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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Fouga Cyclone



Piperfreund
20.12.2018, 18:53
Ja, das mit dem Konstruktionswettbewerb trifft sich gut. Ich hatte sowieso gerade vor ein Segelflugzeug zu konstruieren, denn ich wollte schon immer mal einen Segler mit Impeller haben. Nun habe ich einen gefunden, der das im Original auch hatte: Die Fouga Cyclone. Ein außergewöhnliches Muster, dessen Nachfolger, die Fouga Sylphe, auch in einen Graupner Baukasten mit Jetex Treibwerk mündete. Den habe ich auch, aber das ist eine andere Geschichte. Schuld an dem Projekt ist Ralph Müller, weltbekannter Autor der FlugModell, der in der FlugModell über ein Klassikertreffen in der Schweiz schrieb, da war ein Bild der Graupner Fouga Sylphe drin, das mich sofort elektrisiert hat. Liebe auf den ersten Blick also. Danke Ralph!!!

Nun, es gibt einen verrückten Franzosen, der die Cyclone mit Gasturbine gebaut hat, ein tolles Modell, aber für mich zu groß und aufwändig. Ansonsten ist dises Muster wohl nicht sehr oft nachgebaut worden. Nach umfangreicher Excelei habe ich mich für den Maßstab 1:5 entschieden, was eine Spannweite von 2,6m ergibt, mehr hat mir meine Frau nicht genehmigt... Das Modell wird in Holzbauweise mit Glasfaserbeschichtung entstehen. Konstruiert wird nicht viel, sondern so wie ich das immer bei solchen Projekten mache, lediglich mit einer Dreiseitenansicht gearbeitet. Powerpoint Engineering hilft beim maßstäblichen Vergrößern und dann wird mit dem Filzer und Transparent großzügig ein Spline durchgelegt. Da spart man viel Zeit, die man in der Werkstatt auch gut gebrauchen kann, denn die Zeit drängt, aber es steht ein Weihnachtsurlaub vor der Tür, da geht was voran, wer braucht schon Festtage...

Eigentlich bin ich ja kein Forenmensch, sondern schreibe fleißig für die FlugModell, die beste Flugmodellbauzeitschrift mit dem besten verantwortlichen Redakteur ever (zumindest meiner Meinung nach), denn den beiden haben wir den Wettbewerb mit zu verdanken. Flieger, es darf konstruiert und gebaut werden, so wie wir dass alle schon ganz verlernt haben! Was gibt es aufregenderes?

Ach ja, seht mir bitte meine Forenunerfahrenheit nach. Mit Emogies und Bildern hab ich es nicht so. Klappt aber bestimmt auch bald.

Euer Klaus

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Franz Schmid
20.12.2018, 23:29
Servus

Bin gerade an einer Sylphe, mit E-Impeller dran.
Rohbau ist soweit durch.
Ebenfalls Holzbauweise mit Gfk-Beschichtung.
Spannweite so um 3 Meter.

Halt Dich ran, ist ein hübscher Vogel.

Gruss franz

Piperfreund
22.12.2018, 16:19
Hallo Franz,

eine Sylphe baust Du und das auch noch gleich um die Ecke!:)
Hast Du Bilder? Wie weit bist Du? Uaaahh toll!

Ich habe heute den Rohbau des Leitwerks fertig gemacht. Ist gerade beim Aushärten. Da habe ich schon geflucht, ein wenig größer wäre nicht schlecht gewesen, denn ein NACA0007 mit nur 79 mm Sehenenlänge an der Spitze ist echt filigran. Mit 1mm Balsabeplankung bleibt vom Schaumkern fast nix mehr übrig. Aber es hat dennoch ganz gut geklappt. Morgen wird alles verschliffen und die Ruderklappen ausgeschnitten. Danach entscheide ich mich, ob ich die Servos in die Dämpfungsfläche einbaue, oder sie doch lieber nach vorne lege. Meine erste Hochrechnung hat ergeben, dass der Schwerpunkt zu weit hinten liegen wird. Das spricht eher für den Einbau vorne. Aber mit den Servos hinten kann man die Leitwerke für den Transport besser abnehmen. Wir werden sehen.


Meine Cyclone soll übrigens auch einen Impeller bekommen. Ich habe mir den 64 mm Impeller von Pichler gedacht. Laut Hersteller hat er 1150 g Schub, das sollte für 2,6 kg Abfluggewicht ausreichen. Das wird keine Rakete, aber das Original war ja auch eher behäbig unterwegs. Aber davon bin ich noch weit entfernt. Morgen beginne ich mit den Flügeln, dann kommt der Rumpf dran und ganz am Ende mache ich die Triebwerksgondel, die bei meinem Modell übrigens abnehmbar gestaltet sein soll. Soweit zumindest der Plan.

Laß von Dir hören, ich bin echt gespannt auf Deine Sylphe.

Schöne Grüße

Klaus

Piperfreund
23.12.2018, 11:35
So da wären wir also einen Schritt weeiter und hätten das erste Bauteil auf dem Tisch liegen, das V-Leitwerk:
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Mein Ziel waren 125g. Das werde ich wohl nicht ganz erreichen, denn das Teil hat jetzt schon 110g und es fehlt noch die Verkastung der Ruder und die Bespannung.

So ist es aufgebaut:
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Schaumkern und 1mm Balsa-Beplankung. Ich denke das Gewicht steckt im Epoxy-Harz-Microballons-Gemisch, das ich fürs Aufkleben dder Beplankung verwendet habe. Vielleicht wäre UHU-POR besser gewesen. Mal sehn, vielleicht überkommt es mich ja und ich baue das Ding nochmal.

Piperfreund
23.12.2018, 11:59
Jetzt habe ich mal mit dem Flügel gestartet. Er wird in Holm-Rippenbauweise mit einer 2mm Balsabeplankung entstehen. Auch hier habe ich ein symmetrisches NACA-Profil verwendet. Diesmal aber mit 12% Dicke. Die Rippen habe ich mit Profilii von Stefano Duranti konstruiert. Das dauert keine 10 Minuten! Dann habe ich die Rippen ausgedruckt, mit Sprühkleber auf Pappelsperrholz geklebt, mit der Bandsäge grob ausgesägt und am Schleifteller auf Maß geschliffen. So bekommt man recht scchnell einen kompletten Rippensatz. Stefanos Profilii kann natürlich auch Fräsdaten ausspucken. Aber ich wollte nicht so lange warten, für den ganzen Satz habe ich keine zweei Stunden benötigt. Allerdings werde ich wohl noch etwas naccharbeiten, denn momentan wiegt mein Rippensatz 120g. Das ist mir zu viel, da müssen noch Erleichterungsbohrungen rein. Das ist dann wohl aufwändiger. Hier der aktuelle Stand:
2062953

Da das Profil symmetrisch ist und ich keine Stützfüße dran machen wollte, habe ich mir überlegt den Flügel in einer Helling aus Schaumstoff zu bauen. Die Unterseite wird mit dem Heißdraht aus dem Schaum ausgeschnitten. Dabei kann man gleich die Schränkung mit einbauen. Bei mir wird es -1°. Dann wird die Beplankung eingelegt, die Rippen montiert, die obere Beplankung drauf getackert und fertig. So die Theorie!

Als erstes habe ich den Umriss der beiden Fügelhälften auf den Schaum gemalt. Dabei kam mir die Idee, dass es gut wäre die Beplankung zu bauen, bevor ich die schöne ebene Fläche mit dem Schneiddraht malträtiere. Der Flügel ist konisch, was an die Beplankung Anforderungen stellt, denn die Maserung sollte an Vorder- und Hinterkante parallel zu Nasenleiste bzw. Endleiste verlaufen. Also habe ich die Sehnenlänge an Wurzel und Spitze gedrittelt und die Beplankungsteile direkt auf dem Schaum zugeschnitten. Bei 125cm Halbspannweite reichen natürlich normale 1m lange Balsabrettchen nicht aus. Ich habe sie einfach stumpf verlängert. und jeweils mit Papierklebeband zusammengeheftet. Die Stöße habe ich natürlich immer versetzt, damit keine Sollbruchstelle entsteht und ich habe so viel wie möglich Stöße nach außen gelegt, weil da die Biegebelastung im Flug geringer ist. So habe ich Bahn für Bahn und Ober- und Unterbeplankung für beide Flügelhälften zusammengebaut. Am Ende wurde die Beplankung umgedreht und die Fugen mit Ponal Express versehen. Wenn man die Panele am Klebeband knickt, dann bekommt man den Ponal gut in die Fuge. Sobald die Beplankung wieder platt auf dem Baubrett liegt, quillt der üerflüssige Kleber heraus und muss nur noch abgewischt werden. Zum Aushärten wird alles mit ein paar Pinnadeln festgehalten:
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Franz Schmid
23.12.2018, 13:49
Servus Klaus

Wollte eigentlich auch die Cyclone bauen, hab aber dann umgeplant auf Sylphe III
Der Hauptgrund war, die Nase der Cyclone war mir zu pummelig und kurz.
Ausserden sollte sie unbedingt bodenstartfähig werden.
Da ist das Bugfahrwerk schon von Vorteil.
Und mit dem Schwerpunkt hauts auch besser hin.

