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  • Vorstellung und Test des Jeti DS-12 Senders

    Jeti DS-12 Sender

    Vorstellung und Test

    Stephan zu Hohenlohe




    Lange hat es gedauert, jetzt ist der Jeti DS-12 Sender, der das Angebot hochwertiger Funkfernsteuerungen aus Tschechien nach unten hin abrundet, endlich lieferbar. Die Firma Hacker Brushless Motors hat einen der allerersten Sender zur Verfügung gestellt.

    Der DS-12 ist der kleinste Sender der Jeti Duplex-Serie. Rein äußerlich unterscheidet ihn das Spritzguss-Kunststoffgehäuse, das erstmals bei Jeti zum Einsatz kommt, von den größeren Modellen. Daher ist der Handsender mit 700 g deutlich leichter als die größeren Sender. Ein DS-16 wiegt beispielsweise 1.200 g.


    Gehäusevergleich DS-12 und DS-16

    Nicht gespart wurde bei den Knüppelaggregaten. Das Ermitteln der Knüppelpositionen erfolgt kontaktlos über Hallsensoren mit einer Auflösung von 4.096 Schritten (12 Bit) und ist damit komplett verschleißfrei.
    An der Front des Senders befinden sich rechts und links des Displays jeweils zwei Schalter. Rechts unten ein rückstellender
    Ein- Ausschalter, den ich gerne für die Telemetrieabfrage nehme. Darüber ein normaler Schalter, bei mir fast immer als "Motor Aus" definiert. Links gibt es einen Ein-Ausschalter (unten) und einen Dreistufen-Schalter.


    Der Drehgeber ist neu in der Jeti-Familie

    Oben gibt es rechts und links neben dem Display zwei weitere Schalter, links zweistufig, rechts dreistufig. Gleich daneben liegt jeweils ein Drehgeber. Sie ersetzen die seitlichen "Slider" der größeren Sender. Es gibt keine Rastung, aber beim Drehen eine deutlich spürbare Neutralstellung. Diese Drehgeber können beispielsweise für die stufenlose Verstellung der Wölbklappen genutzt werden, da der Pilot, ohne auf den Sender zu schauen, die Neutralstellung der Klappen finden kann. Zwischen den Knüppeln gibt es zwei weitere Drehgeber. Diesmal mit deutlicher Rastung, aber ohne Signalisierung des Neutralpunktes. Unter den Knüppeln findet man die Jeti-typischen Trimmtaster.

    Im unteren Teil des Senders sind Lautsprecher und Kopfhörerbuchse untergebracht, sowie das Programmier-Trio, bestehend aus einer "Menü"-Taste, einem 3D-Drehgeber und der "ESC"-Taste.


    Zentrales Display

    Wie bei den anderen Jeti-Handsendern, liegt das grafikfähige, hintergrundbeleuchtete 3,5 Zoll große farbige LC-Display zentral im Blickfeld des Piloten. Dieses Display kommt auch in der DS-24 zum Einsatz. Mit Hilfe des 3D-Drehgebers, der "Menü"- und "ESC"-Taste sowie fünf weiteren Tasten, die direkt unter dem Display angeordnet sind, kommuniziert der Anwender mit dem Sender. Die Funktionen der Tasten unter dem Display wechseln, der Zweck wird jeweils in der unteren Displayzeile angezeigt.

    Durch längeres Drücken des elektronischen Softschalters in der Mitte des Gehäuses wird der Sender eingeschaltet. Eine grüne LED leuchtet auf und im Display erscheint die Frage, ob der Sender eingeschaltet werden soll. Wird diese Frage innerhalb von fünf Sekunden mit "Ja" beantwortet, ist der Sender betriebsbereit. Das Ausschalten verläuft ganz ähnlich. So kann der Sender nicht versehentlich ein- oder gar ausgeschaltet werden.

    Der hintere Gehäusedeckel lässt sich durch Lösen von sieben Schrauben mit dem dazugehörigen Torxschlüssel öffnen. Die Verarbeitung des Senders ist auf höchstem Niveau. Die mit SMD-Bauteilen bestückten Platinen sind neben- und übereinander platziert und mit Steckerleisten verbunden. Kabelsalat, wie oftmals in Fernost-Produkten zu sehen, findet man im Jeti-Sender nicht.


    Nach Entfernen des Gehäusedeckels fällt der Blick auf eine sehr aufgeräumte Platine.

