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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Grundeinstellung eines Pendelhöhenruders



murmas
25.11.2007, 18:20
Hallo zusammen,

ich habe ein Problem mit einem Euromaster, der zum E-Segler umgebaut wurde.

Beim Erstflug ist der Flieger sofort steil nach oben gezogen, der Steigflug konnte auch nicht mit voll Tiefe ausgeglichen werden. Ich hab dann den Motor ausgestellt, um nicht bodennah einen Looping zu fliegen, konnte den Flieger aber leider nicht mehr abfangen, und er bohrte sich 25cm in den Boden. Glücklicherweise ist "nur" der Rumpf abgebrochen und auch schon wieder repariert.

Vor dem nächsten Flug würde ich aber gern nochmal die Einstellung des Höhenruders möglichst genau vornehmen, nur wie macht man das beim Pendelruder?

Oder hat jemand einen Euro / Elektromaster und kann die exakte 0-Stellung ausmessen?

viele Grüße
Andreas

Stefan Kreuz
25.11.2007, 18:25
Hallo,

wenn du eine EWD Angabe passend zum Modell hast, sollte die Grundeinstellung kein Problem sein.

Gruss

Stefan

Voll GFK
25.11.2007, 18:43
Könntest von Deinem Flieger ein Foto von der Seite einstellen ? Dann tun wir uns leichter zu helfen.
Normal steht ein Pendelleitwerk in etwa in Richtung der Rumpflängsachse.
Beschreib bitte auch, was Du beim Flug getan hast. Geht das Ruder auch richtigrum? So falsch es auch steht, aussteuern muss man es mit der FS immer können. Zum Ziehen=Höhenruder muss die Nase des HLW nach unten gehen.

elektro-fuzzy
25.11.2007, 18:55
..tja das hört man oft!

Ich verstehe ja nie warum so wenige Modelle vor dem Erstflug exakt vermessen werden wo man doch weiß dass oft der Hersteller da Fehler einbaut. Kostet mal um die 50,- Mäuse (EWD Waage) und erspart im Ernstfall hunderte Euros oder mehr. Die Händler wird´s freuen!!

Gerade beim Pendel besonders wichtig da kaum Anhaltspunkte.

Also entweder Messen (Abstände zum Beispiel auf ebenes Baubrett) und rechnen oder EWD Waage und 1° plus passt mal zum Einfliegen!

Hatte noch nie Stress aber schon einige kontruktive Katastrophe ausgemerzt daadurch!

Die ist gut aber in der Skale nicht so sehr genau.

http://shop.lindinger.at/product_info.php?products_id=13770

die ist genauer aber teuerer

http://shop.lindinger.at/product_info.php?products_id=38889

Gast_12327
25.11.2007, 18:57
Hallo Andreas,

Eine Einstellung mit EWD-Waage wäre sicher kein Fehler.

Wenn der Flieger mit Maximalausschlag nicht zum Geradeausflug zu überrede war deutet dies entweder auf arg falsch eingestelltes HLW hin, oder der Flieger war schon im Stall und ist "nur" abgekippt.

Unbedingt den Flieger gut einstellen, alles andere ist nur gefährlich. Vielleicht gibt es ja auch einen erfahrenen Kollegen der mal einen Blick darauf wirft.

lg Ferdl

Edit: ele-fuz war schneller

kallefly
25.11.2007, 20:55
Hallo Andreas,

eigentlich ist der Euro/Elektromaster ja ein recht gutmütiger Flieger.
Allerdings kann kein Modell vernünftig fliegen, wenn SP und EWD danebenliegen.
Mit einer EWD von 1-1,5° und passendem SP muß das Ding fliegen!

