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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Presskraft bei der Herstellung von Styro-Abachi-Flächen



migru
16.11.2007, 11:32
Hallo!

Ich bin gerade dabei, meine erste Sandwichfläche herzustellen für einen Segler mit 4,4m Spannweite. Da ich keine Wakuum-Pumpe habe, will ich mit Gewichten pressen.

Frage: wie hoch sollte der Pressdruck bzw. das Pressgewicht für eine Tragfläche sein?

Milan
16.11.2007, 11:59
Hallo Migru.

Als ich noch keine Vakuumpumpe hatte, habe ich immer mit gefüllten Wassereimern ( je 10L ), einer neben dem anderen über die entsprechende Spannweite des Flügels hinweg, gepresst. Damit der Druck gleichmäßig verteilt wird, ist es wichtig, das Du oben ein durchgehendes gerades Brett auflegst. Diese Methode geht prima.
Gleichwohl ist das Pressen im Vakuum aus verschiedenen Gründen besser, aber nicht zwingend erforderlich.

mfG

Harry

Jörn Meyer
16.11.2007, 12:34
Wichtig ist das gerade Brett zur Lastverteilung. Getränkekisten sind auch gut zu verwenden. Ich habe immer Panik vor umfallenden offenen Gefäßen und ausfliessenden Flüssigkeiten...

Jörn

migru
16.11.2007, 12:48
Ja, is klar mit dem Brett oben drauf. Meine Gewichte wären Getränkekästen und 5L-Kanister destiliertes Wasser. Sollte ich Gefallen am Flächenbau finden, werde ich mal über die Anschaffung einer Vakuumpumpe nachdenken...

Wie ich gelesen habe, wird bei der Vakuumtechnik ein Unterdruck von 0,3-0,4 bar gefahren. Weiß jemand, was das an Presskraft/Gewicht pro m² bedeutet?

loetigel1
16.11.2007, 13:06
Der zulässige Unterdruck ist vom Kermaterial abhängig.
Baustyropor ist nur mit 0.25 Bar, Styrodur aber mit 0,4 pressbar.

Alles weitere hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Bar_%28Einheit%29

Gruß Ingo

KUDI
16.11.2007, 13:10
Hallo Migru

1 bar entspricht einer Kraft von 10N/cm2. Wenn ich richtig umrechne, hast du dann bei 0.3bar volle 30'000N/m2, oder etwas anschaulicher 3Tonnen pro Quadratmeter.

Auf einen Flügel mit 1m Länge und 33cm Breite müsstest du eine volle Tonne draufpacken, das sind doch einige Bierkasten......

Gruss
Kudi
www.keiro.ch

migru
16.11.2007, 13:30
Uff, 3.000 kg/m² :eek: :eek: :eek:
Erstaunlich, was man mit etwas Unterdruck an Kräften erzeugt!

Nun gut, dann werde ich mal sehen, wieviel ich auf die Fläche packen kann, ohne dass es kippelt und sich der Druck ungleich verteilt.

Ich danke euch für eure Hilfe!

kallefly
16.11.2007, 18:43
Wenn mit Epoxy verklebt wird, dann ist m.E. der Anpressdruck zweitrangig, solange sichergestellt ist, daß die Schale ( Balsa oder Abachi ) auf dem Styro-Kern vollflächig aufliegt.

Oder liege ich da falsch ?

Gruß

Delion
17.11.2007, 11:48
Hi migru,
also ich habe die Erfahrung gemacht,dass Vakuumnpumpen das beste sind für den Zweck, die braucht dann aber natürlich einen Ventil um den Unterdruck zu regeln.Ein Fliegerkumpel hat es auch schon mit Bierkisten gepresst.Er meinte das funktioniert ganz gut, aber wenn man sich länger im Raum aufhält wird die Kiste immer leichter!An sich an kannst du praktisch alles nehmen was schon Schwer ist und gerade rumliegt.Falls du dich für eine Vakuumpumpe interessieren solltest:http://sac-online-world.de/ Da habe ich meine auch her.Die funktionieren recht gut und kosten dort verhältnissmäßig lächerlich wenig.

mfg
Nils

Ralf4444
17.11.2007, 15:35
Also man muss bei Gewichten schon sehr stark aufpassen....eigentich bräuchte man wirklich riesen Gewichte um eine ähnlich hohe Presskraft zu erzeugen. Wenn man sich mal in eine Fläche reindenkt, die gerade gepresst wird und zur Veranschaulichung sich mal einen Bierkasten auf den Bauch stellt, das ist ein "Witz" an Presskraft! (Ok...zugegeben, der Druck nach Außen, wenn der Kasten im Bauch wäre, ist wesentlich höher und von anderen NAturgewalten *G*)

Ich hab eine Pumpe selbst gebaut aus einem Kühlschrankkompressor und einer unterdruckdose aus dem Autobereich...Mikroschalter dran, klickt alle 10 bis 30 min mal und manchmal sogar gar nciht mehr!

Seit der Pumpe wurde jede Fläche etwas!
Lohnt sich!

