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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Mü 28 (mit Ceflix 500 - ROWI): Baubericht



Zebulon
02.09.2018, 22:39
Hallo zusammen,

ich versuche mich einmal an einem Baubericht. Ich habe schon oft von RCN und Euren Beiträgen und Anworten profitiert und möchte nun selbst etwas einbringen.
Entstehen soll eine MÜ 28 von ROWI, die ich hier im Forum erstanden habe:

http://www.rc-network.de/forum/attachment.php?attachmentid=1975107&stc=1&d=1529763797

2006696

Der Bausatz besteht aus den Kernen für Flächen, Höhenleitwerk und Seitenruder. Dazu den GFK Rumpf mit Cockpitwanne und tiefgezogener Haube. Es bleibt also Einiges an Arbeit über, zumal ich keinen perfekten Hobbykeller zur Verfügung habe.

Ach ja, ein Plan ist bei den Bauteilen auch dabei - der sieht so aus:

2006703

Beim Vergleich von Plan und Bausatz fallen ein paar Kleinigkeiten auf:

1 - Die Flächen sind in den Schalen auf 0,5 Grad V-Form je Seite geschnitten. Im Plan hingegen sind 1,5 Grad je Seite angegeben. Auf Nachfrage wurde bestätigt, dass die Flächen direkt in den Schalen gebaut werden können. Die Planangabe ist also falsch. Gut dass ich nicht sofort losgelegt habe....

2 - Die Hinterkante der Tragflächen besteht aus durchgehenden Wölbklappen/Querrudern die in einander übergehen. Da die Breite nicht angegeben ist, steht sie jetzt hier: Breite der WK an der Wurzelrippe: 60 mm und die Breite der QR sind 40 mm (enden ca. 50 mm vor der Endrippe).

Warum baue ich dieses Modell? Nun ja, Fox und Swift sind zwar klasse Modelle, sieht man aber sehr häufig. Da kommt die MÜ 28 ganz anders daher - immerhin ist das Original mit bis zu 400 km/h eines der schnellsten Segelflugzeuge weltweit. Mal sehen, was das Modell später hergibt.

Ja und dann wartet bei mir noch ein Ceflix 500 Klappimpeller auf die richtige Maschine, und der passt in den Rumpf offenbar hinein, und das soll er dann auch: http://www.ceflix.de/ceflix500kit-51-2.html

AxelMeuser
02.09.2018, 22:52
Ich freue mich auf deinen Bericht - ein hübscher Flieger und wie du selbst geschrieben hast: noch so häufig anzutreffen!

Beträgt die Spannweite 4m oder habe ich da was falsches in Erinnerung?

Ich wünsche viel Freude und Erfolg beim Bauen!

Zebulon
03.09.2018, 08:47
Hallo Axel,

ja, bin auch gespannt wie die Maschine geht. Wer sie bisher gebaut hat scheint begeistert zu sein. .... und ja, die Spannweite beträgt fast 4,00 m - genau genommen sind es 3,85 m.

Da die Wölbklappen und Querruder fast die gesamte Schleppkante der Flächen einnehmen und die QR mit ca. 110 cm und 4 bis 5 cm Tiefe sehr lang sind, frage ich mich, ob ich sie nicht besser mit 2 Flächenservos ansteuern sollte, anstatt mit einem.

Viele Grüße

Gerd

scooterbc
03.09.2018, 09:53
ja bin ich,

aber mit den Servos hast Du Dich vergaloppiert, die Klappen sind sehr groß, ich habe 30 KG Servo auf Wölb und 25 KG auf QR.
Ich habe weiterhin einen 25mm GFK Stab als Verbinder. Man beachte die Wurzeltiefe von 41 cm.

Da ich gerade eine ROWI MÜ gebaut habe und jetzt schon wieder eine baue möchte ich folgende Tipps geben:

-bitte die Anformungen am Höhenleitwerk kontrollieren, ich hab dort etwas umspachteln müssen damit das ansehnlich aussieht und nicht verdreht.
-das ganze ist ne schöne Wuchtbrumme und das Rumpfvorderteil sollte innen eine schöne lange Kiefernleiste als Schutz gegen Landestöße erhalten, da kann auch gleich der Flitschenhaken rein.
-alles Gewicht nach vorn, und ich meine auch gaaaaanz weit vorn, sonst benötigst du 1 KG Blei in der Schnautze
- bei Hangflugbtrieb würde ich auf das Einziehfahrwerk verzichten

Jörg

Zebulon
03.09.2018, 10:17
Hallo Jörg,

dachte mir schon, dass es mit den Servos in diese Richtung geht.
Bei 25/30 kg/cm reicht dann aber je eines auf Quer.
QR sollen mit Abreissgewebe angeschlagen werden; QR oben und WK unten. Laminiert werden die QR mit Karbonband. Die Festigkeit sollte reichen um ein QR Flattern zu vermeiden.

Viele Grüße

Gerd

Zebulon
03.09.2018, 10:19
.... eben vergessen:

Flächenverbinder ist bei mir ein 50 cm langer und 16 mm starker Rundstahl

Zebulon
03.09.2018, 10:34
ja, stimmt, war mir auch aufgefallen, die rechte HL Anformung läuft etwas nach links weg (von hinten betrachtet)

scooterbc
03.09.2018, 12:07
mein 25iger GFK Stab ist 70 cm lang

Zebulon
03.09.2018, 21:27
Habe ersteinmal den Rumpf in Höhe der Flächenanschlüsse ausgemessen, damit ich eine Helling für die Montage der Steckungshülsen bauen kann:

2007244

Auf dem Baubrett sieht das dann später so aus:

2007249

Die inneren Flächenkerne mit ihren Unterschalen werden einfach in die Helling gelegt und erhalten so die richtige Pfeilung. Die bereits aufgeklebte Wurzelrippe (12 mm Sperrholz) ist bereits mit den Bohrungen für das Steckungsrohr, die Servokabel und die Sicherungsschraube (mit Einschlagmutter auf der Rückseite) versehen.
Senkrecht zur Längsachse ist die Lage des Steckungsstahls bei 135 mm von der Nasenleiste festgelegt worden. Die abgelängten Messinghülsen sind fluchtend eingepasst und mit angedicktem Epoxi eingeklebt und mit festem Balsa verklebt. Das innere Ende der Hülsen lagert in eingeklebten Rippen (6 mm Sperrholz).

2007253

Am Ende der Aktion sieht das Ganze dann so aus:

2007257

Die Anregung dazu habe ich aus dieser Anleitung:

https://www.swiss-composite.ch/pdf/i-Styro-Tragflaechen.pdf

Rambo15
03.09.2018, 21:41
Die Mü 28 ist ein Kunstflugsegler, bei 4 m Spannweite reicht das so nicht zum Einleiten der Kräfte! Mit einer Stützrippe allein geht das nicht. Ein Holmstummel muss eine Länge von 1/3 der Halbspannweite haben. Noch besser 2/3 oder einen durchgehenden Holm. In der Beschreibung oder Anleitung wurde es so beschrieben.( siehe Discus 670cm Spannweite)

scooterbc
04.09.2018, 08:36
Hallo namenloser Zebulon,

lass Dich nicht verrückt machen, noch ist nichts verloren bzw. natürlich geht das auch so wie gebaut, aber natürlich mit deutlichen Abstrichen was die Steifigkeit angeht.
-ich würde jetzt ein Kohlerovinggewebe parallel zum Rohr unten bis mitte Störklappe und oben bis 1/3 Halbspannweite einbauen. Darauf unter 45 Grad gelegte Kohletorsionslage. Wenn Du es noch besser machen willst schneidest Du mit dem Heißdraht einen 2mm Schlitz in Verlängerung der Steckung und füllst dies mit Balsa Hochkant als Holmsteg aus (reicht in diesem Fall bis mitte Störklappe)

Noch etwas: wenn man den Rumpf genau vermisst und mit dem Original vergleicht reduziert sich die Spannweite auf ca. 3,70m, dann wirkt sie noch bulliger, wie das Original halt.
Und dann noch was zu "Kunstflugsegler", nö, nicht mit 1,5/09, das Ganze wird ein Bolzgerät am Hang und bei entsprechender Gewichtszugabe auch richtig schnell. Aber unter Kunstflug verstehe ich etwas anderes. Drum hat meine auch 2,25/12 Acro.

Jörg

Rambo15
04.09.2018, 09:11
Man kann keinen Holm durch Stege mit aufgelegtem Kohlegewebe ersetzen.
In jeder Tragfläche sind Holme , egal ob aus Kiefernholz oder Kohlerovings, die mit Stegen abgesperrt werden.
Kenne keine Tragfläche ohne Holme !!

Ist eine Meinung oder Tatsache von mir. sie muss aber für andere nicht Richtig sein.
Sollte nur ein Denkanstoss sein.
MfG Uwe

Fox12
04.09.2018, 09:42
Ich geb da Rambo recht ....

in der jetzigen Phase ist das recht einfach und schnell korrigiert .... warum das also nicht durchziehen .... ist an einem Abend erledigt ....

Gruß Jürgen

Zebulon
04.09.2018, 10:20
Hallo Zusammen,

ganz schnell ein „Danke“ für die Diskussion und Denkanstöße!! Ich melde mich heute Abend mit meinen Überlegungen dazu. Jetzt fehlt mir leider die Zeit.

Gerd (der namenlose Zebulon)

Rambo15
04.09.2018, 10:30
http://www.rc-network.de/forum/showthread.php/245888-Bau-Bildbericht-LS-Fl%C3%A4chenbau-1-3

Ein toller oder der beste Beitrag, der alles genau erklärt und keine Fragen offen lässt.
Den oder die Kerne von oben beplanken und dann sind Taten gefragt !
Aber nicht an einem Abend zu schaffen.




MfG Uwe

scooterbc
04.09.2018, 12:16
2007433

und so sieht eine MÜ Fläche aus in der kein einziger Roving und keine Kiefernleiste verbaut ist.
Nach Felseinschlag und anschließendem ca 60m Absturz auf Almwiese

Und ansonsten empfehle ich die Lektüre von Druck, Zug und Schub

funkle95
04.09.2018, 12:46
ja die flächen sind doch e ganz geblieben ;-)

Rambo15
04.09.2018, 16:16
Der Schuh passt mir aber nicht.
Felseinschlag ist die neue Kunstflugfigur.
Wie erlerne ich das Figurenfliegen ? Auch zu diesem Thema gibt es eine DVD !
Vom Impellerfliegen auch, damit man die Geschwindigkeit einschätzen kann und die Belastungen erahnen kann,die dort auftreten. Gilt auch für Segler.

Das kommt davon, wenn man sich hier einmischt und seine Meinung schreibt.
Ist hier wie in einem Kindergarten, nur manche können weiterdenken.

MfG Uwe

funkle95
04.09.2018, 19:55
einer der besten Sätze in der Tragflächenbau- Beschreibung von Swiss Composite:

''Wer einen Holm einbauen will, kann dies selbstverständlich tun. Die Beschaffenheit eines Holms ist abhängig vom Flugstiel, von der Spannweite, der Profildicke und vom Gewicht des Fliegers etc. Die Praxis zeigt aber, dass die meisten Holme überdimensioniert werden. Vermutlich stammt diese Holmhysterie von den F3B Fliegern, welche mit immer stärkeren Winden versuchen, Ihre Modelle bereits beim Start zu zerstören. Ein vorbildähnlicher Segler im 4m Bereich erfährt jedoch nie eine solche Belastung und darf seine Flächen durchaus etwas biegen, die grossen tun es auch. ''

:D:D:D:D:D:D

Zebulon
04.09.2018, 20:47
Hallo zusammen,

habe nicht erwartet, dass ein einfaches Bild von meinen Flächenrohlingen mit den Steckungen eine derartige Diskussion lostritt - ist echt spannend Eure unterschiedlichen Ansichten und Erfahrungen kennen zu lernen.

Der Bau der MÜ ist für mich ein Experiment. Pragmatische Lösungen schweben mir vor - eher soviel wie nötig und nicht so viel wie möglich, und auch für den „Normalo“ ohne Profi-Werkstatt machbar.

Flächenbau ohne Holm ist daher das was mich fasziniert, obwohl von Euch klasse Anregungen kamen wie noch nachträglich Holme nachgerüstet werden können. Danke auch dafür!

Hier also meine Laminierplanung:

Material:
- bidiagonales Carbongelege mit 80 gr/qm; erschien mir mit 25€/qm die günstigste Wahl zu sein.

2007751

Oben und unten jeweils eine Lage durchgehend, dann eine bis etwas über die Hälfte und eine weiter im unteren Drittel. Also etwa so:

2007756

Die Gewebelagen werden zueinander verdreht gelegt, so dass die Fasern 90 Grad zu einander verlaufen. Verlauf auf Ober- und Unterseite ebenfalls 90 Grad zueinander.

Im Bereich der Endleiste, in der sich nach dem Laminierplan nur eine Lage des Geleges auf Ober- und Unterseite befindet, kommt noch oben und unten ein 7,5 cm breiter Streifen 22 g/m Carbon-Band KDU-1024/ 7,5 cm hinzu.

2007759

Nun kommt der Weh(r)mutstopfen: Geschäftsreise und ersteinmal 1,5 Wochen Bauabstinenz. Daher bitte Geduld - es zieht sich ein wenig.

Zebulon
06.09.2018, 16:45
... so ganz ohne Projektfortschritt geht es doch nicht. Von Euch kamen ja schon Anregungen zu den Flächenservos. Auf 20 kg bei den QR zu gehen und 30 bei den WK ist schon eine Ansage. Ich habe nun einmal geschaut ob es Möglichkeiten gibt, das zu berechnen. Hier die Links zu WebSites mit Berechnungsprogrammen in MS Excel:

http://www.mbsroegner.bizland.com/RUDERMOMENTRECHNER-Rev01.xls

http://www.s4a.ch/eflight/docs/rudermoment.xls

Beide habe ich verwendet. Sie liefern ähnliche Ergebnisse.

Hier das Berechnungsergebnis für die QR Kräfte:

2008425

Bei 65 m/sec entsprechend 234 km/h kommen da immerhin 18 kg zusammen. Da liegt @scooterbc schon richtig mit seinen 20 kg auf Quer.
Ich denke, ich komme mit etwas weniger aus, liegt ja auch am Verhältnis von Ruderhebel und Ruderhorn und den geflogenen Geschwindigkeiten.
Da ich noch MKS DS 6125 MG Servos liegen habe, die bei 6 V ca. 8 Kg leisten, werde ich je zwei davon an den QR arbeiten lassen. Ich denke, dass wird passen.

Jürgen63
06.09.2018, 19:51
Hallo Leute,
find ich suuuper. Habe mir auch eine Rowi Mü gekauft. Ist ein Flieger der mir schon immer gefallen hat. Soll mein erstes Projekt werden das ich so aufbaue. Daher bin ich für jede Info dankbar. Ich habe mal die Akaflieg in München angeschrieben und nach Unterlagen gefragt. Schaut was ich bekommen habe.
Das hier und noch ne Mehrseitige pdf. Echt nett!

Ich freu mich schon darauf den Baubericht weiter zu verfolgen

Gruss
Jürgen
2008500
2008502

Zebulon
06.09.2018, 21:48
Hallo Jürgen,

danke für Deinen Input! Da können wir ja direkt feststellen wie scale die ROWI MÜ 28 ist. In diesem Thread wurde ja schon angemerkt dass die Flächen auf 370 cm Spannweite insgesamt gekürzt werden sollten damit das Flugbild dem Original entspricht. Stellst Du noch etwas zum Höhenleitwerk ein? .... dann hätten wir vom Original die wichtigsten Daten hier komplett.

Viele Grüße

Gerd

Zebulon
06.09.2018, 22:42
Ab 9:20 Wissenswertes zur MÜ 28:


https://youtu.be/b1TlXJH9PSg

Compositas
07.09.2018, 07:35
... so ganz ohne Projektfortschritt geht es doch nicht. Von Euch kamen ja schon Anregungen zu den Flächenservos. Auf 20 kg bei den QR zu gehen und 30 bei den WK ist schon eine Ansage. Ich habe nun einmal geschaut ob es Möglichkeiten gibt, das zu berechnen. Hier die Links zu WebSites mit Berechnungsprogrammen in MS Excel:

http://www.mbsroegner.bizland.com/RUDERMOMENTRECHNER-Rev01.xls

http://www.s4a.ch/eflight/docs/rudermoment.xls

Beide habe ich verwendet. Sie liefern ähnliche Ergebnisse.

Hier das Berechnungsergebnis für die QR Kräfte:

2008425

Bei 65 m/sec entsprechend 234 km/h kommen da immerhin 18 kg zusammen. Da liegt @scooterbc schon richtig mit seinen 20 kg auf Quer.
Ich denke, ich komme mit etwas weniger aus, liegt ja auch am Verhältnis von Ruderhebel und Ruderhorn und den geflogenen Geschwindigkeiten.
Da ich noch MKS DS 6125 MG Servos liegen habe, die bei 6 V ca. 8 Kg leisten, werde ich je zwei davon an den QR arbeiten lassen. Ich denke, dass wird passen.

Hallo,
Denke ich nicht. Bevor du mit einem holmlosen flieger dieser Größe mit 65m/s und mks 6125 loslegt, gib bescheid damit man Deckung aufsuchen kann. Im Ernst, mir ist sowas unbegreiflich:mad:. Vor allem auch, wieso man 10mm servos für so eine Kiste wählt obwohl für robustere Typen Platz in Hülle und Fülle da wäre :(
Ich hoffe du denkst da nochmal drüber nach.

Jürgen63
07.09.2018, 07:36
Bitte schön. Das Höhenruder

2008748
2008749

Zebulon
07.09.2018, 08:59
Hallo,
Denke ich nicht. Bevor du mit einem holmlosen flieger dieser Größe mit 65m/s und mks 6125 loslegt, gib bescheid damit man Deckung aufsuchen kann. Im Ernst, mir ist sowas unbegreiflich:mad:. Vor allem auch, wieso man 10mm servos für so eine Kiste wählt obwohl für robustere Typen Platz in Hülle und Fülle da wäre :(
Ich hoffe du denkst da nochmal drüber nach.

Ja, danke, machˋ ich bestimmt. Daher ja auch den Baubericht hier.... VG Gerd

Rambo15
07.09.2018, 10:03
Ja und dann wartet bei mir noch ein Ceflix 500 Klappimpeller auf die richtige Maschine, und der passt in den Rumpf offenbar hinein, und das soll er dann auch: http://www.ceflix.de/ceflix500kit-51-2.html

Guten Morgen Gerd

Schon nachgeschaut ob das Celfix passt ?
Bei einer Mü,28 der Firma Gewalt 350 cm Spannweite geht ein Jetec E 90 nicht hinein, und deins ist in der Breite 15 mm grösser !

MFG Uwe

Zebulon
07.09.2018, 10:23
Hallo Uwe,

ja, passt rein, Rumpf ist breit und hoch genug, Klappe ist schon ausgeschnitten..., Impeller muss allerdings nah an die Steckung ran weil es sonst mit der Rumpfhöhe end wird (liegt am Impellerservo, das nach unten etwas herausragt), Bilder dazu kommen demnächst....

Gruss Gerd

Zebulon
07.09.2018, 10:29
Ja, danke, machˋ ich bestimmt. Daher ja auch den Baubericht hier.... VG Gerd

... so habe mal bei einigen Anbietern von Modellen der 4 m Klasse nach geschaut: die KST 125 die dort empfohlen werden, klammere ich jetzt einmal aus. Demnach kämen in Frage:

Savöx 1250, Savöx 1260, DES 587 MG, DS 3421 HV, DS 8411 HV, DES 658 MG o. ä.

Wobei die letzten beiden (jeweils etwa 13kg) meistens für WK empfohlen werden; für die QR sind es meistens 6 bis 8kg Servos...

Hoffe, das damit Entwarnung gegeben ist!

SZD 22 Mucha
07.09.2018, 10:42
.......eine Bemerkung

2008880

2008883

Das Venturi - Rohr sollte auch noch hineinpassen.

Olaf

Rambo15
07.09.2018, 11:32
Genau Olaf, du hast es durchschaut .
Außerdem wird die Impellerachse nie !!! zur Profilsehne passen.
Mit diesen Gedankengang habe ich schon geliebäugelt, solange es die Klappimpeller gibt.
Auch wird das Leistungsgewicht nicht über 0,4 sein , ab 0,8 beginnt erst der richtige Spass für echte Piloten.
Die passende Klappis sind einfach zuklein von der Leistung her.
In einem Lambo gehört auch kein Passatmotor eingebaut.

Bin schon gespannt auf die Fotos die folgen werden.

Uwe

Coogan
07.09.2018, 21:39
Hi,

hier gibt es auch einige Interessante Dinge über die ROWI Mü28:
http://www.rc-network.de/forum/showthread.php/235088-MÜ-28-von-Rowi

Gruß
Carsten

Zebulon
07.09.2018, 22:44
Hi,

hier gibt es auch einige Interessante Dinge über die ROWI Mü28:
http://www.rc-network.de/forum/showthread.php/235088-MÜ-28-von-Rowi

Gruß
Carsten

Hallo Carsten,

ja, das stimmt und kenne ich: hat mich motiviert zum Bau einer MÜ! Vor allem die Diskussionen um Flächenbau, Holme, Belastbarkeit, Speed usw. sind wirklich interessant zu lesen und passen gut hier hinein.

... die Diskussionen dort haben mich aber auch motiviert selbst etwas beizutragen, denn ich möchte ja nicht nur Informationen herausziehen, sondern der Community auch etwas zurückgeben. Als es dann keine Antwort auf meine Frage nach der richtigen V-Form gab und mir die in der ROWI Skizze angegebene zu gross erschien, habe ich dieses Thema hier aufgemacht... und es freut mich, dass, obwohl schon viel geschrieben wurde, auch wirklich (zumindest für mich) neues Material zusammenkommt, bspw. die Bilder der Originalpläne der Akaflieg die Jürgen hier eingestellt.

Danke nochmals für die konstruktive Mitwirkung!

Grüße Gerd

Coogan
08.09.2018, 01:46
Hi,
also ich habe sehr wenig V-Form ... ca. 0.9° pro
Seite ....
Messerflug habe ich noch nicht probiert, da meine
MÜ noch nicht ganz fertig ist... das wird nächstes
Jahr ...

Gruß
Carsten

Rambo15
08.09.2018, 07:27
Hi Carsten,
ist sie nun fertig oder nicht ?
Oder traust du dir keinen Messerflug, oder kannst es nicht ?
Auf den Bildern kann sie ja fliegen, nur das Finish fehlt.
Wird wohl am Wind und Wetter liegen und das Kunstflugwetter kommt ja erst im Herbst !


Gruß Uwe




Hi,

bevor ich nun das Finish bei meiner Mü28 mache habe ich heute die Mü mal geflitscht ... sie hat mit 8kg
einen super Gleitwinkel, mir hat es für ganze 3 Runden gereicht. Höhenruder noch etwas reduzieren, bei Butterfly
noch etwas mehr Tiefe trimmen - Gewicht stimmt, muss dann nur noch exakt eingeflogen werden, aber so kann man
schon damit klarkommen...












Gruß
Carsten

Coogan
08.09.2018, 10:11
@ Uwe,
sie wurde bis jetzt nur das eine mal
geflitscht und für das flog sie absolut
Top. Habe dieses Jahr einfach zu viele Projekte,
die ich fertig machen möchte, besser gesagt,
die ich paralell mache. So bin ich dieses
Jahr nicht zum Hangfliegen gekommen.
Ich baue gerade noch eine 4,4m Salto, ein
20" KTW für meine DG800B, welche ich dann
nächstes Jahr baue, ein Jetec E-120 in meine
5m Discus und momentan den Cocpitausbau
der Mü28 ....
Einfach zu viel gleichzeitig ... mein Plan ist es
nächstes Jahr mit der Mü und der Salto wie
eigentlich jedes Jahr (außer dieses Jahr leider)
für eine Woche zum fliegen auf den Mottarone
am Lago Maggiore zu gehen, da kann ich dann
alles testen und einstellen bis die Heide wackelt....
auch deinen gewünschten Messerflug ;-)

Gruß Carsten

Rambo15
08.09.2018, 10:41
Guten Morgen Carsten,
warum baust du eins nicht fertig ?
Oder haste zuviel Geld übrig !
Sind bestimmt tolle Modelle die einfach auf ihren Flug warten.
Wenn du so weiter machst , fliegt keins davon im nächsten Jahr.
Geh einfach auf einen Modellflugplatz und lass sie fliegen und am Lago Maggiore fliegst du auch nicht besser .
Hört sich nur besser an, als ich war auf der Wasserkuppe zum Modellfliegen.

Mich interessiert die MÜ 28 sehr.
Wollte eine von Gewalt mit einem Migflight Jetec E90ausstatten, der leider nicht von seiner Grösse hineinpasste.
Und nun liesst man ja her wirklich tolle Sachen.
Sogar ein noch grösster vom Durchmesser passt in eine MUHkuh.
Und Holme in der Tragfläche werden auch nicht benötigt.
Servos sollen verwendet werden können die zum Easy Glider gut passen !

Mein bester Freund wurde vor 30 Jahren mit einem Pilot der Firma Gewalt an seinen Kopf getroffen.
Fahrtabriss im Landeanflug, klingt harmlos so war es aber nicht !
Am Flugplatz kam seine Hirnmasse aus der Schädeldecke geflossen.
Man flickte ihn im KH wieder zusammen, seinen Arm konnte es nicht mehr bewegen und saß 15 Jahre im Rollstuhl bis er starb.
Warum wird hier nicht verstanden, was man damit sagen möchte.
Fühle dich bitte nicht angesprochen, möchte es einfach im Raum stehen lassen.
Finde so einen Baubericht echt toll, warum kann man nicht auf dem Teppich bleiben und nicht versuchen einen Traum zuleben den es nicht gibt?
Jeder setzt noch einen drauf !!!
Für Waffen braucht man einen Waffenschein
Wenn die Modellflieger so weitermachen wird bald eine Bauüberprüfung und eine Flugtauglichkeitprüfung der Piloten stattfinden.
Gibt genug,die mit den Modellen überfordert sind. Im Bau und dessen Handhabung.
Auweia, was hab ich nur da von mir losgelassen !
Denke aber es war die Wahrheit.


