sollte einen vernünftigen Hebel ergeben und auch ordentlich "Spalt" machen.

Grüße
Willi

elektrowilli
21.10.2018, 17:50
Hallo,

wieder etwas weiter.
Habe mich erstmal um den Rumpf-Flächen-Übergang gekümmert. Mit der Bevelbox habe ich noch mal den Anstellwinkel von rechter und linker Fläche kontrolliert. Wie schon weiter vorne angemerkt, besteht hier Korrekturbedarf. Die linke Fläche muss mit der Endleiste 3mm hoch (also oben bündig mit der Flächenanformung am Rumpf), die rechte Seite 3mm nach unten (unten bündig), dann passt es. Da die Übergänge auch sonst nicht besonders passen, muss relativ viel angeglichen werden. Habe mich bemüht, möglichst viel mit Balsa aufzudoppeln, um schweren Spachtel zu minimieren.

Die Wurzelrippen habe ich an den Rumpf geheftet und die Löcher für die Passstifte gebohrt und diese gleich verklebt. Die Flächensicherung soll laut Plan durch eine Schraube von unten durch die Fläche in das Alu-Vierkantrohr erfolgen. Da hatte ich Bedenken, dass das irgendwann schlackert. Ich habe daher eine Gewindebuchse mit der Wurzelrippe verklebt und kann dann später die Fläche an den Rumpf ziehen.

Die Flächen wurden beglast (wieder 2x Flugzeugspannlack als Porenfüller und 3x Parkettlack) und die Wurzelrippen (korrekt ausgerichtet!) mit den Flächen verklebt. Dann beide Flächen aufgeschoben: Passt!
Dann auch mal die Unterseite betrachtet: Passt überhaupt nicht!! Hier habe ich gut 5mm Spalt, die linke Rumpfanformung (nur die) ist völlig aus dem Lot. Wenn ich das vorher gesehen hätte, hätte ich ja gleich die Fläche (noch ohne Wurzelrippe) entsprechend schräg schleifen können. So habe ich jetzt erstmal wieder Arbeit. Aber wie sagte Mike: Der Winter ist ja noch lang:)

Grüße
Willi

elektrowilli
28.10.2018, 16:44
Hallo,

die Übergänge sind fertig verschliffen. Im Prinzip die gleiche Übung wie bei Haube und Deckel, nur dass hier in allen Achsen ausgeglichen werden musste. Die Wurzelrippe der linken Fläche habe ich so weit wie möglich keilförmig geschliffen, noch viel mit Balsa aufgedoppelt, der Rest ist Spachtel. Von letzterem können gut 150g zusammengekommen sein und das ärgert mich in zweierlei Hinsicht. Zum einen, dass ich überhaupt so viel ausgleichen musste, zum anderen meine Materialwahl. Ich habe aus alter Gewohnheit den beigen 2K-Spachtel von Würth verwendet. Der klebt gut, wird sehr hart und lässt sich trotzdem gut schleifen. Besser wäre der grüne gewesen. Der ist mit kleinen Kügelchen versetzt und wiegt nur die Hälfte. Naja, beim nächsten Flieger weiß ich das dann...

Insgesamt bin ich aber mit dem Ergebnis zufrieden und habe auch gleich mal alles zusammen gesteckt. Mit Grundierung wird es dann besser aussehen.

Grüße
Willi

Christian Kasper
29.10.2018, 09:03
Hey Willi,

manchmal könnte man meinen du stehst auf Schmerzen...? :D

Großen Respekt! Das sieht wirklich sehr gut aus.

Cheers
Chris

Fly2Heaven
29.10.2018, 12:42
Hallo Willi,
hammermäßig was du da zauberst.

Ich verwende immer den Presto Leichtspachtel, gibt es auch im Baumarkt.
Geht gut zu verarbeiten und zu schleifen.

https://www.motipdupli.com/de/INT/produkte/presto/spachtelprodukte/ipg-1096.html

Bei so einer tollen Feinarbeit bleibt dir wohl nichts anderes übrig, als auch die Blechstöße und Nieten zu immitieren. :D:D:D

Beglast du die Flächen noch? (habe gerade gesehen, die sind ja beglast):)

Den Erstflug würde ich auf jeden Fall vor dem lackieren machen, man weiß ja nie:D

Mach weiter so. Nach der Grundierung bitte nur eine sehr dünne Deckschicht aufbringen, um etwas Gewicht zu sparen, dann Decails und zum Schluss Klarlack. (evl. etwas altern)

Fliegergrüße Thorsten

elektrowilli
31.10.2018, 21:30
manchmal könnte man meinen du stehst auf Schmerzen...? :D



Hallo, Chris,

da könnte was dran sein...

@Thorsten: Den Presto merke ich mir mal. Prinzipiell bin ich eher experimentierunwillig, da ich auf alles allergisch reagiere, was mit Harz und 2K zu tun hat. Den Würth vertrage ich (warum auch immer). Was den Lack angeht: Ich habe jetzt 5 Dosen Grundierung verbraucht. Da geht das meiste daneben und von dem was drauf geblieben ist, habe ich den Großteil wieder abgeschliffen. Die Oberfläche ist aber immer noch so, dass auf jeden Fall auch noch 1x Spritzspachtel drauf muss. Den werde ich aber auch wieder fast bis aufs Blech abschleifen. Denke, dass ich mit den prognostizierten 250g Mehrgewicht auf der sicheren Seite bin. Nieten wird es keine geben, aber Blechstöße werde ich andeuten. Das mache ich mit Ölfarbe und Wattestab nach dem Klarlack. Freue ich mich schon drauf...

Erstflug vor dem Lackieren? Da wäre Jörg (Lehrmeister und Lackierer) sehr dafür und wenn er darauf besteht, muss ich mich fügen. Möchte ich aber ungern, da sonst der Zeitplan mit Nordhausen nicht aufgeht. Da ich den Akkus an die 170-180A abverlangen muss, will ich das nicht in der kalten Jahreszeit tun, sonst sind sie hin (Lipoheizkoffer hin oder her). Dann gibt es auch noch esoterische Argumente. So hat bisher noch jedes von Jörg lackierte Modell überlebt. Außerdem hat es sich bewährt, dass ich den Erstflug (bei sensiblen Modellen) nicht selbst mache. Das macht ein sehr cooler Freund aus Norderstedt, und der steht mir auch erst im Frühjahr wieder zur Verfügung. So ich Jörg überredet bekomme, wird sie also "schön" flügge.

Ich hatte mir noch Gedanken über die Verkabelung gemacht. Damit die Servokabel den Fahrwerken nicht ins Gehege kommen, habe ich Kabelkanäle gebaut.

Grüße
Willi

Michael H.
01.11.2018, 15:05
Hallo Willi,
weil Du oben die Akkus erwähnt hast - speist Du die beiden Antriebe aus einem Pack oder bekommt jeder seinen eigenen Akku? Vor der Frage stehe ich nämlich gerade bei der Vigilante - wenn ich 2 Stück 8000'er 6S (Red Power) nehme, dann ist das rund 500g leichter als 4 x 6S 4000'er (SLS Quantum). Aber dafür hätte ich dann halt auch rund 200 A - zumindest beim Start. Aber selbst im Flug gehen dann um die 60- 100 A durch den Akku.

LG
Michael

elektrowilli
02.11.2018, 19:52
Hallo, Michael,

ja, ein Akku für beide Antriebe. Ausschlaggebend war das Gewicht und die kompakteren Baumaße. Hatte ich auch lange gegrübelt. Die Einsatzmöglichkeiten von 6S 4000ern sind ja ungleich größer und ärgerlicher Weise habe ich auch kein weiteres Modell für 12S 8000er. Bei meinen Flugaktivitäten besteht also eine große Wahrscheinlichkeit, dass sich die Dinger kaputt liegen. Ich hätte auch noch 2x 6S 4500er gehabt. Da noch ein Satz dazu bestellt und ich hätte 12S 9000 gehabt, was mir von der Kapazität sehr gut gefallen hätte. Aber eben noch mal schwerer. Parallel geschaltet hätte ich sie aber auf jeden Fall. Jeder Antrieb mit separatem Akku gefällt mir nicht (gabs auch mal einen interessanten Beitrag von Wemo-Olli drüber).

