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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Stabantenne am Seglerrumpf??



segelflieger
04.05.2002, 16:33
Hi,
kürzlich habe ich mal gelesen, dass eine Stabantenne am Modell die wesentlich bessere Empfangssignal-Sicherheit in allen Fluglagen bringen soll im Vergleich zur klassischen im oder am Rumpf verlegten Litze.
Bei meinen grossen Seglern hatte ich in der Vergangenheit immer wieder mal Probleme mit Störungen, vor allem bei grosser Entfernung/Höhe, z.B. im alpinen Gelände.
Hat jemand von Euch praktische Erfahrungen mit dem Einsatz von Stabantennen an Grossseglern?

segelflieger
06.05.2002, 21:38
Hilfe,
meine Frage wird nach unten durchgereicht, ohne dass jemand eine Antwort gibt.
Fliegt denn niemand mit Stabantenne???

Thommy
06.05.2002, 22:21
Hi,
ich fliegs nicht weil bremmst, bescheiden aussieht, und bei mir vor allem auch ohne funktioniert.
Gruß
Thommy

AndreCH
07.05.2002, 07:13
Wann hast Du zuletzt Deine Anlage überprüfen lassen?
Ich lasse mir HF Modul und Empfänger jeweils zusammen mit dem eingebauten Quarz nachjustieren, reduziert solche Störungen markant

FlyHein
07.05.2002, 07:40
Guten morgen Segelflieger

Die Stabantenne hat schon vorteile, wenn ich mich recht erinnere. Ich bin zwar kein Experte, aber die Sende- und Empfangscharakteristik der Sender- und empfängerantennen haben ein etwa apfelförmiges aussehen. Wenn nun beide Antennen in etwa der gleichen Ebene liegen, können sich diese Charakteristiken besser überlappen als wenn eine Antenne um ca. 90° aus der Ebene gedreht ist. Deshalb soll man auch nie mit seiner Senderantenne auf das Modell zielen. Ich weiß nicht, ob es deine Seglerrümpfe zulassen, aber vielleicht gelingt es dir, die Empfangsantenne wenige cm vertikal in deinem Rumpf laufen zu lassen. So erreichts du schon eine kleine Verbesserung.
Die Motorkunstflieger setzen häufig Stabantennen ein. Die sieht man im Flug garnicht. Ob die Stabantennen beim Segler einen erheblichen Widerstand erzeugen weiß ich nicht, ich bin bisher immer ohne ausgekommen.
Ansonsten wende dich mal an den DMFV. Herr Perkuhn ist als Referent für Funktechnik dort sicher zu einer Auskunft bereit.

Arno Wetzel
07.05.2002, 08:25
Hallo Freunde!

Da Herr Perkhuhn in diesem Zusammenhang zitiert wurde, darf ich auf einem Bericht von ihm in der neusten MFI verweisen. Hier beschreibt er die möglichen, störenden Auswirkungen von überlangen Servokabeln auf den Empfänger, wobei die Stabantenne als möglicher Problemlöser erwähnt wird. Leider hat er in diesem Bericht auch mein Weltbild in Bezug auf gedrillte Servokabel zerstört! :rolleyes:

Na ja, man lernt ja nie aus!

Jürgen N.
07.05.2002, 09:32
Meine bescheidene Meinung ist, dass ein Grossegler auch ohne Stabantenne bis zur Sichtgrenze zuverlässig fliegen muss.
Sonst hat er ein echtes Problem, das durch diese Antenne höchstens etwas überdeckt wird.
Was den Artikel in der letzten MFI betrifft, muss ich sagen dass Papier sehr geduldig ist.
Ich weiss von anderen "Untersuchungen", die in etwa das Gegenteil "beweisen".
Zudem konnte ich selber an einem Grossegler ein sporadisches, aber am Boden reproduzierbares (!) Problem von "Wacklern" durch lange Kabel mittels Ferritringen beheben.
Gruss Jürgen

FlyHein
07.05.2002, 09:42
Hallo zusammen

Ich stimme Jürgen zu, allerdings scheint die im Rumpf verlegte Antenne - insbesondere wenn sie schnurgerade gestreckt ist - die schlechteste Empfangseigenschaften zu haben. Auch CfK im Rumpf verbessert die Empfangseigenschaften nicht (Abschattung).
Ich habe die Antennen bisher immer im Rumpf verlegt und mit einer Ausnahme nie Probleme gehabt.
Wie gesagt, wenn der Rumpfquerschnitt es zuläßt, die Antenne auch vertikal führen.
Trotz gedrillter Kabel setz ich zusätzlich Ferritringe ein.

[ 07. Mai 2002, 09:44: Beitrag editiert von: FlyHein ]

segelflieger
07.05.2002, 19:11
@alle,
danke für Eure Beiträge. Bei Grossseglern ist der Einsatz von Ferritringen für mich obligatorisch.
Dennoch hatte ich mitunter Wackler, allerdings überwiegend im alpinen Gelände.
Da mich letztlich die Optik der Stabantenne an einem schönen Segler auch zu sehr stört werde ich es mal mit dem MPX IPD Doppelsuper-Empfänger versuchen und bei Gelegenheit von meinen "Reichweitentests" berichten.

@FlyHein
...ich fliege nur mit MPX-Steckern. Ist Ehren-oder sagen wir besser Gewohnheitssachesache :D

@JürgenN
Sag, wann bist Du im August am Gaugen?? Eventuell kommen wir noch ein zweites Mal....

