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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Schwerpunktwaage



Bernd Jonas
26.10.2004, 21:27
Hallo,
ich bin seit längerem auf der Suche nach einer guten Schwerpunktwaage für Segelflugmodelle von 150 cm bis ca. 300 cm. Rumpfbreite also bis ca. 20 cm.
Ich habe vor einiger Zeit eine bei ebay ersteigert. Sie ist aus Holz, ziemlich "labberig" konstruiert, beide Waagenausleger sind nicht gut gegeneinander stabilisiert. Daher ist das Teil trotz genauer mm-Skala auf beiden Auflagen mehr als ungenau.

Ich suche also eine Waage die:
- oben genannten Modllen entspricht
- Stabil und genau ist
- Holz oder Alu oder <mir egal>
- Einen akzeptablen Preis hat
- Mit der ihr gute Erahrungen gemacht habt.
- Rutschfeste Auflage des Modells bietet
- Evtl. auls "Zuckerl" auch EWD Messung ermöglicht.

Für Eure Antworten danke ich Euch im voraus,

Bernd

Gerald Lehr
26.10.2004, 21:59
Hi Bernd,

mail mal den Bernhard Schlachter an.

Der hat sowas was Du suchst: B.Schlachter@t-online.de

Er schickt glaube ich auch Bilder von der Waage zu, aber nagel mich nicht fest :D :D

Thommy
26.10.2004, 22:32
Hallo,
seit ich das MPX-Teil kenne, finde ich die Schwerpunktwaage nicht mehr ganz so überflüssig.
Damit lässt sich der Schwerpunkt sehr präzise und komfortabel einstellen.
Gruß
Thommy

Bernd Jonas
26.10.2004, 22:40
Hallo,
Danke für den Kontakt zu B. Schlachter. habe ihm gerade gemailt.

Auch die MPX Waage schau ich mir mal an.

Gruss,

Bernd

Bernd Jonas
26.10.2004, 22:55
Hallo,
habe naochmal bei ebay geschaut.
Was haltet ihr von sowas:
http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&category=9156&item=3756513746

Bitte keine Antworten, die den Anbieter und sein Produkt niedermachen!
Ich habe eine sachliche Frage gestellt....

Gruss,

Bernd

Bernd Jonas
26.10.2004, 23:00
bei genauem durchlesen meiner artikel sollte ich mir als erstes mal überlegen eine neue tastatur anzuschaffen... :)

Bernd

Thommy
26.10.2004, 23:05
Kann mit der MPX-Konstruktion nicht mithalten, Bei MPX liegt das Modell auf einer langen Auflage. Bei dem Ebayteil liegst Du auf dem "Rad". Was da bei falschem SP passiert, kann man sich leicht ausmalen.
Die MPX-Sp-Waage hat allerdings auch ihre Grenzen, was Gewicht, Rumpfbreite und -höhe angeht.
Gruß
Thommy

eifel-power
26.10.2004, 23:17
hallo,

stellt doch mal ein bild von der mpx und auch von der sp-waage von b.schlachter ein!

was haltet ihr von der von waage von simprob bzw. greatplanes?

p.s.: welche ewd-waagen werden bevorzugt? (auch für v-lw)?

danke!

Konrad S
26.10.2004, 23:41
Grüßt Euch

Da gibt es im Magazin eine Beschreibung wie der Schwerpunkt gut und genau bestimmt werden kann: Siehe Magazin/Flugmodellbau
Ist dieses Tool so schlecht, das man extra eine Waage kaufen möchte ? Ich habe bislang damit gute Resultate erzielt, zumal man letzlich den Schwerpunkt für die jeweilige EWD erfliegt. Ich glaube das Geld kann man sparen.

Gruß Konrad

Thommy
27.10.2004, 10:50
Hallo,

MPX (bis 10 kg laut Hersteller):

http://www.rc-network.de/upload/1098866778.jpg

Greatplanes (bis 25 kg):

http://www.rc-network.de/upload/1098866869.jpg

beide Bilder gefunden über google bei#
http://www.modellflug-freakshow.at/Berichte/spwaagen.htm

Gruß
Thommy

bie
27.10.2004, 11:26
Hi,

ich habe das Great-Planes-Modell und bin damit sehr zufrieden – damit geht alles vom 1,50- bis zum 5-Meter-Segler (und möglicherweise noch mehr), sowohl was die Rumpfbreiten und Flächentiefen angeht als auch das Gewicht. :)

Und Konrad: Der Artikel zur Bestimmung des Schwerpunktes ist natürlich klasse, aber mal ehrlich - praktischer scheint mir da die Schwerpunktwaage. Einstellen, Modell drauf, auswiegen, fertig.

Wie immer gilt: Jedem das Seine!

[ 27. Oktober 2004, 11:33: Beitrag editiert von: bie ]

Tami
27.10.2004, 11:44
Hallo zusammen

Die Schwerpunktwaage von MPX ist von der Funktionalität her sehr gut, meines Erachtens ist sie aber bezüglich Präzision und Ausführungsqualität nicht genügend. Immerhin muss der Schwerpunkt milimetergenau exakt eingestellt werden können. Dies mit einer Waage zu bewerkstelligen, deren Auslegearme zum Beispiel kaum ins Gleichgewicht zu bringen sind oder sich die Gegengewichte ständig verschieben, kann ich mir nicht vorstellen.

Da mich diese Schwächen schon länger stören, bin ich zur Zeit daran, Preise und Lieferbarkeit einer industriell gefertigten Präzisions-Schwerpunktwaage abzuklären, bzw. Prototypen bauen zu lassen.

Wie steht es mit dem Interesse dafür? Wieviel wäre man bereit, für eine solche Präzisionswaage aus Metall dafür zu bezahlen?

Herzlichen Gruss
Tami

Rainer P.
27.10.2004, 12:22
Hallo Leute,

habe eine im Frühjahr eine SP-Waage konstruiert und
gebaut. Hat meinen Kumpels so gut gefallen, daß Sie auch eine wollten.

Habe daraufhin eine Kleinserie ( 10 Stk. ) aufgelegt.
Leider war das Interesse beim Flying Circus in Fiss nicht besonders. Tommy hat sie auch gesehen, hatte aber keinen bedarf.

Bei Interesse stelle ich mal ein Bild hier rein.

Thommy
27.10.2004, 12:35
Gesehen ja, richtig wahrgenommen eher weniger.
War geistig, glaube ich, schon im Tal.
Stell doch einfach noch mal ein Bild als Erinnerungshilfe hier ein ;)
Gruß
Thommy

Holofernes
27.10.2004, 12:46
Also mal aus meiner Erfahrung. Wem es nicht so genau drauf ankommt, ist mit einer konfentionellen Waage gut bedient. Soll aber niemand was über Genauigkeit und Präzision erzählen. Die Dinger sind und bleiben, egal was sie kosten, Schätzeisen. Es muss immer die Lage und Position des Rumpfs geschätzt werden, eben Augenmaß. Selbst dei Auflagepunkte des Rumpfes sind nur unzulänglich genau zu lokalisieren.

Wers genauer haben möchte, sollte sich der Methode aus dem :rcn: -Magazin bedienen. Damit gehts wesentlich genauer als mit dem Augenmaß, wenn auch etwas umständlicher, aber auch nur genauer, absolute Genauigkeit ist auch so nicht machbar. Aber trotzdem, von nichts kommt nichts.

Beides gleichzeitig geht nicht. Scharf hingucken und Exaktheit schließen sich gegenseitig aus.

Steffen
27.10.2004, 13:11
Moin,


Der Artikel zur Bestimmung des Schwerpunktes ist natürlich klasse, aber mal ehrlich - praktischer scheint mir da die Schwerpunktwaage. Einstellen, Modell drauf, auswiegen, fertig.
im Prinzip schon, aber...

Ich fand das auch für Modelle etwas übertrieben, bevor ich die Methode wirklich mal angewendet habe.

