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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Projekt: "Mia"



Martin Petrich
09.09.2007, 23:46
Einen schönen guten Abend allerseits! :)

Ich möchte in diesem Thread ein Gemeinschaftsprojekt vorstellen, bei dem wir von der Fräserei bis hin zum Formen- und Fliegerbau alles so gut wie möglich dokumentiert haben.

Wir, das sind Carsten (alias MrMue hier im Forum) und ich, haben uns zu Anfang Gedanken um den Bau von Urmodellen und Formen gemacht, wobei vorrangig die Art der Urmodellerstellung mittels Fräse (und Handarbeit) für ein späteres sowie größeres Projekt auszuprobieren.

Aber nun zu den eigentlichen Konstruktionsideen:
-kleiner, leichter Hangflieger (nen knapper Meter Spw.)
-hohe Flächentiefe für gute Flugeigenschaften bei wenig Aufwind
->entsprechendes Profil: AG04
-Kofferaumfreundlichkeit
-optional auch mit Motor zu befeuern
kurz gesagt: ein Flieger um Spass am Hang zu haben, der wendig ist und einfach unproblematische Flug- und Transporteigenschaften hat. Dazu passend wurde der Name "Mia" ausgewählt ;)

Und so entstanden dann erste Auslegungen der Auftriebsverteilung in Ranis:
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Dazu kam dann ein kreisrunder Rumpf (maximal 4cm Durchmesser), der eine Aufstecknase hat, unter der sich ein Anlagenschwert befindet. Als Leitwerk ist ein V vorgesehen, wobei wir hier vorerst auf das Hangtokoloschi-Leitwerk (http://www.speed-mania.de/hangloschi.html), was ich als Lernprojekt von Eike bekommen habe, zurückgreifen konnten. Für später ist dann ein steckbares Leitwerk geplant.
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Und noch ein Bild für die Optik mit Leitwerk

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Dann würden die Fräsdaten erstellt und Carstens Fräse konnte loslegen.

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Wir haben uns für MDF als Urmodellmaterial entschieden, da es günstig ist und man bei entsprechender Behandlung eine gute Oberfläche erzielen kann.
Inspiriert wurden wir hierbei von den ASW22 Urmodellen (http://www.jw-air.de/asw22.htm) und möchten uns an dieser Stelle bei der Hilfe zu Detailfragen bedanken ;)

Zuerst ging es an das Schruppen der MDF-Rohteile

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Anschließend erfolgt ein Auftrag von dünnflüssigem Harz, damit dies in die Poren eindringen kann und so die Oberfläche schön fest wird

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Um Handarbeit zu sparen wurde dies dann nochmal geschlichtet

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Die fertigen Frästeile sehen dann so aus:

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Wir haben uns dazu entschieden, eine umlaufende Rille (6mm Kugelfräser) einzufräsen, damit später beim Lackieren keine Runde Nasenleiste entsteht. Die Endleiste ist "offen", dort gibt es also keine Trennebene mehr.

Nach dem Fräsen begann dann mein Part... und den dokumentiere ich der Übersichtlichkeit wegen im nächsten Post!

Martin Petrich
10.09.2007, 00:16
So sahen die gefrästen, aber unbearbeiteten Urmodelle aus, als sie bei mir ankamen

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Wir haben uns für eine horizontale Teilung des Rumpfes entschieden, da wir so den Bereich der Flächenauflage nicht durch die Naht schwächen.

Da die beim Fräsen entstandenen Rillen nicht nur optischer Natur waren, habe ich alles erstmal grob mit 220er Schleifpapier überschliffen.

Nun ging es an die Herstellung von passabelen Oberflächen, d.h. Lackieren (2K Autolack) und viel Schleifen.
Zuerst kam weißer Lack, dann blau (um einen Schleifkontrast zu ermöglichen)
(die Bilder sind leider nur mit Handycam gemacht, war wohl der Foto-Akku alle ;) )
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(das Leitwerk auf dem nächsten Bild gehört nicht zu dem Flieger!)
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Jetzt gings an das elende Schleifen... echte Frohnarbeit ;)

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Nach und nach entstehen spiegelnde Oberflächen. Geschliffen wurde abgestuft auf Korn 2000 und anschließend aufpoliert mit RotWeiss Polierpaste.

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Die Urmodelle wurden dann mit Larit W70 eingetrennt und abgeformt.

Martin Petrich
10.09.2007, 00:30
Die Formen entstehen

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Da die umlaufenden Rillen der Urmodelle mit abgeformt wurden (bei den Rümpfen teilweise mit Plastilin verfüllt), mussten die Überstände mühsam herunter geschliffen werden. Lerneffekt: beim nächsten mal einen kleineren Rillendurchmesser wählen, das reicht und spart Arbeit (2mm z.B.).
Das Leitwerk wurde in diesem Zug gleich mit abgeformt.

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Martin Petrich
10.09.2007, 00:42
Die Formen sind also fertig und mit Trennwachs eingetrennt, Zeit zum Lackieren des ersten Modells

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Und dann ist die Form auch schon wieder zu ;)

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Leitwerk wird in Hartschale gleich mitgebaut (demnächst aber mit Stützstoff, dieses ist viel zu schwer und stabil geworden, aber dazu später mehr)

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Der erste entforme Rumpf

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probehalber mit Schwert aus 3mm Pappelsperrholz, passt

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Das erste Leitwerk

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Martin Petrich
10.09.2007, 01:04
Der erste Flügel entsteht. Aufgebaut in Glas 49 / 163 / Balsa / 49 was sich aber als deutlich zu schwer und stabil herausgestellt hat ;)

Stützstoff wird vorher zurecht geschnitten/geschliffen

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Bei der Nasenleiste liegt ein Kohleroving zur Verstärkung

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In die Unterseite kommt ein Streifen Abreissgewebe für das Elastic Flap (man sieht den roten Kennfaden)

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Danach werden Holmgurte und Glasinnenlage laminiert

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Abreißgewebe und Küchenrolle für das Vakuum

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Nach der Trocknung wird das Abreißgewebe abgerissen

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Die Nasenleiste wird abgestochen und die Endleiste bündig abgeschnitten

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Die Stege aus 2,5mm Depron sind mit Glasflechtschlauch laminiert und liegen zur Verklebung bereit (in der Mitte sind 2 Streifen nebeneinander)

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Rundherum wird alles mit Mumpenraupen belegt

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Da lässt sich noch was einsparen ;)

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Und was dann aus diesen geschlossenen Förmchen purzelt zeige ich morgen, denn jetzt ists schon dunkel draußen ;)

Ich hoffe das ist soweit ganz interessant, wenn Fragen auftauchen werde ich die so gut es geht beantworten...!

Gute Nacht,
Martin

teckflieger
10.09.2007, 08:55
Morgen Martin,

Sauber! Bitte weiter berichten. Sieht gut aus.

Wo habt ihr die Urmodelle Fräsen lassen?

Gruss Daniel

AndreU
10.09.2007, 09:22
Hallo,
Super Sache... bitte auf jeden Fall weiter berichten. Genau solche Berichte sind die spannenden...

@Daniel: Na, wenn man Martin glauben darf (und warum sollte man nicht ;-)), dann hat Carsten auf seiner eigenen Fräse selbst gefräst...

Gruss,
André

dkeil
10.09.2007, 12:18
Hi Martin,

super Bericht, weiter so!!!! Bin schon gespannt was da aus der Form kommt...


Kurze Frage: Wie "stichst" Du die Nasenleiste ab? Ich hätte dabei Angst, daß die Trennschicht beschädigt wird und am Ende die Form nicht mehr geöffnet werden kann.