Heinz-Werner Eickhoff
07.05.2002, 20:04
Hallo Rudi,
bedenke das eine Stabantenne den gleichen Widerstand wie ein HR aufbringt !
Geh mal über die Re-Zahl an die Sache ran.

AirWolff
07.05.2002, 20:41
In Großseglern läßt sich die Antenne im Seitenleitwerk hochziehen. Das bringt schon einiges aber meist kommen die Problem wenn sich das Modell tief und weit entfernt befindet.

Ich empfehle die Lektüre "Empfänger ABC" auf den Seiten von ACT.

Andreas

FlyHein
07.05.2002, 22:02
Guten Abend

@Andreas v. Wolff: Sag mal, wo baust Du deine Empfänger ein, um die Antenne noch im Seitenleitwerk hochziehen zu können.

@segelflieger: Den IPD DS von MPX setze ich seit 11/2 Jahren ohne Probleme im Flachland ein. Flüge bis an die Sichtgrenze kein Thema.

nurflügel
08.05.2002, 02:02
Der Kollege hat seinen Empfänger sicher auch gleich im Seitenleitwerk untergebracht (damit wieder genug Störungen durch sie sehr langen Servokabel beisammen sind) ;))
Oder meint er etwa doch keine Großsegler?

Stabantenne: Man sieht sie immer wieder in den Alpen und bei Seglern zwischen 6 und 10 Metern. Macht wohl sicherheitsmäßig doch Sinn dort (wo die Piloten doch eigentlich sehr Scale-orientiert sind und so was optisch gerne vermeiden würden).

AirWolff
08.05.2002, 09:29
immer ruhig Männers - Segelflieger hätte die Frage nicht gestellt, wenn er sich schon mit Großseglern von 6m und mehr befassen würde.

Großsegler fangen für mich bei 4m an. Da kann man u.U. schon mal den Rest der Antenne im Seitenleitwerk hochziehen. Die Rumpflängen sind ja bekanntlich sehr unterschiedlich.

@FlyHein - die RC-Komponenten sitzen bei mir immer dort, wo ich leicht herankomme und der
Schwerpunkt sich möglichst ohne Blei einstellen läßt.

Andreas

segelflieger
08.05.2002, 18:26
@alle
Seid nett zueinander!! Kein Grund zur Polemik. :)
Auch ich rede ab 4 m Spannweite von einem Grossegler.
Allerdings sehe ich auch schon dort bei den üblichen 90 cm Antennelänge (MPX) keine Chance die Antenne im Seitenleitwerk "ums Eck" zu legen.
Der Rumpf meiner MPX ASH 26 z. Bsp. ist gut 160 cm lang. Da hört die Antenne schon lange vorm SLW auf.
Da ich mit gänzlich gestreckter innenliegenden Antenne schlechte (Empfangs)erfahrungen gemacht habe, führe ich die Antenne bislang immer ca 15 cm vor dem Ende ins Freie und lasse diese letzten 15 cm frei baumeln. Sieht nicht besonders Scale aus, hilft meines Erachtens aber die Empfangssituation zu optimieren.

@Andreas
Segelflieger fliegt auch grössere Segler :D :D Augenblicklich im Bau ist eine 6m Cobra (polnisches Original) und dort hatte ich überlegt, ob ich eine Stabantenne in Erwägung ziehen sollte. Dies nur zur freundlichen Info.

FlyHein
08.05.2002, 23:09
Guten Abend zusammen

@segelflieger: natürlich bleiben wir nett zueinander.
Vielleicht noch ein Tipp: wenn du deinen Empfänger am Rumpfboden plazierst, hast Du bei "Großseglern" immer mehrere cm, die du nutzen kannst, die Antenne nach oben zu führen.
Ich schiebe meine Antenne immer durch ein Bowdenzugröhrchen, daß mehrere Richtungsänderungen im Rumpf macht. Damit vermeide ich ein gestrecktes ausrichten der Antenne. Bisher hats immer gut geklappt.

nurflügel
09.05.2002, 05:42
Stabantenne ist nicht schlimm, mach mal, wichtig und neuralgisch sind nur die Verbindungspunkte (z.B. Stecker/Verschraubungen etc.). Unbedingt auf gute und sichere Kontakte achten. Ich habe in kritischen Fällen sogar schon oft die Antenne irgednwo hinter dem Cockpit (unter der Fläche) durch ein kleines Loch an die frische Luft gelassen und da kann sie dann mit 20-30 cm rum baumeln. Einmal im Jahr prüfe ich diese Antennenkabel dann auf Beschädigungen (durchmessen) und wechsel diese bei Bedarf aus.

Ich konnte bisher bei keinem (nur) 4m-Segler die Antenne ins Leitwerk legen, Rumpf immer zu lang, daher meine vorherige Bemerkungen, sorry.

segelflieger
09.05.2002, 08:13
Hi,
Ich werde mal auf eine Stabantenne verzichten. Die Optik stört mich an einem Scale-Segler doch zu sehr und das Argument mit dem Widerstand hat mich zudem nachdenklich gestimmt.
Der Cobra-Rumpf ist in der Tat "fett" genug um der Antennenlitze im Rumpf jede Richtungsänderung zu erlauben :D :D :D .
Dies in Verbindung mit dem vorgesehenen 12K IPD DS
von MPX müsste dann eigentlich ok sein.

