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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : f-schlepp



jwl
24.06.2002, 08:40
hallo schlepper und geschleppte

habe so eine kleine frage das ich am liebsten 2-achser fliege habe ich noch nie einen gedanken daran verschwendet über f-schlepp nachzudenken

fragen:
1: hat schon jemand versucht einen 2-achser zu schleppen ?

2: wie war es?

gruss johannes

FlyHein
24.06.2002, 09:40
Hallo jwl

mir persönlich ist ein 2-Achs-Seglerschlepp noch nicht untergekommen, aber ich wüßte im Moment nicht was dagegen spricht wenn folgende Randbedingungen eingehalten werden:
ausreichend lange Schleppleine (~25m) sicher auslösende Schleppkupplung Absprache zwischen Schlepper und Geschlepptem über die flugmanöver (Kurven etc.) Segler fliegt bei Kurven größeren Radius als Schleppmaschine
und ganz wichtig: Immer einen Finger am Kupplungsschalter und bei "Herumgehampel" des Schlepps die Verbindung lösen! Das hat schon manches Modell gerettet.

Muckla
24.06.2002, 12:16
Hallo Johannes,
bei uns im Verein wird der Robbe Silence, ein 2-Achser aus Styro, als Schulungsflieger eingesetzt und ausschließlich im F-Schlepp auf Höhe gebracht. Die Schleppmaschine sollte beim Silence nur nicht zu schnell sein, oder bei ensprechender Motorisierung eben schön steil steigen, damit sie nicht zu schnell wird ;)
Etwas Fortgeschrittene Schüler steuern dann auch den Segler auch im F-Schlepp allein, ist total unkritisch.

Engelbert Hanisch
24.06.2002, 13:01
Meine Zweiachsgleiter (1m SW) haben wir schon oft im F-Schlepp auf Höhe gebracht, und das ganz primitiv: Schleppseil mit Tesa am Gleiter fest gemacht, zum Ausklinken ordentlich gezogen - fettisch.

Milan
24.06.2002, 13:05
Hallo Johannes,

F - Schlepp mit einem 2 - Achser ist grundsätzlich möglich; jedoch schwieriger als mit `nem 3 - Achser.

Je größer die V - Form der Flächen, umso höher die Neigung zum Aufschaukeln ( pendeln ) um die Längsachse bei hoher Fahrt !

Erfolg stellt sich ein, wenn der Schlepp langsam und gleichzeitig steil erfolgt.
Höhenrudertrimm vor dem Start leicht auf tief einstellen, sonst übersteigt der Segler den Schlepper zu stark und fängt an zu pendeln. Während des Schlepps das Höhenruder nicht steuern !

Ein eigenes Schleppkupplungsservo ( kein Schrott ) einsetzen und am Sender eine Belegung wählen, die Du ohne zum Sender schauen zu müssen, bedienen kannst.
Zur maximal möglichen Kraftübertragung zum Öffnen der Schleppkupplung, den Gabelkopf am Ruderhebel des Servos ganz innen einhängen und an der Kupplung so weit aussen, wie irgend möglich !

Keine Vollkreise ; lieber einen weiträumigen Zick - Zack - Kurs gegen den Wind fliegen.
Wenn Dein Segler ohne Pendelbewegung hinter dem Schlepper herfliegt, gibt es keinen Grund das Seitenruder zu steuern !
Wenn eine Korrektur mit dem Seitenruder notwendig wurde, muss die Bewegung zurück in die gewollte Flugbahn abermals mit dem Seitenruder beendet werden - ansonsten wir ein aufschaukeln nicht zu verhindern sein.

Bei Seitenwind nicht starten , die Flächen lassen sich am Boden mit dem Seitenruder nicht waagerecht halten.

Gerät Dein Segler ins Pendeln und dieses lässt sich spätestens beim zweiten Versuch nicht beenden -> ausklinken ! , zum Schleppen hat Dein Schlepppilot nur dieses eine Flugzeug !!

Keine Diskussionen während des Schlepps , in der Luft hat nur dein Schlepppilot das Sagen !! Erst nach der Landung über mögliche Verbesserungen sprechen.

Noch`n Tipp : höchstens einen Helfer ( zum Flächen waagerecht halten ) mit auf die Startbahn nehmen - mehrere Berater brüllen in brenzligen Situationen nur herum und verängstigen Dich in dieser Situation mehr, als sie nutzen.

F - Schlepp ist nicht so schlimm, wie es sich hier vielleicht anhört; man muss halt regelmäßig üben -> aber dann macht es riesigen Spaß !

mfG

Harry

jwl
24.06.2002, 13:30
vielen dank für die neuen erkenntnisse
und werde in meinen neues modell etwas platz für ein servo mehr einplanen

gruss johannes

FlugFisch
27.06.2002, 10:41
Hi...

wir haben schon oefter F-Schlepp mit 2-achsern gemacht, und zwar sowohl Segler als auch Schlepper 2-achsig. Das waren zugegebenermassen nur HLGs bis 1.50m Spannweite, aber das ging ganz phantastisch.

Ich stimme weitgehend den anderen hier zu, mit ein paar Modifikationen:

Klar, die Schleppleine muss lange genug sein. ZU lange ist aber auch schlecht, da sonst nur seeeehr weitraeumig geflogen werden kann.
Vor allem bei der von Milan beschriebenen ZigZag-Variante ist ein zu langes Seil hinderlich.

Wichtig ist die Abstimmung von Schleppmodell und Segler.. ein 120km/h-Modell eignet sich nicht fuer einen 20km/h-HLG.

Die Freigabe des Seglers ist manchmal nicht ganz so trivial, da man kein Querruder hat, um den Fluegel eben zu halten. Sehr gut klappt's mit einem kleine Startwagen. Dann geht auch Start mit etwas Seitenwind, da man den Segler leicht schraeg
auf den Wagen legen kann.

Schleppkupplung ist eigentlich erst ab Seglern ueber 500 Gramm wichtig. Vorher geht das hervorragend mit Klettband. Eine Sollbruchstelle im Seil (z.B. aus einem handelsueblichen Druckknopf) verschafft zusaetzlich Sicherheit.

Ich bin nicht der Meinung, dass der SChlepper allein das Sagen haben soll. Er bestimmt die Richtung usw, aber der Segler hat ein Mitspracherecht bei der Fahrt. "Diskussionen" muessen nicht nachteilig sein. Der SChlepper sollte seine naechste Bewegung (kurve rechts usw..) ankuendigen.

Es ist nicht wirklich schwierig, und macht in der Tat sehr viel Spass.

mfg
FF