Viele Grüße aus der Rhön

Detlef

Martin Petrich
10.09.2007, 12:30
Guten Morgen ;)

Richtig, Carsten hat die Fräse privat gebaut!

@Detlef
Das wird mit einem Stechbeitel gemacht, den man schräg an die Nasenleiste ansetzt und so die Schale immer gegen die Nasenleiste drückt. Mit ein wenig Übung geht das schnell von der Hand und man beschädigt die Trennebene nicht, denn der Stechbeitel rutscht mehr oder weniger darüber hinweg (man muss ihn halt immer mit viel Druck gerade aufliegen lassen).

Und jetzt geht es weiter mit dem Bildbericht...

Martin Petrich
10.09.2007, 13:01
Flügel entformt und fürs Foddo mal zusammen gelegt
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Das Schwert wurde eingeklebt und bekommt jetzt die verstärkenden Kohlerovings. Der Tesa gibt die Außenkontur vor (Aushärtung bei aufgesteckter Nase)

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Austrennen der Elastic-Flaps

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sowie Anlenkung des V-Leitwerks

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2x D60 nehmen im Flügel platz. Sie schauen nicht über den Flügel hinaus!

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Und das ist der fertige Flieger (bitte keine Kommentare wegen den Servo"abdeckungen" ;) da kommt evtl. noch was Gefrästes drauf. Für mich hatte das aber erstmal keine Belange, das Ding sollte fliegen)

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Und beim letzten Bild (ist von gestern) offenbart sich dann der Graus, ich hab schon einiges an Blei zum Auswiegen benötigt...
Allerdings lässt sich da noch einiges leichter bauen, mein Flieger ist wirklich bombastisch fest geworden! Abfluggewicht war anfangs bei 607g, doch da gingen noch geschätzte 30g ab um den Flieger besser fliegen zu lassen. Ziel ist auf jeden Fall unter 400g Fluggewicht zu kommen, was gut machbar sein sollte.

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Da ich das erst gestern Abend alles fertig hatte und der Wind sich nicht mehr von der stärksten Seite zeigte (und den Hang etwas schräg traf) konnte noch keine ausgiebige Flugerprobung erfolgen, aber der Erstflug verlief soweit Schadenfrei.
Was ich aber bestätigen kann, ist die gute Wendigkeit ;)

Nach und nach wurden die Flugeigenschaften (http://www.myvideo.de/watch/2313948) besser (Schwerpunktbedingt)

:D

Ausgiebige Flugerprobung hoffentlich heute!

Johannes Kohler
10.09.2007, 16:44
Hi Martin

Schöner Bericht den du erstellt hast,
wie lange hat das etwa gedauert von der Planung bis zum fertigen Modell?
Hast du mit dem DS50 keine Probleme, meine 3 Stück haben alle parkinson gahabt.

MFG

Daniel Lesky
10.09.2007, 17:18
Hallo Martin!

Herzlichen Glückwunsch, schaut ja echt fein aus das Teil, meine Hochachtung, toller Bericht!!

Wäre auch sehr neugierig über die Dauer des Projekts, wenn man die Bilder durchschaut flutscht es ja wie wenns in ein paar Tagen geschehen wäre....:-), nö, sag...hast ne Stundenauflistung ???

@bebop: Martin verwendet laut Text D60, die halten schon recht stark!

Liebe Grüße

Daniel Lesky

Martin Petrich
10.09.2007, 17:23
Danke!

Die ersten Ideen kamen uns so etwa im April in den Sinn, da entstanden dann auch schon teilweise die CAD-Modelle. Danach war es zeitlich bei Carsten etwas knapp und die Fräse sprang dann etwa Anfang Juli an und fräste so 3-4 Tage (ich glaube es war ungefähr so lange).
Bis zum jetzigen Stand vergingen dann noch so ca. 2 Monate, allerdings könnte man das auch wesentlich zügiger hinbekommen, aber ich hatte dann nicht mehr so viel Freizeit.

Habe bis jetzt nur das eine DS50 in Betrieb und es ist bisher gut gelaufen. Es brummt zwar ganz leicht wenn es ein wenig arbeiten muss (z.B. bei Druck auf den Hebel), aber man merkt davon keine Bewegung am Hebel/Ruder.

€dit:
D60 sind auf Quer, Höhe hat das DS50. Stundenauflistung hab ich leider nicht, aber da kämen schon ein paar Tage zusammen, du kenst das ja Daniel ;)

Wir wollten mit dem Bericht eben erst anfangen, wenn der Flieger Erstflug hatte, um die werten Leser nicht unnötig auf die Folter zu spannen!

MrMue
10.09.2007, 17:28
Gesamtfräszeit ca. 35-40h. Wurde ja alles doppelt geschlichtet. Einmal vor und einmal nach Harz.

@Schwiegie: Danke fürs beherzte Tippen. ;) Guter Mann!

Netten Gruß
Carsten

Martin Petrich
10.09.2007, 17:33
Auf das Stundenkonto kommen noch 3h Dokumentation :D

Macht ja schließlich auch Spass andere über unsere Vorhaben zu informieren ;)

Walter L.
10.09.2007, 18:34
Klasse Bericht!

Ich lese sowas wirklich gerne.

Mit welchem Programm wurde die 3D-Konstruktion erstellt und womit habt ihr die Daten für die Fräse bearbeitet?

Gruß

Walter

p.s.: braucht man für das Modell eigentlich einen Waffenschein?

duck und wech

MrMue
10.09.2007, 18:46
Konstruktion und NC-Programmierung wurden in einem freien Ingenieurbüro (guter Kumpel) auf Unigraphics NX4 erledigt.

Netten Gruß
Carsten

Rigger
10.09.2007, 18:59
Klasse!
Falls Ihr viel Blei in der Nase braucht dann könntet Ihr ja eine längere Form von der Aufsteckhaube bauen...

Wieso hat noch keiner in diesem Thread einen Flitschen-Start gefordert? :)

Klaus Jakob
10.09.2007, 19:06
Bitte einen Flitschenstart machen!

Hallo Martin,

sehr schön; tolle Arbeit, inkl. der Doku!
Vielen Dank dafür.

Klaus.

Martin Petrich
10.09.2007, 19:43
Mir wäre ein leichtes Leitwerk lieber als mehr Blei in der Nase ;)

Flitschenhaken kommt demnächst rein, ich kann aber leider die Höhe mangels Gerät nicht loggen... Stellt jemand was zur Verfügung? :D

MrMue
10.09.2007, 21:29
Mensch Meistro!

Leichtes Leitwerk. Gutes Stichwort. Meines hätte ich auch gerne in leicht. ;)

Hast Du Dir schon Gedanken über den Flitschenhaken gemacht? Wie wollen wir das lösen? Irgendwie direkt ans Schwert? Dann müssen wir das aber noch verstärken oder?


Ne bemaßte einfache Ansicht von "Mia" habe ich grade in der Mache. Kommt also gleich noch nach.

Netten Gruß
Carsten

Martin Petrich
10.09.2007, 21:34
Jo ich dachte da an Beschichtung des Schwertes mit Glasgewebe, in das Holz kommt dann ein Innengewinde (M3) und der Stift wird dann bei aufgesteckter Nase eingeschraubt. Soweit die Überlegung, mal sehen wie das sich bauen lässt.... reinige gerade die Formen für #2

MrMue
10.09.2007, 23:21
Sehr vorbildlich! ;)

In der Zwischenzeit hab ich nochmal ne kleine Übersicht zu unserem Projekt gemacht. Wenns dazu Fragen geben sollte, immer raus damit.