@Andreas
Ich kenne auch nur einen "Hersteller" der Cobra.
Die Rümpfe der Cobra-Serie (3, 4, 5 und neuerdings 6m - ich hab sie alle :D :D :D ) wurden von meinem Clubkamerad Hartmut Haist aus dem Nordschwarzwald "geschnitzt".
Ich habe nur den Rumpf von ihm, der Rest ist (bzw. wird) Eigenbau. Meines Wissens sind bislang nur 4 Rümpfe im Umlauf, drei davon bei uns im Club. Eine Kiste fliegt schon :D , die zweite in ein paar Wochen, nur ich bin hintendran (zuviel Beruf, zuwenig Hobby :( ).

Grüsse

AirWolff
09.05.2002, 10:23
Hab ich mir es doch fast gedacht :D :D :D Sie hebt sich angenehm vom DG und ASW-Allerlei
ab. Wenn Du sie fertig gebaut hast, mach ein paar hübsche Bilder. Dann können wir Dich alle beneiden ;)
Welches Profil wird sie bekommen?

Ich geh jetzt auf den Platz und laß mir den Pelz verbennen. Nebenbei wird noch geflogen :D

Andreas

[ 09. Mai 2002, 16:39: Beitrag editiert von: Andreas v. Wolff ]

Florian K.
09.05.2002, 10:45
@Andreas v. Wolff
danke für dem tipp zum "Empfänger ABC" von ACT (http://www.acteurope.de/). hab es mir gestern ausgedruckt und abends noch gelesen. dürfte eigentlich die meisten fragen klären.
!! SEHR EMPFEHLENSWERT !!

.flo

AirWolff
09.05.2002, 12:14
Eine 6m Cobra ist ein gewaltiger Brocken. Bei der Rumpfdicke ist der "Knick" doch überhaupt kein Problem. Ein Loch in den Rumpf oder eine Stabantenne würde ich dennoch nicht in Erwägung ziehen. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, die Antenne in der Fläche unterzubringen. Dabei kommt es aber auch auf den Aufbau der Flächen an. Bei Styro/Abachi
ohne großflächigen Cfk-Einsatz macht sich das ganz gut.

Ich kenne nur einen Hersteller für eine Cobra dieses Kalibers. Hast Du sie gekauft oder baust Du sie komplett selbst?

Andreas

elektroernie
09.05.2002, 12:35
Hi
vielleicht habe ich bis jetzt immer Glück gehabt, oder? Also, ich hab bis jetzt 4 Elektrosegler mit Spannweite > 3,8m gebaut. Mit brush und brushless-Motoren. Meist saß der Akku unter der Fläche, d.h. Kabel bis zum Motor ca. 40 cm Länge. Einige hatten verdrillte Servokabel, andere (z.B. meine ASH26 von MPX) haben glatte Kabel. Keines der Modelle hatte je einen Ferritkern. Fliegen bis zur Sichtgrenze, auch mit älteren Empfängern (Robbe Luna) war nie ein Problem. Das Einzige, was ich immer mache: Antenne direkt vom Empfänger ins Freie und dann mit Tape am Rumpf befestigt!!! Antenne im Rumpf hat unter meinen Randbedingungen nie funktioniert.
Think simple
Ernie

segelflieger
09.05.2002, 17:24
@Andreas
Profil: HQW 2.5/...
Hat sich bewährt. Ist guter Kompromiss zwischen Thermikempfindlichkeit und Speed. Den 6m-Eimer baue ich allerdings ohne Wölbklappen. Wäre ohnehin nicht scale und ist mir bei dem grossen Flügel zu aufwendig.
Antenne in der Fläche wäre übrigens keine gute Idee. Steckt jede Menge Kohle drin (in jeder Hinsicht :D :D :D )
Gruss

Christian Baron
09.05.2002, 17:28
Ich habe mit Antennen in Seglerrümpfen auch einige Erfahrungen gesammelt. Seit meiner F3B Wettbewerbsfliegerei führe ich die Antenne immer von der Rumpfhaube bis in die letzte Spitze des Seitenleitwerks. Bei V-Leitwerken wird die Antenne in eine Leitwerksfläche geführt und mit einer Steckverbindung zur Antenne im Rumpf versehen.
Der Empfang, besonders bei ungünstigen Bedingungen, wird durch einen senkrechten Anteil der Antenne deutlich besser. Ungünstige Bedingung heißt auch beim fliegen zum Sender oder vom Sender weg.
Die Antennenlänge ist durch das verlegen bis in das Seitenleitwerk in der Regel immer größer als die vom Hersteller angegebenen 70 oder 90cm. Ich habe durch diese Verlängerung der Antenne noch keine Probleme bekommen. Ich denke dies hängt damit zusammen, dass die volle Antennenlänge nie in Breitseite zur Senderantenne steht und nur dann eine Antenne mit der Herstellerlänge optimal wäre.
Macht mal den folgenden Versuch:
Ein Reichweitentest am Platz mit eingeschobener Senderantenne bis zur Reichweitengrenze (Ruder fangen an zu zittern). Jetzt die Antenne des Modells herausziehen (oder eine zweite längere Antenne mitnehmen und anschließen) und einen Teil senkrecht stellen. Das zittern der Ruder hört auf. Beim Test mit einer längeren (bei meinen Großseglern bis zu 1,8m) Antenne die im Rumpf verlegt ist und bis ins Seitenleitwerk geht (senkrechter Anteil) werdet ihr feststellen, dass keine Beeinträchtigung der Empfangsleistung feststellbar ist, im Gegenteil.
Fazit:
Die Empfangsantenne kann ruhig länger sein als die Herstellerangabe, sollte aber immer in "L"-Form im Rumpf liegen. Nur der optimal zum Sender gerichtete Teil der Antenne empfängt das Signal und dieser Teil ist im seltensten Fall die volle Antennenlänge!!!
Gruss
Christian

Florian K.
09.05.2002, 18:35
@Christian Baron
Um wieviel waren dann deine antennen länger als die herstellerangabe? ein paar cm machen ja nichts aus...