Die RedPower werden ja als besonders niederohmig angepriesen. Die von dir prognostizierten 200A sind damit wohl tatsächlich nicht ausgeschlossen. Sie sind mit 30C geratet. Wenn das einigermaßen seriös ist, sollten kurzzeitig 200A ja machbar sein. Habe bisher noch keinen gesprochen, der sie derart belastet. Jürgen fliegt sie eher bis 150A. Wir werden sehen...
Da wir ja nicht nur gleiche Antriebssets haben, sondern wohl auch ähnliche Kanalverhältnisse, bin ich sehr gespannt, wie das bei uns aussehen wird.

Grüße
Willi

elektrowilli
04.11.2018, 16:16
Sodele,

Ruderhörner und Landeklappenscharniere sind verklebt, die Servos sind eingebaut und die Verkabelung für die Flächen ist auch fertig. Der Kabelkanal in der Fläche musste noch etwas versetzt werden, damit die Strippen an einer sinnvollen Stelle den Rumpf treffen (nämlich da, wo mein Schacht ist). Erste Grundierung ist drauf, es besteht aber noch weiterer Schleifbedarf. Landeklappen sind auch noch nicht angelenkt.

Grüße
Willi

PS: Es gibt wohl kein weiteres Flugzeug, bei dem sich schwarz-rot-goldene Servokabel mit weiß-blau-roten so symbolträchtig miteinander verbinden lassen, wie die Mig-29!:D:D

Daniel Jacobs
04.11.2018, 16:24
Wahnsinn was Du aus dem Kit gemacht hast.

Gruß.

Mini-Boy
05.11.2018, 21:49
Beachtlich wie sauber und ordentlich du deine Flieger und Hubis baust.
Schön finde ich auch wie sauber du im "Inneren" des Fliegers arbeitest.
Ich lese deine Berichte gerne!
Danke

elektrowilli
07.11.2018, 23:06
Danke, Daniel und Uli, freue mich über jedes Feedback.

Komme gerade aus der Badewanne, und da habe ich immer so Ideen. Könnte an dem Glas Rotwein liegen, das ich dabei trinke;)
Ich habe ja nun kein Seitenruder (auch wenn es so aussieht als ob). Wäre es denkbar, hier mit den Impellern einen vergleichbaren Effekt zu erzielen? Wenn ich die beiden Regler nicht mit einem Y-Kabel verbinde, sondern auf getrennte Empfängerkanäle lege und (nicht vorhandene) Seite auf Gas mische? Also bei Seite links den linken Impeller drossele? Die Impeller haben immerhin 24cm Abstand voneinander, damit sollte man doch ein Drehmoment um die Hochachse erzeugen können? Also quasi Vektorsteuerung für arme Willis...
Ist das jetzt eher eine Schnapsidee oder eine umsetzbare Rotweinidee?
Glaube nicht, dass ich der erste mit dieser Vision bin, drängt sich bei zweimotorigen Fliegern ja förmlich auf (wenn es nicht gerade eine Do335 ist:D:D). Hat das mal jemand probiert? Wurde das hier schon mal diskutiert?

Ansonsten schleife, spachtel und grundiere ich fleißig…

Grüße
Willi

gandhara05
08.11.2018, 00:32
Ich hatte das mal probiert bei einer geschäumten SU. Es passiert was, ist aber als Seitenruder wenig zu gebrauchen. Gibt ja auch genug Jets die mit nur einem Triebwerk auf einer Seite fliegen und dann nur die Schubachse geringfügig mit einem Seitenzug versehen. Am Boden hast du doch ein lenkbares Bugfahrwerk und in der Luft wirst du es nicht wirklich brauchen. Bei einer Landung mit Seitenwind wäre es vielleicht hilfreich. Wieso hat sie denn kein Seitenruder ?
Bau doch die OVT nach und bastel dir schöne Vektordüsen. Du machst da ja eh schon fast ein neues Modell draus :D

Savoy73
08.11.2018, 07:22
Moin Willi,

das separate Drosseln auf dem Gaskanal würde ich mir sparen. Der Effekt, das sie um die Hochachse dreht, wird sich nicht einstellen.

P.S Ich hatte im Juni mein Erstflug mit der Mig29 von Klühr. Ich konnte zwar nur zwei Runden drehen, weil der rechte Antrieb beim ersten Anflug sich kompl. abgestellt hat. Ein negativen Einfluß auf das Flugverhalten konnte ich nicht feststellen….ausser das sie deutlich an Geschwindigkeit abgenommen hat :-) Im weiterem Verlauf konnte ich die Mig29 mit „Vollgas“ sicher landen :)

Gruß Frank

elektrowilli
08.11.2018, 07:55
Hallo,

danke für die schnellen Antworten. Dann verwerfen wir die Idee also. Der resultierende Vektor hängt ja nicht nur vom Abstand der Impeller, sondern eben auch von der Länge der Schubrohre ab.

Warum ich kein Seitenruder habe? Mehrgewicht, Versteifung der Leitwerke erforderlich und eigentlich bin ich auch eher ein "Seiten-Muffel". Richtige Vektorsteuerung wird es auch nicht geben.

Grüße
Willi

elektrowilli
11.11.2018, 13:01
Hallo,

Flächen sind nun ausreichend gespachtelt und geschliffen. Noch ein mal Spritzspachtel und mit 320er schleifen, dann kann (könnte) Lack drauf;)

Die Landeklappen sind jetzt fertig angelenkt. Elende Fummelei, wenn das Servo am Deckel hängt. Mein Servoarm gibt bei Vollausschlag einen Landeklappen-Winkel von gut 40° her. Ich könnte den Arm noch einen Tick länger machen, bevor er an der Flächenunterseite anschlägt, bin aber eigentlich so zufrieden.

Dann noch mal für das Poser-Foto alles zusammengebaut. Bei dem Bild von vorne sieht man das Dilemma mit dem Höhenleitwerk: Die rechte Seite (in Flugrichtung) steht höher als die linke, wobei das Bild etwas täuscht, da die Leitwerke hinten nur getapt und nicht genau ausgerichtet sind. Das ist das Resultat des immer noch leicht verdrehten Rumpfes. Ich konnte damals mit dem Fön nur etwa 50% des Fehlers korrigieren. Jetzt will ich die Leitwerke also noch mal neu bauen und die Strongalrohre so schief in die Leitwerke kleben, dass die Verdrehung kompensiert wird.
Herr Zahn hatte schnell und unbürokratisch zwei neue Leitwerke geschickt, diesmal sogar mit kohleunterlegtem Balsa. Die neuen Leitwerke sind vom Nasenprofil deutlich flacher geschliffen, haben 10mm mehr Flächentiefe und so elliptische Randbögen, dass ich sie nicht so ohne weiteres in eine scale-gerechte Form schleifen kann. Aber das wird schon...

Grüße
Willi

elektrowilli
18.11.2018, 08:22
Hallo,

Höhenleitwerke, Klappe die zweite...
Vorweg: Plan ging auf. Ich habe die Strongalrohre leidlich "frei Schnauze" schief in die Leitwerke geklebt, hab es damit aber ziemlich genau getroffen (siehe letztes Bild). Also der Rumpf ist immer noch leicht verdreht, die Flächen haben aber den gleichen Anstellwinkel und die Leitwerke sind korrekt nach den Flächen ausgerichtet. Also gute Voraussetzungen, dass die Kiste später mal geradeaus fliegen kann.

Zu den Leitwerken selbst: Die Randbögen habe ich gekappt und eine CFK-Rippe verklebt. Mit einem weiteren CFK-Teil habe ich dann das gewünschte Randbogenprofil vorgegeben, mit Balsa aufgedoppelt und in Form geschliffen. Durch die CFK-Teile bekommt man jetzt präzise Kanten und Übergänge. Neues Rohr mit neuer Verdrehsicherung (bewusst schief) eingeklebt, beglast und oberflächenbehandelt wie beim ersten mal. Die Wurzelrippe habe ich diesmal auch aus 0,5mm CFK gemacht, das bringt noch mal etwas Torsionssteifigkeit. Insgesamt sind die Leitwerke 20g leichter geworden, da ich (mutig) die Wandstärke des Strongalrohrs von 1,5mm auf 1mm reduziert habe. An der entscheidenden Stelle zum Rumpfübergang steckt jetzt aber noch ein 10er Buchendübel.