Mein Maßstab ist genau 1.4, also rund 3,25 Meter.
Es kommt ein 80er drauf mit 12 Zellen, drückt so um die 4,4kg.
Der Antrieb eigentlich wieder wegen dem Schwerpunkt, wenn ich schon Akkus drin hab
will ich ohne Blei in der Nase auskommen.
Schub wird über dem Fluggewicht sein, aber drosseln kann man ja immer. :-))

Momentaner Stand ist Rohbau, ohne Kabinenhaube und Triebwerk.

Fotos ist bei mir so eine Sache :-))
Auch lasse ich immer einen Schritt weg im Finish.

Ist ein bisschen Aberglaube, ohne Fotos und fertiges Finish fliegen die Teile bei mir immer super.

Wenn ich Fotos mache, wie bei meiner Fury hauts schon beim Erstflug nicht hin.
Fahrwerksklappen weggeflogen und Bugfahrwerk nicht verriegelt bei der Landung.

wenn ich das Finish fertig mache (Ju 87) meint ein Zuschauer, er müsste sich drauflegen.

Das nur nebenbei.

Ein Tip, bau Deinen Rumpf hinten leicht, ich hab eigentlich nur eine Röhre aus leichtem 3er Balsa gebaut
und die Höhenruderservos hinten in der Klappe drin.
Und hab schon meine Probleme den Schwerpunkt ohne Blei hinzukriegen.

Gewichte und Fotos gibts dann später.

Gruss Franz

Piperfreund
23.12.2018, 15:10
Hallo Franz,

das ist genau der Maßstab, den ich auch gerne gebaut hätte...

Ja, das mit dem Gewicht im Heck habe ich auch schon mitbekommen. Ich führe eine Excel nebenher, die mir den Schwerpunkt ausrechnet. die 110 g für das Leitwerk sind einfach zu viel. Und ich werde die Servos wohl doch nach vorne packen (müssen). Vielleicht finde ich jemanden, der mir den Kern mit einer CNC-Maschine schneidet, dann kann man die Beplankung auch mit UHU-POR kleben. Bei meiner Hobbyschneiderei wird der Kern einfach zu rauh dafür. Zudem habe ich jetzt mal die leichtesten Balsaplatten beiseite gelegt, sie werden dann im Heck verbaut.

Die Sylphe III habe ich mir auch überlegt. Sie gefällt mir auch besser als die Cyclone. Mal sehen, vielleicht wechsle ich auch noch, denn das Bugfahrwerk ist schon auch optisch eine Wucht und für einen Segler auch ein echter Hingucker.

Das mit den Bildern und dem Unglück ist übrigens in der Tat ein Aberglaube. Ich fotografiere alle meine Modelle mehrfach beevor sie fliegen und habe derartiges Unglück noch nie erlebt. Also probier es einfach, ich würde mich freuen.

Ich rätsele übrigens schon eine Weile darüber nach wie man die EWD bei einem V-Leitwerk misst. Die Sylphe hat ja hinten einen konischen Rumpf. und mit den schräg stehenden Ruderflossen, oder auch nur der Steckung kann man ja keine EWD-Waage verwenden. Wie hast Du denn das Problem gelöst?

Schöne Grüße

Klaus

Franz Schmid
23.12.2018, 16:49
Servus Klaus

Ich mache das mit der Ewd schon in der Konstruktion, also beim Rumpfbau.
Früher hab ich Halbschale gebaut, heute baue ich auf Helling.
Also alle Spanten werden auf Tischplatte aufgebaut, mit Haltewinkel.
Entweder so dass die Fläche auf 0 steht, oder eben das Höhenleitwerk.
Dann kann man das fehlende Teil ganz leicht geometrisch einmessen.
Hab die Sylphe auch nochmal nachgemessen, sah aufgebaut so komisch aus.
Flächen und Höhenleitwerk sind bei mir steckbar.
Also einfach vergrößerte Wurzelrippen mit eingesteckt, auf denen die 0-Linie aufgezeichnet war.
Modell so aufgebaut, auf Tisch, dass die Fläche auf 0 steht, dann kann man anhand der 0-Linie am
Höhenleitwerk nach unten auf den Tisch messen.
Die Maße aufgezeichnet, verbinden und schon kann man Winkel abmessen.

Eher ist die Frage wieviel Ewd sie braucht, bei den meisten Baukästen musste ich immer
unterlegen und Ewd rausnehmen.
Ich mags relativ neutral beim Fliegen. Soll also von alleine nicht abfangen.

Hab jetzt mal 1° eingebaut, zur Not muss ich eine V-Leitwerksteckung umsetzen.

Durch den steilen V-Leitwerkswinkel ist ja der Höhenruderanteil relativ klein, bin gespannt
wie es mit den Momenten bei meiner Fläche fertig wird.

Hab ein HQ W drauf.

Bei Dir ist es ja einfacher, Profil ist ja momentenneutral.

Aber mit Bodenstart kann ich mich drantasten und dann im Schnellflug vorsichtig ausprobieren.
Ist ja ein Segelflieger, do wirds schon passen.

Gruss Franz

Piperfreund
24.12.2018, 20:18
Hallo Franz,

danke für Deine Tipps. Irgendwie so hatte ich mir das mit dem EWD Einstellen auch gedacht. Ich möchte meinen Rumpf ebenfalls in Halbschalen auf einer Helling bauen. Erst die obere Hälfte, dann die EWD einstellen und dann die untere Hälfte. Theoretisch ist mir das auch alles klar. nur praktisch fehlt es eben noch, denn bei einem V-Leitwerk kann man ja nicht in einer Dimension messen. Durch die Schrägstellung muss man beim Messen penibel auf die Längsachse achten. Aber irgendwie bekomme ich das schon hin. Bei der Größe meines Modells kann man den Erstflug noch aus der Hand ins hohe Gras machen, zur Not korrigiere ich eben nach.

Du sprichst die EWD an. Ein Thema, über das ich mir seit geraumer Zeit Gedanken mache. Auch ich bin der Meinung, dass die meisten Modelle mit zu viel EWD unterwegs sind und dass man ein Modell mit symmetrischem Profil auch ohne EWD fliegen kann. Nur hängt dann der Schwanz immer ein wenig, denn einen Anstellwinkel braucht der Flügel schon, um Auftrieb zu erzeugen. Ich habe -1° Schränkung eingebaut, um das Abrißverhalten zu verbessern. Deshalb werde ich auch ungefähr 1,5° EWD vorsehen. Zu der Frage werde ich wohl noch meine Litertaur befragen, denn so ganz schlüssig bin ich mir noch nicht. Was für ein HQ W hast Du denn? Da gibt es doch auch symmetrische, das HQ/W-0/12 sieht beispielsweise meinem NACA 0012 recht ähnlich. Man müsste es mal übereinander legen...

Momentan bin ich an der Nasenleiste. Heute ist Feiertag, da habe ich nicht viel hinbekommen, aber ich hoffe bald die Rippen auf die Beplankung kleben zu können. Nach welchem Plan hast Du eigentlich Deine Sylpe III gebaut? Es gibt ja ein paar Pläne, ich fand nur keinen, der mir gefallen hat. Hast Du sie selbst konstruiert?

Schöne Grüße

Klaus

Franz Schmid
24.12.2018, 21:07
Servus Klaus

Pläne mache ich prinzipiell selber.
Schon seit 40 Jahren, sind inzwischen so um die 450 Modelle rausgekommen.
Hab früher meine ganzen Freunde mit Modellen versorgt.
In guten Jahren so 30-40 Stück. Aber fast immer Motormodelle.
Nur kleine Segler, so für Gags. Hier im Forum sind auch Fotostrecken zu finden.
Fj 1 Fury und mein Starfighter, bei dem hinke ich aber hinterher.
Die Pläne auch nicht auf Papier, sondern gleich auf eine weisse Tischplatte.
Mein Baumarkt hebt mir immer die beschädigten auf, macht ja nix wenn eine Ecke fehlt.

Zum Anstellwinkel, der macht im Gegensatz zum Einstellwinken den Hintern nach oben oder unten.
Anstellwinkel habe ich + 2° an der Fläche und +1 am Höhenleitwerk.
Da ich annehme dass das Profil ca Ein Grad braucht um zu tragen.

Das Profil hab ich von einem anderen Modell geklaut, aus meinem Fundus.
Vorgabe war, noch gute Leistung bei hoher Flächenbelastung und auch für Kunstflug geeignet.
Ist eine Mü 28 mit 4 Meter. Bleischwer der Bock, geht aber trotzdem gut zu fliegen.
Damals hatten wir einen super Hang, da haben wir die Modelle betoniert. :-))
Einfach wegen Durchzug, mit der Mü gehen auch 200 Meter Loopings.

