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  • Blitz ohne Donner, Beleuchtungsmodule von Optotronix

    Blitz ohne Donner

    Module von Optotronix

    Stephan zu Hohenlohe


    Moderne Beleuchtungssteuerungen bieten weit mehr als nur die Möglichkeit, an einem Flugmodell die LEDs ein- und auszuschalten. Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig: Auf der einen Seite das vorbildgetreu beleuchtete Scale-Modell, auf der andern Seite der Segler mit Blitzsystem, damit er auch in großer Höhe noch zu sehen ist. Nicht zu vergessen, der Showflyer beim Nachtflug. Ich stelle hier zwei Module von Optotronix vor.


    Schon immer haben Modellflieger ihre Flugzeuge durch den Einbau von Beleuchtungen veredelt. So wurden früher beispielsweise Fahrradlampen als Landescheinwerfer verwendet oder Blitzer aus dem Fotobereich als Antikollisionslicht (ACL - Anti Collision Light) eingebaut. Gerade Letztere waren mit ihren Knackimpulsen bei 35 MHz-Anlagen eine weniger gute Idee.


    Viele Möglichkeiten dank LED Technik

    Die rasant fortschreitende LED-Technik bietet heute jedoch noch ganz andere Möglichkeiten. Viele ARF-Modelle sind von Haus aus bereits mit umfangreicher Beleuchtung ausgestattet. Blitzer auf dem Rumpfrücken, Positionslichter, Landescheinwerfer und simulierte Nachbrenner werten Scale-Modelle auf. Wechselnde, möglichst vielfarbige Lichtsequenzen begeistern Piloten und Zuschauer beim Nachtflug. Die Steuerung der LEDs übernehmen dabei sogenannte Beleuchtungsmodule.


    FireFly LCU von Optotronix

    Wer sein eigenes Projekt mit einer umfangreichen Beleuchtung ausstatten möchte, kann im reichhaltigen Angebot des gut bestückten Zubehörmarkts zugreifen. Neben den Beleuchtungskörpern, wie Landescheinwerfern, Beacons, das sind Blinklichter auf dem Flugzeugrücken, Positionslichter für die Randbögen und LED-Ringen, die einen Nachbrenner bei Impeller-Modellen simulieren, bietet der Markt elektronische Module zum Ansteuern der LEDs.
    Ein solches Beleuchtungsmodul hat gleich mehrere Aufgaben. Zum einen muss es die für die Beleuchtungskörper benötigte Spannung zur Verfügung stellen. Eine direkte Speisung aus dem Antriebsakku vertragen die meisten LEDs nämlich nicht. Dann muss das Modul die Signale zum Schalten der Beleuchtung auswerten und die LEDs ein- und ausschalten. Dazu kommen Spezialfunktionen: Ein Landescheinwerfer, der nicht schlagartig eingeschaltet wird, sondern gedimmt „hochfährt“. Grüne und rote Positionslichter, Simulation von ACL oder die Nachbildung eines umlaufenden Rundumlichtes mit mehreren LEDs. Highlight ist das Flackern eines „Nachbrenners“ beim Hochfahren des Impellers…


    Steuerung durch LCU

    Genau diese Vielfalt wird oft als Nachteil solcher Module angesehen. Da sie so vieles können, müssen sie entsprechend dem Einsatzzweck programmiert werden. Das kann auf den einen oder anderen Piloten abschreckend wirken. Eine solche Programmierung ist aber gar nicht so kompliziert, wie das im ersten Moment den Anschein hat. Das möchte ich am Beispiel der Optotronix- LCU-Module zeigen. LCU steht dabei für Light-Control-Unit.

    Gleich vier Beleuchtungsmodule bietet Optotronix an. Die günstigste Variante für gut 40 Euro ist die FireFly LCU EVO2. Die Aurora LCU EVO2 belastet die Hobbykasse mit knapp 54 Euro, genau wie die Varianten Sea Light Edition und Night Show RGB Edition der Aurora. Während FireFly und Aurora in der Hauptsache für vorbildgetreue Modellflugzeug-Beleuchtungen gedacht sind, bietet die Aurora Sea Light Edition spezielle Funktionen für Modellschiffe. Die Aurora Night Show RGB Edition ist eine Steuerung für bis zu
    30 Meter lange RGB LED-Bänder. In diesem Artikel befasse ich mich beispielhaft mit der FireFly LCU EVO2 und der Aurora LCU EVO2.




