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  • Red Bull X-Alps 2019 Tag 4

    Red Bull X-Alps 2019

    Tag 4

    Claus Eckert (Text) - Sascha Rentel, Christian Hauser, Red Bull Media (Fotos)





    Für Manuel startete der Tag mit einer anstrengenden Wanderung bergauf. Am Vorabend hatte er in einer Hütte im Karwendelgebiet übernachtet. Um aber weiterfliegen zu können, musste er auf einen der umliegenden Berge steigen.
    Das Karwendelgebiet ist als herrliches Wandergebiet bekannt. Aber wer auf die Gipfel will, der benötigt eine sehr gute Kondition. Manuel hat diese Kondition. Trotzdem war der Aufstieg kraftraubend.
    Auch fliegerisch ist das Karwendelgebiet eine Herausforderung. Im Verlauf des Tages wird sich zeigen, wie Manuel diese Aufgabe löst.


    Gegen 10:00 Uhr flog der führende Chrigel Maurer (SUI1) bereits im Paznauntal oberhalb von Ulmig Richtung Seehorn. Dort musste er den Sprung zum nächsten Turnpoint in Davos schaffen.
    Sein direkter Verfolger, Maxime Pinot (FRA4), kämpfte rund 24 km weiter unten im Paznauntal, um mit der Morgenthermik Höhe zu gewinnen.

    Am Vortag lagen Chrigel und Maxime noch Kopf an Kopf. Doch schon am Abend konnte sich Chrigel von Maxime absetzen. Beide haben zwei Nightpässe. Maxime hätte die Chance gehabt, mit seinem Nightpass vorerst die Führung zu übernehmen.

    Chrigel scheiterte oberhalb des Silvretta-Stausees und musste im freien Gelände landen und zum Klosterpass aufsteigen.
    Währenddessen konnte Manuel das Karwendelgebiet hinter sich lassen. Er hatte eine gute Route gewählt und so konnte er den Turnpoint 5 im Tiroler Lermoos in Angriff nehmen.

    Im Mittelfeld der Verfolgergruppe, in der er sich befand, entwickelten sich spannende Kämpfe. Natürlich sind das nur "Momentaufnahmen", da sich die Platzierungen im Laufe der nächsten Tage immer wieder verändern werden.

    Gegen Mittag stellte sich die Frage, wer am heutigen Tag der Red Bull X-Alps 2019 den Turnpoint 6 in Davos schafft.
    Kurz vor Zwölf startete Chrigel Maurer (SUI1) am Klosterpass Richtung Davos. Damit hat er die Grenze zur Schweiz überschritten und war jetzt in seinem Heimatland.

    Inzwischen nur noch 14 km hinter Chrigel machte Maxime Pinot (FRA4) Druck. Er wählte einen Weg etwas weiter nördlich vom direkten Kurs und stieg weit über 3000 m. Würde es reichen, um über den Pass zu kommen, den Chrigel zu Fuss erklimmen musste? Oder drohte Maxime das gleiche Schicksal?

    Noch vor halb Eins landete Chrigel Maurer (SUI1) am Turnpoint 6 in Davos. Jetzt wird es ein Heimspiel für ihn. Es dürfte nur wenige Felsen in der Schweiz geben, die Chrigel noch nicht gesehen hat.

    Der Drittplatzierte, Aaron Durogati (ITA1), war inzwischen auch im Paznauntal angekommen.
    Manuel Nübel (GER1) "bastelte" sich inzwischen durchs Wettersteigebirge in Richtung Zugspitze und dann zum Turnpoint 5 Lermoos.

    Maxime Pinot (FRA4) schaffte den Sprung am Isentälispitz in über 3200 m Höhe kurz nach halb eins. Somit war klar, dass Chrigel sich in Davos nicht zu lange aufhalten sollte. Für den Flug benötigte er etwa eine halbe Stunde. Maxime konnte fast "direttissima" nach Davos fliegen und machte Druck.

    Um 12:40 Uhr startete Chrigel am Südufer des Davoser See zu Fuß zum Turnpoint 7 in Titlis. Noch vor 13:00 Uhr landete Maxime Pinot (FRA4) am Turnpoint 6 in Davos. Der Abstand zu Chrigel Maurer (SUI1) betrug jetzt nur noch knappe 2 km.
    Eine klasse Leistung von beiden Athleten. Chrigel hatte eine super Perfomance und Maxime ist über sich hinaus gewachsen. Als Rookie bei den Red Bull X-Alps 2019 ist er eine echte Überraschung.

