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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Pufferakuu bei Kontronik Jazz 80-6-18??



philipp.spring
30.08.2007, 00:05
Habe für meinen Flamingo 06 ein Kontronik Drive Set 601 zugelegt. Dieses entält einen Jazz 80-6-18. Verwende 5 analoge Servos (Hitec 81MG) und einen digitalen Servo für das Höhenruder (Robbe 550MG/BB).

Habe im Forum bereits die Beiträge zu Empfängerakkus gelsen und bin mir nun nicht sicher, ob ich einen Pufferakku verwenden soll oder nicht und wenn ja welchen. Es gibt ja die unterschiedlichsten Meinungen dazu. Die meisten schlagen einen Pufferakku mit 4 Zellen vor, aber was für eine Kapazität soll er haben? Andere wieder meinen ein zusätzlicher Pufferakku bringe überhaupt nix!?

Wäre für Eure Tipps dankbar.

Weitere Frage hab ich noch: Wenn ich einen Pufferakku verwende, brauche ich dann einen Ein/Ausschalter im Modell, oder kann ich den Akku einfach an einen freien PLatz am Empfänger hängen? BIs jetzt bin ich lediglich Flieger mit 4 Servos geflogen und habe deshalb nie einen Empfängerakku bzw einen Schalter verwendet. Bitte auch diesbezüglich um Hilfe.

Philipp

Maistaucher
30.08.2007, 09:11
Hallo Phillip,
selbstverständlich benötigst du dazu einen Schalter.
Ansonsten wäre der Empfänger im Dauerbetrieb mit all seinen Konsequenzen.

Ob Pufferakku oder nicht, wie du selber sagst, gibt es bereits viele Meinungen.
Sie hier zu wiederholen wäre unsinnig.
Ich selber bin der Kontronik-Empfehlung gefolgt und habe einen verbaut.
Siehe auch meinen BE-Magazin-Bericht (http://www.rc-network.de/magazin/artikel_07/art_07-062/art_062-02.html).

Gruß,
Maistaucher

Jürgen N.
30.08.2007, 10:09
Philipp,
das "Problem" der Jazz 80-6-18 ist die etwas geringe BEC Spannung von nur 4.8 - 4.9V.
Dadurch wird unweigerlich zuerst ein NiCad "Stützakku" leergesaugt bevor das BEC belastet wird.
Ich habe dieses Jahr bei einem auf "Enelloop" Zellen als Stütze umgestellt. Diese haben eine merklich höhere Spannungslage. Dadurch wird sehr lange zuerst das BEC herangezogen. Und später wahrscheinlich der Stützakku weniger belastet. Dies kann schön mit der Spannungsansage des Picolarios verfolgt werden.
Bei 2 anderen fliege ich nur mit "Gottvertrauen" als "Stützakku"...
Gruss Jürgen

Thommy
30.08.2007, 10:30
Hallo,
also ich kann Jürgens Aussage nicht nachvollzeihen, aus meiner Sicht wird eher anders herum ein Schuh daraus.
Der Empfänger nimmt solange den Strom aus dem Stützakku, bis der das gleiche Spannungsniveau wie das BEC hat.

Ein Akku mit hohem Spannungsniveau ist also auf dem BEC-Niveau relativ leerer. Ein NC-Akku hat bei 4,9V noch knapp die Hälfte an Kapazität, und da er nur die Spitzen ausgleichen muß, hält das normalerweise noch sehr lang.
Gruß
Thommy

Jürgen N.
30.08.2007, 10:45
Ich machte einfach diese Erfahrung:
nach etwa 3 Flugtagen am Gaugen war der 4 Zellen AA NiMh Stützakku regelmässig leer. Also war das BEC eher "inaktiv".
Die Eneloop dieses Jahr hatten immer noch gut 4.9V. Wurden also kaum gebraucht. Und es konnte auch kaum etwas nachgeladen werden. Ob sie mit 1,2V "leerer" sind als gewöhnliche NiMhs weiss ich nicht. Spielt hier auch keine Rolle.
Was ich sagen möchte: wenn schon Stützakku, dann nur "Eneloop". Aber nie gewöhnliche AA NiMhs.
Gruss Jürgen

Tobi Schwf
30.08.2007, 11:06
Da wurde hier doch schon jede Menge diskutiert; einfach mal die Suche benutzen.

So lange der Stützakku über den 4,8V des BEC liegt, kommt der Strom von diesem, erst danach vom BEC.

D.h. wenn das BEc mal wirklich Hilfe braucht, dann ist der Stützakku schon ziemlich leer (zum Stützen reichts ja aber meistens noch).

Gruß von einem der alle Jazz 80 nur mit BEC fliegt, also ohne Stützakku !!
Egal ob Heli, F3B Modell oder Schleppmodell...