.flo

Christian Baron
09.05.2002, 20:44
Schau mal die Rumpflängen meiner Modelle auf meiner Homepage an. Seit 1980 lege ich die Antenne immer in den Rumpf bis ins Seitenleitwerk. Vorher hatte ich sie nach oben aus dem Rumpf herausgeführt und mit einem Gummifaden zum Seitenleitwerk gespannt. Das hat damals jeder so gemacht in unserer Gegend.
Meine Antenne in der BS1 ist z.B. 1,5m lang, davon 25cm im Seilenleitwerk, der Rest an der oberen Rumpfinnenseite mit Pattex angeklebt. Ich verwende im übrigen eine Steckverbindung zwischen Empfänger und Antenne, da ich nicht so viele Empfänger habe wie Modelle und zudem noch wechseln möchte.
Ich bin kein Fachmann für RC-Anlagen oder Elektrotechnik, aber die Praxis erweist sich meist als aussagekräftiger als jede Theorie.
Gruss
Christian
roter baron (http://ch.baron.bei.t-online.de)

Florian K.
10.05.2002, 11:19
interessante und informative seite herr baron ;)

solange bei dir das verlängern deiner antenne zu keinen störungen führt ist das ja gut so. nur komisch, dass andere damit probleme haben...

.flo

Udo Fiebig
10.05.2002, 13:17
Hallo zusammen,
nur mal so als Kommentar/Info:
ich fliege seit ca. 20 Jahren mit einer ähnlichen Empfänger-Antennen-Konfiguration (he, Super-Wortschöpfung?) wie von Christian beschrieben. Nur, dass ich oft sogar vorhandene Stahldrähte/-litzen als Antenne nutze.

Das ergibt dann teilweise Antennenlängen bis nahe an 2 Meter !!! :p

Und wer mich kennt, weiß auch, dass ich gerne auch mit einem Grosssegler bis an die Sichtgrenze fliege.
Probleme, auch bei Beinahe-Absaufern bis tief runter ins Tal, habe ich in all den Jahren noch nie gehabt. :D

Gruss
Udo

segelflieger
10.05.2002, 19:27
@Christian Baron & Udo

Äusserst interessant, Eure Art der Problemlösung :eek: :eek: :eek: .
Etwas baff bin ich trotzdem, da ich die letzten 20 Jahre immer fest daran geglaubt habe, dass man alles darf, nur nicht die Länge der Empfängerantenne ändern. Dies wurde und wird von den Herstellern auch heute noch so gefordert.
Ist hier jemand im Forum, der mir das fachlich (und dennoch für einen Nichtelektroniker verständlich) erklären kann, warum die Antennenlänge des Empfängers offenbar gar keine Rolle spielt???
Und nur so ein Gedanke: Wie sähe es im Zweifelsfall denn mit der Haftung / Versicherungsfrage aus, falls ein solcherlei "veränderter" Empfänger doch nicht funzt und das Modell deshalb einschlägt???

Jürgen N.
10.05.2002, 20:44
Nur in Kürze:
Es gibt 2 Arten von Antennenankopplungen:

a) Die abgestimmte, da ist die Antennenlänge sehr wohl wichtig, allerdings ist auch die Verlegung und die Nähe zu anderen Teilen (auch Holz) entscheidend. Daher wird diese Methode meist nur bei Sendeantennen (weils da nicht anders geht) verwendet.

b) Die lose (passive) Ankopplung. Hier wird die Antennen nur sehr lose an einen
Schwingkreis angekoppelt und hat fast keinen Einfluß auf die Frequenz. In diesem Fall ist die Antennenlänge und Verlegung ziemlich egal. Das wird zB. bei Modellempfängern gemacht.

ABER ! Für die Empfängerabstimmung ist die Antenne egal. Jedoch NICHT für die
empfangene Feldstärke. Eine zu kurze oder eine zu nah an anderen Teilen verlegte
Antenne kann nur eine geringe Leistung aufnehmen und die Reichweite wird geringer sein.
Gruss Jürgen

Christian Baron
10.05.2002, 21:11
Danke für die fachliche Erklärung Jürgen!

Daraus ist zu verstehen, dass zu kurze Antennen den Empfang beeinträchtigen, lange oder längere Antennen aber nicht schädlich sind, besonders wenn sie auch noch teilweise durch/an abschirmende Teile des Modells geführt werden, was ja im Rumpf auch der Fall ist.

Udo und ich haben also nichts verkehrt gemacht mit unserer Art der Antennenverlegung, was wir ja beide schon mehr als 20 Jahre in der Praxis bestätigt sehen!!!

Swift: Da haben die Leute mit Problemen wohl etwas anderes falsch gemacht.

