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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Brushlessmotoren sind empfindlicher ....



Uwe Gartmann
29.08.2007, 01:10
Hallo zusammen

Ich hatte mein E-Taxi mit einem Hyperion-Brushless ausgestattet. Ein toller Motor mit tollen Durchzug. Also ideal für eine Schülermaschine. Vor ein paar Tagen ist mir aufgefallen, dass der Motor bei Vollgas unbekannte Geräusche von sich gibt. Ein Test am Boden, bei Zug am Probeller ergab beim Drehen des Propellers von Hand ein kratzendes Geräusch :confused:

Also das ganze wieder ins Auto verstaut und zuhause auf den Seziertisch gelegt. Von Aussen war erst nichts zu sehen, aber nach Entfernen der Motorhaube war da echt was nicht in Ordnung. Der Wellensicherungsring war 5mm nach vorne aus seiner Rille verschoben. Die Welle konnte dadurch, wie bereits auf dem Platz bemerkt, etliche Millimeter mehr nach hinten gedrückt werden.

Ok, eigentlich kein Problem, Sicherung wieder in der Nut platzieren und fertig.
Leider reichte das nicht aus. Beim nach hinten Drücken ist der Stator mit gerutscht :confused:

Also Motor ausgebaut und angeschaut. Ergebnis; Der Stator hat sich aus seiner Verklebung gelöst und ist auf seiner Achse nach hinten gewandert. Der Rotor hat darum die Wicklung beim Laufen beschädigen können.

Als Grund nehme ich an, dass die eine (einzige) harte Landung den Sicherungsring verschoben hatte und dadurch auch die Klebestelle des Stators aufgebrochen wurde. Wenn der Motor auf Vollgas ging, folgte der Stator nicht mehr mit zurück an seine originale Position und wurde dadurch vom Rotor beschädigt.

Tja, Pech gehabt. Darum immer nach einem Frontalaufprall den Motor überprüfen.


Edit: Drei Drähte sind komplett durchgescheuert (0:35 Uhr). Die Rille für den Sicherungsring ist interessanterweise nicht rechteckig sondern U-förmig ausgestochen. Die Welle hat darum gehalten, aber der Rest nicht ;)

Edit:2 Soll ich den vielleicht neu wickeln?

Gruss
Uwe

Gerd Giese
29.08.2007, 06:53
Hallo Gromit,

für mich ist das eher ein Fertigungsmangel da die hintere Platte nicht genügend Abstand hatte. Es hätte vermutlich schon eine 0,2mm Scheibe geholfen.
... aber:
Zum Schleifen müsstest Du z.B.: das hintere Lager eingedrückt haben und das ginge nur bei einer Heckmontage - hattest Du den "so" verwendet?
Dann ist deine Vermutung richtig!

Gast_2783
29.08.2007, 07:09
Servus Uwe,

klar neu wickeln, der Füllgrad ist eh nich gerade als Optimal zu bezeichnen.
Kannst Dich ja hier: http://www.powercroco.de/ mal umschauen.



MfG Niels

Uwe Gartmann
29.08.2007, 09:37
Hallo zusammen

@Gerd
Der Stator sitzt auf einem Alurohr das hinten mit einem Lager bestückt ist. Im Rotor ist da ein Bund, der sich auf diesem Lager abstützt. Der Stator ist nur auf das Alurohr aufgeschoben und hinten mit etwas Epoxy fixiert worden. Als durch den Aufprall der Stator etwas nach vorne gerissen wurde, ist die Klebestelle abgerissen. Beim Fliegen im Leerlauf rutschte der Rotor mit dem verschobenen Wellenring durch den Propellerdruck nach hinten und zog den Stator gleich mit. Bei Vollgas hat der Rotor erst an der Wicklung gescheuert, bis der Stator ebenfalls wieder nach vorn gezogen wurde.

Aber Du hast schon recht, ist wirklich billig verarbeitet. Die hätten den Stator vollflächig verkleben sollen. Aber ich wollte ja sowieso mal einen Brushless wickeln. :D

Gruss
Uwe

Andreas Maier
29.08.2007, 13:45
nach dem wickeln und " TEST " das aluröhrchen mit loctide 648/649 in den
stator einkleben und es hält bombensicher !

gruß Andreas

Uwe Gartmann
29.08.2007, 16:24
Ja, mach ich :)