Vorschlag: pack ihn ein und komm vorbei, dann stellen wir ihn richtig ein! :)

Gruß

Wilhelm Ewald
25.11.2007, 21:16
Hallo Andreas,
die rechnerische EWD einstellung kannst Du im" RC-network" Magazin unter Trickkiste nachlesen. Geht ganz einfach.
Gruss Wilhelm

Voll GFK
25.11.2007, 22:17
http://www.tangent-modelltechnik.de/de/modelltechnik/elektromaster.php
hast in der BAuanleitung und in den Links schon nachgesehen?
M.E. stimmen EWD, Schwerpunkt und Motorzug nicht.
Weiterer Fehler könnte auch ein nicht festgelegter Antriebsakku sein, der beim Abwerfen nach hinten rutschte.
Auch wenn hier das HLW leider keine Rumpfanformung hat, mit einem Ruderausschlag müsste das zu halten sein.
Aber schau mal die Links an. Aus der Frage ist eigentlich zu ersehen, daß Du eben keine Bauanleitung hattest. In der Bauanleitung sind die Werte drinnen.

Silver
25.11.2007, 22:30
Naja

bevor man erst einmal mit wilden Vermutungen daherkommt muss man die EWD richtig einstellen. Bei einem Pendelruder auch nicht das Problem, da man durch Trimmung die EWD dann sehr gut einstellen kann, nur grob muss es halt stimmen. Wenns dann immer noch nicht tut, dann ist es der Schwerpunkt. Die EWD solltest aber bitte im reinen Segelflug einstellen. Wenn der Motor an ist und er nach oben zieht, dann halt dagegen halten mit Tiefe. Ich kann dir die EWD-Waage von Simprop nur empfehlen. Bei dem momentanen Dollarkurs würde ich mir das Ding in den Staaten bestellen;)

kurbel
25.11.2007, 23:33
Man muss garnix kaufen, wenn man einen Zollstock oder ein ähnliches ähnliches Maß schon hat,
eine halbwegs gerade Tischplatte und dazu einen Taschenrechner, der den Tangens kann. ;)

Unter Freunden geht es bei kleinen Winkeln sogar ganz ohne Tangens und Taschenrechner.

Kurbel

Silver
26.11.2007, 07:02
Es gibt einen Unterschied in der Theorie und der Praxis. Will ich eine EWD richtig einstellen, dann geht es über die oben genannte Methode nicht genau. Ich habe beides schon ausprobiert und meine EWD Waage hat mir komischerweise immer nen anderen Winkel angezeigt, als ich per Lineal und Tischplatte erstellt habe. Um mal kurz "grob" das Pendelleitwek einzustellen mag das gehen, aber bei genauer Einstellung würde ich mich nicht darauf verlassen. Ich hatte die Diskussion schon mit meinem Bruder und seit dem er eine EWD Waage hat versteht er meine Argumente. Ich halte auch nicht mal den Zeigenfinger am Hang nach oben und weiss was für Kanäle besetzt sind. Nichts für ungut, aber probier beide Methoden bitte mal aus, dann weiste was ich meine. Das eine ist genauer als das andere. Bei einer Winkeldifferenz zwischen 0,5-2 Grad kann ich nur mit genauen Methoden erfolgreich arbeiten. Auch wird dir auffallen, dass alle deine Modell auf einmal ganz anders fliegen;). Ich kanns echt jedem nur empfehlen.

kallefly
26.11.2007, 07:27
Lieber Silver,

die beste und teuerste EWD-Waage kann nie und nimmer die Genauigkeit meiner
Berechnung, wie vor beschrieben, erreichen. Ich stelle seit ca 10 Jahren alle meine Modelle nach meiner Berechnungsmethode ein, eine Waage ist immer nur etwas für Faule, oder die, die es nicht anders können. So ist das nun einmal. :)

murmas
26.11.2007, 10:00
Hallo zusammen,

erstmal vielen Dank für die vielen Hinweise. Eigendlich habe ich die EWD schon mittels der Messmethode eingestellt (da gibt´s so ein Excel-Blatt bei RCN). Evtl. war das aber nicht genau genug.

Da ich aber den Motor neu eingebaut habe, ist es gut möglich, dass ich einen falschen Motorsturz gewählt habe, der Spant ist nur nach Augenmass ohne Sturz eingebaut. Bei meinen anderen Modellen konnte ich immer problemlos ein nach oben ziehendes Modell mit dem Höhenleitwerk erstmal ausgleichen...

@Kalle
Ich rufe Dich heute abend mal an.

