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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Höhe + Seite + Rippenfläche -> geht da was besser?



MrMue
13.11.2007, 23:05
Servus zusammen!

Ich bin mir garnicht so sicher ob ich zwischen all den SRTLs und Paces überhaupt mit einem Höhe-Seite-Segler aufschlagen darf.

Ich trau mich mal: Ich plane einen reinen Segler (ohne Antrieb) mit Höhe + Seite. Massiv inspiriert hat mich hier (da muss man kein Geheimnis draus machen) der Allegro von Marc Drela. Ich hab da alles nen bißchen angepaßt auf 1,7m und ausgiebig mit der neuen Software von Frank Ranis gerechnet. BTW: Echt ne tolle Sache - gerade auch wegen der neuen Optionen für Leitwerkler.

Als 3D-Modell schaut das ganze schonmal so aus:
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Mal nen paar Worte zur Erklärung des Bildes: Die Spannweite beträgt 1,7m. Flächetiefe an Wurzel, Knick und außen sind 195/180/120mm mit gerader Endleiste. Der Rumpf ist eine Keule mit konischem Endrohr. Beides möchte ich selber herstellen. Das Rumpfurmodell (MDF) steht parat zum abformen:
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Nach einem misslungenen Abformversuch bei dem ich das Formenharz mit Polyesterharz +Quarzsand hinterfüttern wollte, ist das Urmodell wieder instand gesetzt und neu getrennt. Dieses mal plane ich einen Hinterbau der Form aus einem massiven Sperrholzgerüst. Dazu dann morgen einen Screenshot aus dem CAD.


Die Leitwerke habe ich aus 2mm Balsa geschnitten und mit beidseitig 80g Glas unter 45° beschichtet. Das HLW soll als Pendelleitwerk ausgeführt werden. Dazu habe ich die Version von Mark Drela angepaßt und mir eine Form aus Teflon gefräßt; das spart die Trennschicht. Das fertige GFK/CFK Teil wiegt 2,2g. Der untere Bügel (der am Rohr fest ist) richtet sich nach dem noch anzufertigenden Rohr.


Zur Fläche gibts bisher folgende Ideen: 3mm Balsa für Rippen und Holmsteg. Endleiste aus 1,5mm Balsa mit einseitger Glasbeschichtung. Holmgurte bilden am inneren Stück der Fläche Kohlestreifen in 6x0,5mm (2 Rovings) und außen 3x0,5mm (1 Roving). Verbunden werden die beiden Flächenhälften in der Mitte mit einem Kohleverbinder (6x6mm). Dieser wird in einer kleinen Plexiglasform laminiert. Bei einem Druckversuch im Auflageabstand von 90mm ergab sich eine Bruchkraft von 480N. Für diesen Testverbinder (war der erste der ganz schnell nach herstellung der Form getestet werden musste) habe ich nur die halbe Anzahl an möglichen Rovings und 30 Minuten Epoxy verwendet. ich gehe also davon aus, dass ich mit dem endgültigen Verbinder (24x2400tex Roving + 24h Harz) auf der sicheren Seite bin.

Nun gehts an die vordere beplankung. Da ginge ja sicher ganz klassisch 1mm Balsa. Oder ich laminiere mir ein dünnes Glaslaminat vor. In jedem Falle stört mich aber das Thema Nasenleiste. Ich mag es einfach nicht, dass ich alles mögliche fräsen und sauber nach Daten anfertigen kann und bei der Nasenleiste muss ich wieder den Schleifklotz ansetzen. Kurbels Spontanidee mit einem dünnen Kohlestab ist nett, führt aber zu einem konstanten Nasenradius über die gesamt Spannweite. Auch die Anbindung an die 1mm Balsa Beplankung ist mir noch nicht ganz klar. Ist vielleicht auch eine Rippenfläche völlig ohne Beplankung denkbar?
Hat jemand ganz spontan vielleicht eine nette Idee für eine Alternative?

Jo und zu guter letzt noch ein paar Restdaten:
Profil: AG03, Rumpfkeulenlänge: 42cm, Rohrrohling Angelrute 20-->16mm, V-Form innen 5° außen 16° ....bestimmt noch was vergessen ... aber wens interessiert der kann ja fragen.