MfG Uwe

Coogan
08.09.2018, 11:17
Hi Uwe,
ich bin der letzte, welcher rumbolzt,
95% Thermik fliegen, der Rest normaler
Kunstflug abseits von Personen!

Zu meiner Rowi Mü kann ich dir nur noch
sagen, der Rumpf ist sehr schlecht verarbeitet!
Auf einer Seite wo die Fläche anliegt
hat der Rumpf eine Delle, welche ich nur
durch das Einsetzen eines Spantes wegbekommen
habe. Des weiteren besteht der Rumpf aus sehr
groben Gewebe mit sehr vielen Lunkern unter
der Deckschicht ... habe schon sehr viel gespachtelt
und geschliffen ... die Profilform am Rumpf der
Höhenleitwerke stimmt auch nicht!

Gruß
Carsten

Coogan
08.09.2018, 13:43
Ein sehr schöner Beitrag über Flächenbau, in dem für mich sehr interessante Dinge stehen ist dieser: http://www.rc-network.de/forum/showthread.php/564466-ASW-28-(M-1-3-33)-Kompletter-Eigenbau!

Ich würde auch dringend abraten einen Kunstflugsegler ohne Holm zu bauen meine Mü wiegt ohne einen Antrieb 8kg mit Antrieb wird das nichts unter 10kg. Bei der Fächentiefe kommt da schon ein enormer Druck zustande und das hebt ohne Holm definitiv nicht!

Eine Steckung mit Stützrippe würde ich mir auch nochmals gründlich überdenken ... es gibt heute modernere Verfahren!

Gruß
Carsten

Zebulon
08.09.2018, 22:29
Hallo Carsten,
den Link kannte ich noch nicht. Wirklich beeindruckend, wie perfekt gearbeitet werden kann, wenn ein (so wie es in den Bildern ausschaut) professioneller und auf GFK/CFK Modellbau ausgerichteter Hobbyraum zur Verfügung steht
(und offenbar auch jede Menge Erfahrung im Flächenbau). Da kann natürlich ganz anders gewerkelt werden als bei mir auf der Terrasse und an der Bierzeltgarnitur, und daher kann ich mich leider nur sehr bedingt daran orientieren.
Aber genau das ist für mich die Herausforderung: Es muss doch möglich sein, den Flächenbau so zu vereinfachen, dass es auch mit „Bordmitteln“ geht wie man im Norddeutschen so sagt, also ohne professionelle Hobbywerkstatt und auch nicht um jeden Preis. Und genau das ist einer der Gründe, warum ich mich hier oute. „Soviel wie nötig“ ist meine Motto; nicht „Soviel wie möglich“.
Ein Beispiel dazu: Als ich die Sandwichflächen für einen Pylonracer baute mit Balsabeplankung und 49er Glasgewebe und mir der Konstrukteur empfahl die Flächenhälften mit den Wurzelrippen einfach stumpf mit Epoxy zu verkleben, mochte ich nicht glauben dass das gut geht im Flug. Ich hätte mich mit Verbindern o.ä. herumgeschlagen. Völlig überflüssig, es geht mit stumpfer Verleimung! Mit 240 km/h ums Eck - kein Problem, die Flächen halten heute noch. Anderes Beispiel: Mein Ninja Speed hat 2 kurze Sperrholzverbinder zwischen den Flächenhälften, oben und unten eine Lage 80er GFK und in der Flächenmitte eine weitere Schicht 80er als Verstärkung, Rautenförmig geschnitten, links und rechts bis jeweils 1/3 der Flächenhälften, dazu durchgehend ein 4 cm breiter Streifen CFK-Band oben jnd unten. Keinen Holm. 360 km/h macht die Kiste, langsam rangetastet, immer sonntagsmorgens geflogen wenn der Rest der Welt noch in den Betten liegt und das Risiko Mitmenschen zu gefährden gegen Null strebt... Kein Flächenflattern, eckige Loops problemlos, anstechen aus der Sichtgrenze und dann in die Horizontale - die Fläche hält!
So, jetzt höre ich Waldorf und Statler (die aus der Muppet Show) schon in die Tasten hauen - Tenor: „Du kannst doch einen Hangboliden mit 10kg Lebendgewicht nicht mit einem 2kg Speeder vergleichen, und mit einem Pylonracer erst recht nicht! Alle bauen Holme, mach das auch, falls nicht ist das grob fahrlässig und Du kannst Dir bald Kerben (für die abgeschossenen Zusschauer oder Vereinskameraden) in Deine Steuerknüppel schnitzen...“. Hmmmm, aber nur weil Holme offenbar alle bauen, bedeutet es ja nicht, dass es keine anderen Wege gibt um eine belastbare Fläche zu bauen, oder einfachere Wege um Home zu bauen, oder, oder, oder.... und dazu gab es ja auch schon wertvolle und konstruktive Hinweise hier - schaun mer Mal wie es weitergeht....
Gruss Gerd
PS: Die Antwort an Dich, Carsten, war eigentlich nur der erste Abschnitt... Im Übrigen stimme ich Dir bezüglich der Rumpfqualität voll zu!

Coogan
09.09.2018, 02:15
Hallo Gerd,

tja, das kann gut gehen, muss aber nicht - so wie bei meinem Kumpel vor ca. 3 Wochen … seine 3,75m B4 flog immer sehr gut - bis auf
diesen Tag! nach einem Ablasser aus ca. 200m wollte er nur (wie sonst auch) in ca. 70-80m neben uns vorbei fliegen. Tja, auf unserer
Höhe fing plötzlich das Höhenruder an zu flattern und die Kiste schlug 60m neben uns ein, das geht so schnell, da kannst du nicht mal mehr rufen "Achtung" oder schauen ob da jemand steht!
Die meisten Kisten die wir hier bauen sind definitiv kein Spielzeug mehr, da muss man schon wissen was man tut und auch Verantwortung dafür übernehmen!


Bis vor ca. 3 Jahren habe ich auch noch mit Stützrippen gebaut, habe aber schon immer einen Holm mindestens im ersten drittel, eher mehr oder ganze Länge verbaut,
die Kisten sind nun teilweise schon über 20 Jahre alt und fliegen noch immer, aber ich fliege diese Maschinen ausschließlich nur noch in der Thermik und habe mir
vorgenommen nun eine nach der anderen zu überholen und dafür neue Flächen zu bauen ... genau darin besteht bei mir mittlerweile der Reiz, mich immer mehr zu
verbessern und die Modelle besser und sicherer zu machen!
Früher war ein 10mm Rundstab in einer 3,75 - 4m Maschine standard, heute würde ich das nie wieder so bauen!
Ich finde es nun sehr interessant Holmgurte zu berechnen, zu verstehen wieso, weshalb und warum und diese dann optimal in die Fläche einzulaminieren,
auch ein Holmaufbau kann so oder so gemacht werden ... und so aufwendig ist das auch nicht - zum Fliegen habe ich ja genug Modelle, jetzt kann ich mich
mit dem Bauen und dem Finish eines Modells beschäftigen und da neue Wege gehen. Deshalb macht es mir auch nichts aus, wenn ich ein Modell flugfertig
habe und es aber erst ein Jahr später fliegen kann!
Auch Flächenverbinder und deren Taschen selbst herstellen, mache ich auch erst seit 2 Jahren, aber es lohnt sich …
Ich habe hier auch Leute kennen gelernt, da bin ich dagegen ein absolutes nichts, wenn man da sieht was der ein oder andere hier abliefert, das ist echt der Hammer,
da werden ganze Modelle berechnet und Profile selbst erstellt - da verneige ich mich nicht nur einmal!!
Aber ich versuche mich doch mit meinen Mitteln stetig weiter zu verbessern und dazuzulernen ...

Was mich mal wirklich reizen würde, einmal jemanden, der GFK-Flächen herstellt, bei einer Fläche über die Schultern schauen zu dürfen :)
Das finde ich höchst faszinierend …. Präzision und absolute Profiltreue!

Gruß
Carsten

Rambo15
09.09.2018, 04:46
Hallo Gerd,
das scheint ja so als wenn du Weltrekorde fliegst !
360km/h ist ja schon der echte Knaller.
In welcher Klasse hast du sie denn erreicht ?
Mit was für einen Motor?

Kenne 360 km/h nur von Jets mit Strahltreibwerken von Wettbewerben und Modellflugtagen
Hast du keine Bilder davon ?

Was machen die Bilder vom Celfix der MÜ 28 die du einstellen wollest?
Bin echt sehr gespannt darauf !

Bisher konnte man ja nur eine Steckung sehen, die eher für ein Höhenleitwerk sein könnte als
für einen Kunstflugsegler angetrieben mit einem Celfix. Der erste Ablasser und dir fliegt alles und die Ohren bei
deiner MÜ, verstehe nicht was warum du das nicht einsehen willst. Scheinst sehr viel Geld übrig zuhaben !
Wenn alles vom Himmel fällt sind es nur beim Antrieb ca. 2500 Euro.
Gib es lieber mir, die Adresse schreibe ich dir gerne.
Es würde dann in eine Diana 2 kommen und noch Jahre mit ihr fliegen können.
Bei dir ist der Celfixhimmel schneller da als du ihn erhoffst .
Das ist zur Zeit meine Meinung von dir.
Vielleicht täusche ich mich ja auch.


MfG Uwe

Rambo15
09.09.2018, 04:55
Hallo Carsten,
wenn du echt Lust dazu hast, kann ich dir einen Termin verschaffen , mein Freund ist Kleinserienherstellen des bekannten SRTL aus Salgitter Bad.
Dort wird dir dann die Technik oder Bauweise erklärt von einem Modell was Rekorde im DS erflogen hat.
Man kann viel über das tolle Modell hier bei RC Network lesen.
Komm nach Salzgitter und wir können uns alles gemeinsam anschaun.
Auch Thomas kann dir genug von der Mü berichten.
Früher haben in den 60er viele meine Rümpfe und Styrotragfächen gekauft die ich selber gebaut hatte.
Wieviele MÜ 28 Bausätze ich damal verkauft habe weiss ich nicht mehr. Aber damals war ich der erste der es konnte.
Damals habe ich mein Epoxidharz bei der Firma Richard Schley in Hannover gekauft.
Die Firma R&G und andere gab es noch nicht.

Ja man weiss nie mit wem man hier schreibt.
Andere hauen hier auf die Kacke ich nicht.

Gruß Uwe

Zebulon
09.09.2018, 07:27
Guten Morgen Carsten,

na, dann haben wir ja ungefähr die selbe Motivation - finde ich gut. Gut finde ich auch sachliche Diskussionen, da kommt man dann wirklich gedanklich weiter, ohne von irgendwelchen Untertönen abgelenkt zu werden... Beim Stöbern habe ich dann diesen Link hier entdeckt: http://www.rc-network.de/forum/showthread.php/392232-Was-bringt-ein-„halber-Tragflächen-Holm“. Auch lesenswert, was die Hobbykollegen 2006 so diskutiert haben.

VG Gerd

Rambo15
09.09.2018, 10:30
hier ist ein Video

https://youtu.be/OFCUxxH_o0w
Der Pilot könnte gut mit einem Cefix umgehen!
Dort gibt es auch eine MÜ 28 vom Feinsten zu erwerben.

scooterbc
09.09.2018, 11:11
Da dass mit dem Flächenbau mittlerweile geklärt ist können wir uns ja wieder weiteren Punkten widmen:

- 8 Kg dürfte die untere machbare Grenze in Sandwichbauweise sein, ich habe 8,5 Kg geschafft und wirklich überall hinten optimiert um vorn Gewicht zu sparen. So habe ich bewusst auf ein EZFW bzw. Rad verzichtet. Und trotzdem ist der Rumpf an seiner konstruktiven Grenze. Bei meinem neuen Rumpf kommen jetzt Spanten aus beidseitig beglasten 8 mm Styrodur rein. Auf ein Fahrwerk werde ich wieder verzichten, obwohl es hier rumliegt. Achso, statt Motor habe ich einen Flitschenhaken. Damit schaffe ich so 20m Höhe und ausreichend Fluggeschwindigkeit um im Notfall wieder direkt reinlanden zu können wenn der Hang eben doch nicht greift.
- Mein Höhenruder und auch die meiner beiden Kumpels welche ihre MÜ`s leider noch nicht fertig haben sind als Pendelleitwerke ausgelegt. Dafür haben wir uns CFK Winkel gebaut in welche ein dünnwandiges VA Röhrchen mit 11 mm DN eingeharzt ist, als Verbinder fungiert wieder ein dünnwandiges VA Rohr welches mit einem 10 mm Kohlestab gefüllt ist. Als Antriebsstab ist ein kurzer Titanstab mit 5mm verbaut. Das Ganze wird über ein 12mm Kohlerohr mit dem ganz vorne sitzenden Servo angelenkt. Diese Ausführung haben wir nicht aus belastungsgründen gewählt, sondern der große Röhrchendurchmesser sorgt für Spielfreiheit

Jörg

Rambo15
09.09.2018, 11:30
DG Flugmodellbautechnik Modellbau,
baut auch kein Pendelruder in ihre Mü 28 ein.
Sind halt Profis, von denen kann man nun mal nur lernen.
Und sonen Leichenrumpf gibt es dort auch nicht zukaufen,wovon hier die Rede ist.
Glaube kaum das einer Dominik Georg hier das Wasser reichen kann.
So jetzt sind wir mit dem Höhenleitwerk durch, nächste Thema.
Wäre schon zuwissen ob das Celfix nun passt?
Beweisbilder sollten ja schon eingestellt sein.
Verstehe leider nicht warum.
Oder ist die Cam kaputt?

Uwe

Rambo15
09.09.2018, 14:02
MÜ 28 (M 1:2,25 - DG-Modellbautechnik): Erfahrungen?.
Dort ist kein Pendelleitwerk eingebaut.
Ein normales in Leichtbau mit kleinen Rudermaschinen ist auch nicht schwerer !
Und man kann sich voll um die Seitenruderanlenkung kümmern und nichts ist im Wege.
Wenn ein Cefix rein kommt , braucht man eh den Platz dafür.
Thema:ROWI Mü 28 mit Ceflix 500: Baubericht
Und ein Fahrwerk sollte wohl reinkommen, sonst ist bald der Rumpf durchgeschliffen.
Und der ganze Landestoss ginge in den Rumpf ohne Abdämpfung.
Denke Fluggewicht wird eher 12-14 kg werden.

Uwe

alois1
09.09.2018, 14:12
Hallo Uwe !
Dieser Thread geht ueber die ROWI Mue 28 ,ich finde die Anpreisung eines anderen
Anbieters ,Wettbewerbers ,weil besser,sicher auch teuerer, hier nicht angebracht !:rolleyes:

Fliegergruss. Gerhard

Rambo15
09.09.2018, 14:32
sind ja auch nur zur Anschauung gedacht Gerhard .
Denke dort haben Profis eine Mü gebaut, die auch an Wettbewerben teilnehmen.
Und die wissen es halt besser als Laien.
Oder schaust du nicht auch was andere machen ? Und versuchst es vielleicht zu verbessern !
Und ein Cefix ( 2500 Euro mit allem drum und daran ist ja auch nicht gerade billig)
Rechne mal nach was ne fertige Rowi kostet?



Fiegergruß Uwe

alois1
09.09.2018, 21:15
Hallo Uwe !
Leider kommen Deine Beitraege halt so rueber !
Habe mir mal die Preissliste von dg angeschaut, da sind aber auch Welten dazwischen !
Basispreis rund 2100 + carbonunterlegte Flaeche+Elasticflap+Kevlarrumpf da kommt einiges
zusammen , vielleicht wollen manche nicht soviel ausgeben, dafuer mehr Eigenarbeit einbringen !
Gut, Rowi Rumpf kann man nicht gerade als Vorzeigestueck nehmen,kostet auch nur 1 xtel davon,
kann ihn aber noch innen verstaerken, spachteln schleifen lackieren sowieso .Wenn man nur
1a Ware will dann ist man hier nicht richtig !
Der hat aber keine Profilanformung :)somit ideal fuer Selbstbau von verschiedenen Profilen
Natuerlich guck ich mir anderes an und versuche fuer mich Verbesserungen daraus zu ziehen,
die ich in meine Eigenbauten einbringe. :D
Schaust Du ,umgebauter ,dann abgeformter frueherer Steinhart Swiftrumpf 3,25 ohne Anformung am Rumpf mit
Eigenbauformen Flaechen HQ DS 1,5/9 +HLW,SLW .
Als leichtgebauter Segler unter 5 kg machbar, ueberall einsetzbar!
2010209
Fliegergruss. Gerhard

Coogan
09.09.2018, 21:39
Uwe, habe dir eine PN geschickt ;-)

Gruß
Carsten

Rambo15
09.09.2018, 22:09
:cool:

Coogan
10.09.2018, 00:16
@ Gerd,

zu deiner Stützrippe aus Abachi, ich würde da ein anderes Material (Flugzeugsperrholz aus mehreren Schichten) nehmen, denn Abachi spaltet sich gerne!
z.B. bei fast allen Big Exel´s bricht das Höhenleitwerk - auch bei meiner, habe es gerade noch vor einem Flug bemerkt.
Letztes Jahr verlor ich meine Excel 4004 als ich sie etwas schneller flog und das Modell mit einem leichten Abfangbogen auslaufen
lies, brach eine Fläche an der Steckung einfach ab - das Steckungsrohr ist da auch in einem Abachiklotz, der sich spaltete!

Gruß
Carsten

Zebulon
10.09.2018, 08:29
Moin Carsten,

super, wieder eine unerwünschte Sollbruchstelle mehr aufgedeckt - 👍 - Schade für Deinen Big Exel. Fliege selber den Exel Competition II seit über 10 Jahren.... Aber nein, ich habe kein Abachi genommen. In meinem Fall ist es 12 mm Flugzeugsperrholz.

Viele Grüße

Gerd

Coogan
10.09.2018, 09:19
Servus,

meine Big Excel fliegt noch, habe das ja gerade rechtzeitig beim Aufbau des Modells gesehen ... aber meine Excel 4004 hat das nicht überlebt :-(

Gruß
Carsten

Rambo15
10.09.2018, 09:40
Guten Morgen Gerd,
warte noch immer auf die Fotos vom Celfix !!!!
Oder kann es sein , du hast gar keins und hast hier nur auf die Kacke gehauen, wie mit den 360km/h?
Kommt mir bald jetzt eher so vor!
Da du mir nicht mehr schreibst, wird es so sein.
Bei einem Baubericht muss man schon mehr sehen können als nur ein Foto.
Egal ich warte einfach mal ab.


Uwe

Zebulon
10.09.2018, 11:25
Hallo Uwe,

es ist ganz einfach mit unserer Kommunikation: Ich antworte nicht auf offensichtliche Provokationen, Unterstellungen usw.

Falls Du wirklich etwas zum Bau und Einfliegen meines Ninja wissen willst, wie bspw. Setup, Bau, technischen Daten usw., dann schau hier: http://www.rc-network.de/forum/showthread.php/572607-Ninja-Speed-set-up-s bis 318 km/h ist der Werdegang dort dokumentiert.

Gruss Gerd

Rambo15
10.09.2018, 12:05
Hallo Gerd,
habe ich geschrieben: Das Celfix passt in die Mü und stelle Bilder dazu ein.
Jetzt fliegt die Nina nur noch 318 km/ h statt 360 km/ h.
Sind alles Zeilen von dir.
Stell dich doch mal zu der Unwahrheit die du hier schreibst?
Man hat dich ertappt das alles nur von dir erdacht ist,das ist das Problem was du gerade hast.
Und nun sitzt du in der Klemme und weiss nicht weiter.
So sieht die Wahrheit aus!
Und andere sich jetzt Schuld!
Meiner Meinung nach hast du von Tuten und Blasen keine Ahnung .


Gruß Uwe

scooterbc
10.09.2018, 13:48
Ich entschuldige mich im Namen aller niedersächsischen Modellflieger für das Benehmen dessen der seinem Nicknamen alle Ehre macht.

Im allgemeinen sind wir relativ friedfertig und akzeptieren auch die Meinungen Anderer. Insbesondere ist auch hier im Norden der Republik üblich erst zu lesen, versuchen zu verstehen und dann zu schreiben.

@Gerd, lass Dich nicht beeinflussen und zur Not gibt es noch die Ignorierfunktion, bis jetzt gibt es an Deinen Ausführungen nichts zu kritisieren auch wenn es noch andere Lösungsansätze mit anderen Zielen gibt.

Jörg

Jürgen63
10.09.2018, 13:56
Hallo Jörg,

ich bin zwar nicht aus Niedersachsen, aber du sprichst mir aus der Seele. Ich hoffe dass wir wieder mehr zum Thema MÜ 28 lesen können.

Das interessiert mich nämlich.

Gruss
Jürgen

Edge1252
10.09.2018, 14:16
Rambo15, raus aus dem Beitrag und vielleicht auch gleich von RC-Network!!!
Das kann es ja nicht sein, dass hier die Leute immer von irgendwelchen Typen, die hier nur Unruhe stiften, angemacht werden!!!

flymaik
10.09.2018, 14:21
Ich entschuldige mich im Namen aller niedersächsischen Modellflieger für das Benehmen dessen der seinem Nicknamen alle Ehre macht.


Traurig, das man seinen Kopf schon für andere hinhalten muß.:(:rolleyes:

Jürgen63
10.09.2018, 15:05
Hallo alle zusammen,

ich möchte hier mal wieder was sachliches zum Besten geben. Es stand der Massstab im Raum.
Wenn ich die Zeichnung die ich eingestellt habe zu Grunde lege, so komme ich auf einen Massstab von 1:3,5.

Ich habe die Rumpflänge der Zeichnung (Mass ohne Seitenruder) 6124mm ins Verhältnis zur gemessenen Länge des bei mir liegenden Rumpfes gesetzt. Der Rumpf hat eine Länge von 1750 mm.

Daraus würde sich folgende Spannweite ergeben.
12000mm : 3,5 = 3420 mm
14000mm : 3,5 = 4000 mm

Somit wären aus dem ROWI-Bausatz beide MÜ 28 Varianten möglich.

Gruss
Jürgen

scooterbc
10.09.2018, 18:39
Hallo Jürgen,
es freut mich, dass meine Berechnungen anhand von verkleinerten Originalzeichnungen so genau sind.

Nur einen Fehler hast Du gemacht: die Halbspannweite nach Typenblatt ist 6000mm um die Spannweite zu ermitteln muss noch die zweite Fläche und die Rumpfbreite dazugerechnet werden.
Dies ergibt dann 3420 mm zzgl. Rumpf, dieser ist bei Rowi ungefähr 200 mm, in Summe sind das dann meine 3,65 m plus 2 cm für nachträgliche angebaute "Endscheiben". Man möge mir die Ungenauigkeit verzeihen.

Leider habe ich aus München keine Daten über eine 14 m Version erhalten, mithin ist für mich die 4 m Version auch nicht existent.
Mit der kurzen Spannweite ergibt sich für mich ein megageiles Flugbild ohne Einbußen in der Steigrate. Hier ist die wirklich gute Re- Zahl wohl entscheidend und Kompensiert das schlechtere Seitenverhältnis.

Jörg

scooterbc
10.09.2018, 18:50
Hallo Jürgen,
es freut mich, dass meine Berechnungen anhand von verkleinerten Originalzeichnungen so genau sind.

Nur einen Fehler hast Du gemacht: die Halbspannweite nach Typenblatt ist 6000mm um die Spannweite zu ermitteln muss noch die zweite Fläche und die Rumpfbreite dazugerechnet werden.
Dies ergibt dann 3420 mm zzgl. Rumpf, dieser ist bei Rowi ungefähr 200 mm, in Summe sind das dann meine 3,65 m plus 2 cm für nachträgliche angebaute "Endscheiben". Man möge mir die Ungenauigkeit verzeihen.

Leider habe ich aus München keine Daten über eine 14 m Version erhalten, mithin ist für mich die 4 m Version auch nicht existent.
Mit der kurzen Spannweite ergibt sich für mich ein megageiles Flugbild ohne Einbußen in der Steigrate. Hier ist die wirklich gute Re- Zahl wohl entscheidend und Kompensiert das schlechtere Seitenverhältnis.

Jörg

Jürgen63
10.09.2018, 19:11
Hallo Jörg,

danke für deine Berichtigung. Bei der 14m Version kann ich dir helfen.
Da habe ich die folgende Unterlage aus Müchen bekommen.

2010637

Gruss

Jürgen

scooterbc
10.09.2018, 19:22
Danke, das habe ich tatsächlich noch nie gesehen. Da sieht man mal, dass so ein Forum auch Unwissenheit beseitigen kann.

Da es aber doch nur ein einziges Original gibt und dieses hat dann welche Spannweite? Aufsteckohren?

Jürgen63
10.09.2018, 20:06
Ich äussere mal eine Vermutung:

1. Das Original hat 12m , da mit ihr ( die MÜ28 ) Kunstflugwettbewerbe geflogen wurden.
2. Die 14m Version nur als Rechenmodell existiert und für reine Themikflüge konzipiert ist.

Aber insgesamt eine Variante die mich reizt. Ich überlege das ganze über Ansteckohren zu lösen. Ist ja gang und gäbe. Siehe SZD 59 oder ASH 31 Mi, oder, oder.

Jürgen

Zebulon
10.09.2018, 20:47
Hallo Zusammen,

ich danke Euch für den Zuspruch und dem Interesse an meinem Überlegungen! Und natürlich berichte ich hier weiter. Wie heisst es so schön: Mit einem Messer im Rücken gehe ich noch lange nicht heim.
Auch wenn ich vielen von Euch nichts Neues berichten kann, so ist doch der Austausch untereinander das eigentliche Ergebnis, dass uns alle irgendwie weiterbringt. Das macht mir Freude.

So, hier nun wieder ein Bild. Es steht ja demnächst das Laminieren der Flächen an. Zwischenzeitlich ist das 1 mm Abachifurnier geliefert worden. 2 m lang, 25 cm breit, die Schnittkanten krum wie ein Flitzebogen. Also ab in den Baumarkt; aber alles was es an Leisten, Aluschienen usw. gab war genauso krum. Also aufpassen beim Kauf. Ich erstand dann ein Schneidelineal, heisst unter Fachleuten Kartätsche, ist bolzengrade und verrutscht nicht auf dem Furnier. Und sooo teuer ist es auch nicht (15€).