Sie bietet ein paar Vorteile:
-ich kann vorhersagen wieviel Blei ich an welche Stelle packen muss.
-ich kann vorhersagen, wieviel Gewicht ich wo entfernen muss, um den Schwerpunkt einzustellen
-man kann den Schwerpunkt recht gut beschreiben, wenn die Maße am Modell eindeutig sind. Erst damit werden Fragen nach Schwerpunkten wirklich interessant ;)

Und der Aufwand hält sich in Grenzen, wenn man mit einer Waage arbeitet und nur ein Gewicht misst:

erst kommt der Flieger auf die Waage und das Gesamtgewicht wird bestimmt (das mache ich ja sowieso). Dann hänge ich ihn mit einem vorgegebenen Punkt auf (zB Faden zwischen Spinner und Spant) und einen zweiten Punkt auf die Waage (zB Spornrad)
Taschenrechner und fertig :)

Ansonsten würde ich mir keine SP-Waage kaufen, sondern eine aus einem alten Messschieber bauen.

Ciao, Steffen

bie
27.10.2004, 15:09
Es gibt ja – neben der Nutzung der (Great-Planes-) SP-Waage noch eine sehr günstige Methode, den Schwerpunkt einzustellen, die ich zum Beispiel bei Nurflüglern bevorzuge:

Auf der Unterseite des Modells schraube ich einen wieder entfernbaren Haken in Rumpf oder Fläche und hänge das Modell dann kopfüber an der Decke auf.

Anschließend sieht man sehr gut, ob der Rumpf in der Waage ist und zusätzlich ob eine der Flächen eventuell schwerer ist, so dass man auch das Gewicht um die Längsachse ausgleichen kann.

eifel-power
27.10.2004, 19:59
hallo,

ist doch mal informative :)

wie sieht den die SP-Waage von B. Schlachter aus?

@Rainer: ja, stell doch mein ein bild ein!

danke!

Rainer P.
27.10.2004, 22:59
Hallo Leute,

hier ein Bild meiner Schwerpunktaage, die nach folgenden Kriterien konstruiert wurde.

Variable Breite
Einfache Einstellung des Schwerpunktes
Für Flächentiefen von ca 100-500mm
Automatische anpassung an V-Form

http://members.aon.at/p-51/pictures/sp_waage.jpg

Die Waage wurde auf meiner CNC-Maschine gefertigt und ist aus 6mm Birkensperrholz.

[ 27. Oktober 2004, 23:02: Beitrag editiert von: Rainer ]

Timo
27.10.2004, 23:53
Hallo Rainer,

das sieht doch gut aus, und was kostet die Waage?

Grüsse

Timo

Tami
28.10.2004, 10:07
Guten Tag

Leider ist meine Frage etwas untergegangen bzw. noch niemand hat darauf geantwortet. Deshalb stelle ich Sie nochmals:

Die Schwerpunktwaage von MPX ist von der Funktionalität her sehr gut, meines Erachtens ist sie aber bezüglich Präzision und Ausführungsqualität nicht genügend. Immerhin muss der Schwerpunkt milimetergenau exakt eingestellt werden können. Dies mit einer Waage zu bewerkstelligen, deren Auslegearme zum Beispiel kaum ins Gleichgewicht zu bringen sind oder sich die Gegengewichte ständig verschieben, kann ich mir nicht vorstellen.

Da mich diese Schwächen schon länger stören, bin ich zur Zeit daran, Preise und Lieferbarkeit einer industriell gefertigten Präzisions-Schwerpunktwaage abzuklären, bzw. Prototypen bauen zu lassen.

Wie steht es mit dem Interesse dafür? Wieviel wäre man bereit, für eine solche Präzisionswaage aus Metall dafür zu bezahlen?

Herzlichen Gruss
Tami

TurboSchroegi
28.10.2004, 10:37
Hi Tami, Hi Folks!


Immerhin muss der Schwerpunkt milimetergenau exakt eingestellt werden können. Ich frage mich schon die ganze Zeit, was das soll, wenn

a) die Schwerpunktangabe in der Bauanleitung ein Bereich ist oder entweder nicht vorhanden ist, nicht stimmt oder was nahezu 100%ig der Fall ist: nicht der Schwerpunkt ist, den man später fliegt. Und

b) die EWD oft (manchmal/meistens ?) nicht stimmt.

Seid mir nicht bös, aber bei Segler bis drei Meter mach ich das mit der Daumenmethode. Kreppband an den Rumpf, mit dem Lineal den angegebenen (wenn nicht, dann 1/3 Tiefe) Schwerpunkt anzeichenen und dann rauf auf den Daumen. Auch bei meinen MPX Elektromaster mit 3,70m habe ich das noch so gemacht. Beim Einfliegen kommt der eh wieder zurück bis an die Grenze (Unterschneiden) und dann wieder ein paar mm vor und gut is. Wenn ich keine EWD kenne, mache ich übrigens 1,5 Grad ;)

Ach ja:


Wieviel wäre man bereit, für eine solche Präzisionswaage aus Metall dafür zu bezahlen? Ich für meinen Teil: 0,00 EUR

Sorry! Just my 5 Cents.

Grüße Helmut

[ 28. Oktober 2004, 11:30: Beitrag editiert von: TurboSchroegi ]

bie
28.10.2004, 11:58
Schön, Helmut,

aber das bringt uns nicht so wahnsinnig viel weiter, wenn es beispielsweise um Segler mit 4,50 bis 5 Meter Spannweite und einem Gewicht von 10 bis 15 kg geht - da möchte ich ehrlich gesagt nicht auf die Daumen-Methode zurückgreifen. ;)

Tami, um deine Frage zu beantworten: Da ich mit meiner vorhandenen zufrieden bin, hätte ich derzeit auch keinen Grund, eine neue anzuschaffen. Daher bin ich leider kein potenzieller Kunde ...

Rainer P.
28.10.2004, 12:16
Hallo Timo,

den Preis für die Waage möchte ich hier nicht nennen.
Wenn jemand interesse hat, bitte per E-Mail an mich.

Habe im Moment keine Waagen mehr vorrätig.
Wenn aber interesse besteht, kann ich nochmals eine
Kleinserie auflegen.

Steffen
28.10.2004, 12:21
Moin,

sagt mal, wollt ihr die dicken Flieger wirklich mit so einer Waage vermessen? Das Risiko, die Oberfläche zu vermackeln wäre mir da zu hoch.

Kleine Flieger auf die Finger, große Flieger auf eine normale Waage.

Und wenn man es genau wissen will (zB weil man jemand anders sagen will, wie man eingestellt hat), dann auch die Waage.

Ciao, Steffen

Thommy
28.10.2004, 12:36
Original erstellt von Tami:
... Präzision und Ausführungsqualität nicht genügend. Immerhin muss der Schwerpunkt milimetergenau exakt eingestellt werden können. Dies mit einer Waage zu bewerkstelligen, deren Auslegearme zum Beispiel kaum ins Gleichgewicht zu bringen sind oder sich die Gegengewichte ständig verschieben, kann ich mir nicht vorstellen...
Sorry, das kann ich nicht nachvollziehen. Mit dem MPX-Teil ist das präzise einstellen kein Problem, das Gleichgewicht ist problemlos herzustellen. Selbst ohne Gewichtsausgleich würden die wenigen Gramm in der Nähe des SP das Ergebnis kaum beeinflussen. Im Übrigen stellt man den gewünschten Schwerpunkt anhand der Skala ein und bringt dann das Ganze mit den Gewichten zum Ausgleich. Dann kommt das Modell drauf, auswiegen und fertig.
Da verschiebt sich bei mir gar nichts.

@ Turbo. So ähnlich wie Du habe ich auch gedacht, bis ich die Waage das erste mal ausprobiert habe. Vielleicht hast Du die Möglichkeit es mal irgendwo zu testen, und Du wirst dann sehen um wieviel einfacher das auswiegen mit SP-Waage ist.
Sobald der Mensch 3 oder mehr Hände hat, können wir darüber neu diskutieren.
Gerade beim Auswiegen läßt man das Modell auf der Waage und kann leicht testen wieviel noch fehlt und sich schnell und sicher rantasten.
Mit den Daumen muß man jedes mal wieder neu ansetzen, und von Präzision kann eh keine Rede sein.
Gruß
Thommy

Claus Eckert
28.10.2004, 13:04
Hi,

das Thema ist immer wieder beliebt. Die Standpunkte bleiben auch immer gleich. Das zeigt, im Endeffekt hat jeder mit seinem Verfahren die besten Erfahrungen.