Merlin
17.11.2007, 17:05
Hallo Migru,

ich verwende zum Pressen eine Membranpumpe (Fa. Schego; M2K3 in Vakuumausführung). http://schego.de/industriepumpen.php?lang=de

Nicht lachen, die Pumpe kommt eigentlich aus dem Aquaristikbereich. Diese Pumpe kosten so um die 30€. Die Pumpe habe ich im i-net bei einem Versender gekauft und dann bei Schego nachjustieren lassen. Sehr guter Service dort.
Vakkuum ist max 0,2bar - das reicht zum Styroflächenbau allemal.

Gruß
Bernd

geko
17.11.2007, 17:43
Es gibt da auch noch die Bügelmethode. Weißleim auf Styro und Abachi und dann aufbügeln.

Ja, und dann gibt es tatsächlich noch Schraubzwingen :D

Gruß geko

migru
17.11.2007, 19:11
Danke für eure Tip's!

Mit Schraubzwingen oder dergleichen wollte ich erstmal nicht arbeiten. Um das ganze nicht schief anzuziehen müsste ich mit Distanzen arbeiten. Ich werd' erstmal bei den Gewichten bleiben.

Sollte ich tatsächlich öfter Tragflächen fertigen wollen, werde ich mir eure Empfehlungen betreff Vakuumpumpe genauer ansehen. Wenn das mit der Aquariumpumpe funktioniert, warum nicht!? Auch die andere Pumpe für knapp über 100 EUR ist noch im preislichen Rahmen.

Silver
17.11.2007, 23:37
Hallo Migru

Also wo soll ich nun am besten anfangen:rolleyes:

Die ganze Styro-Abachi-Sandwichflächentechnik *waseinwort* unterliegt wie so alles im Leben einer Entwicklung. Ganz am Anfang des Flächenbaus haben Leute keinen Holm verarbeitet und nur rein mit Styrokern und Abachibeplankung (Trag-)Fächen gebaut. Diese wurden mit deiner Methode hergestellt, also Gewichte drauf. Funktioniert ganz gut, hat aber riesen Nachteile, da man die Adaptation des Funiers auf dem Kern nicht optimal hinbekommt. Fliegen tut das sicherlich auch:) , aber wie ist es dann mit der Stabilität?

Ok nun stell dir mal vor du willst zwischen den Styrokern und die Beplankung Matten harzen. Da fängts mit den Gewichten schon an problematisch zu werden. Du müsstest zumindestens jetzt für einen gleichen Anpressdruck der Beplanung an allen stellen der Fläche auf dem Styro garantieren. Was hat man also gemacht? Richtig man hat sich ne Presse gebaut. Zwei Bretter die oben jeweils durch T-Träger stabilisiert werden und zwischen denen deine Fläche liegt. Nun hast du zwar die Möglichkeit an jeder Stelle der Fläche die gleiche Kraft ansetzen lassen zu können, du hast aber keine Kontrolle über die Kraft. Entweder es ist zu wenig, richtig oder zu viel und deine Fläche verpresst sich.

So und nun kommt die Vakuumpumpe ins Spiel. Damit kannst du den Anpressdruck kontrollieren und noch dazu kannst du durch den transparenten Sack alles beobachten. Es ermöglicht dir auch eine ganz andere Herangehensweise an den Flächenbau. Erst den Kern auf die Unterseite Pressen , dann alles einzeichnen und ausschneiden, verkasten .... und dann am Schluss die Lagen mit der oberen Beplankung draufharzen und pressen (Im Foliensack). Das ist ne ganz andere Art des Flächenbaus.

Wieviel Kraft du auf die Fläche einwirken lassen kannst ist abhängig von deinem Kern. Du solltest immer genau soviel Kraft aufbringen, damit die Beplankung dem Kern überall satt aufliegt, der Kern dadurch aber nicht (ver-)zerdrückt wird. Das sind bei Styro so zwischen -0,25 bis -0,3 bar.

Falls du billig ne tolle Vakuumpumpe suchst, dann würde ich dir empfehlen nen alten Kühlschrankkompressor auf dem Schrottplatz zu holen. Die Schrotthändler erzählen dir erstmal alle was von *ham wir net wird speziell entsorgt etc*, aber im Endeffekt haben die alle die Motoren auf der Deponie. Alles weitere zum Umbau so eines Motors findest du hier im Forum und woanders. Rest zur Vakuumtechnik gibt es bei R&G.

Wie man Flächen baut findest du auch im Forum. Bei 4,4 m würde ich da alles mit der Vakuumtechnik machen. Deine Methode ist eher etwas für ne Fläche von 1 m Länge.

Grüsse

migru
18.11.2007, 07:46
OK Leute, ihr habt mich überzeugt :o

Einen Kühlschrankkompressor umbauen ist allerdings nicht mein Ding. Also werde ich mir eine Vakuumpumpe zulegen.