Nicht ganz glücklich bin ich mit der Kinematik (sagt man so?) des Leitwerks. Durch die starke Pfeilung des Leitwerks und dadurch, dass die Drehachse 90° zum Rumpf verläuft, macht die äußere Hinterkante des Leitwerks das 1,5-fache an "Hub" im Verhältnis zur Rumpfseite. Wenn ich an der Rumpfinnenseite also die geforderten +/-30mm habe, sind es außen +/-45mm. Ich habe also eine ziemliche Torsionsbeanspruchung des Leitwerks und rein strömungstechnisch (Abreißverhalten) scheint mir das auch nicht glücklich. Originalgetreu ist es sowieso nicht. Die Pfeilung selbst habe ich um etwa 7mm "entschärft", indem ich die Endleiste keilförmig verschliffen habe. Mehr ging nicht, da ich sonst auf dem Styro-Kern gekommen wäre. Da ich die Leitwerke ohnehin nicht nach Plan gebaut habe, ärgert mich das jetzt. Wäre bestimmt machbar gewesen, eine Konstruktion mit schräger (der Pfeilung folgender) Drehachse zu finden. Aber nun bleibt das so.

Grüße
Willi

Christian Kasper
18.11.2018, 10:01
Hallo Willi,

Wie immer, einfach schön. :-)

Du solltest das Leitwerk nur unbedingt auswiegen. Also vorne in die Nase an der Wurzelrippe eine Tasche einarbeiten in die du Blei einfüllen und verkleben kannst. Sonst kannst du Probleme mit Flattern bekommen. Ich weiß, gibt gleich genug Leute die nun aufschreien und sagen "das hab ich noch nie gemacht, ging immer gut!" Akzeptiere ich, strömungsmechanisch ist das auswiegen aber die korrektere Art.

Cheers
Chris

Christian Abeln
19.11.2018, 05:09
Kein Aufschrei, nur eine Anmerkung: Kommt immer drauf an wo die Pendelachse sitzt. Grundsätzlich geb ich Dir aber recht: Sauber bauen und auswiegen macht immer Sinn. Zur korrekten Lage der Pendelruderachse gabs mal irgendwo ein Excel Sheet. Ich finds nur grad nicht mehr. Wenn gewünscht geh ich nochmal auf die Suche.

elektrowilli
21.11.2018, 18:27
Hallo, 2xChris,

da habt ihr mich jetzt doch verunsichert. Das Thema "Auswiegen" wurde auch bei Turbinen-Mig mal kurz angedeutet, eine direkte Empfehlung gab es aber (auch vom Hersteller) nicht. Dass die Drehachse besch... liegt, sieht man beim ersten Draufschauen. Auch MaHö hatte mich ja weiter vorne schon drauf aufmerksam gemacht. Nur kann ich da nichts machen. Die Achsdurchführung im Rumpf ist relativ fix, und wenn ich hinten 2cm Überstand des Leitwerks nehmen soll, bin ich festgelegt. Die schräge Achse wäre in jeder Hinsicht die Lösung gewesen, aber das Thema ist durch.

Womit müsste ich rechnen, wenn ich sie nicht auswiege? Ruderflattern wäre doof, aber spielt das Gewicht hier wirklich eine Rolle? Da die Achse ja deutlich vor dem Flächenschwerpunkt liegt, sollte ich doch eigentlich so etwas wie ein "Nachläufer-Leitwerk" haben, das sich selbst stabilisiert. Oder habe ich hier einen Denkfehler?
Ganz sicher zu erwarten und doof sind die Kräfte auf die Servos, und das besonders bei Start und Landung, wenn es holpert. Hier hatte ich mal festgelegt, dass meine Hitecs das abzukönnen haben. Bin ich da zu mutig?

Habe sie jetzt mal ins Gleichgewicht gebracht: Ich bräuchte vorne je 80g, das ist doch Wahnsinn! Irgendwelche Kompromiss-Ideen?

Grüße
Willi

Bernd Gregor
21.11.2018, 19:40
Hallo Willi,

Beim Kräftigen Servo mit einem ordentlichen Getriebe wird es schon halten. Ich hab jetzt nicht gelesen welche Servos verbaut werden. Ich würde den Ruderkräften angepasste Servos einbauen und nicht eine Nummer Größer wählen um die unvermeidbaren Stöße abzufangen. 80gxG-Belastung ist eine menge die erstmal abgefangen werden muss.
Das Flattern kann ich mir bei dieser Anordnung auch nicht vorstellen, aber beim Start und vor allem beim Landen muss das Servogetriebe ordentlich wegstecken wenn die Ruder nicht gewuchtet sind.

Ich würde die Ruder wuchten

Gruß Bernd

Funflyer 69
21.11.2018, 22:51
Hallo Willi,

wenn sie beschichtet und lackiert sind, brauchst Du 100g je Seite. Ich würde das Wuchten bleiben lassen....

Warum? Weil es in meiner F-14 mit Tailerons in Kuchenblechgröße auch ging. Kräftige Servos und spielfreie Anlenkung vorausgesetzt. In dieser Größe reichen locker HS-645 oder DES-707....

Zumindest ist meine F-14 nicht wegen Ruderflattern abgestürzt...:D

Gruss
Sascha

BZ-Bernie
22.11.2018, 11:48
Hallo Willi,

leg doch bitte mal alles zusammen auf die Waage. Langsam werde ich skeptisch ob die beiden 90 iger überhaupt reichen.

Dem Modell ist es egal. Die 29 fliegt auch noch 18 oder 20 kg, aber dafür braucht man ordentlich Dampf.

Gruss

Bernd Zahn

elektrowilli
23.11.2018, 16:21
Hallo,

@Bernd und Sascha: Hier steht es also 1:1. Ist ja wie mit Engelchen und Teufelchen auf der Schulter. Bin geneigt auf Sascha zu hören, bequemer ist es allemal. Als Servos habe ich Hitec HSB-9485SH im Einsatz, also "Highend"-Servos der 26kg-Klasse. Mehr kann man da vermutlich nicht tun.

@Berni: Das Gesamtgewicht hat man als Elektroflieger natürlich immer im Monitor:cool: Mittlerweile lässt sich das Endgewicht auch ziemlich gut abschätzen, da ja nicht mehr viel fehlt. Es läuft trotz meiner Spachtelexzesse auf etwa 11,6kg hinaus, aus meiner Sicht völlig im grünen Bereich. Mal 90N effektiven Schub angesetzt also Schub/Gewicht von gut 0,75. Pilot mit Wanne könnte notfalls auch am Boden bleiben, dann noch mal 250g leichter. Bedenken?

Grüße
Willi

BZ-Bernie
24.11.2018, 11:17
So geht´s! :):)

Gruss

Bernd Zahn

"M"
24.11.2018, 12:06
Moin,

tolles Prjekt hier!:cool:

@Willi,
bleibt es bei den 12S MidiEvo 90 mm Antrieben mit den Het 700-68-1125 Motoren?
...oder gingen gar 14S Antriebe?
Von den 700 er Het Motoren gibt´s auch 900 oder 750 kv Versionen.
http://www.highendrc.com/index_eproduct_view.php?products_id=205

Grüße
Meinhard

elektrowilli
25.11.2018, 16:47
Moin, Meinhard,

na den Link hätte ich früher gebraucht! Die 900er und 750er kv-Motoren kannte ich nicht. Wieso werden die von Schübeler und Wemotec nicht angeboten? Die 14S hätten mir jedenfalls deutlich besser in mein Lipo-Konzept gepasst. Aber nun sind die Messen gesungen, da ich alles für den 12S-Betrieb beisammen habe.

Hutzen und Haken, Bubbel und Beacon. Auch die Arme für die Speedbrakes habe ich noch mal etwas gefälliger gestaltet. Alles willkommene Vorwände, sich noch nicht um die Einläufe kümmern zu können...;)

Grüße
Willi

elektrowilli
25.11.2018, 16:51
Hutze und Bubbel fehlt...