Gruss
Christian

panic
13.05.2002, 10:18
hier wird´s ja ungemein interessant! habe erst vor zwei wochen von meinem "fluglehrer" gelernt, dass man die antennenlängen auf den halben zentimeter genau einhalten muss. da ich die meisten empfäger steckbar verbaue kann es nun sein, dass ich hie´ und da etwas aus dem mass gekommen bin... und jezz lese ich: "mach mal ruhig länger!" ich hoffe, dass bald einer der fliegenden elektronik-päpste den weg in diese diskussion findet und mich (uns) definitiv aufklärt.

sicherheitshalber bitte ich euch schon mal den zollstock anzulegen, wenn ihr diese noch unangetasteten empfänger rumliegen habt: wie weit ragt das kabel aus der kiste: graupner R700, graupner C17 und C19, graupner smc-19DS, webra Nano S6, multiplex Pico 4/5... oder wo bekomme ich verlässliche angaben ohnen euch zu bemühen??

die andere interessante geschichte ist die mit den ferritringen. das wurde hier doch auch irgendwo mal ausführlich besprochen. hat jemand den link noch parat?

nurflügel
14.05.2002, 02:13
Bei Empfängerantennen in Modellen kann es meiner Erfahrung nach auch ruhig etwas länger sein.

Beim Sender ist das mit der Antennenlänge kritischer, weil da die Stehwelle stimmen muß, sonst gehts dem Sender oft an der Kragen und ein Teil geht zurück in die Endstufe. Nicht so schön.

bie
21.05.2002, 11:20
Hi,

bin gerade an der Wasserkuppe gewesen und wollte noch etwas zum Thema "Stabantennen am Rumpf sind nicht scale" – ich glaube, der "Segelflieger" hatte diesen Einwand – beitragen: Dort flog eine manntragende B4 und die hatte eine Stabantenne (der Pilot meinte: "Ist eine normale Autoantenne.") mitten auf dem Rumpf etwa bei einem Drittel der Flächentiefe angebracht. Na, also - es geht doch.

Grüße,

Andy

Jürgen N.
25.05.2002, 14:45
nic:
etwas Falsches wird nicht wahr, wenn es immer wieder wiederholt wird.
Auch nicht von einem "fluglehrer".
Bedenke noch dies:
Warum muss nicht die Antennenlänge verändert werden, wenn der Kanal gewechselt wird?
Oder warum kann die Länge am selben Empfängertyp neu schon 10 cm differieren (so bei mir bei Graupner)? OK, alles nur geringe Differenzen. Aber das Prinzip bleibt.
Gruss Jürgen

knitz
25.05.2002, 17:36
Hallo Allesamt,
fliege vorwiegend elektrisch und hatte auch gelegentlich Wackler in grösseren Entfernungen,meistens im reinen Segelbetrieb.Seit der Zeit spanne ich meine Antenne mit einem leichten Gummi quer über den Rumpf zur oberen Ecke des Leitwerks bei meinen V-Leitwerklern bzw.beim T-Leitwerk zur HLW Ecke.Um die Verknüpperei der Antenne mit dem Gummi zu ersparen,nehme ich als Bindeglied ein Ruderhorn von einem Mikroservo.Sollte die Antenne länger sein,lasse ich das Antennenende lose hängen.Seit der Zeit ist Ruhe an der Front. :D

[ 25. Mai 2002, 17:44: Beitrag editiert von: knitz ]

crakob
12.11.2003, 16:14
Hallo, dieser Fred ist zwar schon alt, aber ich glaube immer noch aktuell.

Wenn ich mich recht entsinne, sollte eine Antenne, wenn sie denn gekürzt oder verlängert wird, immer die Länge von Lambda/2, L/4 2xL etc. haben.

Wenn ich bei ACT schaue hat z.Bsp der Micro6 Empfänger 45cm Länge. Normal sind meine Empfängerantennen im Originalzustand immer so um 90 cm. Also wären 1,80m, wie oben mal erwähnt doch genau richtig. ?

Jürgen N.
12.11.2003, 17:49
Christian,
zum x-ten und für mich letzten mal ;) :
massgebend ist die wirksame Antennenlänge.
Nicht die physische.
Wirksam ist die parallel zur Senderantenne projizierte Empfängerantennenlänge. Dass die im Modellflug dauernd ändert, ist klar. Beim Start oder Landung z.B. ist fast nur ein "Punkt" wirksam.
Was soll da die Lambda-Geschichte?
Aber ich möchte niemandem den Spass an einer millimetergenau auf irgendein Mass gehaltenen Antenne verderben!
Glauben macht bekanntlich seelig...
So das war's ;)
Gruss Jürgen

Andreas Schmiedel
24.11.2003, 20:51
Hallo Segelflieger,

ich hab jetzt nicht alle guten Ratschläge der Modellkollegen gelesen, aber schnell festgestellt, dass viele gutgemeinte Ratschläge ohne fundiertes Wissen abgegeben werden.
Fakt ist:
Fast alle Großmodellpiloten auf Veranstaltungen, egal ob Motor- oder Segelflug benutzen Stabantennen, - sicher nicht weils Nachteile bringt!
Bei einer 50cm Stabantenne ist in der Regel ja auch immer noch 50cm Litze vorhanden, da die Gesamtlänge von meist ca. 1 Meter eingehalten werden muss.
Die Stabantenne hat ihren wichtigsten Vorteil bei weiträumigen Landeanflügen. Wenn dabei das Modell auf einen zu fliegt und die Antennenlitze im Rumpf verlegt ist, besteht praktisch fast keine Antennen-Projektion mehr zum Sender, die Empfängerantenne projeziert in dieser Fluglage eigentlich nur noch einen kleinen Punkt.
Dies ist eine funktechnische mittlere Katastrophe!!!
In der selben Situation bietet eine 50cm-Stabantenne eine Antennenprojektion von etwa 50cm, dies bedeutet einen sicheren Empfang, besonders beim Landeanflug in Bodennähe!
VORSICHT beim einbau von Stabantennen in CFK-Rümpfe!
Wenn sich an der Stelle im Rumpfrücken an der man das Loch für den Stabantennensockel bohrt ein Kohleroving befindet, darf an dieser Stelle auf keinen Fall der Sockel angebracht werden!!!!
Der Antennensockel darf NIEMALS Kontakt zu einem Kohleroving bekommen, da sonst das gesamte Antennensystem nicht mehr richtig funktionieren kann. Ein Kohleroving ist elektrisch leitend,... das muss ich jetzt sicher nicht weiter erklären.