Netten Gruß
Carsten

MrMue
14.11.2007, 09:54
Ääääääh ja - Resonanz auf den Thread ist ja jetzt nicht so der Burner....

Na gut da will ich Euch dennoch mal eine interessante Erkenntnis nicht vorenthalten. Der Kohleverbinder mit der Hälfte der maximalen Anzahl an Rovings ist bei 480N gebrochen.

Eben hatte ich nochmal einen Verbinder aus der gleichen Form jedoch aus Glasroving mit maximaler Faseranzahl auf der Zug-Druck-Prüfung:

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Hoffe doch, dass man auf Anhieb sieht was ich zum Ausdruck bringen will.
Netten Gruß
Carsten

Chrima
14.11.2007, 10:23
.. V-Form innen 5° außen 16° ....
Morgen Carsten
Hey Du machst das ja voll professionell, was soll man da noch sagen ?
Aus Erinnerung an meine 2-Achs-Zeiten, würde ich höchstens sagen, die innere V-Form nicht so gross zu machen !
Grüsse und gutes Gelingen
Christian

MrMue
14.11.2007, 14:16
Zur Bestimmung der V-Form habe ich eine Frontansicht von Mark Drelas Alegro gelanden und über die Knickstellen einen Kreis aproximiert. Der hatte einen Durchmesser von 4,Xm. Diesen habe ich dann im Verhältniss passend zu meinen 1,7m verkleinert und auch bei mir die Knickstellen wieder auf diesem Kreis plaziert. Dann hab ich nur noch auf ganzzahlige Winkel gerundet. (Die Abweichungen waren gering).

Die Anregung kam von Kurbel. Er meinte, dass idealerweise die V-Form einen Kreis beschreibt. Schaumermal ob das Punkt bringt. Ein gerades Mittelstück hätte mir die Gestaltung des Verbinders zwar deutlich vereinfacht, aber ein Stück weit soll ja auch immer das persönliche Ästhetikempfinden mitfliegen.

Allzu professionell würde ich das ganze nicht bewerten. Das meiste von der Bauerei hab ich hier im Forum abgeschaut und durch Versuch und Irrtum auf meine Belange angepaßt. Dass dabei nicht alles gleich funzt, liegt ja auf der Hand. Dennoch vielen Dank für die Blumen.


Anbei nochmal eine kleine Darstellung wie der Flächenaufbau mit 1mm Balsabeplankung und 2mm Kohlestab als Nasenleiste aussehen würde.
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Ob sich das aber bautechnisch so einfach umsetzen läßt, kann ich nicht richtig einschätzen. Wie sind da Eure Erfahrungen?

Netten Gruß
Carsten

chrisk83
14.11.2007, 14:49
cfk, bei 480 N und Glasfaser bei weit über 800N, naja, wenn ich das richtig sehe hattest du das einemal die hälfte an rovigs und mehr harz, und das andere mal mehr rovings (wenn auch glas), oder wie muss ich das verstehen ?
sieht auf jeden fall nicht schlecht aus...
für welhen einsatzzweck hast du den denn im auge ?
dürfte gut für die schwachen verhältnisse am hang sein, oder am abend mal ebend am gummi hoch

MrMue
14.11.2007, 15:11
Ja das hast Du genau richtig verstanden. Bei Kohle kamen 14 Rovings (14x1,4mm²= 19,6mm²) und bei Glas 17 Rovings (17x2mm²=34mm²) zum Einsatz. Der deutliche höhere Faseranteil hat gigantisch Auswirkungen. Hier stehen 470N gegenüber 970N. Der eigentlich Verbinder der dann zum Einsatz kommt hat 24 C-Rovings (24x1,4mm²=33,6mm²). Ich gehe also in dem Falle von einem maximalen Biegemoment (Mb = F * L / 4) von 22000-23000Nmm aus. Das entspricht in etwa einer statischen Belastung die entstünde wenn die Fläche auf den Enden lagern würde und in der Mitte 5,5kg auf die Flächen lege. Für so ne Leichtbaukiste ist das vermutlich ausreichend.