Grüße
Willi

Michael H.
25.11.2018, 21:04
Hallo Willi,
wenn ich mir Deinen Flieger so im Vergleich mit dem Original anschaue: Du baust zu sauber ;). Die echte hat ja viel mehr Dellen und Beulen :D

Ich hab mir mal Deine Gewichtsliste angeschaut - ist echt witzig, aber wir liegen auch mit unseren Einzelteilgewichten fast gleichauf. Nur habe ich wohl bei einer Fläche irgendwo Mist gebaut und habe 70g Unterschied zwischen rechts und links :(
Und um die Kanäle drücken wir uns auch beide noch rum. Ich überlege sogar, meine Vigilante ohne Einlaufkanäle auf den Erstflug zu schicken. Wenn's fliegt, kann ich immer noch Kanäle bauen, wenn nicht, dann hab ich mir wenigstens die Arbeit gespart. Naja- bis zum Erstflug wird's noch eine ganze Weile dauern.

LG
Michael

elektrowilli
01.12.2018, 16:12
Die echte hat ja viel mehr Dellen und Beulen :D



Hallo, Michael,

also das ändert sich schlagartig, wenn ich mal eine Gegenlichtaufnahme mache...:D

Ganz wichtig war mir jetzt, dass meine Felgen schöner werden. War ja nicht mit anzusehen.;)
Höhenleitwerke und Flächen wurden von Jörg mit Spritzspachtel behandelt, den ich weitgehend auch schon wieder abgeschliffen habe.

Und dann habe ich mich endlich mal aufgerafft, alles Zeugs ins Modell zu schmeißen und zu schauen, wo ich mit dem Akku hin muss. Dazu habe ich im Schwerpunkt kleine Schräubchen in die Flächenübergänge geschraubt und den Flieger an einer Stange hochgehoben. Große Erleichterung: Der Akku muss genau dahin, wo ich ihn erhofft hatte. Keine Kabelverlängerungen nötig und der Akku ist gut durch den großen Deckel zugänglich. Nun kann ich mich also an die letzten Spanten und die Einläufe machen.

Grüße
Willi

elektrowilli
08.12.2018, 09:49
Hallo,

letzte Spanten und Akkubrettchen haben ihren Platz gefunden. Die Akkubrettchen sind vorne gesteckt und werden hinten verschraubt. Die Akkus werde ich fest mit den Brettchen verheiraten, habe eh keinen weiteren Flieger dafür. Dann habe ich definierte Schwerpunktverhältnisse und kein lästiges Gefummel mit Klettbändern.

Weiter mit den Einläufen...

Grüße
Willi

elektrowilli
16.12.2018, 07:31
Hallo,

wieder etwas weiter. Als Basis für die Einläufe habe ich die Reste der WeMo-Verlängerung verklebt, wäre ja sonst schade um das Material. Zum Ausrichten habe ich mir wieder eine Hilfskonstruktion gebaut. Gerade noch rechtzeitig daran gedacht, die Schubrohre in den Rumpf zu stecken, bevor ich die Rohre verklebt habe. Sonst wäre es zu spät gewesen.

Für die closed duct-Variante habe ich mir entsprechende Rohre gewickelt. In einem anderen Beitrag hier gab es ja auch wieder die klassische Diskussion bezüglich open und closed duct. Ich bin da immer noch hin- und hergerissen, habe aber nun die Option, beides zu testen. Hebt die Kiste bei Windstille auf Rasen ab, dann bleibt es bei closed duct. Ansonsten teste ich die Trichterlösung. Oder ich mache eine Hybrid-Variante: starte mit der linken Seite und fliege mit der rechten:D:D

Der Alarmstart von Michaels Vigilante hat mich überzeugt, dass die 90er ausreichend sind. Ich werde die Einlauffläche daher für die 90er optimieren, also kleiner machen als ursprünglich geplant und damit Luftüberschuss vermeiden.

Den vorderen Spant im Rumpf hatte ich seinerzeit zertrennt, um Platz für die Bugfahrwerksmechanik zu bekommen. Das hatte ordentlich Stabilität gekostet, nur durch das Einschrauben des Fahrwerks wurde er wieder etwas steifer. Hier habe ich mit einem "Bügelspant" wieder für Festigkeit gesorgt. Hatte zur Folge, dass ich meine Cockpitwanne kürzen musste. Ist aber bei geschlossener Haube im nicht sichtbaren Bereich.

Grüße
Willi

Michael H.
16.12.2018, 22:14
Hallo Willi,
von Deiner perfekten Bauausführung kann ich mir noch locker drei Scheiben abschneiden.
Ich wünsch Dir auf jeden Fall, dass Dein Erstflug etwas entspannter wird als meiner ;).
Schub ist auf jeden Fall genug da !
LG
Michael

focke100wulf
17.12.2018, 08:46
...

Der Alarmstart von Michaels Vigilante hat mich überzeugt, dass die 90er ausreichend sind. Ich werde die Einlauffläche daher für die 90er optimieren, also kleiner machen als ursprünglich geplant und damit Luftüberschuss vermeiden.
...

Guten Morgen Willi,

bevor du wieder das Schneiden und auseinanderreißen anfängst bedenke bitte. :)

Wenn die Einlauffläche optisch soweit zu deiner Vorstellung passt, lass sie. Du verbaust dir nichts.

Es gibt bei den Impellern nicht "zu viel Luft" oder "Luftüberschuss".:) Das ist ein Märchen, dass sich irgendwie mal festgesetzt hat. Du wirst es mit normalen Mitteln nicht schaffen, Staudruck vor dem Impeller aufzubauen. Der Druck vor dem Impeller wird sich maximal aufs Gleichgewicht einpendeln. Also Umgebungsdruck. Da hast aber dann gut gearbeitet.
In 99,99% der Fälle bleibt ein Unterdruck vor dem Impeller. Unterdruck bedeutet immer "relative Unterversorgung" mit Luft und sollte somit immer als schlecht angesehen werden. Je geringer im Stand der Unterdruck fühlbar oder messbar ist, umso effizienter kann der Impeller arbeiten. Eine größere Einlauffläche hilft dir die Effizienz im Flug zu steigern, weil mehr Luft zur Verfügung stehen wird.
Unabhängig davon ist die Diskussion von Closed oder Open Duct. Das kannst du machen wie es dir besser gefällt. Beides ist gut, sofern es sauber gebaut ist.
Ich selbst bin ein Verfechter von Closed Duct, baue aber meine Einlaufflächen maximal groß und halte nichts davon, sie auf 90% der Ringfläche einzuschnüren, wie oft zu lesen ist. Wenn es optisch sein muss, soll es so gut sein. Aber wenns optisch nicht stört, tendiere ich immer zur größeren Fläche. Damit kann man sich auch mit Closed Duct an die psychologisch wichtigen Standschubwerte bei Open Duct annähern.

Staudruck vor dem Impeller zu generieren ist physikalisch gar nicht möglich. Um dass zu schaffen müsste hinten mehr rauskommen, als vorne reingeht. Bei den Turbinen ist das anders. Die führen ja der eingesaugten Luft Treibstoff zu und entzünden, was das Volumen und somit den Schub erhöht. Das sind aber komplett unterschiedliche Systeme.
Bei uns kannst vielleicht bei Vollgas im 90 Grad Sturzflug aus 800 Metern Höhe Staudruck erzeugen, der möglicherweise bremst. Aber da ist es dann eh schon egal. :D

Willi, tolles Flugzeug hast du da gebaut. Ich bin beeindruckt.

Gruß
Robert

elektrowilli
19.12.2018, 17:55
Hallo, Robert,

danke für die Hinweise! Ich habe mich nicht umsonst so lange vor den Einläufen gedrückt, so unsicher war ich noch nie. Bei allen bisherigen EDF-Modellen galt bezüglich der Einlauffläche: Alles, was geht! Bei der Mig geht nun aber wirklich viel und ich denke, dass man schon nach oben begrenzen sollte. Nach der Schübeler-Lehre gilt für sehr schnelle Jets (was die Mig nicht wird), dass man auf bis zu 90% der freien Fläche einschnüren kann. Hieße für einen 90er mit 51cm² freier Fläche also ca. 46cm². Ein anderer Hersteller-Hinweis war, bei einem 90er 70cm² Einlassfläche nicht zu überschreiten (offensichtlich ist es also doch sinnvoll, nicht mit einem großen Trichter zu fliegen). Diese 70cm² sind dann aber eher für Optimierungen hinsichtlich Standschub anzusehen. Auch die "BZ-Test-Mig" flog nach Herstellerangabe mit 70cm² (wenn sie denn flog:D). Ich hätte aber nun gerne eine Optimierung hinsichtlich Effizienz im Normalflug...