Gruss Franz

Piperfreund
27.12.2018, 16:49
Hallo Franz,

danke für den Tipp mit derr EWD und den Anstellwinkeln. Ich hätte das Höhenleitwerk mit 0° eingebaut und 1° EWD eingestellt. Aber mit 1° am Heck unf 2° am Flügel habe ich etwas mehr Auftrieb und die Polaren geben das her. So mache ich das auch. Danke!

450 Modelle ist ne Menge Holz. Also auch sprichwörtlich ;-) Da kann man Dich ja fast schon als alten Hassen ansehen. Dein Fury Projekt habe ich mir hier angesehen. Ist ein tolles Modell! Die Fouga hier ist meine dritte Eigenkonstruktion. Sie genügt mir schon was die Komplexität angeht. Ich hatte mal die E-flite Fury. Die flog toll und das Flugbild ist meiner Ansicht nach sehr toll. Aber das Ding hat einen Lärm gemacht, der hat den ganzen Spaß verdorben. Ich habe gesehen, Du hast einen anständigen Föhn drin, der wird auch geräuschmäßig zu dem Modell passen. Da wünsche ich mal viel Spaß beim Bauen.

Schöne Grüße

Klaus

Piperfreund
27.12.2018, 16:58
So, jetzt ist es wieder ein Stück weiter gegangen. Ich habe die Rippen jetzt doch nicht mehr leichter gemacht. Hier der aktuelle Stand mit oberem Holm, Steckungsrohr aus Pappe und CFK-Rohr zur Stabilisierung der Wurzel:
2064750

Die Nasenleiste habe ich mit kleinen Nuten versehen, in die die Rippen eingreifen. Dadurch habe ich einerseits den Abstand sauber eingestellt und andererseits eine super feste Verbindung. Die Ausnehmungen in den Rippen legen die Position des unteren Holms fest. Erst wird also die Nansenleiste an die Beplankung geklebt, dann der untere Holm und dann die Wurzelrippe, die Kopfrippe und eine in der Mitte. Solange noch alles feucht ist, kann man den Holm noch etwas verschieben bis alles passt. Danach werden die anderen Rippen alle eingeklebt und das Ganze gut mit Gewichten beschwert.
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Piperfreund
28.12.2018, 18:36
So, heute ging es fleissig weiter. Erst wurde das Steckungsrohr mit der Verkastung vergossen. Epoxy und Microballoons schaffen eine steife Verbindung:
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Blöd, das Bild ist nicht so toll geworden, aber dafür hält die Verbindung nun bombig.

Als nächstes habe ich die Servoschächte in die untere Beplankung geschnitten. Ein kleines Stück Sperrholz diente als Schablone, damit die Schächte alle gleich groß werden. Das gleiche Stück, mit abgeschnittenen Ecken kann zur Positionierung der Verschraubungsecken verwendet werden:
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Sind immerhin 16 Sperrholz-Ecken, die da an den vier Schächten verklebt werden wollen, da lohnt sich der Bau der Vorrichtung.

Der letzte Schritt heute war die Verkastung der Querruder und der Landeklappen:
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Vor dem Anbringen der Verkastung der Ruder, habe ich die untere Beplankung an der Verkastung des Flügels entlang aufgeschnitten. So finde ich die Verkastung nach dem Anbringen der oberen Beplankung wieder (hoffe ich).

Jetzt darf alles bis morgen trocknen. Dann folgt das geliebte Schleifen, bevor die obere Beplankung aufgeleimt werden kann. In der Zwischenzeit wird noch der Kabelbaum mit MPX-Steckern gelötet.

Piperfreund
29.12.2018, 11:51
Ich hätte nicht gedacht, dass vor dem Aufbringen der oberen Beplankung noch so viel Kleinkram zu erledigen ist. Erstmal wurde der Kabelbaum gelötet und eingepasst:
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Ganz wichtig! Am letzten Durchgangsloch ein Balsabrettchen ankleben, damit der Stecker nicht mehr durch das Loch zurück rutschen kann:
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Dann habe ich noch die Enden der Steckungsrohre verschlossen, damit der Flächenverbinder nicht in den Flügel rutschen kann. Die Gewinddehülse für die Flächenarrettierung ist auch noch anzubringen und dann noch die Verstärkungen für die Ruderhörner. Die Ruder habe ich schon mal komplett ausgeschnitten und wieder mit Tesa-Papierklebeband angeklebt. Dann habe ich alles sauber verschliffen bevor der große Moment kam:
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Die Oberbeplankung habe ich an der Nasenleiste mit reichlich Klebeband festgeklebt und nach vorne geklappt. Dann kann man in Ruhe Ponal Express auftragen und die Beplankung von der Nasenleiste bis zum Holm auf die Rippen drücken und mit Pinnadeln sichern. Von der Rippe bis zur Endleiste geht es genauso und die Beplankung wird an der Endleiste wieder mit jeder Menge Nadeln festgemacht. Damit die Beplankung auch dazwischen sauber anliegt, wird sie mit Gewichten beschwert. Aber Vorsicht, die Gewichte müssen mindestens über zwei Rippen aufleigen, damit sie die Beplankung nicht eindrücken:
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Die die Zeit der Trockenphase kann man sich mit dem Bau von Servorahmen vertreiben:
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Eine Fingerübung, die jede Menge Geld spart und genau so gut ist wie die käuflichen Rahmen. Die Fouga hat genügend Profildicke, so dass man keine Platznöte bekommt.

Piperfreund
30.12.2018, 20:07
Heute ging es erst mal weiter mit den Flügeln. Die Feinarbeiten schlucken doch ganz schön Zeit. Servos wurden eingebaut:
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und die Flügelwurzel mit einem sauberen Abschluss aus Sperrholz versehen:
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Die Klappen sind natürlich auch alle verschliffen und die Servoschachtabdeckungen habe ich auch gleich fertig gemacht. Danach wurde die Nasenleiste drangeklebt. Verschliffen wird aber erst morgen, denn der Ponal soll gut über Nacht trocknen.

Nachdem die Schaumkerne für das neue V-Leitwerk zwar bestellt, aber noch nicht im Haus sind, geht es mit dem Rumpf weiter. Bin eh schon scharf auf diese Arbeit, denn ich habe viele Schiffsmodelle gebaut und da war mein größter Spaß immer der Rumpfbau, der ist bei Schiffsmodellen teilweise eine echte Herausforderung. Ein Segelflugzeugrumpf ist da eher eine kleine Fingerübung. Außer, dass er gerade werden muss, bietet er keine großen Schwierigkeiten. Nur der Einbau und das Ausmessen der Aufnahme des V-Leitwerks bereiteten mir Kopfzerbrechen und einen regen Schriftwechsel mit Franz Schmid. Nunja, aber eines nach dem anderen. Begonnen habe ich mit dem Aussägen der Spanten, geteilt in obere und untere Hälfte. Die obere Hälfte wurde dann auf einer Helling aufgebaut:
2066730
Dabei fiel auf, dass Spant 6 nicht passt und neu gemacht werden muss. Mit der Straklatte wird die Höhe ermittelt, und mit zwei weiteren Straklatten die Breite, dann freihand die Rumpfkontur zeichen und fertig. Ist ja alles gerade bei so einem Seglerrumpf, da geht das ganz gut.

Beim V-Leitwerk kam mir beim Bauen die zündende Idee. Ich habe einfach ein 8 mm Balsabrett zwischen Spant 8 und 9 eingepasst und es längs mit dem halben V-Winkel auf der Kreissäge geteilt. Dann kam im 90°-Winkel dazu eine Nut rein, die halb so tief und so breit ist wie der Steckungsrohrdurchmesser. Jetzt werden die beiden Teile mit der Schräge aneinander gelegt und mit Papierklebeband verbunden. Ponal in die V-Nut geben, Zusammenklappen, mit Klebeband sichern und fertig ist die V-Form. Bei der Fouga Cyclone sind es 106°.

Nun kann das Teil eingebaut werden. Nach unten liegt das Teil bei meir auf 20 mm dicken Klötzchen auf, die es exakt an der Helling ausrichten. Entgegen Franz' Ratschlag habe ich mich nun doch dazu entschieden hinten keinen Anstellwinkel einzubauen. Sonst müsste halt vorne noch etwas unterlegt werden. Seitlich wird das ganze an der Mittellinie der Spanten ausgerichtet, fehlt nur noch der Winkel in Querrichtung, dasmit das V-Leitweerk sauber zu den Flühgeln steht. Das habe ich mit dem Winkelmesser einer EWD-Waage erledigt. Auf der Helling abnullen, im Bereich der Quernut auf die V-Leitwerksaufnahme legen und so lange verdrehen, bis es passt. Das sieht dann so aus:
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Das habe ich einmal trocken geübt und dann nochmal mit Ponal gemacht. So sieht das jetzt erst mal aus:
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Jetzt trocknet es über Nacht im Heizungskeller und morgen geht es weiteeerrr :):):):D

Piperfreund
01.01.2019, 19:00
Und wir sind wieder ein Stückchen weiter. Die Aufnahme des Höhenruders ist mit exakt 0° Anstellwinkel eingebaut:
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Und dann habe ich natürlich noch fleißig beplankt. Hinten sind es nur drei Planken und am Ende ist von meiner schönen Höhenleitwerksaufnahme nur noch das hier zu sehen:
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Das Schönste: es stimmt exakt! Ich habe es mit meinen misslungenen V-Leitwershälften ausprobiert.