    Der Sender wird von einem einzelligen LiIo-Akku mit 6.200 mAh Kapazität mit Energie versorgt. Im Sender ist eine Lade- und Überwachungsschaltung integriert, über die mit dem beiliegenden Steckernetzteil der Akku geladen wird. Zusätzlich kann der Sender aber auch über die USB-Buchse mit Strom versorgt werden. Das ist besonders praktisch, da so im Notfall auch eine sogenannte "Powerbank", wie sie zur "Notstrom-Versorgung" eines Smartphone dient, an den Sender angeschlossen werden kann.


    Für die Stromversorgung sorgt ein LiIo-Akku mit 6.200 mAh.

    Im oberen Teil der Hauptplatine sitzt der Halter für die 8 GB SD-Karte, die die Modellspeicherplätze und den Platz für die Datenaufzeichnung bereitstellt. Normalerweise muss diese nicht entnommen werden. Der Speicher ist über den
    Mini USB-Anschluss zugänglich.

    Die Verstellung der Knüppelrastung und die Entlastung der Rückstellfeder zur Änderung des Modes (Lieferstatus: Mode 2, Drossel links) kann nur bei geöffnetem Sender vorgenommen werden, ist aber sehr einfach und in der Anleitung gut beschrieben.


    Knüppelaggregat mit Hallsensoren.


    Speicherplatz satt, die 8 GB SD-Karte kann auch getauscht werden.

    Einen ersten Eindruck vom Sender kann man sich in meinem Video verschaffen.



    Sender am Rechner

    Bei der Verbindung mit einem Rechner verhält sich die Jeti DS-12 wie ein Wechseldatenträger. Eine übersichtliche Ordnerstruktur trennt Modelldaten, Aufzeichnungen und Systemdaten. Auch die Anleitung finden wir als pdf-File im Speicher des Senders. Eine Datensicherung erfolgt durch Kopieren und Abspeichern des Ordners "Model" auf dem Rechner. Für jedes gespeicherte Modell gibt es im Ordner eine eigene Datei, deren Bezeichnung aus vier Ziffern und den ersten vier Buchstaben des Modellnamens besteht.


    So zeigt sich die DS-12 am Rechner. Die Modelle können gesichert oder für andere Jeti-Sender kopiert werden.

    So kann auch eine Modelldatei aus einem anderen Jeti-Senders überspielt werden. Probehalber habe ich die Datei des Milan von Pilot, getestet für eine Zeitschrift, aus der DS-16 kopiert und in die DS-12 geladen. Beim Aufruf des Modells erscheint eine Warnung, dass ein Schalter nun an anderer Position liegt. Tatsächlich wurde der Schalter "Motor aus" anders zugeordnet.

    Die Software zum Programmieren der Anlage entspricht den anderen Jeti-Sendern. Es gibt ein Hauptmenü, von dem aus man Untermenüs erreicht. Untermenüs sind die Auswahl der Modellspeicher und deren Modifikation, Fein- und erweiterte Einstellungen. Weitere Untermenüs sind für Stoppuhren und die Sensorik zuständig, sowie für die Zusatz- und Systemfunktionen.


    v.l.o.n.r.u.: So zeigt sich das Hauptmenü - Durch betätigen des 3D-Gebers kommt man in das Modellwahl/-modifikationen Menü - Die gespeicherten Modelle werden aufgelistet - Das Display kann individuell konfiguriert werden - Beim Laden eines Modells aus einem anderen Sender wird gewarnt, falls sich ein Geber geändert hat - Der Servomonitor ist an fast jeder Stelle des Menüs abrufbar

    Mit der "Menü"-Taste schaltet man zwischen dem Hauptbildschirm und dem Hauptmenü um. Mit "ESC" geht man eine Ebene zurück. Mit der 3D-Taste wählt man Menüpunkte aus, erhöht oder verringert durch Drehbewegungen die Werte eines markierten Parameters und bestätigt durch eine Druckbetätigung die Eingaben.

    Im Systemmenü kann der Nutzer den Sender seinen Gewohnheiten anpassen. Neben dem Mode können hier auch Parameter wie Systemsounds oder die Lautstärke der Systemsounds, der Telemetrieansagen und des Varios eingestellt werden. Sehr praktisch: Für die jeweilige Lautstärke können auch (Dreh)Geber definiert werden. Hier sind auch Reichweiten- und Servotest zu finden.