2010691

Furnierkanten dann also mit Kartätsche und scharfem Teppichmesser begradigt, 2 Furniere aneinandergelegt, Malerklebeband darüber geklebt, die beiden Furniere an den zusammengeklebten Kanten aufeinander geklappt, Weissleim darauf, wieder zurückgeklappt und mit einem nassen Lappen den herausquellenden Leim abgewischt.
Das alles 4 mal. Trocknen lassen und dann so zuschneiden, dass beim Einlegen in die Flächenschalen die spätere Endleiste 15 mm übersteht. Damit war ein Nachmittag dann rum. Das Ergebnis zeigt das Bild:

2010692

So, und zum Abschluss heute noch ein weiteres Schmankerl: Rumpf mit Impeller. Darum gehts dann in ein paar Wochen, wenn die Flächen fertig sind. 😁

2010693

Rambo15
10.09.2018, 21:38
möchte mich für meine Falschaussage bei dir entschuldigen Gerd . Hast ja doch eins!
Bin gespannt ob dein Celfix beim Aus-und Einfahren funktioniert ?
Denke noch liegt es lose im Rumpf herum.
Ich habe gute Erfahrungen gemacht, wenn man das Furnier mit Tesafilm zusammen klebt.Wird dann das Epoxidharz
mit einer Schaumstoff drauf gerollt reicht das ! Wenn ich den Weissleim mit einem wassergetränkten Lappen abwischen würde, hätte ich Angst das sich dabei das Furnier wellt.
Es gibt auch preisgünstige Funiermesser damit geht es einfacher, weil es nicht aus der Holzmaserung herausläuft.

Gruß Uwe

AxelMeuser
10.09.2018, 21:53
Das passt ja saugend in den Rumpf - super! Bin sehr gespannt auf die Flugleistung!

Zu dem Lineal: Falls doch mal eine verrutschen sollte, klebe ich mit doppelseitigem Klebeband einfach feines Schleifpapier auf die Rückseite. Da verrutscht dann nichts mehr, selbst auf glatten Untergrund!

Coogan
10.09.2018, 23:46
Gerd,
hast du mal ein gerades längeres Lineal an den Rumpf - da wo du die Kreuze aufgemalt hast bis zum Ende deines Triebwerkes angelegt?
da war mein Rumpf ziemich eingefallen ...

Gruß
Carsten

Coogan
12.09.2018, 00:28
Hi,
weis jemand wo man für das Modell eine schönes Panel herbekommt?

Gruß
Carsten

Zebulon
15.09.2018, 17:53
Da ich den Raum zum Flächenlaminieren erst in ein paar Wochen zur Verfügung habe, habe ich mich heute mit dem Einbau des Ceflix 500 befasst.

1 - Spant aus Karton ausgeschnitten und angepasst, dann auf 2 x 4 mm Sperrholz übertragen, mit Laubsäge ausgesägt, zusammengeleimt und am Tellerschleifer mit ca. 3 Grad den Rand geschliffen

2012561
2012562

2 - In den Spant mit dem Zentrierbohrer senkrecht ein Loch gebohrt für die Aufnahme eines Rundholzes, es hat die Länge des Impellers im eingefahrenen Zustand und dient zum Anhalten des Spants innen im Rumpf, so kann auch geprüft werden, ob die Öffnung des Impellerschachts passt

2012563
2012564

3 - Nach Angaben von Ceflix soll der Impellerspant senkrecht zur Rumpfachse angebracht werden, im ausgeklappten Zustand hat der Impeller dann eine leichte Neigung nach unten von ca. 2 Grad, dazu habe ich den Rumpf mit Hilfe einer Kreuzlibelle horizontal ausgerichtet, mit den Haltestab ebenso horizontal und parallel zur Rumpflängsachse justiert, die Lage des Spants wurde dann innen im Rumpf angezeichnet

2012571
2012572

4 - Jetzt wird der Impeller eingepasst, am Spant befestigt und geprüft ob er sich durch den Impellerschacht ein- und ausfahren lässt

2012573
2012574

Falls es dabei zu Problemen kommt, muss entweder der Spant nochmals abgeschliffen werden um ihn weiter nach hinten zu versetzen, oder die Öffnung ist vorne zu vergrössern.

Problem 1: Der Impeller kann nicht beliebig nach hinten im Rumpf verschoben werden, da dann die Servohalterung mit der unteren linken Ecke und das Aluhorn der Klappmechanik an die Rumpfwand stossen. Ist das der Fall, muss der Impeller weiter nach vorn und kommt dann u. U. mit dem Tragflächenverbinder in Konflikt. Einfach Hochsetzen geht nicht, da sich dann die Klappen der Rumpföffnung nicht schliessen lassen und der Impellerspant nicht mehr senkrecht zu Längsachse steht.

2012578

Jetzt sind also Anpassungsarbeiten erforderlich.

Zebulon
15.09.2018, 17:58
@Rambo15
- gute Tips mit dem Furniermesser usw., hilft sicher den Mitlesern hier und bei mir wollen Höhenruder und Seitenruder ja auch noch bearbeitet werden...

@Coogan
- Rumpf habe ich gecheckt - bei mir sind keine Dellen
- bisher noch nicht um Panel gekümmert, daher jetzt (noch) keine Idee dazu

Zebulon
18.09.2018, 22:20
Hi,
weis jemand wo man für das Modell eine schönes Panel herbekommt?

Gruß
Carsten

Hallo Carsten,

habe einige Links zu Instrumentenpanelherstellern in meiner Sammlung:

http://www.plott-and-fly.de/site/main.php?s=panel
http://www.dbalsa.com/accessories/cockpits.htm
http://www.scale-cockpits.at
http://www.aviation-scale-products.com/produkte/scale-zubehoer-fuer-den-flugmodellbau/cockpit/aerocockpit-scale-cockpit-accessories/
https://www.fun-modellbau.de/propagteam.html
http://www.noll-modelltechnik.de/cockpits.htm
https://plastes.de
https://www.sunshine-modellbau.de/baumaterial-zubehoer/cockpitausbau/scale-ausbau-zubehoer/1

Jetzt muss sich nur noch jemand die MÜ´ machen und schauen ob etwas Passendes dabei ist....

Das Panel sieht offenbar so aus:

2013920

Coogan
19.09.2018, 09:13
Super, danke ... 2 Links kenne ich, da schaue ich mal in den anderen nach.
Wenn es keines hat lasse ich mir eines machen ...

Gruß
Carsten

Jürgen63
29.09.2018, 14:46
Hallo zusammen,

ich hab da mal eine Frage an die Experten unter uns.
Wie ich ja schon geschrieben hatte möchte ich auch eine MÜ bauen. Bei einer Fläche habe ich die Oberseite beplankt und komme nun an den Punkt an dem ich den Einbau der Technik vorbereiten möchte. Als Holm würde ich gerne eine Kieferleiste 20x10 nehmen und diese in einen Kohleschlauch packen. Den gedachten Verlauf des Holmes könnt ihr auf dem Bild sehen. Beginnen wollte ich an der Wurzelrippe, vorbei an der Stützrippe (muss ich noch machen) bis auf eine Länge von 1350mm. Halbspannweite ist ja, wie schon mal errechnet 1714mm. Was meint ihr dazu? Kann man das so machen oder habe ich irgendwo einen Gedankenfehler drin?
Ach ja, neben dem Holm seht ihr die Störklappe.


Gruss

Jürgen

Zebulon
29.09.2018, 19:10
Hallo Jürgen,

ich bin ja auch kein Holmprofi und sammle noch Erfahrungen. Die Diskussionen der Hobbykollegen zu Beginn dieses Threads haben mich nun doch bewogen, mich näher mit dem Holmbau zu befassen. Daher schreibe aber einfach mal wo ich mit meinen Überlegungen gelandet bin:

- Ich werde, wie weiter vorne beschrieben, den Kern mit einem Heißdraht aufschneiden; der Schlitz wird dann einen Steg aus Balsa, 3 mm, mit Maserung senkrecht aufnehmen
- auf der Tragflächenober- und -unterseite leime ich auf den Steg jeweils einen Gurt (Kieferleiste 2 X 10 mm); die Nut, in die er eingelegt wird, schneide ich zuvor mit dem Heißdraht

Im Querschnitt sieht das dann aus wie ein Doppel T Träger.

Den Arbeitsablauf stelle ich mir so vor:

1. 2 x 10 mm Nut auf Kernober- und -unterseite schneiden
2. 3 mm Schlitz für den Balsasteg schneiden
3. Kern in Schale legen, mit Zahnstochern gegen verrutschen sichern, Gurt einkleben
4. Kern umdrehen, Steg anpassen und einleimen, evtl. mit GFK Gewebe links und rechts (bzw. U-förmig Umden Steg gelegt)
5. den anderen Gurt einleimen -fertig

Dabei aufpassen, dass der aufgeschlitzte Kern nicht auseinander gedrückt wird.

Bei Laminieren später auf den Doppel T Holm dann oben und unten 7.5 cm breites UD Gelege....

Vielleicht hilft das ein wenig weiter. Wie gesagt bisher nur Überlegungen.

Viele Grüße

Gerd

PS: Heutige Arbeiten:

Abachifurmier vorbereitet und einseitig mit Porenfüller behandelt damit es nicht zu viel Expoxi aufnimmt:

2019209

Balsa für Steg zusammengeleimt

2019212

Lage von Kabelkanälen, Holmsteg, Servoschächten, WK, QR festgelegt und auf Holmachse eingemessen

2019217

... und auf die Kerne übertragen:

2019220

Die Schalen an den Rändern wurden mit Glasfaserklebeband beklebt (klebt am besten auf Styropor), damit sich laminierte Kerne und Schalen lösen lassen falls versehentlich Epoxi dazwischen läuft:

2019221

Zebulon
30.09.2018, 09:01
... Als Holm würde ich gerne eine Kieferleiste 20x10 nehmen und diese in einen Kohleschlauch packen. Den gedachten Verlauf des Holmes könnt ihr auf dem Bild sehen. Beginnen wollte ich an der Wurzelrippe, vorbei an der Stützrippe (muss ich noch machen) bis auf eine Länge von 1350mm. Halbspannweite ist ja, wie schon mal errechnet 1714mm.



... Der Holm sollte direkt die Steckung verlängern. Dort entsteht während des Fluges ja auch die grösste Druck- bzw. Zugbelastung. Das ist an der Wurzelrippe die Stelle an der sie die grösste Dicke hat. In Deinem Bild liegt der Holm deutlich VOR der Steckung. Dort bringt er nichts, oder kaum etwas. Bei mir liegt die Steckung 135 mm von der Profilspitze der Wurzelrippe entfernt. Nur so als Anhalt für Dich.

Ein weiterer Aspekt: M. W. sollte der Holm kraftschlüssig mit dem oberen und unteren Laminat verbunden sein. Wie soll das mit einer 10 x 20 mm Kiefernleiste gehen? Ich messe bei mir an der Wurzelrippe eine Dicke von 35 mm. Da bleiben dann also noch 15 mm Luft bzw. 7.5 mm darunter und darüber. Die müssen mit einem Gurt abgeschlossen werden.

Auch wenn ich kein Holmprofi bin, rate ich Dir von Deiner Bauvariante ab.

Gruss Gerd

PS: Hier ist die Holmlage und überschlägige Berechnung beschrieben:

https://www.swiss-composite.ch/pdf/i-Ueberschl-Dimensionieren.pdf?

Jürgen63
30.09.2018, 13:20
Hallo Gerd,

Danke für deinen Denkanstoss. Da muss ich wohl nochmal alles etwas zurückstellen und mir einen Plan B einfallen lassen.

Gruss

Jürgen

Frank Thorn
30.09.2018, 13:50
Hallo Gerd und Jürgen,

Schaut euch mal die Bauberichte hier und in Thermik Board Forum an. Da ist mehrfach gezeigt worden wie man lastgerechte Holme auslegt und baut. Im Thermikboard sind auch Holmkonstruktionen unter Verwendung von Kiefernleisten als Steg dargestellt. So wie ihr das machen wollt mit Kiefernleisten als Gurt, wird das nix.

Der Gurt nimmt die Kräfte auf und der Steg sorgt dafür, dass die Gurte unter Belastung nicht einknicken.

Bei einem Kunstflugsegler wie der Mü kann man keinen Holm rein machen, wie er für einen Thermikschleicher mit 15% dickem Profil ausreicht. Schaut euch das Excel Tool von Christian Baron an. Damit arbeiten alle, die ordentliche flieger bauen. Wenn ihr das verstanden habt, wisst ihr auch was für ein und wie viel Material in den Holm gehört.

Das Dokument von Swiss Composite ist für ein Modellflugzeug nicht als Orientierung geeignet. Modelle erreichen viel höhere G-Kräfte. Schaut dort mal nach dem Artikel "h-Giotto-Intern.pdf". Da ist anschaulich die Auslegung und der Bau von Modellen beschrieben.

Nichts für ungut.

Gruß
Frank

Zebulon
30.09.2018, 16:42
Hallo Frank,

Danke Dir für den Hinweis. Bereits am Anfang diese Threads hatten wir hier eine heftige Diskussion da ich die Tragflächen gänzlich ohne Holm bauen wollte. Ich war bislang im guten Glauben dass ein dreifaches 80 gr CFK Laminat im ersten Drittel von der Wurzelrippe ausgemessen (und dann weiter abgestuft zum Flächenende hin) ausreicht für die erforderliche Stabilität. Ich bekam aber keine Zustimmung von den erfahrenen Kollegen hier im Forum.
Daher nun also doch Holm mit Steg und Gurt und so bin ich jetzt am Rechnen und Planen u. a. auch mit dem Tool von CB.

Viele Grüße

Gerd

Zebulon
07.10.2018, 18:32
... so, nun ist es ein wenig weiter gegangen. Habe in Verlängerung der Steckung einen 2 cm breiten Streifen des Flächenkerns mit einem Cuttermesser herausgeschnitten. Von der Wurzelrippe aus gemessen komme ich auf eine Gesamtlänge von 130 cm. Die Schwachstelle ist und bleibt bei diesem nachträglichen Holmbau natürlich der Anschluss an die Stützrippe. Beim Laminieren soll der Holmstreiten dann mit GFK U-förmig umlegt und eingebaut werden. Darüber und darunter kommen dann UD Gurte; beim Übergang zur Steckung dann oben und unten noch eine Verstärkung aus CFK.

2023087

2023088

Zebulon
07.10.2018, 18:42
Von einem Vereinseinskameraden habe ich mir einen Trafo zum Styroporschneiden geliehen. Die Schneideeinrichtung ist im Bild zu sehen. Geschnitten wird mit einem u-förmig gebogenen, 0,8 mm starken Stahldraht. Der Draht kann in der Höhe variiert werden, so dass sich unterschiedliche Schnitttiefen ergeben.
Die Kabel für WK- und QR-Servos sowie die Beleuchtung habe ich bereits hineingelegt und zunächst provisorisch mit Malerband befestigt.

Schneideeinrichtung für Kabelkanäle:
2023093

Geschnittener Kabelkanal:
2023098

Verkabelung:
2023101

PS: Rechts unten im Bild ist auch der auflaminierte Streifen Abreissgewebe der Wölbklappe zu sehen

Zebulon
07.10.2018, 18:52
Die Rippen am Flächenende wurden jeweils mit zwei senkrechten Bohrungen (bevor sie an den Flächenkern geklebt wurden) versehen. Die Bohrungen nehmen Messinghülsen mit 4 mm Aussendurchmesser auf. Sie dienen als Halterung für die ansteckbaren Randbögen bzw. Winglets. Damit sie im Kern parallel liegen habe ich eine kleine Montagehilfe gebaut. Mit den Messingröhrchen wurde der Kern „aufgebohrt“; die Bohrungen dann mit 5 min Expoxi ausgestrichen, und dann die Messinghülsen mit der Montagehilfe ausgerichtet und verklebt.

Endrippenbohrungen, 5 min Epoxi, Messingröhrchen und Montagehilfe:
2023114

Eingeklebte Messinghülsen für die abnehmnbaren Randbögen:
2023124

Jürgen63
08.10.2018, 14:29
HAllo Zusammen,

ich war auch nicht ganz untätig und habe, da ich eher das System try and error bevorzuge, mal einen "Probeholm" gemacht.

Dazu habe ich eine Kieferleiste 30x13 mm Länge 900mm genommen, auf jeder 13 mm Seite eine Nut ca. 5x5mm eingefräst. Diese Nuten mit jeweils 10 Lagen CFK-Rovings und Harz gefüllt.
Danach das ganze in einen CFK-Schlauch gepackt und ab zum verpressen.

Herausgekommen ist, zwar noch nicht ganz optimal, das hier.
2023563

Dann habe ich, wie auf dem Bild zu sehen ist, den Holm aufgehängt und mit Gewicht belastet. Jeder der Säcke hat ein Gewicht von 20kg. Es hängen also 60 kg an dem Holm. Meines Erachtens ist diese Konstruktion völlig ausreichend und ich werde den Holm so aufbauen.

Gruß
Jürgen

Rambo15
08.10.2018, 18:07
Hi Jürgen,

wie willst du so einen Holm in die Tragfläche einbauen ohne das er sich an der Oberfläche abzeichnen wird?
Die Kiefernleiste kann man vorher nicht anpassen oder anfertigen ! Die Leiste muss ballig und untermaßig sein.
Denke Nass in Nass ist das nicht möglich ! ( ein Arbeitsgang)


Gruß Uwe

Zebulon
09.10.2018, 21:06
... auch bei mir ist es weitergegangen. Heute wurden die Furniere für dass passgenaue Laminieren vorbereitet.
Das Vorgehen war wie folgt:
- Furniere mit den Innenseiten aufeinander gelegt
- vorne mit Klebeband zusammengefasst (wenn sie aufgeklappt werden befindet sich dazwischen ein Spalt von max. 2 mm)
- den Kern hineingelegt und dann das Ganze zwischen die Ober- und Unterschale gelegt
- den Kern sorgfältig ausgerichtet, so dass die Nasenkante sauber vorne anliegt
- die Kernhinterkante auf den Furnieren angezeichnet, damit sie später (aber noch vor dem Laminieren) gekürzt werden kann

Das Ergebnis seht Ihr im Bild:

2024351

Damit es nicht so trist aussieht habe ich noch empfehlenswerte Lektüre beigelegt.

Freitag wird laminiert.

Zebulon
11.10.2018, 21:48
Das Wetter wird gut - wir können draussen laminieren. Schon interessant was so an Verbrauchsmaterial noch hinzu kommt:

2025209

Das Schnittmuster für das 80 gr. CFK Diagonalgewebe ist auch vorbereitet:

2025210

Ach ja, Baubretter, Bierzelttisch und Terrassenplatten als Pressgewichte liegen auch bereit. Sicher fällt uns morgen auf, was wir vergessen haben .....

alois1
12.10.2018, 21:12
Hallo Gerd !
Wieviele Lagen (mehrere) vom UD Band 7,5cm 220gr/qm gedenkst Du einzubauen ,ohne Vertiefung im Kern ?
Und die müssen auch über Steckung, Hilfsrippe und bis Wurzelrippe gezogen sein, sonst sinnlos !
Dies ist schliesslich ein Kunstflugsegler mit hohem Gewicht und grossen G-Kräften !:rolleyes:
Dein Scharnier aus Abreissgewebe bedarf auch einer Unterstützung entweder durch Balsa oder
eingeschlauchtem Schaumstoff, damit es nicht ins Styro ausweichen kann .
Du baust doch sehr ordentlich ,hast Du Dir denn keine einschlägigen Bauberichte vorher angeschaut,
wie diese vorgehen ?

Fliegergruss. Gerhard

Zebulon
12.10.2018, 22:30
Hallo Gerhard,
doch, ich habe so Einiges gelesen und auch viele Gespräche geführt. Da gab es eine große Bandbreite von Meinungen was den Flächenbau anbelangt. Klar ist, dass die Wurzelrippe eher suboptimal ist. Optimal wäre ein Holm in dem auch die Steckung eingebaut ist. Nun hatte ich aber schon die Steckung mit Wurzelrippe eingebaut, daher ist meine Lösung sicher nicht optimal.
Ich habe dann mit dem Programm von Christian Baron und einem Fluggewicht von 12kg herumgerechnet. Bei einem 2,5 cm breiten Holm hätte ich an der Wurzelrippe 7 Lagen 2,5 cm breites UD Band mit 240 gr/qm benötigt. Da wäre dann eine Vertiefung von etwa 1,5 mm erforderlich gewesen.
Mit der Verbreiterung auf 7,5 cm bin ich dann auf 3 Lagen jeweils oben und unten gekommen. Die Vertiefung vernachlässige ich. Sollte sich dennoch etwas abzeichnen kann ich das durch Schleifen des Furniers beheben. Da über dem UD Band im Wurzelbereich noch drei 80 gr Lagen CFK Gelege aufliegen und ausserdem der Holm mit einer 80 gr Lage GFK diagonal eingelegt wurde und darüber dann 1 mm starkes Abachi habe ich mich mit einer UD Band Lage zufrieden gegeben und hoffe, dass es ausreicht, denn im vorderen Bereich und mit dem Hom ergibt sich ja eine hoffentlich stabile D-Box die bei grossräumigen Bögen nicht eingedrückt wird.
Ich habe nicht vor engste Rechteckloops zu fliegen, bin mit dem Teil nicht am Hang unterwegs, sondern eher grossräumig, Seglerschepp und dann mit Impellerunterstützung. Wenn es gewichtsmässig zu hefig wird, kommt der Impeller raus und dann wird nur geschleppt. Wir werden sehen.
Damit es hier nicht zu viel Prosa wird, gebe ich meine Überlegungen zum Scharnier dann ein andernmal zum Besten.
Danke für die Empfehlungen und VG Gerd

Coogan
13.10.2018, 15:02
Hi Gerd,

habe mich mal mit meiner Eigenbaufräse an einer 1,5mm GFK Platte ausgelassen …. fürs erste finde ich das garnicht so übel ;-)
muss das Panel noch etwas kürzen, ein paar Hebel und Schalter drauf und gut ist es …

http://www.coogan.de/Bilder/Mue28-5.jpg


http://www.coogan.de/Bilder/Mue28-6.jpg


Gruß
Carsten

Rambo15
13.10.2018, 15:46
Eine Aufdickung der Beplankung kann man nicht abschleifen oder wegschleifen! Wie soll das gehen ?
Die Profiltreue ist dahin.
Man hat keinen Anhaltspunkt, wie tief und wo man schleifen muss.
Alles wird nur Berg-und Tal,wenn Bespannfolie drauf ist werden die Fehler sichtbar !
Eine Beglasung und Lackierung fällt wohl aus Gewichtsgründen aus.
Möchte nicht wissen, was allein die 16mm Stahlsteckung wiegt und was die Mü für eine Flächenbelastung haben wird, wenn sie fertig gestellt ist .
Habe von Anfang an gesagt, es muss ein Holm her. Damals wollte es keiner hören oder lesen und meine Person wurde als Unruhestifter bezeichnet. Man wollte mich sogar aus RC Network entfernen.

PS.
An Stege vor und nach der Scharnierlinie der Wölb-und Querruder hat auch keiner gedacht.
Sie sind in jeder Schalenfläche dort eingebaut sonst löst sich dort alles ab.Ohne diese Stege löst sich dort das Styro auf. Ist jetzt gedacht als kleiner Denkanstoss!
Ich weiss, ich habe von nichts ne Ahnung und bin ein Klugscheisser und greife die Mitglieder an.



Mal sehen was ich mir jetzt wieder anhören muss?


Gruß Uwe

Jürgen63
23.10.2018, 07:40
Hallo Gerd

gibt es was neues in Sachen MÜ28? Ich warte gespannt und möchte wissen wie es beim Bau weitergeht.


@ RAMBO15:

Bei dir ist der Name wohl Programm! Gegen Kritik und gut gemeinte Ratschläge hat hier niemand etwas.Ganz im Gegenteil. Man kann nur davon lernen. Gegen persönliche Angriffe aber sehr wohl. Lies dir doch mal durch was du nur hier schon alles an Diffamierungen (https://de.wikipedia.org/wiki/Diffamierung) von dir gegeben hast, dann verstehst du vielleicht warum wir anderen so auf deine Beiträge reagieren bzw. reagiert haben. Noch ein guter Rat zum Schluß:
Wenn es dir nicht gefällt was du hier liest, dann ziehe die Konsequenz daraus und verabschiede dich doch hier aus diesem Thread. Ich glaube es wäre dir niemand böse.

Gruß

Jürgen

Zebulon
23.10.2018, 23:45
Hallo Jürgen,

ja, es gibt Neues zu berichten. Die Flächen sind beplankt! Leider fehlte mir aus beruflichen Gründen die Zeit zum posten des Baufortschritts. Das werde ich in den nächsten Tagen nachholen. Stay tuned!

VG Gerd

Zebulon
24.10.2018, 23:09
Am vergangenen Wochenende haben wir das gute Wetter genutzt und die Flächen laminiert. Zur Werkbank wurde ein Bierzelttisch umfunktioniert. Der hat die richtige Arbeitsfläche, man kommt von allen Seiten ran, und er war auch nicht verzogen. Soll ja keine Propeller werden, die Fläche.

Wir haben versucht an alles zu denken und alles in Reichweite bereitzustellen. Bei 90 Minuten Topfzeit des Epoxi ist keine Zeit Einkaufen zu fahren wenn etwas fehlt... (am Ende fehlten uns dann doch 100 Gramm Harz die mein Vereinskamerad dann von daheim holen musste - Glück gehabt! - Reserven also immer mit einplanen!).

2033918

Das Abachifurnier wurde auf Mass zugeschnitten, so dass es genau und ohne Überhang in die Flächenschalen passt. Lediglich an der Wurzel- und Endrippe blieb ein Überstand von jeweils 1,5 cm. Das Furnier der Flächenunterseite haben wir mit kleinen Streifen Teppichklebeband in der Flächenunterschale befestigt.

2033924

Das CFK Gelege wurde nach dem Laminierplan ausgeschntten und griffbereit bereitgelegt. Der Faserverlauf der einzelnen Panels ist wechselweise 45 Grad damit sich eine hohe Torsionsfestigkeit ergibt.

