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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : F3K Aufbautraining



Reto Schmid
16.11.2007, 07:57
Hallo F3K-Gemeinde,

viel kann man über die neusten Modelle und Bauweisen lesen, aber was mich mal interssieren würde: wie bekommt ihr euren Körper auf hochform. Mit Doping is ja nix. Hat sich da schon mal jemand Gedanken gemacht? Ich wäre sehr daran interssiet. Bei mir würde Krafttraining deutlich mehr bringen als IMS/HM Gewebe im Flügel.

Viele Grüsse

Reto

Peer
16.11.2007, 10:28
Ich biete nächstes Jahr wieder den "SAL-Start"-Kurs an,
bei dem aus bewegungsunfähigen HLG-Rentnern echte
Hochstarter gemacht werden :D

Die dabei verwendeten Verfahren zur Körperoptimierung
sind natürlich streng geheim und nur gegen eine nicht
unbeträchtliche Gebühr zu erfahren..... ;)

Schokolade soll schon mal sehr gut sein, soviel sei hier
vorab verraten.......

Peer

Reto Schmid
16.11.2007, 10:38
Hmmm, also einen Start Kurs brauche ich nicht.... ich brauch einfach mehr Kraft und muss mich schneller beweben als Ralph und co. Aber wie trainiere ich jetzt das genau. Gibt es keine Sportwissenschaftler die diese Sportart mal studiert haben und genau sagen können welche Muskelpartie wie trainiert werden sollte.

Gruss

Reto

Hans Rupp
16.11.2007, 11:06
Hallo,

als ich denke dass neben einer Grundfitness die man in jedem Fitnessstudio erlangen kann die Koordination viel wichtiger ist als die Kraftwerte. Speziell einen gute Körperspannung als kräftige Rücken und Bauchmuskulatur helfen, eine Bewegung gut koordiniert ablaufen zu lassen.

http://www.la-online.de/Lehre/Diskuswurf/Biomechanik.PDF reißt die Problematik beim Diskuswurf an. Nett gesagt: Supertalente erlernen die richtige Drehung mit 1.000 Würfen, andere nie ;)

Hans

Reto Schmid
16.11.2007, 11:23
Hallo Hans,

das ist doch schon was. Aber irgendwie noch nicht das gelbe vom Ei!

So eine Video Session mit einer Highspeed Kamera und Auswertung wäre nicht schlecht. Wer hat so ein Equipment?

Gruss

Reto

Henrik Vogler
17.11.2007, 08:56
Moinsen....

meiner Meinung nach ist Kraft nicht alles, die richtige Wurftechnik ist viel wichtiger!
Ich Persönlich mache KEIN spezielles Krafttraining. Zu Anfang der Saison gibt es ca. 1000 Würfe, und dann passt das. Allerdings lege ich dabei zu Anfang sehr viel Wert auch den Wurf-Ablauf und nicht auf Kraft oder Höhe. Wenn dann alles wieder passt- wird "voll abgezogen"

Zum Thema Trainingslager/camp, so was hatten wir mal vor, allerdings ist daraus noch nichts geworden. Eventuell könnte man so etwas ja mit einem D- Tour Wettbewerb in 2008 verbinden...

...so long...

Schulte

M. Gerstgrasser
17.11.2007, 10:31
Hallo Reto,

kontroverser Diskussionsbeitrag gefällig?

Ganz auf Dich persönlich zugeschnitten:

Das Problem ist ganz sicher nicht:
- mangelnder Armradius
- mangelnde körperliche Fitness oder zuviel Fett
- mangelnde Übung

Rein von Deiner physischen Verfassung her müsstest Du 5-10m über mir sein - mindestens. Was dazu aber fehlt, ist "Explosivität".

