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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : SAL-Segler Bichler Salsa - Flügelflattern



Gast_67_1
16.05.2003, 21:48
Hallo zusammen,

als noch-nicht-so-lange-Modellflieger und SAL-Einsteiger habe ich mir einen Salsa (http://www.modellbau-bichler.de/datenbank/flugzeuge/datenblatt.php3?id=146&uebertrag=2) von Bichler zugelegt. Ich schätze, dass ich bisher insgesamt gut 100 Würfe damit gemacht habe. Es klappt eigentlich ziemlich gut. :)

Erfahrungen: Zweimal hat sich bisher das Höhenleitwerk gelöst (keine harten Ladungen!) - da habe ich wohl schlampig geklebt. Die serienmäßige Bespannfolie taugte wenig (Falten - nachgeföhnt - Folie "ausgeleiert"), so dass ich sie durch Oralight ersetzt habe.

Heute hatte ich bei einem Wurf heftiges Flügelflattern gehabt (vorher nie). So heftig, dass sich beide Querruder-Servos gelöst haben (Gehäuse waren aber auch nicht angeschliffen vorm Kleben). Resultat: Fast unsteuerbar, bei der trudelnden "Landung" Seitenruder gebrochen (sollte sich aber kleben lassen). :mad:

Jetzt die Frage: Es sind 4 Graupner C-1081 verbaut. Die haben kein direktes Getriebespiel sind aber sehr "schwabbelig" (Getriebe und Servohebel). Kann das Flattern daher kommen? QR-Anlenkung ist ansonsten spielfrei. Oder ist die Rippenfläche doch nichts für SAL? Wird es mit C-2081 auf den Querrudern (habe ich noch da) besser?

Danke für jede Hilfe!

Viele Grüße,

Jens

Hans Rupp
17.05.2003, 06:40
Hallo Jens,

das Problem am flattern ist, dass man meistens nicht erkennt was am Flügel flattert.

Flattert der ganze Flügel, nutzt ein Tausch der Servos nichts.

Flattern nur die Ruder kann dies folgende Ursachen haben:
1. Servo zu schwach, zuviel Getriebespiel
2. Anlenkung zu weich, zuviel Spiel
3. Ruder zu weich
oder eben eine Kombination von allem.

Ich würde mal das Stück begrabschen und nachsehen, was nachgibt wenn man die Ruder verwinden will. Dort würde ich als erstes Nachbessern. Gegen weiche Ruder hilft das einkleben eines Verstärkungsrohres aus kohlefaser oder Alu. gegen eine weiche Fläche wird es schon schwieriger. Man könnte z.B. die Rippen etwas abschleifen und dünne CFK-Streifen (gibt es z.b. bei www.EMC-Vega.de (http://www.EMC-Vega.de) ) aufkleben. Oder die offenen Rippenfelder diagonal verspannen.

Hans

Gast_67_1
17.05.2003, 08:16
Hallo Hans,

danke für die Tipps. Es hat wohl der ganze Flügel geflattert, nicht nur ein oder beide Querruder (war nicht nur hör- sondern auch sichtbar). Kann das nicht auch von den Rudern ausgehen?

Was man noch dazu sagen muss: Der Wurf war auch wohl etwas verissen und ging ungewöhnlich steil nach oben - aber das sollte ja nicht gleich einen Crash geben...

Die Ruder und die Anlenkung sind eigentlich sehr stabil. Die Ruder sind auch nicht sehr lang (oder breit?), so dass sie sich nicht stark verwinden können. Ich suche noch mal systematisch nach "weichen Stellen"...

Gruß, Jens

Gast_52
17.05.2003, 09:30
Hallo Jens,

tauchte das Flattern erst nach dem Neubespannen mit Oralight auf? Hast Du evtl. einen Verzug reingebaut?

Ich habe auch den Salsa, hat jetzt gut 500 Würfe hinter sich und bis jetzt kann ich nicht über Probleme klagen.
Null Flattern, Folie OK. Nach den ersten 2 Monaten habe ich etwas nachgespannt, seitdem aber alles wunderbar.

@ HLW/SLW die Leitwerke habe ich angeklebt (jeweils mit Balsablock, wie in der Anleitung beschrieben), jedoch habe ich die Leitwerke nachträglich an 2 Stellen noch mit Kohlerovings 'angenäht' und den Roving dann mit Sekundenkleber getränkt. Bis jetzt hält es.