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Aktuell entsteht, wie Schwiegie ja schon schreibt gerade die Nummer 2 aus unseren Formen. Für die Nummer 3 sind die ersten Versuche in Hartschalenbauweise gefragt. Entsprechende Kohle muss ich noch organisieren.

Gibt es Tips zur angestrebten Bauweise?


Netten Gruß
Carsten

Martin Petrich
11.09.2007, 20:26
Nabend,

konnte heute bei mäßigen bis guten Aufwindbedingungen die Mia am Hang testen.
Erstaunlich war, dass der Flieger bei schwachem Wind noch Höhe gehalten hat, bzw. nur sehr wenig Höhe abbaute. Als der Wind dann etwas zulegte wurde gut Höhe gemacht und der Schwerpunkt konnte getestet werden, was sich als "in Ordnung" herausstellte. Komischerweise kommt mir der Flieger im Normalflug manchmal (!) etwas schwanzlastig vor; er baut Höhe auf und reißt dann recht unvermittelt ab. Das Verhalten zeigt sich aber nur manchmal... ob das an den Aufwindbedingungen lag!?
Meine EWD ist bei etwa 1° und ein leichter Abfangbogen beim Schwerpunkttest (Schwerpunkt liegt bei 75mm von 180mm Flächentiefe) sind irgendwie paradox zu der Abrisserscheinung.

Hat da jemand Rat?

Ansonsten echt gut zu fliegen, auch der Schnellflug konnte schon überzeugen. Der Flieger ist angenehm leise, aber bei großen Ausschlägen kommt ein wenig quietschen dazu, weil ich die Ruderspalte noch nicht abgedichtet habe.
Auch der Durchzug hat mich beeindruckt, war ich von meiner "Mini-Ialomita" nicht ganz so gewohnt...

Ein Video dass das Flugspektrum zeigt folgt, wenn gute Bedingungen sind und ein Kameramann Zeit hat ;)

MarkusN
12.09.2007, 10:36
Macht Laune, das Teil. Wenn auch ein Bisschen V-Form den Flugeingenschaften wohl zuträglich wäre. Auf dem Erstflugvideo wirkt sie doch etwas kippelig.

Martin Petrich
12.09.2007, 14:12
Inzwischen fliegt sie nicht mehr so kippelig, lag wohl mehr oder weniger am Schwerpunkt und den zittrigen Fingern (ok, die gab es nicht wirklich ;) )...
Mit mehr Fahrt ist der Flieger schön ruhig und fliegt ziemlich neutral.
Rollen kommen zackig und die Wendigkeit ist schon ok... Wie gesagt, muss da noch etwas an den Einstellungen (um am Fluggewicht) tüfteln!

HPR40
12.09.2007, 14:33
Hi
Super Bericht, Super Modell! :)

Aber für eure Urmodelle aus MDF hätt ich nen Tipp. Fräst alles fertig, schleift es ( Trocken bis Korn 120 ), und wenn Ihr soweit fertig seid spritzt Ihr einfach Isolierfüller drüber. Gut Trocknen lassen ( so 12 Stunden ) trocken mit Korn 240 vorschleifen, bei bedarf nochmal Füller, ausschleifen mit Korn so um 320 ( trocken ) und Autolack drauf.
Isolierfüller bekommt Ihr beim Schreiner. Die besten Erfahrungen hab ich mit Material der Firma Remmers gemacht. Zweihorn ist auch Akzeptabel und von Clou rate ich ab.
Ich arbeite schon so 10 Jahre mit den IF - Füllern und hab auch schon so einiges mit Autolack lackiert. Hat immer gut gefunzt :) .
Probierts halt mal.

Sonst super Arbeit, Hut ab ( und beim Nächsten spart Ihr vieleicht etwas Zeit :) )
Viele Grüße

Martin Petrich
12.09.2007, 14:38
Danke für den Tip!
Vielleicht lässt sich das beim "Hauptprojekt" ja irgendwie verwirklichen. Obwohl mir die jetzige Oberfläche schon bestens gefällt, eigentlich muss kein extra Füller drauf wenn gut gefräst/geschliffen wurde.

HPR40
12.09.2007, 17:30
Hallo Martin,

der tipp war nur um ein wenig Zeit einzusparen vom gefrästen Urmodell zur lackierten Oberfläche. Ihr habt ja Epoxi drauf und dann nochmal drübergefräst.

Den Arbeitsgang kanste Dir dann sparen auf die Art ;) .
Aber probiers mal. Wir Schreinerleins machen das immer so bei MDF wenn wir`s lackieren wollen.

Viele Grüße von Horst

Ach ja, so hab ich auch schon Urmodelle aus MDF, aber mehr für Autoteile, gemacht. :)

MrMue
12.09.2007, 20:21
Servus Horst!

Vielen Dank für den Tip. Aber während man das schleifen mit 120er oder welchem Korn auch immer per Hand machen muss, macht den zweiten Fräsvorgang ja die Maschine für uns. Sobald die Manpower vom Zeitfaktor her kritisch wird, ist unser weg sicher der bessere. Was die Fräse macht muss ich nicht machen.... oder besser gesagt "das muss Schwiegie nicht machen". ;)

Netten Gruß
Carsten

Martin Petrich
15.09.2007, 20:46
Moin!

Nr. 2 ist mittlerweile im ersten Stadium ;)

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Heute konnte ich auch die Crashfestigkeit unfreiwillig ausprobieren...
Im Flug konnte ich komischerweise nicht mehr steuern (etwa 5sek nach Start, bis dahin ging noch alles normal), die Mia hat dann einen leichten Bogen richtung Hang gedreht und ist in flachem Winkel "eingeschlagen". Flügel ist ordnungsgemäß abgeschert (Nylonschrauben), aber leider sind auch meine Querruderkabel gerissen... naja sonst ist alles ganz!

Johannes Kohler
15.09.2007, 22:55
:D :D :D Wie wäre es mal die Nylonschrauben durch welche aus Stahl zu ersetzen und das ganze mit etwas mehr Schwung zu wiederbolen
:D :D :D

Martin Petrich
15.09.2007, 22:58
Dann wird der Flieger ja noch schwerer ;)

Martin Petrich
17.09.2007, 22:36
Da es sich heute anbot, ein paar Arbeitsschritte zu filmen, hab ich mal ein kleines Video gebastelt...

Nach dem Vakuum habe ich die Folie abgezogen und das Acryl voll aushärten lassen, so lässt es sich einfacher entfernen.
weitere Arbeitsschritte:
-Abreißgewebe abreißen
-Nasenleiste abstechen
-Endleiste schneiden

Und das gibts hier zu sehen http://www.myvideo.de/watch/2360754

Wenn jemand konstruktive Verbesserungsvorschläge anzubieten hat, nur her damit... bin ja auch kein Meister ;)

Rigger
17.09.2007, 22:48
Supi!