2033918

Mit Lackrollern wurde das Epoxi auf das Abachifurnier aufgebracht und die drei CFK Panel nacheinander aufgewalzt. Dabei haben wir besonders auf die gleichmässige Verteilung des Epoxis und auf eine gute Sättigung des Geleges geachtet. Zuletzt wurde dann der UD Gurt aufgebracht.

2033928

Danach wurde der Flächenkern hineingelegt und mit der Nase sauber an der Vorderkante der Unterschale ausgerichtet. Der Holm wurde entnommen und mit GFK Gewebe umwickelt, mit Epoxi getränkt und dann wieder in der Fläche versenkt. Schwachstelle ist nach wie vor der stumpfe Anschluss an das Steckungsrohr. Ich gehe aber davon aus, dass 3 Lagen 80 Gramm CFK und 220 Gramm UD Gurt an dieser Stelle genügend Festigkeit bringen.

2033929

So, von den weiteren Arbeitsgängen gibt es jetzt keine Bilder mehr - ich wollte mir das IPhone nicht verkleben.
Die nächsten Schritte waren:
- UD Gurt und CfK Panele auf den Flächenkern auflaminiert
- CFK Rowing entlang der Nasenkante eingelegt
- Harz mit Microballons angedickt und grosszügig entlang der Nasenkante verteilt
- das Abachifurnier auf die Oberseite geklappt, Wellen herausgestrichen und nochmal die Lage des Kerns geprüft
- dann mit mehreren Streifen Kreppband die Endkante des Furniers an die Unterschale geklebt
- die Oberschale aufgelegt und mit mehreren Kreppstreifen unterleichte, Druck befestigt. ACHTUNG: Die Oberschale nicht zu fest an die Unterschale heranziehen, sonst wird die Nasen- oder Endleiste und den Streifenstellen eingedrückt.

Das Paket wurde dann mit der Oberseite nach unten auf eine Arbeitsplatte gelegt (auf absolut ebenen Fussboden darunter haben wir geachtet). Obendrauf dann die zweite Arbeitsplatte und dann vier Terrassenplatten als Gewicht obendrauf. Diese Arbeitsgänge haben 2 Stunden benötigt.


ACHTUNG: Übersehen habe ich, dass bei gleichmässiger Gewichtsverteilung der Druck wegen der schmaler werdenden Flächen zur Flächenspitze hin zunimmt. Ergebnis ist eine sehr leichte Krümmung der Fläche, die ca. 5 mm ausmacht. Das kann natürlich vermieden werden, aber da es bei beiden Flächenhälften identisch ist, werde ich zunächst damit leben.

2033933

ACHTUNG: Mit kleinen Klötzchen gleicher Länge und jeweils etwas kürzer als die Dicke des zu pressenden Pakets zwischen den Baubretter wäre dieses Missgeschick vermeidbar gewesen.

Zebulon
26.10.2018, 19:53
Die Flächen habe ich jeweils 24 h gepresst. Das Ergebnis sehr ihr hier:

2034652

Die CFK Überstände an der Endleiste habe ich mit meiner Bandsäge abgeschnitten:

2034657

An der End- und Wurzelrippe wurde mit Trennscheibe und Schleifvorsatz gearbeitet:

2034665
2034666

An der Wurzelrippe habe ich 5 mm überstehen lassen. Die passe ich später an den Rumpf an. Dazu dann später wenn es soweit ist:

2034670

Verschliffen habe ich zunächst mit 80er Körnung und dann mit 120er. Die End- und Nasenleiste wurde mit einen 1m langen 5X5 cm Quadratstab abgeschliffen. Das Schmirgelleinen ist mit Teppichklebeband aufgklebt. Geglättet wurden die Flächen dann mit einem Exzenterschleifer und 240er Körnung.

2034681

Das vorläufige Endergebnis sieht so aus:

2034691
2034692
2034693

Das Gewicht der Flächenhälften ist 1540 bzw. 1570 Gramm. Das geht sicher leichter; andererseits liegen in dieser Grössenordnung auch andere Flächenbauer:

http://www.rc-network.de/forum/showthread.php/235088-MÜ-28-von-Rowi?p=4489083&viewfull=1#post4489083
Seht dort die Posts #63 bzw. #64.

Im nächsten Schritt überprüfe ich die Radien der Nasenleiste. Dann werde ich mir ein Gerät zum Heraustrennen von QR und WK bauen.

Zebulon
30.10.2018, 22:11
Wie beschrieben habe ich Abreissband in die Flächen einlaminiert; das muss freigeschnitten werden. Dabei darf es nicht beschädigt oder durchtrennt werden. Es ist also wichtig die Schnitttiefe genau einzustellen. Freihand mit einer Trennscheibe wird das schwierig.
Eine Lösung dafür wird hier angeboten:

http://rc-network.de/forum/showthread.php/46172-Vorrichtung-zum-Ruderaustrennen

Die habe ich dann nachgebaut und sieht bei mir so aus:

2037224

Sie besteht aus 3 mm und 2 mm Alublech und dem Kreissägenvorsatz von Dremel. Damit sind Schnittiefen von 1,2 mm und kleiner präzise einstellbar:

2037225

Das funktioniert natürlich nur auf der Flächenseite an der die Ruder angeschlagen sind. Die andere Ruderseite erfordert mehr Schnittiefe. Dafür plane ich den Dremel Fräsvorsatz einzusetzen:

2037226

Ob das auch alles so funktioniert wie ich es mir wünsche werden wir demnächst hier lesen.

.... und dann war noch Zeit den Rumpf innen mit CFK (68 Gramm Gewebe) im Bereich der Impelleröffnung, der Flächenaufnahme und der Bugradposition zu verstärken. Durch das Abreissband und dem Eckenroller liessen sich die CFK Laminate gut aufbringen. Das CFK bekommt dadurch eine rauhe Oberfläche - das ist optimal für die Verklebung späterer Einbauten.

2037238

Zebulon
30.10.2018, 22:30
War auch wieder Neuland für mich; funktionierte aber auf Anhieb und einfacher als gedacht: Das Laminieren einer CFK Steckungshülse.
Der 16 mm Rundstahl wurde mit 2 Lagen Haushaltsfolie sauber umwickelt. Dann folgten 3 Lagen CFK Restmaterial 10 x 20 cm. Nach dem Umwickeln folgte dann wie Folie, damit das Laminat am Aufdrehen gehindert wird.

Hier ein Bild von der Vorbereitung:

2037239

... und ein Bild vom Ergebnis:

2037240

Gewicht ist 14 Gramm - im Vergleich zur Messinghülse mit 60 Gramm ärgere ich mich im Nachhinein, dass ich die Hülsen in den Tragflächen nicht auch selbst gebaut habe. Das hätte locker 100 Gramm Gewichtsersparnis gebracht!

Zebulon
01.11.2018, 21:35
Nachdem mein selbstgebautes Steckungsrohr gelungen ist, stand heute
- die Montage des Stahlverbinders nebst
- den Durchbrüchen für die Kabel und
- dem Anpassen der Wurzelrippen an den Rumpf an.

Um den Steckungsstahl auszurichten wurde zunächst der Rumpf mit einer Kreuzlibelle horizontal ausgerichtet. Die beidseitige Lage der Bohrungen richtete ich am Haubenausschnitt aus. Konteolliert habe ich die Lage der Bohrungen durch die Messung des Abstandes zum Fussboden.

2038053

Für die 16 mm Bohrungen wurden dann ein Zentrierbohrer verwendet. Das geht sehr präzise und ist den üblichen Spiralbohrern weit überlegen.

2038060

Da die Lage des Steckungsstahls auf Anhieb passte (hätte ich nicht für möglich gehalten) wurden die Flächen aufgesteckt und an die Krümmung des Rumpfes angepasst. Dazu wurde die Krümmung mit 5 mm Zirkelabstand auf die Fläche übertragen. Der Beplanungsüberstand wurde dann mit einer Trennscheibe abgeschnitten.

2038070

Das Ergebnis war fürs Erste ok, muss dann aber später nach dem Einstellen der EWD nochmals angepasst werden.

2038071

Grundeinstellung der EWD ist 1 Grad. Ich gehe aber davon aus dass die genaue Einstellung später erflogen werden muss. Damit ich die EWD später jederzeit ändern kann, werden später noch EWD Verstellungen aus der F3A Fliegerei eingebaut. Diese ersetzen aber nicht die Flächenarretierungen, die zusätzlich hinzukommen werden.

2038075

2038078

So, das war es für heute. Zum Schluss noch der obligatorische Motivationsaufbau:

2038079

2038080

Damit bin ich ersteinmal zufrieden. Weiter gehts dann demnächst mit dem Höhenruder. Ich möchste es so leicht wie möglich bauen. Das Servo soll vorne im Rumpf sitzen und von dort die HR Klappen anlenken. An einer Lösung dafür tüftel ich noch rum. Ideen von Euch sind also herzlich willkommen!

SZD 22 Mucha
01.11.2018, 23:15
http://www.rc-network.de/forum/showthread.php/416874-Pendelhöhenruder-mit-Seilzug

Olaf

Zebulon
02.11.2018, 07:49
Moin Olaf,

danke für den Hinweis - der Lonk war mir bei meiner Sucherei noch nicht untergekommen. Der Seilzug für das HR ist eine klasse Idee!

VG Gerd

Zebulon
03.11.2018, 08:32
... Olafs Link war hilfreich (danke nochmals!) - wenn ein Pendel HR gebaut werden soll oder ein gedämpftes fest montiert ist.

Die MÜ bekommt jedoch ein gedämpftes HR das *steckbar* ist. Normalerweise kein Problem, solange die Servos in den Dämpfungsflächen sitzen. Möchte ich aber nicht, um hinten Gewicht zu sparen. Euer Rat war ja: „alles soweit es geht nach vorn“ allein schon wegen des Schub/Gewichtsverhältnisses beim Impellereinsatz. Und das ist ja auch richtig so.

Gefunden habe ich bisher das:
http://www.flaechenflieger.at/bauberichte/cessna/hoehenruder/cessna_hoehenruder.htm
Passt aber nicht so recht, denn Innen komme ich später nicht mehr ran.

Jetzt grübel ich über die Anlenkung der HR Flossen und komme noch nicht so recht weiter. Hat jemand der hier mitliest eine Idee?

2038612

SZD 22 Mucha
03.11.2018, 16:03
kombiniert mit Seilzug-Lösung, den Schlepphebel umkehren.

Nur sollte man nicht vergessen, das die Mü kein Wiesenschleicher ist,
da ist richtig Druck auf dem Ruder :confused:

http://www.rc-network.de/forum/showthread.php/189513-L-Spatz-55/page12

Olaf

Beispiel Mucha,

2038877

2038879

StratosF3J
03.11.2018, 20:09
Suche mal nach WAM Stingray.
Dort wird das gedämpfte HR auch mit einer Schubstange bewegt :)

Zebulon
04.11.2018, 08:49
Guten Morgen Olaf, Thomas,

mit Euren guten Tips komme ich der Lösung schon näher. Super!

Zur Stingray HR Anlenkung habe ich das gefunden:

http://www.rc-network.de/forum/showthread.php/341099-Stingray-WingsAndMore-3-30-m?p=2841824&viewfull=1#post2841824

Lässt sich leider nicht so ohne Weiteres umsetzen, da bei der MÜ die SL Flosse „im Weg“ ist. Die Mucha Anlenkung passt da schon eher.

So, jetzt bin ich dran und überlege mir die Lösung. Ihr hört - besser: lest wieder von mir....

Zebulon
04.11.2018, 09:33
... habe mal eine Lösungsmöglichkeit zu Papier gebracht. Anlenkung liegt Innen, die hintere Steckung ist zugleich Lagerachse des Umlenkhebels, HR Flossen werden nach innen verlängert, die Durchbrüche dafür in der Dämpfungsfläche des SL werden verdeckt durch das HL und sind kaum sichtbar. Mal, schauen, ob das weitgehend spielfrei hinzubekommen ist...

2039293

Noch kurz zur Anlenkung des Umlenkhebels. Da der Klappimpeller keinen Platz für CFK Schubstangen lässt benötige ich flexibles Material, das ich entlang der Rumpfinnenwände verlegen kann.

Ich meine, dass die flexiblen GFK Vollstäbe aus dem Drachenbau dafür geeignet sind. 3 mm Stärke sollte ausreichen. Die gibt es bspw. hier:

https://www.wolkenstuermer.de/gfk-vollstab-1161.html

Sie laufen dann in einem dünnwandigen Führungsrohr aus Alu ober Polystyrol.

Zebulon
09.11.2018, 20:23
An diesem Wochenende habe ich mir vorgenommen ein neues Höhenruder zu bauen. Es gibt zwar schon eins, ist mir mit den Messingbuchsen und den Verbindern (4 mm Stahl, 8 mm CfK) und der 1mm Abachibeplankung mit insgesamt 390 Gramm aber zu schwer geworden:

2042136

Ich habe mir neue Flächenkerne (jeweils 14 Gramm) geschnitten:

2042140

.... und Steckungsröhrchen gebaut aus mehrfach gewickelten Bespannpapier mit einlaminierten Rowings. Bauanleitung dafür gibt es hier:

http://www.rc-network.de/magazin/artikel_06/art_06-123/art_123-01.html

Statt des Backpapiers habe Frischhaltefolie verwendet und die CfK Stäbe damit vor dem Laminieren umwickelt. 2 Wicklungen haben sich als geeignet erwiesen.

Die Steckungsröhrchen wiegen 8 Gramm zusammen:

2042143

Dazu kommt dann noch 68 Gramm CfK Gewebe das vollflächig unterlegt wird (22 Gramm) Rovings und 1 mm Balsabeplankung (66 Gramm).

Zusammen sollte sich dann ein neue HLW ergeben das so um die 160 Gramm insgesamt wiegen dürfte. Bin gespannt ob ich den Wert erreiche. Gegenüber dem Erstlingswerk dürfte das neue HLW zu einer Gewichtsersparnis in der Rumpfmase von ca. 600 Gramm beitragen. Das wäre ordentlich. Was tut man nicht alles um ein halbwegs akzeptables Schub/Gewichtsverhältnis hin zu bekommen...

Muss mir jetzt noch überlegen wie ich die Steckungsröhrchen fluchtend einbaue. Entweder
a) nur die Unterseiten laminieren, zueinander ausrichten, Ausschnitte für die Röhrchen von der Kernoberseite einarbeiten, Röhrchen einharzen und abschliessend Oberseite laminieren, oder
b) die Kerne oben und unten in einem Arbeitsgang laminieren und die Röhrchen durch die Bohrungen in der Wurzelrippe einkleben und ausrichten.

a) erscheint mir irgendwie bei der Ausrichtung der Kerne zueinander einfacher zu sein...

Zebulon
11.11.2018, 19:24
An diesem Wochenende ging der Bau nur wenig voran - wegen des Föhns war das Flugwetter einfach zu gut...
Ein bisschen Zeit zum Weiterbau des Höhenleitwerks blieb trotzdem.
Zunächst baute ich eine Helling für die beiden HL-Hälften, damit diese später beim Einbringen der Steckungshülsen präzise ausgerichtet sind:

2043702

Die Unterschalen sind vorne und hinten mit Klebeband abgedeckt, damit das untere Laminat nicht mit der Schale verklebt. Die kleinen Streifen aus Teppichklebeband halten später des 1mm Balsafurnier in seiner Position:

2043714

... so sieht das Ganze dann mit den Kernen aus:

2043715

Vom Laminieren habe ich leider keine Fotos. Daher hier in aller Kürze die einzelnen Schritte:
- 1 mm Balsa mit ca. 5 mm Überstand zugeschnitten und mit Porenfüller behandelt
- nach dem Trocknen die Balsabeplankung mit dem Teppichklebeband in die Unterschalen geklebt
- vollflächig belegt mit 68 Gramm CFK
- dann zwei Rovings aufgebracht und
- die Kerne in die Schalen gelegt, mit Frischhaltefolie abgedeckt, und
- die Oberschalen aufgelegt und das Ganze dann verpresst (schweres Regalbrett und Gewicht drauf, und gut)

Insgesamt also nicht Neues.

Es geht dann demnächst weiter mit den Steckungen und der Beplanung der Oberseiten.

Zebulon
18.11.2018, 19:26
... heute stand der Einbau der Steckungen und die Beplankung der Oberseite auf dem Plan.

Wie schon beschrieben habe ich eine Helling gebaut auf der die Höhenruderhälften genau zueinander ausgerichtet sind. So konnte die Lage der Steckungen fluchtend und senkrecht zu den Wurzelrippen aufgezeichnet werden.

Arbeitsgang 1: Zentrisches Aufbohren der Wurzelrippen und Ausschneiden der Schächte für die Steckungsrohre

2046997

Arbeitsgang 2: Einpassen der Steckungsrohre mit den CFK Steckungen. Die CFK Rundstäbe wurde zuvor mit Trennwachs behandelt. Für den Fall dass beim Einleimen etwas Epoxy in die Rohre läuft lassen sich die Stäbe dann gut wieder lösen. Damit es gar nicht er soweit kommt habe ich die Rohröffnungen mit Klebeband verschlossen.

2047081

Arbeitsgang 3: Verkleben der Steckungen mit angedicktem (Microballons, Baumwollflocke ) Epoxi. Damit das Epoxi bündig mit dem Styrokern abschliesst, habe ich Abreissband darübergelegt. So liess sich die Epoxifüllung gut glätten und ist zudem noch aufgeraut nachdem das Abreissband entfernt ist.

2047087

Arbeitsgang 4: Laminieren der Rovings, des 68 Gramm CFK Gewebes und der 1 mm Balsabeplanung

2047091

2047092

Das Ergebnis gibt es dann morgen zu sehen. Momentan liegt das Ganze noch in der Presse aus Regalbrettern und Akkuboxen. Das Bild erspare ich Euch....

Ach ja, die CFK Stäbe befinden aich auch wärend des Pressens in den Steckungsrohren, damit diese nicht durch den Druck zusammengedrückt werden; soll schon passiert sein....

Rambo15
19.11.2018, 09:02
warum das Gewebe nicht unter 45 Grad ein?
Bin gespannt, wie die Ruder beweglich gemacht werden ohne das Abreissgewebe zu beschädigen.

Zebulon
19.11.2018, 12:24
@Rambo:

- nicht 45 Grad CFK Gelege aus Geiz: Reststücke aufgebraucht

- Trennung der Ruder von der Dämpfungsflosse mit einstellbarer Minikreissäge:

http://www.rc-network.de/forum/showthread.php/699342-ROWI-Mü-28-mit-Ceflix-500-Baubericht?p=4663728&viewfull=1#post4663728

Bin auch gespannt wie es geht.

Mich beschäftigt aber eher, ob ich die Verkastung vor- oder hinterher einbaue...

Zebulon
23.11.2018, 19:31
Habe das HL provisorisch montiert. Es ist nkch nicht endgültig ausgerichtet. Das hat seinen Grund: Die Dämpfungsfläche des SL ist etwas verzogen, und bevor das nicht behoben ist, muss auch nichts fest montiert werden.

2049105

Nun hatte ich mich zwar schon für ein HL mit Dämpfungsfläche entschieden, überlege nun aber doch noch einmal ob es nicht statt dessen ein Pendelleitwerk werden soll. Wäre deutlich einfacher anzulenken und Bauaufwand geringer, da das Freilegen der Ruderflächen, das Verkasten und die etwas aufwändigere Anlenkung entfallen.

Das würde ich dann so ähnlich lösen:

http://www.rc-network.de/forum/showthread.php/341099-Stingray-WingsAndMore-3-30-m?p=2841824&viewfull=1#post2841824

Bedenken habe ich, weil die vordere HL Steckung relativ weit vorne liegt, würde dann eben Einiges an Druck mit sich bringen.

2049103

Vielleicht also doch bei der bisherigen Planung bleiben? Gibt es Meinungen dazu?

Zebulon
23.11.2018, 22:12
... und dann gibt es noch diese Möglichkeit:

2049133

bringt in Summe 60 Gramm mehr hinten. Nun, durch den den Bau des zweiten Höhenruders habe ich mit 224 Gramm gegenüber dem ersten mit 390 Gramm 166 Gramm eingespart. Ich könnte also auch Servos einbauen. Würde Einiges an Umständen sparen.... Mal Überschlafen die Sache.....

alois1
24.11.2018, 18:21
Hallo !
Du hast doch sogar eine EWD Verstellung deiner Fläche vorne ein gebaut !
Dann auf jeden Fall kein Pendelruder bei dem riesen Flugzeug.
Deine Drehachse wäre sowieso zu weit vorne ,wie du schon angemerkt hast.
Bau 2 Servos ein , mit Klappenruder ,einfach ,doppelte Sicherheit bei Servoausfall,
dann kann man sogar Empfängerredundanz realisieren!
Allerdings werden es sicher mehr als 60g hinten werden, Einbaumaterial für die Schächte
Anlenkungen,Kabel,Stecker usw. brauchts auch noch.:)


Fliegergruss. Gerhard

Zebulon
24.11.2018, 19:30
Hallo Gerhard,

ja, das sehe ich mittlerweile ebenso wie Du. Mit allem Drum und Dran ist das Einbauen von 2 Servos die richtige Lösung:
- HR ist damit nah am Original
- die Bauschritte sind relativ einfach
- mit den Steckungsröhrchen in der SL Flosse bekommt diese etwas mehr Stabilität
- die HR Flossen lassen sich sehr präzise und spielfrei anlenken
- kein Gedöns mit Schubstangen, Bowdenzügen usw.

Nachteil: mehr Gewicht hinten und damit auch insgesamt; nehme ich in Kauf

Der Griff in die Servokiste brachte zwei KST DS 125 MG Flächenservos ans Licht, die im HR (ist ja auch eine Fläche) sicher einen guten Job machen werden:

2049507

VG Gerd

Zebulon
24.11.2018, 19:49
Nach dem Entschluss nun doch HR Servos in die HR Dämpfungsfläche einzubauen beendete sich das Kopfzerbrechen schlagartig.

Nachdem die Steckung für die Tragflächen schon ausgerichtet war konnte ich die horizontale HR Lage relativ einfach darauf ausrichten. Auch die leichte Drehung der SL Dämpfungsfläche gegen die Längsachse war kein Problem und verschwand nach der provisorischen Befestigung des SL Spants.

Die Bohrungen brachte ich mit dem Stufenbohrer ein; diesmal mit 2 mm grösseren Durchmesser als die Steckungsröhrchen, da es ja Spiel braucht um das HR sauber auszurichten.
Dazu richtete ich den Rumpf waagerecht aus, brachte die Flächen an, kontrollierte die identischen Abstände der Flächenspitzen zum Boden, Gleiches dann beim HR, dessen Bohrungen solange erweitert wurden bis die horizontale Lage passte.

Nun musste noch ein leichte Drehung des HR gegen die Längsachse korrigiert werden. Das HR wurde solange verdreht, bis sich gleiche Abstänge vom Beginn der HR Endrippenspitze zu einem Bezugspunkt auf der Rumpfmitte ergaben.
Fixierung dann mit Sekundenkleber, danach mit 5 Min Epoxy. Die innere Verlebung der Steckungsröhrchen mit angedicktem Expoy (Baumwollflocken, Microballons) kommt dann morgen dran, ebenso wie die Einbauvorbereitung des Seitenleitwerks.

2049512

2049513

Zebulon
25.11.2018, 20:00
Eigentlich sollten heute die HR Servos eingebaut werden, als mir die schon beplankte Flosse des Seitenleitwerks in die Hände fiel. Also umdisponiert und die Lagerung nebst SR Anlenkung geplant und gebaut.

Zunächst unten einen Keil eingesetzt aus 3 mm Balsa:

2050181

... und oben ebenfalls. Dort allerdings aus 3 mm Sperrholz, da ja später noch die Ausgleichsfläche aufgesetzt werden muss:

2050177

Für die Lagerung fertigte ich mir aus 2 mm GfK Platte 1 cm breite Streifen. Dazu sägte ich Schlitze passender Breite und Dicke in den Spant der hinten später die Dämpfungsflosse des SR abschliesst.

Die Anlenkung des SR erfolgt über eine Wippe und Stahlseilzügen. Die Wippe ist ein geniales Teil: Sie wir lediglich gegen die DR Flosse gedrückt. Dadurch kann die Flosse ohne ausklinken der Gabelköpfe abgenommen werden. Die Idee dazu stammt aus diesem Link:

http://www.rc-network.de/forum/showthread.php/157655-Seitenruder-Anlenkung-wie-abnehmbar-gestalten-und-trotzdem-gespannte-Seile?p=1450688&viewfull=1#post1450688

Das heutige Tagwerk sieht dann so aus:

2050164

Im nächsten Arbeitsgang werden dann die Aluröhrchen an der SR Flosse befestigt, Balsa für Rundung der Hohlkehle aufgeklebt und verschliffen. Auf Halterungen (die in die Flosse eingeklebt werden) für die Aluröhrchen verzichte ich. Ich gehe davon aus, dass die grosse Klebefläche zwischen Flosse und Rundbalsa ausreichend ist.

Zebulon
26.11.2018, 22:08
... der kurze Feierabend lässt leider keine Zeit für modellbauerische Großtaten. Habe das SR unten etwas abgeschliffen und mit Balsa aufgefüttert damit ich die Rundung an der Unterseite der Flosse an den Rumpf anpassen kann. Der Rohling für die Hohlkehle zwischen Flosse und Dämpfungsfläche ist ebenfalls fast fertig, muss noch halbrund verschliffen und dann auf die Flosse aufgeleimt werden.

2050689

Zebulon
27.11.2018, 18:57
Hallo Jürgen,

gibt es in Deinen Unterlagen auch eine Ansicht von dem vergrösserten Seitenruder? Seite 10 Deiner Doku zeigt das SR mit der kleinen Ausgleichsfläche. Falls ja, würdest Du uns die ebenfalls hier posten? Falls nicht verfügbar, nehme ich ein Foto und greife die Maße dort ab.

Danke vorab und VG

Gerd


Hallo Leute,
find ich suuuper. Habe mir auch eine Rowi Mü gekauft. Ist ein Flieger der mir schon immer gefallen hat. Soll mein erstes Projekt werden das ich so aufbaue. Daher bin ich für jede Info dankbar. Ich habe mal die Akaflieg in München angeschrieben und nach Unterlagen gefragt. Schaut was ich bekommen habe.
Das hier und noch ne Mehrseitige pdf. Echt nett!