Jetzt kommen aber wieder andere Fragen auf (ihr habt es ja so gewollt :) ):
- spricht etwas gegen die Low-Cost-Aquarium-Pumpe, die Bernd (Merlin) vorgeschlagen hat (diese gibt es auch etwas kräftiger bis 0,3 bar)?
- welche Schläuche brauche ich?
- brauche ich spezielle Anschlussstücke?
- welche Folie kann ich nehmen?
- wie dichtet ihr die Folie ab?

(Ich habe das Video über Tragflächenbau von FMT. Dort wird die Folie mit Silikon abgedichtet und von oben mit speziellen Saugnäpfen abgesaugt)

Silver
18.11.2007, 09:25
Ok !

Zum Thema Pumpe. Klar kann man eine richtig gute kaufen und du kannst damit dann später auch Negativformen harzen (Da braucht man mehr Unterdruck), aber für dein Vorgehen langt nen Kompressor. Ich geb dir einfach mal nen paar Links zum lesen. Voraussetzung ist, dass du das abundzu kontrollierst. So ein Motor kann abrauchen. Ist aber nicht die Regel und schon garnicht, wenn du gewisse Dinge die in den Threads stehen beachtest.

http://www.rc-network.de/forum/showthread.php?t=23485&highlight=K%FChlschrankkompressor

http://www.rc-network.de/forum/showthread.php?t=48121&highlight=K%FChlschrankkompressor

http://www.rc-network.de/forum/showthread.php?t=23241&highlight=K%FChlschrankkompressor

So nun zu deinen restlichen Fragen.

1. spricht etwas gegen die Low-Cost-Aquarium-Pumpe, die Bernd (Merlin) vorgeschlagen hat (diese gibt es auch etwas kräftiger bis 0,3 bar)?

Kann ich dir net sagen, kenne ich net. Wenn die aber net über -0,2 bar gehen , dann eher Finger weg. Die Pumpe sollte -0,5 bar schaffen, damit am Foliensack nachher -0,3 garantiert sind.

2. welche Schläuche brauche ich?

Also Zubehör für die Vakuumtechnik bekommst du bei R&G
http://www.r-g.de/

Auf der Homepage gehst du auf Bestellen -> Vakuumtechnik -> Vakuumtechnik und landest automatisch da wo du hin musst. Was du nun brauchst hängt von deinem Aufbau ab. Was du aber sicher brauchen wirst sind:
1. Schläuche
2. Verbinder der Schläuche
3. Manometer (Druckkontrolle)
4. Druckventiel
5. Vakuumanschluss am Sack

Es gibt mehrere Möglichkeiten die ans Ziel führen. Viele nehmen einfach eine kostengünstige Folie aus dem Baumarkt und machen mit Tape daraus nen Sack. Solange das Luftdicht ist funktioniert das. Du kannst aber auch den Sack bei R&G kaufen. Ich nehme Malerfolie (liegt toll an reisst aber schnell ein) und verschmelze die Naht. Du nimmst zwei T-Träger und den Teil der Folie den du verschliessen willst legst du dazwischen. Nun musst du mit einem kleinen Bunzenbrenner die Folie vor dem T-Träger abbrennen, aber nur so stark, dass beide Teile verschmelzen. Andere wiederum legen eine Wurst Silikon auf das Brett um deinen Flächenkern und saugen ab. Man kann abhängig von der Grösse der Fläche dann noch zwei Vakuumanschlüsse am Sack anbringen. Sorgt für besseres absaugen und eine bessere Druckverteilung. Ich würde dir dringend empfehlen einfach mal mit dem Leitwerk zu beginnen oder eine Probepressung zu machen. Alle Vorgänge einmal durchlaufen lassen, damit du weist was abgeht und deine Erfahrungen sammelst. Die Polymerisation deines Harzes kannst du nicht einfach mal kurz anhalten bis ne kleine Panne behoben ist. Das mss alles funtionieren, sonst war viel Arbeit umsonst. Hier im Forum findest du alles und noch dazu bebildert. Ich habe es nicht anders gemacht.

Also erstmal Plan verschaffen wie man soetwas richtig macht, dann nen Probedurchlauf an einem Leitwerk, dann reingehauen und losgesegelt :cool:

migru
18.11.2007, 13:48
Danke, Silver, für die ausführliche Antwort!

Ich baue meine Fläche nach diesem Prinzip:
http://www.swiss-composite.ch/pdf/i-Styro-Tragflaechen.pdf

Vor 1 Jahr habe ich ein Flächenbauseminar besucht, was mir schon mal einen sehr guten Ein- und Überblick verschafft hat. Meine Fläche besteht aus 3 oder auch 4 Segmenten (hab' ich noch nicht festgelegt). Zur Übung baue ich erst mal nur das innere Flächensegment mit Flächenanschluss, Brems- und Wölbklappe. Da werde ich dann sehen, worauf ich achten muss...

Vielleicht schreibt ja Bernd mal etwas ausführlicher, wie das mit der Aquariumpumpe funktioniert. Also: low-cost ja, aber ohne dass ich ein Gerät erst umbauen muss.