Übrigens, Minute 3:16 und an einigen anderen Stellen -> immer vom Körper (und der Hand) weg beiteln ;) Die helfende Hand fasst hinter der Klinge zu. Dann machts auch länger Spass :)

Martin Petrich
17.09.2007, 22:54
Hast recht, das sieht gefährlich aus, ist es eigentlich auch. Habe mich aber nicht getroffen... Manchmal lässt sich die Form schlecht hinten greifen. Wenn ich aber die Hand vorn hab passe ich auch besonders auf meine Fingerchen auf, will noch länger Flieger bauen können ;)

Trotzdem, safety first, hast recht!

modellbobby
18.09.2007, 10:03
ich hatte auch ehrlich gesagt angst um deine Finger! Konnte teilweise nicht zuschauen. Nichts desto trotz ein schönes Baudoku Video. Mehr davon bitte...

m-ultimate
18.09.2007, 14:48
Vielleicht hat er heimlich darauf gehofft, abzurutschen: "mit Herz und Blut gebaut" gell ;)

von meiner Seite noch ein großes Lob zur Mia. Weiter so! :)

Gruß Martin

dkeil
18.09.2007, 17:19
Hallo zusammen,

hatte meine Bedenken bzgl. Trennen der der Formen nach der "Beitelbehandlung" ja schon mal geäußert. Jetzt nachdem ich es gesehen habe (Super Video übrigens), kann ich es kaum glauben, daß die Trennschicht nicht verletzt wird.
Werd's dann nachmachen ;-) mal sehen wann die erste Form dann für immer zusammenbleibt ...

Grüße aus der Rhön und weiter so!!!!

Danke für den interessanten Bericht

Dkeil

Stephan S.
18.09.2007, 17:35
...so wie es aussieht sind die Kanten zum Aufheblen aber extra verstärkt...

Martin Petrich
18.09.2007, 18:00
@Dkeil
Danke! Mit Sicherheit bleibt die Trennschicht nicht ganz unverletzt, aber das ist im Rahmen der "guten Trennung". Wenn man dem nicht so traut (wie z.B. auch in einem anderen Thread bezüglich der Acrylraupe und Trennproblemen) kann man ja vor dem Verschließen der Formen nochmal die Trennebene eintrennen.

Apropos verschließen... Leitwerk und Flügel von #2 sind heute in die Presse gewandert, morgen wird entformt. Ich bin sehr gespannt ob meine Wünsche nach weniger Gewicht erhört wurden ;)

@Stephan
Die Kanten sind nicht extra verstärkt, das gibt die Festigkeit der Form her. Wen´s interessiert, da liegen 49/163/390/390/390/163/49 (Glas) drin. An den Kanten dann noch Baumwollmumpe, der geringen Radien wegen.
Übrigens meint Dkeil nicht die Kanten zum Aufhebeln, sondern die "Kante" an der Nasenleiste...

Stephan S.
18.09.2007, 18:06
Hi Martin,

alles klar. Das habe ich dann verwechselt. Nach nochmaligem lesen versteh ich auch was Dkeil gemeint hat.

@Form aufhebeln: Im Forum habe ich aber schon mal gelesen, dass an den Ecken teilweise eine Armierung angebracht wird um das Formöffnen zu erleichtern und dabei die Form nicht zu beschädigen. Dachte das hättest Du evtl. auch so gemacht.

Christian_S
18.09.2007, 18:37
Hi,
super Arbeit macht ihr da, weiter so!!

Zum Öffnen der Form: Normalerweise nimmt man Holzkeile, Holz ist halt weicher als das Formharz. Man kann allerdings auch gleich beim Abformen ganz flache Holzkeile mit der dicken Seite nach außen auf die Trennebene legen und mit abformen. So hat man zum Öffnen Keilförmige Öffnungen an den Ecken der Form in die man dann nur noch einen Holzkeil reinklopfen muss, der dann durch die Keilwirkung die Form öffnet. Das erspart das Suchen nach einem Spalt. Aber da führen viele Wege nach Rom.

P.S.:Hab eben gesehen, Martin hat solche Taschen in den Ecken der Form.


Gruß,
Christian

Martin Petrich
19.09.2007, 00:01
Genau, sowas habe ich eingebaut. Sind einfach kleine Depronrechtecke mit abgeformt und hinterher noch etwas gesäubert (und Depron rausgekratzt).
Ohne diese Einschnitte tut man sich wirklich schwer, kenne ich von meiner ersten Form... nie wieder

Aufhebeln dann einfach mit Schraubenzieher oder Stechbeitel, was halt grad in Griffweite ist.

MrMue
21.09.2007, 17:29
Und damit die gute Mia im Flächenservobereich nicht ganz so traurig ausschauen muss, hab ich mal ne kleine Abdeckung angefangen. ;)

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Netten Gruß
Carsten

AndyS
22.09.2007, 12:15
Also zuerst mal - ich finde den Artikel super! Nun sehe auch ich endlich einmal live wie ein Flieger entsteht. Die Idee mit dem Bauvideo finde ich Weltklasse. Fliege zwar selbst sehr gern, habe aber ehrlich gesagt keine Ahnung wie ein Schalenflieger aufgebaut wird. Von daher habe ich noch ein paar generelle Verständnisfragen:

Man lackiert also erst die Form in der später gewünschten Farbe, und lässt das trocknen. Dann Harz und Gewebe reinlaminieren und dann obendrauf Balsa? Aber wie kriegt man das Balsa in die Form rein, das ist doch einfach ein gerades Brett?
Wie ich das dann sehe werden ja die Flächenober- und Unterseite einzeln fertig gemacht. Dient das Vakuum dazu, dass einlaminierte Gewebe&Harz+Balsa richtig in die Form zu pressen? Und schliesslich, wie werden dann eigentlich die Flächenhälften zusammengefügt? Kommt da einfach nochmal Harz auf Nasen-und Endleiste und man drückt die Formen zusammen?

Fragen über Fragen :-)

Grüße,
Andy

MarkusN
22.09.2007, 13:19
Dient das Vakuum dazu, dass einlaminierte Gewebe&Harz+Balsa richtig in die Form zu pressen?
Yup. Oben aufs Balsa kommt übrigens nochmal Glas o.ä. Damit wird die Schale in sich biege-/beulsteif und hält die Profilform.


Und schliesslich, wie werden dann eigentlich die Flächenhälften zusammengefügt? Kommt da einfach nochmal Harz auf Nasen-und Endleiste und man drückt die Formen zusammen?
Ja. Man nimmt dazu, was die Harzer liebevol-verächtlich "Mumpe" nennen. Mit Baumwollflocken und/oder Microballons eingedicktes Harz (damit die Raupe eine Raupe bleibt und nicht zerfliesst). Das kommt an alle Kontaktstellen (also - wichtig - auch auf den Holmsteg).

Shimas
23.09.2007, 11:49
tolles projekt!!!

und wenn ihr schon gerade mit ein paar grundsatzfragen beschäftigt seid, schließ ich mich da doch gleich mal an!
was verwendet ihr denn da für ein harz zum bau der negativ-formen? und wieso um himmels willen is das denn grau? und wie siehts da denn mit den kosten aus?
hab bisher nur mit einem harz aus dem modellbauladen zu tun gehabt, bei dem 80 g härter und 200 g harz zusammen 10 € kosten. wenn ich damit formen baun würde, wärn die ja allein schonmal ein vermögen wert!

gruß,
sascha

Martin Petrich
23.09.2007, 12:20
Das graue Harz ist sogenanntes Oberflächenharz (auch Formenharz genannt) und wird als erste Schicht einer Form auf die Urmodelle aufgepinselt. Wenn es ca. 1,5h angeliert ist beginnt man mit normalem Laminierharz (L285+H287) das Glasgewebe für den Hinterbau zu tränken. Ganz billig ist die Angelegenheit natürlich nicht, dafür sind die Formen aber robust und einigermaßen standfest (z.B. an den Kanten). Wir haben bisher etwa 250€ reine Materialkosten (Harz, Gewebe, MDF, Lack, usw.) und jede Menge Handarbeit in die Formen investiert....

kurbel
23.09.2007, 12:34
Das Formen nicht billiger sind, als Modelle, daran muss man sich eben gewöhnen.
Viel schlimmer noch, als die Materialkosten, ist aber der Arbeitsaufwand.
Ein Formensatz für ein ganzes Modell hat dann nunmal einen Wert von mehreren Hundert Euro.