Ich freu mich schon darauf den Baubericht weiter zu verfolgen

Gruss
Jürgen
2008500

Zebulon
10.12.2018, 22:12
Eigentlich wollte ich das Seitenruder fertigstellen und auch das Rohr für die Tragflächensteckung einbauen. Habe mich dann aber für den Einbau des Impellerspants entschieden, da das Steckungsrohr dann nicht den Weg versperrt und man besseren Zugang hat.
Auch der Seitenruderspant in der Flosse hinten wird später eingebaut; so habe ich weiterhin guten Zugang um die Kabel für die HR Servos einzuziehen.
Entschieden in der jetzigen Bauphase wurde auch das SR über Seilzüge anzusteuern. Die laufen nahe des Rumpfbodens entlang und damit auch unter der Klappmechanik hindurch. Damit die Reibung der Seilzugbohrungen im Spant möglichst gering ausfällt habe ich mir Laufringe aus dem Angelbedarf besorgt und eingebaut. Ich glaube die Laufringe waren meine erste eigene Idee im gesamten bisherigen Bauverlauf - zumindest habe ich das noch nicht an anderer Stelle gelesen.

Spant der Klappmechanik mit Laufringen für den SR-Seilzug:

2057805

Der Spant wurde in den Rumpf eingepasst bis der Impeller durch den Ausschnitt einwandfrei ein- und ausgefahren werden konnte. Den senkrecht in den Spant montierten Stab benötigte ich für die Ausrichtung des Spants senkrecht zur Längsachse. Die Spantlage wurde dann angezeichnet als Orientierung beim späteren Einkleben.

2057810

Montiert im Rumpf wurde die gesamte Spant-/Impellereinheit. Im Bild ist auch zu sehen, dass der Servohebel und der Hebel der Klappmechanik nachbearbeitet wurden, damit sie die Rumpfwand nicht berühren, denn es geht doch ein wenig eng zu:

2057811

Der Spantrand wurde mit angedicktem Epoxy bestrichen und die gesamte Einheit dann im Rumpf ausgerichtet. Damit der Spant seine Lage beibehielt befestigte ich einen Seilstrang in der Spantbohrung (dort wo vorher der Stab befestigt war), zog das Seil zum Rumpfende durch und spannte es dann nach dem Gummimotorprinzip durch Verdrehen:

2057818

Nun richtete ich die Klappimpellereinheit aus. Dabei half ständiges Ein- und Ausfahren bis die Flucht parallel zur Längsachse passte:

2057819

Ich vergaß: Vor der Spantmontage verlegt ich noch einen „Ballermann Strohhalm“ für die HR Kabel.

Zebulon
10.12.2018, 22:45
So, das ist jetzt ein erster Test der eingebauten Klappmechanik. Das Servo macht mir noch ein wenig zuviel Geräusch. Ich werde das Gestänge wohl noch etwas nachjustieren müssen:


https://youtu.be/DCQNz595PcI

Bei der Gelegenheit habe ich dann auch meine Futaba FX-30 programmiert:
- ein 2-Stufenschalter fährt mit der ersten Stufe den Impeller aus, in dieser Flugphase ist die Gaskurve auf Null gesetzt und damit inaktiv
- mit der zweiten Stufe wird ein logischer Schalter bedient und der Gasknüppel freigegeben, d.h. es wird eine Flugphase mit aktiver Gaskurve geschaltet

.... wieder eine Wochenendarbeit erledigt. Am 3. Advent wird die MÜ dann mit dem Seitenruder gesegnet.

alois1
11.12.2018, 17:43
Hallo Gerd !
Ist ja nett Dein Filmchen, was mir aber auf gefallen ist ,müsste das Triebwerk nicht im
ausgefahrenem Zustand paralell zur Rumpfachse stehen.
Es sieht so aus als stünde es nach unten, ist das nur Einstellungssache ,es gerade
zu setzen oder fährt es noch höher aus und sitzt dann gerade ?

Fliegergruss. Gerhard

Zebulon
11.12.2018, 20:25
Hallo Gerhard,
mit dem Film kommt ein wenig Bewegung ins Spiel - ist doch einmal eine Abwechslung.
Zum Einbau gibt Ceflix an, dass der Spant senkrecht zur Längsachse eingebaut werden soll. Dann ergibt sich beim ausgefahrenen Impeller eine Neigung von 2 Grad. Bei mir ist es ein wenig mehr, da hast Du richtig gesehen.
Ich versuche das noch ein wenig zu justieren, aber viel Luft ist nicht, da er dann oben an die Klappe stossen würde.
Tiefer setzen und dann etwas hochkippen geht auch nicht, denn das Servo stösst bereits an den Rumpf an. Bliebe noch, den Impeller etwas vorzuziehen, dann muss ich den Klappenausschnitt vergrössern aber der Abstand zum Steckungsrohr wird mir dann zu gering.
Falls der Impeller nach unten zieht im Flug, werde ich wohl einen Mischer auf Höhe setzen müssen....
Viele Grüße
Gerd

alois1
11.12.2018, 22:31
Hallo Gerd !
Denke wegen der Schräge wird es nicht nach unten ziehen, der Schub ist ja über
dem Modellschwerpunkt. Es verändert sich der Lufteintritt /Richtung in den Impeller-
einlauf zur Flugrichtung,ähnlich einem Propeller /Motorsturz,
ob das negative Folgen hat, weiss ich allerdings auch nicht.:(
Ist zwar auch eine Art „Propeller“ aber mit „etwas mehr“ Umdrehungen.:)

Fliegergruss. Gerhard

Zebulon
12.12.2018, 07:49
Guten Morgen Gerhard,
ja, wir werden dann im Frühjahr sehen wie sich das auswirkt - ich vermute nicht so stark. Vlt. meldet sich hier ja noch ein erfahrener Impellerflieger dazu?
Im Vergleich zum Frontantrieb dürfte auf jeden Fall die Corioliskraft entfallen, da ja kein Propellerstrom um den Rumpf wirbelt. Daher ist auch kein Seitenzug erforderlich.
Auf jeden Fall ist nicht nur die Rumpfbreite einbauentscheidend, sondern auch die Rumpftiefe bzw. Aufweitung an der Einbaustelle.
Ich denke, dass andere Einbauweisen, wie bspw. die von Jetec, da unkritischer und einfacher handhabbar sind. Mittlerweile gibt es die Mechaniken ja auch einzeln zu kaufen.
VG Gerd

Rambo15
12.12.2018, 08:30
Alles ist so gekommen wie ich es vorausgesagt habe!
Auch in das Ceflix passt nicht in den Rumpf und die Servos sind ins Höhenleitwerk gekommen.
viel Erfolg beim Erstflug

Coogan
12.12.2018, 09:17
Hi,

auf der Seite von MIG Flight steht "Der Impeller soll parallel zur Rumpfachse stehen",
denke wenn du den Erstflug so machst, wird die Mü beim einschalten des Impellers ihre Fluglage definitiv ändern!

Gruß
Carsten

Tillux
12.12.2018, 12:54
Servus allerseits,

...ich habe die Schrägstellung deines Ceflix mal grob vermessen. Es sind mehr als 10°, das finde ich schon etwas fragwürdig.
Verstehe gar nicht wie das passieren kann...:eek: Merkwürdig.
Ich kenne die Ceflix Jungs auch und weiss dass sie eigentlich ihre Klappis auch nicht soo falsch konstruieren:)
Die einzige Erklärung die ich habe dass für deinen Fall das hintere Hebelpaar zu lange ist und beim Ausfahren deshalb erst die starke Schrägstelling entsteht.
Kürzere Hebel funktionieren aber auch nicht weil die Drehpunkte dann nicht mehr passen...
Aber frag doch mal Christian oder Felix ob sie evtl. eine Lösung für dich haben.

Prinzipiell kann sowas wohl immer passieren wenn Klappis ihren Haltespant hinten haben.
Da kann man die Schrägstellung nur in einem sehr engem Rahmen beeinflussen.


Ein paar Grad Abweichung ( 2-3°) von der Rumpf-, bzw. Flugachse bemerkt man im Flug nicht da ein eingeschalteter Impeller oben auf dem Rumpf das Modell sowieso immer etwas nach unten zieht. Das muss man grundsätzlich mit Höhenruder oder Kreisel ausgleichen.
Wie stark sich das jeweils auswirkt ist individuell von Flugmodellgrösse (Trägheit) und Schub abhängig.

10° Abweichung habe ich allerdings noch nie gesehen denn das kann bei unseren Klappis gar nicht passieren.
Selbst wenn man den Haltespant falsch einklebt kann man durch Unterlegen selbst grobe Fehler ausgleichen.


Fazit:
Fliegen wird die Mü schon, stell dich darauf ein dass Du viel Höhenruder geben musst.
Über die Optik (Schrägstellung) will ich mich jetzt nicht auslassen;)
Wenn die Mü ansonsten hübsch wird (wovon ich mal ausgehe) lässt halt am Boden einfach den Impeller drin;).
Das verhindert lästiges Nachfragen wie: Warum ist denn das so schief, ist das Absicht?

Bei der Gelegenheit lade ich Dich (und alle anderen) gleich zum nächsten Klappimpellertreffen in Moosburg ein. Am 6.7.18

Lieben Gruss, Till (Migflight)

Zebulon
12.12.2018, 18:56
Hallo Zusammen,

danke für Euren konstruktiven Input! Werde mal ein wenig tüfteln um die Sache zu beheben.
Wie heisst es noch so schön: Wer noch nie Fehler gemacht hat, hat sich auch noch nie an etwas Neuem versucht!

In diesem Sinne und mit Fliegergrüßen
Gerd

PS: Danke auch für die Einldung zum Klappitreffen - Termin ist vorgemerkt! Sollte wohl 6.7.19 heissen...

Tillux
12.12.2018, 19:50
...Sollte wohl 6.7.19 heissen...

...natürlich, Entschuldigung!

Rambo15
13.12.2018, 09:51
bin gespannt, wie die Quer und Wölblkappen sich bewegen lassen werden, denke auch das wird nicht sehr einfach werden!
Oder eine kleine Hürde sein? natürlich auch die Optik!
Man lernt ja gerne dazu.

Frank Thorn
13.12.2018, 10:18
Ich glaube nicht, dass das mit der Impeleranstellung so was wird.

Ich fliege einen Funray mit Impellergondel. Dort hatte ich die Achse auf null mit dem Höhenruder eingebaut. Damit zog das Modell bei Vollgas stark nach unten. Mit ein paar Klebestreifen habe ich die Anstellung etwas erhöht, was in etwa einer Änderung von 0,4° entsprach. Damit fliegt das Modell jetzt schön neutral bei allen Gasstellungen.

Ich würde das noch mal ändern.

Gruß
Frank

Jürgen63
13.12.2018, 17:41
Hallo Gerd,

hast du sch mal versucht die Gewindstange weiter innen Richtung Drehpunkt auf der Servoseite einzuhängen?
Vielleicht bringt das ja mehr Weg.

Gruss

Jürgen

alois1
13.12.2018, 18:07
Hallo !
Mehr Weg fürs ausfahren des Triebwerks gibts nur mit grossem Servoarm und kleinem
Arm am Klapptriebwerk.
Vieleicht mal weiter innen einhängen als Lösung ?
Das Triebwerk ist sicher so konstruiert ,dass ausgefahren, parallel zu eingefahren.


Fliegergruss. Gerhard

Jürgen63
13.12.2018, 18:15
Meine Rede:);)

alois1
13.12.2018, 18:25
Hallo Jürgen !
Leider hattest Du in Deinem Post genau umgedreht geschrieben,:rolleyes:
Servoarm weiter innen und das ist falsch, weil dann weniger Weg.

Fliegergruss. Gerhard

Jürgen63
13.12.2018, 18:27
Das richtige gemeint, nur falsch ausgedrückt

Zebulon
13.12.2018, 22:07
Hallo und danke fürs Mitdenken,

der Servoweg passt, und es ist so, wie in der Montageanleitung von Ceflix beschrieben: Der Servoweg muss erweitert werden. Bei meiner Futaba Anlage bin ich auf +- 135% gegangen. Dann ist die Mechanik voll ein bzw. ausgefahren und der Druck auf den Servohebel ist in den Endstellungen = Null. Das passt also.
Werde am WE nochmals prüfen ob der Spant orthogonal zur Längsachse ist. Glaube nicht, dass dabei mehr als -2 Grad Abweichungen in der Vertikalen herauskommen. Wir werden sehen.... Ich berichte.... Bitte noch etwas Geduld.... momentan fehlt mir Zeit.

Gruss Gerd

Rambo15
15.12.2018, 08:57
Weg hin Weg her ???
es passt einfach nicht!
Bei einer Futaba MZ18 geht sogar noch mehr Weg als 135%, der hilft aber auch nicht.
Warum will es keiner glauben, hatte auch mal ne Mukuh angefangen.
Man muss sich einfach damit abfinden, ein Klappi geht nicht bei einer Mü 28 in diesem Massstab.
Mit Reden kann man das Modell und die Innenmasse nicht verändern, träumen hilft auch nicht.

Vielleicht den Weihnachtsmann schreiben könnte noch helfen?

Gruß Uwe

scooterbc
15.12.2018, 15:41
der Weihnachtsmann nöhlt hier ja immer noch rum!

Vielleicht sollte er erst einmal eine Muhkuh fertigstellen bevor er hier die Luft verpestet.

@Gerd
ich lese immer noch interessiert mit und bin bei vielen Lösungen die Du gewählt hast nicht einverstanden, bin aber in der Lage mit meiner Meinung, die ja nicht richtig sein muss, hinter dem Berg zu halten.
Ich warte ab bis Du das Gesamtgewicht offenlegst, das interessiert mich wirklich, wird aber wohl noch dauern.

Ich habe jetzt meine zweite Rowi MÜ dieses Jahr fertiggestellt, mit 9,2 Kg und ich habe keinen Motor.

Jörg

Zebulon
15.12.2018, 18:33
Hallo Jörg,

wie schon mal irgendwo bemerkt ist für mich besonders der Weg das Ziel.

Getreu dem Motto unten: Wer noch nie Fehler gemacht hat, hat auch noch nie etwas Neues versucht - oder glaubt stattdessen an den Weihnachtsmann und fängt das Träumen an.... Letzteres überlasse ich anderen...

Gewicht, da schaun mer mal was es wird - wenns zuviel ist kommt der Klappi wieder raus und dann gehts im Seglerschlepp in die Luft. Ich kann ja zwischendurch einmal die Gewichte der Einzelteile durchgeben...

Zum Klappimpeller: Er sitzt jetzt sauber im Rumpf und klappt ein und aus wie es sein soll. Ich musste ihn ein wenig tiefer setzten am Spant (ca. 5 mm) und dann etwas hoch kippen. Jetzt passts. Die Servowege habe ich nachjustiert, sie sind auf +- 135% und damit verriegelt der Impeller sauber im ein- und ausgefahrenen Zustand. Dass die Wege nicht reichen ist Quatsch. Zum Deckel sind noch 4 mm Luft und die Neigung gegenüber der Längsachse ist jetzt - 2 Grad, so wie es die Jungs von Ceflix in ihrer Anleitung angeben.

Video kommt noch (für die die Ungläubigen), hier erst einmal kurz das Beweisfoto und VG Gerd

2059693

Rambo15
15.12.2018, 20:32
wenn der Anstellwinkel der Tragfläche +0,5 Grad beträgt , wieviel Grad soll dann der Anstellwinkel vom Celfix sein ?
für mich sieht das immer noch als wie -4 Grad und mehr aus.
kann mich aber auch täuschen, bin halt der Weihnachstmann, so wie es der Jörg hier schreibt und sagt.
Warum kann er mich nicht einfach in Ruhe lassen und greift mich immer erneut an?
Kann hier genauso schreiben und meine Meinung sagen, wie andere auch.
Verstehe nicht , wenn einige meinen, es wäre ihr RC Network und versuchen andere am schreiben zu hindern.
Ich lese halt gerne mit , das Leben ist halt ein Lernprozess und lernen kann man von anderen auch.

Gruß Uwe

Coogan
16.12.2018, 01:31
Hallo Gerd,

kann täuschen, aber am Monitor sieht die obere gezeichnete Linie nicht nach der Achse des Cefix aus...
wenn ich mein Geodreieck anlege sind das ca 9°!
Kannst du es noch irgendwie unterlegen?

Bei deinem Video sieht es eingefahren besser (gerader) aus als ausgefahren!?!

Gruß Carsten

Zebulon
16.12.2018, 22:22
Hallo Carsten, Jörg, alle,

ja, beim Einbau hatte ich die Klappmechanik zu hoch auf dem Spant befestigt. Das war der zentrale Fehler und die Ursache für den grossen Neigungungswinkel bzw. Sturz.
Das Ganze ist jetzt korrigiert in dem ich die Klappmechanik hinten am Spant tiefergesetzt und die Fehlstellung des Spants (war nach vorne gekippt) korrigiert habe.

Ein Bild vom Ergebnis habe ich ja schon gepostet. Das Nachmessen des Neigungswinkels aus dem Bild führt leicht in die Irre, da durch Weitwinkel und Perspektive Verzerrungen entstehen.

Hier jetzt also das angekündigte Video, die Neigung des Impellers beträgt ziemlich genau -2 Grad zur Längsachse des Modells.


https://youtu.be/nubb9uJz_18

PS: Während der Aufnahme lag der Rumpf genau horizontal...

Zebulon
16.12.2018, 22:34
Hallo Gerd,

kann täuschen, aber am Monitor sieht die obere gezeichnete Linie nicht nach der Achse des Cefix aus...
wenn ich mein Geodreieck anlege sind das ca 9°!
Kannst du es noch irgendwie unterlegen?

Bei deinem Video sieht es eingefahren besser (gerader) aus als ausgefahren!?!

Gruß Carsten

Hallo Carsten, ich denke, dass mit dem neuen Bild und dem neuen Video jetzt alles klar ist. Die Neigung des Impellers wird gegen die Längs- (Horizontal-)achse des Modells gemessen; das ist die horizontale Linie in dem gezeigten Bild. Nach meinen Messungen passt das jetzt und die Neigung ist auch deutlich geringer als zuvor. Ich habe sogar noch 5 mm Luft zum Deckel. Ich könnte im eingefahrenen den Impeller sogar noch etwas nach oben neigen, so dass der Sturz ausgefahren noch geringerer wird. Diese Feinkorrektur nehme ich dann vor wenn die Öffnungsklappen montiert werden. Viele Grüße Gerd

PS: Bei der Videoaufnahme lag der Rumpf genau horizontal.... nur so als Anhalt

Zebulon
30.12.2018, 12:43
... in diesem Jahr.
Zwischen den Jahren brauchte es etwas Abwechslung; die Bauarbeiten an der MÜ ruhten. Stattdessen wurde ein kleiner Pylonracer, SOKOL, hergerichtet. Feine Sache, wenn ein Flieger an einem Tage fertig wird. Wenn das Wetter passt geht es damit zum Silvesterfliegen...

2066294

Mit der MÜ gehts dann in 2019 weiter. Allen Mitlesern und Ratgebern wünsche ich einen guten Rutsch und Happy Landings in 2019!

Gerd

Zebulon
21.01.2019, 22:56
.... so ganz untätig bin ich in den letzten Wochen nicht gewesen, auch wenn der starke Schneefall uns ordentlich in Atem hielt. Folgende Arbeiten wurden erledigt:

- Das Servokabel für die HR Servos wurde im Rumpf verlegt
- und ebenfalls die Seilzüge für die SR Anlenkung:

Wenn erst der SR Abschlußspant in der SR Flosse sitzt, wird das ein arges Gefummel, daher habe ich das vorher erledigt.

Die Servoschächte wurden auf der Unterseite der HR Flossen angezeichnet:

2078661

... mit einer Dremel Multimax Schwingsäge ausgeschnitten (das ergibt sehr dünne und grade Schnitte mit wenig Staubentwicklung auch bei Freihandführung):

2078664

... dann die Innenverstärkung aus CfK Gewebe einlaminiert und die Servorahmen aus 4 mm Sperrholz gleich mit:

2078665

2078666

... und als HR Servos KST DS125MG (70 Ncm bei 6V) montiert:

2078667

Die Servoanschlusskabel habe ich später durch eine Bohrung in den Wurzelrippen nach Außen geführt.

Im nächsten Post geht‘s dann weiter mit dem Freilegen der Elastikscharniere, dem Verkasten des HR und der Anlenkung der HR Flossen.

Zebulon
23.01.2019, 20:39
Ich gebe zu, dass mir vor den folgenden Arbeiten ein wenig mulmig war. Schliesslich sollte die Beplankung aufgeschnitten werden und zwar ohne Beschädigung des einlaminierten Abreissgewebes. Das hatte ich bisher nich nie gemacht und daher hatte ich mich auch noch nicht an die Querruder herangetraut. Wenn es schiefgeht, dann bauen sich Höhenruder eben schneller als Tragflächen.

Ich entschied mich also zunächst die Unterseite 5 mm breit aufzuschneiden. Dazu probierte ich zwei Methoden aus:

a) die Minikreissäge mit Anschlag und Führung
b) die Schwingsäge.

Bei beiden Methoden ist es wichtig die Führungsschiene so zu befestigen dass sie definitiv nicht verrutschen kann, sonst laufen die Schitte im wahrsten Sinne des Wortes „aus dem Ruder“. Habe daher meine Aluschiene mit Schmirgelpapier beklebt und dann mit Klebeband gesichert. Das hielt. Methode b) lieferte die besseren Ergebnisse. Die Säge führt sich einfach besser und präziser.

Minikreissäge mit Vorrichtung zur Einstellung der Schnitttiefe und Anschlagschiene:

2079521

Mit zwei parallelen Schnitten mit ca. 5 mm Abstand wird die Unterseite zwischen Flosse und Dämpfungsfläche aufgetrennt:

2079529

Danach dann mit einem schmalen und scharfen Stechbeitel den Laminatstreifen entfernen und ebenso das darunter befindliche Styropor. So entsteht win Schacht mit rechteckigem Querschnitt.

2079530

Falls nicht schon einlaminiert, ist es jetzt an der Zeit einen Holzkeil in die HR Flosse einzuleimen - als Verstärkung und Aufnahme für das Ruderhorn. Das wird gerne vergessen!

2079531

Der Schacht wird zur Dämpfungsflosse hin mit einem 1 mm Abachistreifen verkastet....

2079532

... und zur beweglichen HR Flosse mit einer abgeschrägten Balsaendleiste. Das ist elegant, man muss das Styropor nicht schrägschneiden und man schleift den oben überstehenden Rand einfach weg.
Bei diesem Arbeitsgang unbedingt darauf achten, dass kein Epoxi auf das Scharnierband läuft. Es wäre später sehr difizil zu entfernen und würde unweigerlich zur Beschädigung des Abreissgewebes führen. Also aufpassen!
Im Schacht liegt das Scharnierband dann auf ca. 2 mm Breite frei:

2079533

Jetzt erfolgt der Schnitt auf der Oberseite mittig zur Unterseite mit der Minikreissäge. Dazu wurde mit der beschriebenen Vorrichtung die Schnitttiefe auf 1 mm eingestellt, so dass das CfK Gelege leicht angekratzt wird. Danach wird die HR Flosse bewegt bis das Gelege bricht und wir haben ein leichtgängiges Scharnier.

Testweise wird die Anlenkung eingebaut. In diesem Falle besteht sie aus spielfreien Kugelgelenken und einer 3 mm Niro Gewindestange. Das sollte halten. Die Ruderhörner aus 1 mm Epoxi werden jetzt noch nicht eingeleimt, sondern erst nachdem die Bügelfolie aufgebracht wurde. So bügelt es sich einfacher.

Zu guter Letzt werden werden die Endrippen aus 1 mm Sperrholz mit Epoxi aufgeklebt:

2079561

Fast fertig - Jetzt fehlt noch die Anpassung an die Rumpfanformung und die Sicherung gegen das Herausrutschen der HR Flächen aus den Steckungen.

Zebulon
23.01.2019, 20:54
Zunächst hatte ich vor dafür Neodymmagnete zu verwenden. Gefühslmässig entschied ich mich aber dagegen. Auch mit Inbusschrauben wollte ich nicht arbeiten, da sie die CfK Steckungen beschädigt hätten.
Ich baute daher
- einen 10 mm breiten Streifen aus 1 mm starkem Epoxi in den Rumpf ein,
- passte die Anschlüsse an,
- brachte einen Schlitz in die Wurzelrippe ein und
- durchbohrte das Ganze dann passgenau mit einem 2,5 mm Bohrer von der Unterseite (Achtung: Oberseite nicht durchbohren). Vor dem Laminieren hatte ich an dieser Stelle bereits ein Holzklötzchen innen eingebracht. Das nimmt den Gewindeschnitt auf.

2079564

Die Sicherung der HR Flächen erfolgt von der Unterseite mit M3 Kunststoffschrauben mit Senkkopf:

2079565

Damit sind die Arbeiten am HR ersteinmal beendet. Es geht dann später weiter mit den Abdeckungen der Servoschächte und dem Bebügeln.

Demnächst widme ich mich dem Seitenruder und den Impellerabdeckungen.

Coogan
24.01.2019, 09:09
Gute Idee, evtl. den Kopf noch einsenken, dann ist es perfekt ....

Gruß
Carsten

Zebulon
24.01.2019, 12:45
Hallo Carsten,

ja, die Schrauben werden noch versenkt. War gespannt, ob alles wackelfrei sitzt - und das tut es.

Im übrigen habe ich in die in das Holz geschnittenen Gewinde dünnflüssigen Sekundenkleber hineinlaufen lassen. Nach dem Durchtrocknen wurde das Gewinde dann nachgeschnitten. So kann kaum etwas vergurkt werden. Hält bei meinen anderen Modellen bereits seit Jahren einwandfrei.

Viele Grüße

Gerd

Zebulon
29.01.2019, 22:57
Nachdem das HL jetzt fast fertig ist, geht es ans Seitenleitwerk. Zunächst habe ich der SL Flosse ein wenig Diät verordnet und mit dem Multitool von Dremel (gibt es auch von Bosch u.a.) Ausschnitte eingebracht, Stege stehen lassen und Fachwerkstreben eingeleimt. Ist beim Original ähnlich:

2082373

2082374

Das brachte dann eine Gewichtsersparnis von fast 30 Gramm.