Silver
18.11.2007, 17:02
Hi Migru:)

Also wenn du eh schon so viel Engagement hineigesteckt hast, dann hole dir gleich ne professionelle Vakuumpumpe. Bei der von R&G ist auch gleich nen Manometer und ne Druckluftregulation integriert.

Das mit dem Umbau sieht schlimmer aus als es ist bei einem alten Kühlschrankkompressor. Du musst dein Schlauch da anbringen, wo der Komressor eigentlich Luft zieht ;) . Den anderen Zugang wo er auch Luft zieht machste zu! So und dann haste quasie noch einen Zugang da röchelt er das Fringens raus. Am Anfang hatte ich halt das Problem mit dem elektrischen Anschluss. Ist aber eigentlich auch kein Problem, da du nur nen Kabel überbrücken musst, damit das Ding läuft.

Also das was da in dem PDF steht ist ja schonmal gut, aber es geht eigentlich noch besser. Alles was ich mir aus der Anleitung behalten haben war, das Harz einzufärben um den Auftrag farblich kontrollieren zu können. Ich mache die Flächen aber eigentlich vom Ablauf her völlig anders. Ich baue z.B. keine Stützrippe mehr für die Flächenaufhängung. Dann ist es auch egal wieviele Trapeze die Fläche hat. Das ist alleine abhängig von dem Design des Modells. Du kanns auch ein Trapez durchgehend bauen. Ich muss mal schauen wenn ich wieder bissl Zeit habe, aber es gibt einen Baubericht einer DG 600 (glaube ich zumindestens) wo photographisch alles dargestellt ist. Da versteht man es so gut, dass man es problemlos nachmachen kann und versteht.

Grüsse

Merlin
18.11.2007, 17:50
Hallo Migru,

was Silver zum Druck gesagt hat möchte ich hier nicht so stehen lassen.
Beim Pressen kommt auf das Styropaket noch ein Entlüftungsnetz
(R&G 3901841). Das sorgt dafür, daß der Druck der am Vakkumaschluss (R&G 3901571 Vakuum-Anschluß "VA 1") anliegt auch im ganzen Foliensack herrscht.
Die 0,2 oder 0,3 bar der Pumpe sind absolut ausreichend. Ich presse Baustyro eher mit 0,15 weil mit 0,2 oder höher das Styro schon verpresst wird: deine Fläche wird dünner!

Noch ein Tip zum Abdichten des Foliensacks. Verschließe das flachgelegte Ende des Folienschlauchs mit Paketklebeband. Dann die Ecken einfalten und das Ende ein paar mal aufrollen. Dieses Ende dann zwischen zwei Leisten mit Schraubzwingen klemmen. Dann geht schnell und ist dicht.

Gruß,
Bernd

Silver
18.11.2007, 18:12
was Silver zum Druck gesagt hat möchte ich hier nicht so stehen lassen.

Sagte ich was zum Druck? Ich geb ne grobe Richtung vor um Ihm zu helfen. Wenn ich Ihm ne genaue Anleitung schreiben würde, dann würde das anders aussehen. Die Matte kann er sich sparen, geht auch mit stink normalem Küchenpapier.

Zum Druck: Schieb das Zeug in den Foliensack und sauge langsam ab. Schau zu, dass alles richtig positioniert ist (Man kann es auch mit Nadeln fixieren). Wenn du den Unterdruck aufbaust, dann langsam. Sobald alles richtig schon verdichtet ist ohne dabei dein Styrokern zu verpressen (sprich den Druck langsam anheben) stimmt der Druck.

Mach einfach mal deine eigenen Erfahrungen. Im Endeffekt zählt doch nur das Resultat.

Grüsse

M.Schloter
18.11.2007, 19:41
Moin,

nur mal so zum Veranschaulichen: Unser Umgebungsdruck von rund 1 bar entspricht einer Wassersäule von rund 10m Höhe. Wenn Du Deine Fläche auf 0,7 bar abs. (entspricht -0,3bar) absaugst, entspricht dies einer Wassersäule von rund 3m Höhe auf der Fläche. Bei einem Flächeninhalt von 0,35 m² (eine Swiftfläche für Maßstab 1:4 also mit 3,17m Spw.) entspricht dies etwa 1050 l Wasser. Bei 12 l / Kasten + 1 kg für Kasten und Flaschen sind das immerhin rund 81 Kästen Wasser!!

So viel Mineralwasser hat kaum jemand zu Hause :D und rumschleppen und stapeln will ich's auch nicht. Zumal mein Bastelkeller dafür nicht hoch genug ist.