    Kurz nach 13:00 Uhr erreichte Manuel Nübel (GER1) den Turnpoint 5 in Lermoos. Auch er hatte eine grandiose Aufholjagd hinter sich. Nun machte Manuel das Gleiche wie schon in Aschau und am Kronplatz: Schirm einpacken, unterschreiben und weiter geht's. Jede Minute Aufenthalt zu viel am Turnpoint, ist eine verlorene Minute.

    Aber was hatte Manuel vor? Wenige Kilometer vor ihm waren mehrere Athleten auf dem Weg zum Startplatz am Grubigstein, doch Manuel entschied sich für einen anderen Weg. Wusste er etwas, das seine Konkurrenten nicht wussten? Hoffte er auf einen Start am etwas tiefer gelegenen Speichersee?

    Nach kurzem Aufstieg oberhalb von Davos konnte Chrigel Maurer (SUI1) starten und damit den Abstand auf Maxime Pinot (FRA4) wieder vergrößern. Maxime musste deutlich weiter aufsteigen als Chrigel und verlor damit wertvolle Zeit. Der Abstand zum fliegenden Chrigel Maurer (SUI1) betrug inzwischen wieder 18 km, und er wuchs von Minute zu Minute. Als Maxime endlich in die Luft kam war der Abstand wieder auf fast 28 km angewachsen.

    Markus Anders (GER2) hatte am Vortag wenig Glück. Um so überraschender war seine Performance am heutigen Tag. Plötzlich war er fast gleich auf mit Manuel.
    Eine überzeugende Leistung.

    Aaron Durogati (ITA1) lag am Nachmittag immer noch an dritter Stelle. Der Abstand zum vor ihm platzierten Maxime Pinot (FRA4) betrug etwa 20 km. Ihm folgte mit 20 km Abstand Paul Guschlbauer (AUT1). Um 15:00 Uhr traf Aaron am Turnpoint 6 in Davos ein.

    Manuel hatte dann doch nur zu Beginn einen anderen Aufstieg gewählt. Auch für ihn ging es endlich wieder in die Luft Richtung Davos.

    Gegen 18:00 Uhr landete Chrigel Maurer (SUI1) am Trunpoint 7 in Titlis. Sein Abstand zu Maxime Pinot (FRA1) betrug inzwischen fast 50 km.

    Manuel Nübel (GER1) musste westlich von Galtür landen. Er hatte einen nördlicheren Kurs gewählt und eigentlich Zeit gut gemacht. Doch dann hat ihn das Thermikglück verlassen.
    Vielleicht war es auch nur eine "Schwerkraftanomalie" im Tal von Galtür, die ihn heruntergezogen hat. Manch einer kennt das bestimmt auch: Morgens aus dem Bett, man kommt einfach nicht hoch...
    Manuels anschließender Aufstieg war der Dritte an diesem Tag. Davos: Noch weit entfernt!

    Die Anderen seiner Gruppe hatten mehr Glück und konnten weiter fliegen.
    Bereits am Nachmittag kamen Aaron Durogati (ITA1), Paul Guschlbauer (AUT1) und Gaspar Petiot (FRA2) am Turnpoint in Davos an.

    Ab 19:00 Uhr wurden die Bedingungen schwierig. Simon Oberrauner (AUT2) flog nordwärts in ein Tal, völlig abseits vom Kurs. Dort kämpfte er auf 1500 m Höhe, um wieder auf eine gute Ausgangsposition zu kommen. 2100 m oberhalb von Galtür ist Hemut Schrempf (AUT3) unterwegs und kämpfte ebenfalls um Höhe.

    Manuel startete seinen Lauf auf der Silvrettastraße.
    Helmut Schrempf (AUT3) hat es dann aber auch erwischt. Er landete etwa 2 km entfernt.
    Vermutlich ging im Tal bei Galtür gerade ein Regenschauer runter. Helmut sank innerhalb von Minuten von 2100 m auf 1400 m und landete auf dem Talboden.

    Simon Oberrauner (AUT2) konnte noch mal aufdrehen. Ob aber die 2100 m Höhe reichen ist fraglich. Der Pass Richtung Davos liegt höher und auf seiner aktuellen Position ist er zu weit entfernt.
    Tatsächlich zeigt "Wetter Pro" gerade ein ausgiebiges Regengebiet über Galtür. Wer schon mal Starkregen in den Alpen erlebt hat weiß, damit ist wirklich nicht zu spaßen.