Das Modell verfolgt zwei Zwecke. Zum einen natürlich für den Hang (ist einfach meine Lieblingsfliegerei) wenn so gut wie garnix mehr geht) und zum anderen um meine ersten vernünftigen Hochstarterfahrungen in der Ebene zu sammeln.

Netten Gruß
Carsten

chrisk83
14.11.2007, 15:16
mhm... also prinzipiell gefällt mir das ganze ;) super, nur, die fehlenden querruder ;) könnten am hang ab und an etwas vorteilhaft sein.
allerdings erinnerint mich das an den calimero von Höllein, den ich mir eventuell noch holen will
auf jeden fall eine klasse idee

MrMue
14.11.2007, 15:18
Ja das QR-Thema ist für mich auch eine ganz große Besonderheit. Ich fliege in fast allen Modellen ausschließlich Höhe + QR. Ich mag eigentlich kein Seitenruder. Aber warum nicht mal über den Tellerrand schauen, zumal es den Flächenbau deutlich vereinfacht und die Fläche leichter / robuster werden läßt.

Netten Gruß
Carsten

gecko_749
14.11.2007, 15:27
Moin,

mal ne Frage zum Rumpf - wie willst Du die Anlage ein und ausbauen und wie die beiden Formhälften verbinden. Für nass in nass fehlt mir da eine brauchbare Öffnung und die Anlage vor dem Verkleben der Rumpfhälften einbauen ist ja auch nicht so der Bringer ...

Und ich verstehe die Motivation nicht in Zeiten von 4 Gramm Servos und 5 Gramm Empfängern auf Querruder zu verzichten. Vor allem am Hang ist doch eine Lagekorrektur kurz vor dem Einschlag und evtl. eine Landehilfe sehr Materialschonend.

Aber gut.

Schöner Bericht - mach bitte weiter.

Gruß

gecko

chrisk83
14.11.2007, 15:30
ich bin gespannt, was draus wird, ich für meinen teil, werde mir wohl den calimero zulegen, um auch für abends am gummi mal etwas zu haben ;)
bei 39 euro kann man nicht nein sagen ;)
oder machst du gleich nen zweiten für mich mit :P
wäre eine verstärkte fläche mit stift in der flächenspitze fürs schleudern eine alternative ?

Chrima
14.11.2007, 15:49
Ja das QR-Thema ist für mich auch eine ganz große Besonderheit. ...
Das Eine schliesst das Andere nicht aus; ich machte auch schon Flügel mit Ohren an ein Modell trotz bestehender QR-Funktion (Flächenverwindung). Ohren sind toll für ein stabiles Kreisflugverhalten. Gab damals z.B. einen „Ski-fahr-und-gleichzeitig-fliegen-Wettbewerb… :D

Wenn man es aber zu rund treibt, wie der Hobbie Hawk mit seinen „Bananen“-Flügel damals, kann es dann schnell einen „Schaukelstuhl“ geben.

MrMue
14.11.2007, 16:14
Flächenverwindung? Jetzt wirds aber interessant.
Magst Du da ein paar Details berichten?

Netten Gruß
Carsten

chrisk83
14.11.2007, 16:34
das ist auch noch ne überlegung, die ich habe (für ne diplomarbeit) für großsegelflugzeuge
gibt zwei möglichkeiten... möglichkeit nummer 1, du verdrehst den ganzen flügel, also quasi die flächensteckung kugelgelagert und dann die hinterkante rauf und runter... funktioniert ganz gut, und simpel.
nummer zwei du steuerst über eine steuerug im holm die endrippe außen an, so dass sich von dort der flügel tordiert... etwas komplizierter

MarkusN
14.11.2007, 18:17
nummer zwei du steuerst über eine steuerug im holm die endrippe außen an, so dass sich von dort der flügel tordiert... etwas komplizierter
Frag mal bei den Wright Brothers an; die haben Erfahrung mit sowas. :D

chrisk83
14.11.2007, 18:49
oder hier:
http://www.das-nurfluegelteam.de/flex_flue.html
kenn ich ja alles schon, nur ebend, ob das ganze auf real umsetzbar ist

Gusto
14.11.2007, 18:56
... dass idealerweise die V-Form einen Kreis beschreibt..