Wenn ich die gleiche Fläche in einer Form baue und auf 0,15 bar abs. (-0,85 bar) absauge sind es schon 8,5m Wassersäule = 2800 l Wasser = 215 Kästen Wasser :D

Bist Du schon mal im Schwimmbad auf 3,5 m getaucht? Gibt's ja in fast jedem Schwimmbad. Was haben Deine Ohren dazu gesagt? *Piep*

Wenn wir also ein paar Kästen Bier, Mineralwasser oder ähnliches auf unsere Flächen stellen, dann ist das nur eine verschwindend kleine Kraft. Vergleichbar dem Tauchen im Babybecken :)

cu
Markus

Günther Hager
19.11.2007, 11:34
Hallo Michael,

vielleicht ist Dir dieses etwas hilfreich:

http://www.modellflug-hager.de/d30a0.jpg http://www.modellflug-hager.de/d30a3.jpg http://www.modellflug-hager.de/d30a7.jpg

Beschreibun findest Du hier: http://www.aero-hg.de/D-30.html

Günther Hager
19.11.2007, 14:39
Übrigens bleibe ich bei der vor 1978 allgemein geltenden Druckangabe in Kg/cm², zumal die Abweichungen, zwar ungleich auf der Erde, aber so minimal sind, sodass sie nicht ins Gewicht fallen, aber für die meisten Modellflieger besser verständlich ist.
Ich presse, wie auch auf meiner HP beschrieben, kurzzeitig mit etwa 0,5...0,6 Atü (auch ein alter Ausdruck, steht aber auf meinen Manometern noch drauf) und gehe dann auf 0,3...0,2 herunter. Auch feuchte ich mitunter das Furnier minimal an, um ein reißen des Furniers bei starken Wölbungen zu vermeiden. So kann man auch leichte, sphärische gebogene Beplankungen sehr gut machen.
Das Anfeuchten des Furniers selbstverständlich auf der nicht einzustreichenden Harzklebeseite.

migru
19.11.2007, 14:56
Danke, Günther, für deine Hinweise und den Baubericht!

Habe mittlerweile jede Menge Berichte über Flächenbau durchgelesen und jeder Bericht hat wieder andere interessante Vorgehensweisen oder Varianten.

Ich werde mir nun eine Aquariumpumpe anschaffen, da eine solche Pumpe wohl ausreichend Unterdruck erzeugt und nebenbei nicht viel kostet.

modellbobby
19.11.2007, 14:58
Ich werde mir nun eine Aquariumpumpe anschaffen, da eine solche Pumpe wohl ausreichend Unterdruck erzeugt und nebenbei nicht viel kostet.

Tue dies nicht ! und kaufe eine vernünftige Pumpe... Geiz ist GEIEEELLLL :confused:

migru
19.11.2007, 15:21
@ Karim

Dachte mir schon, dass eine solche Antwort kommen würde. Meine Entscheidung hat aber nichts mit Geiz zu tun ;)

Günther Hager
19.11.2007, 17:38
Hallo Karim, hallo Michael,

ich habe früher mit einem Kompressor aus einem Kühlschrank meinen Unterdruck gemacht. Diese Aggregate aus den Kühlschrängen haben wie eine Membranpumpe aus der Aquaristik auch eine Membranpumpe, die allerdings Metallblattventile hat und bis 0.95 Bar ziehen. Nur die Menge/Zeit ist etwas gering. Ich habe sogar mit einem Speicher (Propangasbehälter) bis auf 15 Bar gedrückt und durch einen Druckminderer auf 0.8 etwa mit einem kleinen Spritzpistole lackiert. Ein Kühlaggregat würde Dir gar nichts kosten. Ein Tipp: Du solltest die Flüssigkeit zur Kühlung und Schmierung im Aggregatgehäuse belassen, nur darfst Du dann es nicht kippen, dass sie ausläuft. Auch kann man einen sehr langen Schlauch als Speicher verwenden, was ich auch schon gemacht habe.

Silver
19.11.2007, 20:37
Hi Migru

Ich sag nur zwei Dumme ein Gedanke!!! Was willste denn noch mehr :)
Die Pumpe ist das ah und oh deiner ganzen Flächenherstellung.

Grüsse

Chrima
19.11.2007, 20:58
Hallo
Ist ein sehr informativer Thread, welcher auch mir Mut macht einmal so eine Vakuum-Presse zu basteln. :)
Nur die verschiedenen Druckangaben, wie 0.2 Unterdruck (?), oder -0.2 bar oder eben 0.8bar fand ich allerdings eher verwirrend und nicht gerade technisch.
Danke und Grüsse
Christian

M.Schloter
19.11.2007, 21:12
Hi Chrima,

wenn's technisch sein soll, dann sind alle negativen Druckangaben als Unfug abzutun. Druck kann nicht negativ sein. Bei 0 bar ist ende, kleiner geht physikalisch nicht.

Im allgemeinen Sprachgebrauch redet man dann aber doch von negativem Druck wenn die Differenz zum Umgebungsdruck angegeben wird.

cu
Markus

*KlugscheißermodusAn*
Mit technischen Angaben sind auch viele unglücklich die da gerne von Stundenkilometern reden (korrekt sind's Kilometer pro Stunde)
*KlugscheißermodusAus*

geko
19.11.2007, 21:15
Ich habe den Eindruck, daß einige, die hier schreiben, nicht die Leistungsfähigkeit einer "Kühlschrankpumpe" kennen.
Für so eine simple Aufgabe wie den Unterdruck zum Pressen von Tragflächen ist sie fast zu Schade :D

Wer sich genauer über die Pumpe informieren möchte, sollte in einem alten AEG-Hilfsbuch (Stadtbücherei z.B.) nachschauen.