Den Rumpf bepkanken ist Routine, schwieriger war der Einbau des Haubenrahmens. Da ich ja nichts konstruiert hatte, mussten die Teile per Augenmaß eingepasst werden. Der Plan wurde dann hinterher gemalt :p.
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Das ist der aktuelles Status:
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Ich denke morgen werde ich mit dem Beplanken fertig und dann kommen hoffentlich die Styrokerne von Causemann, damit ich der richtige V-Leitwerk, dann hofffentlich nur noch halb so schwer, bauen kann. Die Gewichtsbilanz sagt, dass die Servos trotzdem nach vorne müssen und eigentlich ist das gar nicht schlecht, denn die Dämpfungsflossen sind nur 11 mm dick. Da passst also kein 11 mm Servo rein. Angelenkt wird über ein 2 mm CfK-Rohr und die Serrvos wandern Cockpit unter den Hintern des Piloten.

Piperfreund
01.01.2019, 19:32
Ach ja, da war ja noch etwas. Der Anstellwinkel des Flügels.

Den Anstellwinkel des V-Leitwerks habe ich ja auf 0° festgelegt. Damit ist der Anstellwinkel des Flügels gleich der EWD. Ich möchte ein möglichst neutrales Flugverhalten, denn meine Fouga Cyclone war ein Kunstflugzeug, das sollte auf dem Rücken ebensogut fliegen wie richtig rum. Deshalb habe ich ja auch das symmetrische NACA0012 gewählt. Etwas surfen und etwas lesen und gute Ratschläge von Freunden haben mich in der Entscheidung auch nicht weiter gebracht. Also wurde mein Aerodynamikwissen herausgekramt, Profilpolaren ausgedruckt und etwas gerechnet. Ergebnis: um bei 30 m/s die Höhe zu halten, benötige ich einen Anstellwinkel des Flügels von 3°, wobei der Auftriebsbeiwert in diesem Bereich sehr steil über dem Anstellwinkel verläuft, was gut ist. Geringe Höhenruderausschläge beeinflussen also den Auftrieb sehr stark. Oder andersrum ausgedrückt: das Modell wird in einem weiten GEschwindigkeitsbereich fliegbar sein. D

a man meist ohnehin auf dem Bauch fliegt und das Modell sich ganz leicht abfangen sollte, habe ich mich für den halben Anstellwinkel des Flügels entschieden. Er wird also mit 1,5° EWD eingebaut. Die recstlichen 1,5° mache ich mit Höhenrudertrimm. Das ergibt dann den Abfangbogen, richtige Schwerpunktlage vorausgesetzt, aber das ist eine andere Geschichte... Und auf dem Rücken muss ich eben ein weenig Drücken, das hat noch nie geschadet.

Soweit die Theorie. Aber wie verhält sich das nun in der Praxis? Da hilft nur eine Simulation, wenn man noch kein fertiges Modell zur Verfügung hat. Dafür habe ich meinen Phoenix Modellflugsimulator missbraucht. Leider kann ich keine eigenen Modelle erzeugen, sonst gäbe es jetzt eine Fouga Cyclone. (Vielleicht kann mir mal einer sagen wie das geht, dann mache ich das noch) Ich habe mir halt ein Modell gesucht, das ich kenne, den Lift Off von Simprop. Er fliegt im Simulator wie in echt. Also eine gute Ausgangsbasis. Das Vorgehen ist wie folgt:
1. Lift off auf eine Spannweite von 2,6 m skalieren, denn so groß wird meine Fouga Cyclone.
2. Im Editiermodus kann man eine detaillierte Ansicht der editierbaren Parameter einstellen.
3. Hier habe ich alle Geometriedaten und die Profile von V-Leitwerk und Flügel eingegeben, sogar die Position des Antriebs kann man simulieren.
4. Jetzt wird geflogen und verschiedene Anstellwinkel des Flügels probiert, wobei der Schwerpunkt so eingestellt wird, wie ihn das WinLaengs ausgibt (8% Stabilitätsmaß)

Das Resultat ist folgendes
- Bei 3° verliert das Modell keine Höhe im Horizontalflug, die theoretische Auslegung stimmt also.
- Bei 7° fliegt die Fouga mit Minimalgeschwindigkeit 12 m/s horizontal ohne Höhenverlust. Auch das entspricht meiner Berechnung. Das schafft vertrauen.
- Bei 0° Anstellwinkel muss natürlich mehr gezogen und auf dem Rücken gedrückt werden.
- Dieses Verhalten kann man neutralisieren, wenn man den Schwerpunkt nach hinten legt und damit das Stabilitätsmaß kleiner macht.
- Im Simulator mündet das in einem sehr neutralen Flugverhalten, aber dafür wird das Abrißverhalten extrem kritisch. Das Modell geht erst ins Flachtrudeln, um danach in einen Spiralsturz überzugehen aus dem es nicht mehr herauskommt. Das mag man ich echt nicht erleben...
- Die 1,5° haben mir am besten gefallen, das Flugverhalten war am ausgewogensten, ohne langweilig zu werden.

So, das war jetzt jede Menge Theorie und ein nettes Spiel mit dem Phoenix. Aber wie sieht es in der Praxis aus? Wir weerden sehen, ich bin auch schon gespannt und werde es auf jeden Fall hier berichten.

Piperfreund
04.01.2019, 18:55
Nachdem das mit dem Anstellwinkel nun geeklärt ist, habe ich fleissig weiter gebaut und bin mit der oberen Rumpfhälfte im Rohbau fertig:
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Ein Meilenstein, Sektkorken knallen! Aber noch ein langer Weg vor mir...

Piperfreund
06.01.2019, 17:25
Nochmal Sektkorken. Heute habe ich die Steckung im Rumpf eingebaut. Man glaubt gar nicht wie lange man für vier Bohrungen brauchen kann. Aber dafür sitzen sie jetzt absolut richtig.

Angefangen habe ich mit dem Einmessen des Anstellwinkels mittels EWD-Waage und geometrischer Kontrolle. Meine zwei Steckungen sitzen 100 mm auseinander. Bei 1,5° Anstellwinkel muss also die hintere Bohrung 2,6 mm tiefer sitzen als die vordere. Ich habe die Bohurng erst mittels EWD-Waage und Vorrichtung angerissen und dann mittes Schieblehre die 2,6 mm kontrolliert. Offen gesagt: ein Zehntel Millimeter, oder gar 5 sind schwer an so einem Balsarumpf zu messen. Deshalb habe ich mich letztendlich auf dei EWD-Waage verlassen:
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Dann der Steckversuch und optische Peilung, voilà:
2070437

Das sind jetzt zwei Wochen sehr intensives Bauen gewesen. Jetzt ist der Urlaub vorbei und ab morgen darf ich meinem Beruf wieder nachgehen. Ab jetzt wird es also etwas ruhiger mit meinen Bauerichten, denn ich kann nun nur noch am Wochenende bauen. Hoffentlich ist noch gaaanz lang schlechtes Flugwetter...

Piperfreund
20.01.2019, 18:35
Es ging mal wieder ein Stück weiter. Die Flächenanformung entsteht:
2077535
Habe die Wurzelrippe einfach zwei Mal gebaut und einmal an den Flügel geklebt. Die andere habe ich mit Balsa aufgefüttert und am Rumpf provisorisch festgeklebt. Dann alles nochmal mit Balsa aufgefüttert, sauber verschliffen und gespachtelt. Fläche dran und passt:
2077536
:):):)

Piperfreund
20.01.2019, 18:44
Naja, verkorkst war es nicht, das erste V-Leitwerk, das ich anfangs beschrieben habe. Es ist nur etwas schwer geraten. 120g! Rechnerisch hat das den Schwerpunkt um einige Millimeter nach hinten geschoben. Also musste es neu gebaut weerden. Aber was mit dem schönen Leitwerk machen? Wegschmeißen? Nein auf keinen Fall!

Ich hab Moggle gebaut:
2077545
Eine Fingerübung für zwischendurch. Aber das ist eine andere Geschichte...

Piperfreund
20.01.2019, 18:56
Dieses Wochenende stand im Zeichen des V-Leitweerks. Ich habe diesmal die Schaumkerne nicht selbst geschnitten, sondern diese Arbeit vom Profi erledigen lassen. Und weil ich mir nicht sicher war, ob lieber einen weichen oder einen harten Schaum, habe ich den Satz gleich zweei Mal bestellt. Einmal bei Causemann aus festem Schaum (lila) und einmal bei Traser aus Storopor (weiß):
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Beide haben perfekte Arbeit geleistet, die Kerne haben absolut identische Abmessungen. Nur das Styroteil wiegt 10g weniger und Traser hat 5 Euronen weniger verlangt. Aber das liegt wohl daran, dass die Schnittgeschwindigkeit im weichen Styro geringer ist. Also beide Lieferanten empfehlenswert, wenn man nich selber schneiden mag. Und beide haben schnell geliefert, sogar über die Feiertage.