Wenn man aber eine Form baut und daraus dann Modelle,
kommt man mit so Kleckermengen an Harz eh nicht aus.
Dann lohnt es sich schon mal Kiloweise zu bestellen,
bei R&G, Bacuplast, EMC Vega, etc.

Materialkosten für ein kleines Modell, wie die Mia,
können dann weit unter 100€ liegen, und das is ja dann wieder tragbar.

Kurbel

Martin Petrich
06.10.2007, 23:03
Hallo allerseits!

Inzwischen habe ich nun auch einen Test mit Kohlefaser-Hartschale durchgeführt... auf Carstens Wunsch hin hab ich dann folgendes aus der Form geholt
100098

100099

100100

100101

100102
Das Kohlegewebe waren "Reststücke" von Carsten und haben wohl etwa 200-300g/m² (aus Faulheitsgründen nicht nachgemessen ;) ).
Die Fläche wiegt 280g (meine hatte ja 265g) und ist wohl festigkeitsmäßig überlegen... wenn auch nicht in der Druckfestigkeit der Schale, logisch

MrMue
06.10.2007, 23:34
Um das ganze noch mit ein paar weiteren Fotos zu untermauern, auch von mir mal ein Beitrag:

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Netten Gruß
Carsten

Johannes Kohler
06.10.2007, 23:52
Sweet :D

Daniel Lesky
07.10.2007, 01:52
Hallo!

Ich schmelz dahin.....

Grüße und gute Nacht

Daniel Lesky

Shimas
11.10.2007, 18:38
Hallo!
Nochmal eine kurze Frage zum Ursprung euren tollen Werkes: Mit welchem Programm habt ihr denn die 3D-Ansichten erstellt? Ist das nicht die NX-Software? Also NX 4 oder so?
Gruß,
Sascha

MrMue
11.10.2007, 20:53
Ja UG (http://www.rc-network.de/forum/showthread.php?p=721462#post721462)


Netten Gruß
Carsten

modellbobby
12.10.2007, 08:22
Tipp von meiner Seite. Abreissgewebe nur zwischen den beiden Stegen setzen oder Kevlar verwenden. Sonst haste keine wirklich gute Verbindung zwischen Steg und Schale

Martin Petrich
12.10.2007, 20:15
Hm, liegt ja noch eine 163 bzw 49er Glaslage über dem Abreißgewebe. Meinste das wirkt sich dann immernoch aus?

modellbobby
12.10.2007, 20:47
He? Wieso liegt da noch ne Glaslage drüber. AG ist doch die letzte innere Schicht, sonst muss Du ja auch innen anritzen... nicht?

Daniel Lesky
12.10.2007, 20:50
Hallo!

@Karim:Zwischen den Stegen schwächt die Klappe, da man den Klappensteg weiter nach hinten setzen muss und dadurch der Rechteckskasten verringert und die Torsionstabilität erheblich vermindert wird, ein wenig weiter muss man nach hinten den Steg setzen da bei nass in nass die Ruderstege beim Verpressen ein wenig wandern, aber nicht so weit.
Probleme mit Ablösungen sind mir noch nicht bekannt, dafür ist die Belastung zu gering, die Stabilität ist voll erhalten, ich spreche in meinem Fall von 95g/m² Abreissgewebe, wie es beim dünneren aussieht kann ich nicht beurteilen.
Und ein paar mm braucht man zwischen der Ritze und dem Ende des Abreissgewebes nach beiden Seiten, würde sagen so 3- 4 mm ist das unterste Minimum, über 8mm ist umsonst bei der Größe, verursacht nur Gewicht.

@Schwiegi: Warum legt ihr nochmal Glas drüber??

Liebe Grüße und weiter so

Daniel Lesky

Daniel Lesky
12.10.2007, 20:51
Hallo nochmals!

Karim, du warst schneller!!! :-)

Grüße

Daniel

Martin Petrich
12.10.2007, 20:51
die bricht aber beim Knicken mit weg. Bei Schalenflügeln kommt das Abreißgewebe doch auch zwischen Außen- und Innenlage...

edit: damit wollten wir noch etwas Schalendicke bekommen, Robustheit

Daniel Lesky
12.10.2007, 20:55
Hallo!

Ich knicke nicht, deswegen kann ich das nicht beurteilen.
In meinen Augen hat das Einbetten keinen Sinn, was bringt es??
Das hat nur den Sinn damit die Tiefe der Ritze nicht zu hoch wird, aber das brauchst du ja bei dem kleinen nicht.

Martin Petrich
12.10.2007, 21:02
Ich habe ja auch kaum Erfahrung mit Kohle-Hartschale... war halt ein Versuch und es hat eigentlich ganz gut geklappt (ob es sich gut brechen lässt muss Carsten dann sagen)

Daniel Lesky
12.10.2007, 21:03
OK, verstanden!! Benötigst aber im Ruderteil nicht wirklich zusätzlich, vielleicht wo der Hebel angreift.

Naja, habe schon ein paar mehr am Rücken, eurer schaut aber dafür das es der erste dieser Art ist wirklich sehr toll aus!!

Martin Petrich
12.10.2007, 21:11
Danke ;)

kurbel
12.10.2007, 21:42
Beim Abreißgewebe ist es schon sinnvoll beidseitig richtiges Gewebe zu haben,
um zu verhindern, dass das AG all zu schnell abschält.
Ich habe aber auf das Anritzen nie Lust gehabt.
Bei Kohle finde ich's besonders nervig.
Bei Modellen, die mit einigermaßen kleinen Auschlägen hinkommen,
also ohne Landekrähe, werde ich nur noch echte Elastikscharniere machen,
mit in Tiefenrichtung auf etwa 3mm Breite biegeweicher Flügelschale.
Dann braucht man nur noch an den Ruderenden einsägen und einen Schnitt an der
Rudervorderkante machen, fertig, und das ganz ohne Ritze am Scharnier.

Kurbel

MrMue
13.10.2007, 20:23
Davon hätte ich aber gerne mal Bilders. Geht da was Kurbel?

BTW: Heute ist nun endlich das Leitwerkspositiv für die Mia entstanden. Wir wollen ja nicht immer mit dem Borg-Leitwerk-Fliegen. ;)

Netten Gruß
Carsten

Martin Petrich
13.10.2007, 23:42
Kurbel meint es so, dass die Schale selbst das Scharnier bildet (geht halt nur bei einer halbwegs flexiblen Schale, ist bei deiner Kohlefläche ja nur bedingt der Fall) und keine direkte Scharnierlinie vorhanden ist (Drehpunkt liegt nicht an der Schale, sondern außerhalb). Macht halt, wie er auch schreibt, nur bei kleinen Ausschlägen Sinn, da sonst die Servos überfordert werden oder das Gewebe bricht.