Erinnert Ihr Euch? (http://www.rc-network.de/cgi-bin/beitraege/ultimatebb.php?ubb=get_topic;f=1;t=000667;p=) ;)

[ 28. Oktober 2004, 13:06: Beitrag editiert von: Claus Eckert ]

TurboSchroegi
28.10.2004, 13:08
Hi Folks !

@bie: Ich auch nicht :cool: Bevor ich das geschrieben habe, habe ich mich aber nochmal vergewisssert, dass Tami Segler bis 3m "wiegen" will :D Ehrlich gesagt kann ich mir nicht vorstellen, dass ich meinen DG303 Eigenbau mit 5m (sobald er den fertig ist) mit den Fingern auswieg. Zumal ich mir das flugmechanische Wissen um die Berechnung des Schwerpunkt im Schweiße mmeines Angesichts angeeignet und mit viel Mühe das Ding berechnet habe. Dann will ich doch wenigstens genau ausmessen :D :D

Ob's das bracuht ist wieder was anderes weil die Berechnugnen auch nur Schätzungen sind. ;)

@Thommy: Ich habe eine Schwerpunktwaage. Eigenbau. Nutze sie halt nicht mehr. Ok, Du wirst jetzt sagen: Schönes Geraffel wahrscheinlich. Magst auch recht haben :cool: Und das mit den drei Händen stimmt auch ;) Vielleicht teste ich doch mal ...

Grüße Helmut

[ 28. Oktober 2004, 13:13: Beitrag editiert von: TurboSchroegi ]

Hans Rupp
28.10.2004, 13:55
*Thommyvollbeipflicht*

Und seit ich die Ausgleichsgewichte mit einem Stück Tesa am herausrutschen hindere muss ich sie auch nicht mehr hinter dem Werkstatttisch suchen.

Habe sogar meine 8kg-Kestrel damit ausgewogen. geht wenn das Modell vorsichtig drauflegt.

Hans

Michael Baer
28.10.2004, 14:17
Hallo Leute,

ich habe die MPX SP-Waage im Einsatz. Sie ist wirklich präzise genug, ich habe vor kurzem die E-Alpina damit ausgewogen, ist für mich ein tolles Hilfsmittel.

Daß man in der Einflugphase eines neuen Modells EWD und SP erfliegt ist klar, aber wenn man die vorgeschlagenen Werte mit SP Waage und EWD Waage einstellt, hat man einen prima Anhaltspunkt um entspannt an den Erstflug ranzugehen. Dafür lohnt es sich, mit diesen Hilfsmitteln zu arbeiten.

Happy landings,

Michael

bie
28.10.2004, 15:18
Claus,

ich glaube, dass das "Ceterum censeo" auch und gerade unter Modellbauern weit verbreitet ist ... ;)

Da fällt mir auf, dass ich damals von meiner SP-Waage als der MPX-SP-Waage geschrieben habe. Also das war dann damals wohl falsch, denn ich habe die von Great Planes und die ist wohl im Vertrieb von Simprop. Die in diesem Thread weiter vorne gezeigte MPX-Waage ist es jedenfalls nicht (was aber nichts gegen dieses Teil sagen soll).

Mea culpa! :D

Tami
28.10.2004, 17:35
Hallo Freunde

Irgendwie scheint mir das Thema hier nicht ganz seriös behandelt zu werden. Einerseits lese ich viel über ein paar Milimeter den Schwerpunkt nach vorne bzw. nach hinten zu verschieben, wonach der Flieger dann komplett ein anderes Flugverhalten zeigt und andererseits scheint das Interesse für ein Präzisionsinstrument sehr gering zu sein.

Nach wie vor scheint mir die präzise Einstellung von EWD und Schwerpunkt eines Fliegers das A und O für den Erstflug zu sein. In Anbetracht der teilweise doch recht teuren Fluggeräten, ist meines Erachtens eine Investition dieser Art für höhere Ansprüche im Modellflug unerlässlich.

Gruss
Tami

Thommy
28.10.2004, 17:51
Hallo Tami.
anders wird ein Schuh daraus, mit dem MPX-Teil ist es problemlos möglich den Sp auf den mm genau einzustellen. Noch genauer als auf den mm halte ich für stark übertrieben.

Nachdem ich mir nun die unterschiedlichen Konstruktionen angeschaut habe, würde ich zu der Greatplanes Variante tendieren.
Hat jemand die Preise zu den unterschiedlichen Produkten zur Hand ?

Gruß
Thommy

Claus Eckert
28.10.2004, 18:46
@Andy

scheinbar mehr verbreitet als die Suchfunktion :D

Voll GFK
28.10.2004, 19:40
Es gibt in meinen Augen noch einen wichtigen Punkt für meine eigene Schwerpunktwaage: Nach dem Einfliegen stelle ich den gültigen Schwerpunkt fest. Dieser ist dann nach Einbau eines neuen Motors, anderen Akkupacks etc. etc. wieder soweit reproduzierbar dass ich beim neuerlichen Erstflug weitestgehend dieselben Flugeigenschaften vorfinde.
Dafür ist es dann allerdings vollkommen egal ob die 5 Gramm des vor dem Schwerpunkt liegenden Lineals ( Goldberg/Simprop-Waage) auszuwiegen sind oder nicht, sie wirken ja immer gleich mit.
Ich muss allerdings für Segler bemängeln, dass sie so hoch über der Werkbank schweben, wenn der Schwerpunkt noch einiges an Blei oder E-Akku verträgt muss man ( meist hinten) soweit unterbauen, dass der Flieger auf der Waage bleibt.
Ich find es schon eine grosse Erleichterung, an zwei Skalen die Hersteller-Millimeter einstellen zu können, und dabei beide Hände zum Akkuverschieben, Bleiauflegen oder fürs Bier freizuhaben, was mit der Fingermethode eben nicht geht.
Es gab mal den Tip, 2 Klötzchen, 2 billigste Bleistifte mit Radiergummispitze, und diese Radiergummis leicht dachförmig abzuschneiden. Ist beplankungsschonend, rutschfest und saubillig. Messschieber dazu, das ist die Billigvariante dazu. Aber billig war uns doch noch nie gut genug, oder ?

bie
29.10.2004, 11:12
Hallo Tami,


Irgendwie scheint mir das Thema hier nicht ganz seriös behandelt zu werden. Einerseits lese ich viel über ein paar Milimeter den Schwerpunkt nach vorne bzw. nach hinten zu verschieben, wonach der Flieger dann komplett ein anderes Flugverhalten zeigt und andererseits scheint das Interesse für ein Präzisionsinstrument sehr gering zu sein. Also das sehe ich anders: Seriöser als hier kann man das Thema gar nicht behandeln...

Und: Was die Präzision angeht, bin ich mit dem Great-Planes-Modell absolut zufrieden - geht auf den Millimeter genau. Was will ich mehr (sollen)? :)

Holofernes
29.10.2004, 12:26
Nach wie vor bin ich der Meinung, die Begriffe >Präzision<, >Reproduzierbarkeit< und >Schaukelwaage< passen nicht zueinander.
Hat schon mal jemand überlegt, in welchen Bereichen sich der Schwerpunkt bewegt, wenn der Rumpf von Schätzung zu Schätzung nur um ein paar Grad anders pendelt? Es geht doch niemand hin und misst die Lage des Rumpfes. Es ist alles nur Augenmaß! Wie soll da was >reproduzierbar< sein? Mir scheint, die Mehrheit verschließt die Augen vor der Realität. Dabei spielt es keine Rolle, wie viele Skalen und Markierungen der >Präzisionspendelmechanismus< aufweist.

TurboSchroegi
29.10.2004, 12:28
Hey Uli !


Nach dem Einfliegen stelle ich den gültigen Schwerpunkt fest. Dieser ist dann nach Einbau eines neuen Motors, anderen Akkupacks etc. etc. wieder soweit reproduzierbar dass ich beim neuerlichen Erstflug weitestgehend dieselben Flugeigenschaften vorfinde. Das ist m.E. ein ganz hervorragendes Argument. Darüber habe ich noch nicht nachgedacht. Gerade weil ich auch Modelle mit verschiedenen Akkupacks fliege (SC, 4/5 SC etc.). Bisher hatte ich z.B. 2 "Schwerpunkterfliegphasen" :( Das wäre dann gelöst.


muss man ( meist hinten) soweit unterbauen, dass der Flieger auf der Waage bleibt Das ist der Grund warum ich meine zur Seite gestellt habe. Das hat mich tierisch genervt! :mad:

@Tami: Die Präzision ist es nicht, die mir fehlt. Wenn es aber eine Schwerpunktwaage gäbe, bei der ich den Flieger rauflegen könnte und ich müsste nicht unterlegen etc. (so wie Uli es beschrieben hat) dann würde ich schon bereit sein den Kauf so eines Teils in Erwägung zu ziehen.