Ich habe mich für den Traser Schäumling entschieden, weil er leichter ist. Für die Beplankung habe ich wieder 1mm Balsa genommen. Aber diesmal habe ich sie mittels UHU-POR aufgeklebt. Das geht schneller als mit Epoxy und ist leichter. Voilà:
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Ich bin begeistert, ich habe satte 40g im Heck gespart, das ist eine Nummer!

Und obendrein habe ich jetzt noch weezi Schaumkerne übrig. Nochmal ein Moggele??? Wir werden sehen...

Piperfreund
07.02.2019, 18:40
Lange nichts mehr geschrieben, Schande!

Also das Leitwerk ist mittlerweile fertig. Ich habe es mit Oratx in Weiß bebügelt und die Ruder mittels Floienscharnier angebracht. Am Rumpf wird das gute Stück mit jeweils zwei MAgneten gehalten, so dass es leicht für den Transport demontierbar ist. Die Anformung am Rumpf ist auch gemacht, Routinearbeit. Nebenbei habe ich noch die Ruderanlenkungen der Flügel gemacht und jetzt steht auch hier das Bügeln an. Die Folie liegt da, nur die Motivation.... Naja, nächstes Wochenende soll es ja regnen, wie gut :)

Piperfreund
07.02.2019, 18:54
Letztes Wochenende wolte ich den Rumpf mit GfK beschichten. Hinten sollte es 80g Gewebe werden, vorne 163g Gewebe. Alles hergerichtet und die Geweberollen gesucht. Kein 80er mehr da. Sch.... Aber R&G ist schnell, Sonntag bestellt, Dienstag egeliefert und gestern Abend war zum Glück etwas Zeit übrig zum Laminieren:
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Ist toll geworden und selbst das dicke Gewebe ließ sich gut in die Ecken drücken.

Von der Seite sieht man, dass ich die Nase etwas länger gebaut habe, als die Cyclone sie hat. Damit wird es wohl eher ein Sylphe, oder eine Cyclylphe? Oder Sylphone?
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Naja, den Projektname kann ich jetzt nicht mehr ändern, aber von jetzt ab ist klar, ich baue keine Cyclone meehr, sondern eine SYLPHE. Nun, ich bin nicht der erste, der sein Cyclone Projekt zur Sylphe gemacht hat, der Grund liegt in der Schwerpunktlage. Trotz aller Knauserei im Heck, sagt meine Schwerpunkts Excel, dass es kanpp wird ohne Zusatzgewwicht im Bug. Ich mag keine Zusatzgewichte, denn die erhöhen die Grundgeschwindigkeit und das will ich nicht, denn das Modell soll halbwegs originalgetreu unterwegs sein. Also Nase lang, dann kann der Akku weiter nach vorne und alles wird gut, hoffentlich...

Piperfreund
10.02.2019, 18:02
Blöd, da war doch glatt Flugwetter dieses Wochenende und nicht der versprochene Regen. Ich habe mich für's Fliegen entschieden, denn man will ja über den Winter nicht einrosten. Aber dennoch ging es auch bei mir wieder weiter.

ORATEX ist geil!!! Zu dem Schluss bin ich zum wiederholten Male gekommen, nachdem ich dieses Wochenende die Flügel bebügelt habe. Das geht mit Oaratex enfach faltenfrei und macht jede Menge Spaß. Gute 2 Quadratmeter in der Farbe Weiß habe ich verarbeitet. Die Ruder habe ich auch gleich damit anscharniiert. Die Landeklappen unten und die Querruder oben. Hier das Ergebnis meiner Wochenendarbeit:
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Ein großer Schritt, jetzt müssen die Dinger nur noch lackiert werden. Die Rudermaschinen und Anlenkungen sind alle schon fertig, sodaß nur noch Montagearbeiten bleiben. Wenn ich nur wüsste welches Farbschema meine Sylphe bekommen soll.... Aber kommt Zeit kommt Rat, so lief das ganze Projekt bislang.

Piperfreund
10.02.2019, 18:05
Achja, ich vergaß zu berichten, das Leitwerk ist natürlich auch schon fertig bebügelt:
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Franz Schmid
11.02.2019, 00:24
Servus

Jetzt weist warum ich eine Cyclone gebaut hab:-))

Meine liegt im Eck, bin mal wieder an der 104 dran.
Will das Teil vom Tisch haben.

Gruss Franz

Eckart Müller
13.02.2019, 09:41
Ich rätsele übrigens schon eine Weile darüber nach wie man die EWD bei einem V-Leitwerk misst. Die Sylphe hat ja hinten einen konischen Rumpf. und mit den schräg stehenden Ruderflossen, oder auch nur der Steckung kann man ja keine EWD-Waage verwenden.

Vor mehr als 10 Jahren hab' ich genau zu dieser Problematik einen Beitrag (http://www.rc-network.de/forum/content.php/394) im :rcn:-MAGAZIN verfasst. Vielleicht hilft er Dir...

Piperfreund
19.02.2019, 18:48
Hallo Eckhart,

danke für den Tipp. Im Prinzip habe ich es genau so gemacht, wie Du das beschreibst. Nur war mein Rumpf eben noch nicht beplankt, als ich das Leitwerk eingemessen habe, was die Sache etwas vereinfacht. Hätte ich das mal vorher gewusst, hätte mir ein paar schlaflose Nächte erspart...

Schöne Grüße

Klaus

Piperfreund
05.03.2019, 18:34
Habe meinen Thread etwas vernachlässigen müssen, denn ich darf ja noch nebenher arbeiten...

Aber es ging doch weiter. die Oberhälfte ist geschlifen und grundiert und der Ausschnitt für das Triebwerk hergestellt:
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Dann ging es mit dem Triebwerk weiter. Hier ein paar Bilder:
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Da war doch einiges an Hirnschmalz notwendig mit der Gondel. Aber der Lüfter passt nun saugend rein. Die Luftführung erfolgt dann mit einem Innenroht, das ich selbst tiefziehen möchte. Da werden wohln noch ein paar Späne an der Drechselmaschine fliegen.

Piperfreund
05.03.2019, 18:46
Den Rumpf konnte ich in der Zwischenzeit auch von der Helling nehmen:
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Sieht er nicht toll aus? und er wiegt nur 303 g. Der fertige Rumpf soll bei 645 g liegen, ich bin also nnoch gut im Limit, wenigstens hier...

So kann ich nun an drei Baustellen parallel arbeiten, dem Rumpfausbau, der Triebwerksgondel und dem Cockpit. Das ist auch weiter gekommen:
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Die Tiefziehform für die Haube habe ich einfach vom Cockpitrahmen abgesägt und mit einem Sockel versehen. Morgen bekommen wir einen neuen Herd und ratet mal was mit dem alten passiert? Richtig, er wird mein neuer Tiefziehofen!!!

Der Rumpfausbau ging auch weiter. Die Röhrchen für die Schubstangen der Ruderanlenkung sind verlegt.
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Das musste über Kreuz erfolgen, damit die 2 mm CfK-Schubstangen möglichst gerade laufen. So habe ich eine absolut spielfreie und knallharte Anlenkung der Ruder. Den Rumpf mache ich langsam mit dem fotschreitenden Innenausbau zu. So komme ich prima an alles ran. Man muss nur höllisch aufpassen, dass man nicht etwas so zubaut, dass man später bei geschlossenem Rumpf nicht mehr rankommt.

Piperfreund
08.03.2019, 17:35
Empfänger, Regler und Backup Guard habe ich auf Sperrhozbrettchen geschrumpft, die mit Magneten versehen sind. Im Rumpf kommt ein ebensolches Brettchen rein. So sind die Komponenten sicher gehalten und auch an unzugänglichen Stellen befestigbar ohne, dass man sich die Finger verrenken muss.
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Für die Antennen des Empfängers habe ich dann gleich noch zwei Führungsröhrchen eingebaut. Da werden die Antennen einfach reingeschoben und das aktive Ende ist automatisch richtig ausgerichtet. Eines in Flugrichtung und das andere quer dazu, natürlich beide unten im Rumpf.

Piperfreund
08.03.2019, 17:44
In das Akkubrett habe ich das Servo für die Schleppkupplung integriert. Es schließt oben bündig ab und ist auch von dort montierbar.

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Die Schleppkupplung dient auch noch der Aufnahme des Bugrades. Das ist bei der Fouga Sylphe fest eingebaut ist und kann nicht eingezogen werden. Ich möchte mit meinem Modell auch in unwegsamem Gelände landen können. Deshalb muss das Bugrad entfernbar sein. Wird aus der Hand gestartet, dann lasse ich es gleich weg. Starte ich von der Asphaltbahn, möchte dort aber nicht mehr landen (eine Spezialität meines Flugplatzes, die Landebahn ist nicht jederzeit verfügbar), kann ich das Bugrad im Überflug abwerfen und danach gesittet im Gras landen, ohne das Bugrad zu gefährden.