..Wenn man es aber zu rund treibt, wie der Hobbie Hawk mit seinen „Bananen“-Flügel damals, kann es dann schnell einen „Schaukelstuhl“ geben...
Hallo,
ich frage mich, ob nicht eine Ellipsenform am besten wäre.
Es gab ja schon einige Flugmodelle mit geschwungenen Flächen. Z.B. von IBA Bauermann oder der schon erwähnte Hobbie Hawk. Wenn ich z.B. bei den HLG einen fünf-fach geknickten Flügel durch etwas Gekrümmtes annähere, dann könnte doch eine Ellipse ganz gut passen.
(Und ein Kreis ist ja auch der Spezialfall einer Ellipse, wenn beide Brennpunkte zu einem Punkt zusammenfallen)

chrisk83
14.11.2007, 19:00
dann schau dir mal die antares an, von lange flugzeugbau, die hat auch eine eliptische flächenvorderkante...

Chrima
14.11.2007, 21:16
... dann könnte doch eine Ellipse ganz gut passen....
Fange einmal hinten an.
Hab noch nen photo vorgekramt vom Hobbie Hawk. Glaube das kommt der Ellipse doch schon ganz nahe. Aber eben; brauchte ein ruhiges Händchen und Slalom-fliegen wird schnell zu einer (gerissenen) Rolle. Bei der Vrille kann man so schnell die Drehrichtung ändern dass man es kaum wahrnehmen kann. War sogar (mindestens) 1 Modell an der 1. WM, wo dann aber eben ein "Ohren"-Flieger (Aquila) gewann !
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Chrima
14.11.2007, 21:38
Magst Du da ein paar Details berichten?
Da machst Du mich ja schon beinahe verlegen.;) Bleib unbedingt bei Deinem Projekt, wie Du es vorgesehen hast !
Ansonsten ist hier im Segelflug-Forum ja der Fred über den DREAD. Musst Du mal reinschauen !
Ich meinerseits flog damals den Schirokko. War mein Lieblingsflieger. Kunstflugprofil und trotzdem mit leichtem Rippenflügel. Flog eigentlich immer (sogar bei Mondlicht) Rumpf beinahe unzerstörbar. Ja und eben die Flügelverwindung. Kann mich zwar nicht an eine überaus grosse Rollgeschwindigkeit erinnern, aber man konnte damit natürlich schon perfekt den höheren Grashalmen ausweichen.
Dann ist eben auch super schnell ein anderer Flügel gebaut und montiert, wie bereits erwähnt.
Hier die 2 Varianten; E374 gerade und E214 mit Ohren.
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Grüsse
Christian

kurbel
15.11.2007, 00:13
Also wenn das Seitenruder nicht, wie weit verbreitet, einfach zu schlapp ist, dann braucht man für derart Modelle wirklich keine QR.
Die können einen dann eigentlich nur Leistung kosten.
(Wichtiger als QR, wäre evtl. eine Landehilfe, bei der Modellgröße wirds aber auch ohne gehen.)
Man vermurkst mit dem Gebrauch von QRn ganz anständig das Flügelprofil und noch dazu die Auftriebsverteilung des Flügels.
Dann kommen noch Ruderspalte dazu und eine ungünstigere, weniger zentralisierte Massenverteilung des Modells duch QR.
Dann soll man noch koordiniert, leistungsoptimal QR und SR zusammen einsetzen...
Da steht ein sinnvoll ausgelegtes SR-HR-Modell in Wirklichkeit besser da, als manch Einer glauben mag.
Und Ellipse als 'V-Formverteilung' ist schön, aber nicht allgemein optimal, das ist nur der Kreisbogen.