Grüße Helmut

Rsal
29.10.2004, 13:14
Anregung: seht Euch mal diese Seite (http://www.airobasic.ch) an. Was meint ihr dazu?

[ 29. Oktober 2004, 13:15: Beitrag editiert von: René Salina ]

Eckart Müller
29.10.2004, 13:47
@ Helmut


Das ist m.E. ein ganz hervorragendes Argument. Darüber habe ich noch nicht nachgedacht. Da kannste mal sehen. Musst Du nur hier (http://www.rc-network.de/magazin/artikel_02/art_02-0016/art_02-0016-00.html) mal unvoreingenommen lesen... ;)

bie
29.10.2004, 13:54
Siegfried,

was soll uns das jetzt sagen?

Ich benutze die SP-Waage, um den vom Hersteller angegebenen oder aber einen errechneten SP einzustellen - und meinethalben geht dann eben die dazu gehörige Fluglage in die Einstellung per Augenmaß ein.

So what?

Die "Präzision" war immer ausreichend!

Bisher habe ich in den vergangenen zehn Jahren ca. 30 Segelflugmodelle so für den Erstflug eingestellt. Und keines davon ist wegen des Augenmaß-Fehlers oder "mangelnder Präzision" bei dieser Methode beim Erstflug abgestürzt bzw. hat sich unsteuerbar verhalten. :)

Wenn es Probleme gab, dann lagen die reproduzierbar woanders - sei es, die SP-Angabe stimmte von vorne herein nicht, die EWD war falsch, es gab mechanische oder RC-technische Probleme oder, was ja auch vorkommen soll, der Pilot hatte eine Störung zwischen den Ohren ... :rolleyes:

Also: Wer bringt die Super-Duper-Idiotensichere-Hochpräzisions-SP-Waage mit eingebauter EWD-Messung und Ruderausschlagslehre zu einem akzeptablen Preis heraus?

Thommy
29.10.2004, 13:59
Hallo,

Original erstellt von Holofernes:
Nach wie vor bin ich der Meinung, die Begriffe >Präzision<, >Reproduzierbarkeit< und >Schaukelwaage< passen nicht zueinander.
... Es ist alles nur Augenmaß! Wie soll da was >reproduzierbar< sein? Mir scheint, die Mehrheit verschließt die Augen vor der Realität. Dabei spielt es keine Rolle, wie viele Skalen und Markierungen der >Präzisionspendelmechanismus< aufweist.Ich würde mal sagen, Du hast zumindest die MPX-Waage nie benutzt. Du stellst den gewünschten SP ein, legst Dein Modell drauf und machst soviel Blei rein oder ran bis es waagrecht ist.
Das ist einfach, präzise und reproduzierbar. Zusätzlich ist es auch noch praxisgerecht, da man 2 Hände frei hat, um das Blei zu platzieren.
Zugegeben , auf dem Bild sieht das Teil klapprig und unpräziese aus, ist es aber in Wirklichkeit nicht.
Auch in diesem Fall gebe ich mehr auf praktische Erfahrung, als auf einer auf Theorie und Vorstellungskraft basierenden Meinung. ;)
Gruß
Thommy

[ 29. Oktober 2004, 14:01: Beitrag editiert von: Thommy ]

Steffen
29.10.2004, 14:04
Bisher habe ich in den vergangenen zehn Jahren ca. 30 Segelflugmodelle so für den Erstflug eingestellt. Und keines davon ist wegen des Augenmaß-Fehlers oder "mangelnder Präzision" bei dieser Methode beim Erstflug abgestürzt bzw. hat sich unsteuerbar verhalten. Siehst Du, und ich habe das in den zehn Jahren aktivem Modellflug mit meinem Fingern gemacht und es gab auch kein Problem ;)

Eine Flieger in die Luft bringen, das geht mit den Fingern, dazu gebe ich kein Geld für eine Waage aus.

Einen Schwerpunkt präzise nachmessen, weil ich ihn jemand anders mitteilen will: das geht mnur mit der Wiegemethode und die führe ich schneller aus, als ich eine SP-Waage aus dem Schrank geholt habe.


Wer bringt die Super-Duper-Idiotensichere-Hochpräzisions-SP-Waage mit eingebauter EWD-Messung und Ruderausschlagslehre zu einem akzeptablen Preis heraus?
Gibt's schon, kostet null zusätzliches Geld. Zollstock ist da, Taschenrechner ist da und Küchenwaage ist da.

@Tommy:

Auch in diesem Fall gebe ich mehr auf praktische Erfahrung, als auf einer auf Theorie und Vorstellungskraft basierenden Meinung. Nur mal aus Neugier: hast Du schon mal per Waage vermessen?

Ciao, Steffen

Thommy
29.10.2004, 14:15
Hallo Steffen,
ehrlich gesagt komm ich aus der "Daumen-" oder "Finger-Mess-Ecke". Mit Waage ist mir irgendwie zu aufwendig. Ehrlicherweise muß ich auch sagen, dass ich noch nicht mal das MPX-Teil besitze ;) Allerdings schätze ich das Teil am Hahnenmoos immer sehr. Einfach weil ich nicht mehrfach ansetzen muß, die Markierungen wieder suchen, und dann wieder mit den Fingern hochzuheben, um dann festustellen, dass immer noch Blei fehlt um dann wieder neu anzufangen.

Gruß
Thommy

tomtaler
29.10.2004, 14:21
Alos Thommy, wie Du so darüber geschwärmt hast, habe ich mir gedacht, ok - das muss gut sein. Und dabei hast Du nicht mal eine? ;)

Was soll's ich habe mir gestern eine gekauft (das Multiplex Teil) und das vor allem, weil ich solche Wurschtfinger habe und ich den SP eigentlich nur auf den cm genau schätzen kann. Und bei den glatten Oberflächen rutscht das gute Stück auch schon mal runter.

Schönes Wochenende
Thomas

Steffen
29.10.2004, 14:27
Moin,


Mit Waage ist mir irgendwie zu aufwendig. Die Aussage kenn ich nur von Leuten, die es noch nicht gemacht haben. :) Hast Du?

Das hört sich zwar nach Aufwand an (vor allem wenn einem das Prinzip noch nicht klar ist), ist es aber überhaupt nicht. Und dann ist einem egal, bei wem man in der Werkstatt steht und welche SP-Waage der hat oder nicht. Eine Küchenwaage hat jeder.

Vor allem: zeig mir mal, wie man mit einer SP-Waage bestimmt, welches Gewicht man rausnehmen muss, um den Schwerpunkt passend zu machen?

Ciao, Steffen

Holofernes
29.10.2004, 15:32
@ Tomy


ehrlich gesagt komm ich aus der "Daumen-" oder "Finger-Mess-Ecke". Mhmm, nicht so überzeugend. Fehlt nur noch das Argument: Das hamm wer schon immer so gemacht!, Das hamm wer noch nie gemacht! und: Da könnte ja jeder kommen. :D


Ich würde mal sagen, Du hast zumindest die MPX-Waage nie benutzt. Falsch geraten. Ich habe schon eine verschlissen... ;) Sonst würde ich hier bestimmt nicht den Mund aufmachen.

Andere Frage: Hast Du schon mal die hier zur Diskussion stehende Methode ausprobiert? Wenn nicht, redest Du wie ein Blinder von der Farbe. Auch nicht sehr überzeugend.

Und die Frage, wie weit der SP wandert, wenn der Rumpf irgendwie mehr oder weniger schief im Raum hängt, hat noch keiner beantwortet. Scheint ja auch völlig belanglos zu sein. Hauptsache, es wird über "millimetergenaue Präzision" palavert.