Die Kupplung wird hart aufgezogen...
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... aber weich wieder zu gemacht. Blockiert etwas die Kupplung, weil zum Beispiel das Bugrad nicht richtig eingesetzt ist, dann verhindert die Feder eine Überlastung des Servos.
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Piperfreund
08.03.2019, 17:51
Ja und dann ist da noch das Fahrwerk. Es ist zwar starr, kann also nicht engezogen werden, aber bei knappen 4kg Abfluggewicht, sollte es schon auch mal einen Schlag weegstecken. Deshalb habe ich mich dazu entschieden mein Fahrweerk mit einem Öldruckstoßdämpfer aus der Restekiste zu federn. Der dämpft gleich noch, was bestimmt nicht schaden kann.

Das Kernstück meines Fahrwerks ist die Schwinge, die aus einer 3mm GFK-Platte in Handarbeit entstand. Ja, man kann sowas ohne CNC-Maschine bauen!
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Das Teil habe ich dann schön geschliffen, grundiert und alufarben lackiert. Mit Rad und Dämpfer sieht das dann so aus:
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Dann kam das gute Stück in eine Kiste, die auch gleich als Schmutzfänger fungiert:
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Und ab in den Rumpf damit:
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Damit wäre der Einbau der Technik erledigt und ich kann mich wieder an die Beplankerei machen. Damit es mir dabei nicht langweilig wird, habe ich ja noch die Triebwerksgondel und das Cockpit, das auch noch ausgebaut werden möchte...

I. Klemetti
13.03.2019, 14:04
Und dies alles in weniger als drei Monaten ohne formale Konstruktionszeichnungen oder Bausatz. Toll.

Grüße
Ilkka

Piperfreund
17.03.2019, 14:26
Danke Illka, von Dir habe ich es ja...

Piperfreund
17.03.2019, 14:33
Ja, es ging mal wieder weiter. Jeden Abend eine Planke und irgendwann ist auch der größte Rumpf mal zu. Und dann war da noch das Schleifen. Aber jetzt sieht es schon ein wenig nach Flugzeug aus:
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Und mit der Triebwerksgondel ist es schon ein wenig Fouga Sylphe:
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Nachdem es heute mal trocken war, habe ich meine Fouga auch das erste Mal mit komplettem Rumpf zusammengesteckt:
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Der Schwerpunkt stimmt auch schon fast. Der Umbau auf Sylphe wäre also nicht notwendig gewesen oder die Servos hätten ins Heck gekonnt. Aber lieber so als andersrum, denn so brauche ich wahrscheinlich meine Bleikammer im Bug nicht benutzen. Vielleicht komme ich heute noch zum Laminieren, wieder ein Meilenstein geschafft!

... und dann ist da noch das Tiefziehen, für das ich erst mal einen Ofen bauen musste. Aber das ist eine andere Geschichte...

Messerschmitt
18.03.2019, 16:00
Hallo Klaus,

tolles Modell nach einem wunderschönen Vorbild.
Leider sind Deine Fotos durch diese Fischaugenoptik nicht sehr aussagekräftig, da alles verzerrt wird. Das sieht wirklich schrecklich aus.
Bitte stelle künftig normale Fotos ein, damit das Modell unverzerrt betrachtet werden kann, sonst kommt die Schönheit gar nicht zum Ausdruck.
Wäre super, wenn Du das machen könntest.:)

Danke Dir und weiterhin viel Erfolg.

Viele Grüße,
Christian Hoffmann

Piperfreund
30.03.2019, 17:30
Hallo Christian,

ja die Bilder von der Action Cam sind nicht das Wahre, aber ich denke mit dem Text kann man schon verstehen was gemeint ist. Für die bisherigen Baubilder ging das leider nicht anders. Sorry.

Schöne Grüße

Klaus

Piperfreund
30.03.2019, 17:43
So, heute war der größte Tag in der Baugeschichte meiner Fouga Sylphe III.

ROLLOUT !!!!!!!!!!!!!!! :):):):):):):)

Man, ich bin noch immer ganz gethrillt und die Bilder sind nun schon eine Stunde alt. Aber seht selbst:
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Ein paar Kleinigkeiten fehlen noch. Das Finish ist noch nicht perfekt und das Bugrad und das Triebwerk müssen noch entstehen. Aber sonst geht schon alles so wie es soll. Digi-Servo sei Dank stellen die Ruder extrem präzise und knallhart. So soll das sein.

Aber das Beste: Ich bin im Gewichtslimit!!!
Man wie gail ist das denn??? Da baut man einen Flieger völlig ohne Bauplan, nur mit einer Dreiseitenansicht und einer Excel Tabelle und das Zielgewicht wird erreicht. So wie sie da auf meiner Terasse steht, wiegt die Fouga 2565g. Mit einem 6S1P4000mAh Akku erreiche ich bequem den Schwerkunkt und komme auf 3200g. Nochmal 200g für den Antrieb, dann komme ich auf 3400g. 3600g hatte ich mir als oberes Limit gesteckt und mit dem FLugsimulator ausprobiert. Falls der Antrieb mit 4S auch reicht, kann ich sogar nochmal 200g abspecken.

Für heute sind genug der Glückshormone ausgeschüttet, jetzt wird gegrillt.

-hartmut-
30.03.2019, 18:29
Hallo Klaus,
ein schöner Tag für dein Roll-out.
Glückwunsch zu der tollen Arbeit. Sieht klasse aus.

Gruß Hartmut

Rucksackflieger
31.03.2019, 17:09
...ich dachte mir gar nicht, dass du so schnell fertig sein könntest!

Gratuliere zum Rollout!

Grüße Tom

Piperfreund
31.03.2019, 19:34
Ja, ich dachte auch nicht, dass es so schnell dem Ende zu geht. Aber einen habe ich ja noch, das Triebwerk! Danke jedenfalls für Eure Glückwünsche, freut mich sehr!:)

Piperfreund
31.03.2019, 19:48
Habe ganz vergessen von der Kabinenhaube zu erzählen, die habe ich letzte Woche tiefgezogen. Nochmal vielen Dank an Klaus, der mir seine Tiefzieheinrichtung geliehen hat. Hier das Ergebnis:
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Einen Piloten habe ich noch nicht. Werde morgen mal bei meinem Händler des Vertrauens vorbeischeuen, vielleicht hat der einen, der passt und nicht zu schwer ist. Sonst muss ich selber ran...

Das Fahrwerk ist der Hammer:
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Das Hauptfahrwerk sinkt beim Eigengewicht etwa 5mm ein:
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So soll es sein. Der Dämpfer steht auf Anschlag weich, ich habe also noch Reserven, falls es härter werden sollte.

Das Bugfahrwerk ist bei der Fouga Sylphe eine Spezialität:
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Das haben die Konstrukteure ihr spendiert, weil der Vorgänger, die Cyclone, beim Starten zu sehr auf die Nase ging. Man muss es mögen, denn optisch ist es nicht gerade der Hammer, aber ich finde es macht das Flugzeug charaktervoll. Ich bin mir noch nicht sicher wie hoch das Fahrwerk sein muss, denshalb habe ich erst mal ein einfaches Muster gebaut, bevor ich mich an ein richtiges Fahrwerk mache. Deshalb ist es optisch nicht so der Bringer. Es steckt übrigens ind der Schleppkupplung und kann im Flug abgeworfen werden, falls ich mal im Gras landen muss.

Ich bin jetzt mit einem 4S1P4300 mAh bei 3100g angekommen. Der Schwerpunkt liegt damit fast an der vorderen Grenze. Da muss der FMS-Impeller nur noch genügend Dampf bringen. 980 g Schub soll er machen. Nicht üppig für einen Jet, aber das Original war auch nicht gerade übermotorisiert. Wenn einer einen Tipp hat, ob das reicht, dann her damit, ich habe nämlich Null Erfahrung mit Impellern...

Tillux
04.04.2019, 10:04
Servus,

Toll Deine Cyclone, gefällt mir sogar besser als das Original :D

Wegen Impellerauslegung liest Du hier:

https://www.migflight.de/auslegung/

Das habe ich für unsere Kunden geschrieben, gilt aber auch für feste Impeller oben drauf.

Die Angaben stimmen ziemlich genau, wir haben schon etliche 100 Erfahrungen von Anwendern und von uns selbst sammeln können.

Grundsätzlich: Je mehr Schubleistung desto sicherer wird der Bodenstart. Weil die Startstrecke kürzer und und weil es dann i.d.R. weniger Ausbrechtendenzen gibt.

-zum Start sollte das Modell nicht nach vorne hängen, sonst schrappt es erst einige Meter am Boden dahin bis es sich bei genügend Geschwindigkeit etwas aufbäumt und hebt. Viel Höhenruder ziehen zum Starten. Danach gleich wieder nachlassen. Ist von Modell zu Modell unterschiedlich.

