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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : fermacell



Peter Frische
03.09.2007, 17:43
N'Abend zusammen!

Gerade stelle ich fest, dass mein Epoxid-Harz/Härter (L285/286) nicht mehr ausreicht, um die zweite Seite meiner Salto-Flächen zu pressen. Na ja, kann man ja bestellen ...
In dieser existentiellen Notlage :cry: kam mir da die Frage, ob vielleicht jemand von Euch Erfahrung mit fermacell als Harzersatz beim Flächenpressen hat. Ich hab's noch nie versucht, obwohl ich mir das Zeug schon mal vor längerer Zeit angeschafft habe - es steht seitdem im Regal und wahrscheinlich ist das Haltbarkeitdatum schon abgelaufen ;) .
Wie sieht's aus? Kann man Styro, Glasmatten und Abachi mit fermacell verkleben? Holm und Kohlerovings sind schon mit Harz eingelassen (ich presse diesmal Ober- und Unterseite in zwei Arbeitsgängen, auch wenn der Endleistenbereich dabei nicht nass in nass zusammengeklebt wird).
Verbindlichsten Dank für Eure Infos - falls sie denn kommen ...

Gruß
Peter

Schreinermeister
03.09.2007, 18:52
geht....der ist auf einer Polyurethanen Basis und wirkt somit adhäsiv. Nachteil ist, das er nur physikalisch trocknet und Feuchtigkeit braucht. Ich weiß nicht wie sich das im Vakuum auswirkt.?

Peter Frische
03.09.2007, 19:06
... wäre kein Problem, weil ich zwischen Platten presse: Kein Vakuum vorhanden :) .

Gruß

Peter

Klaus Jakob
03.09.2007, 19:07
Hallo Peter,

das geht schon, allerdings werden Flächen mit dem Harz irgendwie härter. Harz dringt ins Holz ein und härtet es. PU ist nicht so hart "im" Holz.
Ich würde deshalb nicht den einen Flügel so und den anderen anders aufbauen.

Gutes Gelingen!
Klaus.

Peter Frische
03.09.2007, 20:11
Hallo Klaus,

danke für Deinen Beitrag! Natürlich würde ich nicht die eine Fläche mit Harz, die andere mit Fermacell kleben. Es ist so, dass ich die BEIDEN oberen Seiten gepresst habe...
Es geht mir mehr grundsätzlich um die Frage, ob Fermacell eine Alternative ist.

93897 93898

Gruß
Peter

AndreU
04.09.2007, 08:43
Hallo, Peter,
will hier wirklich nicht wie'n Klugscheißer wirken, aber aus eigener Erfahrung mache ich solche Experimente (und aus Deiner Sicht ist es ja ein Experiment, weil Du es so noch nie gemacht hast) erstmal an einem Stück Testfläche, wo noch kein Aufwand drinsteckt.
Bei all den Einbauten und der schon beplankten Oberseite hast Du ja schon ne Menge Arbeit in die Flächen investiert, wenn sich dann hinterher herausstellen sollte, daß die Fläche mit fermacell ganz wabbelig ist, dann beißt Du Dir in den H....
Gruss,
André

Peter Frische
04.09.2007, 09:01
Ich warte auf's Harz!!!
Das mit dem Teststück ist eigentlich eine gute Idee!

Gruß
Peter

Christian_S
04.09.2007, 09:06
Hallo Peter,
klares Nein, wenn du die Eigenschaften deines Gewebes auch nutzen willst.
Ich weiß, jetzt kommen wieder welche die super zufrieden sind mit ihren Flächen, die Gewebe unter der Beplankung haben und mit PU verpresst wurden. Aber die Eigenschaften von Laminierharzgetränktem Gewebe sind ganz sicher nicht die selben, wie die von PU-Leim. Das die Flächen halten liegt wahrscheinlich meistens daran, das eh oft zu stabil gebaut wird, somit fällt das nicht groß ins Gewicht. Klar, einen gewissen "Festigkeitsgewinn" hat man natürlich, aber in meinen Augen eine sinnlose Verschwendung von Gewebe!

Gruß,
Christian

modellbobby
04.09.2007, 09:16
Interessanter Thread,
vom Gefühl her würde ich auch sagen, dass es keine gute Idee ist, damit GFK Gewebe zu tränken...

Könnte vielleicht ein Harzexperte hier kurz die technisch chemischen Zusammenhänge erklären.. Stichwort harzmatrix/Finisch/Haftvermittler

opflettner
10.09.2007, 18:16
Hallo zusammen,
schon viele Jahre verwende ich den Fermacellkleber und kann ihn nur wirklich empfehlen zum Beplanken aller Art von Schaumkernen mit Holz oder anderen Materialien. Der Vorteil ist, dass der Kleber wirklich in die letzte Pore eindringt. Er härtet mit Feuchtigkeit aus. In der Regel reicht die im Holz vorhandene Feuchtigkeit aus. Es geht aber schneller, wenn man das Styro mit einem feuchten Tuch oder Schwamm leicht anfeuchtet. Dann kann man ohne Festigkeitsverlust die Aushärtezeit auf bis zu 3 Std runter bekommen, sonst 24 Std.

ABER:
Zum laminieren, also zum erstellen einer mit Fasern angereicherten Materialschicht denkbar ungeeignet.
1. weil der Fermacellkleber nicht so hart aushärtet wie Harz,
2. Weil durch das Aufschäumen (Blasenbildung) eine durchweg unregelmäßige
Materialdichte entsteht.
3. Die Faser (Glas oder Carbon) wird nur grob ummantelt, der Kleber härtet die Faser nicht.

Fazit:
Zum Beplanken von Flächen, bei denen nicht wirklich eine Glasfaserschicht benötigt wird immer erste Wahl.
Zum Beplanken mit unterlegtem Glasgewebe nicht geeignet.

PIK 20
15.09.2007, 12:01
Hallo,
seitdem ich eine Epoxi-Allergie habe und diese nicht loswerde, verwende ich nach einem Tip von "www. ig-nurfluegel.ch" für Beplankungen ausschließllich Fermacell. Ich beplanke Styropor/Roofmate mit Balsa/Abachi und alles hält perfekt. Anfangs habe ich natürlich einen Test unternommen. Der Verbund dieses PU-Klebers in jede Holzpore und die lückenlose Durchdringung von sogar zwei Gewebelagen ist sagenhaft. Die Vorgehensweise ist in obiger Hp sehr gut beschrieben, statt Fixotan ist nur Fermacell oder UHU-PU-Holzleim einzusetzen.
Bei jedem Flügel mit Querruder/Wölbklappen kann ich in den Servoöffnungen stets die Qualität der Verklebung und Durchdringung des Gewebes kontrollieren. Wichtig ist bei Gewebeeinlagen, bzw. Glasrovingbändern dass diese wirklich voll in einer maßkonstanten, dauerhaften Bettung liegen.
Alle Zweifler sollten einen Versuch starten und sich vom Ergebnis überzeugen lassen. Dies wünscht allen Heinz