Ich weiß ja nicht, ob es schon irgendwem aufgefallen ist, aber ist es nicht ein Vorteil, wenn man nur an der Stelle x den Ballast anbringen kann, auch sofort zu wissen, wieviel Blei man da bunkern muss, um den SP an die richtige Stelle zu bekommen. Das soll mir mal einer mit der Pendelwaage vormachen! ;)

Hans Rupp
29.10.2004, 15:50
Hallo,

wenn der Auswiegeprozeß zu beendet ist - entweder durch Gesichtzugabe bis der gewünschte Schwerpunkt erreicht ist oder durch verschieben auf der Auflage, bis das Modell in der waagerechten Schwebe ist -, dann gibt es keine (Winkel-)Fehler durch Abweichung des Schwerpunkts vom Auflagepunkt.

Geholt ist die Schwerpunktwaage so schnell wie die Küchenwaage und man muss keinen Taschenrechner bedienen können ;) .

Bei Modellen, bei den der Schwerpunkt nicht in der Nähe der Flügelebene liegt, kann das austarieren zugegeben geringfügig länger dauern. Bei ganz großen Modelle oder aussergewöhnlichen Geometrien (Pfeilnurflügel z.B.) geht es gar nicht damit.

Der Vorteil der Wiegemethode, dass man ausrechnen kann, wieviel Ballast man wo zugeben muss, hat Steffen ja schon anfangs erwähnt. Wobei man das durch ausprobieren auch recht schnell und ohne Rechenfehler rausbekommt.

Hans

P.S.
Den krassesten Fall von falscher Schwerpunkteinstellung habe ich bei uns im Verein beobachtet. Es handelt sich um eine 6m-Ka6 die vor dem Erstflug offensichtlich gar nicht ausgewogen wurde. Es fehlte über 1 kg Ballast vorne. Und trotzdem kam sie heil runter.

Dennis Schulte Renger
29.10.2004, 16:02
Hi!!


GesichtzugabeHans, also DAS musst du mir jetzt mal erklären :D ;) :D

Cu
Dennis

P.s.: Sorry musste sein ;)

[ 29. Oktober 2004, 16:03: Beitrag editiert von: Dennis Schulte Renger ]

bie
29.10.2004, 16:04
Vom Ton her fühle ich mich in diesem Thread her nicht mehr wohl ... und ciao! (Edit: Bezieht sich ausdrücklich nicht auf DSRs Posting!!!)

[ 29. Oktober 2004, 16:05: Beitrag editiert von: bie ]

Bernd Müllneritsch
29.10.2004, 16:27
Hallo,

Die MPX Waage hat mir fast einmal ein Modell gekostet, bei dem ich es besonders genau machen wollte.
Für Flieger unter 500g ist dieses wabbelige Ding mit den "Gegengewichten" völlig ungeeignet.

Bei den leichten Flugmodellen unter 1500g verwende ich immer zwei Bleistifte um den Schwerpunkt zu bestimmen. :)

Holofernes
29.10.2004, 16:29
fühle ich mich in diesem Thread her nicht mehr wohl ... und ciao! Ich ebenfalls! :)

Tami
29.10.2004, 16:50
Guten Abend

Nachdem sich aus unerklärlichen Gründen ein paar Leute mit Verdruss aus diesem Thread verabschiedet haben, stelle ich nun befriedigt fest, dass ich mit meiner negativen Meinung über die Qualität der MPX-Waage doch nicht ganz so alleine da stehe. Thommy's Argumentation wirkt zunehmend auch nicht gerade überzeugend.

Sobald ich den Prototyp erhalte, werde ich ihn hier abbilden. Eine erste Serie werde ich sowie produzieren. Wieviele dann meine Waage wirklich kaufen möchten, werden wir ja sehen. Ob vielleicht MPX oder Graupner zu den Kunden gehören werden?

Wünsche ein schönes Wochenende mit vielen gut ausgewogenen Fluggeräten.

Gruss
Tami

Thommy
29.10.2004, 17:01
Hallo Thomas,
ich habe noch keine, habe die aber schon öfters benutzt :D und bin selbst als Schwabe von speziell dieser sehr überzeugt.


Vor allem: zeig mir mal, wie man mit einer SP-Waage bestimmt, welches Gewicht man rausnehmen muss, um den Schwerpunkt passend zu machen?
Wo ist das Problem, wieviel Gramm das sind interessiert mich nicht, es handelt sich ja nicht um Gold . Ich lege soviel vorne auf den Rumpf, bis das Modell waagrecht ist und fertig.
Der Zahlenwert ist für mich völlig uninteressant.


Ich habe schon eine verschlissen... Oh , wie ist das passiert, nicht das ich einem meiner schweizer Freunde noch das Ding ruiniere.


Hast Du schon mal die hier zur Diskussion stehende Methode ausprobiert? Wenn nicht, redest Du wie ein Blinder von der Farbe. Auch nicht sehr überzeugend.
Falsch, ich habe eine Methode , bei der ich ohne Waage, Meterstab, Taschenrechner und Faden auskomme, und damit noch immer den Schwerpunkt genau getroffen habe. Warum in aller Welt soll ich auf etwas offensichtlich aufwendigeres umsteigen ??
Das hat nichts mit blind und Farben zu tun, sondern würde ich als praktische Intelligenz bezeichnen. ;) Um festzustellen, dass ein Ei faul ist, muß man ja auch keine legen können :D


Die MPX Waage hat mir fast einmal ein Modell gekostet, bei dem ich es besonders genau machen wollte. Für Flieger unter 500g ist dieses wabbelige Ding mit den "Gegengewichten" völlig ungeeignet.
Kannst Du das ein bisschen näher beschreiben, ich hatte nämlich bei der Banana null Probleme damit.

Gruß
Thommy

Voll GFK
29.10.2004, 17:36
Finger oder Daumen trotzdem hoch: Es gibt welche, die haben es auch so drauf:
Ich war mal mit einem kleinen Segler auf dem Ipf bei Bopfingen. Der Segler flog nicht, er würgte. Da war ein alter Herr, kam gerade von einem anderen Hang herüber, er war so zwischen 70 und 80. Er nahm meinen Flieger, wog ihn zwischen den Fingern und bestimmte, es muss einiges Blei raus ( die Schwerpunktangabe des Herstellers Graupner hatte ich ausgewogen !). Noch etwas Blei raus, und er gab den Flieger frei: Jetzt müsste es passen, ja, hast denn des Blei eingeklebt??. Nun denn, der Flieger flog mit seinen Fingerangaben.
Sollte ich nun aufklären, wer er war? Ich weiss es leider nicht mehr, nur am Parkplatz traf ich dann seinen Freund, der mit ihm nicht mehr heraufgewandert war, es war diesem doch zu beschwerlich: Dieser nette Herr, mit dem ich dann noch eine Stunde quatschte, war Hans Schumacher aus München gewesen. Für die Jüngeren unter den Lesern: Der Vater alles Grauen an den alten Graupner/Grundig-Fernsteuerungen, Feinwerktechnik, Variophon- und Varioprop-Servos, legendäres 1/6 Getriebe etc. etc.
Also, schmeisst weg alle Präzisionsargumente, mit entsprechender Erfahrung können es manche auch so. Oder, glaubt es nicht, und messt. Den Messfehler schenken wir uns einfach, er interessiert schlichtweg nicht. Es gibt keinen punktgenauen Schwerpunkt, sondern nur einen Bereich in Verbindung mit der EWD.

Steffen
29.10.2004, 17:36
Tommy, lies doch mal, was ich geschrieben habe:

Man kann bestimmen wieviel man RAUSnehmen muss. und das geht mit einer SP-Waage NICHT! (zB der Gedanke, ob es hilft, ein Servo zu verschieben oder zu ersetzen...)

Davon abgesehen behauptest Du steif und fest, dass die Methode aufwändiger ist, ohne sie probiert zu haben.

Finde ich einfach daneben.