L.G. Till

Piperfreund
04.04.2019, 19:34
Hallo Till,

danke für die Blumen. Mir gefällt sie auch besser als die echte Sylphe. Zum Glück habe ich keinen Scale-Anspruch...

Danke für Deinen Tipp. Das mit dem auf die Nase gehen ist wohl bei meiner Fouga wegen des Bugfahrwerks kein Problem. Das Original hatte das Problem bei der Cyclone auch. Die Sylphe bekam deshalb das feste Bugfahrwerk. Sieht doof aus, wirkt aber. Aber das mit dem Schub wird wohl ein echtes Problem. So ein Mist, da hätte ich mal besser etwas mehr nachgedacht!!! Wenn ich ehrlich bin, dann habe ich Deine Erfahrung auch mit meinen Propellerflugzeugen gemacht. Ich habe mal eine Zeit lang fleißig Schübe gemessen und bin ebenfalls zu dem Mindestverhältnis Schub zu Gewicht von 0,6 gekommen. Da hätte ich auch selbst dran denken können. Aber umsomehr nochmal danke für Deinen Hinweis. Manchmal braucht man eben einen Denkanstoß.

Aber das löst mein Problem nicht, sondern macht mir nur klar, dass ich eines habe, ein massives! Mein Impeller bringt laut Hersteller 1250 g Schub. Meine Fouga wiegt 3400 g. Sind wir nach Adam Riese bei einem Schub-/Gewichtsverhältnis von 0,37. Gut, der Motor ist für 4S mit 3150 kV. Ich probiere es mal mit 6S und hoffe, dass er mir nicht um die Ohren fliegt. Ist dann auch schon egal, denn meine Triebwerksgondel darf ich sowieso nochmal bauen, weil ein größerer Impeller nicht rein passt. Na dann weiß ich ja was ich am Wochenende machen werde...

Man man man, wie kann man nur so bescheuert sein:confused::confused::confused:

Nochmal DANKE!!!

Schöne GRüße

Klaus

Piperfreund
07.04.2019, 19:25
Hallo Till,

ich danke Dir ganz herzlich für Deine Worte.

Eigentlich habe ich dieselbe Erfahrung mit Propeller getriebenen Modellen gemacht. Unter 400g pro Kilo braucht man nicht viel anfangen. Meine Fouga hat nur 300g Schub pro Kilo. Und das laut Hersteller. Der deutsche Händler, der mir den FMS Impellers verkauft hat, schreibt auf seiner Homepage, dass der 64mm Impeller mit 3150 kV Motor an 4S einen maximalen Schub von 1150 g haben soll. Das bringt das Ding noch nicht mal mit 6S. An 4S ist es gerage mal die Hälfte. Und mit 6S fließen 65A! Der Midi Fan von Wemotec macht mit 10A weniger Strom mehr als den doppelten Schub. Denen glaube ich. Also habe ich an der falschen Stelle gespart. Das Ding ist für die Tonne. Aber einen Lichblick gibt es, die Wemotex Antriebe, da ist sicher was passendes für meine Fouga dabei, denn Eure sind ja leider mit Klappmechanik.

Danke jedenfalls für den Tipp und das Wachrütteln. Eigentlich hätte ich auch selbst draufkommen können. Aber manchmal braucht man einen Anstoß von außen...

Schöne Grüße

Klaus

Piperfreund
07.04.2019, 19:51
So, Problem erkannt, Problem gebannt. Ich habe bei Wemotec einen Midi Fan evo HET 650-58-1480 bestellt. Leider ist das Schubrohr nicht lieferbar, aber das Teil macht an
6S 2,16kg Schub bei 45A
8S 3,31kg Schub bei 68A

Zum Vergleich der FMS 64mm 3150kV Impeller, der an 4S 1150g Schub bringen sollte:
4S 0,53kg Schub bei 37A
6S 0,98kg Schub bei 65A

Ich werde das Teil wohl reklamieren. So einen Müll will ich nicht mal in der KRabbelkiste haben. Schade nur, dass die ganze Triebwerksgondel schon fertig ist...

Und ich freue mich jetzt jedenfalls auf dem Wemotec, da bin ich mir sicher, dass drin ist was drauf steht. JEdenfalls haben die Jungs jede Menge Meßwerte geliefert und schreiben sogar dazu bei welchen Bedingungen sie die gemessen haben. das schafft Vertrauen! Ich werde aber trotzdem nachmessen und hier berichten.

Franz Schmid
10.04.2019, 21:41
Servus
Warum nimmst keinen 80er.
Meine Große hat nur einen 80er drauf.
Mit einem 90er wird die Gondel schon verdammt dick.
Der 80er schiebt an 6 s 2,6 kilo, müsste doch reichen.
Gruss Franz

Piperfreund
12.04.2019, 17:42
Hallo Franz,

ja, Du hast Recht, mit dem 90er wird die Gondel verdammt dick. Aber bei Wemotec bin ich nicht fündig geworden mit nem 80er und dem Pichler 80er glaube ich den Schub nicht nach der Pleite mit dem kleinen. Was hast Du denn für einen auf Deiner Fouga drauf?

Schöne Grüße

Klaus

Franz Schmid
12.04.2019, 20:00
Servus klaus

Hab einen jetfan 80 mit 700 68 1680 drin bei 10s 4,8kg Schub.
Gibts auch mit anderen Motoren, also 6s und 8s.
Gibts bei dem Laden der so heisst wie der Schauspieler :-))
Kannst aber auch mit Wemotec (Oliver) telefonieren.
Dann kriegst meines wissens da auch einen 80er.
Ich hab bewusst den heftigen genommen, "Nur mit voller Hose ist gut stinken"
Der 8s würde sicher auch reichen.
Kannst aber auch mal bei Hacker schauen was der 70er drückt, glaub da ist auch was für Dich dabei.
dann wäre die Gondel noch scaler

Hab schnell nachgeschaut.

Der 70er von Hacker geht für Dich auch.

2900er mit 6s 2,8kg
Der 2700er mit 6s 2,4kg
und der 2400er mit 5s 2,4 kg

Müsste also auch reichen.


Ausser Du wilist auch volle Hose, dann schon den 80er jetfan mit 6s

Gruss Franz

Piperfreund
13.04.2019, 19:56
Hallo Franz,

danke für Deine Tipps.

Nee, dicke Hose ist für meine Fouga nix. Das Original war auch nicht der allerbeste Klettermaxe, da muss meine nicht senkrecht gehen. Du hast Recht, der 70er Hacker wäre gar nicht so schlecht geeignet. Aber ich bin momentan noch mit Wemotec am Optimieren. So wie ich das sehe, sind das ohnehin die gleichen Impeller, nur, dass der Hacker eben seine eigenen Motoren einbaut. Ich berichte, sobald ich meine ersten Meßwerte habe.

Schöne Grüße

Klaus

WeMoTec
14.04.2019, 22:28
Nur mal ein paar Infos vorab:

Die FMS Impeller sind nicht schlecht, deshalb muß bei einer derartigen Abweichung irgendwas im Argen liegen. Normal passen die Werte bei FMS recht gut.
Mal abgesehen davon wären knapp 10 N aber zu schwach für lustvolles fliegen.

Ein Schub-/Gewichtsverhltnis von 0,6:1 darf es schon sein, auch wenn das Original weniger hatte. Drosseln kann man ja immer noch.

90er Impeller würde ich hier schon alleine wegen der Optik nicht nehmen, eher 70er oder 80er. Das kläre ich gerade mit Piperfreund.

80er haben wir nicht im Shop, weil die momentan noch Handarbeit sind, und wir schon seit Monaten am Limit arbeiten. :D
Kann aber sein, daß die in absehbarer Zeit auch als Serienprodukt verfügbar sind, dann kommen sie natürlich auch in den Shop.
Auf Nachfrage sind sie aber verfügbar.

Bei den Messwerten zu den 70er Hackern (und nur bei denen) wäre ich sehr vorsichtig in Bezug auf Strom und Schub.
Es ist übrigens ein offenes Geheimnis (wenn es denn überhaupt eines ist), daß diese Antriebe von uns für Hacker gefertigt werden.

Das nur vorab.

Spannendes Projekt übrigens. :-)

Oliver

Piperfreund
16.04.2019, 19:29
Hallo Oliver,

danke für das Gespräch heute und die tolle und umfassende Beratung. Dass mich jemand so kompetent und selbstlos beraten hat, ist mir in meiner 40-jährigen Modellbaukarriere noch nicht passiert. Großes Lob an WeMoTec!!!

Schöne Grüße

Klaus

Piperfreund
16.04.2019, 19:41
Nun, herausgekommen ist ein Mini Fan Evo, also ein 69mm Impeller. Damit kann ich zwar meine (bereits fertige) Gondel nicht verwenden, aber die Optik wird nicht so stark leiden, wie bei einem 89er Impeller, den ich mir ausgesucht hatte und ich bekomme trotzdem 24N Schub, was ein Schub/Gewichtsverhältnis von etwas über 0,6 ergibt.