Zur Rumpfform:
Wer sagt denn, wenn im Urmodell keine Öffnungen erkennbar sind, dass in der Form nachher keine sein können? ;)
Einerseits muss man mit der richtigen Bautechnik ohnehin die Nass-in-nass-verklebeüberlappung
nicht extra andrücken, man kriegt es auch so hin, dass sie sich selbstständig anlegt.
Zum anderen wäre auch mit einer massiveren Bauweise der Form ein Aufblasen mit Schlauch möglich.
Passende Kabinenhaube baut man zuvor sowieso in der gleichen Form, trimmt sie zurecht,
fixiert sie wieder in der Form und baut dann den Rumpf, auf den sie dann perfekt passt.

Kurbel

MrMue
15.11.2007, 10:00
Ich muss jetzt gleich zu ner Dilpomverteidigung. Darum nicht so viel Zeit. Nur ein kleiner Screenshot wie ich mir den Hinterbau der Form vorstelle. Gefräßt wird das ganze aus 4mm Pappelsperrholz. Ich denke mal, da komme ich morgen dazu.

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Netten Gruß
Carsten

MrMue
16.11.2007, 08:29
Haltet ihr es für denkbar / sinnvoll den vorderen Flächenbereich garnicht zu beplanken? An der Beplankung ist ja einiges an Gewicht zu sparen.


Netten Gruß
Carsten

chrisk83
16.11.2007, 09:22
wenn du den holm ewas stäker dimensionierst, durchaus, das ist ja das, was höllein bei den libellen auch macht

Chrima
16.11.2007, 10:10
Hallo Carsten
Für solche Fragen wärst Du ev. doch bei den HLG an der besseren Adresse, die bauen ja genau so wie Du das machen willst.
Gruss
Christian

Hans Rupp
16.11.2007, 10:50
Hallo,

hat schon mal jemand eine Fläche mit auf Glas vorlaminiertem Gewebe „besplankt“ ?
(Mischung zwischen beplankt und bespannt, weil ich ein gefühltes Ergebnis zwischen Bespannung und Beplankung erwarte).

49g-Gewebe ergibt mit Harz etwa 100g/qm fertig, also soviel wie Oracover Scaleweiß,
bringt aber bei diagonalem Faserverlauf deutlich mehr Torsionsteifigkeit und müsste meiner Einschätzung nach auch nicht so stark zwischen den Rippen einfallen.

Ansonsten "D-Box Herstellung mit Hilfe einer zweiteiligen Negativform" unter www.thermiksense.de lesen.

Hans

chrisk83
16.11.2007, 11:00
du meinst, also über helling auf profil laminieren, runternehmen und dann auf die fläche, also quasi "schalenbauweise" nur in dünn

Hans Rupp
16.11.2007, 11:13
Hallo,

nein, nur auf einer ebenen Platte / Spiegel laminieren und dann die Rippen damit beplanken.

So eine Lage 49er oder 80er Gewebe ist nämlich noch ganz nett wabbelig. Bis etwa zwei Lagen 80er kann man das noch um die Nase rumziehen, wenn die Fläche nicht mehrdimensionale gekrümmt ist. D.h. also einen Fläche aus Trapezen wie man sie eben auch aus Styro schneiden kann. EMC-Vega hat mal GFK-Platten zum beplanken von Styroflächen etc. vertrieben, die nach Flächengewicht und Laminatdicke aus etwa zwei 80er Lagen bestanden haben dürften.

Wenn man ein Form baut, sollte man gleich Schalenflächen bauen

Hans

Chrima
16.11.2007, 11:22
Hallo Hans
Da ich nicht so der Laminieren bin, wollte ich einmal mit vorgefertigter GFK-Folie probieren. Die dünnste Platte ist aber immer noch 0.3mm stark. Schon noch "heavy".
Meintest Du so etwas;
http://www.swiss-composite.ch/
unter Halbzeuge -> GFK-Platten
Gruss
Christian

kurbel
16.11.2007, 11:33
Für einen Flügel ganz ohne Beplankung würde ich den Rippenabstand zumindest vor dem Holm verringern (halbieren).

Beplanken mit GfK ist auch ne interessante Idee, für die aber erstmal ein paar Versuche sinnvoll wären.