Um es kurz zu machen: Ich habe mich für eine (lichte) Einlauffläche von ca. 58cm² entschieden, also ein ganzes Stück größer als die freie Impellerfläche, aber deutlich kleiner als die 70cm². Wegen der Länge der Einlaufkanäle und der daraus resultierenden Druckverluste "überfüttere" ich den Impeller also etwas, wie es ein freundlicher Berater ausdrückte (weihnachtliche Grüße nach Apolda!).

Dadurch, dass die Einläufe jetzt nicht vollständig geöffnet werden, habe ich natürlich höheren stirnseitigen Widerstand, den ich schlecht abschätzen kann. Andererseits erzeugt der vorne Auftrieb, was mir vielleicht beim Start hilft, da ich ja nur einen recht kleinen Anstellwinkel habe. Ist schon alles komplex...;)

Michaels Vigilante wurde jedenfalls neben seinem Können durch Standschub gerettet, den ich so nicht haben werde. Jedenfalls nicht mit closed duct. Aber ich habe ja die Trichter-Option und genug Luft werde ich im Rumpf haben.
Bilder kommen am WE, wenn ich etwas weiter bin.

Grüße
Willi

focke100wulf
20.12.2018, 00:59
Hallo Willi
mach wie du willst.:)

Ja man kann einschnüren. Das ist aber immer ein Kompromiss um die Optik nicht zu stören. Man hat einfach nicht die Fläche und versucht deshalb ohne zu große Verluste maximal einzuschnüren. Mit einer besseren Versorgung im Flug hat das nichts zu tun. Hier ist schlichtweg der Impeller zu groß für die Ansaugfächen.

Wenn du meinst dass deine Fläche jetzt der beste Kompromiss ist, soll es so gut sein. Aber den Quatsch von überfüttern, zu viel Luft oder Auftrieb im Ansaugkanal und Widerstand an den Stirnwänden des Einlaufs glaube bitte nicht. Völliger unsinn!

Wenn du die Effizienz steigern willst, mach die größtmögliche Fläche. Wenn genug Platz da ist, mach die Fläche halt Scale zum Original.

Zu viel Luft geht nicht.

Gruß Robert:)

elektrowilli
21.12.2018, 14:04
Wenn du die Effizienz steigern willst, mach die größtmögliche Fläche.
Zu viel Luft geht nicht.


Hallo, Robert,

da glaube ich nicht dran. Meine aktuelle Effizienz-Benchmark ist meine Lippisch P20, fliegt ebenfalls mit 90er. Hier habe ich bewusst auf 90% (also Durchmesser 76mm) freie Fläche eingeschnürt. Vorne wie hinten. Das Teil ist sauschnell und super sparsam "im Verbrauch". Nun ist das ein flutschiger Flieger ohne überflüssigen Schnickschnack und mit idealen Kanalbedingen und mit der Mig nicht zu vergleichen. Ich kann mir aber beim besten Willen nicht vorstellen, dass ich irgendwas verbessern würde, wenn ich ihr das Maul weiter öffne. Außer den Standschub. Und der ist mir bei der Lip völlig schnuppe.

Aber ich finde es interessant, dass es selbst zu so grundsätzlichen Dingen wie open und closed duct bzw. die Gestaltung der Einläufe so unterschiedliche Ansichten gibt. Offensichtlich sind unsere Modelle an dieser Stelle toleranter als wir manchmal glauben:D

Grüße
Willi

Daniel Jacobs
21.12.2018, 15:54
Das mit der Maximalen Fläche kann Ich auch nicht verstehen. Ich würde Maximal die Ringfläche des Impellers nehmen,mehr braucht der Fan ja einfach nicht. Wenn bei höheren Geschwindigkeiten mehr Luft in die Kanäle gedrückt wird als der Fan verdauen kann, dann bremst es ja wieder. Einzig bei Kanälen die ihrem Namen nicht gerecht werden, würde Ich etwas mehr als die Ringfläche nehmen. Aber Du kannst ja hier richtig ordentliche Kanäle einbauen.

Und mach komplett geschlossene Kanäle, die Flugdynamik wirds Dir danken.

Gruß.

focke100wulf
21.12.2018, 17:36
Hallo,

wenn ihrs nicht gaubt, kann ich euch auch nicht helfen. Dann glaubt weiter was ihr für richtig haltet. Freies Land, freie Meinung:) Dann halten wir halt das schöne Ammenmärchen weiter am Leben.:)

Frage:
Wo soll denn der Überdruck herkommen der nicht verarbeitet werden kann? Wir sind hier nicht bei den Turbinen. Wir erhöhen nirgends das Volumen. Es geht auf annähernd Druckgleichheit und Gleichheit der Geschwindigkeiten im Luftstrom raus, aber selten, und vor allem in den für Impeller typischen Geschwindigkeiten wird Unterdruck bleiben. Es ist nur ein Rohr mit einem Propeller drin.

Selbst der blutigste Aerodynamiklaie muss erkennen, dass Unterdruck bedeutet, das es an Luft fehlt, wenn man das mal so laienhaft ausdrücken kann. Wenn ich einem Impeller einen Kanal vorschnalle oder dessen Öffnung irgendwie verbaue, wird sich Unterdruck einstellen.

Die effizientesten Lösungen sind tatsächlich die Aufsatztriebwerke bei den Seglern. Wo einfach nur eine Einlauflippe vorm Impeller ist.

Willi, du kannst nicht verstehen, was sich bei der Lippisch verbessern soll, wenn mehr Fläche vorhanden wäre, außer der Standschub. Siehst aber in dem Zug nicht, dass du dir selbst im nächsten Satz gleich die Lösung schreibst. Ja den Schub wirst du erhöhen! Und das wird sich auch im Flug nicht Ändern. Du bist jetzt nur im Stand schon näher an einer effizienteren Auslegung des Fans.
Wenn hier Profis von dynamischem Schub und Standschub sprechen, wissen die wahrscheinlich nur selbst am besten, was da jetzt gemeint ist. Es mag nicht verkehrt sein, aber in welchem Gesetz man da jetzt unterwegs ist um die beiden Schübe im Namen so zu unterscheiden, müsste halt auch immer erklärt werden. Ums physikalisch zu erklären, gehört schon ein bisschen was dazu.

Andersrum, wir stilisieren in der Allgemeinheit unsere Impeller gerade auch ein wenig hoch und Überschätzen deren Können. Wenn wir die Aerodynamik moderner Fans aus der manntragenden Luftfahrt nehmen und das als Lamborghini bezeichnen, sind wir hier im Impellerforum maximal mit einem lahmenden Esel unterwegs.:D
Bei uns geht vieles, weil das alles einfacher gehalten ist als man meint.


Aber bevor jetzt eine Streiterei losgeht. Jeder soll machen wie er meint. Worüber wir hier sprechen sind Nuancen, die im Flug wahrscheinlich niemandem auffallen werden. Ein schlechter Akku oder die Flugzeugform haben da weitaus mehr Einfluss. :) Das einzige was sich ändert, ist ein stärkerer Antrieb beim Start.

Liebe Grüße :)

Robert

Funflyer 69
21.12.2018, 23:54
Hallo Robert,

weil es hier noch so schön sachlich zugeht, will ich mich auch mal dazu äußern:

Mit einigen Deiner Thesen hast Du unzweifelhaft Recht. So handelt es sich beim EDF prinzipiell um ein druckloses System und der Standschub ist mit einer möglichst großen Einlaufdüse tatsächlich am größten.

Das Grundproblem ist doch: Interessiert uns der maximale Standschub? Oder wollen wir nicht lieber bei einer Geschwindigkeit zwischen 150 und 300 möglichst effizient unterwegs sein? Oder beides zusammen? OK, ok, letzteres geht meines Erachtens gar nicht....