Bei und im Verein gibt es noch 4 weitere Salsas, da habe ich auch noch nichts von Problemen gehört. Aber morgen ist bei uns der interne HLG-Wettbewerb, da werde ich mal auf Probleme achten...

bis bald,

Thorsten

Gast_67_1
17.05.2003, 11:33
Hallo Thorsten,

einen Verzug habe ich nicht reingebaut (auch wenn es die erste komplette Bespannung war, die ich gemacht habe - vorher nur mal eine Reparatur). Ich habe mir gerade alles noch mal genau genau angeschaut.

Übrigens: Vor dem Neubespannen habe ich einen Lackdraht als Antenne in einer Flächenhälfte verlegt. Das funktioniert zusammen mit ACT Micro-6 und einer MC-24 mit Graupner-Kurzantenne perfekt.

Die schwächste Stelle ist definitiv das C-1081-Servo. Ich tausche jetzt mal die QR-Servos. Ich tippe darauf, dass das Flattern die Kombination aus einem besonders schlechten aber kräftigen Wurf und den Servos war. Ich werde über den Erfolg berichten (je nach Zeit und Wetter).

Die Leitwerke sind trotz Bruch bei mir auch wohl kein konstruktiver Schwachpunkt. Man muss das HR halt gut verkleben (Balsablock genau passend machen, Rohr ordentlich anschleifen, kein 5-Minuten-Epoxy nehmen). Für das Seitenruder habe ich das Rohr geschlitzt und das Ruder eingeklebt. Beim Absturz hat die Klebestelle perfekt gehalten, nur das Ruder selbst ist gebrochen. Ist aber schon wieder repariert.

Noch mal Danke für alle Tipps,

Jens

Chandrayaan
18.05.2003, 14:59
Hallo Jens,
nur das Tauschen des Servos wird keinen Erfolg bringen. Ich habe selbst einen Salsa mit C261 als Querruderservo. Wenn ich heftig werfe, dann flattert der Flügel.
Durch viel üben und sauberes Abwerfen wird er seltener flattern. Aber mit dem Original-Flügel wird es immer wieder auftreten...

Ach ja, ich habe das Flattern wegbekommen! Ich sag auch wie: Ich habe für 60 Euro auf einem Flohmarkt einen nagelneuen Flügel von Zach erstanden. Ältere Fireworksversion mit 2fach V-Form.
;)
=> Ist also nun kein reiner Salsa mehr.
Jetzt kann ich aber Werfen wie ich will => kein flattern mehr...

Servus,
Martin

Gast_67_1
19.05.2003, 23:10
Das erklärt vielleicht auch, warum es jetzt den (die) Salome (http://www.modellbau-bichler.de/datenbank/flugzeuge/datenblatt.php3?id=246&uebertrag=2) gibt...

Gruß, Jens

Gast_67_1
26.05.2003, 20:33
Ich habe ja noch einen Erfahrungsbericht nach Servotausch versprochen:

Heute gab es nur noch ein einziges Mal kurzes (Sekundenbruchteile) Flattern direkt nach dem Wurf - insgesamt ca. 30 Flüge.

Dann ist mir allerdings im Wurf der komplette rechte Teil der Fläche abgebrochen :mad: - ohne "Hindernisberührung" (Nasenleiste ist völlig in Ordnung) und ohne vorherige harte Landungen oder sonstige Misshandlungen. Ich hätte viel eher erwartet, dass links etwas bricht (bin "Rechtswerfer"). :confused:

Der Schwachpunkt ist offensichtlich der Sperrholz-Verbinder, der die Teile des Rohrholmes verbindet (war mir beim Bau schon etwas suspekt) - er ist glatt durchgebrochen:

http://www.rc-network.de/upload/1053973271.jpg

Das Servokabel hat dann gleich noch ein paar Rippen zerrissen...

Die Verklebung ist übrigens mit "richtigem" Epoxi (24 Stunden Aushärtezeit) gemacht.

Rippenfläche und SAL passt wohl einfach nicht zusammen. Als Anfänger verreisse ich schon mal einen Wurf (meistens zu spät losgelassen) - aber das muss ein Flieger doch wohl aushalten, oder?

Viele Grüße,

Jens

Übrigens: Das "Datei hochladen"-Feature ist super! :)

[ 26. Mai 2003, 21:14: Beitrag editiert von: Jens Reckendorf ]