Eine kleine stümperhafte Zeichnung um das zu verdeutlichen
(oben die übliche Variante, unten ist die Schale das "Scharnier"):
101187
Edit:
Achso was mir gerade auffällt... der Drehpunkt liegt nicht dort "unten"... er liegt eigentlich immernoch in der Schale, aber er ist nicht mehr auf die Scharnierlinie fixiert. Ich hab grad irgendwie Probleme mir das so richtig vorzustellen wo der da sein muss. Das Bild ändere ich aber nicht, man nehme es als fehlerbehaftet auf ;)
Edit2:
Kann es sein, dass man keinen Drehpunkt mehr festlegen kann, weil sich das Objekt verändert (Biegung der Schale) ?
Es müsste ja eigentlich die Schale als "Drehkurve" aufgefasst werden... und 3-dimensional betrachtet wird aus dem Drehpunkt die Scharnierlinie und aus der "Drehkurve" eine Scharnierfläche... lol ich sollte schlafen gehen ;)

Konrad Kunik
14.10.2007, 00:20
Moin zusammen,

zu diesem Forumsbeitrag gibt es jetzt auch einen Magazinbericht (http://www.rc-network.de/magazin/artikel_07/art_07-092/art_092-01.html) - viel Spaß ;)

Martin Petrich
14.10.2007, 00:36
Cooles Ding Konrad, danke für eure Arbeit! :D

MrMue
14.10.2007, 11:50
Ja vielen Dank Konrad. Find ich große Klasse.



@Schwiegie: Zum Drehpunktthema verstehe ich es so, dass der Drehpunkt sich quasi eine Linie bewegt. In Flugrichtung bleibt er in etwa gleich, wandert dabei aber hoch und runter, je nachdem ob man nach oben oder unten ausschlägt. Vielleicht kommt ich mal dazu ne kleine Skizze zu machen.

Hier derweil mal das erste Foto vom Leitwerkspositiv:
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Werds heute nochmal füllern und auch gleich mal nen Rahmen fürs Abformen Fräsen. Oder wenigstens nen paar Brettchen.

Netten Gruß
Carsten

flowmotion
14.10.2007, 11:56
MOin,

meinst du einen Rahmen für die HLW-Form?
Bei dieser Größe brauchst keinen Rahmen machen.
Da kannst dir die Arbeit guten Gewissens sparen!

hannes

Martin Petrich
14.10.2007, 12:05
Den Rahmen kann man sich bestimmt sparen, aber man sollte wenigstens dafür sorgen, dass kein Harz an den Seiten herunterläuft, denn dadurch passen beide Seiten nicht mehr aufeinander und es verlangt viel Nacharbeit. Vielleicht ist ein kleiner Rahmen mit ein paar Millimetern Überstand nicht verkehrt. So hat man nicht enorme Arbeit beim Laminieren und die Passung ist auch sichergestellt.

@Carsten
wolltest du die Endleiste nicht offen machen? Wird so wahrscheinlich nicht ganz einfach, eine dünne Endleiste hinzubekommen. Entweder das Gewebe muss vorher passen (Schablone), oder das ausgehärtete Gewebe muss gut abzuschneiden sein (Endleiste läuft auf 0 aus, wird sicher schwer)....
Bin gespannt wie deine Form dann wird!

kurbel
14.10.2007, 12:28
Sehr schick, macht sich gut als Magazinbeitrag!

Bilder habe ich von der praktischen Ausführung des elastischen Scharniers gerade keine.
Bisher sah die Verwirklichung so aus, dass die Vorderkante
des Scharnierbereichs vom endenden Balsa gebildet wurde.
Der biegeweiche Bereich waren dann die beiden Lagen 50g/m² zwischen denen sonst
das Balsa liegt (also einfach die Schalenbelegung an der Stelle).
Die Hinterkante des Bereichs sind eine zusatzlich beginnende Lage 120g/m² Kohle zusammen mit dem Rudersteg.
Das Ruder ist dann auch nur noch eine Hartschale ohne Balsa, da dort Beulen kein Problem ist.
Balsa wäre da nur noch lästig und würde das Ruder schwermachen, wo es das wegen Flattern nicht sein soll.

Kurbel

flowmotion
14.10.2007, 12:28
aber man sollte wenigstens dafür sorgen, dass kein Harz an den Seiten herunterläuft, denn dadurch passen beide Seiten nicht mehr aufeinander und es verlangt viel Nacharbeit.

sehe ich nicht so.
einfach nach dem Laminieren kurz mit der Schere außenrumschneiden.
Wenn nach dem Abformen ein kleiner "Rand" steht, kurz mit der Flex vorbei und gut.

Ist wahrscheinlich Geschmackssache...

MrMue
14.10.2007, 20:09
Och naja ich denk mal die 5 kleinen Brettchen kann ich ruhig mal noch anbringen rundrum. Einfach mit zwei Nägelchen. Hab sie vorhin schon mit Porenversiegler oder hier so Parkettlack gestrichen.

Ja eben hab ich die Positive das letzte mal geschliffen. Ich glaub mehr Aktion mache ich mir für den ersten Versuch nicht. Ist mit 800er Nass das letzte mal geschliffen worden. Zusammen mit Wachs und PVA sollte das für den Anfang reichen.



So nun erstmal erste Wachsschicht....

Netten Gruß
Carsten

Daniel Lesky
14.10.2007, 22:03
Hallo Carsten!

Schöne geschwungene Form des Leitwerks, schaut echt fein aus, passt super zum Fliegerle :-)
Sonntag ist zum Arbeiten da :-)

Liebe Grüße

Daniel Lesky

MrMue
15.10.2007, 06:38
Dankefein!

Der Schwiegie hatte sich die geschwungene Endleiste gewünscht und wie könnte ich diesen Wunsch abschlagen bei der ganzen Arbeit die er sich schon gemacht hat.

Leider leider hab ich die Positive im Treppenhaus erstmal runtergeschmissen, so dass die Trennebene etwas gelitten hat, habs aber beigefrickelt. Ränder sind auch drum und Wachs ist auch drauf. Denke mal ich werde heute Abformen.


An der Endleiste hab ich einfach nen Kabel eingelegt und die restliche Rille mit Knete aufgefüllt.


Netten Gruß
Carsten

Martin Salcher
15.10.2007, 16:20
Hy;
Echt feine Arbeit was ihr da macht! Respect! Wird es irgendwann eine "Mia" käuflich zu erwerben geben??
lg Martin

MrMue
15.10.2007, 16:32
Ich kann Dir keine Details zu Deiner Anfrage nennen, aber ausschließen kann man sowas ja nie.

Immer ne Frage wie unser Laminiermeister Zeit und Muse findet. ;)

Netten Gruß
Carsten

Martin Salcher
15.10.2007, 18:09
Ich bin nämlich schon lange auf der Suche nach so einem 1m Modell.....Vielleicht wenn ihr weitere Modelle laminiert habt, dass ihr z.B. das erste Modell verkauft??

MrMue
15.10.2007, 22:06
Sooooo im Anhang mal eine kleine Bilderfolge von meinen ersten Versuchen im Formenbau fürs Leitwerk. Vom Feeling her isses okay gelaufen. Obs sich das bewahrheitet werde ich wohl erst morgen erfahren.

Es ist angerichtet:
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Formenharz bißchen vorwärmen....
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Und los gehts......
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Alles einstreichen und nicht zu dünn...
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geschafft.....
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Glasfaserschnipsel für die Kupplung zum Gewebe
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Und da ist auch schon das erste
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Insgesamt liegen da so 3-4 Lagen aus ca. 300er Kohle Kevlar. Da hatte ich noch nen schmalen Streifen der für nix anderes mehr gegangen wär.
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Nun gehts ans Auffüllen. Dafür hab ich Quarzsand. Naja sind wir ehrlich "Vogelsand" aus der Tierhandlung mit dem Rest vom Laminierharz vermischt
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Zum Schluss noch alles schön zurechtstampen. Hab erst die Spritzenstempel und dann einen Auswerferstift aus Stahl genommen. Mit dem Kopf gings dann ganz gut.
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Nun muss das ganz in Ruhe durchhärten und morgen schauen wir mal ob das auch wieder auseinander geht.