Zebulon
29.01.2019, 23:08
Ausgesägt und angepasst an die SL Flosse habe ich den Abschlußspant bereits. Nun geht es an den Einbau. In der Flosse wurden oben und unten Balsaklötzchen eingeleimt, damit der Spant nicht nach Innen rutscht. Der Abstand zum Rumpfende entspricht dem Radius der SL Flosse (das Ende zum Rumpf hin; ist irgendwie schwierig zu formulieren).
Vor dem Einleimen mit 15 min Epoxi wurden die Stahllitzen der SL Steuerung am Ruderhorn befestigt: einfach verdrillt, gelötet und mit Schrumpfschlauch überzogen. Hoffe, dass es hält und nicht durchscheuert. Die Anlenkung besteht aus 2 mm Epoxi:

2082376

Am hinteren Ende der SL Dämpfungsfläche klebte ich mit Teppichklebeband außen Leisten auf; so können die Klammern den Druck besser auf den Abschlußspant verteilen.

2082377

Jetzt ersteinmal trocknen lassen, dann wird die Lagerung für das SL eingeklebt. Und, ja, es stimmt: Das Bild ist noch von der Anpassung; beim Einleimen wurde der Spant dann noch hochgeschoben, so dass er oben sauber anschließt.

StratosF3J
30.01.2019, 16:02
Hallo Gerd,

toller Baubericht mit erstklassigen Bildern dokumentiert. Bitte weiter so machen.

Falls der eingebaute Seitenflossen-Abschlussspant aus dickem Balsa ist (was ist nicht genau sehen kann) und die Masserung längs ist, dann bitte diesen noch mit einem 80 oder 110 g/dm² Glas abschließen. Falls es ein MPX Holz ist, ist alles top :D.

Ich habe schon einige Abschlussspanten gesehen, die sich gespalten haben. Das lässt sich einfach vermeiden ;)

Zebulon
30.01.2019, 16:51
Hallo Thomas,

danke Dir für die motivierenden Worte und den guten Hinweis. Habe tatsächlich nicht erwähnt, dass ich 4 mm Sperrholz dafür verwendet habe; eine CfK Verstärkung könnte ich tatsächlich noch auflaminieren. Der zusätzliche Aufwand ist gering, nur das Ausfräsen der Öffnungen macht dann Mühe, auch wegen des CfK Staubes.... Oder ich bringe erst dann Bohrungen an, wenn ich im Inneren einmal etwas richten muss.... mal sehen.

VG Gerd

Zebulon
01.02.2019, 23:54
Der Abschlussspant vom Seitenleitwerk ist aus 4 mm Sperrholz. Ich habe den Spant daher nicht CfK laminiert. Allerdings sind auf der Rückseite 6 mm Balsaklötzchen mit querlaufender Maserung aufgeleimt, und zwar dort wo die Lagerlaschen eingeleimt werden.
Ziel der nächsten Bauschritte ist, die SL Flosse so zu lagern, dass sie frei nach links und rechts dreht und natürlich auch sauber fluchtet.

Schritt 1: Abkleben der Dämpfungsfläche links und rechts mit Klebeband (mehrere Lagen). So kann die Flosse beim Einleimen gegen die Dämpfungsfläche gedrückt werden, fluchtet sauber, und läuft später nach Entfernung der Klebebänder frei. Da braucht dann nichts mehr freigeschliffen werden.

2083588

Schritt 2: Die einzuleimenden Epoxilaschen werden zunächst in der SL Flosse mit dem 2 mm Stahldraht (der als Lagerachse dient) gelagert, dann mit angedicktem 15 min Epoxi bestrichen und in den Abschlußspant eingebracht. Da bleibt genug Zeit zum Ausrichten.
Nach der Trocknung sieht das Ganze (ohne Flosse) dann so aus:

2083589

Schritt 3: Zunächst war ich mir unschlüssig wie ich die große Ausgleichsfläche anfertigen sollte. Der Einfachheit halber leimte ich zwei 10 mm Balsabrettchen aufeinander, wartete die Trocknung ab und brachte es dan mit der Bandsäge (wirklich) sehr grob in Form und leimte es so auf die Flosse.

2083592

Schritt 4: Die Ausgleichsfläche wurde mit einem Schleifstab (beklebt mit 80er Schmirgelpapier) in Form geschliffen. Durch den Schleifstab ergibt sich dann eine ausgezeichnete Übertragung der konischen Linien auf die Ausgleichsfläche. Das Ergebnis sieht dann so aus:

2083593

Schritt 5: ... und damit die Proportionen passen verglich ich immer wieder Modellflosse mit einem Bild des Originals:

2083595

Damit ist dieser Bauabschnitt vorläufig abgeschlossen. Mit dem Ergebnis bin ich soweit zufrieden.

Besonders begeistert mich, dass ich die Flossen ohne lösen der Stahldrahtanlenkung sehr schnell abnehmen kann. Der Hit ist wirklich dieses Teil, unbedingt gelegentlich nachbauen:

http://www.rc-network.de/forum/showthread.php/157655-Seitenruder-Anlenkung-wie-abnehmbar-gestalten-und-trotzdem-gespannte-Seile

2083607

Der Feinschliff der Flosse und die Sicherung der Lagerachse folgen dann später.

Ich vergaß: Gewicht der Flosse 80 Gramm.

Zebulon
02.02.2019, 20:26
Vor dem Einharzen der Steckungshülse nahm ich einen Probeaufbau vor um noch einmal alles zu prüfen. Es war zwar vor einigen Wochen die Rumpfbohrungen präzise ausgerichtet worden - aber man weiss ja nie.... Also Platz gemacht im Wohnzimmer und alles geprüft:

2084092

Bin happy, passt alles wie geplant, Steckungsrohr kann also eingeharzt werden mit 15 min Epoxy. Dazu Steckungsrohr zusammen mit dem Rundstahl montiert, ca. 40 cm lange Rovings getränkt und dann die Rohrenden schlüssig mit der Rumpfwandung umwickelt. Zusätzlich wickelte ich noch einen Streifen Abreissgewebe drumherum um die Wicklung anzupressen.

2084106

... und so sieht das Ganze dann ohne die Gewebestreifen aus:

2084110

Jetzt bin ich mir unschlüssig, ob ich noch unter- und oberhalb des Steckungsrohres Halbspanten einbaue, oder nicht. Mein Bauchgefühl ist dafür, man sieht aber auch CfK verstärkte Rümpfe die im Bereich der Steckung ohne Spant auskommen...

Hat jemand von Euch dazu noch einen Tip?

Zebulon
03.02.2019, 21:39
So, Entscheidung gefallen - es wird ein Steckungsspant gebaut. Dieser dient zugleich für die Aufnahme des Servos für das Seitenleitwerk.

Als Servo setze ich ein SAVÖX SV-1271SG ein. Es hat ein Drehmoment von 25 kg*cm lässt sich auch mit 7,4 Volt betreiben. Es wird in einem Halter in Flugrichtung vor dem Steckungsspant befestigt. Das Servo wird „über Kopf“ befestigt, da die Steuerseile knapp über dem Rumpfboden laufen müssen, sonst drückt der Impeller hinein.

Weitere Anforderung war, das Servo jederzeit auswechseln zu können.
Das Servo wird in einem Halter aus 8 mm Sperrholz befestigt. Der Halter ragt mit einer Lasche in den Steckungsspant hinein. In Flugrichtung wird ferner ein Hilfsspant benötigt, der das andere Ende des Servobrettchens aufnimmt.

Schritt 1: Konzept der Servobefestigung. Die Spanten erhalten später noch Ausschnitte und Bohrungen um etwas Gewicht zu sparen.

2085046

Schritt 2: Hier sind die Einzelteile der Baugruppe zu sehen. In den Hilfsspant wurden zwei M3 Gewindeschrauben mit 5 min Epoxi eingeharzt um später die Haltelasche aufzuschrauben.
Damit die Gewindeschrauben senkrecht und parallel zueinander eingesetzt werden können, wurden eine Proxxon Ständerbohrmaschine und ein kleiner Maschinenschraubstock eingesetzt.

2085047

Schritt 3: Hier ist das montierte Servo zu sehen:

2085050

Schritt 4: Der aufgeschraubte 8 x 8 mm Multiplexstab hält die Servoplatte im Hilfsspant. Durch lösen des Stabes kann das Servo jederzeit und ohne größere Umstände ausgewechselt werden.

2085051

Weiter geht es dann demnächst mit der Endbearbeitung des Steckungsspants, des Hilfsspants und der Montage der gesamten Baugruppe im Rumpf.

alois1
04.02.2019, 17:05
Hallo Gerd !
Bedenke bevor du leimst:rolleyes: :
Wie willst du deine Seilzüge spannen auf die richtige Länge.
Hinten hast du keine Verstellmöglichkeit (Seilschlaufe) ,vorne wirst du mit deiner
Einbauweise auch sehr schlecht an die Gabelköpfe zum spannen kommen.
Bliebe noch Servo auf Schlitten mit Spannfeder oder Schraube für die
Seilspannung, sowas sah ich auch schon mal.

Fliegergruss. Gerhard

Zebulon
04.02.2019, 20:12
Servus Gerhard,

danke Dir für den Hinweis und die Anregung. Das ist sicher so richtig, wenn nicht hinter dem Spant (von vorne gesehen) die Öffnung für den Klappimpeller wäre. Durch die komme ich bequem an die Seilspanner und Gabelköpfe heran. Ausserdem kommen noch Aussparungen in den Steckungsspant hinein.

Ansicht durch die Impelleröffnung:

2085442

Nun fertige ich erste die anderen Baugruppen für den vorderen Rumpfteil wie Fahrwerk, Radbremse, Schleppeinrichtung, Flitschenhaken, Akkuhalterungen (Empfänger, Impeller), Verstärkungsspanten und Montagebrettchen an.

Erst wenn alles passt und mir nichts Verbesserungsbedürftiges mehr einfällt wird alles eingeharzt. Ich baue ja ohne Bauplan, und gute Ideen kommen nicht immer dann wenn man sie benötigt.

Viele Grüße

Gerd

Zebulon
09.02.2019, 17:28
Heute habe ich mich an eine andere Rumpfbaugruppe herangemacht: Die Kupplung für den F-Schlepp und den Flitschenhaken, der eigentlich ein Flitschenstift ist.
Geholfen hat mir dabei die WebSite von Ulf Reichmann, auf der er seine Bauweise beschreibt:

http://www.f-schleppontour.de/html/schleppkupplung.html

Das hat mir gut gefallen, denn es ist einfach nachzubauen und offenbar auch sehr funktionssicher und robust.

Schritt 1: 3 Multiplexstreifen sägen aus 8 mm Multiplexholz jeweils 20 mm hoch und 80 mm lang
Der mittlere Streifen nimmt das Messingrohr für den 3 mm Kupplungsstift auf und die Öffnung für die Seilführung.

Schritt 2: die Bohrung für das Messingrohr bohren....

2087383

Schritt 2: das Messingrohr hineinschieben und dann den 4 mm breiten Schlitz für die Seilführung sägen. So schliessen die jetzt getrennten Röhrchenseiten bündig an und es kann nichts verhaken

2087386

Im Bild ist auch die Gewindehülse und der Stift zu sehen (beides Baumarktartikel)

Schritt 3: das Ganze mit Weissleim zusammenkleben und verpressen

2087387

Schritt 4: die 7,5 mm Bohrung für die Gewindehülse wird stufenweise hineingebohrt

2087388

Schritt 5: Testmontage im Rumpf

2087390

2087391

Der Flitschenstift ragt ca. 23 cm von der Rumpfspitze heraus; die Schleppseilöffnung befindet sich bei 25 cm von vorne.

Da ich keine Erfahrungswerte habe, jetzt die Frage an die Experten unter Euch: Ist das zu weit hinten?

Danke vorab für eine kurzen Erfahrungsaustausch dazu und VG, Gerd

Coogan
09.02.2019, 21:56
Servus Gerd, ich baue mein Flitschen
Rohre immer so weit wie möglich vorne
ein (ca. 4-5cm). Umso weiter hinten der
Hacken sitzt, umso mehr wird das Modell
beim flitschen wegsteigen, denke aber
das geht noch, evtl. bei einem Bodenstart
sogar besser, dann hebt sie früher ab - aber
bei zu wenig Zug ist die Gefahr eines
Stömungsabriss....

Gruß Carsten

Zebulon
09.02.2019, 23:23
Servus Carsten,
ja, so wie Du es beschreibst wird sich das dann wohl abspielen. Auch beim Schlepp wird die MÜ dann etwas höher wegsteigen. Wir werden sehen... Ich denke aber, dass es nicht kritisch wird. Der übliche Abstand scheint irgendwo zwischen 5 und 15 cm zu liegen - aber da liegen bei mir die beiden Hacker 6s 5000 mAh Akkus gestapelt und so bleibt kein Platz für Flitschenröhrchen und Schleppkupplung....

Falls es gar nicht geht (was ich nicht glaube) wäre diese Lösung wegen der geringen Bauhöhe noch interessant:

2087640

http://board.mfc-solingen.de/index.php?thread/69-einbau-schleppkupplung-segler/&postID=714#post714

Viele Grüße

Gerd

Zebulon
23.02.2019, 21:49
In diesem Abschnitt geht es um den Rumpfausbau. Ich habe mir vorgenommen erst alle Baugruppen zu fertigen, und wenn alles passt, Baufehler beseitigt wurden usw., sie in den Rumpf einzuharzen.

Die Baugruppen sind:

- Steckungsspant mit Aufnahme für das Seitenruderservo
- die beiden Fahrwerksspanten mit gedämpften Starrfahrwerk (für das habe ich mich aus Gewichtsgründen entschieden)
- die Schleppkupplung mit dem Frontspant, der auch die 2 x 6S/5000 mAh Hacker Antriebsakkus sichert

Die Rumpfspanten werden aus 10 mm Multiplexsperrholz gefertigt. Für das Aussägen wurde eine kleine Bandsäge von Proxxon eingesetzt.

Mittelline ermitteln, damit später die Spanten sauber ausgerichtet werden:

Wegen der Überlappung der Laminate ist im Rumpfinnern die Mittellinie nicht erkennbar. Um sie festzulegen wurde der Rumpf horizontal ausgerichtet, an verschiedenen Punkten der Impeller- und Haubenöffnung ein Geodreieck angelegt, die Mitte der Rumpfbreite eingemessen und dort der Mittelpunkt in den Rumpf abgelotet.

Das sieht dann so aus:

2094062

Zebulon
23.02.2019, 22:12
Habe die Mittellinie mit zwei kleinen 1 mm Bohrungen von der Innen- auf die Aussenseite übertragen und dort angezeichnet. Ich benötige sie um die Schablone der Fahrwerksöffnung auszurichten.
Dazu habe ich die Radachse 20 mm nach vorne verlegt damit ein Bodenstart möglich ist und die MÜ nicht auf die Nase geht. Die Radachse liegt dann von der Rumpfspitze bei 505 mm und nicht mit 525 mm wie im Plan angegeben:

2094075

Die Rumpföffnung wurde dann mit der Dremel Schwingsäge ausgeschnitten. Die Schnittränder wurden dann verschliffen:

2094077

Mit Vorbohren und Schlüsselfeile wurde auch die rechteckige Öffnung der Schleppkupplung eingearbeitet:

2094078

Jetzt kann es mit dem Innenausbau weiter gehen.

Zebulon
23.02.2019, 22:32
Ausgesägt wurde mit der Bandsäge. Damit der Spant saugend in dem Rumpf passt wurden die Kanten mit dem Tellerschleifer nachbearbeitet.

2094086

Das Servobrettchen des Seitenruderservos wird einerseits im Steckungsspant gelagert und andererseits im rückwärtigen Fahrwerksspant.

2094087

Hier ist auch gut zu sehen, wie mit Spannschlössern später die Seilzüge zum SR gespannt werden. Die Spannschlösser sind durch die Impelleröffnung gut zugänglich und so gibt es keine Probleme wegen des Überkopf eingebauten SR Servos. Diese Einbauart ist erforderlich, damit die Stahlseile nahe am Rumpfboden laufen und den Klappimpeller bzw. dessen Mechanik nicht behindern.

Zebulon
23.02.2019, 23:10
Hier ist das Fahrwerk zu sehen. Ich habe mich für Plot & Fly entschieden und habe es passend für den Rumpf fertigen lassen. Verbaut ist ein 90er Rad von Fema (mit Radbrems) und eine gedämpfte Aufhängung.

2094100

Links im Bild ist der Fahrwerksspant mit der Aufnahme für das SR Servobrettchen zu sehen. Die beiden M3 Gewindeschrauben wurden eingeharzt. Erst danach wurden die Schraubenköpfe abgetrennt.

Das Bremsservo habe ich möglichst weit nach vorne verlegt. Es wurde am Klotz der Schleppkupplung in einer Halterung aus 2 mm Epoxi befestigt. Die Betätigung der Bremse erfolgt später über eine Schubstange aus CfK.

2094101

Hier sind die Baugruppen provisorisch im Rumpf zu sehen. Im nächsten Schritt werden sie dann eingeharzt.

2094102

Zebulon
24.02.2019, 19:02
Servus Gerhard,

Dein Hinweis hat mich doch noch länger beschäftigt. Ich habe daher 2,5 mm Gewindestangen (Länge ca. 5 cm) mit Kugelkopfgelenken am Servoarm angeschlossen. Am anderen Ende wird das Spannschloss mit der Augeschraube aufgeschraubt. Damit sind die Spannschlösser frei über die Impelleröffnung zugänglich. Das geht perfekt.
So sieht das Ganze dann aus:

2094748

... und hier hinter dem Steckungsspant, fotographiert durch die Impelleröffnung:

2094749

... und zusammemgeschraubt:

2094750

Gruss Gerd


Hallo Gerd !
Bedenke bevor du leimst:rolleyes: :
Wie willst du deine Seilzüge spannen auf die richtige Länge.
Hinten hast du keine Verstellmöglichkeit (Seilschlaufe) ,vorne wirst du mit deiner
Einbauweise auch sehr schlecht an die Gabelköpfe zum spannen kommen.
Bliebe noch Servo auf Schlitten mit Spannfeder oder Schraube für die
Seilspannung, sowas sah ich auch schon mal.

Fliegergruss. Gerhard

Zebulon
24.02.2019, 19:12
Der Impeller bekommt links- und rechtsseitig kleine Puffer an die Rumpfwand geklebt. Damit wird verhindert dass seitliche Kräfte den eingeklappten Impeller an die Rumpfwand drücken:

2094756

Verwendet habe ich 20 mm Balsaholz. Es wurde mit der Bandsäge die Kreisbögen der Rumpfwand und des Impellers in die Klötzchen geschnitten. Impellerseitig habe ich einen Filzstreifen mit Teppichklebeband aufgeklebt. Das verhindert ein Zerkratzen des Impellers bei Ein- und Ausfahren. Mit Pattex Klebepads habe ich die Puffer dann auf die Rumpfwand geklebt:

Zebulon
24.02.2019, 19:34
Eigentlich ist es ja kein Haken, sondern ein Gewindebolzen der schräg von der Rumpfunterseite aus eingeschraubt wird. Diesen Gewindebolzen habe ich aus einer 6 mm Inbusschraube gefertigt:

2094773

Das Gewinge wurde gekürzt und der Schraubenkopf verlor dann auch seine Bedeutung:

2094774

So, das war nun ein bauintensives Wochenende. Nur um mal einen Eindruck zu vermitteln, was ich an diesem Wochenende in ca. 10 - 12 Stunden Arbeit geschafft habe:

- Rumpfmittellinie abloten und innen im Rumpf anzeichnen
- Schablonen für die Fahrwerksspanten anfertigen
- Rumpföffnung für das Fahrwerk aussägen und die Schnuttkanten schleifen
- SR Servobrettchen anfertigen und Servo aufschrauben
- SR Seilzüge ablängen, mit Augenschrauben versehen und an Spannschlösser anschliessen
- Servohebel der Schleppkupplung mit einem Langloch versehen damit der Kupplungsstift nicht verkantet
- Epoxihalter für das Radbremsservo anfertigen und Schleppkupplungsblock befestigen
- Radbremsservo anschrauben
- Spanten aussägen (mit Bandsäge) und Bohrungen für die Befestigung des Einziehfahrwerkes einbringen
- Baugruppen (Steckungsspant, Fahrwerk mit Spanten, Schleppkupplungsblock mit Servos) mehrfach anpassen und den einharzen

Klingt alles nach einfachen Arbeiten und letztlich sind sie das auch. Allerdings braucht das Ausrichten und Einpassen, zwischendurch immer wieder nachschleifen usw. viel Zeit. Und das Einharzen mit 15 min Epoxi ist eine Sache die ihre 15 min auch tatsächlich benötigt.

In der nächsten Bauphase (in 2 Wochen) geht es dann um

- die Ansteuerung der Radbremse,
- die Befestigung der Antriebsakkus und um die
- die Montage der Kabinenhaube.

Zebulon
26.02.2019, 20:10
Nun konnte ich es doch nicht lassen und habe mal geschaut ob der mitgelieferte Cockpitrahmen passt. Selbst mit Drücken und Quetschen ist da nichts zu machen. Das Bild zeigt es. Vielleicht lässt sich die Instrumentenabdeckung heraustrennen und in den neuen Rahmen einsetzen. Immerhin etwas.

2096023

Schade - hatte gehofft es einmal einfach zu haben.... Also wieder einmal die Suchmaschine angeworfen und das Orakel befragt. Diese Seite gefiel mir gut:

http://www.christiankoch.info/bautipps/kabinenhaube/index.html

Irgendwie ist man ja doch nicht der Erste und so gibts es meist eine Lösung zum Nachbauen. Habe mich dann auch gleich ans Werk gemacht um aus einigen 1,5 mm Balsaresten und dünnen 49er GfK Gelege einige Balsasandwiches für den Rahmen herzustellen.

Robert Lichius
26.02.2019, 21:30
Hallo Gerd,

Ich habe mir am WE beim Robert auch eine Mü 28 abgeholt.

Nach deiner Aussage bezüglich des Haubenrahmen bin ich sofort in die Werkstatt gegangen um deine Aussage zu prüfen.
Alles in Ordnung würde ich sagen. Und das für den Preis.

Grüße
Robert

Zebulon
26.02.2019, 21:59
Hallo Robert,
prima, das freut mich sehr für Dich!

Bei mir ist es leider so; ist ja in meinem Bild deutlich zu sehen. Na ja, bei dem Gesamtaufwand machen die 2 Stunden Mehrarbeit dann auch nichts mehr aus.

Viele Grüße
Gerd

PS: ... und natürlich viel Spass und Erfolg beim Bau!

Zebulon
26.02.2019, 22:17
... da ich gerade sowieso hier unterwegs bin poste ich auch gleichmal die Bilder von der Anlenkung der Radbremse.

2096104

In der Restekiste befand sich noch ein passendes CfK Röhrchen mit 5 mm Aussendurchmesser in das Gewindeanschlüsse der Kugelkopfgelenke genau hineinpassten. Mit 5 min Epoxi wurden sie eingeleimt. Die Kugelköpfe sind mit M2 Gewindeschrauben an den Anlenkungshebeln befestigt.

2096105

Vielleicht noch kurz zur Programmierung: Durch Einstellung des Servoweges und der Servomitte habe ich die Bremsposition so festgelegt, dass das Servo nicht zu stark belastet wird; die Bremse in der Endstellung aber gut greift.
Das Bremsservo wird über den Gasknüppel bedient mit dem auch der Impeller angesteuert wird. Bei ausgefahrenen Impeller ist die Radbremse inaktiv. So kann dann gfls. auch durchgestartet werden (falls noch Saft im Akku ist).

Zebulon
09.03.2019, 19:11
Heute weiche ich von meiner Planung ab. Ich warte auf einen neuen Rahmen für die Haube und stelle den Bauabschnitt daher ersteinmal zurück.
Draussen verabschiedet sich der Winter mit Sturm und Föhn - klassisches Bauwetter. Ich habe mir die Tragflächen wieder hervorgeholt und nehme mir vor die Servoschächte freizulegen.

1. Vor der Beplanung hatte ich ein Aufmass von den Klappen, Schächten und Kabelwegen angefertigt. Das habe ich auf die Flächenunterseite übertragen.

Kleiner Tipp am Rande: Fertigt solche Skizzen möglichst sorgfältig an, mit Kontrollmassen und rechten Winkeln und eindeutigen Zuordnungen der Messungen. Ich hatte die Messskizze seit einem Vierteljahr nicht mehr in der Hand und es gab mir eine Menge Sicherheit dass alles kontrollierbar war.

Nach dem Übertragen habe ich die Flächen mit den Endleisten aneinandergelegt und nochmals die Symmetrie geprüft. Übertragungsfehler wären jetzt aufgefallen - es gab aber keine.

2101660

2. Jetzt ging es an das Freilegen der Servoschächte. Zum Einsatz kam die Schwingsäge von Dremel mit der präzise Schnitte möglich sind. Hier kam es auf Sorfalt an, vor allem in der Schnitttiefe, da sich die Servokabel schon im Schacht befanden.

ACHTUNG - LESSON LEARNED: Die Kabel entweder mit ausreichend Abstand zum Laminat im Styropor „vergraben“ ober abseits der Schächte führen und dann später in die Schächte hineinziehen - dann vermeidet man Beschädigungen durch das Freisägen.

2101659

3. Ergebnis: Aufgrund der präziden Schnitte lassen sich die herausgetrennten Laminate später als Servoschachtdeckel wiederverwenden. Bin mir im Moment noch nicht sicher, ob ich die Servos an den Deckeln montiere oder auf Servorahmen in den Schächten.

2101673

alois1
09.03.2019, 22:10
Hallo !
Die RM Schächte liegen etwas ungünstig direkt nebeneinander (Unterbrechung der zugfesten Aussenschale)
hintereinander wäre besser gewesen .Sind die Holmbänder noch durchgehend intakt ?

