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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Winde oder Gummi?



Raphael
08.06.2002, 20:02
Hi,

welche Winde ist als Allround-Winde so richtig empfehlenswert?
Sie sollte für Flieger von 1.50 bis 4 Meter tauglich sein, einigermassen gut zu transportieren und notfalls auch alleine zu bedienen sein. Eine stufenlose Regelung wäre natürlich super!
Gibts überhautp andere Hersteller als Flühs?

Oder ist es eurer Ansicht nach empfehlenswerter, für den Alleingebrauch mit Hochstartgummis zu fliegen? Gibt es überhaupt Gummis für Modelle um 4 Meter (FS4000?)? Kann man da das Modell vor dem Start noch halten oder muss man da am Besten zu zweit sein?

Vielen Dank für eure Tipps und Erfahrungen!

Gruss

Raphael

Raphael
09.06.2002, 09:07
Mir ist eine G17-Winde angeboten worden, leider finde ich nirgends genauere Infos...

Für 1150 Sfr (ca. 780 Euro) inkl Zubehör. Ist das ein gutes Angebot?

Gruss

Raphael

Robert G.
09.06.2002, 10:33
einfach bei Flühs-Winden. (http://www.fluehs-winden.de) anfragen.

Wenn die Winde OK ist (incl. Umlenkrolle...) und Stufenlos !! regelbar ist, denke ich, daß der Preis in Ordnung geht.

Robert

Robert G.
09.06.2002, 12:20
Flühs G23 ist die Winde die vom HLG bis ~10 kg geht. Kostet aber min. das 10 fache vom Gummi und ist mit 19 kg nicht leicht.

Gummi für 4 Meter Segler gibt´s. Problem bei großen Seglern ist der starke Zug der am Anfang vorhanden ist. Und sollte mal ein Start misslingen (falsch, schlecht gestartet) war´s meist der letzte Start. Einmal los gelassen hat man keine Kontrolle über den Gummi. Die Winde kann man kontrollieren.

Gerade am Ende des Gummihochstart´s geht dem Gummi die Puste aus, mit der Winde kann man mit Überfahrt (je nach Festigkeit des Modells) ausklinken und noch ein paar Meter Höhe machen.

MTT
09.06.2002, 17:54
Also ich hab mir hier (USA) eine Gummi fuer hochstart zugelegt, welches angeblich fuer Segler bis 4m ist, um meine MPX DG600 zu starten.
Funktioniert auch soweit, aber wie Robert schon schreibt, ist der Start eine heikle Angelegenheit.
Wenn du das gummi wie empfohlen 80-100 Schritte ausziehst, wird der Zug schon gewaltig. Und wenn man dann alleine ist, fehlen einem dann schon Haende, denn das Gummi mit einer hand zu halten, um es am Flieger einzuhaken, erfordert schon einige Kraft.
Dazu kommt noch, das man (ich jedenfalls) nicht auf dieselbe Hoehe kommt, wie mit einer Winde, und der Windenstart ist wesentlich einfacher.
Ich wuerde Dir also auch zu einer Winde raten, trotz des zusaetzlichen Aufwands und der Schlepperei.

Gruss, Michael

jwl
10.06.2002, 08:54
gummis gibt in jeder grösse
und wenn gummi dann latex
die mit garn in die tonne
ausser für einen hlg

dass man nicht "abschalten" kann hat mich noch nie gestört -- für was hat man eine anlage um

beim einfliegen ziehe ich den gummi nicht voll aus
und taste mich dann so langsam auf vollen auszug (max 500%) das reisst dann so richtig an der kiste
http://www.emc-vega.de/seile/seile.htm