    Simon Oberreuaner (AUT2) hat inzwischen 2200 m erreicht und bei der anschließenden Talüberquerung wieder 300 m eingebüßt.
    Was kommt nach einen Regen? Klare, kühle Luft! Doch ohne nennenswerte Sonneneinstrahlung wird sich keine Thermik mehr bilden.
    Aktuell würde ich nicht wetten, dass an diesem Abend noch jemand fliegend nach Davos kommt.

    Als ob er es gelesen hätte, landete Simon Oberrauner (AUT2) knapp unter 1300 m Talhöhe bei Außergampaping. Jetzt heißt es hinauf zum Schlappiner Joch. Zum Fliegen ist es dann aber zu spät.

    Um 20:30 Uhr konnte ich mit Manuel Nübel (GER1) telefonieren. Er freut sich über das große Interesse und bedankt sich bei Euch allen für die Unterstützung.

    Es geht heute noch zum Silvrettastausee. Dort wird übernachtet und morgen früh geht es rauf auf den Klosterpass, um von dort nach Davos zu fliegen.

    Der führende Chrigel Maurer (SUI1) wird irgendwo im Kanton Bern zwischen Titlis und dem Turnpoint 8 am Eiger unterwegs sein.
    Der Zweitplatzierte Maxime Pinot (FRA4) befindet sich im Kanton Uri, ziemlich weit nördlich der Route.
    Paul Guschlbauer (AUT1) ist auf Platz 3 und fliegt gerade über Chur.
    Kurz dahinter ist Aaron Durogati (ITA1) zu Fuß unterwegs. Eventuell kann auch er noch mal fliegen.

    Ein spannender Tag geht zu Ende. Chrigel Maurer (SUI1) hat als einziger zwei Turnpoints geschafft und befindet sich dort, wo er sich am besten auskennt: In seiner Heimat der Schweiz.

    Die spannende Frage bleibt: Was macht das Wetter? Der Westalpenraum wird voraussichtlich von einem kleinen Atlantiktief beeinflusst. Die Unsicherheit ist weniger, ob Gewitter und Regen kommen, sondern eher wann und wo. Ab Mittag ist mit massiv labiler Wetterlage zu rechnen.

    Ich starte deshalb morgen früh in den Ostalpenraum und berichtet dann weiter aus Kärnten von der Gerlitzen. Dort bleibt die Wetterlage stabil. Die moderne Technik macht es möglich, von überall zu berichten.




    V-Log von Daniel Schulz aus Team (GER1):




    Bilder aus dem Team:




    Die Teamfahrzeuge vor der eindrucksvollen Kulisse des Karwendelgebirges.


    Sascha und Daniel auf der Manuel-Verfolgung.


    Josie kümmert sich um das Teamfrühstück.


    Während Manuel im freien Gelände aufsteigt. Er hatte auf einer Hütte im Karwendel übernachtet.


    Manuel am Vortag unterwegs Richtung Karwendel.


    Autogrammstunde? Abendessen? Immobilienbesichtigung? Man weiß es nicht. Vielleicht auch nur eine Störung des Trackers.

    Bilder von Christian Hauser vom Turnpoint 4 in Lermoos:


    Ein paar Wingover zum Höheabauen gehören einfach dazu. Das Publikum will ja auch etwas sehen.


    Einschweben zur Landung.


    Nach der Landung.


    Das Unterschreiben an der Tafel ist wichtig.


    Schirm einpacken.


    Die Supporter stehen bereit.


    Danke an Chris für die Bilder.
    Chris war damit beim Prolog dabei, am Turnpoint 1 am Gaisberg, am Turnpoint 3 in Aschau, am Turnpoint 4 am Kronplatz und am Tunrpoint 5 im Lermoos.

    Mit unserer Presseakkreditierung hatten Chris und ich Zutritt zu vielen abgesperrten Bereichen.

    Dafür gilt unser Dank an zooom productions gmbh um Michaela Binder, die mit ihrem Team die Pressebetreuung im Vorfeld und in Salzburg ganz hervorragend organisierte. Lieben Dank auch noch mal für die freundliche Betreuung im Pressezentrum in Salzburg.

    Die Menschen im Hintergrund derartiger Veranstaltungen stehen nie im Rampenlicht. Um so wichtiger ist es, auch denjenigen mit einer positiven Wertschätzung eine Aufmerksamkeit zu Teil werden zu lassen.
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