Ich habe lange Zeit eine derartige Pumpe zum Spritzen (5 bar/ atü) benutzt (mit 25ltr Kessel), bis sie mir dann gestohlen wurde!

Gruß geko

Chrima
19.11.2007, 21:27
Ich habe den Eindruck, daß einige, die hier schreiben, nicht die Leistungsfähigkeit einer "Kühlschrankpumpe" kennen.

Hallo
Doch, wenn ich das richtig verstanden habe, muss man ja nun also nur von Atmosphärendruck 1 bar auf 0.75bar runter (für Baustyro), das sollte ja schon zu schaffen sein !

@ Markus; Danke so leuchtets ein ! :)

Gruss
Christian

M.Schloter
19.11.2007, 21:38
Der "blöde" Kühlschrankkompressor für 0,-€ vom Sperrmüll leistet noch erheblich mehr als diese 0,75 bis 0,8 bar abs.. Der schafft auch ganz locker die 0,2 bar abs. (-0,8bar) die wir beim Absaugen in einer Form benutzen können. Styrokerne mutieren da, wie oben erwähnt, längst zur ebenen Platte.

Ihr dürft nur das Kältemittel nicht einfach so in die Umwelt ablassen. Das Zeug ist extrem giftig. Ich hab meinen bekommen, weil die Frau eines Kollegen ihren Tiefkühlschrank mit 'nem Stechbeitel abtauen wollte, sie hat damit in den Verdampfer gestochen :D und weil sicher Fragen kommen: Ja, sie ist blond :D :D :D :D

cu
Markus

Stefan_LB
19.11.2007, 23:37
Hallo allerseits
bin auch sehr interssiert an dem Thema. Meinen ersten Flügel hab ich nicht fertiggebaut... an der Endleiste hat sich die Beplankung wiedergelöst.
Wahrscheinlich bekommt man mit Platte und Pflastersteinen keine gleichmässige Pressung hin.
Meine Frage zum Vakuum: Kommen die Kerne mit den Negativformen in den Sack, oder nur der beplankte Kern?
Gruss Stefan

Silver
20.11.2007, 04:37
Hi Stefan.

Also das ist ne gute Frage. Ich kenne Leute die machen die Lagen und die Inserts in den Kern ohne dabei die Negativformen mit in den Sack zu integrieren. Funktioniert genauso, nur dass der Kern im Sack, dann zum Ausrichten in die Negativformen gelegt wird. Die Beplankungen werden dann ganz am Schluss beidseitig aufgebracht, diesmal aber mit den Negativformen im Sack. Ich würde jedoch davon Abstand nehmen. Die für mich beste Vorgehensweise ist es erst die Untere Belplankung mit Ihren Lagen auf die untere Seite des Kerns zu pressen (untere Negativform). Danach kann man entweder mit dem Skalpell oder individualisierten Styroschneidewerkzeugen die Flächenkerne ausschneiden. Davor zeichnet man sich natürlich alles an. Nun kann man Holm, Flächenaufhängung, Querruder und Wölbklappe (verkastet) und sogar die Servos einbringen wenn man will und die obere Beplankung mit den Lagen auf den Kern harzen. An der Nasenleiste mache ich inwischen gute 4-5 mm vom Kern weg. Da kommen dann später bervor ich den oberen Beeplankunksteil draufharze Kohlerowings rein. Bocksteife Nasenleiste mit hoher Profilgenauhigkeit. Das ist bei vielen Profilen sehr wichtig :cool:

Zum Thema Pumpe. Also das man jetzt verwirrt wird wegen 0,2 oder -0,2...
Wichtig ist doch nur was der Manometer anzeigt und da ist dann eigentlich alles klar. Wer sich nen alten Kühlschrankkompressor zulegen will braucht garnicht erst lange suchen. Man wird fast überall abgeblockt und stehen gelassen, da die ganzen Leute Angst wegen Umweltbestimmungen haben. Das Lustige ist aber, dass fast jeder Schrotthändler die Dinger immer noch im Hinterhof unsachgemäss rausrumpft. Als ich das letze mal bei unserem Schrottplatz war wurde ich gleich wieder abgewimmelt. Als ich dann sagte, dass er mal nen Gang zurückschrauben sollte, da ich die Dinger schonmal hier geholt habe und Sie hinterm Haus schon liegen sah, hat er mich dann welche einpacken lassen. Drei Stück habe ich für 20,00 € bekommen. Ich wusste ja nicht ob die alle gehen :cool:

Grüsse

MarkusN
20.11.2007, 11:03
Ihr dürft nur das Kältemittel nicht einfach so in die Umwelt ablassen. Das Zeug ist extrem giftig.
Nicht ablassen, ja. Giftig, nein. Sind (zumindest bei den älteren Modellen) fluorierte Kohlenwasserstoffe (Freon). Das Zeug wurde früher als Treibmittel in Sprühdosen verwendet. (hätte man wohl kaum gemacht, wenns giftig wäre.) Ist heute wegen der kränkelnden Ozonschicht verpönt. Und ein Kühlschrank hat schätzungsweise einige hundert Gramm davon intus, das sollte man schon nicht einfach in die Atmosphäre ablassen.