Viele Grüße
Andreas

MarkusN
26.11.2007, 10:12
Bei meinen anderen Modellen konnte ich immer problemlos ein nach oben ziehendes Modell mit dem Höhenleitwerk erstmal ausgleichen...
Das kann man normalerweise auch. Deswegen ist die Frage, ob das HLW richtig rum lief (oder evtl. gar nicht) auch durchaus berechtigt. Hast Du das überprüft?

kurbel
26.11.2007, 10:59
Silver, wenn man genau misst bekommt man ein genaues Ergebnis.

Meine Methode (ja, ich habe eben wirklich keine EWD-Waage)
ist bisher immer gut genug gewesen für einwandfrei fliegende Modelle.
Das waren normale Modelle, Nurflügel, Hangfräsen, F5D-Modelle, die ich selber gebaut habe.
Bausätze oder fertige Modelle waren die Ausnahme.

Eine EWD-Waage ist ein bequemes praktisches und zweifellos funktionierendes Hilfsmittel,
das ich nicht zu kaufen bereit bin, solange ein Zollstock mir das gleiche Ergebnis liefert.

Murmas, da viele Ursachen für den Einschalg denkbar sind, würde ich erstmal einem Rundumcheck machen.
Schwerpunkt, EWD, HR-Ausschläge.
Können neu oder anders eingebaute Teile dazu führen, das die Steuerung blockiert wird?
Sind alle Servos noch fest an ihrem Platz?
Können Teile (Akku!) sich im Rumpf bewegen und den Schwerpunkt verschieben?

Kurbel

Jürgen N.
26.11.2007, 11:57
Andreas,
du hast aber nicht zufällig einen MC4000 Sender und die Trimmung invertiert?
Auch das ist dort möglich...
Gruss Jürgen

murmas
26.11.2007, 13:03
Hallo nochmals,

hatte ich noch nicht geschrieben: Schwerpunkt war mit selbstgebauter Schwerpunktwaage eingestellt, Servos bombenfest (auch nach Absturz!), Ruder laufen korrekt (durch Drücken konnte ich den Steigflug etwas flacher gestalten, hat nur nicht ausgereicht) -> ich hab zwischenzeitlich auch nochmal die Ausschläge geprüft und jetzt auf max. Größe eingestellt; die waren vorher lt. Anleitung eingestellt.

Akku war ebenfalls festgestellt. Meine Anlage ist eine MC22, ich hab auch noch diverse andere Segler, bin also kein blutiger Anfänger (der fängt normalerweise auch nicht mit einem 3,8m Segler an). Wie gesagt, ich hab eigendlich nur keine Erfahrung mit einem Pendelruder, wobei ich mittlerweile eher den Motorsturz im Verdacht habe.

Ich hätte erstmal nur einen Gleitflug machen sollen, aber allein ist das etwas schwierig beim Erstflug, da in der Ebene nicht viel zeit bleibt, die Hände an die Knüppel zu bekommen. Das werde ich aber sobald das Wetter es zuläst mit einem Helfer nachholen, ehe ich wieder motorisiert fliege.

Ist es denkbar, das der Motor so stark nach oben zieht, wenn er zu wenig Sturz hat???

Viele Grüße
Andreas

kallefly
26.11.2007, 16:36
Ja Andreas, das ist schon möglich, möglich sogar, daß der Sturz in die falsche Richtung geht.
Tip: Ich fliege einen E-Segler grundsätzlich ohne Motor, also als reiner Segler,
am Hang ein - wir haben hier doch die Möglichkeit. Und erst wenn die Einstellung
stimmt und der Segler ausgetrimmt ist, stell ich den Motor an. Bei dieser Art des Erstfluges kann garnichts passieren, da alles in Sicherheitshöhe geschieht.

ok., alles weitere später ? :)
Gruß

Bertram Radelow
26.11.2007, 18:21
ich hatte auch mal einen (kleinen) Segler - Handsel - nachträglich Pi mal Daumen motorisiert. Er flog wie von Dir beschrieben, allerdings habe ich schon schneller das Gas wieder ausgestellt und er hat überlebt. Ursache: kein Sturz. Hätte wohl 10° oder so gebraucht, man glaubt es kaum. Also miss mal den Sturz.

Bertram