Gruß Andreas

Collie
25.11.2003, 08:30
Hallo zusammen,

ich kann Andreas nur Recht geben. Diese Anordnung der Antenne und dazu gegebenfalls die passende Ausrichtung der Senderantenne, erthöht die Empfangsqualität erheblich. Ich richte meine Senderantenne immer nach link oben aus, da ist sie beim Start aus dem Weg und steht etwa parallel zur Empfängerantenne. Wackler, besonders beim Start, sind bei mir nicht mehr aufgetreten. Der erhöhte Luftwiderstand, der weiter oben mal angemerkt wurde, ist sicher vorhanden aber meiner Meinung nach subjektiv nicht feststellbar. Auch das eine solche Antenne bei einem Scale-Segler störend wirkt, gilt ab einer gewissen Entfernung nicht mehr (schon garnicht wenn der Segeler über uns kreist), und in der Nähe ist mir Sicherheit (für Mann und Maschine) wichtiger als Schönheit.

[ 25. November 2003, 08:31: Beitrag editiert von: Collie ]

Gast_2222
25.11.2003, 11:45
Tach Juergen, Du hast Dich doch nicht etwa verstrubbelt???

Original erstellt von Jürgen N.:
Christian,
zum x-ten und für mich letzten mal ;) :
massgebend ist die wirksame Antennenlänge.
Nicht die physische.
Wirksam ist die parallel zur Senderantenne projizierte Empfängerantennenlänge. So ist also der Empfang bestens, wenn Sender- und Empfaenerantenne genau eine Linie bilden? Die Antwort erspar ic Dir, sach aber mal so:

Wichtig ist die Komponente der Antennen, die lotrecht auf der Verbindungslienie Sender-Empfaenger steht.

Bei der Empfaengerantenne ist die Lmbda/n Geschichte tatsaechlich Quatsch, weil dies nur fuer kleine n Sinn macht, was mit Lambda ca. 11m und Laenge E-Antenne ca. 1m offenkundig nicht stimmt.

Viele Gruesse, Wolfgang

Jürgen N.
25.11.2003, 13:11
>>Wichtig ist die Komponente der Antennen, die lotrecht auf der Verbindungslienie Sender-Empfaenger steht.
Sehr wahrscheinlich meinen wir dasselbe.
Wenn beide Antennen parallel liegen, ist's am besten. Die eine projiziert sich voll auf die andere.
Die eine senkrecht zur andern ist S.., nicht gut.
Einverstanden?
Gruss Jürgen

Gast_2222
25.11.2003, 13:44
Nein Juergen, Falsches wird durch Wiederholung nicht besser. Die Reihenfolge hier sollte sein: Lesen -> Gehirnkasten einschalten -> Schreiben.

Bilden beide Antennen eine Linie, sind sie parallel zueinander UND haben die schlechteste denkbare Funkverbindung, weil der Winkel JEDER Antenne zur Verbindungslinie Sender-Empfaenger Null ist. Die Parallelitaet der Antennen ist gar kein Kriterium, das weiterfuehrt.

So und jetzt schreib nix mehr dazu, weil ich mich ja auch nur wiederholen wuerde Es sei denn, es kommen bessere Gegenargumente)

Gruss, Wolfgang

Jürgen N.
25.11.2003, 15:48
>> Lesen -> Gehirnkasten einschalten

parallel (v. griech.: pará entlang, neben; allélon einander)neben etwas anderem verlaufend , räumlich oder zeitlich.

>> Bilden beide Antennen eine Linie, sind sie parallel zueinander

???
-> Gehirnkasten einschalten

So, das wars, endgültig!
Gruss Jürgen

Thommy
25.11.2003, 16:14
Hallo,
also bevor wir uns hier in Gehirnakrobatik verlieren, kommen wir zum eigentlichen Thema zurück.
Bei den Großseglertreffen bei denen ich in den letzten Jahren war, haben die Segler mit Stabantenne auf dem Rumpf eher eine kleine Randgruppe gebildet. Es ist auch schwer zu verstehen, warum jemand , der sich beinahe einen abfingert, ein Modell möglichst Scale nachzubauen, auf einem Rumpf dann eine Stabantenne bauen soll, die den optischen Eindruck völlig zerstört. Denn da sind wir uns ja hoffentlich einig, die Dinger sind so häßlich, wie die Nacht finster.
Bei Großseglern gibt es wenig Notwendigkeit für Kohleverstärkungen im Rumpf, aus diesem Grund ist es durchaus möglich auch ohne Stabantenne die für Großsegler erforderliche große Reichweite zu erreichen.
Damit keine Mißverständnisse aufkommen, technisch ist mit einer Stabantenne sehr einfach eine gute Reichweite zu erzielen, aber ist nicht der einzig mögliche Weg.

Gruß
Thommy

Mike_2
25.11.2003, 16:55
Bullshit.

Sorry dass ich mich hier einmische. Hier stehen soviel Halbwahrheiten, dass es nur noch ein Durcheinander ist.

Recht haben beide ... zum Teil.