    Spezialfall RGB-LED-Band: Dafür gibt es eine spezielle LCU

    Sowohl Aurora als auch FireFly bieten dem Modellbauer acht verschiedene Blitzsequenzen, vier Beacon-Sequenzen (Imitation eines Rotating Beacons) mit verschiedenen Geschwindigkeiten, zehn verschiedene, zufallsgenerierte Nachbrennereffekte, eine permanente Akku-Überwachung und den Stand‐Alone-Betrieb für eine Ausstellung oder die Baubewertung.
    Die FireFly bietet drei programmierbare Lichtkanäle (Permanent/Flash/Beacon/Afterburner), die Aurora hat sechs dieser Lichtkanäle. Darüber hinaus kann die Aurora eine Wasserflugzeug‐Landescheinwerfer/Helikopter‐Landelicht‐Sequenz darstellen, das sind abwechselnd aufleuchtende Landescheinwerfer und es gibt für Warbirds noch eine MG-Simulation mit drei verschiedenen, zufallsgenerierte Feuersequenzen für LED beleuchtete Maschinengewehr‐Attrappen.


    Wichtig, die richtige Stromversorgung

    Unterschiede gibt es auch bei der Stromversorgung: Die Aurora LCU EVO2 wird über eine separate Versorgungsspannung betrieben. Die FireFly LCU EVO2 wird normalerweise direkt über den Empfänger oder das BEC versorgt. Zwar kann mittels V-Kabel auch die FireFly LCU von einer separaten Stromversorgung gespeist werden, wegen der fehlenden galvanischen Trennung ist das jedoch nicht zu empfehlen.



    Die FireFly LCU wird vornehmlich über den Empfänger versorgt, kann aber mit V-Kabel auch mit externem Beleuchtungsakku arbeiten.


    Die Aurora LCU benötigt grundsätzlich einen separaten Akku für die Stromversorgung der LEDs.

    Der Aufbau der Module ist grundsätzlich gleich. Mit einer Abmessung von etwa 48 x 16 mm und knapp 6 mm Dicke nimmt die Steuerung nicht viel Platz ein. Auf der linken Seite der Module befinden sechs Anschlüsse für die LEDs. Dabei werden bei der FireFly jeweils zwei nebeneinander liegende Anschlüsse über einen Kanal gesteuert. Bei der Aurora wird jeder der sechs Anschlüsse über einen eigenen Kanal angesteuert. An den Ausgängen kann jeder LED‐Typ und jede Leistungsklasse mit Spannungen bis 13 V und Strömen bis 5 A pro Ausgang betrieben werden. Damit können also auch mehrere LEDs parallel an einem Ausgang angeschlossen werden. Beispielweise sechs 3 W‐Landescheinwerfer mit einem 1s-LiPo als Spannungsversorgung.



    INNOFLYER bietet jede Menge Beleuchtungsmodule, von Beacons und Positionsleuchten für Randbögen bis...



    ... zu den Landescheinwerfern



    Die LED-Module findet man im Programm von Optotronix


    Damit unbelegte Ausgänge nicht zufällig kurz geschlossen werden können, sind die Anschlüsse als Buchsen ausgelegt. Eine Anschlussleiste liegt der LCU bei. Als Zubehör gibt es konfektionierte Kabel. Auf der rechten Seite ist der Anschluss für das Empfängersignal, dafür wird das beiliegende Patchkabel benötigt. Unter dieser Steckleiste kommt bei der Aura das Kabel für die Stromversorgung aus der Platine. Unten rechts finden wir bei beiden Modulen den Programmier-Taster.


    Programmierung mit nur einem Taster

    Gleich neben dem Taster finden wir die MOD-LED, die anzeigt, ob die LCU aktiv ist. Außerdem blinkt diese LED bei einem Batterieladezustand von unter 30%. Die darunter liegende LED leuchtet permanent, wenn ein gültiges Signal anliegt. Wenn die LCU im Stand‐Alone Modus auf einer Ausstellung betrieben wird, blinkt diese LED. Ganz rechts liegen bei der FireFly LCU drei LEDs, bei der Aurora sechs LEDs. Diese LEDs zeigen genau das gleiche Signal, das an den gegenüberliegenden Anschlüssen anliegt. Damit ergibt sich ein sehr großer Vorteil: Die LCU kann komplett außerhalb des Flugzeuges programmiert werden. Man muss nicht ständig in die unter Umständen sehr hellen LEDs am Modell schauen. Das Ganze kann man also mit Akku und Servotester auf der Werkbank programmieren und muss erst danach die LEDs des Modells anschließen.