Netten Gruß
Carsten

Martin Petrich
16.10.2007, 11:19
Schaut eigentlich ganz ok aus! Hätte aber unter das Kohle-Kevlar noch dünneres Glas gemacht, um ein eventuelles Durchdrücken des dicken Gewebes zu verhindern. Aber du hast reichlich Formenharz genommen, kann sich also auch nicht negativ auswirken. Problem bei dem dicken Formenharz ist immer Luftblasengefahr... wir sind gespannt!

Ach wegen "Modelle abgeben" kann ich jetzt noch nicht so viel sagen, da mir einfach Zeit und Möglichkeiten fehlen. Ich werd schon was verlauten lassen wenn es so weit ist (denke mal im Laufe dieses Winters) ;)

MrMue
16.10.2007, 12:17
Luftblasengefahr hatte mich auch beschäftigt. Grade weil ich beim Rühren des Formenharzes so einiges an Luftblasen gesehen habe. Die Kiste zum Evakuieren stand gestern leider nicht zur Verfügung. Hatte mit meinem Bruder mal eine Vakuumbox für solche Zwecke angefertigt.

Ich hab vor dem Auftragen des Formenharzes die Urmodelle für ca. 20min bei 60° im Ofen stehen gehabt. Da wurde das Formenharz nochmal etwas dünner. Vor dem Auftragen der Glasfaserschnipsel bin ich auch nochmal mit der Airgun drüber ums etwas anzuwärmen. Dabei sind eigentlich noch reichlich Luftblasen aufgestiegen. Ich hoffe das hat gereicht. Naja jetzt sind nichtmal mehr drei Stunden bis zum Feierabend --> Dann werden wir es erfahren.


Netten Gruß
Carsten

MrMue
16.10.2007, 15:57
So nun bin ich zu Hause und hab das ganze mal aufgemacht.....


Nach dem Entfernen der umgebenden Sperrholzbrettchen:
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Direkt nach dem Öffnen:
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Bißchen die Knete grob weggemacht:
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Nochmal ordentlich abgewaschen:
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und das war dann auch der Moment wo ich meinen Fauxpaux gesehen habe. Klassisches Anfängerfehler. Das Wachs war nicht genug poliert und nun habe ich Pinselspuren vom Wachs in der Form. Naja sonst hat von der Technik her alles geklappt und für meine ersten Versuche wirds das ganz sicher tun.

Bin durchaus zufrieden. Jetzt gehts ans Schleifen der Rinnenabformungen. *NERV*
Netten Gruß
Carsten

flowmotion
16.10.2007, 18:19
Ich habe bei meinen Formen die umlaufende Nut einfach mit Kerzenwachs ausgegossen.
Das erste Mal recht großzügig, dann mit Stechbeidel geglättet.
Dann bin ich mit dem Lötkolben und kleinen Wachsresten an die Fehlstellen und habe die vorsichtig ausgebessert.
Anschließend nochmal leicht mit dem Stechbeidel drüber, fertig.

So bekommst recht schöne "verdeckte" Nuten die du nichtmehr nacharbeiten musst.

Viel Spaß noch beim Bau!!
(Ich gehe jetzt auch in die Werkstatt und mache meine HLW-Form zu)

Hannes

MrMue
16.10.2007, 22:11
Hey Kerzenwachs. Das ist doch mal ne gute Idee. Wie hast Du es erwärmt und mit was eingefüllt? Spritze oder wirklich gegossen? Vielleicht könnte man sich eine Art sehr kleine Soßenkelle selber bauen.

Die Knete ließ sich für mich am besten mit dem Finger da rein drücken. Da so nen Finger aber eine flexible Sache ist....



Naja ich hab die Form heut noch geschliffen und hab grad mein erstes Leitwerk drin. Ohne Anspruch auf Funktion. Einfach um den Ablauf mal durchgespielt zu haben. Außerdem interessiert mich das was Kurbel über die echten Elastikflaps geschrieben hat.


Bei der zweiten Form aus diesem Urmodell (sicher noch diese Woche), werde ich sicher auf Dein Kerzenwachs zurückgreifen.

Netten Gruß
Carsten

flowmotion
17.10.2007, 07:18
Morgen Carsten,

ich habe einfach Kerzen (selbst gekaufte und nicht die der Freundin) genommen und mit einem Heißluftfön in einen kleinen Blechdeckel geschmolzen.
Diesen habe ich zuvor leicht geknickt, sodass sowas wie ein "Ausguss" entsteht.
Dann brauchst das geschmolzene Wachs nur reinlaufen lassen.
Geht super!

Viel Erfolg weiterhin!!!

Hannes

Martin Petrich
17.10.2007, 08:37
Mit dem Kerzenwachs das hab ich auch mal probiert, die Rinnen gehen gut abzudichten und brauchen dann kaum/keine Nacharbeit mehr. Was mich aber gestört hat ist, wenn Wachs auf die Nutzoberfläche gelaufen ist... dort kann man nur sehr sehr schlecht beiteln oder sonstwas machen, ohne das Urmodell zu schädigen. Was haltet ihr da von abkleben? Wie kann man das Problem, außer durch Sorgfalt, umgehen?

@Carsten
Die Form schaut ganz nett aus, bin gespannt wie das real rüberkommt!
Wie hast du dein erstes Leitwerk denn gebaut? Hartschale?
Bei dem einen blauen Leitwerk dass ich dir mitgegeben hab ist ja auch nur eine 163er hinterm Lack, da kannst du auch das "echte" Elasticflap ausprobieren.

Martin Petrich
17.10.2007, 10:06
Ich muss mal eben Doppelposten...

Hast du eigentlich was für die Rumpfrundung vorgesehen? Also diesen geplanten Einleger? Kann ich auf den Bildern nicht sehen... Oder aus Testzwecken erstmal weggelassen?

flowmotion
17.10.2007, 10:20
Wenn mal Wachs auf die Nutzoberfläche tropft, dann nehem ich einfach ein Stück Balsa und schabe es vorsichtig weg. (erst wenn Wachs wirklich hart ist).
Anschließend noch mal mit dem üblichen Polierlappen drüberpolieren und du siehst nichts mehr!
Abkleben ist natürlich auch nicht doof!!! Habe ich auch noch nicht drangedacht.

An der Nase kommst allerdings nicht um das nachpolieren rum.
Es steht immer leicht das Wachs über die Trennebene.
Ich nehme da immer einen Spatel (die der Doc auch verwendet), schneide ihn mit der Schere an einem Ende gerade und ziehe die Nasenkante leicht ab.
Den Rest einfach nachpolieren.

Hannes

MrMue
18.10.2007, 09:05
Sooooo, gestern Nachmittag hab ich mir nochmal meine Urmodelle geschnappt und mich mit Nassschliff und ausgiebigem Poliern nach dem Wachsen damit auseinander gesetzt. Ich habe bei der Gelegenheit auch gleich mal die Rinnen mit Kerzenwachs verschlossen.