Voll GFK
29.10.2004, 17:49
Original erstellt von Steffen:
Man kann bestimmen wieviel man RAUSnehmen muss. und das geht mit einer SP-Waage NICHT! (zB der Gedanke, ob es hilft, ein Servo zu verschieben oder zu ersetzen...).[/QB]na sicher geht das:
Simprop:
Die Millimeter einstellen, Flieger daruflegen, angenommen, er kippt jetzt nach hinten, dann kommt da ein passender Styroklotz drunter ( oder 4 Jahrgänge Zeitschriften, irgendetwas, was so hoch ist wie die SP-Waage). Nur ganz locker Haube runter, Blei oder Akku rein bis er das Heck hebt. Haube immer wieder mit aufsetzen. Wo ist das Problem? Dass man zuvor einen passenden Styroklotz haben muss? Ich weiss, die Originale werden über die Fahrwerkswaagen bestimmt ( vgl. Sendung mit der Maus- Special "wie ein Airbus gebaut wird "), da fahren die den auf 3 digitale Waagen. Geht auch, hab aber weder Fahrwerk noch 3 Waagen, und die Berechnung ist für manche etwas schwierig. Gabs aber auch mal in einer Zeischrift recht anschaulich.
Bisserl schwieriger wird meine Methode bei Kopflastigkeit, aber Kopflastig ist eben kein Flieger: Kommt eben der Akku weiter hinter, oder eine Zange übers Leitwerk, oder Blei aufs Leitwerk, da muss es ggf. sowieso hin.
Und bevor sich noch mehr Leute wegen eines Anschauungstreites verabschieden: Alle haben recht, jeder auf seine Weise. Und für den rest:
Letraset-runde Schwerpunkte zum Aufkleben, dann isser wenistens drauf :p

Thommy
29.10.2004, 18:11
Original erstellt von Steffen:
Man kann bestimmen wieviel man RAUSnehmen muss. und das geht mit einer SP-Waage NICHT! (zB der Gedanke, ob es hilft, ein Servo zu verschieben oder zu ersetzen...)
Sorry, das Problem sehe ich nicht. OK gehen wir mal davon aus , mein Modell ist vorne zu schwer.
Wo ist das Problem, jetzt nehme ich soviel Blei raus, bis es wieder eben auf der Waage hängt.

Wieviel interessiert mich immer noch nicht.

Das ist aber rein akademisch, denn ich fange ja ohne Blei an. Und beim Segler muß ich dann in den allermeisten Fällen vorne zuladen.



Davon abgesehen behauptest Du steif und fest, dass die Methode aufwändiger ist, ohne sie probiert zu haben.
Finde ich einfach daneben.Sorry einfacher als das Modell auf das MPX-Teil legen geht nicht, kein wiegen, kein messen .
Schon den Taschenrechner in die Werkstatt zu holen dauert fast länger.
Warum das jetzt daneben sein soll kann ich nicht verstehen.

Das wirklich interessante passiert meist ohnehin erst am Flugfeld . Zu diesem Feintuning benutze ich dann wiederum gar kein Zubehör, außer Blei natürlich. Da wird dann mit Gefühl und Erfahrung probiert.
Gruß
Thommy

[ 29. Oktober 2004, 18:46: Beitrag editiert von: Thommy ]

Bernd Müllneritsch
29.10.2004, 22:18
Hallo,

@ Thommy

Die Waage ist im Gelenk etwas zu schwergängig. Ich kann diese "Trimmgewichte" um mehrere mm hin und herschieben, ohne das sich an der Neutrallage etwas ändert.
Beim Auflegen des Modells (430g) stellte sich sofort eine waagrechte Lage des Modells ein, und ich war davon überzeugt, das alles korrekt ist.
Wie sich später herausstellte war der Schwerpunkt um 1 cm daneben. (Genau um den, der wichtig war)
Habe dies dann später nochmals probiert und festgestellt das sich an der waagrechten Lage des Modells im Bereich von + - 7mm nichts ändert.
Deshalb meine Schlußfolgerung: nichts für leichte Modelle.
Du kannst dann mit Recht einräumen: "Na leichtgängig muß diese natürlich sein um ein korrektes Ergebniss zu erhalten" :)
Ich habe aber mit meiner Bleistift Methode ausreichend Erfolg.
Vielleicht hole ich die MPX Waage mal wieder aus der Kiste und optimiere sie.

barney
29.10.2004, 23:20
@Bernd @Thommy
Mit der MPX Waage habe ich die selben Erfahrungen gemacht. Bautechnisch ist es möglich, dass die beiden Auflagen nicht exakt parallel stehen. Dann wird in den Auflagern soviel Reibung erzeugt, dass ein Auswiegen leichter Modelle nicht möglich ist.
Das ist der Haupt- Kritikpunkt, den ich an der MPX Waage habe.

Für mich als (Wieder-) Einsteiger macht eine Waage schon Sinn, weil mir einfach die Erfahrung fehlt und die Waage mir das (subjektive) Gefühl gibt, den SP nach 'Herstellerangaben' eingestellt zu haben.
Auf jeden Fall habe ich dann am Hang einen Grund vorne wieder Blei zu entfernen :rolleyes:

My-5-Cent

-- Barney

Holofernes
30.10.2004, 08:41
Was ist der Grund dafür, dass die Diskussion hier streckenweise etwas aus dem Ruder gelaufen ist? Nach Meinung einiger Teilnehmer sogar so sehr, dass sie sich nur noch verabschieden konnten (wobei ich mich durchaus auch an die eigene Nase fasse ;) ).

Ich sehe den Grund darin, dass die Positionen und Meinungen der „Mitstreiter“ nicht sorgfältig genug bedacht worden sind. Und das teilweise mit aller Macht versucht wird, die eigene Einstellung dem Anderen aufzudrängen, um nicht zu sagen, aufzuzwingen, obwohl der mit gutem Grund und völlig zu Recht seine Sicht der Dinge vertritt.

Wie sehen denn die verschiedenen Standpunkte aus?
Es macht eben einen gewaltigen Unterschied, ob mir mit einer rein qualitativen Aussage bezüglich der SP-Lage gedient ist, oder ob ich, aus welchen Gründen auch immer, eine quantitative Angabe benötige (oder auch nur meine, sie zu benötigen), die mir die SP-Position auf den Millimeter exakt angibt. Es ist m.E. dann völlig fehl am Platze, demjenigen, der nur eine qualitative Aussage möchte, einzureden, er sei mit seiner Ansicht doch total auf dem Holzweg, weil seine Art, das Problem anzugehen, doch nicht zu dem von mir gewünschten Ergebnis führen kann. Wozu auch, er braucht es ja gar nicht.
Andererseits ist es natürlich für so eine Diskussion nicht förderlich und auch ziemlich unfair, jemandem Spinnerei vorzuwerfen, der aus gutem Grund eine andere Vorgehensweise favorisiert. Seinen Anforderungen kann eben nur die Methode genügen, die eine präzise, quantitative Aussage bezüglich der SP-Lage macht. Ist auch irgendwo verständlich. Denn wenn sich einerseits über 0,5° EWD gestritten wird, dann muss ich andererseits konsequenterweise auch akzeptieren, dass jemand den Schwerpunkt millimetergenau lokalisieren möchte.

Wenn diese unterschiedlichen Standpunkte in der Auseinandersetzung gebührend berücksichtigt würden, wenn nicht immer mal wieder versucht würde, dem Gegenüber die eigene Sicht der Dinge mit viel Nachdruck überzustülpen, kämen solche „Entgleisungen“ vielleicht seltener vor oder würden nicht mit soviel Vehemenz oder missionarischem Eifer vertreten.

Den anderen User zu verurteilen, nur weil er partout nicht meine Überzeugung annehmen will, führt doch zu keinem guten Ende. Unterschiedliche Anforderungen ergeben nun mal für ein und dieselbe Fragestellung unterschiedle Herangehensweisen. Warum soll der, der seit Jahren mit seiner „zwei-Finger-Methode“ Erfolg gehabt hat, plötzlich den Schwerpunkt bei seinen Modellen auf den Millimeter genau bestimmten? Es brächte ihm keinen Vorteil, sondern nur uns die Genugtuung, jemandem unseren Willen aufgezwungen zu haben. Eine reine Machtfrage!
Im Gegenzug denjenigen zu verteufeln, der froh und glücklich ist, seine Modelle auch schwerpunktsmäßig endlich exakt vermessen zu können, zeugt von wenig Einfühlungsvermögen. Es soll ja auch Modelle geben, die sich beharrlich der Pendelmethode widersetzen!
Sollten wir nicht froh sein, dass uns Alternativen geboten werden? Kann es einen günstigeren Fall geben als den, dass für jedes individuelle Bedürfnis das adäquate Verfahren zur Verfügung steht?