Die Torsionssteifigkeit wäre natürlich auch in geodätischer Bauweise zu bekommen.

Oder auch mit 'geodätisch für Arme', vor dem Holm Halbrippenrippen abwechselnd links/rechts diagonal einbauen.

Kurbel

Chrima
16.11.2007, 11:43
Beplanken mit GfK ist auch ne interessante Idee, für die aber erstmal ein paar Versuche sinnvoll wären.

Sorry !
Das Halbzeug war nicht für ein leichtes Flugzeug gedacht !
Damit gibts höchstens nen Hanghobel um durch Büsche zu fliegen ! (Passiert mir manchmal;) )
Und Achtung !
Gewichtsangabe im Shop ist auch (meiner Meinung nach) falsch, ich komm da etwa auf 1kg/qm !?
Gruss
Christian

kurbel
16.11.2007, 11:50
Ich meine auch nich das kaufbare, sondern das von Hans vorgeschlagene selbsthergestellte Laminat.

Selbst zwei Lagen 80er Glas sollte etwa nur halb so dick und schwer sein, wie das kaufbare Zeug in 0,3er Dicke.
(0,3 mm Dicke Glaslaminat hätte ich jetzt mal mit etwa 1/2 kg pro m² abgeschätzt)

Kurbel

Hans Rupp
16.11.2007, 12:34
Hallo,

bei www.emc-vega gibts GFK-Beplankung mit 0,2mm Stärke
http://server4.gs-shop.de/200/cgi-bin/shop.dll?SESSIONID=0460490158060566&AnbieterID=3034

Das habe ich mir mal bestellt. Ist aber immer noch etwas schwer.

So wie von Kurbel vorgeschlagen ein dünnes, einlagiges Laminat (evt. mit Dissergewebe als Verstärkungen )und Halbrippen an der Nase.

Hans

Chrima
16.11.2007, 13:32
Das klingt nun wirlich besser (für mich, nicht für den Flieger von Carsten), zumal dieses Material anscheinend recht klein zu rollen ist !

An anderer Stelle wurde hier im Forum auch schon einmal von "Plotter"-Folie gesprochen, wird das gebraucht ?
Gruss
Christian

MrMue
17.11.2007, 13:50
Vielen Dank für die vielen Ideen und Hinweise. Das Ding mit dem Vorlaminieren hatte ich mir ja schon für den Hambuslefter MK3 vorgenommen. Ein Pfeilnurflügel für harte Bedingungen am Hang. Glücklichweise half mir Schwiegie mit Postitivbauweise aus. Dennoch hatte ich damals zwei große Platten dual160g laminiert. Das wäre nicht mehr gut zu beplanken gewesen. Viel zu steif.

Ich hatte mir hier schon nen paar Testlaminate gelegt. 2x80g gefällt mir recht gut von der Flexibilität her, aber ich denke Balsa wird noch leichter werden.


Ja sonst hier noch ein paar aktuelle Fotos:

Erstmal der hölzerne Hinterbau für die Formen:
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Hier nun aufgesetzt auf die Urmodelle (die offenen Bereiche sind übrigens 14x42mm groß):
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Und nun noch zwei Bildchen vom HLW und dessen Pendellagerung ala Mark Drela mod.
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Netten Gruß
Carsten
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MrMue
21.11.2007, 23:52
Hallo zusammen!

Die Rumpfform ist mit Hinternissen fertig geworden.
Heute hab ich dann darin erstmal eine Haube laminiert.

Das Rohr als Leitwerksträger habe ich auch ausprobiert. 3 Rovings + 1 Lage Glasschlauch. In der Luft würde das vermutlich reichen, aber ich finde es nicht grifffest genug. Denke mal ein paar mehr Rovings längs werden die Sache in den Griff kriegen.

Also morgen mal die Haube zuschneiden und dann mal an den ersten Rumpf denken. Vielleicht stelle ich aber zuvor noch ein paar Aufsatzleisten her. Mal schauen. Hab damit eigentlich gute Erfahrungen gemacht.