Bei parallel verlaufenden Antennen ( nicht in einer Linie ) ist die abgestrahlte und empfangene Energie am besten. Steht die Empfängerantenne senkrecht oder in einer Linie zur Senderantenne ist die Energiedichte an der Empfängerantenne am geringsten.
Die Energiedichte ( Energie an einem bestimmten Punkt im Raum, hier an der Empfängerantenne ) und damit die Stärke des Signal am Empfänger ist am größten, wenn die Antennen parallel liegen.

Daher sollte man mit der Antenne nicht direkt auf das Modell zielen, da hier der Fall 'senkrecht zur Empfängerantenne' oder 'in einer Linie'Ä häufiger vorkommt als bei einer aufgestellten Senderantenne.
Das zu dem Fall, wie sollte die Antenne am besten ausgerichtet sein.

Nun zum Fall Antennenlänge.
Die Antennenlänge MUSS aus physikalischen Gründen die Länge LAMBDA ( Wellenlänge ) haben. Diese Wellenlänge wird beeinflußt durch das Medium, in dem sich die Welle bewegt ( hier verständlicher Weise Luft ). Ist das Medium ein Anderes ( Cfk etc.), ist die Wellenlänge auch anders und damit die physikalisch günstigste Antennenlänge. Unter Einbuße von der empfangenen Energie ( Signal ) kann auch ein n-ter Teil von Lambda als Antennenlänge verwendet werden. Die beste Empfangsantenne würde allerdings eine Dipolantenne darstellen.
Daher sollte die Antennenlänge auch möglichst genau eingehalten werden. ( bei 35MHz sind es 1m ). Durch Ändern des Quarzes und damit Änderung der Frequenz würde sich auch die Antennenlänge ändern.
Da hier allerdings eine Änderung im kHz Bereich vorgenommen wird, wäre die Längendifferenz der Empfangsantenne eher marginal.

Ach ja, wers nicht glauben will, nachzulesen in jedem Buch der Elektrotechnik.

Gruß
Mike

Mike_2
25.11.2003, 16:56
[ 25. November 2003, 16:58: Beitrag editiert von: Mike_2 ]

Steffen
25.11.2003, 17:15
Moin,


Original erstellt von Mike_2:
Bullshit.
[...]
bei 35MHz sind es 1m

Aha, klare 1/8,57 Abstimmung der Antenne. Ja das ist logisch.


Ach ja, wers nicht glauben will, nachzulesen in jedem Buch der Elektrotechnik.
Stimmt genau. Auch die lose Ankopplung und die Antenennlängenangleichungen.

Ciao, Steffen

Gast_2222
25.11.2003, 17:47
Also nochmal langsam zu Mitschreiben: Ein Parallelogramm besteht aus 2 parallelen Linienpaaren. Sei eines dieser Paerchen jeweils eine Antenne, sieht man unmittelbar: Parallelitaet sagt nichts zum Empfangsqualitaet, nur die Rechtwinkligkeit:

Das hier ist schlecht aber auch parallel, wobei die >>> nur Platzhalter zum Rechtsruecken sind, Antennen seien die Stichlinien:

---------
>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>-----

Wohingegen dieses hier optimiert ist:

---------

-----

Die Antennenlaenge muss mit dem HF Teil derart korrelliert werden, dass die Eigenfrequenz des Ganzen stimmt. Der Draht hat auch Induktivitaet und Kapazitaet (Ob's in der Paxis Auswirkungen hat, weiss nich).

Viele Gruesse, Wolfgang

Kolja
25.11.2003, 21:44
Hi,

offenbar gibt es hier ein Missverständnis die Bedeutung des Wortes "parallel" betreffend ... :)


Original erstellt von Jürgen N.:
parallel (v. griech.: pará entlang, neben; allélon einander)neben etwas anderem verlaufend , räumlich oder zeitlich.

>> Bilden beide Antennen eine Linie, sind sie parallel zueinander

???
-> Gehirnkasten einschaltenIm geometrischen Sinne ist die obige Definition von "parallel" reichlich unpräzise, denn in der Geometrie gilt folgendes:

http://www.rc-network.de/upload/1069793000.gif

bye, Kolja.

<edit>
Oups ... Wolfgang hatte im Wesentlichen schon das gleiche geschrieben ... naja, vielleicht mag jemand meine Skizze :)
</edit>

[ 25. November 2003, 21:46: Beitrag editiert von: Kolja ]

Ulrich Horn
26.11.2003, 03:15
Du meine Güte ;)

wie vorsichtig man mit Worten sein muss :D

physikalisch/geometrisch lässt sich das in Worten nicht auflösen. Auch schnurgerade Antennen haben keine rein zylindrische Charakteristik; entweder man beherrscht mathematisch die Projektion komplexer Rotationskörper aufeinander oder man akzeptiert die nichtmathematische Formulierung
"Je mehr die Antennen voneinander 'sehen' desto besser ist die Übertragung".

Die Formulierung von Jürgen N. zur "wirksamen" Antennenlänge ist technisch falsch. Er meint "wirksam" im geometrischen Sinn, und bezieht sich auf die Feldstärke.
Üblicherweise ist die "wirksame Antennenlänge" ein Begriff aus der HF-Technik und bezieht sich auf die elektromagnetische Wellenlänge. Beides hat miteinander nichts zu tun, zumindest solange unsere Modelle nicht annähernd mit Lichtgeschwindigkeit fliegen.

Eine Langwellenantenne wird durch simple Ausrichtung im Raum nicht zur UKW-Antenne. Die Antennenlänge ist also durch unsere 35 MHz und die Koppelung im Empfänger durchaus vorgegeben.