Ich habe mal meinen Picasso rausgelassen und schnell etwas skizziert:

2062407

Die untere Variante - und das ist wohl unstreitig - produziert den größten Standschub. Und der ist mir sowas von egal.... Denn cruise ich mit wenig oder Null-Gas einfach so am Himmel rum, dann produziert dieser Trichter selbstverständlich einfach nur unsinnigen Widerstand und bremst mein Modell blöderweise unnötig ab. Und diese geringe Geschwindigkeit muss ich beim anschließenden Gasgeben immer wieder aufholen. Das kostet wiederum dummerweise elektrische Energie.

Und an dieser Stelle: Wer hat denn den gesamten Flug Vollgas anliegen? (OK - ich kenne ein zwei Leute - aber bei denen ist die Aerodynamik wiederum vollkommen egal!:D).

Die Einschnürung auf die Ringfläche - m.E. eigentlich das effektivste System - führt dazu, dass im Kanal vor dem EDF kein Unterdruck herrscht und der minimale Luftwiderstand gegeben ist.

Kompromisse beherrschen den Alltag. Und so war ich derjenige, der Willi die 58 cm² empfohlen hat:cool:.

So liegt zum Beispiel ein Problem unserer heutigen EDF's darin, dass die gebauten Flugzeuge (wie hier Willi's MiG) im Leben nicht die Strahlgeschwindigkeit des verbauten Antriebes erreichen. Wenn dazu noch relativ kleine EDF's (also mit - relativ zur Modellgröße gesehen - geringen Standschub) verbaut werden, dann versuche ich "die goldene Mitte" zu finden. Etwas erhöhter Einlaufquerschnitt bei noch vertretbarem Widerstand. Wobei natürlich Widerstand immer schei.... ist.

Und da haben wir noch nicht über offene Systeme philosophiert:D!

Schöne Weihnacht Euch allen!

Sascha

focke100wulf
22.12.2018, 05:17
Die untere Variante - und das ist wohl unstreitig - produziert den größten Standschub. Und der ist mir sowas von egal.... Denn cruise ich mit wenig oder Null-Gas einfach so am Himmel rum, dann produziert dieser Trichter selbstverständlich einfach nur unsinnigen Widerstand und bremst mein Modell blöderweise unnötig ab.


Hallo Sascha,

Na dann erkläre doch bitte was diesen Schub N am Boden so gewaltig von den Schub N im Flug unterscheidet?





Die Einschnürung auf die Ringfläche - m.E. eigentlich das effektivste System - führt dazu, dass im Kanal vor dem EDF kein Unterdruck herrscht und der minimale Luftwiderstand gegeben ist.


...

Wow. Das ist ja mehr als falsch..
Die Einschnürung führt doch erst zum Unterdruck und zum Schubverlust.


Gruß Robert

elektrowilli
22.12.2018, 08:03
Hm,

mit dem ein oder anderen Fehler kann ich leben. Aber mehr als falsch möchte man es natürlich auch nicht machen. Für die Mig ist es jetzt zu spät, aber bei meiner zweiten Lippisch kann ich noch neue Kenntnisse einfließen lassen...

Grüße
Willi

fly-bert
22.12.2018, 08:51
Offensichtlich sind unsere Modelle an dieser Stelle toleranter als wir manchmal glauben:D



..das ist auf den Punkt getroffen...:D

Mfg
Herbert

DieterH
22.12.2018, 09:49
. . .
Das Grundproblem ist doch: Interessiert uns der maximale Standschub? Oder wollen wir nicht lieber bei einer Geschwindigkeit zwischen 150 und 300 möglichst effizient unterwegs sein? Oder beides zusammen? OK, ok, letzteres geht meines Erachtens gar nicht....
. . .


Hier liegt m.E. der Knackpunkt !
Was will Willi mit seiner Mig letztendlich erreichen ?
Will er möglichst viel Speed oder doch eher gute "Aufwärts-Performance" ?
Hat er eine gute, lange Startpiste ?
Ich bin gespannt, wofür sich Willi entscheidet !
Fröhliche Weihnachten allerseits ! :)
Dieter

edf-mike
22.12.2018, 10:13
Hallo ihr lieben . Ihr macht hier folgenden Fehler . Die Mig soll sicher vom Boden starten was die Lippisch nicht braucht . 2 komplett unterschiedliche Anwendungen . Ich würde die Mig mehr in Richtung Standschub auslegen und im Flug etwas verschenken . Was nützt es wenn sie sehr effizient fliegt und der Start unsicher ist . Bei meiner habe ich die Kanäle bis ca 10cm vor die Impeller gebaut . Beim Start bekommen die Impeller also noch zusätzliche Luft durch die anderen Öffnungen im Rumpf . Im Flug konnte ich nichts negatives feststellen .

elektrowilli
22.12.2018, 12:47
Na, endlich mal Leben in der Bude!

@Mike: Ich hatte die Lippisch als Beispiel gewählt, eben weil sie so völlig anders als die Mig ist.

Das alberne Trichter-Bild der Lip war mehr eine versteckte Bitte, mit dem Ton sachlich zu bleiben.

Es ging ja um Roberts These (ich nenn sie mal) "viel hilft viel" bzw. um das "Ammenmärchen von zu viel Luft". Im vom Mod geschlossenen Beitrag Standschub vs. Datenblattwerte war man sich einig, dass der höchste Standschub mit Norm-Trichter gemessen wird. Trotzdem fliegt keiner mit Trichter vor dem Modell (auch meine Lippisch wird das nicht), und das nicht nur wegen der Optik.
Die "effizienten" Ausfahr- oder Aufsetzimpeller haben in der Regel die Aufgabe, den Segler nach oben zu befördern, die Geschwindigkeit ist dabei zweitrangig, entscheidend ist der Schub. Bei den Speed-Seglern ist das anders, aber hier erkaufe ich mir Geschwindigkeit und Schub durch exorbitante Leistung. Nach meiner Meinung wäre es sinnvoll, auch hier auf die Ringfläche einzuschnüren. Aber für einen artgerechten Diffusor braucht man dann ein langes unförmiges Gebilde. Schönes Beispiel war hier der große Paritech-Segler in Scherfede: Mordsgetöse und gut Schub. Aber richtig schnell wurde er erst als der Impeller drin war.

Lange experimentiert hatte ich z.B. mit meinem ersten Spark, der war mir nicht schnell genug. Also Düse um 10% verkleinert. Das hat mich Standschub gekostet und beim Start auch ein paar Watt extra. Trotzdem hat sich die "Performance" deutlich verbessert (merke: höhere Geschwindigkeit trotz geringerem Standschub!), da der Spark die hohe Geschwindigkeit auch ohne übermäßigen Energienachschub halten kann. Offensichtlich hatte ich erfolgreich am äußeren Wirkungsgrad des Fliegers geschraubt. Und so wie man hinter dem Impeller auf das Modell optimieren kann, kann man es auch vor dem Impeller. Die Lippisch ist ein ähnliches Kaliber. Bei der hätte ich statt Standschub lieber Umkehrschub...

Zurück zur Mig: Sie wird kein Rennpferd. Wie Sascha schrieb, wird die Fluggeschwindigkeit immer deutlich unter der Strahlgeschwindigkeit bleiben. Von daher kann ich ihr vorne etwas mehr Fläche gönnen, ohne dass ich den Impeller in Überlast bringe (ich glaube immer noch daran;)). Ziel der Gestaltung von Einläufen und Auslässen war, so viel (Stand-) Schub zu haben, dass sie auf Rasen bei Windstille nach 150m abhebt und im Normalflug möglichst genügsam ist. Keine Ahnung, ob ich das Optimum (für dieses Ziel!) mit meiner Gestaltung getroffen habe. Die von Sascha vorgeschlagenen 58cm² entsprachen jedoch ziemlich genau auch meinem Bauchgefühl. Das sind immerhin 14% mehr als die freie Fläche. Auch die Wemo-Düsen hatte ich ja schon etwas aufgedremelt und damit etwas Richtung Schub optimiert.

