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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Kranich- Wölbklappen oder Störklappen?



Airfisch
15.12.2004, 20:10
Hallo,

...habe mir nach längerer Abstinenz einen Kranich von MPX zugelegt (es gibt doch kein Leben ohne Segelfliegen!!!)
Motorisiert wird er mit einem Axi von Hepf + Lipos.
Meine Frage:

1. Reichen die QR als Landehilfe ?
2. Hat jemand Erfahrungen mit Kranich + WK/SK ?

Grüße aus den Bergen Tirols, wo `s auch im Winter saumäßig trägt!!!

Walter

gerrit
15.12.2004, 22:09
Hallo Airfisch,
Querruder hoch reicht bei meinem Flamingo voll und ganz, ok, dein Kranich ist elektrisch und hat daher ein höheres Grundgewicht. Beim Querruder hochstellen solltest Du darauf achten, daß du den Querruderweg bereits mechanisch differenzierst. Das heißt Querruder im Strak - Servohebel etwa 20° nach vorn ( in Flugrichtung) damit gewinnst Du den erforderlichen Weg, um das Querruder richtig hoch zu stellen ohne den Servoweg elektronisch zu kastrieren und die Differenz mit einer empfindlichen Anlenkung, die nur die Servokraft überfordert hinzubiegen.
Gruß Gerrit

Hans N
15.12.2004, 22:53
@Gerrit, in die Bergen wird doch ganz schon schneller geflogen. Vielleicht radsam um Störklappen ein zu bauen.
Als richtige Flachlander (Holland) habe ich in july in Fiss (2500meter) beobachtet dass nur Fahrt abbauen mit QR nicht ganz zu gut funktioniert als met Störklappen.

Also, vielleicht kommt da noch ein "Profi" vorbei mit Rat.

Grussen aus Holland,

Hans

gerrit
15.12.2004, 23:34
Hallo Hans,
schön, daß sich mal einer meldet, der aus Holland kommt, find ich gut.
aber das in den Bergen schneller geflogen wird als bei uns, oder bei Dir Hans, ist logisch, aber sowohl auf der Seiseralm als auch auf unserem Vereins-Zeitflug-Landewettbewerb, wo ich mit dem Flamingo den Pokal gewonnen habe stellt sich heraus daß Querruder hochstellen eine günstige Möglichkeit ist, wirksam isse allemal, vorausgesetzt man macht es richtig, aber dazu hab ich in meinem letzten Posting genug gesagt.
Wichtig ist nach wie vor, daß die Ruder einen ordentlichen Weg haben, schätzungsweise 45-60°, dann haut das hin.
Gruß Gerrit

[ 15. Dezember 2004, 23:43: Beitrag editiert von: gerrit ]

W Herzog
15.12.2004, 23:55
Also wenn man auf den Schönjöchel in Fiss einen Flieger mit hochgestellten Querudern landet und dann einen mit "richtigen" Landeklappen merkt man den Unterschied: Landeklappen sind da ERHEBLICH wirksamer (meine Erfahrung)

Also wenn irgend möglich, unbedingt Landeklappen rein. Die Dinger gibt es nicht umsonst...
Querruder hoch ist immer nur eine 2.Wahl Lösung

Airfisch
16.12.2004, 19:08
Hallo Leute,

...danke für eure Hinweise !

Gerrit: man lernt nie aus! Dein Anlenkungstip wird dankbar umgesetzt (habe nie daran gedacht - macht eh alles die Elektronik).

Das höhere Gewicht macht mir keine Sorgen, weil der Antrieb sehr leicht wird (neue Lipolys!).

Aber: am Berg vermisse ich Landeklappen am Wenigsten!
Natürlich wird in großer Höhe schneller geflogen (großflächige, starke Thermik, Luftdichte), beim Landen habe ich aber die Erfahrung gemacht, daß man aufgrund der höheren Geschwindigkeit meistens viel zu tief anfliegt und und doch weiter unten "verhungert".

V. a. auf Schipisten, wo man auf sich zu und meistens mit Rückenwind landet gibt es für mich nur eine Devise: volle Tube - hoch anfliegen, dann brauch ich den Flieger nur aufzuheben.

Geschwindigkeit wird im hochalpinen Gelände nicht nur schnell aufgebaut, wenn es nicht mehr trägt geht es auch entsprechend hurtig abwärts mit dem berühmten Elefanten am Leitwerk.

Im Endanflug gibt es in großer Höhe keinen Bodeneffekt mehr - die Fahrt ist schnell draußen (wer da zu früh zieht knallt unsanft auf die Piste!). Also - keine Sorge wegen der hohen Geschwindigkeit - einen Meter über dem Boden ist schnell der Dampf raus.

LG
Walter