    Programmierung mit Assistent

    Bei der Erstellung eines neuen Modells führt ein Assistent über den Menüpunkt "Neues Modell anlegen" schrittweise durch die Grundkonfiguration. Neben Flächenmodellen stehen Hubschrauber, Multicopter und Car- beziehungsweise Schiffsmodelle zur Auswahl. Es folgt die Wahl der Flächen- und Leitwerksgeometrie. Die Geber- und Servozuordnung erfolgt automatisch. Die weitergehende Programmierung wie Expo-Kurven, Dualrate, Butterfly usw. nimmt man im Untermenü "Feineinstellungen" vor.

    Ab jetzt kommt es auf die Ausstattung des Senders an: Der Jeti DS-12 Sender ist mechanisch komplett ausgestattet, es müssen und können keine Schalter oder Module zusätzlich angeschafft werden. Allerdings können zusätzliche Funktionen in der Software freigeschaltet werden. Diese kostenpflichtigen Upgrades sind in anderen Bereichen bereits gang und gäbe. Der Vorteil: Ich kaufe nur die Funktionen, die ich wirklich benötige.



    Ausstattung und Features

    • Kanäle: 8 (8 auf 12 und 12 auf 16 erweiterbar)
    • 2,4 GHz RF-Module: 1
    • 900 MHz NG-Backup-System: Optional
    • Farb-TFT: 3,5 Zoll, 320x240 Pixel
    • Knüppelaggregate mit Hallsensoren: Ja
    • Auflösung Knüppel: 4096 Schritte
    • Interner Speicher: SD-Karte, 8 GB
    • Freie Mischer: 5 (bis zu 20 erweiterbar)
    • Stoppuhren: 3 (bis zu 20 erweiterbar)
    • Werte auf Display darstellbar: 10 (bis zu 40 erweiterbar)
    • Sprachausgabe für Funktionen: 5 (bis zu 20 erweiterbar)
    • Alarme: 10 (bis zu 40 erweiterbar)
    • Kanäle für Kreiselachsen: 1 (bis zu 3 erweiterbar)
    • Flugphasen: 3 (bis zu 6 erweiterbar)
    • Flugphasentrimmung: Ja
    • DITEX Telemetriewerte: 16
    • Lua-Erweiterungen: max. 10
    • MP3-Player: Ja
    • Mikrofon: Ja


    In der Grundausstattung wird der Sender mit acht Kanälen geliefert. Man kann drei Flugphasen programmieren und hat fünf freie Mischer zur Verfügung. Maximal können zehn Telemetriewerte angezeigt werden. Sprachbefehle, Sequenzer oder Telemetriegeber, die eine Funktion steuern, wenn ein bestimmter Telemetriewert erreicht wird (Beispiel: "Motor aus" bei 300 m Höhe), kann die Anlage so noch nicht.

    Optionale Ausstattung

    • Logische Schalter: 0 (bis zu 16 erweiterbar)
    • Sequenzer: 0 (bis zu 6 erweiterbar)
    • Bewegungssensor: optional
    • Audio-Player: optional
    • Telemetriegeber: 0 (bis zu 16 erweiterbar)
    • Vibrationsalarm: optional
    • Sprachausgabe: optional
    • Servo-Balancer: optional
    • Funktionskurven: optional
    • Gas-Limiter: optional
    • Variometer: optional


    Diese Funktionen, aber auch die Erweiterung auf bis zu 16 Kanäle, kann der Kunde als Upgrades kaufen. Eine Erweiterung auf 20 freie Mischer kostet beispielsweise 25 Euro. Der Vorteil: Ich bezahle bei einem Preis, der deutlich unter dem des nächst höheren Senders, der DS-14, liegt, nur die Funktionen, die ich wirklich benötige. Mir sind beispielsweise die Kanalerweiterung und eine Sprachausgabe wichtig, einen Sequenzer habe ich noch nicht gebraucht.

    Neben den einzelnen Upgrades findet man auf der Seite von Hacker-Motor auch Upgrade-Pakete. Hier sind verschiedene Upgrades zusammengefasst und werden mit Rabatten von bis zu 25% auf einen Einzelkauf vergünstigt.

    Die Upgrades können im Übrigen sehr einfach vom Benutzer selbst eingespielt werden. Über den Online-Shop wird der Sender registriert und das gewünschte Upgrade gekauft. Die Datei kommt dann per Mail und wird via USB in das Hauptverzeichnis des Senders geladen. Beim nächsten Einschalten des Senders stehen die neuen Funktionen zur Verfügung.


