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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Startwagen für 3.50m Elektro-Segler



Dirk2496
22.09.2004, 04:15
Hallo

Fliege seit längerem einen Mini-Nimbus (Oldtimer von 1979 / Graupner) mit 16 Zellen und compact 490.
Das Ding wiegt so 4.2 kg - geht aber noch super in der Thermik , trotz des Gewichtes °!

Das Wegwerfen ist aber doch etwas mühselig,
vor allem die Clubkameraden beschweren sich langsam...:)

Also muss ein Startwagen her -
möchte einen mit 4 Rädern bauen -
Wer hat sowas schon mal gemacht - wie sieht so ein Teil aus ?
Wie hoch muss ich den vorderen Anschlag für die Flächen machen, damit mir der Segler nicht zu früh abhebt.

Oder was muss ich noch beachten - soll
er leicht schräg liegen der Vogel auf der Flächenauflage ?

Bin für jeden Tipp dankbar - Bilder wären super.
Oder gibts einen Hersteller ?

Rsal
22.09.2004, 07:47
Hgoi Dirk

hab ich letzthin auf einem Flupplatz gesehen und gibt Dir vielleicht eine Anregung für den eigenbau. dieses Hilfsgestell wird für den Schleppstart benutzt. Könnte mir vorstellen, dass es für Elektro auch einsetzbar ist.
http://www.rc-network.de/upload/1095831904.jpg

flying_bernd
22.09.2004, 08:16
hallo Rene

du kennst nicht zufällig den piloten der abgebildeten ASH 25 - :D

scheint die gleiche zu sein die ich gerade baue - würde mich über einen erfahrungsaustausch mit einem Piloten der das gleiche modell fliegt . freuen :)

grüße
bernd

Rsal
22.09.2004, 11:10
Hoi Bernd

kenne den Piloten leider nicht. werde aber mal nachforschen, finde den Piloten vielleicht. melde mich wieder hier im forum, wenn ich fündig werde.

Gast_2222
22.09.2004, 11:51
Tach Dirk,

zunaechst mal musst Du sicher stellen, dass Dein Antrieb auch stark genug fuer Bodenstart ist. Danach sollte der Flieger so auf der Karre liegen, dass sein Anstellwinkel etwas kleiner als im Flugbetrieb ist (wie Motorflieger mit 3-Bein Fahrwerk). Andernfalls hebt der Flieger schon bei weniger als normaler Fluggeschwindigkeit ab und ist dann schwer bis gar nicht steuerbar.

Ausserdem brauchst Du dann immer noch einen Helfer, der die Karre vom Flugfeld raeumt. Was haelst Du also davon zu ueben, selber zu werfen?

Gruss, Wolfgang

Daniel Gut
22.09.2004, 12:26
Hallo Dirk

Warum nicht einfach mit einem 5 bis 7 meter Gummi (+ ein paar meter Seil) starten? Haken soweit vorne wie möglich und der Motor nur einschalten nachdem das Modell ausgeklingt hat.

Grüsse

Daniel

MTT
22.09.2004, 12:53
Guckst Du hier (http://www.rcgroups.com/forums/showthread.php?t=215645&page=8&pp=15)
Das ist ein thread bei RCGroups.com, in welchem die Umruestung einer SB-XC (4.4m cross-country Segler) auf E-Antrieb beschrieben wird. Der Autor, Dieter Mahlein, hat sich fuer den Bodenstart auch einen Startwagen gebaut, auf Seite 5 des threads sind einige Bilder des Wagens zu sehen, und auf der letzten Seite gibts auch noch ein Bild des Wagens, sowie eine Bildsequenz des Starts mit dem Wagen.

Michael

Gast_2222
22.09.2004, 14:17
Tach Michael,

auf der von Dir zitierten Seite steht im ersten Artikel besonders, was man beim Anstellwinkel des aufliegenden Seglers NICHT machen sollte.

Aber was dieser Dieter durch Austausch nur der Vorderraeder von 8 auf 10 Zoll und einem geschaetzten Radstand von so 80cm gemacht hat, iss schon doll: Anstellwinkelerhoehung von so 1°.

Und so wie's dort aussieht macht naemlicher Dieter nun in Handstart, so ganz "back to the root" ;)

Gruss, Wolfgang

Dirk2496
22.09.2004, 14:31
Danke für alle Antworten !

Werde mich, da wir auf unserem Platz über Asphaltpisten verfügen, bzw. kurz gemähten Rasen
für einen Startwagen entscheiden.

Die wichtigste Info die ich aus den Antworten lese ist das der Anstellwinkel der Flächen kleiner sein muss als im langsamen Normalflug.
Auch sollte man nicht mit Vollgas starten,
sondern den Wagen erst auf Geschwindigkeit bringen mit wenig Gas und dann wenn das Ding schneller rollt auf Vollgas gehen.
Denke das bekomme ich hin !

Abgesehen davon das es sehr bequem ist, sieht
es auch spektakulärer aus, als ein Hand oder Gummistart....g*

Gruß an alle Segler-süchtigen.