Fliegergruss Gerhard

Zebulon
10.03.2019, 17:51
Hallo Gerhard,
das ist eine wichtige Frage. Der WK-Servoschacht hat ca. 3 cm Abstand zum unterseitigen Gurt, der QR-Schacht grenzt direkt an. Sollte also soweit ok sein. Der Abstand zur Wurzelrippe beträgt beim WK-Schacht 310 mm und beim QR-Schacht 980 mm, der seitliche Versatz zueinander beträgt 3 cm; sie liegen also fast hintereinander. Hoffe, dass das so funktioniert.
Danke Dir fürs Mitdenken!
Gruss Gerd

alois1
10.03.2019, 19:39
Hallo Gerd !
Ich denke Du hast mich falsch verstanden.
Ich meinte letztes Bild ,zwei Schächte direkt neben und hintereinander,
Störklappen und Wölbklappenschacht?

Fliegergruss. Gerhard

Zebulon
10.03.2019, 20:26
Hallo Gerhard,
da habe ich wohl eine ungeschickte Bildkomposition fotografiert. Auf dem Bild ist das Querruderservo/Querruderschacht zu sehen und das dazugehörige Stückchen Laminat/Beplankung. Nein, da soll kein zweiter Schacht hin, ich wollte nur zeigen wie akkurat die Ausschnitte mit der Schwingsäge gelingen.
Bin jetzt am überlegen, ob ich das Servo auf dem Deckel montiere, oder lieber doch in einem Rahmen im Schacht. Letzteres erscheint mir stabiler und zuverlässiger bei diesem Flieger.
Viele Grüße
Gerd

Coogan
11.03.2019, 09:19
Hallo Gerd !
Ich denke Du hast mich falsch verstanden.
Ich meinte letztes Bild ,zwei Schächte direkt neben und hintereinander,
Störklappen und Wölbklappenschacht?

Fliegergruss. Gerhard


Hi, das ist eine optische Täuschung, da liegt der ausgeschnittene Deckel verkehrt herum auf der Beplankung :D

Gruß
Carsten

alois1
11.03.2019, 17:48
Hallo !
Ja ,das ist eine schöne optische Täuschung, ich dachte es wäre noch der Schacht für
Störklappen ,weil man den Bezug zur restlichen Fläche nicht sieht.
Die Faserrichtungen passen auch noch.:D

Fliegergruss. Gerhard

Zebulon
12.03.2019, 12:17
2103382

... um die Sache abzurunden und weil es Spass macht: ... mehr zum Thema Optische Täuschungen findet man hier: https://www.sehtestbilder.de/optische-taeuschungen-illusionen/

Gruss Gerd

Zebulon
17.03.2019, 21:45
Jetzt geht es wieder in der Sache weiter und die nächsten Bilder sollten einen ungetäuschen Eindruck vermitteln. Ich bekam von Robert einen neuen Haubnrahmen zugeschickt, der deutlich besser passte als der alte. Er war durch den Transport angebrochen; habe ich dann mit Epoxi wieder gerichtet. Keine grosse Sache.

Schritt 1: Ausschneiden des Haubenrahmens mit der Schwingsäge, die sich irgendwie zu meinem wichtigsten Werkzeug bei diesem Bau entwickelt hat.

2106194

Schritt 2: Glätten des inneren Randes des Haubenrahmens mit dem kleinen Bandschlefer von Proxxon, und natürlich mit Schmirgelpapier (220er damits glatt wird)

2106195

Schritt 3: Der Rahmen wird innen in der Lexanhaube angepasst und dann mit einem wasserfesten Filzstift angezeichnet

2106196

Schritt 4: Die Haube wird mit ca. 10 mm Überstand mit einer handelsüblichen Schere aus dem Baumarkt ausgeschnitten. Hinterher ist sie stumpf, aber der Verlust fällt bei den Gesamtbaukosten nicht ins Gewicht.

2106197

Mehr war an diesem Wochenende nicht drin. Aber keder kleine Schritt ist ein Schritt vorwärts.
Im nächsten Schritt wird die Haube dann an den Rumpf angepasst.

Zwischendurch sollte schon einmal die Instrumente für das Cockpit bestellen. Frage an die Mitleser: hat vielleicht jemand ein gutes Foto vom Instrumentenbrett der MÜ? Im Internet findet sich m. E. nichts Brauchbares. Danke schon einmal vorab.

Zebulon
24.03.2019, 21:51
Nicht wundern, warum es jetzt nicht mit der Haube weitergeht. Es muss noch ein Instrumentenpanel gebaut werden und die bestellten Instrumente sind noch nicht geliefert.
Aber es ist Wochenende und daher auch etwas Zeit zum bauen. Daher gehts jetzt mit dem Ausschneiden und Verkasten der Querruder und Wölbklappen weiter.

Schritt 1: Anzeichnen der Klappenausschnitte gemäss Aufmaß, das Abreissgewebe soll in den später verkasteten Schächten auf ca. 2 - 3 mm frei liegen damit sich die Klappen frei bewegen lassen. Die Verkastung erfolgt mit 1 mm Abachi und 4 x 15 mm Balsaendleisten. Damit werden die Schächste also 8 mm breit.

2109178

Schritt 2: Damit die Schwingsäge sauber geführt werden kann wird die Aluschiene mit Teppichklebeband auf der Tragfläche vor Verrutschen gesichert.

2109181

Schritt 3: Das Laminat ist aufgetrennt. Schallschutz für die Ohren wäre gut gewesen, dafür fliegt der Staub nicht so wie bei einer Trennscheibe, sondern kann bequem von der Schnittlinie abgesaugt werden.

2109184

Schritt 4: Der Laminatstreifen wird einfach entfernt, und mit einem stumpfen Teppichmesser wird das Styropor ausgeschnitten und aus dem Schacht entfernt. Das darunterliegende Abreißgewebe darf dabei nicht beschädigt werden.

2109186

2109185

Schritt 5: Einmal kurz freuen - Die Flächen haben jetzt saubere Klappenschächte die im nächsten Schritt dann verkastet werden.

2109187

Schritt 6: Die Verkastung erfolgt in mehreren Arbeitsgängen, d. h. für die linke und rechte Seite eines Schachtes getrennt, denn es muss darauf geachtet werden dass das Epoxi nicht das später im Schacht freiliegende Abreißgewebe bedeckt.
Die Verkastung wird dann bis zum Trocknen des Expoxis mit einer 6 mm Hilfsleiste an die Fläche gedrückt.

2109188

Nach dem Entfernen der Hilfsleiste ist des Ergebnis sichtbar:

2109190

... und mit Balsahobel und Schleiflatte werden die Überreste der Verkastung mit der Tragfläche plangeschliffen:

2109191

Insgesamt waren das 4 Klappenschächte und Verkastungen. Mehr ist an einem Wochenende bei mir nicht drin. Zudem war gutes Flugwetter und es mussten noch einige Modelle an die Luft...

Zebulon
31.03.2019, 22:19
21122172112230
Hi Gerd,

habe mich mal mit meiner Eigenbaufräse an einer 1,5mm GFK Platte ausgelassen …. fürs erste finde ich das garnicht so übel ;-)
muss das Panel noch etwas kürzen, ein paar Hebel und Schalter drauf und gut ist es …

http://www.coogan.de/Bilder/Mue28-5.jpg


http://www.coogan.de/Bilder/Mue28-6.jpg


Gruß
Carsten

Hi Carsten,

jetzt bin ich also auch beim Instrumentenpanel angelangt. Bevor die Haube auf den Rahmen geklebt wird, möchte ich zumindest das Panel anfertigen und anpassen. Da ich im Internet keine gescheiten Fotos fand, half mir ein Vereinskamerad mit einem Bild aus seiner Sammlung aus (Danke, Max!):

2112209

Von Friebe Luftfahrtbedarf (https://friebe.aero) habe ich mir Bilder der Instrumente zusammengesucht. Von links nach rechts (bezogen auf das Instrumentenpanel) sind das:

Höhenmesser
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Beschleunigungsmesser
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Geschwindigkeitsmesser (misst im Original bis 450 km/h)
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Variometer
2112214

Im Original haben die Instrumente offenbar Durchmesser von 60 mm bzw. 80 mm. Habe mir von https://aerocockpit.com einige Instrumente für den Massstab 1:3 bestellt. Zwischenmassstäbe wie 1:3,5 dieses Modells gibt es leider nicht. 1:3 erscheint mir etwas zu groß:

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Bin daher am überlegen ob ich mit am 3D Drucker Instrumentenblenden mit 17 mm bzw. 23 mm Durchmesser plotten lasse und dann die Zifferblätter hineinmontiere. Wie im Bild zu sehen ist der Unterschied von 1:3 zu 1:3,5 doch nicht tolerierbar wie ich zunächst gehofft hatte.

Im Übrigen habe ich an diesem Wochenende die erste Wölbklappe gangbar gemacht.

Zebulon
07.04.2019, 21:53
Ein halbwegs produktives Wochenende liegt hinter mir.
Zunächst habe ich die Elastic Scharniere gangbar gemacht. Die Verkastungen waren ja bereits erfolgt. Den ca. 1 mm breiten Schlitz auf der Gegenseite der Verkastungen habe ich (vorsichtig) bis auf das CFK Gelege mit der Dremel Multi-Max eingeschnitten und dann mit einer Trennscheibe nach bearbeitet. Um das Abreissgewebe dann freizulegen wurden verschiedene Schlüsselfeilen eingesetzt; sehr vorsichtig, damit das Abreissgewebe nicht beschädigt wird. Das Nacharbeiten hat bestimmt ein Stunde gedauert, dafür ist das Gewebe auch unbeschädigt geblieben.
Die Schnittkanten des Abachifurniers wurden dann verschliffen (abgerundet) so dass der Ausschlag nicht blockiert wird.

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Zebulon
07.04.2019, 22:09
Bei diesen Arbieten kann ich mich sicher kurz fassen. Daher weiter im Steno-Stil:

1 - Verkastungen erfolgen mit 1 mm Sperrholz; Maserung verläuft senkrecht (vorher wurde nochmals alle Servokabel auf mögliche Beschädigungen geprüft.

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2 - Die Verkastungen werden mit angedicktem Epoxi in den Schächten verklebt und während der Abbindezeit mit Klebeband gesichert. Danach wurden die überstehenden Kanten mit einem Dreiecksschleifer bündig geschliffen.

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3 - Die Servos werden in den Schächten mit einem 15 mm breiten Streifen aus 1 mm Epoxy gesichert. Der Streifen wird mit 3 mm Gewindeschrauben in 8 bzw. 5 mm Buchenleistchen gesichert. In die Buchenklötzchen habe ich 2,8 mm Löcher vorgebohrt in die dann ein 3 mm Gewinde hineingeschnitten wurde.
Buchenklötzchen und Epoxistreifen werden passgenau am Servo zusammengeschraubt und dann (ohne das Servo) eingesetzt und mit Epoxy in den Schacht geharzt.

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Danach lassen sich die Servos leicht einsetzen. Im nächsten Bauabschnitt geht es dann um das Anpassen der Ruderhörner, Herrichten der Gestänge und das Crimpen der Anschlüsse. Endlich kommt dann etwas Bewegung in die Sache.

alois1
08.04.2019, 19:17
Hallo !
Wenn Du die Servos mit der Gfk Platte gegen die Oberschale presst ,werden sich früher oder später
Beulen auf der Flügeloberseite zeigen ,trotz Carbonunterlage.
Ein Servorahmen sollte nur das Servo selbst halten, ohne Spannung auf die Schale zu bringen.:)

Fliegergruss. Gerhard

Zebulon
08.04.2019, 19:38
Hallo Gerhard,

daran habe ich wirklich nicht gedacht! Aber es ist logisch und nachvollziehbar. Wertvoller Hinweis!
Abhilfe: Ich könnte die Servos festschrauben, dann würden die Schrauben den Druck auffangen und nicht die Oberschale.

Viele Grüße

Gerd

Zebulon
28.04.2019, 09:01
Momentan halte ich mich mit Kleinkram über Wasser. Zeit ist knapp und es zieht sich hin. Bei den kleinen Dingen hat man halt das Gefühl, man kommt nicht so richtig voran; aber auch die müssen ja erledigt werden.
Nachdem die Flächenservos nun montiert sind (sorry Gerhard, habe es doch so gelassen - wenn sich später Beulen an der Oberseite zeigen, weiss ich wo sie herkommen - und für alle Mitleser ist es ein Hinweis es besser zu machen) habe ich mich an die Winglets herangemacht. Bin mir unsicher, ob diese Bauform so genannt wird, aber ich lasse es einmal dabei.

Material: 4 mm leichtes Pappelsperrholz
Steckungen: 3 mm CfK Stäbchen
Steckungsröhrchen: Messing, hatte ich beim Flächenbau bereits eingebaut (#88 http://www.rc-network.de/forum/showthread.php/699342-ROWI-Mü-28-mit-Ceflix-500-Baubericht?p=4646215&viewfull=1#post4646215)

Schablone: nach Fotos der MÜ aus dem Internet und mit Augenmass entworfen. Ein gut geeignetes Bild von Steffen Kahl gibt es bei flickr: https://www.flickr.com/photos/steffenkahl/14257506315/in/photostream/

Schritt 1: Bohrung in Endrippe für die Kabelführung des Bitzlichtes eingebracht:

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Schritt 2: Steckungen in Winglet eingeleimt. In diesem Bild sind auch die kleinen Magnete gut zu sehen, die die Winglets an den Endrippen halten.

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Schritt 3: Winglet mit Flächenoberseite verschliffen; die Bitzlichter werden später nach dem Bebügeln montiert

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Schritt 4: freuen, dass es passt

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Nur mal so nebenher in Wort zum Zeitaufwand: dafür gingen locker 3 Stunden drauf....

Coogan
29.04.2019, 09:07
Hy Gerd,

hast schon mal gewogen, bei was für einem Gewicht du am Ende landest?

Gruß
Carsten

Zebulon
29.04.2019, 20:32
Hallo Carsten,

so wie es ausschaut kommt die MÜ auf ein Gewicht zwischen 9,5 und 10 kg, flugfertig inkl. Impeller und 2 x 6s 5000 mAh.

Lt. Ceflix ist der 500er Impeller für Modelle bis 13 kg geeignet.

GewichtsEinsparpotenziale:

- anderer Verbinder (Kohle anstatt Stahl)
- Flächen mit weniger Kohle und 0.8 mm Abachi anstatt 1.0 mm (zu spät dafür)
- HL-Servos nach vorne (zu spät dafür)
- Verzicht auf Fahrwerk
- 3500er anstatt 5000er Akkus (falls dann nicht stattdessen Blei zugegeben werden muss)

Mehr fällt mir zur Gewichtsreduktion nicht ein.

Viele Grüße

Gerd

Zebulon
29.04.2019, 21:13
Lt. Bauplan ist die EWD mit 1 Grad angegeben. Kunstflugsegler werden bei uns im Verein aber auch 0.5 Grad EWD geflogen. Da ich die genaue Einstellung erfliegen will, muss die EWD verstellbar sein. Dafür habe ich mir folgendes Prinzip überlegt:

- hintere Flächenbolzen werden höhenverstellbar im Rumpf befestigt und greifen in eine Bohrung in der Wurzelrippe:

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Diese Bolzen gibt es bei F3A Lorenz http://f3alorenz.de/index-allgem-zubehoer.htm und sind ausgelegt auf F3A Modelle.
Da ich mein Fliegerglück nicht allein an diese Bolzen hängen möchte, benutze ich sie zur Feineinstellung der EWD und nehme die Torsionssicherung der Fläche mit einem weiteren Bolzen vorne in der Wurzelrippe vor.
Dieser Gewindebolzen sitzt fest in der Fläche und läuft im Rumpf in einem Langloch. Er wird gesichert mit einer mit Schmirgelpapier beklebten Unterlegscheibe, die mit einer Mutter gesichert wird.
Zusammen mit den stabilen EWD Bolzen sollte das halten. Darüber hinaus halten weitere Schrauben nahe der Steckung die Flächen fest am Rumpf:

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Zur EWD Einstellung verwendete ich die EWG Lehre von Robart. HL wurde auf 0 Grad mit dem gesamten Rumpf ausgerichtet. Mit den EWD Bolzen stellte ich die Fläche dann auch etwa 0.8 Grad ein.

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Auch diese Arbeiten waren zeitintensiv. Die Wurzelrippen wurden an die Rumpfkrümmung angepasst; Holzverstärkungen wurden zugesägt und ebenfalls an die Rumpfkrümmung angepasst; Torsionsbolzen wurden abgelängt (mit Puksäge) und parallel zur Steckung in die Wurzelrippen geschraubt; Bohrung in den Rumpf eingebracht und ausgefeilt; alles immer wieder angepasst und korrigiert... Da geht schnell ein Sonntagnachmittag drauf.

Zebulon
17.05.2019, 23:33
Zeit ist gerade absolute Mangelware daher gehts leider nur in kleinen Schritten langsam voran. Aber auch kleine Dinge müssen erledigt werden....
Heute ging es um die Finalisierung der Winglets mit Folie und Bitzlichtern. Für die „Befeuerung“ wird ein unilight black.1 eingesetzt, deren Kabelzuführungen bereits in der Fläche liegen.

Schritt 1: Endrippe mit einer 10 mm Bohrung versehen, damit die Kabelverdickung mit der Elektronik der LEDs in der Fläche verschwindet

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Schritt 2: Winglet beidseitig mit Orastick Folie bebügeln:

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Schritt 3: Kabelzuführung mit Buchse/Stecker versehen und das verdickte Kabelende in der Fläche verschwinden lassen; im Bild ist nur die Wingletrückseite erkennbar

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Schritt 4: Blitzlicht an der Aussenseite des Winglets montieren (mit Teppichklebeband) und auch der Rückseite mit einem Stecker versehen. Dank Crimpzange geht das schnell und einfach.

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Zebulon
18.05.2019, 08:09
... es funktioniert wie es soll. Später wird das Blitzlicht dann per RC manuell zugeschaltet oder mit dem Impeller gekoppelt...


https://youtu.be/dP0TLIbBtmI

Zebulon
16.06.2019, 20:56
Vor einigen Wochen hatte ich den Kabinenhaubenrahmen bereits innen ausgeschnitten und an den Rumpf an gepasst. Auch die Lexanverglasung wurde sorgfältig an den Rumpfausschnitt angepasst: http://www.rc-network.de/forum/showthread.php/699342-ROWI-Mü-28-mit-Ceflix-500-Baubericht?p=4757301&viewfull=1#post4757301

Daher war jetzt alles vorbereitet um:

a) die Befestigungen und Arretierungen anzufertigen,
b) den Rahmen zu lackieren,
c) die Verglasung mit dem Haubenrahmen zu verkleben, und
d) den Verschluss zu bauen und einzubauen.

Hier die Lackierung mit Molotow Spraylack in schwarz/matt:

2145342

Auf der Unterseite des Rahmens vorne klebte ich eine Sperrholzlasche ein. Sie greift unter die Rumpfwand vorne an der Rumpfspitze. Sicher ein wenig massiv geraten, aber ich hatte das verklebte Multiplexholz gerade zur Hand. Wenn vom Flieger einmal etwas übrig bleibt wird es wohl dieses Stück sein.

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Nach dem Haube vorne nun sitzt bohrte ich hinten 3 mm Löcher durch Rahmen und Rumpf und klebte 3 mm Kohlefaserstifte in den Rahmen ein. Ein seitliche Verrutschen wird so verhindert. Aus dem Bild sind die angeschliffenen Stellen zu erkennen. Der obere Haubenrand wurde mit angedicktem Epoxi verstärkt, damit der Verschlusstift genügend Halt bekommt.

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Über den Haubenverschluss musste ich nachdenken, denn er sollte von Aussen weitgehend unsichtbar sein. Wie ich das löste kommt dann im nächsten Post.

Zebulon
17.06.2019, 22:38
Der Haubenverschluss sollte unsichtbar sein. Mir gefiel beim Stöbern im Web diese Lösung:
http://www.rc-network.de/forum/showthread.php/630393-Verdecker-Kabinenhaubenverschluss-Bautipp?p=4316891&viewfull=1#post4316891

Der Aufwand beim Nachbau war überschaubar. Nach einer Stunde nebst Gesuche in der Restkiste war die Sache erledigt.

2146085

Die Anpassungsarbeiten an den Bohrungen für den Sicherungsstift nahmen dann etwas Zeit in Anspruch, denn es musste immer wieder mit dem Fräser nachgearbeitet werden, denn der Stift muss sich einerseits leicht zurückziehen lassen. Andererseits darf die Haube nicht locker sitzen, sondern muss fest auf dem Rumpf aufliegen. So ging nochmals eine Stunde drauf bis es passte.
Danach wurde der Verschluss mit 5 Minuten Epoxi eingeklebt:

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Der Rumpf erhielt danach eine 2 mm Bohrung, so dass mit einem Stift der Winkelhebel betätigt werden kann. Von der Verschlussmechanik ist aussen nur die Bohrung zu sehen. Man darf eben nur den Stift nicht verlieren....

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Rambo15
20.06.2019, 22:07
sie wird immer mehr zur Bombe durch die Spielerreien!
Mag alles echt toll erdacht sein, aber was bringt es?
Dort 5 Gramm, an anderer Stelle 50 Gramm so geht es immer weiter.
Bin echt gespannt, was die Waage anzeigen wird wenn flugfertig ist.

flymaik
21.06.2019, 11:14
so wie es ausschaut kommt die MÜ auf ein Gewicht zwischen 9,5 und 10 kg, flugfertig inkl. Impeller und 2 x 6s 5000 mAh.



Wenn es dabei bleibt sehe ich das nicht so.
Aber man kann ja erstmal ne Runde Panik verbreiten :rolleyes:

Mein Swift vom Rowi hat mit 50cm mehr Spannweite 11,6 kg und wird von einigen noch als zu leicht angesehen.

scooterbc
21.06.2019, 15:58
Hallo Freunde der MÜ,
hallo Maik,

meine Rowi Mü wiegt 9,5 KG bei 3,65m Spannweite und geht hervorragend, habe ich vorletztes WE in Laucha bei zugegebnermaßen super Bedingungen erst wieder erleben dürfen. Bei mir sind das knapp 90 Gramm/dm² Flächenbelastung. Und da geht auch noch mehr.

Irgendwann leidet nur die Landefähigkeit an kleinen Landefeldern beim Hangfliegen, auf Plätzen ist das sowiso egal.

Jörg

Coogan
24.06.2019, 09:15
Hi,
schon klar, das eine Mü Gewicht braucht, aber auch umso mehr Gewicht, umso weniger Spaß mit dem Ceflix ...

Ich hatte ein MIG E-90 mit 12S erst in einer 5m Discus (14Kg) das ging so gut wie nicht (jetzt ist hier ein E-120 mit 14S verbaut und das ist top),
dann habe ich es in eine Twin III Acro mit 11kg eingebaut .... taugt als Rückholhilfe und ein wenig Spaß,
dann hatte ich das MIG E-90 in eine 4m Discus mit 8kg eingebaut, hier war es top!

Wenn Impeller, dann so leicht wie möglich bauen ....

Gruß
Carsten

Compositas
25.06.2019, 08:04
Wollt ihr dynamische Segler oder Jets fliegen? Für ersteres ist ne FB um 90 - 110g/dm ein guter Richtwert, drunter wird die Fuhre wohl eher stumpf. Besser mit Ballast als im Grundgewicht, aber das genannte Gewicht passt gut...
Für die Jetfraktion und jene, die gerne Propeller bis zum Flügel-Ansatz einbauen damit man senkrecht an die Latte hängen kann, gelten natürlich andere Prioritäten ;) :rolleyes:

DS-fan
25.06.2019, 20:24
Hi
Ich habe mir auch ne Mü28 gebaut aus den Rowi Rumpf.
Allerdings bin ich einen anderen Weg gegangen.
Hab sie in voll CFK in Positivbauweise gebaut.
Sie hat bei 3,85m Spannweite mit Nasenmotor 6 Zellen und 2Accus knapp 9kg.

DS-fan
25.06.2019, 21:15
Hier noch ein Bild
Gruß Jürgen

DS-fan
27.06.2019, 16:35
Alle Bilder zu groß

Zebulon
30.06.2019, 23:24
Hallo Zusammen,

hatte eine Zeitlang nicht in den Thread geschaut und freue mich über Eure Beiträge!

Zum Gewicht: Hätte ich ein Leichtgewicht bauen wollen, hätte ich die Sache anders angehen müssen. Insofern ist jetzt nicht mehr viel zu ändern. Aber ich denke schon, dass es deutliche Einsparpotenziale (z. B. Flächen, Steckung) gibt - dazu hatte ich mich an anderer Stelle in diesem Bericht schon einmal geäußert.

Jetzt stand erst einmal das Laminieren der Klappen an. Dazu hatte ich schon vor einigen Monaten eine Negativform des Rumpfes an der Stelle der Klappen angefertigt. Behandelt mit Trennwachs und vier Lagen CfK Gewebefesten (ich glaube es ist Gewebe mit ca. 90 gr/qm) ist dann dieses Ergebnis entstanden:

Innen ist Abreissgewebe aufgebracht, damit sich später die Aufnahme der Drehachsen usw. besser verkleben lässt:

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Das ist das Ergebnis nach dem Entformen und dem Bearbeiten mit der Bandsäge:

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Hier sind die Klappen bereits mittig getrennt (mit Bandsäge) und Aluröhrchen werden aufgeleimt (Epoxi):

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Das ist der Probeeinbau (Impeller nur eingelegt):

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... und die Ansicht der geschlossenen Klappen. Am Spalt muss noch etwas nachgearbeitet werden. So wie es jetzt ist soll es nicht bleiben.

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Als Nächstes werden entweder Rückholgummi (Hutgummiband) oder Torsionsfedern eingebaut; bin mir da noch nicht schlüssig.

Zebulon
30.06.2019, 23:26
Hatte das Modell schon lange nicht mehr zusammengebaut gesehen (ausser in Euren Bildern).

Hier jetzt also mein aktueller Stand:

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Zebulon
13.07.2019, 09:38
http://www.rc-network.de/forum/showthread.php/699342-Mü-28-(mit-Ceflix-500-ROWI)-Baubericht?p=4793060&viewfull=1#post4793060

http://www.rc-network.de/forum/showthread.php/699342-Mü-28-(mit-Ceflix-500-ROWI)-Baubericht?p=4793106&viewfull=1#post4793106

Über den Einbau der unilight Black1 Positionsblitzer hatte ich ja schon berichtet und gezeigt dass es funktioniert.

Nun wollte ich aber über einen 3-Wege-Schalter die Positionsblitzer ferngesteuert in Betrieb nehmen, auch um unterschiedliche Blitzmuster während des Fluges einzustellen.