Mein Rat wäre, trainiere zunächst nicht Kraft mit einem schweren sondern "Endgeschwindigkeit" mit einem leichten, weitgehend unzerstörbaren Modell. Ich nehm' den MiniFW dafür, aber Du hast ja auch Eigenbauten in der 1m Gegend, oder? Der Witz an der Geschichte ist, dass diese Dinger um Einges mehr an Abwurfgeschwindigkeit erreichen können als ein grosser, ohne den Eindruck beim Werfer zu hinterlassen, dass man schon an den Materialgrenzen "nagt". Ausserdem bremsen sie die Wurfbewegung viel weniger durch ihre Trägheit, machen es also leichter, sich an seine Geschwindigkeitsgrenze heranzutasten und diese in weiterer Folge nach oben zu verschieben - und genau darum geht es.

Da man dabei aber fast "nichts in der Hand hat", trainiert man weitgehend die allerletzte Beschleunigungsphase der Drehbewegung (die "Explosivität" des Wurfes) und beim Umstieg auf ein schwereres Modell merkt man sofort, dass der Körper viel schneller will, aber aufgrund mangelnder Kraft nicht kann.

Das ist der Punkt, an dem man eine schnelle Wurfbewegung eintrainiert hat und nur noch daran arbeiten muss, sie auch mit einem schweren Modell umzusetzen - was im Wesentlichen bedeutet, die mittlere Phase des Wurfes (nach dem "Aufziehen" der Körperspannung) zu vergleichmässigen und das Modell schon auf ordentlich Speed zu haben, bevor man den letzten Ummmppph am Schluss reinlegt.

Diese zweite Phase benötigt einiges an Übungszeit. Wenn man eine gute Weile (einige Wochen) nur Mini geworfen hat, hat man fast den Eindruck, man hätte es mit den Grossen "verlernt". In Wirklichkeit hat man sich in Richtung höherer Abwurfgeschwindigkeit umgestellt und braucht jetzt halt wieder etwas Umstellung zurück. Aber ein Schritt in die Richtung ist getan.
Also: Mit dem Mini nicht unmittelbar vor einem Wettbewerb trainieren, gell!


Wenn dann alles wieder passt- wird "voll abgezogen"

Ein weiterer sehr wichtiger Punkt: Kein Mitleid mit dem Material!

In einem amerikanischen Forum hab ich mal gelesen (sinngemäß) [1]:
"Man hat noch nicht sein persönliches Wurfhöhenmaximum erreicht, wenn man nicht wenigstens einmal ernsthaft versucht hat, den Flieger kaputt zu werfen".

Zunächst hab ich mir gedacht, ein Idiot wer sowas schreibt. Aber wenn man mal drüber nachdenkt und sich dann die Leute wie Muschler oder David anschaut, dann sieht man, dass die einfach nicht mehr dosieren - auch nicht bei Wind. Sie vertrauen ihrem Material soweit, dass sie auch unterbewusst nicht mehr damit rechnen, es kaputt werfen zu können.

Ein (nicht fragiler!) MiniDLG hilft auch beim Abbauen dieser mentalen Barriere. Voraussetzung ist natürlich, dass Du ihm festigkeitsmäßig voll vertraust.

Gruss,
Matthias

[1]: An alle Ein- und Aufsteiger: Bitte nicht beherzigen!! Das richtet sich nur an jene, deren Bewegungsablauf schon sehr gut passt. Falsch geworfen kann man auch jede Vollkohlemaschine schon mit mittlerem Kraftaufwand zerstören (auch ohne sie absichtlich in den Boden zu rammen).

AirWolff
17.11.2007, 11:35
gute Abhandlung Matthias!

Die Explosivität kommt bei Abwürfen dieser Art (Drehungen) aus der Hüfte. Kein Scherz!
Schaut Euch die Leichtathleten wie Kugelstoßer/innen :D , Diskus- oder Hammerwerfer an. Sogar Speerwerfer leben ohne Drehbewegung von der Schnellkraft im Augenblick des Abwurfes. Die kommt zum Großteil aus der Hüfte, erst dann zieht die Schulter nach. Das der Kopf dabei frei ist, begünstigt die Sache nicht unerheblich!
Es ist dabei auch fast egal, ob man mollig oder dürr ist. Kraft = Masse x Beschleunigung ... und die Masse ist hierbei nicht der eigene Körper, sondern das Modell ;)
Es ist jedoch bei aller Theorie sehr schwer, sich selbst beim Training zu analysieren. Nicht nur deshalb sollte man sich Gleichgesinnte suchen.
Und wie so oft im Leben: " Übung macht den Meister".