Und ich hatte (auf Holz klopf) noch NIE irgendwelche Probleme (was sich dank Unilog auch leicht überprüfen lässt (Spannungsniveau des BEC)) :)

Gerd Giese
30.08.2007, 11:29
Gruß von einem der alle Jazz 80 nur mit BEC fliegt, also ohne Stützakku !!
Egal ob Heli, F3B Modell oder Schleppmodell...
Und ich hatte (auf Holz klopf) noch NIE irgendwelche Probleme (was sich dank Unilog auch leicht überprüfen lässt (Spannungsniveau des BEC)) :)

... kann ich nur Bestätigen und Ergänzen:
UniLog kann zusätzlich einen Empfängerkanal "nach Störungen" aufzeichnen - auch hier kein Unterschied zum normalen BEC zu erkennen!;)

philipp.spring
30.08.2007, 13:20
Vielen Dank für die zahlreichen Antworten. Man sieht, die Lager sind gespalten. Um jedenfalls auf der safe-side zu liegen, werde ich mir einen eneloop-Pufferakku zulegen. Reichen dann die 800mAh aus oder soll ich besser die 2000 nehmen? Als Pufferakku glaube ich, dass 800mAh ausreichen müssten.

Philipp

Jürgen N.
30.08.2007, 15:29
ES geht nicht um die Kapazität. Es geht um die Belastbarkeit. Was nützt es, wenn unter Last die Spannung zusammenbricht?
Wenn schon, denn schon...
Gruss Jürgen

Elektroralf
30.08.2007, 19:16
Miss mal den Strom deiner 5 blockierten HS81.
Du wirst stauen, besser sind hier die HS85
Ich hab schon 2A an einem blockierten HS81 gemessen.
Also bei 5 HS81 kann das BEC überfordert sein.

Steve Egger
31.08.2007, 11:48
Hi Leute

Bei den Eneloop muß was dran sein - tausche meine 2 Jahre alten HR3U gegen Eneloop aus.

Mein Pufferakku (Sanyo HR3U Würfel) welcher eine Ladeschlussspannung von ca. 5,89V hat ist nach einem ca. 1,5h dauernden Einsatz erstaunlicherweise ziemlich leer d.h. die Spannung nach dem fliegen ist so bei 5,0V

Ich kann mir nicht erklären warum nach so "kurzer" Zeit die Spannung so zusammensackt? In dem selben Modell welches ich auch noch mit einem Seglerrumpf betreibe und den selben Akku einsetze (D.H Anzahl und Type der Servos sind die selben) hab ich nach 1,5h Segeln noch eine Spannung von 5,38V

Gruß
Steve

Gerd Giese
31.08.2007, 13:23
Miss mal den Strom deiner 5 blockierten HS81.
Du wirst stauen, besser sind hier die HS85
Ich hab schon 2A an einem blockierten HS81 gemessen.
Also bei 5 HS81 kann das BEC überfordert sein.
... alle auf einmal, ist dann überhaupt die BEC noch entscheidend? :D
Äh - ich hoffe Du empfiehst in Zukunft nicht nach dieser Methode den passenden Controller
bezogen auf den (blockierten) Antriebsmotor ...;)

Uwe Gartmann
31.08.2007, 14:31
Hallo

Ich habe im EM auch einen Kontronikregler mit BEC und Pufferakku im Einsatz (4xGP2000).

Es ist schon richtig, dass zuerst der Pufferakku gebraucht wird. Und zwar solange bis sich die Spannungen angeglichen haben. Aber! Das BEC kann den Akku NICHT genügend aufladen, wenn überhaupt. Jede zusätzliche Belastung, die unter die vom BEC erzeugten ~4.9V geht, wird durch den Akku wirkungsvoll gepuffert. Wenn sich die Spannung wieder erholt hat, bleibt der Akku auf seinem (tieferen) Ladungsniveau stehen.

Pufferakku ist sowieso der falsche Ausdruck, weil gepuffert wird mit Regler-BEC eigentlich gar nichts. Die Hersteller der Regler müssten eine Spannung von ~5.4V anpeilen um der Sache wieder gerecht zu werden. Am besten man kauft sich einen qualitativ guten Spannungsregler mit einstellbarer Ausgangsspannung und lässt das BEC im Regler sein.

Gruss
Uwe

Jürgen Heilig
01.09.2007, 09:50
Das Thema BEC und Pufferakku wurde schon vor Jahren ausgiebigst diskutiert. Die Suchfunktion (zur Not auch im Nachbaruniversum ;)) hilft weiter:

http://www.rclineforum.de/forum/thread.php?threadid=7853

:) Jürgen

Snoopy
01.09.2007, 11:39
Aus meiner Sicht würde es reichen die Bedienungsanleitung zu lesen und den Herstellervorgaben zu folgen. Dann erübrigt sich jeglich Diskussion :D