Um es gleich zu sagen: Es gelang mir mit meiner Futaba Anlage und dem 2,4 Ghz Fasst Empfänger R6014FS nicht! Ich probierte dann herum, schloss alle Fehlerquellen wie Verpolung, zu geringe Eingangsspannung etc. aus wechselte viele Mails mit dem Hersteller - das Problem hielt sich hartnäckig.

Erst als ich die Impulsspannung von 2,87 V am Empfänger maß (die übrigens bei meinem R617FS auch nicht höher ausfiel), war die Ursache gefunden. Ich wechselte dann testweise auf einen OrangeFX Empfänger. Dieser gab eine Impulsspannung von 3,28 V ab - und siehe da es funktionierte alles wie in der Anleitung beschrieben!

Ich werde jetzt einen Servoimpulsverstärker vorschalten.

Wenn einer von Euch dazu einen einfachen Selbstbauvorschlag würde ich mich hier über eine Antwort freuen.

Gruss Gerd

Zebulon
13.07.2019, 10:52
.... bin fündig geworden:

http://www.aero-hg.de/IMPEDANZIMPULS.html

Werde das mal nachbauen.

Manchmal ist es doch besser bis zum Ende zu lesen: Die Impulsspannung bleibt offenbar gleich; dafür wird der Strom verstärkt um mehrere Servos über einen Impuls anzusteuern. Dann ist es wohl eher nicht die Lösung.

Aber vielleicht das hier (auf RCN ist eben Verlass!):

http://www.rc-network.de/forum/showthread.php/17575-Graupner-servo-c261-mit-Futaba-problemen!!!?p=1143822&viewfull=1#post1143822

Zebulon
16.07.2019, 19:29
Nichts Aufregendes. Das Spannendste ist wahrscheinlich das Einarbeiten der Aufnahmeschlitze in die Ruderklappen. Das Instrumentarium dafür habe ich abgebildet.

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Die Ruderhörner für die QR habe ich aus dem Internet, die für die WK sind selbst gesägt mit der Bandsäge.

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Zum ersten Mal habe ich das Gefühl dass es dem Ende der Bauarbeiten entgegengeht. Allerdings ist doch noch Einiges zu erledigen:

- Flächen, SL und HL bebügeln
- Rumpf schleifen und lackieren
- Innenausbau fertigstellen
- Schwerpunkt berechnen und einwiegen

Ich tippe mal auf Ende August bis ich fertig bin. Dann hätte ichs in 12 Monaten geschafft!

Zebulon
04.08.2019, 20:34
4 m Orastick wurde in den letzten 2 Wochen verarbeitet. Die Tragflächen, Höhenleitwerke und die Seitenleitwerksflosse sind jetzt in strahlendem Weiss foliert. Die Ruderklappen sind angelenkt und eingestellt.

Bei dem Folieren ging ich nach der Anleitung von Oracover vor.

Schritt 1: Erst die Umrisse der Tragfläche angezeichnet, mit etwas Übermaß ausgeschnitten und dann der Länge unter abziehen der Schutzfolie aufgebracht und glattgestrichen.

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Schritt 2: Die Folienüberstände wurden mit einer Rasierklinge gleichabständig zur Nasen- und Endleiste abgeschnitten.

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Schritt 3: In die unterseitig folierten Tragflächen montierte ich die Ruderhörner. Dazu entfernte ich die Folie an den Klebestellen und klebte mit 5 min Epoxi die GFK Hörner ein. Die Überstände auf der Flächenoberseite schliff ich ab, so dass sie nach dem oberseitigen folieren bündig überdeckt wurden.

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Schritt 4: Danach wurden auch die Oberseiten wie bereits beschrieben beklebt. Dann wurde alles mit dem Folienbügeleisen bei 130 Grad versiegelt. Dann erhielten die Servoschächte erhielten ihre Abdeckungen und die Ruderspalte wurden mit 22 mm Spaltband von Gromotec abgedeckt.

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Schritt 5: Zum Schluss wurden die Neutralstellungen der Servos justiert und die Anlenkungen eingestellt und gesichert.

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Noch kurz zum Gewicht.

Tragflächen: jeweils 1800 Gramm
Höhenleitwerke: jeweils 160 Gramm

Damit kann ich diese Teile jetzt zur Seite legen und den Rumpf vorbereiten. Er soll am kommenden Wochenende seine Lackierung erhalten.

Danach sind die nächsten Schritte:
- Wiedereinbau der Innereien
- Überprüfen der EWD und Einstellen des Schwerpunktes
- Programmieren der Klappeneinstellungen Flugphasen usw.

Zebulon
13.08.2019, 21:49
Beim Vergleich mit diesem Foto vom Original...

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... kam mir die Rumpfspitze des Modells etwas zu rund vor. Ich entschloss mich daher zu einer kleinen chirurgischen Massnahme. Für die Schleppöffnung verwendete ich ein Stückchen Alurohr mit 12 mm Innendurchmesser das ich mittig einharzte. Dabei fiel mir eine leichte Asymmetrie der Rumpfspitze auf: die rechte Seite ist etwas schlanker.

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Mit Spachtelmasse fütterte ich den Rumpf auf. In die Schleppöffnung setzte ich provisorisch ein Rundholz mit einer Scheibe um vorne etwas Halt beim Aufbringen der Spachtelmasse zu haben.

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Zum Schluss brachte ich die neue Spitze in Form und verschliff sie.

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Abschliessend wurde der Rumpf für das Lackieren vorbereitet; von innen abgeklebt; die Öffnungen verschlossen usw.

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Ein Vereinskamerad lackiert ihn jetzt. Bin gespannt auf das Ergebnis.

alois1
14.08.2019, 20:36
Hallo !
So ganz passt das aber jetzt auch nicht zum Original.
Du hast jetzt eine flache Stelle vorn, die würde ich noch mehr verrunden.
Soll keine Kritik sein ,nur meine Ansicht !

Fliegergruss. Gerhard

Zebulon
16.08.2019, 22:00
Hallo Gerhard,

ja, das stimmt. Deine Kritik ist gerechtfertigt.
Grund für die Sache:
Das Röhrchen sitzt mittig in der Rumpflängsachse. Allerdings hat der Rumpf vorne eine leichte Asymmetrie. Die rechte Seite ist vorne schlanker als die linke Seite; d. h. die linke Seite ist ein klein wenig bauchiger. Ich habe den Rumpf vorne symmetrisch zugeschliffen und so ist die Spitze etwas nach links versetzt. Dadurch sitzt das Röhrchen zwar mittig im Rumpf aber eben nicht mittig zur Rumpfspitze. Würde mehr verrundet werden, würde es schief aussehen. Daher habe ich den Spitzendurchmesser etwas größer belassen nicht an das Röhrchen angepasst. Shit happens und ich hoffe, dass es im Flug nicht zu sehr zu sehen ist.


Viele Grüße

Gerd

Coogan
17.08.2019, 08:47
Hi,

Schleppkupplung siehst du aus 4m Entfernung nicht mehr, eine
Rumpkontur schon .... bei meiner Mü sitzt die Schlepplupplung auch nicht in
der Mitte!

Gruß Carsten

Zebulon
01.09.2019, 23:47
Habe nach 3 Wochen den Rumpf vom Lackierer abgeholt. Bei dem Ergebnis bin ich froh, dass ich nicht selbst zur Spraydose gegriffen habe. Die Qualität hätte ich mit meinen „Bordmitteln“ nie hinbekommen.

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Hier sieht man gut wie ich die Steckung vor Farbe geschützt habe. Die anderen Rumpföffnungen sind von innen mit Tesakrepp verschlossen worden.

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Sicherheitshalber hatte ich den Rumpf mit Papier ausgestopft für den Fall dass doch irgendwo Sprühnebel eindringt.

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Macht einfach Freude zu sehen wie die Oberfläche spiegelt....

2179037

Zum Schluss durfte der Zusammenbau nicht fehlen. Das motiviert für den Endspurt. Es fehlen noch:
- Instrumentenpanel
- ein wenig Innenausbau
- Schwerpunktbestimmung

Zebulon
03.09.2019, 21:05
Begonnen mit dem Instrumenten Panel hatte ich bereits vor einiger Zeit. Man braucht ja zwischendurch etwa Abwechslung.

Hier also die Anfänge von Ende März 2019:

http://www.rc-network.de/forum/showthread.php/699342-Mü-28-(mit-Ceflix-500-ROWI)-Baubericht?p=4765847&viewfull=1#post4765847

In meinem Instrumentensatz fehlte der G-Messer. Hier halfen das Internet und ein Farbdrucker um das richtige Ziffernblatt zu verkleinern:

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Das Instrumenten Panel besteht aus 2 Sperrholzteilen. Teil 1 enthält M4 Schrauben um es später in der Haube zu befestigen; Teil 2 enthält passgenaue Bohrungen für die Instrumente:

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Nachdem die Instrumente eingepasst sind werden Teil 1 und 2 miteinander verleimt:

2179776

Ein wenig Feinarbeit erfordert das Einsetzen der quadratisch um die Instrumente angeordneten Befestigungsschrauben. Freihandbohren scheidet hier aus da zu ungenau. Das Auge ist da sehr empfindlich. Also wurde die Bohrmaschine mit einem Proxxon Kreuzschlitten zum Koordinatenbohren ausgestattet. Das Ergebnis lässt sich sehen, denke ich:

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Das Klemmbrett mit dem Kunstflugprogramm fertigte ich aus dem 1 mm Plastik einer kleinen Schraubenschachtel. In die kleinen Abstandshalter (im Original sind es wohl Scharniere) setzte ich 0,8 mm Stahlstifte ein. So lässt es sich auf das Instrumenten Panel stecken und kann jederzeit wieder entfernt werden. Bspw. um ein anderes Flugprogramm hineinzufummeln:

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So sieht das dann nach der Montage aus:

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Nun fehlten noch die Rändelschrauben zum Einstellen der Instrumente. Um die grösseren Schraubenköpfe zu imitieren stanzte ich kleine Scheiben mit einer Lochzange aus 0,5 mm ABS aus. Hier sind sie schon montiert:

2179785

In diesem Bild sind auch die Schalter zu sehen und die Sonnenblende die ich aus dem schwarzen Plastik der Rückseite eines Schnellhefters fertigte.

Nun konnte das Ganze in der Haube montiert werden. Leider ist wegen der Rauchglashaube nur wenig davon zu sehen. Aber es ist schön zu wissen dass ein halbwegs originalgetreues Panel verbaut ist:

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Damit ist dieser Bauabschnitt beendet.

Die restlichen Schritte sind:

- Befestigung für Antriebs- und Empfangsakkus sowie Trimmblei einbauen
- Verkabelung verlegen
- Schwerpunkt auswiegen

Das könnte am kommenden Wochenende erledigt sein.

Zebulon
14.09.2019, 21:05
Nun ist es fast geschafft. Die beiden Antriebsakkus (2 x Hacker 6S 5000 mAh) sind an ihrem Platz in der Rumpfspitze mit einem Gewicht von ca. 1500 Gramm. Der 2400er 2S Empfangsakku und der 1300er 3S Akku für die Beleuchtung sind in Höhe des Fahrwerks platziert. In dieser Konstellation ergibt sich eine Schwerpunktlage von 115 mm. Ich denke, dass ich für den Erstflug damit auf der sicheren Seite bin. Im Plan sind 110 bis 120 mm angegeben. Das deckt sich auch mit meiner Schwerpunktberechnung die den Bereich von 109 mm bis 134 mm und dem Neutralpunkt bei 156 mm ergeben hat. Für diese Einstellung war Trimmblei nicht erforderlich.

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Zugegeben, es sieht noch ein wenig nach Kabelsalat im Rumpf aus. Aber alles ist gut befestigt mit Klettband. Im Winter ist dann genügend Zeit für eine saubere Verlegung.

Für den Erstflug wird es so gehen. Damit sind dann seit Baubeginn 1 Jahr und 2 Wochen ins Land gegangen mit schätzungsweise 250 Baustunden. Können auch 300 gewesen sein.

Hoffe, dass es dann auch so schöne Flüge geben wird wie in diesem Film in dem mein Vereinskamerad die Schleppmaschine pilotierte:


https://youtu.be/RSY1przs-7I

Diese Schleppmaschine (siehe Video) ist für morgen bestellt. Bin gespannt.

eges
14.09.2019, 21:41
Begonnen mit dem Instrumenten Panel hatte ich bereits vor einiger Zeit. Man braucht ja zwischendurch etwa Abwechslung.

Hier also die Anfänge von Ende März 2019:

http://www.rc-network.de/forum/showthread.php/699342-Mü-28-(mit-Ceflix-500-ROWI)-Baubericht?p=4765847&viewfull=1#post4765847

In meinem Instrumentensatz fehlte der G-Messer. Hier halfen das Internet und ein Farbdrucker um das richtige Ziffernblatt zu verkleinern:

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Das Instrumenten Panel besteht aus 2 Sperrholzteilen. Teil 1 enthält M4 Schrauben um es später in der Haube zu befestigen; Teil 2 enthält passgenaue Bohrungen für die Instrumente:

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Nachdem die Instrumente eingepasst sind werden Teil 1 und 2 miteinander verleimt:

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Ein wenig Feinarbeit erfordert das Einsetzen der quadratisch um die Instrumente angeordneten Befestigungsschrauben. Freihandbohren scheidet hier aus da zu ungenau. Das Auge ist da sehr empfindlich. Also wurde die Bohrmaschine mit einem Proxxon Kreuzschlitten zum Koordinatenbohren ausgestattet. Das Ergebnis lässt sich sehen, denke ich:

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Das Klemmbrett mit dem Kunstflugprogramm fertigte ich aus dem 1 mm Plastik einer kleinen Schraubenschachtel. In die kleinen Abstandshalter (im Original sind es wohl Scharniere) setzte ich 0,8 mm Stahlstifte ein. So lässt es sich auf das Instrumenten Panel stecken und kann jederzeit wieder entfernt werden. Bspw. um ein anderes Flugprogramm hineinzufummeln:

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So sieht das dann nach der Montage aus:

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Nun fehlten noch die Rändelschrauben zum Einstellen der Instrumente. Um die grösseren Schraubenköpfe zu imitieren stanzte ich kleine Scheiben mit einer Lochzange aus 0,5 mm ABS aus. Hier sind sie schon montiert:

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In diesem Bild sind auch die Schalter zu sehen und die Sonnenblende die ich aus dem schwarzen Plastik der Rückseite eines Schnellhefters fertigte.

Nun konnte das Ganze in der Haube montiert werden. Leider ist wegen der Rauchglashaube nur wenig davon zu sehen. Aber es ist schön zu wissen dass ein halbwegs originalgetreues Panel verbaut ist:

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Damit ist dieser Bauabschnitt beendet.

Die restlichen Schritte sind:

- Befestigung für Antriebs- und Empfangsakkus sowie Trimmblei einbauen
- Verkabelung verlegen
- Schwerpunkt auswiegen

Das könnte am kommenden Wochenende erledigt sein.

die Figurenkombinationen auf deinem Klemmbrett reizen mich diese morgen nach zu fliegen!

Zebulon
14.09.2019, 21:56
... das sollte machbar sein - so schwer sind sie ja nicht. Herausforderung ist eher die Figurenfolge im Kopf zu haben....

Zebulon
15.09.2019, 22:32
Geschafft! Der Erstflug heute war erfolgreich. Die MÜ flog auf Anhieb und zeigte ein eindrucksvolles Flugbild. Ein paar Kleinigkeiten müssen noch eingestellt werden und dann passt es.

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eges
16.09.2019, 11:15
Gratulation zu deiner schönen Mü 28 und dem erfolgreichen Maiden!

Zebulon
16.09.2019, 14:39
.... danke Dir!

Jetzt fehlen noch ein paar Kleinigkeiten und Feineinstellungen; das kommt dann in den nächsten Wochen. Eines kann ich schon jetzt sagen: Die Mü ist die Mühe wert!

Gruss Gerd

eges
17.09.2019, 14:56
ich wünsche mir daß Du auch über die Erfahrungen mit der Impeller betriebenen Mü berichtest.

flymaik
17.09.2019, 18:43
Auch von mir Glückwunsch zum Erstflug.
Hoffentlich noch mehr Infos ;)

Zebulon
17.09.2019, 22:54
Hallo Liebe Mitleser,

vielen Dank für die guten Wünsche. Ja, ich werde noch weiter berichten. Das Modell hatte bislang ja nicht mehr als seinen Erstflug bei dem es ca. 10 Minuten in der Luft war.

Mit Schwerpunktlage von ca. 115 mm und einem Startgewicht von etwas mehr als 10 kg habe ich beim Erstflug folgende Feststellungen gemacht:

- Schalter Schleppkupplung umpolen; Soll: Ausklinken bei Schalter nach vorn
- Arretierung für Lagerbolzen der Impellerklappen bauen; ein Bolzen ist während des Fluges herausgerutscht, so dass eine Klappe blockierte
- kürzeres Anlaufen Turbine am Regler einstellen; mit der Voreinstellung dauert mir der Hochlauf zu lang; erst nach einer Flugstrecke von ca. 100 m bei Marschgeschwindigkeit greift der Impeller; das ist zu spät in Notsituationen, z. B. beim Durchstarten
- Etwas weniger Tiefe bei 85 Grad Landeklappe
- Schwerpunkt um 3 - 5 mm nach hinten verlegen, da noch ein leichter Abfangbogen zu verzeichnen ist und etwas Höhe für den Geradeausflug getrimmt werden musste
- Ein klein wenig Höhe auf Schleppkupplung beimischen, da während des Schleppens leicht Höhe gezogen werden musste
- Klappeneinstellungen Slow/fast auf +- 4 Grad überprüfen und einstellen; ich hatte den Eindruck dass die Speedstellung eher bremste anstatt zu beschleunigen
- Bodenstart ausprobieren; bislang wurde nur ein Schleppstart erfolgreich absolviert
- den Akaflieg Raben auf die Seitenleitwerksflosse kleben

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Zebulon
20.09.2019, 23:23
Zwischendurch einmal kurz das Video vom Erstflug gepostet. Das Modell ist noch leicht kopflastig und es sind keine Expoanteile auf QR und HR gemischt worden. Um die Längsachse wir nur mit den QR gesteuert, die WK sind nicht beigemischt.


https://youtu.be/BwQQoMnsStg

Zebulon
22.09.2019, 22:00
Die MÜ 28 war jetzt 3 mal in der Luft; davon 2 Flüge mit Eigenstart vom Startwagen.

Vorweg: Der 90er YGE Steller ist nach wie vor auf Softanlauf eingestellt. Wenn der Impeller hochgelaufen ist, gehen 70 A durch die Leitungen an 2 x 6s/20c (5000er) von Hacker. Die Motorlaufzeit habe ich auf 4 min 30 sec begrenzt. Das reicht dann für einen Start, etwas Bodenakrobatik und 3 bis 4 Steigflüge auf ca. 300 m.

Steigleistung: Der (gefühlt) optimale Steigwinkel liegt irgendwo zwischen 35 und 45 Grad; um auf 300 m zu kommen muss zwischendurch einmal im Horizontalflug beschleunigt werden; in einem Anlauf geht es nicht.

Beschleunigung: Die MÜ fliegt schön gleichmäßig und beschleunigt in der Luft moderat. Dazu trägt auch die lange Hochlaufzeit bei. Aufgrund ihres Flugbildes kommt sie sehr „wuchtig“ und beeindruckend daher und lässt sich mit und ohne laufenden Impeller super durch die Figuren ziehen.

Eigenstart mit Startwagen: Erst bei voller Impellerleistung setzte sich der Startwagen in Bewegung. Ausbruchstendenzen zeigten sich nicht. Es zeigt sich aber ein Problem: Der Impeller drückt durch seine Hebelwirkung die Rumpfnase nach unten und damit das Modell in den Startwagen hinein. Da die Höhenleitwerksflächen sehr schmal sind kommt die MÜ nicht so einfach frei - aber es geht. Ca. 50 m Anlauf benötigt sie dafür (vielleicht habe ich auch ein klein wenig zu spät gezogen).

Mehr gibt es zum jetzigen Zeitpunkt nicht zu berichten. Falls Ihr Fragen habt - jederzeit gerne.

Als Nächstes steht der Bodenstart auf dem eigenen Fahrwerk an; gls. unterstützt mit einer Flitsche.

Zebulon
28.09.2019, 19:26
Habe mich entschlossen das Modell ähnlich dem Vorbild zu gestalten. Heute habe ich mich daran gemacht die richtige Schriftart zu suchen leider habe ich sie nicht gefunden.

Hier das Vorbild:

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Die Schriftart „DIN“ entspricht fast Vorbild, aber eben nur fast:

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Notfalls muss ich da mit der Bildverarbeitung ran, dann bekomme ich sicher hin.

Aber vielleicht kennt jemand von Euch ja die richtige Schriftart, das wäre dann einfacher.

Freue mich über Hinweise von Euch!

Grüße Gerd

Zebulon
29.09.2019, 20:55
Heute nur ein kurzer Erfahrungsbericht zum Eigenstart. Mit dem Startwagen hatte es ja schon gut geklappt.
Der Platz war nicht gerade kurz gemäht und ordentlich mit Moos durchsetzt. Ich ließ den Impeller hochlaufen und kurz vor erreichen der Höchstdrehzahl begann die Mü 28 zu rollen - ohne irgendwelche Eigenarten, kein auf die Nase gehen, nichts! Nach ca. 50 - 60 m Rollstrecke war sie dann in der Luft! Perfekt.

eges
01.10.2019, 09:55
der Bodenstart und Flug mit Impeller der Mü als Video wünsche ich mir.
Wäre schön solltest Du es einrichten können.

Zebulon
01.10.2019, 20:30
der Bodenstart und Flug mit Impeller der Mü als Video wünsche ich mir.
Wäre schön solltest Du es einrichten können.

.... allein war schlecht filmen - aber es gibt einen Augenzeugen! Spass beiseite - eine anständige Video Doku folgt noch, wird aber noch ein wenig dauern.

Mich treibt momentan noch die Kennung um. Ich denke, ich nehme die DIN 1451 Mittelschrift - sie kommt m. E. dem Original am nächsten. Die „11“ müssen etwas nachgearbeitet werden und die „28“ benötigt etwas Dehnung, dann sollte es passen.

Zebulon
01.10.2019, 20:56
Die ersten Landungen waren nicht gerade wie aus dem Bilderbuch. Die Landeklappen waren voll gesetzt und das Fahrwerk federte super ab. Dies führt bei höherer Landegeschwindigkeit zu einigen Sprüngen: Montag, Dienstag, Mittwoch...., ihr kennt das sicher.
Dies führt aber auch dazu, dass am vorderen Halbspant Hebelkräfte auftreten (Grund dafür sind die Alubolzen in denen die Lagerachse geführt wird:

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Bei jedem Landstoss wird der Halbspant nach vorne gedrückt - bis er sich dann löst. So bei mir geschehen. Ich hätte den vorderen Fahrwerkspant bis unter die Haubenauflage bauen sollen.
Nun, ich laminierte den Spant wieder ein, verstärkte die Spantauflage mit Rovings und brachte einige Sperrholzverstärkungen ein, die die Hebelkräfte in den Rumpf einleiten sollen:

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Ich hoffe narürlich, dass die nächsten Landungen besser gelingen.

Zebulon
25.11.2019, 22:48
Mittlerweile hat die Mü 8 Flüge erfolgreich absolviert. Unzufrieden bin ich noch mit der Programmierung und dem Klappenmanagement. Es sind ja nicht wenige Funktionen die harmonisch aufeinander abgestimmt werden müssen:
- Querruder mit und ohne Zumischung der Wölbklappen
- Thermikstellung von QR und WK
- Speedstellung von QR und WK
- Snapflap Mischung von WK und HR
- Butterfly
Es dauert eben seine Zeit bis alles optimal ist. Eurem Wunsch entsprechend hat ein Vereinskamerad beim Bodenstart sein Handy gezückt und gefilmt. Bei diesem Start fehlte etwas Gegenwind, dafür hatte ich QR und WK in die Thermikstellung gefahren. Von unserer 130 m Piste benötigte sie dann doch einen erheblichen Anteil.

Hier also das Video:


https://youtu.be/iZBE4W-BMHY

Der kleine Nicker im Steigflug entstand beim Rückfahren der Thermikstellung da keine Verzögerung eingestellt war; auch etwas das noch zu beheben ist.

Die 5000er 12S 20c Akkus von Hacker reichen für eine Motorlaufzeit von ca. 4:30 Minuten. Nachfolgend ein Video vom Überflug mit der anschliessenden Landung. Leider war der Butterflymischer unglücklich programmiert was ein starkes Aufbäumen im Flug zur Folge hatte, das ich kaum mit dem HR ausgleichen konnte.
Ich bin daher ohne Klappeneinsatz gelandet - mit einem Sprung des Modells in den benachbarten Acker. Die Mü hat das unbeschadet überstanden.


https://youtu.be/1mhyXItRwKk

eges
13.12.2019, 16:17
Beim Bodenstart mit Impeller ist keine Tendenz erkennbar dass die Mü nach vorne nickt.
Welche Maßnahmen haben dazu geführt dass dieses lästige Nicken nicht aufritt?

Zebulon
13.12.2019, 18:07
Ich habe den Impeller soweit wie möglich nach vorne gesetzt. Beim Ausfahren geht er auf wenige Millimeter (ca. 3) an der Flächensteckung vorbei. Dazu habe ich das Rad vorgesetzt. Die Radachse befindet sich 4 cm vor der Nasenleiste (bei horizontal gelagertem Rumpf). Wahrscheinlich hätten auch 3 cm gereicht.

Das entspricht dann in etwa dieser Skizze: http://www.rc-network.de/forum/showthread.php/699342-Mü-28-(mit-Ceflix-500-ROWI)-Baubericht?p=4628128&viewfull=1#post4628128, nur dass ich den Impeller nicht zurückgesetzt habe, sondern das Rad etwas weiter vor.

Ich möchte aber einen Nachteil nicht verschweigen: Durch die Vorlage des Rades neigt die Mü bei der Landung mit gezogenem HR zum springen. Um das zu vermeiden hilft nur Eines: Sobald sie aufsetzt HR auf Mitte, dann rollt sie brav und ohne Sprünge aus.