Theoretisch kann man die Antenne als Teil eines idealen Schwingkreises verwenden und durch Abstimmung der Länge auf Resonanz die Empfangsleistung verbessern. So grosse Modelle haben wir aber nicht, folglich ist das Reflexionsverhältnis sowieso verhunzt und 10% mehr oder weniger Länge machen kaum einen Unterschied.
Und da hat Jürgen jetzt wieder recht: die Erhöhung der geometrischen "Sichtbarkeit" der Antenne ist wirksamer als die elektrische Anpassung.

Grüße, Ulrich

maikrotex
23.12.2008, 20:56
also ich finde die stabantennen sehr stylisch und passen gut zu nem großsegler wie ne grob.
sicherheit wird es zumindest verbessern!

maikrotex
23.12.2008, 21:11
also ob eine stabantenne hässlich wirkt oder nicht ost immernoch geschmacksache:)
ich finde es paßt wenn es keine 1 meter antenne ist;)

kallefly
24.12.2008, 12:01
Leute ich denke wir sollten hier einmal einen Schnitt machen:

Es wird sehr viel diskutiert und nochmehr aneinander vorbei geredet.
Was fehlt ist a) eine vernünftige Definition ( z.B. was ist parallel )
und b) entsprechendes Fachwissen aller Beteiligten. Hier treffen ja
Hobbiisten - primär also Fach-Laien aufeinander, da sind Mißverständnisse
und Irritationen vorbestimmt. Also ein schwieriges Unterfangen.

Wichtig für mich ist, daß ich auf Praxiserfahrungen aufbauen kann.
Und so mache ich es seit Jahren wie Udo u der Baron: Ich verlängere
die Antenne ( bis zu 2,0m), nicht um besseren Empfang zu errreichen
sondern um konstruktiv bis in die hochragende SLW-Flosse zu gelangen,
um die Antene hier fast senkrecht hochzuziehen. Das ist dann praktisch
meine Stabantenne, denn dieses zwar kurze aber senkrechte Stück bringt
guten Empfang, das haben wir ja nun hier sehr deutlich gelernt.

Ich vermeide es tunlichst über Dinge zu diskutieren, von denen ich nichts
oder nur wenig verstehe - aber ich gebe gern meine Praxiserfahrungen weiter
und nehme auch gern solche Empfehlungen an.

Allen frohe Feiertage und einen guten Rutsch!

Van deer Bart
01.01.2009, 21:18
Hallo,


Denn da sind wir uns ja hoffentlich einig, die Dinger sind so häßlich, wie die Nacht finster.

Nöe sind wir uns nicht - eine Stabantenne finde ich äußerst stylisch ! :D



Wichtig für mich ist, daß ich auf Praxiserfahrungen aufbauen kann.

Aha, ok wie sieht die den nun genau aus, so das sie auch für andere verlässlich vertretbar ist !?

Und genau das ist doch die Problematik. Verschiedene Modelle mit verschiedenen Konstellationen und verschiedene Flugplätze/Anwendungsbereiche.:rolleyes:

Wenn diese Grundsituation ehh ziemlisch schwierig ist, dann tue ich mir auch besonders schwer, denen der Firmen empfohlene Vorgehensweise zu ignorieren(Antennenlänge beibehalten) und die Antenne "einfach" zu verlängern wie hier des öfteren beschrieben wurde!

Was ich sagen kann zu dem Thema ist : 4m GFK/Abachi Modell ; Rx 9 synth DS IPD Empfänger Multiplex; 35 cm Stabantenne nach oben raus ; Antennlitze um eben diese 35cm gekürzt = bis jetzt in 1040m Höhe störungsfrei.

Liegt es an dem Empfänger oder an der Stabantenne ? Keine Ahnung: :D

kallefly
02.01.2009, 09:27
Siehst Du Tom, in Deinem Schlußwort sagst Du selbst, daß Du keine Ahnung hast.
Dann machs doch so wie ich und viele andere Piloten, und baue auf Praxiserfahrung.
Eben die hier vertretenen " Verlängerer " kommen aus den unterschiedlichsten Regionen,
mit ganz unterschiedlichen Bedingungen und noch unterschiedlicheren Flugzeugen.
Sie haben nur eins gemeinsam: Die verlängerte Antenne und störungsfreien Empfang! :)

Wenn Du Dich aber unbedingt an die Vorgaben halten willst, dann ist das doch
auch in Ordnung und wird auch von allen akzeptiert. Wichtig ist doch, daß jeder
von seiner " Bauweise " überzeugt ist, und wenns funzt umso besser.

Gruß

Udo Fiebig
02.01.2009, 11:12
... und baue auf Praxiserfahrung.
... hier vertretenen " Verlängerer " ...
Sie haben nur eins gemeinsam: Die verlängerte Antenne und störungsfreien Empfang! :)
Dieser (mein) Ventus-2c mit einer Spw. von 5,56 m fliegt seit vielen Jahren mit der auf dem Bild rot markierten Antennenführung. Empfänger ist hier ein Graupner/JR "DS24".
Auch als mir die Vario-Dame am Gerlitzen 'Höhe minus 350 Meter' ins Ohr flüsterte, gab's nicht das geringste Empfangsproblem. Und da war das Modell sicherlich auch weit mehr als 1000 m draußen unten in Richtung Tal. :cool:
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Wie Kallefly schon ganz richtig sagte: "Praxiserfahrung"

Aber wer weiterhin lieber haargenau auf 90 - 100 cm achten möchte: nix dagegen! :D

Gruß Udo