    In der Praxis

    Wie immer geht es natürlich mit dem Sender auf das Flugfeld. Der Einfachheit halber habe ich die Daten des Mistral 2.0 auf den Sender gespielt. Auch diesmal gibt es die Warnung, dass der Schalter "Motor aus" nun woanders liegt. Beim Probefliegen fällt mir im Vergleich zu meiner Jeti DS-16 natürlich das geringere Gewicht auf. Das Display macht sich auch bei Sonnenlicht gut, der Vergleich mit einem Smartphone passt.

    Viele meiner Hangsegler habe ich per "Copy&Paste" vom großen Sender auf den kleinen gespielt. Die einheitliche Programmierung der Jeti-Anlagen kommt mir beim Einsatz des neuen Senders natürlich sehr entgegen, der Mensch ist bekanntlich ein Gewohnheitstier. Um Interessenten einen Eindruck von der Programmierung zu geben, habe ich im Video ein einfaches Motormodell programmiert.



    Mein Fazit

    Jeti-Sender sind preislich nicht mit Billigprodukten aus Fernost zu vergleichen. Bereits das Öffnen des Deckels zeigt den Unterschied. Hier wird Qualität geboten. Mit der DS-12 bietet Jeti einen preislich attraktiven Einstieg an, ohne dass der Käufer Gefahr läuft, der Sender könnte auf lange Sicht seinen steigenden Anforderungen nicht mehr gerecht werden. Durch Upgrades kann der Sender auf das technische Niveau einer DS-14 oder DS-16 gehoben werden.

    Das leichte Gehäuse ist ein wirklicher Vorteil für Handsender-Piloten. Erfreulicherweise hat Jeti dabei das einfache, schnörkellose Design beibehalten. Ich hätte mir allerdings an der DS-12 seitliche Slider anstelle der Drehgeber gewünscht, aber das ist jetzt Jammern auf hohem Niveau. Ich werde jedenfalls künftig mit der DS-12 am Hang oder auf dem Fluggelände stehen.


    Kommentare 10 Kommentare
    1. Avatar von Matze7779
      Matze7779 -
      Kleiner Hinweis: Der Akku ist zweizellig (2P) nicht einzellig.
    1. Avatar von MX 22
      MX 22 -
      Danke,
      Sehr klar und informativ. Auch die Videos.

      Lg
      Gerd
    1. Avatar von Willi
      Willi -
      Danke, schöner Bericht.

      Kleine Anmerkung zum Thema Kabelsalat: wenn ich das oberhalb der Knüppel mir ansehe und dann noch einen Kabelbinder der das zusammenhält, würde ich diesen Hinweis nicht schreiben.

      VG Willi
    1. Avatar von Holofernes
      Holofernes -
      Na ja Willi, das ist aber jetzt sehr subjektiv. Das hängt doch nur davon ab, mit was man vergleicht. Es gibt schließlich Beispiele, da sieht man vor lauter Strippen die Platinen nicht mehr, um es mal drastisch zu formulieren. Andererseits, wenn man Geräte betrachtet, bei denen jegliche Kabel vermieden worden sind, dann können schon einzelne Litzen als störend empfunden werden. Ist also reine Ansichtssache.

      Deshalb würde ich das in dieser angenehm zu lesenden und informativen Präsentation nicht als sachlichen Mangel oder gar Fehler ankreiden, sondern sehe das als durchaus berechtigte und sinnvolle Beurteilung des Produkts.

      Was mich eher etwas irritiert, ist die Bezeichnung "DS-6" im ersten Video (bei 4:31). So etwas sollte m. E. nun wirklich nicht passieren bzw. spätestens bei der Nachkontrolle auffallen und behoben werden. Gab es je einen DS6-Sender? Bei HACKER finde ich jedenfalls keinen.

      MfG Siegi
    1. Avatar von Eckart Müller
      Eckart Müller -
      Ja, den gibt es, beispielsweise bei Hepf!