    Die Programmierung erfolgt in einer Schleife, gesteuert wird mit kurzen und langen Tastendrücken

    Damit kommen wir eigentlich schon zur Programmierung der LCU. Die Programmierung erfolgt ausschließlich über den kleinen Taster an der rechten Seite des Moduls.
    Eine der wichtigsten Funktionen wird bei der ersten Inbetriebnahme eingestellt: Die Versorgungsspannung. Beide LCUs ermöglichen den Anschluss von 1s/2s/3s Lipo-Akkus, 2s/3s LiFePO-Akkus, 3‐10s NiMh-Akkus oder einem BEC mit einer Spannung zwischen 3,2 V und 13,0 V zur Versorgung der LCU selbst sowie der Lichtkanäle. Wie bereits oben erwähnt, ist die FireFly LCU dabei eher für den Betrieb an der Versorgungsspannung des Empfängers ausgelegt.
    Wird die FireFly LCU EV2O über den Empfängerakku oder ein BEC versorgt, muss unbedingt darauf geachtet werden, dass der Empfänger und/oder das BEC den erforderlichen Strom für die Beleuchtung auch sicher liefern kann.
    Für beide vorgestellte LCUs wird der Betrieb der Lichtkanäle wegen der geringen Erwärmung der Vorwiderstände an 1s Lipo oder an 5V BEC empfohlen.

    Der Akkutyp muss bei Installation der LCU unbedingt einprogrammiert werden, um einen zuverlässigen Tiefentladungsschutz und die Batterietestfunktion zu ermöglichen. Ist die Spannungslage des einprogrammierten Akkus kritisch, schaltet sich die LCU nach einer schnellen Blitzsequenz der MODE‐LED ab und kann nur durch erneutes Einschalten wieder in Betrieb genommen werden.
    Wird die LCU auf ein BEC programmiert, erfolgt keine Abschaltung.

    In den Programmier-Modus kommt man, indem man nach Anschluss von Empfänger oder Servotester und der Versorgungsspannung während einer „Begrüßungs-Lauflicht-Funktion“ der LEDs auf der rechten Seite den Taster für vier Sekunden drückt. Die LEDs blinken nun vier Sekunden lang als Bestätigung. Nun kann durch kurzes Betätigen des Tasters der Akkutyp gewählt werden. Die oberen zwei LEDs der Aurora (beziehungsweise die obere LED der FireFly) leuchten dabei für den Betrieb an einem BEC, die mittleren beiden LEDs stehen für einen LiFe-Akku und die unteren LEDs stehen für den Betrieb mit LiPo-Zellen. Die Zellenzahl erkennt die LCU automatisch. Nach einer zwei Sekunden langen Betätigung des Tasters ist die Programmierung gespeichert. Zukünftig kann bei der Programmierung von Lichtsequenzen dieser Punkt mit einer Wartezeit von fünf Sekunden nach Einschalten des Programmier-Modes übersprungen werden.
    Danach werden die einzelnen Lichtkanäle programmiert.

    Die Prozedur ist dabei immer gleich: In einer langen Liste der Bedienungsanleitung werden bei der FireFly LCU 39 und bei der Aurora sogar 43 verschiedene Leuchtfunktionen angeboten. Leuchtfunktionen sind verschiedene Blitzfolgen, ein simulierter Beacon, aber auch der Nachbrenner oder bei der Aurora das MG-Feuer.



    Möglichkeiten, wie die LCU die Lichtkanäle bedienen kann

    Durch einfaches Durchtasten werden die Funktionen aufgerufen. Wenn die LED die gewünschte Funktion anzeigt, wird der Geber des Kanals, auf dem die LCU eingesteckt ist, auf den Einschaltpunkt gebracht. Mit einem zwei Sekunden langen Tastendruck wird der Vorgang beendet, die LCU springt zum nächsten Kanal.



    Mit dem Steuerkanal werden die einzelnen Lichtkänäle eingeschaltet

    Dazu ein Beispiel: Ich habe in der Cowling meiner Cessna einen Landescheinwerfer eingebaut. Dieser soll manuell eingeschaltet werden, dabei soll simuliert werden, dass er wie eine starke Glühlampe leicht verzögert hell wird. Außerdem habe ich Positionslichter rechts und links, die ständig leuchten. Zum Schluss gibt es noch ein ACL, das möchte ich wieder manuell einschalten. Da ich nur einen Schaltkanal zur Verfügung habe, muss ich nun mit Schaltpunkten arbeiten.


    Wichtig: Die Reihenfolge des Schaltens

    Dabei muss ich mir die Reihenfolge des Schaltens überlegen. Ich verwende einen Dreistufenschalter. Sinnvoll ist, dass bei unten stehendem Schalter die Positionslichter in Betrieb sind. In der Mitte kann nun der Landescheinwerfer oder das ACL angehen. Wenn ich nun den Landescheinwerfer auf die mittlere Position des Schalters und das ACL auf die obere Position lege, wird beim Schalten der ACL-Funktion immer der Landescheinwerfer leuchten, weil dieser schon beim Überschreiten der mittleren Position des Dreistufenschalters eingeschaltet wurde. Es werden also immer Funktionen zugeschaltet. Besser ist es, das ACL auf die mittlere Schalterstellung zu legen. So hab ich bei Schalterstellung unten die Positionsleuchten in Betrieb, bei Mittelstellung kommen das ACL dazu. Ist der Schalter nach oben gestellt, leuchtet der Landescheinwerfer langsam auf, alle Funktionen sind in Betrieb.