MTT
22.09.2004, 14:43
@Wolfgang : bezgl des Handstarts :
Stimmt, wie Dieter ja auch in dem thread schreibt, hat er den Startwagen anfangs gebaut/benutzt weil er meinet, den Flieger beim Handstart nicht ausreichend beschleunigen koennte.
Nachdem er nach den ersten Starts denn sah, wieviel Leistung er mit dem Antrieb zur Verfuegung hat, hat sich das Thema Startwagen dann erledigt... :)


Aber was dieser Dieter durch Austausch nur der Vorderraeder von 8 auf 10 Zoll und einem geschaetzten Radstand von so 80cm gemacht hat, iss schon doll: Anstellwinkelerhoehung von so 1°.
Hast Du auch gelesen, warum er die vorderen 8-Zoll Raeder mit 10-Zoellern ersetzt hat?
Weil er einen groesseren Prop verwenden wollte, und mehr Bodenfreiheit brauchte.
Durch den erhoehten Anstellwinkel hebt der Flieger dann aber viel steiler ab, und bleibt beinahe mit dem HLW am Startwagen haengen..... :eek:

[ 22. September 2004, 14:49: Beitrag editiert von: MTT ]

Gast_2222
22.09.2004, 15:09
Hallo Michael, habbich gelesen ;)

Original erstellt von MTT:
Weil er einen groesseren Prop verwenden wollte, und mehr Bodenfreiheit brauchte.
Durch den erhoehten Anstellwinkel hebt der Flieger dann aber viel steiler ab, und bleibt beinahe mit dem HLW am Startwagen haengen..... :eek: Der Flieger hebt nicht steiler sondern bei viel zu geringem Tempo ab oder besser lupft so ueber die Kante und sackt dann mangels Tempo ab, und nur der starke Motor rettet unsern Dieter vor dem Bruch.

Deswegen rollen Flieger mit 3-beinfahrwerk ja auch mit niedrigerem Anstellwinkel als sie fliegen: Sie sollen wenig Auftrieb haben, damit sie erst bei hohem Tempo und dann richtig abheben und nicht so bloed durch die Gegend eiern.

Jetzt weiss der Dirk auch, dass er beim Rollen nicht Ziehen soll bevor er sicher ist: Der Segler fliegt wirklich ganz getreu seiner Sig ;)

Gruss, Wolfgang

[ 22. September 2004, 15:10: Beitrag editiert von: Wolfgang Kouker ]

Gast_2222
22.09.2004, 15:58
Tach nochmal,

andere Baustelle: Ich wuerd ein Dreirad bauen, hinten eines. Das ist leichter auf Geradeausfahrt zu trimmen und wackelt nicht.

;) Wolfgang

wernerhetzel
22.09.2004, 18:48
Also in unserem Verein werden Segler dieser Dimension und grösser mit dem Gummiseil-Kattapult gestartet. Soviel ich mitbekomme, gab es da noch nie Probleme. Startwagen ist da sicher problematischer. Es wurden bei uns in früheren Zeiten Versuche damit gemacht, die aber nicht so gut ausgefallen sind.
mfg
werner

wakuman
23.09.2004, 03:07
Na Wolfgang
das ist ja ganz schoen viel theorie.
Mit 4,2 kg gewicht des 3,5m Nimbus duerfte das Model mit 16 zellen nach geschaetzten 7-10m vom Startwagen abheben. Von daher hat die geradeaustrimmung (oder 3rad auslegung wohl keinen grossen einfluss)

Betreffs Anstellwinkel : wieviele Handstarter koennen ein Model mit einer genauigkeit von 1-2 grad konstant in die Luft abgeben. Ich glaub wohl wenige?


Tip aus der Praxis:
Wichtiges kriterium ist das der Prop min. 5cm Bodenfreiheit hat und moeglichst grosse raeder sind auch vorteilhaft..

Uebrigens Dieter's SBXC laesst sich problemlos aus der Hand starten (selbst getestet)

Gruss
Thomas

[ 23. September 2004, 03:07: Beitrag editiert von: wakuman ]

Knut
24.09.2004, 20:57
Hallo,

irgendwo habe ich mal ein schönes Video hier im Netz gesehen, leider weiß ich nicht mehr wo.
Der Startwagen bestand aus einem normalen Fahrwerk eines größeren Motorfliegers. Also ein Alu oder GFK Bügel und dementsprechende Räder. Das hat er dann mit einer Strebe nach hinten verlängert und auf einem Rad hinten in der ensprechenden Höhe abgestützt. Ebenfalls hinten befand sich ein Bügel für die Aufnahme des Rumpfes im hinteren Teil. So das der Rumpf seitlich "fest" sitzt.
In der Mitte des Fahrwerkträgers (Fahrwerkbügels)
befand sich ein Bolzen ( ca. 6-8 mm Durchmesser und 30-40 mm lang) Im Rumpf des Segler war ein Rohr eingelassen. Auf den Bolzen wurde nun der Segler einfach aufgesteckt. Einfach und simpel nachzubauen.Der Start seiner Pilatus sah damit perfekt aus.
Ich hoffe mal das ich es einigermassen verständlich formuliert habe.

Tschüß Knut