In diesem Sinne, ein angenehmes und bruchfreies Wochenende wünscht

Bernd Jonas
30.10.2004, 12:38
Hallo Zusammen,
nachdem hier mittlerweile ein recht beachtlicher thread erwachsen ist (hinsichtlich qualität und quantität!) möchte ich mich als initiant mal wieder einschalten.

1.) Möchte ich sagen: So macht ein Forum Spass!!
2.) Gibts es anscheinend für SP _viele_ Wege nach Rom, die meistens auch ihre Berechtigung haben.
3.) Weiss man erst beim richtigen erfliegen wirklich ob man (oder besser die Waage) richtig lag :) und korrigiert dann.
4.) Macht auch für die Daumen-Fraktion eine Waage Sinn (Verändere das Modell und habe meinen Wert parat...)

Gruss,

Bernd

Gerald Lehr
30.10.2004, 18:01
Hi Leute,

habe heute meine Waage von Bernhard Schlachter bekommen und bin begeistert.

Hier mal ein paar Bilder für euch:

http://www.rc-network.de/upload/1099152050.jpg

http://www.rc-network.de/upload/1099152064.jpg

http://www.rc-network.de/upload/1099152084.jpg

http://www.rc-network.de/upload/1099152101.jpg

P.S.: Die Waage ist kugelgelagert.

[ 30. Oktober 2004, 18:04: Beitrag editiert von: glehr ]

Rainer P.
30.10.2004, 18:45
Hallo Leute,

da das Interesse an meiner Waage recht hoch ist,
werde ich nochmals eine Kleinserie auflegen.

Übrigens kann bei meiner Waage das Modell bei nicht passendem Schwerpunkt auch nicht herunterfallen, da die Fläche entweder vorne oder hinten auf dem Seitenteil aufliegt.

Wünsche Euch ein schönes Wochenende mit korrektem
Schwerpunkt ;)

[ 30. Oktober 2004, 18:46: Beitrag editiert von: Rainer ]

Michael Baer
31.10.2004, 01:50
Hallo Siegfried,

nachdem ich auf Seite 2 auch "meine 5 Cent" dazugegeben habe, will ich mich nun doch noch mal zu Deinem Beitrag äussern.
Da liegen wir so ziemlich auf der gleichen Wellenlänge! Jeder kann, keiner muss!
Ich denke mal, daß jeder, der meinen Beitrag liest, selbst entscheiden muß, ob ihm das was bringt oder ob "der Baer Blödsinn schreibt".
Ich will bestimmt niemand überzeugen, daß meine Meinung das Nonplusultra ist. Im Gegenteil, ich versuche - gerade hier im Forum - meine Meinung auch immer wieder zu überdenken.

Ich habe einen über 20 Jahre alten Multiplex Alpha, diesen 2,8m Oldie, den ich heute noch gerne fliege. Den Schwerpunkt habe ich mit den Fingern ausgewogen. Das hat prima funktioniert. Das ist 'ne Methode, die ist beim Alpha reproduzierbar ist und funktioniert.

Heute hab ich dann probiert, ob ich das mit meiner E-Alpina, die ich auf Seite zwei erwähnt hatte, auch auf die Reihe kriege.

Ich habe ruhige Hände und keine Wurstfinger. Genau war's trotzdem nicht. Obwohl ich mir wirklich Mühe gab. 4m Spannweite und 4,65 kg sind halt "ein Pfund". Für den Erstflug wäre mir der "fingermäßig" ermittelte Schwerpunkt viel zu ungenau und die Methode in diesem Fall nicht akzeptabel. Reproduzierbar war das Ergebnis nicht.

Ich denke, Hilfsmittel sind dazu da, daß man sie nutzen kann .

Mir hilft es, den Erstflug - und um die Flugerprobung geht es ja - stressfrei zu gestalten, wenn ich EWD und SP so genau wie möglich ermittle und einstelle. Die genauen Werte werden erflogen werden müssen, aber die Hilfsmittel EWD-Waage und SP-Waage helfen mir, die Grobeinstellung recht nahe an die Feineinstellung zu bringen. Kleine Änderungen hab ich wesentlich lieber als große Änderungen. Eine gute Planung hilft da gewaltig.

Muß das einer übernehmen, nur weil es mir hilft? Gewiss nicht. Aber wenn einer das übernehmen möchte , dann kann er das gerne tun. Darum geht's doch im Forum.

Fliegen ist 10 % fliegerische Fertigkeit und 90% Erfahrung.

Schön, wenn einer aus meinen Erfahrungen was mitnehmen kann und eine meiner schlechten Erfahrungen deshalb nicht machen muß.

Noch besser: Wenn ich von den Erfahrungen anderer profitieren kann. Das nehm ich gerne mit!

Ich finde den Gedankenaustausch, die verschiedenen Meinungen und auch mal ein energisches Vertreten einer Meinung richtig und gut, weil ich den Sachverhalt vielleicht erst richtig durchdenke, wenn mir's einer mit Nachdruck erklärt. Bin ich anderer Meinung dann bin ich schon so frei und melde mich. Ich werde die verschiedenen Meinungen bewerten und zu einem Schluß kommen. Zu meinem persönlichen. Aber der lebt natürlich von all diesen verschiedenen Inputs, die die User hier bringen. Und die möcht ich nicht missen.

Wegen denen bin ich hier im Forum.

Happy landings,

Michael

[ 31. Oktober 2004, 02:03: Beitrag editiert von: Michael Baer ]

Steffen
31.10.2004, 13:43
Moin,

@Tommy:

Sorry, das Problem sehe ich nicht. OK gehen wir mal davon aus , mein Modell ist vorne zu schwer.
Wo ist das Problem, jetzt nehme ich soviel Blei raus, bis es wieder eben auf der Waage hängt.
Seufz. und was ist, wenn kein Blei drin ist?

Jetz bitte mal aufmerksam lesen:

Also: ich habe ein neues Modell, baue es auf und bestimme den Schwerpunkt. Nun stelle ich fest, dass er nicht stimmt. Es ist noch kein Blei drin.

Ich habe zwei Möglichkeiten: Blei rein, bis es passt. Finde ich aber evtl. doof, weil ich eben nicht schwerer werden will.

Also zweite Möglichkeit, ich habe eine inmformation, wieviel ich wo rausnehmen muss:
zB: was hilft es mir ein Servo gegen ein leichteres zu tauschen? Nehme ich ein Servo von hinten nach vorne und was habe ich davon? Wieviel leichter muss mein Spinner sein, damit der Schwerpunkt dann stimmt. Reicht ein Wechsel auf einen leichteren Empfänger, oder einen kleineren Empfängerakku?

Wenn ich den Akku von hier nach dort verschiebe, hilft das dann? Klar, kann ich das ausprobieren, aber warum hin und herschieben, wenn ich einfach eine Positionsangabe im Excel änder und sehe, dass es hilft?

Mit anderen Worten: ich kann vorhersagen, wo es sinnvoll ist, Gewicht einzusparen.

Alles Fragen, die ein SP-Wägung ergibt, eine SP-Waage aber nicht.

Wenn Du das akademisch findest, ist das schön, ich finde es exorbitant praktisch, mag aber auch daran liegen, dass ich mich für das Zielgewicht und Trimmbereiche interessiere und nicht nur für 'fertig'.

Und da Du die Methode ja offensichtlich noch nie probiert hast, kannst Du auch nicht sagen, dass sie aufwändig ist. Ist sie nämlich nicht, mal davon abgesehen, dass ich kein Geld ausgebe für etwas, was ich durch bessere Mittel ersetzen kann, die ich eh habe (welcher Modellflieger hat keine Waage?)

Mal ganz am Rande: ich finde es extrem lustig, wie auf millimetergenaue SP-Angaben geachtet wird und das dann draussen auf dem Platz oder in einer Hütte mit offener Tür gemessen wird.
Das ist nämlich auch ein Punkt, den man per Wägung schnell feststellt: ohne geschlossenen Raum ist jede Wägung für die Katz.