Robert schrieb, dass er meine Anmerkungen bezüglich Stirnwiderstand und Auftrieb für Unfug hält. Hier liegt vermutlich ein Missverständnis vor. Ich habe bezüglich der Einläufe bei der Mig wirklich üppige Verhältnisse, zu üppig eigentlich. Selbst nach Abzug meiner reingefrickelten "horizontalen Splitterblades") könnte ich immer noch eine freie Fläche von gut 100cm² realisieren (siehe Bilder #198). Dadurch, dass ich jetzt nur 58cm² öffne, habe ich jetzt Luftwiderstand an den "Prallblechen" des nicht geöffneten Bereichs und durch deren schräge Ausrichtung Auftrieb vorne (also wie ein Spoiler). Da kann ich momentan schlecht abschätzen, ob man unter diesem Gesichtspunkt doch besser weiter geöffnet hätte.

Und nun zu Mikes open duct, der Dauerbrenner hier schlechthin. Ich habe ja diese Option, wenn mir der Schub beim Start nicht reicht. Und da meine Rohre sauber auf die Ansaugtrichter zulaufen, sehe ich tatsächlich wenig Gefahr, viel Effizienz im Flug einzubüßen. Und wenn man sich die Performance und die Flugzeit von Jürgens F20 ansieht, dann kann eine saubere open duct-Lösung einfach nicht ineffizient sein.

Die Einläufe der Mig sind fast fertig, morgen gibt's Bilder.
Ist ja fast eine Weihnachtsgeschichte geworden:D

Grüße
Willi

focke100wulf
22.12.2018, 14:21
Hallo Willi,

was für einen aerodynamischen Unfug du da erklärst. Du wirst im Luftkanal in der Art keinen Auftrieb erzeugen und der Rest ist auch ein zusammengewürfelter Text irgendwelcher vermeintlichen Strömungslehren. Es gehört hier ein bisschen mehr rein als der Begriff Schub wenn du durch die Verengung der Düse schneller wirst. Ist wirklich nicht böse gemeint aber wenn jemand mit Sachverstand hier zufällig das mal liest, stellts ihm die Nackenhaare auf. Es könnte ja auch sein dass jemand, der wirklich was lernen will, da drüber stolpert und auf völlig falsche Wege gebracht wird. Nicht dass noch einer denkt, wie man ohne jegliches Verständnis über die Zusammenhänge hier was reinschreiben kann. :)

Aber gut. Deine Frage ins Forum war ja offensichtlich eh nur eine rhetorische Frage da eh schon klar war wie du es baust. Darum bringt es auch nichts, das technisch Mal vernünftig zu erklären ohne unsere e-impeller Begriffe wo kein Mensch weiß, welche Regel jetzt überhaupt beschrieben wird.
Ich klinke ich aus. Dann kann jeder weiter nach seinen Vorstellungen erklären.
Da der Kanal eh nicht mehr geändert wird, freuen wir uns von nun an einfach über die Entstehung eines schönen Jets.

Gruß Robert:)

elektrowilli
22.12.2018, 15:35
Darum bringt es auch nichts, das technisch Mal vernünftig zu erklären...

Doch Robert, genau das würde mir etwas bringen, selbst wenn es für die Mig jetzt zu spät ist. Ich habe das Thema hier angesprochen, weil ich mir unsicher war/bin. Sascha hatte ich gefragt, da er über mehr Erfahrung verfügt als ich und seine Modelle immer sehr überzeugend unterwegs sind. Bei open und closed duct schwanke ich noch.

Ich weiß, dass hier der eine oder andere Experte mitliest. Vielleicht erbarmt sich ja jemand. Wie du schon sagtest: Es lesen ja auch Anfänger und potenzielle Nachahmer mit. Ich bin durchaus lernwillig, aber ich ändere meine Meinung nicht dadurch, dass man mir sagt, dass ich Schwachsinn rede.

So verstehe ich bis jetzt immer noch nicht, warum es "aerodynamischer Unfug" sein soll, wenn ich schreibe, dass die unten markierten Fläche im Flug Widerstand erzeugen werden und tendenziell meine Nase hoch drücken.:confused:

Grüße
Willi

Funflyer 69
22.12.2018, 16:01
Hallo Robert,
ich schließe mich Willi's Meinung an. Jedesmal wenn hier diese Themen diskutiert werden, entsteht eine rege Diskussion. Ein ordentlicher, gar wisssenschaftlich geführter Nachweis existiert bis heute m.E. nicht. Aber jedesmal kommt jemand (wie Du) daher, und behauptet, dies sei alles "Unfug". Wenn Du doch die nötige Sachkenntnis besitzt, dann "erhelle" uns doch bitte alle. Wir sind nicht beratungsresistent, wir haben nur schon verdammt viele EDF-Modelle gebaut und geflogen (das 2-jährigen Aerodynamikstudium im Rahmen meiner Ausbildung zum Berufspiloten will ich hier mal nicht thematisieren, es könnte ja sein, dass ich dabei einfach nix mitgenommen habe). Wir wären Dir sicher sehr dankbar über eine fundierte Abhandlung. Bisher hast Du nur Behauptungen aufgestellt und die Meinungen Anderer - naja, nennen wir es mal freundlich "zurückgewiesen".

Also bitte: Erleuchte uns!:)

Gruss
Sascha

focke100wulf
23.12.2018, 05:24
Ich bin durchaus lernwillig, aber ich ändere meine Meinung nicht dadurch, dass man mir sagt, dass ich Schwachsinn rede.

Hallo Willi,

schwachsinnig hab ich es nicht bezeichnet. Unfug nur in sachlicher Hinsicht weil zu viele Sachen durcheinandergemischt sind und ohne dich angreifen zu wollen.:)

na gut ... ich versuche mal ein Beispiel obwohl das eigentlich auch schon nicht mehr in deinen tollen Baubericht der Mig gehören sollte:


"Die "effizienten" Ausfahr- oder Aufsetzimpeller haben in der Regel die Aufgabe, den Segler nach oben zu befördern, die Geschwindigkeit ist dabei zweitrangig, entscheidend ist der Schub. Bei den Speed-Seglern ist das anders, aber hier erkaufe ich mir Geschwindigkeit und Schub durch exorbitante Leistung.Nach meiner Meinung wäre es sinnvoll, auch hier auf die Ringfläche einzuschnüren. Aber für einen artgerechten Diffusor braucht man dann ein langes unförmiges Gebilde."

So wie ich das Verstehe meinst du, dass bei einem schnellen Segler einen Diffusor vor dem Impeller sinnvoll sei. Liege ich da richtig?

Das erste hat so eigentlich keinen Bezug zum Einlauf. Das ist das System Massenstrom und Düse. Die Bezeichnung die am Ende immer übrigbleibt ist Schub in N. Und mehr Schub generierst du nur mit mehr zugeführter Energie. Es gibt da nichts anderes. Man unterscheidet da auch nicht in den Begriffen. Es bleibt Schub. Wo gerne gespielt wird ist der Düsenquerschnitt. Aber nur weil wir immer in einem moderaten Stromverbrauch unterwegs sein wollen. Wenn ich die Luftmenge nicht reduziere muss ich die Düse aufmachen um wieder zum niedrigen Strom zurückzukommen. Andersrum: Wenn ich die Düse nicht verändern kann, muss ich den Durchsatz reduzieren wenn der Strom zu hoch ist. Das Ergebnis wird aber immer das gleiche sein. Schub! Und die Geschwindigkeit hängt immer vom Schub ab. Denn dieser erzeugt sie ja. Der Schub wird die Geschwindigkeit solange erhöhen bis es mit dem Widerstand im Gleichgewicht ist. Mal grob erklärt.

Es ist in diesem Zusammenhang völlig unnötig nochmal irgendwas vorm Impeller einzuschnüren. Du hast doch eh nur die Ringfläche zur Verfügung. Aber da sie unverbaut und im Normalfall auch mit einer Einlauflippe ausgestattet ist, wird dir einlassseitig die höchstmögliche Effizienz zur Verfügung stehen. :) Es gibt einlaufseitig nichts effizienteres als nichts vor dem Rotor zu haben.:) Er wird in diesem Fall die wenigste Arbeit mit dem Ansaugen der Luft verbrauchen.