      Gruß
      EM
    1. Avatar von pro021
      pro021 -
      Interessant sind auch andere Faktoren. Mehr als das Runterbeten von Herstellerdaten. Reichweite ist, zB. eines der wichtigsten Kriterien. Reichweite in schwierigen Gegenden, z.B. Hangflug ins Tal, noch mehr. Betriebsdauer mit einer Akkuladung. Displayerkennung bei Sonne um nur einige zu nennen. Auch interessant ist die Sprachsteuerung für zB. Durchsagen (Rahmenzeit etc.) Praxis erhält hier nur ganz ganz wenige Zeilen während der Lernstoff und vergiß es mehrere Seiten füllt. Meinen Sender öffne ich genau einmal. Dann war es das. Die Fotos über das Innenleben sind deshalb und für mich keine Erwähnung wert.
    1. Avatar von Stephan zu Hohenlohe
      Stephan zu Hohenlohe -
      Zitat Zitat von pro021 Beitrag anzeigen
      Interessant sind auch andere Faktoren. Mehr als das Runterbeten von Herstellerdaten. Reichweite ist, zB. eines der wichtigsten Kriterien. Reichweite in schwierigen Gegenden, z.B. Hangflug ins Tal, noch mehr. Betriebsdauer mit einer Akkuladung. Displayerkennung bei Sonne um nur einige zu nennen. Auch interessant ist die Sprachsteuerung für zB. Durchsagen (Rahmenzeit etc.) Praxis erhält hier nur ganz ganz wenige Zeilen während der Lernstoff und vergiß es mehrere Seiten füllt. Meinen Sender öffne ich genau einmal. Dann war es das. Die Fotos über das Innenleben sind deshalb und für mich keine Erwähnung wert.
      Hallo unbekannter Pro021,

      vermutlich öffnen die wenigsten den Sender. Es sei denn, sie wollen den Mode ändern. Insofern habe ich genau für diese Leser den Sender geöffnet und fotografiert. Das es darin sehr aufgeräumt zu geht, finde ich, ist doch eine Erwähnung wert. Ein Test der Reichweite ist bei den heutigen Anlagen nur subjektiv zu werten. Ich fliege den Sender tatsächlich im Alltag. Habe Thermik geflogen, am Hang, mit dem (Elektro)Motormodell. An die Grenze der Reichweite, die im übrigen nicht nur vom Sender abhängt, sondern viel stärker vom Einbau des Empfängers in das Modell und der Antennenverlegung dort, bin ich nicht gestoßen. Aber, es wird immer jemanden geben, der noch höher, noch tiefer, noch weiter fliegt... Ganz ehrlich, ich fliege schon 2,4 seit einer Zeit, in der auch in diesem Forum erklärt wurde, warum man mit 2,4 nicht fliegen kann. An Grundlsee staunten die Piloten, dass man sogar über Wasser fliegen kann, bei der F3F WM auf Rügen war man der festen Überzeugung ,dass man an der Küste niemals unter sich fliegen kann. Habe zum Beweis meinen Opus "riskiert". Dank ordentlicher Antennenverlegung habe ich noch nie ein Reichweitenproblem gehabt...auch nicht mit der DS-12. Aber wie gesagt "subjektiv".
      Der o.g Vergleich des Displays mit einem Smartphone hat weiterhin Bestand. Wenn ich heute, bei 40 Grad im Schatten um 12:00 mit dem Sender in die Sonne gehe, kann ich alles sehen, es sei denn, die Sonne spiegelt sich ungünstig in dem Display. Genau so wie bei meinem iPhone.
      Das der Sender tatsächlich einiges mehr kann, bestreite ich nicht. Hier ging es um den ersten Eindruck und die Vorstellung eines neuen Produktes.
      Viele Grüße
      Stephan
    1. Avatar von pro021
      pro021 -
      Danke Stephan, ich hab mir den Sender zugelegt und werde evtl. aus der Praxis was schreiben. Das Farbdisplay benötigt mehr Strom als das Monochromdisplay. Deshalb war es für mich eine Frage wert weshalb die Standzeiten bei einem einem Test fehlen. In HLG's z.B. ist der Empfang aufgrund der Einbausituation enorm wichtig. Es ist einfach kein Platz für korrekte Verlegung der Antenne. und die HLG's sind CFK-verseucht. Die Ds16 schafft das mit Bravour. Die Ds16 hat jedoch vier Antenne und das ist auch eine wissenswerte Eigenschaft. Die Ds12 nur eine Antenne. Bei der WM in Ungarn hatten wir etliche die bereits mit der Ds12 gefllogen sind. Wieder andere beschwerten sich über Fehlermeldungen.

      Gruß Heinz
    1. Avatar von pro021
      pro021 -
      Wurde von mir gelöscht weil die Sonderzeichen welche nach dem Ablauf von ein paar Minuten und dem neuerlichen Einloggen sehr unangenehm zu lesen waren.