Netten Gruß
Carsten

MrMue
23.11.2007, 19:12
Ich habe mich nun doch noch kurzfristig für die Herstellung von Aufsatzleisten entschieden. Dazu habe ich genau die Kontur der halben Trennebene aus Plexiglas ausgefräßt. Nun habe ich das TEil schon eingetrennt und die Seite, die zur Kontur zeigt mit dem Dremel verunstaltet, mit Verdünnung gereinigt und mit dem grobsten Schleifpapier aufgeraut.
Die Rinne vom Urmodell habe ich wieder mit Wachs gefüllt und nun die Kante mit Formenharz bestrichen.
Jetzt die Plexiglasleisten entfernt der Kontur aufsetzen und mit niederhalten ranschieben. Nun noch Stifte durchstecken.
Da das ursprüngliche Harz nicht ganz gereicht hat, hab ich von oben noch aufgefüllt und mit ner alten Kreditkarte als Spachtel abgezogen.

Naja - ich weiß - Bilder sagen mehr als ......

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Netten Gruß
Carsten

Rotsh
23.11.2007, 19:20
das Leitwerk gefällt mir sehr gut, wie ist denn da der Aufbau, wie sind die Abmaße, wie beschichtet, etc und was wiegt das Teil?

Grüße

Roger

MrMue
23.11.2007, 23:06
So und da sind die Leisten auch schon wieder ab vom Urmodell und mal testweise auf die Form gesetzt. Der "Trick" ist der, dass die Stiftlöcher Langlöcher mit 1mm Verschiebeweg sind.

Die Leisten werden dann vor dem Laminieren mit PVA fixiert. Das ist ausreichend. Auf die gleiche Art und Weise ist auch die Haube im Hintergrund in der Form befestigt.




Nun zu den Fragen:

Das Leitwerk hat eine Spannweite von 350mm. In der Mitte ist es 80mm und am Randbogen 45-50mm tief. Es besteht aus 2mm Balsa und ist mit 80g Glasgewebe beschichtet. Das Gewebe liegt unter 45°. Achja und oben und unten gibt es noch 0,5 Rovings. ;) Das ganz wiegt nun mit dem GFK-Teil fürs Pendelleitwerk 19,5g.

Netten Gruß
Carsten

MrMue
24.11.2007, 00:30
So mal noch ein kleiner Fotonachtrag zu dem HLW und der Lagerung fürs Pendelleitwerk:

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Netten Gruß
Carsten

MrMue
24.11.2007, 19:25
Nen paar Bilder sind ja immer das interessanteste:

Jetzt gehts an die Holmgurte.

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netten Gruß an die noch Mitleser
Carsten

MrMue
12.01.2008, 10:51
Die Holmgurte sind laminiert. Hat hervorragend geklappt. Eine fertige laminierte Rumpfkeule mit Haube und Magnetverschluss wurde in der Zwischenzeit auch mit dem selber angefertigen Rohr verbunden. Nach dem Laminieren der Pendelleitwerkslagerung kann dann der Bau der Rippenfläche beginnen.



Netten Gruß
Carsten

Merlin
12.01.2008, 11:29
Hallo Carsten,

spontan zwei Anmerkungen:
1. Leitwerke aus 2mm Brettchen würde ich nicht nicht machen. Ich habe die Erfahrung gemacht, daß die Wirkung evtl. ungenügend ist. Nimm ein HT14 o.ä. von Drela oder schau mal bei den HLG´s von ihm nach.
2. Die Leistung von dem Modell wird recht gut sein. Das gibt echte Probleme beim Landen. Ich bau mittlerweile immer KLappen ein. Z.B. 40cm pro Seite der Endleiste klappen 90grd nach unten. Wie die Wölbklappe bei Butterfly. Das wirkt perfekt!

Gruß,
Bernd

CHP
23.09.2008, 00:36
Gibt es Bilder vom Endergebnis?

MrMue
06.04.2009, 12:45
Das Projekt ist leider erst soweit wie auf den letzten Fotos zu sehen.

Wenns weitergehen sollte, berichte ich auf jeden Fall hier.
Netten Gruß
Carsten