eine winde macht meines erachtens
nur im verein sinn
wenn mehrere fliegen

und wenn dann richtig mit ruckholwinde etc

gruss johannes

hbe
10.06.2002, 12:43
Hallo Raphael,
da wir Gummis vertreiben hier die paasende ANtwort, die demnächst auch unserer Homepage zu finden ist.
Du brauchst für einen sicheren Start ein Vorspannung von etwa dem 3-5 fachen Modellgewicht. Aus der Hand kann man nur ca. 18-20 kg starten, da man sonst das Gleichgewicht nicht halten kann. Mit einer Bodenstarteinrichtung kann man auch bis zu 30 kg bewältigen. Für die FS4000 benötigst Du ca. 16-18 kg Zug. Am besten ist dann ein kürzerer Gummi mit sehr hoher Dehnung wie unser Megarubber Bungee (bis zu 700%) Der schafft ca. 15 kg bei 300% und die 18 kg bei 400%. Dieser Typ hat anfangs viel Spannungsaufbau und ab 100-500% einen konstanten Zuwachs. So bleibt der Zug sehr lange auf hohem Niveau und vermeidet die zuvor geschilderten Probleme. Andere z.B. die roten Gummis verlieren auf den ersten 200% Dehnung fast 60% der Zugkraft, weshalb dieses "eiern" einsetzt.
Es geht also schon gut ab mit dem Gummi.
Aber eine Winde hat mehr Möglichkeiten. Die G17 ist übrigens ein F3B-WInde, Vorläufer der G22. Mit Trommelkernvergrößerungen lässt sich solch eine Winde den Wind- und Modellgrößen anpassen.
780 Euro ist mit Umlenkrolle und Kernvergrößerungen je nach ALter ok. Wenn die Winde aus der Schweiz kommt, wird eventuell noch MWST als Einfuhrumsatzsteuer fällig. Ich gebe übrigens wegen eines neuen Motortyps eine G22 mit Komfortpaket zum gleichen Kurs ab.
Tschö HB

Raphael
10.06.2002, 13:01
Hi,

vielen Dank für die Antworten. Nun habe ich auf mein Inserat noch mehr Mails gekriegt, einmal eine F3B-Winde Eigenbau mit Seil, Umlenkrolle, Aufdickungen etc. für 650 Sfr. (440 Euro)
und dann die Flühs G17, neu für nur noch 680 Euro (der Verkäufer kommt mir da entgegen)...

Tja schon schwierig...

Gruss

Raphael

knitz
11.06.2002, 13:14
Hallo Allesamt,
bin zwar jetzt E-Flieger,habe aber viele Jahre Gummiseil/Windenhochstart gemacht.Meine Erfahrungen:
-Ich weiss nicht,wie oft ich mich geärgert habe,dass nach Aufbau der Winde der Wind gedreht hatte, und ich wieder umrüsten musste.Es ist mir gerade an idealen Thermiktagen(vielfach gepaart mit wechselnden Windrichtungen)passiert,dass ich so überhaupt nicht richtig zum Fliegen gekommen bin. :mad:
Also ich würde immer den Gummi bevorzugen,den man dann auch noch zum Flitschenstart am Hang nutzen kann.Windenstart nutzt sich nur,wenn man in Gruppe/Club fliegt.

Thomas Zwiebler
11.06.2002, 22:28
Hallo zusammen,

wir fliegen hier im Verein viel mit Winde. Das Gerät steht eigentlich immer zur Verfügung und könnte auch wenn man mal spontan alleine fliegen geht geholt werden. Für die spontane Fliegerei bevorzuge ich aber trotzdem das Gummihochstartseil. Ich verwende einen Webra-Gummischlauch mit einem Aussendurchmesser von ca. 11 mm. Die geschilderten Probleme (anfangs viel Zug, dann schnell Feierabend) treten damit nicht auf. Der Gummi hält bis zum Schluss ordentlich den Zug. Einen Escape z. B. starten wir damit auf Höhen um die 100m (Picolario-Messung). Auch nicht ganz leichte Zwecksegler um die 4 m (Jonathan) haben wir damit schon ohne Probleme gestartet. Ein Problem ist sicherlich der hohe Zug beim Start. Aber mit ein bißchen Übung und Technik geht das auch ganz gut. Ich ziehe das Seil nicht bis zum Flieger, sondern hänge den Flieger schon ganz am Anfang des Ausziehens ein und ziehe so das Seil aus. Die letzten Meter gehe ich dann rückwärts mit dem Flieger praktisch in Starthaltung. Man hat so weniger Schwierigkeiten beim Umgreifen.

Gummiseil hat m. E. einfach den Vorteil der einfacheren Handhabung und kann außerdem noch als Flitsche beim Hangstart verwendet werden; Winde ist natürlich besser, wenn man mit vielen Leuten fliegt.

Gruß

Thomas