      Gruß Heinz
    1. Avatar von pro021
      pro021 -
      Hallo Jungs und natürlich auch die Mädels, also ich hab den Ds12 Sender jetzt mal insofern getestet dass ich an einem Bewerb (DM F3RES) teilgenommen habe und auch meine HLG's mit diesem Sender durch die Gegend gescheucht hab.
      Zunächst mal möchte ich auf die enormen Entfernungen hinweisen die beim F3RES zurückgelegt werden. Es gab keinen Aussetzer kein hold, keine Warnings und keine Probleme. Gleich vorweg. Der Sender tut in den einfachen RES-Modellen was er soll er funktioniert bestens. Auch mit innenliegenden Antennen! Beim Training hatte ich das Vario drinnen. Die Sprachverständlichkeit der Ansagen ist gut so wie ich es auch von der Ds16 gewöhnt bin. Der Sender liegt gut in der Hand und er hat den leichten Regen, Gott sei Dank, gut überstanden wobei ich natürlich versucht habe den Senderr nicht naß werden zu lassen. Der ein oder andere Regentropfen ist jedoch auf Sender gefallen. Nächstens möchte ich für derartige Situationen einen einfachen Regenschutz basteln.

      Kurzer Schreck: Bei den HLG's konnte ich zunächst die Modelle nicht 1:1 übernehmen. Nach dem kalibrieren und dem nochmaligen kopieren der Modelle funktierte jedoch alles bestens.
      Auch hier stelle ich reichweitenmäßig keinen Unterschied zur Ds16 fest. Das geringe Gewicht im Gegensatz zur Ds16 macht sich positiv bemerkbar.
      Wie zuvor bei den RES-Modellen gab es keine Unregelmäigkeiten. Das ist umso erstaunlicher als die komplette Zelle (Rumpf, Flügel) aus CFK besteht. Einzig die kleinen GFK-Sichtfenster lassen den freien Blick des Senders auf die Empfängerantenne zu. Also überall CFK. Absolut null Problem.
      Eine Überraschung ist für mich der Umstand dass die Empfangswerte bei der Ds12 sehr viel schneller dargestellt werden als es beim Ds16 Sender. Quasi ohne Zeitverzögerung. Das gefällt mir! Die Kunststoffknüppel sind gefühlsmäßig etwas weniger straff als bei der Ds16, die Knöpfe und die Haptik ist natürlich dem Preis angepasst aber durchaus hervorragend. Für mich war es ein Vorteil dass ich alle meine Modelle 1:1 übernehmen kann und auch mal einen Kollegen ranlassen kann der mir beim Abstimmen der Modelle hilft während ich mit einem anderen HLG Vergleich fliege.

      Insgesamt kann ich nur positives Berichten. Die Ds12 macht Spass, das Display ist gut ablesbar, der Akku hält ausreichend lange. Die Ds12 gibt mir ein sehr sicheres Gefühl beim Steuern da ich weiß dass ich mit einer richtigen Jeti unterwegs bin. Das bürgt für Qualität!
      Wer einen leichten Sender mit nahezu allen Features sucht, welche derzeit möglich sind, ist mit der kleinen Jeti gut bedient. Der Preis ist nicht gerade billig, aber dem Produktstatus (high end) angepasst. Vor allem wenn man dann die diversen Ausbaustufen dazukauft wird es schnell mal richtig teuer. Nach dem Vollausbau kommt man in den Bereich der Ds16. Es wurden die für mich nur die absolut notwendigen Upgrades dazugekauft und dabei war ich mit 115€ noch relativ gut bedient. Das Vollausbaupaket hat viele Sachen die ich nicht benötige. Die mittlere Ausbaustufe, da fehlte leider einiges von mir benötigtes. Bei der günstigsten Variante müsste ich zuviel dazukaufen. Das rentiert sich nicht für mich. Deshalb nahm ich die teurere Einzeloption in Kauf und nahm nur die für mich wichtigsten Sachen. Für aufwendige Modelle ist ja noch die Ds16 da und die hat dann alles was man sich im Traum nicht ausdenken kann.

      Nächstens möchte ich die Sprachbefehle ausprobieren. Da soll die Höhe, evtl. Speed und die Rahmenzeit, auf Befehl, gebracht werden.
      Ich werde berichten!

      Gruß Heinz
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