PS: Obwohl nicht blond, habe ich es beim Enteisen auch schon geschafft, den Wärmetauscher eines Uralt-Kühlschrankes, der mehr Reif als Kälte produziert hat, zu himmeln.

M.Schloter
20.11.2007, 19:42
Okay okay, extrem "umweltgiftig"?

Google liefert u.a.:
Wie in den Basistexten von Einheit zwei gezeigt, haben FCKW sehr nützliche Eigenschaften für viele Anwendungen. Sie sind in keiner Weise giftig und sehr stabile Gase. In der Atmosphäre sind sie in zweierlei Weise von Bedeutung. Zum einen sind sie Treibhausgase mit einem sehr hohen Erderwärmungspotential (global warming potential GWP) und sie haben eine sehr lange Lebenszeit. Letztere bedingt, dass sie in der Troposphäre nicht abgebaut werden und langsam in die Stratosphäre transportiert werden. Wenngleich ihre Produktion wenige Jahre nach dem Montreal Protokoll von 1987 verboten wurde, dauert es noch lange, bis sie abgebaut sind.

Ist schon ein Grund, das Zeug unbedingt fachgerecht entsorgen zu lassen. Ich kann jedenfalls eine absichtliche Freisetzung nicht mit meinem (ohnehin schwachen) Umweltgewissen vereinbaren.

Abgesehen davon was die so zur Giftigkeit schreiben, inhallieren will ich's nicht. Asbest, Formaldehyd (und holländische Tomaten :D ) galten auch lange Jahre als völlig ungefährlich!

cu
Markus

Stefan_LB
20.11.2007, 23:16
schön,schön...
aber gings nicht ursprünglich um die Presskraft bei Styro Abchiflächen?
Silver: der Tip mit der Kohlenase hat was. Eigenlich wollte ich nach dem Beplanken eine Formleiste stumpf draufkleben und verschleifen.
Wenn ichs richtig verstandenhabe ziehe ich die Unterbeplankung biszur Nasenspitze hoch, dann entfern ich die 3-4mm Kernmaterial (das wird ein gepfrimel) ; leg den Roving ein und beplanke dann die Oberseite. Richtig?
Gibts zu dieser Methode vielleicht sogar noch einen Link?

Gruss Stefan

Silver
21.11.2007, 07:25
Hi Stefan

So habe ich das zwar noch nie gemacht, sollte aber auch so gehen wie du es beschreibst. Ich nehme die Flächenkerne (Styroblock) vor dem Schneiden (wenn man schneiden lässt sollte man dies demjenigen mitteilen) und zeichne senkrechte Linien im Abstand von 1 cm zueinander aussen (da wo die Profilrippen angepinnt werden) an. Wenn der Flächenkern nun geschnitten ist, dann kann ich über die Linien den Kern eindeutige in der Negativform wieder richtig zuordnen (meiner Meinung nach super wichtig). Durch den Abbrand und die Profilmodifikation hinsichtlich der Beplankungsdicke, kann der Kern nicht mehr 100% in der Form zugeordnet werden. Wenn man jetzt 3-4 mm von der Nasenleiste wegschneidet, dann hat mans richtig schwer mit der Zuordnung. Jetzt die untere Beplankung ganz genau an der Nasenleiste zuschneiden und auf den Kern pressen. Wenn du alle weiteren Schritte beendet hast und die obere Beplankung aufbringen willst, dann die obere Beplankung auch genau an der Nasenleiste ablängen. Diese sollte aber nun einen Hauch kürzer sein, damit ein kleiner Spalt zwischen beiden Beplankungsteilen an der Nasenleiste vorkommt. Auf keinen Fall sollten sich die Beplankungsteile berühren und dadurch verdrücken! Die Rowings legst du nun ganz zum Schluss ein, bevor du die Formhälften in den Sack steckst. Wenn du die Formteile aufeinanderlegst, dann sollten durch den dünnen Spalt die Rowings nach aussen gedrückt werden. Wenn alles ausgehärtet ist, dann musst du nur noch den Rest der Rowings vorsichtig von der Nasenleiste abtrennen und verschleifen. Ich habe mit dieser Methode begonnen, da ein Profil an der Nasenleiste durch das Kastrieren (abschneiden der Profilnase) und Ankleben einer standartisierten Nase stark verändert werden kann (RG 15 z.B.).

Bei meiner Version muss man nicht auf der unteren Beplankung rumschneiden :p , also die Kuh von hinten aufgezogen.