Gruß, Andreas

AliasJack
17.11.2007, 11:45
Hi
ohne mich jetzt auf die anderen posts zu beziehen sondern nur auf das körperliche training:
kampfsport könnte imho da schon helfen
v.a. z.b. taekwondo, da machst viel mit den füßen und mit dem richtigen eindrehen
man lernt auch, wie man den richtigen speed beim drehen aufbaut(was ja beim sal´n wichtig ist)
jedoch kommen die kicks(zb. der (http://youtube.com/watch?v=-zdThqDg1_0)) dazu eigentlich erst später, da sie einigermaßen schwierig sind
Mfg Jakob

Reto Schmid
17.11.2007, 20:42
Hallo,

Endlich mal ein paar interessante Antworten.

@Matthias: nehm ich mir mal zu herzen, ein kleines Modell liegt hier rum. Muss bald wieder mit dem Training anfangen.... Betreffend Armlänge, leider für die vorhanden Körpergrösse sehr kurze Arme ;-(

@Schulte: gute Idee werde ich mal versuchen.

Was mir auch aufgefallen ist: der Boden hat bei mir einen grossen Einfluss, trainiert ihr auf einer Wiese?

Ich mach jetzt noch ein paar Wochen Pause und dann geht's wieder los!

Grüsse

Reto

Peer
20.11.2007, 10:43
Ich mach jetzt noch ein paar Wochen Pause und dann geht's wieder los!
Reto

Tsss, Tsss - so fängt es doch an mit dem Elend :D

Peer

wstark
21.11.2007, 11:19
Hallo F3K-Gemeinde,
wie bekommt ihr euren Körper auf hochform.
Ein gutes Training für DLG ist das Werfen eines Schleuderballs:
1 kg schwere Lederkugel + Lederschlaufe (fast in jeder Schule zu finden).
Mit 2 Fingern die Lederschlaufe fassen ,eventuell den Sender in die andere Hand,
drehen und werfen.
Ohne "Technik" kommt man auf ca. 20 m, mit "ausgefeilter" Drehwurftechnik auf + 40 m.
Aufgrund der Wurfweite kann man die Fortschritte in der Technik leicht kontrollieren.....

MarkusN
21.11.2007, 12:50
Gewöhnst Du Dir da nicht die falsche Wurftechnik an? Das dürfte viel mit dem richtigen Ausnützen der Pendelbewegung des Balls an der Schlaufe zu tun haben; und der Flieger benimmt sich da doch etwas anders.

für generelles Training des Bewegungsapparats aber natürlich schon gut.

wstark
21.11.2007, 17:22
Gewöhnst Du Dir da nicht die falsche Wurftechnik an? Das dürfte viel mit dem richtigen Ausnützen der Pendelbewegung des Balls an der Schlaufe zu tun haben; und der Flieger benimmt sich da doch etwas anders.

Wenn man gleichmässig beschleunigt, was auch beim DLG Werfen von Vorteil ist, hält sich das Pendeln in Grenzen.
Ausserdem kann man das "rechtzeitige" Loslassen üben, indem man versucht, in einem möglichst engen Sektor zu werfen.

Los Johannos
05.09.2013, 18:57
Hallo liebe Schmeisser!
Eine von mir ausgiebig praktizierte Übung für einen sauberen Wurf ist, einen klassischen HLG wie einen DLG zu werfen. Da solche flieger noch ein "altes" Seitenruder und eine hohe V Form haben, muss man sehr sorgsam und bewusst an die Sache herangehen, damit der Segler halbwegs gerade wegsteigt. Es ist jedoch möglich und trainiert besonders den kniffligen letzten Punkt des Wurfes, bei dem es darauf ankommt, den Flieger am äussersten und schnellsten Punkt des Schleudervorganges der Wurfbahn zu übergeben. Diese Übung erzieht den Zögling beim Machen ziemlich von selbst und verzeiht keine Fehler.
Herzliche Grüsse,
Johannes