Ich habe nun auch erfahren, dass der Regler bei einem Impeller eine wichtige Rolle spielt. Das mag auch der Grund für den wesentlichen Schubverlust meines GWS-Impellers sein. Den hatte ich mit einem 65A-Regler von E-flite (war noch in der Bastelkiste) getestet. Für den Mini Fan Evo habe ich einen Multiplex ROXXY Smart Control 100 MSB geordert. Mit dem mache ich nochmal eine Schubmessung. Mal sehen, ob dann bessere Werte rauskommen. Aber wie Oliver schon schreibt, der GWS ist eh zu klein. Das ist mein Fehler und nicht der von Pichler...

Neben dem Mini Fan bekomme ich auch eine Schubdüse von WeMoTec geliefert, das kompensiert etwas die verlorene Zeit, die für mich bis zum Wettbewerb schon etwas knapp geworden ist, denn ich möchte mein Modell schon vorher eingeflogen haben und dazu muss es mehr oder weniger in der nächsten Woche fertig werden. Der Showdown naht also!

Piperfreund
18.04.2019, 19:58
Da ist es, mein neues Dreamteam:
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Von Oliver Wennmacher (WeMoTec) habe ich eine super Beratung bekommen. Dienstag haben wir uns auf das finale Setup geeinigt und heute (Donnerstag) ist schon alles da. Den Regler hat er mir empfohlen, aber bekommen habe ich ihn von meinem lokalen Händler. Dienstag bestellt, heute da und ne Tasse Kaffe gab es obendrein. Ich habe hier ein Stück Kundenorientiertheit erlebt in der Servicewüste Deutschland wie noch selten. Absolute Spitze!!:):):)

Das ist natürlich jetzt ein ordentlicher Motivationsschub für die neue Triebwerksgondel.

Piperfreund
21.04.2019, 12:36
Privat war es ein wenig turbulent die letzten Tage. Deshalb konnte ich den Zeitvorsprung durch die frühe Lieferung von WeMoTec leider nicht nutzen. Aber jetzt habe ich mal einen Plan der neuen Triebwerksgondel gemacht:
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Die alte Gondel war schon nicht schlecht in ihrem Aufbau, aber man kann Gutes ja immer verbessern und so wird die neue noch besser und vor allem auch stabiler, damit sie die 24N Schub aushält.

Sorry, dass ich Euch nicht mit schicken 3D-CAD-Bildern beeindrucken kann. Ich habe halt noch manuell zeichnen gelernt und liebe es auch. Für die Konstruktion habe ich etwa eine Stunde gebraucht. In der Zeit wäre ich mit CAD nicht fertig geworden. Und da ich auch noch gerne manuell säge, in diesem Fall mit meiner 40 Jahre alten Böhler Stichsäge, lohnt sich das CAD auch nicht.

Piperfreund
22.04.2019, 08:40
Das Gerippe der Triebwerksgondel ist fertig:
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Das ging recht flott und nachdem es über Naccht getrocknet ist, kann ich heute mit dder Beplankung beginnen.

Piperfreund
23.04.2019, 17:02
So, nun haben wir die Gondel fertig beplankt und gehobelt:
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Diesmal baue ich die Gondel außen fertig, bevor ich mit dem Innenausbau beginne. Letztes Mal habe ich es andersrum gemacht, was zu deutlich Mehrarbeit geführt hat. Die Gondel ist jetzt auch schon geschliffen und mit 40 g Gewebe beschichtet. Morgen geht es dann weiter mit Fillern und schleifen.

Piperfreund
23.04.2019, 17:15
Heute habe ich was über Drehzahlsteller gelernt.

Ich habe meinen schönen roxxy Drehzahlsteller mit dem Launcher programmiert und die notwendigen Stecker und Kabel an Drehzahlsteller und Impeller gelötet. Dann ausprobiert und nix geht. Folgender Befund:
- BEC-Spannung ist da
- aber der Motor piepst nicht und bewegt sich auch nicht, wenn man den Servotester aufdreht.
- Mit einem anderen Drehzahlsteller läuft der Impeller, der ist es also nicht.
- Mit einem anderen Motor, von dem ich weiß, dass er geht, läuft der Drehzahlsteller ebenfalls nicht.

Also habe ich mein gutes Stück wieder eingepackt und bin zu meinem Händler gefahren. Der hat mir erklärt, dass manche Drehzahlsteller nicht funktionieren, wenn man sie am Servotester betreibt und nicht an einem Empfänger. Flugs ausprobiert und mein Drehzahlsteller funktionierte, Schnellreparatur!!! Also habe ich gelernt, dass mein roxxy Smart Control 100 MSB nur an einem Empfänger funktioniert, aber nicht mit einem Servotester. Alle meine anderen Drehzahlsteller funktionieren aber mit dem Servotester. Mein Händler wusste nicht warum das so ist. Die anderen Kunden auch nicht und ich bin elektrotechnisch nicht so bewandert. Kann mir einer erklären warum das so ist?

Warum funktioniert der roxxy smart control 100 MSB Drehzahlsteller am Empfänger, nicht aber am Servotester, liegt das vielleicht am Anlaufschutz?

WeMoTec
23.04.2019, 17:30
Ich hatte mal einen ähnlichen Fall mit einem Regler aus der Serie (allerdings noch zu Robbe/Futaba Zeiten), am Jeti Empfänger.

Liegt m.E. an der voreingestellten Gaskurve.
D.h. der Regler denkt beim Servorester es liegt Vollgas an und tut deshalb nix.
Vielleicht zur Verifizierung den Servorester mal auf Vollgas drehen und dann den Regler anstecken?

Oliver

Piperfreund
24.04.2019, 17:02
Danke Oliver,

ich habe es probiert den Servotester auf Vollgas zu stellen und dann anzustecken. Geht auch nicht. Das war es also nicht. Irgendwie muss die Kommunikation zwischen Drehzahlsteller und Empfänger anders sein, als zwischen Drehzahlsteller und Servotester. Aber warum das so ist verstehe ich nicht, denn letztendlich ist es doch nur einImpuls, den der Drehzahlsteller übe die gelbe Leitung bekommt. Eigentlich sollte ihm doch egal sein wie der Impuls erzeugt wurde. Aber vielleicht sind Drehzahlstellerauch nur Menschen...

Schöne Grüße Klaus

Piperfreund
24.04.2019, 18:34
Mit der ersten Schicht Filler sieht meine Triebwerksgondel schon nach etwas aus. Das Bild zeigt den Vergleich zwischen alt und neu:
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Die linke Gondel ist die neue für den 69 mm Mini Fan evo und die rechte für den FMS 64 mm Impeller. Man glaubt es kaum, aber 5 mm Durchmesser des Impellers machen doch einen enormen Unterschied in der Optik aus. Nachdem schon die rechte Gondel maßstäblich zu groß ist, bin ich nun umso mehr froh, dass mich Oliver Wennmacher von WeMoTec überzeugt hat, dass der kleine Mini Fan evo für mein Modell genügt.

Piperfreund
25.04.2019, 18:15
LICHTBLIIIIICK!!!

Heute habe ich, der Impeller-Neuling, wieder ein paar Erkenntnisse gewonnen.

1. Ein Impeller taugt nix ohne Einlauflippe.
2. Noch viel weniger taugt er, wenn der Akku den Strom nicht hergibt.

Beides sind die Gründe dafür, dass der FMS-Impeller nicht den Schub gebracht hat, der erste noch mehr als der zweite. Warum habe ich das gelernt? Na heute beim Testes des WeMoTec Mini Fan evo ist mir die Lippe mehrfach runtergesprungen weil sie noch nicht festgeklebt war. Ruckzuck ist der Schub drastisch zusammengebrochen. Eigentlich klar, denn ohne anständige Anströmung bringt der beste Verdichter nix, als Turbomaschinenmann weiß man das, hätte ich auch früher draufkommen können...

Aber nix für ungut, der WeMoTec bringt was er soll und das ist der echte Lichtblick für heute! Bei guten 20N Schub genehmigt er sich 1730W Eingangsleistung, also 80A an 6S. Das ist gerade mal etwa 10% unter den Angaben von WeMoTec, was daran liegt, dass mein Prüfstand nicht optimal für Impeller geeignet ist, denn die Luft kann nicht rundrum gleichmäßig einströmen. Mit den 6S4000ern werde ich auf 3,6 kg Abfluggewicht kommen. Das macht ein Schub/Gewichtsverhältnis von 0,55, genug zum zügigen Fliegen und für den Bodenstart von der Alphaltbahn. Mein Modellbauhändler fliegt mit einem etwas größeren Modell mit Gasturbine mit dem gleichen Schub, aber dem doppelten Abfluggewicht, ebenfalls mit Bodenstart. Also bin ich nun gut dabei und freue mich auf den Erstflug.:):):)