Wenn der Impeller verrohrt wird, schränkt man ihn ein. Schau dir mal das Saugverhalten an. Er saugt nicht schön geradeaus ein. Er zieht auch Luft von der Seite an wenn man ihn lässt, weil er hier den wenigsten Widerstand hat. Hättest in diesem Fall die 70 cm2 würde er sich beim Start leichter tun und im Flug hättest keinen Unterschied gemerkt, weil das mehr an Öffnung nicht viel ausgemacht hätte und der Impeller das locker verarbeitet.:)

Aber nun gut. Zurück zu deinen Fortschritten. Tolles Flugzeug und weiter so.

Liebe Grüße:)
Robert

elektrowilli
23.12.2018, 08:48
Hallo, Robert,

gut, dass wir dich nicht vergrämt haben...

Und Ordnung bei den Begriffen zu halten, scheint mir tatsächlich wichtig zu sein, vermutlich sind wir nicht so weit auseinander.
Die Gretchenfrage war: Gibt es zu viel Luft vor dem Impeller? Ist Einschnüren sinnvoll? Kann ich den Impeller in Überlast bringen?

Zu den Flächenbegriffen: Ein Rohr mit 90mm Durchmesser hat etwa 64cm². Für die wirksame Impellerfläche (nennt man das so?) muss ich aber die "Störfläche" des Motors abziehen. Bleiben bei einem 90er Impeller ca. 51cm² (deswegen heißen die auch so). Diese Fläche habe ich auch mit "Ringfläche" oder "freier Fläche" bezeichnet. Also drei Begriffe für die gleiche Sache, nicht gut.

Ich gehe jetzt davon aus, dass der Impeller auch nur diese Fläche benötigt. Betreibe ich den Impeller (mit Lippe oder Trichter) im Stand, dann nimmt er sich an Luft, was er braucht. Setze ich ihm ein Rohr davor und das ganze in Bewegung, wird es spannend. Und hier gehen unsere Meinungen wohl auseinander.

Meine Theorie: Wenn ich ihm einen großen Trichter vorsetze, dann zwinge ich ihm ab einer gewissen Geschwindigkeit mehr Luft auf als er sinnvoll verarbeiten kann (Überlast). Habe ich eine stirnseitige Fläche, die so groß wie die Ringfläche ist, habe ich immer Unterdruck vor dem Impeller (sagtest du ja auch). Wenn ich den weghaben möchte, dann muss ich vorne weiter öffnen. Sagen wir, wie bei der Mig, auf z.B. 58cm². Das entspricht einem Durchmesser von 85mm. Das heißt, dass ich immer noch einen Diffusor brauche, um auf einen 90er Rohranschluss zu kommen.

Wie komme ich jetzt auf 58cm²? In unserem Fall war es wohl 2 mal Bauch. Vielleicht könnte ein sinnvoller Ansatz so aussehen: Ich weiß in etwa die Strahlgeschwindigkeit der Impeller. Dann schätze (berechne oder weiß) ich die Geschwindigkeit, die das Modell damit erzielen wird. Nehmen wir mal an, ich habe eine Strahlgeschwindigkeit von 250km/h und traue der Mig damit eine Endgeschwindigkeit von 200 km/h zu, also 80% der Strahlgeschwindigkeit. Mir scheint es plausibel ihr dann eine um 20% vergrößerte Ringfläche als Einlauffläche zu geben. Und weil der Einlaufkanal sehr lang ist und Druckverluste produzieren wird noch einen Tick mehr. Das wäre jetzt die Optimierung für Top-Speed. Für Optimierung auf Halbgas könnte die Vergrößerung der Einläufe geringer ausfallen, da ich bei dem Hinterherhinken der Fluggeschwindigkeit hinter der Strahlgeschwindigkeit einen quadratischen Zusammenhang unterstelle.

Warum dann bei sehr schnellen Jets eine Einschnürung auf 90% der freien Fläche empfohlen wird, erschließt sich mir auch nicht vollständig. Das hieße ja, dass der Impeller es mag, wenn er immer aktiv was zu saugen hat.

Interessant wäre auch, ob es für den Impeller jetzt wirklich schlimm wäre, wenn er durch zu große Einläufe von vorne Überdruck bekommt. Dann hätte ich die Einläufe womöglich doch komplett öffnen können...

Und das am frühen morgen zu Weihnachten

Grüße
Willi

Daniel Jacobs
23.12.2018, 09:43
Moin,


ob man einen Impeller in Überlast bringen kann wenn zu viel Luft in den Kanälen ist, kann Ich nicht zu 100% sagen, das aber der Impeller nur eine gewisse Luftmenge in einer gewissen Zeitspanne verarbeiten kann schon, denn die Luftmenge die der Fan ansaugt und nach hinten beschleunigt hängt ja von Drehzahl und Durchmesser ab, dann hat die Steigung der Blätter ja auch noch was mitzureden in Sachen Abstrahlspeed (welche natürlich in Abhängigkeit mit der Drehzahl steht).
Unter Anströmung merkt man dann im Flug teilweise einen Drehzahl anstieg aufgrund vom Staudruck auf den Fan, so das der Motor entlastet wird und seiner Nenndrehlzahl pro Volt näher kommt und so die Drehzahl kurzfristig steigert. Mir kann aber keiner erzählen das man das Spiel mit mehr Luft einfach beliebig weitertreiben kann, sonst würde die Drehzahl des Fans (Motor) ja ins unermessliche steigen um die mehr menge an Luft zu schlucken, denn früher oder Später nimmt man keinen Drehzahl Anstieg mehr wahr.
Die Luft die nicht verdaut wird staut sich dann in den Kanälen oder im Rumpf, je nach System, hört man das im Flug recht deutlich. Das passiert aber nur im Flug, wenn die Luft durch die Vorwärtsbewegung in die Einläufe gepresst wird. Ergo, es bremst. Bei Langsamen Jets, mit Leistung im Überschuss mag das noch gut funktionern. Wenn nun aber der Kanal so ausgelegt ist das der Fan im Stand etwas unterversorgt ist (klar fehlt dann Standschub) dann kann sich im Flug aber auch kein überdimensionaler Staudruck einstellen und der Fan Arbeitet im Nennbereich oder sogar leicht darüber. Auch ist der Äußere Widerstand des Modell aufgrund fehlenden Staudrucks im Rumpf/Kanälen besser so das es einfach weniger Bremst.
Das selbe umgekehrt wenn der Kanal zu klein gewählt wurde, dann fehlt Luft, die bei normaler Fluggeschwindigkeit auch nicht mehr durch Staudruck hinzugefügt werden kann, das merkt man dann beim Fliegen zuverlässig.

Das ein Impeller im Stand mit Lippe Offen eingebaut auch von der Seite Luft zieht ist normal, daher ja auch die Lippe um den Luftstrom von der Seite kommend zu beruhigen, aber wo soll die Seitliche Angesaugte Luft in einem geschlossenem Rumpf herkommen? Daher sind die Prüfstand Messungen mit der VDE Lippe aber aber auch total sinnbefreit, da diese nur den Standfall abdecken, nicht aber den Flugbereich mit nicht näher definiertem Staudruck. Ich hatte selber bei meiner Grumania F100 ne VDE Lippe ins Modell gepresst und dadurch ein Teil offenes System, es ging, aber einen Vergleich mit dem selben Modell und Kanal konnte Ich leider nicht anstellen.
Dann hatte Ich meinen Ersten Makojet mit Offenem System, er Flog genial, Leistung war auch da. Dann hatte Ich meinen 2ten Makojet mit Closed Duct, der Flieger war schwerer, durch Fahrwerk, dickere Akkus usw. Hatte im Stand auch nicht den Schub wie angegeben, da Kanal im Stand eben Leistungsverlust bedeutet. Im Flug sah die Sache dann aber komplett anders aus. Besonders Dynamik, Leistungsausbeute und Speed waren wesentlich größer als bei meinem Mako ohne Einlauf, ebenso das Fluggeräusch. Klar das beschleunigen des Jets hat etwas länger gedauert, als beim offenen System. Allerdings konnte Ich den schwereren Mako mit weniger Leistung auf höhe halten und war flotter bei gleicher Leistung und höherem Gewicht als der Mako mit Offenem System.

Gruß.