Ciao, Steffen

eifel-power
02.11.2004, 23:44
hallo,

also, habe mir soeben das auswiegeverfahren angeschaut und finde es sehr interessant. bei scale-seglern und motormodellen kann ich es mir realtive gut vorstellen, jedoch bei zweckseglern (hang, f3f oder f3b - usw.) mit besenstiehl-rumpf ist es mit den beiden auflagepunkten doch relative schwer - oder?

oder suche ich mir einfach zwei punkte (weit vorne und weit hinten) aus - wo ich mittels spezieller auflage die wiegepunkte wähle?

für solche modelle finde ich eine SP-Waagre recht sinnvoll um einen startwert einstellen zu können - alles andere wird eh erflogen und ist individuell - oder nicht ;)

hoffe ich kann die diskussion weiter anregen :)

danke.

Thommy
03.11.2004, 02:20
Hallo Steffen,
wir zwei gehen offensichtlich grundsätzlich unterschiedlich vor. Bei mir werden Servos und Empfänger (von Slowflyern mal abgesehen) nicht nach Gewicht, sondern nach Kraft und Größe und Zuverlässigkeit ausgesucht. Da ich hauptsächlich Segler habe, müssen die Einbauten so weit wie möglich nach vorne, den Rest muß ich dann mit Blei machen. Bei Elektro sieht es bei mir leicht anders aus, hier wird alles so weit fertig gebaut, die Komponenten im Rumpf sind aber noch lose, dann wird so eingebaut, dass ich kein Blei brauche. Schwerpunkt kann ich dann durch verschieben des Akkus noch variieren. Hierbei wäre die SP-Waage sehr hilfreich. Aber es geht auch so.
Ansonsten befürchte ich, Du wirst damit leben müssen, das ich den Schwerpunkt so bestimme und einstelle, wie ich es für praktischer halte, mit so wenig Hilfsmitteln wie möglich. Du darfst es so halten wie Du möchtest, und wenn es noch jemand mit den ganzen Hilfsmitteln machen möchte, bitte sehr.
Es ist für mich keine religiöse Frage.
Verschiedene Methoden sind möglich und jeder soll diejenige benutzen, die ihm am besten erscheint.
Gruß
Thommy

Rsal
03.11.2004, 09:07
Pflichte Thommy bei. Hab jetzt diese Beiträge verfolgt und meine bisherige Mess-Art neu überdenkt. Habe es bis anhin mit der Daumen-methode eingestellt und nachher im Flug. Bei grossen Seglern habe ich jetzt den Monti im einsatz. Ersetzt einfach den Daumen. Für mich reicht das. Werde so weiterfahren und im Flug den genauen Schwerpunkt erfliegen.
Danke allen für die Anregungen. es ist immer wieder positiv, das gehabte zu überdenken und allenfalls neue Methoden auf Vereinfachung des Gehabten zu überprüfen und dann für sich selber den Weg wieder definieren.
Also auf gehts, jeder wie er es für gut hält.

Steffen
03.11.2004, 09:19
Moin Tommy,


Ansonsten befürchte ich, Du wirst damit leben müssen, das ich den Schwerpunkt so bestimme und einstelle, wie ich es für praktischer halte, Du tust immer so, als hätte ich ein Problem damit, dass Du es so machst, habe ich aber nicht.

Was ich nur ätzend finde, ist zu behaupten, dass eine Methode, die man noch nie verwendet hat, zu aufwändig und akademisch sei (Watt der Buer nich kennt, datt frett er nich).
Dazu kommt, dass man Vorteile, die für andere interessant sind, einfach als unnötig und unnütz klassifiziert.

Du willst halt nur wissen ob er stimmt und ob Blei reinmuss, ich will wissen, wo ich eventuell Gewicht sparen muss und wieviel. Ich fliege meine Modelle jedenfalls Modelle ohne Blei, mal von Scaleseglern abgesehen.

Dass Du dann wieder auf ein Detail einhakst (ich baue Servos nach Leistung ein), statt die vielen Möglichkeiten zu sehen, spricht dann für sich.

Werde glücklich mit Deiner Methode, aber höre einfach auf gebetsmühlenartig zu behaupten, dass die Wiegemethode unnütz und aufwändig ist, mehr will ich gar nicht.

Ich weiss auch nicht im mindesten, warum ich einen einzigen Cent für etwas ausgeben sollte, was mir Platz in der Werkstatt wegnimmt und durch bereits vorhandene Werkzeuge mehr als erfüllt ist.
Finger habe ich, und wenn es genau sein soll, nehme ich eine Waage.

jedem das seine, aber bessere Methoden als unnütz zu klassifizieren ist einfach definitiv daneben.

Ciao, Steffen

Thommy
03.11.2004, 10:08
Hallo Steffen ,
die Diskussion ist wenig ergiebeig, wenn Du mir Aussagen unterschiebst, die ich nicht gemacht habe. Würde mich interssieren , wo ich behauptet haben soll die Methode mit Waage wäre unnütz.
Ist sie sicher nicht, nur kommen die Vorteile gegenüber der von mir praktizierten Methode in meinem Fall nicht zum tragen.
Eine Klassifizierung der Methoden nach besser und schlechter habe ich nicht vorgenommen, und viele mir schwer.
Und dem gegenüber steht der eindeutig höhere Aufwand. Ich lege mein Modell nur zusammengebaut auf die SP-Waage, an Einfachheit ist das eben nicht zu toppen. Ich brauche keinen PC (Excelsheet), keine Waage (in der Werkstatt habe ich ohnehin nur eine Briefwaage), und messen muß ich auch nichts.

Ach ja , nur zur Erinnerung wir sind hier im Segelflugbereich und die Überschrift lautet Sp-Waage.

Gruß
Thommy

[ 03. November 2004, 10:10: Beitrag editiert von: Thommy ]

Steffen
03.11.2004, 10:32
Ist gut Tommy, Du hast also nie Behauptet, dass die Waagenmethode zu aufwändig ist, dass sie akademisch ist und es uninteressant ist, wieiviel man wo rausnehmen muss.

Dann nehme ich natürlich alles zurück.

Nur zur Erinnerung: eine Waage ist auch eine SP-Waage, also lass den Netzpolizisten zuhause.

Ich halte mich jetzt raus, Hinweise auf bessere Methoden sind hier ja offensichtlich unerwünscht.

Gast_2222
03.11.2004, 12:13
Tach zusammen,

ich hab nicht alles gelesen, nur die letzten Kommentare zweier Kampfhaehne ;) und bringe mal 'ne Geschichte vom Fluchplatz:

Ich hab da so einen Motortrainer mit so 2,5 Kilo Abwurfmasse. Den SP nach der pi*Daumen Methode auf 25% Flaechentiefe hinter Nasenleiste (iss ja ne robuste unempfindliche Kiste) und ab die Post. Fliegt gut mit einer Ausnahme: Nimmt man Gas raus, geht der Flieger hoffnungslos kopflastich gen Boden...

Also Werkstatt heimsuchen, nachmessen. Stimmt doch alles: SP immer noch da, EWD so 1-2° undundund, bis ich auf den Trichter - aeh Tank zu kucken kam:

250 Kubik = so 250 g vor der Nasenleiste legen den SP wieviel vor? Auftanken und Nachmessen ist zu doof, kann man simpel nachrechnen: 250g Sprit sind 10% Gesamtmasse - SP wandert also um 10% des Hebelarms SP(Tank) - SP(Flugzeug) vor. Sind hier so 10-15mm. Kein Wunder, dass die Muehle dann kopflastig wird.

Muss ich noch schreiben, dass ich zur faelligen Korrektur beim ersten Versuch richtig lag?

Fazit: Zum Einstellen der Flieger ist das Einschalten des Gehirnkastens oftmals sehr effizient.

;) Wolfgang

tomtaler
10.11.2004, 23:32
Hallo Freunde,

habe diese Diskussion verfolgt und mir eine MPX Schwerpunktwaage zugelegt. Schwerpunkt einstellen geht easy nur das Teil erscheint mir etwas labberig. Was solls, jedenfalls habe ich nun ein besseres Gefühl für den Erstflug. Mal sehen, ob es passt.

Seid friedlich und noch einen schönen Abend.
Thomas

Gast_56
11.11.2004, 09:27
Hallo,

gibt's eine Waage für Doppeldecker? Oder geht's da nur über die Auflage-Methode und rechnen?

Gruss
Heiko