Knut
01.09.2007, 13:48
Hallo Phillip,

der Ratschlag von Snoppy wird Dir wahrscheinlich auch nicht weiter helfen. Gehst Du nach deren Empfehlungen sollst Du einen "Pufferakku" einsetzen. Wie hier und auch schon in anderen Beiträgen bemerkt, wird der aber vorrangig bis zur Spannung des BEC benutzt und dann sicher noch ein Weilchen hin und her, bis endgültig das BEC übernimmt. Die verbleibende Restkapazität des Akkus puffert jetzt eventuelle Spitzen weg. Hast Du nun eine zu geringe Kapazität für den Akku gewählt, wird der Akku recht schnell leer sein. Je nach BEC. Sollte das BEC total ausfallen nützt der kleine Akku auch nichts mehr, zumindest nicht lange.
Also sich lieber gleich mehr Kapazität können und eben auf Akku fliegen. Das BEC ist dann der Notnagel, wobei Du dann mit den 3 A getakteten BEC auf der sicheren Seite bist. Kurzzeitig kann es auch noch mehr ab.
Ich an deiner Stelle würde allerdings bei dem Regler/BEC auf den "Stützakku" verzichten. Die 5 Standartservos verkraftet der spielend.
Wenn's bei dem Segler allerdings auf Platz und Gewicht nicht ankommt, nimm die Lösung mit dem ausreichend dimensionierten Flugakku.
Ideal ist natürlich eine Spannungsansage über ein Vario. Damit bist Du immer im Bilde. Damit läßt sich dann auch mit kleinen "Pufferakku" noch rechtzeitig einlenken.

Tschüß
Knut

philipp.spring
01.09.2007, 14:02
Nochmals vielen Dank für die vielen Beiträge! Ich hab mich wie schon gesagt für eine Pufferakku entschieden, da ich sowieso etwas Gewicht brauche um beim Lamingo 06 den Schwerpunkt hinzubekommen. Der Vogel ist nämlich ziemlich hecklastig. Auch werden es die eneloops; bei der Kapzität bin ich mir noch nicht ganz sicher, ob 800 oder 2000. Da bin ich noch am überlegen.

Philipp

Uwe Gartmann
01.09.2007, 17:13
Hallo Philip

Nimm die 2000er. Ich nehme an die 800er sind die in AAA Grösse. Sind diese auch ausreichend belastbar?

Hangfritz
01.09.2007, 17:55
Hallo,als Neueinsteiger in diesen Thread bin ich jetzt etwas erstaunt.
Ich habe mich bei der letzten Messe in FN zu diesem Thema (Funktionsweise des BEC im Jazz 55-6-18 Regler) am Stand von Kontronik extra erkundigt, da ich gegenüber BEC immer schon sehr vorsichtig war.
Ich nehme an , für den Jazz 80-6-18 wird dasselbe gelten
Ich erhielt folgende Auskunft: Der Pufferakku wird nur dann herangezogen, wenn kurzfristig die Stromlast das BEC überfordert.( keine Rede davon , das zuerst solange der Pufferakku Strom liefert, bis Spannungsgleichheit herrscht)
Dadurch hätte man den Vorteil, den Akku, der ja nur als Pufferakku dient, eine Nummer kleiner wählen zu können, und man dadurch zusätzlich einen Gewichtsvorteil hätte.
Gruss
Fritz

Jürgen N.
01.09.2007, 18:20
Fritz,

keine Rede davon , das zuerst solange der Pufferakku Strom liefert, bis Spannungsgleichheit herrscht
Das braucht auch gar nicht extra erwähnt zu werden, das ist selbstverständlich.
Einfache Elektrotechnik. Die höhere Spannung "gewinnt", wird zuerst "verbraucht".
Dass der Akku vom BEC nicht geladen werden kann, liegt daran dass der Spannungsunterschied zu gering ist um eine Ladung zu bewirken, resp. einen nützlichen Strom fliessen zu lassen.
Gruss Jürgen

Uwe Gartmann
01.09.2007, 21:26
Der Pufferakku wird nur dann herangezogen, wenn kurzfristig die Stromlast das BEC überfordert

Das würde genau zutreffen, wenn das BEC eine Spannung lieferte, die >= ist, den ein voll geladener Akku hätte.

Hangfritz
01.09.2007, 21:41
Jürgen,
es sollte jedoch bei einem Beratungsgespräch "erwähnt" werden, den Pufferakku nicht "eine Nummer kleiner" zu nehmen, da ja seriöserweise kein Mensch weis, wie voll oder wie leer ein E-Akku mit 4,9V ist und ob man sich auf den Akku noch bei einem BEC-Ausfall verlassen kann.
Und wie verhält sich die "einfache Elektrotechnik" , wenn versehentlich ein entladener E-Akku verwendet wird, ausser dass theoretisch ein Kurzschlusstrom fliesst?

Jürgen N.
02.09.2007, 18:20
Habe ich.
Wer lesen kann ist klar im Vorteil... ;)

Es geht nicht um die Kapazität. Es geht um die Belastbarkeit. Was nützt es, wenn unter Last die Spannung zusammenbricht?
Wenn schon, denn schon...

wenn versehentlich ein entladener E-Akku verwendet wird
Gegen Dummheit und Missgeschicke kämpfen Götter selbst vergebens (Goethe?) :)
Gruss Jürgen