Dazu habe ich in einem leeren Teelicht (Alutöpflein) etwas Wachs mit der Airgun verflüssigt. Dann hab ich das ganze mit einer kleinen Spritze aufgezogen und in die Rinne gegeben. Ging eigentlich ganz vernünftig. Kleckereien auf die Trennebene habe ich nach kurzem Aushärten einfach mit einem Kunststofflinial entfernt. Ich hatte im Vorfeld die Urmodelle im Ofen auch auf ca. 40°C erwärmt. So blieb das Wachs vernünftig zu bearbeiten.

Nach dem groben Entfernen wurde dann noch poliert und nochmal mit Trennwachs behandelt und ausgiebigst poliert. Wollte ja diesmal keine Pinselspuren wieder. ;)

Außerdem habe ich dieses mal statt dem Kabel einlegen ein Sperrholzbrettchen aufgesetzt was genau bis an die Endleiste der Formkontur reicht. Somit hoffe ich fast den Effekt einer offenen Endleiste zu erreichen. Schaumermal wie gut das geworden ist. Die Form durfte über Nacht aushärten und befindet sich nun noch in der Temperbox. Denke mal in 2-3h kann ich das ganze Aufmachen. Bin schon tierisch gespannt.

Wie warm macht ihr so eine Form maximal bevor Schäden auftreten?

Netten Gruß
Carsten

Martin Petrich
18.10.2007, 10:07
Hängt hauptsächlich von deinem Trennwachs ab, manche können mehr, andere weniger...
Ich tempere meine Formen (wenn ich tempere...) auf etwa 40-45°C.
Beim ersten Tempern sollten die Urmodelle noch in der Form sein, sonst kann sie sich leicht verziehen!

MrMue
25.10.2007, 23:40
Schwiegie hatte ich ja davon schon erzählt. ich hab insgesamt nun 3 mal eine Negativform von meinen Urmodellen gebaut. Bei der ersten Form war ich zu schnell und nicht sorgfältig genug mit dem Finish. Die zweite hatte dann Lufteinschlüsse im Konturbereich.
Die dritte hat nun gut geklappt. Anbei mal ein Bild direkt nach dem Abschleifen des Randes der durch die nicht vollständig ausgefüllte Rinne zustande kam.

Der Tip mit dem kerzenwachs war Klasse. Hat ziemlich gut funktioniert.

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Netten Gruß
Carsten

Martin Petrich
14.11.2007, 17:54
Hiho!
Carsten hat freundlicherweise die Nutzflächen an den Leitwerk ganz gelassen, sodass ich nun auch die Teile abformen kann... ;)
Bisher ist lackiert, geschliffen und poliert sowie die erste Wachsschicht drauf.
Momentan läuft aber alles äußerst schleppend, hab einfach keine Zeit bzw. bin nicht gut genug ausgerüstet. Kann also länger dauern...

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Martin Petrich
10.09.2008, 01:47
Hallo zusammen!
Ich muss den Beitrag hier unbedingt mal aktualisieren :rolleyes:
Ist ja schon ne Weile her als ich das letzte mal hier was beigetragen habe... nachdem ich nun eine Weile irgendwie nie so recht Lust hatte weiter zu bauen und es auch durch das Studium etwas gehindert wurde habe ich nun in den Ferien endlich mal weiter gemacht. Momentan hab ich zu der ersten (schweren) Fläche von damals einen neuen Rumpf mit leichtem Leitwerk gebaut, nun sind die krassen Schwerpunktprobleme nicht mehr so kritisch. Das Abfluggewicht liegt nun bei 480g etwa. Ein Video gibt es hier: http://www.myvideo.de/watch/5052732/Hangflug_mit_der_Mia
An dem Tag waren klasse Aufwindbedingungen, aber auch bei schwächerem Wind zeigte die Mia nochmals gute Flugeigenschaften.

Da ich aber vom eigentlichen Zielgewicht immernoch weit entfernt bin habe ich eine leichte Fläche samt Rumpf und Leitwerk gebaut. Der Flügel wiegt 160g aus der Form heraus (über 100g weniger als die erste!) und auch Rumpf und Leitwerk sind zufriedenstellend leicht. Aktuell wartet diese Mia noch auf Fertigstellung, das wird in den nächsten Tagen über die Bühne gehen.
Dann kann ich auch über Erfahrungen des leichten Fliegers dienen...
Und nun noch ein paar Bilder

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kurbel
10.09.2008, 18:02
Das Orange ist goil.

So sieht die Mia irgendwie 'richtig' aus.

Richtig cool!

Kurbel

laqui
18.03.2015, 08:23
Hallo,

lange ist es her das hier etwas zum Thema Mia geschrieben wurde. Aber ein wirklich guter Entwurf geht niemals unter. Mittlerweile habe ich den Urmodellsatz von Martin ausgeliehen und mir auch eine Form gezogen.
Ich habe noch insgesamt 4 Testmodelle gebaut und mit verschiedenen Öffnungswinkeln am VLW experimentiert.
Das Modell gibt es nun mit V und T-Leitwerk, gefertigt in Vollcarbon Hartschale wie die großen F3B und F3F Modelle.
Wer Fragen hat kann mich gerne kontaktieren.


Gruß
Thomas

laqui
18.03.2015, 08:31
Hier mal noch 4Fotos


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Gruß Thomas

hmue84
06.05.2016, 08:23
Hallo zusammen,

gibt es mittlerweile eventuell Erfahrungen mit der Mia, die man bei Laqua Modelltechnik kaufen kann? Die Homepage gibt ja nicht so viel her. (Sie fliegt sehr angenehm...:confused:) Konkret würde mich interessieren, bei welchen Bedingungen das Fliegerchen eingesetzt werden kann. Scheint mit mit 440g schon ziemlich schwer. Braucht es wirklich Hammer-Bedingungen geht es auch schon was bei 3-4 Beaufort?

Auf den Fotos erscheint mir das V-Leitwerk sehr klein. Kann auch täuschen, ich habe den Flieger leider nicht live gesehen. Wie sieht es mit den Flugeigenschaften aus. Mehr so eine Hangfräse mit giftigem Abrissverhalten oder eher unkritisch?

Es soll ja auch eine Variante T-Leitwerk geben. Wie sieht das genau aus? Ist das für den Transport abnehmbar? Ein Foto wäre toll.

Ich suche für einen Schottlandurlaub noch einen kleinen handlichen Flieger zum Mitnehmen. Momentan schwanke ich noch zwischen der Mia und dem Mini Race von PCM. Vielleicht könnte hier jemand seine Erfahrungen kundtun, um mir bei der Entscheidungsfindung zu helfen.

Danke
Heiko

Mix22
01.09.2016, 10:44
Ich hab die MIA gestern am Hang gesehen bei normalen Bedingungen und Erstflug des Kollegen (also alles noch nicht optimal eingestellt):
also Hammerbedingungen braucht das Teil sicher nicht.
Das Teil scheint superstabil zu sein: 2 Plastikschrauben können im Fall der Fälle abscheren und der Flügel/Rumpf bleibt heil.
Bauweise ist schon "laqaulike" (kennt man von den Nuris:supersteiffe Rümpfe und Flügel in carbon,was die wegstecken,da ist so manche andere Mühle schon im Müll):so was stabiles kenne ich in dieser Klasse nicht,ev der Apus,der gestern hier auch in der Luft war.
(Apus ist aber sehr sperrig,da Rumpf und Flügel 1 Teil ,man kann nur die Nase abnehmen.)

Wenn ich mir ein Neuteil in dieser Klasse kaufen würde,wäre sicher MIA meine erste Wahl.

V Leitwerk zu klein:das denke ich nicht,mein Focus 1,64m hatte auch ein rel.kleines (Vergleich Insect rel.großes!) V und ist super gerannt.