Hangfritz
21.11.2007, 18:04
Hallo,
zum Thema Kohlerovings in der Nasenleiste:
Das ist so ziemlich das unklügste, das man machen kann. Alle Vorteile, die Kohlefaser bietet, brauche ich genau in der Nasenleiste überhaupt nicht, im Gegenteil sie bringt hier nur Nachteile.Wesentlich besser und einfacher ist hier zum Bsp. nur eingedicktes Harz , den dann wird bei "Feindberührung" aufgrund der Sprödheit des reinen Harzes der Schaden nur auf die Stelle der Berührung begrenzt bleiben, wohingegen bei eingelegten Rovings die Nasenleiste so richtig schön der ganzen Länge eingedrückt wird und der Schaden wesentlich grösser wird.

Hangfritz

Silver
21.11.2007, 18:57
Ok da haste recht Hangfritz, aber in dem Fall landen meine Flächen im Müll :D und ich mach mir neue :eek:

Stefan_LB
21.11.2007, 20:47
Hangfritz, das leuchtet ein.
wozu dann aber den ganzen Aufwand, wenn mann auch eine Profilleiste stumpf ankleben kann. Wenn die Beplankung bis zur Nasenspitze gezogen wird, hat man ja einen mords Schleifaufwand, von der Präzision beim Beplanken mal abgesehen

GRuss Stefan

Silver
22.11.2007, 07:08
Versteht ich grad net ganz :confused:

Also eine stumpfe Profilleiste leistet mindestens den gleichen Schleifaufwand, oder gibts da etwa welche die passen gleich ideal drauf. Man muss nur an der Nut mit dem Messer den Rest abtrennen und dann vorsichtig herunterschleifen. Ich bin an das Alles in Eigenversuchen an Probeteilen herangegangen, da ich immer den Wunsch hatte selber eine taugliche Fläche mit hoher Profilgenauhigkeit herstellen zu können. Ich habe mir ständig überlegt wie ich was machen kann und mich mit anderen Modellbauern ausgetauscht. Heute habe ich, abhängig von dem was ich bauen will, meine Methode gefunden erfreuliche Ergebnisse zu bekommen und bin mir sicher, dass es ein Anderer wiederum anders angegangen wäre. Was ich meine ist, dass es nicht Sinn des Threads ist anderen mitzuteilen wie genau man es machen soll. Jeder soll seinen Weg finden, aber von anderen Herangehensweisen wissen (Wieder mal nur meine bescheidene Meinung). Allein das Stöbern im Forum ist besser als jedes Buch was es dahingehend zu kaufen gibt.

Grüsse

FamZim
22.11.2007, 18:40
Hi

Also einen "Gewichteturm" habe ich nie zum Pressen gebaut da man nie weiß wo wirklich der Druck drückt :D
Vielmehr wurde der Abstand zwischen den " Pressplatten " rundherum gemessen und, mit 5 Schraubzwingen pro Meter, auf jeder Seite gepresst.
Man kann auch Abstandshalter dazwischen setzen.
Auf jeden Fall muß so weit gepresst werden, daß das Maß ohne Beplankung erreicht wird.
Also so "dünn" wie die Styroteile ohne !!

Gruß Aloys.

kneubi
22.11.2007, 19:32
Hallöchen zusammen.

Also das mit dem Aufwand ist bei der CFK- bzw. GFK-Nasenleiste halb so wild.

Mit einem Teppichmesser dem die Spitze mit einer Feile rund geschliffen worden war (man will ja nicht das schöne D-Box-Laminat beschädigen) kurz mit einem Lineal parallell der Nasenleiste durchziehen und mit einem Schraubenzieher das Styro rausdrücken. Habe diese Arbeit gestern bei 4 Flügeln (5-Meter-Modell im Doppel) in ca. 15 Min erledigt.

Uebrigens 3 bis 4 mm reichen im Normalfall aus. Betr. die Wahl Baumwollflocken/Microbalon-Gemisch oder CFK-Rovinge gibt es jedoch zwei Aspekte. Habe beides schon ausprobiert. So eine 3 bis 5mm Nasenleiste aus CFK-Rovingen wenn dahinter eine CFK-Beplankung mit mind. 160er Gewebe oder Gelege steht, hält gewaltige Schläge aus. Transportschäden gehören endgültig der Vergangenheit an und auch übelste Aufschläge bis hin zum Durchschlagen/Durchtrennen von Unterarm-dicken Aesten wurden schon zelebriert. Das ist auch nicht ganz ohne. Wenns jedoch richtig kracht dann ist das nicht besonders nett zu reparieren und zermatscht meist den halben Flügel.

Das Verarbeiten und saubere Einfügen sowie die Rep-Freundlichkeit sprechen jedoch klar für die GFK-Nase aus Baumwollflocken/Micorb. Habe selber immer nur GFK- oder CFK-Nasenl. gebaut und kann mir nichts Einfacheres vorstellen.

Bei den genannten Vögeln übrigens kommt wieder eine sehr leichte Microbalon-Nasenleiste rein.

Grüsse Sigi