    In der Praxis lege ich nun die Anschlüsse fest. Auf welchem Kanal schließe ich welche LED an? Ich lege das ACL auf den Kanal 1, den Landescheinwerfer auf Kanal 3 und die Positionsleuchten auf Kanal 2, vollkommen willkürlich. Die Programmierung beginnt immer mit Kanal 1. In der Tabelle der Betriebsanleitung der FireFly LCU finde ich unter Punkt 16, bei Aurora ist das Punkt 17, die Funktion „Dreifach-Blitz“. Der soll es sein. Nun taste ich mich bis zu dieser Funktion. Mit jedem Tasten springt die LCU eine Position weiter. Bin ich in der Tabelle unten angelangt, geht es oben von vorne los. Die LED auf der gegenüberliegenden Seite des Anschlusses 1 zeigt, wenn ich richtig getastet habe, genau die richtige Blitzfolge. Nun muss ich am Sender meinen Schalter in die richtige Position bringen (Mittelstellung) und dann an der LCU die Taster für zwei Sekunden betätigen.

    Nun wird der zweite Kanal programmiert. Dort werden die Positionsleuchten als Dauerlicht mit der Funktion 0 eingestellt. Der Dreistufenschalter wird nach unten gelegt und die Programmierung wiederum mit langem Tastendruck bestätigt.

    Da hier der Landescheinwerfer angeschlossen wird, programmiere ich auf diesen Kanal die Funktion 29 „Soft‐Start Dauerlicht“, bei Aurora ist es die Funktion 30. Meinen Dreistufenschalter am Sender stelle ich auf die obere Stellung, drücke zwei Sekunden den Taster der LCU und kann schon den dritten Kanal programmieren. Fertig


    Sonderfälle

    So schnell ist die LCU programmiert. Es gibt allerdings Sonderfälle. In der Tabelle finden wir bei den Blitzpositionen jeweils drei Optionen: normal, verzögert und lange verzögert. Auch hierzu ein Beispiel: Ich habe drei LEDs eingebaut, die alle abwechseln Blitzen sollen. Auf den Lichtkanal 1 programmiere ich nun die Funktion 10 „Doppelblitz“, bei Aurora die Funktion 11. Wenn ich nun die Funktion 10 auch auf Lichtkanal 2 und 3 programmiere, blitzen im Betrieb alle LEDs gleichzeitig. Wenn ich Lichtkanal 2 die Funktion 11 „Doppelblitz verzögert“ gebe und Lichtkanal 3 die Funktion 12 „Doppelblitz lange verzögert“ zuweise, blitzen im Betrieb alle LEDs nacheinander.



    Sonderfall "Nachbrenner", dieser kann entweder geschaltet oder gleich mit dem Gaskanal gemischt werden

    Als Sonderfunktion ist die Nachbrennersteuerung zu sehen. Der LED-Ring wird an Kanal 1 angeschlossen. Diesem Kanal wird die Funktion 30 bis 39, bei Aurora 31 bis 40, zugewiesen. Es werden verschiedene Effekte von Flackern und Hochglühen simuliert. Damit der Nachbrenner bei Funktion 39 „Nachbrenner – proportionales Dimmen zum Gaskanal – Fehlzündung und Flackern bei Aktivierungspunkt“ simultan zum Gasstick funktioniert, muss im Sender ein Mischer vom Gasstick auf den Beleuchtungskanal programmiert werden. Weitere Beleuchtungseffekte wie ACL oder Landescheinwerfer können mit einer solcherart programmierten LCU nicht mehr realisiert werden. Es müsste ein weiteres Modul installiert werden.



    Den Sonderfall "MG-Steuerung" bietet nur die Aurora LCU an Kanal 6

    Die von der Aurora zur Verfügung gestellte MG-Feuer-Simulation funktioniert nur an Lichtkanal 6.

    In der Praxis haben sich bei der Programmierung drei Dinge bewährt:

    • Die LCU sollte außerhalb des Modells mit Hilfe der LEDs programmiert werden. Der Anschluss an den Empfänger ist wegen der Schaltpunkte sinnvoll.
    • Auf der Funktionstabelle der Betriebsanleitung sollte man die gewünschte Funktion für jeden Ausgang vorab markieren, so beschränkt sich das Einstellen der Funktion auf einfaches Durchzählen der Tastendrucke.
    • Da die LCU eine Werkeinstellung hat, sollte man in zunächst bis zur Funktion 0 „Dauerlicht“ tasten, um von dort aus zu zählen.


    Mit der LCU spielen

    In jedem Fall empfiehlt sich das Spielen mit der LCU, um zu erfahren, was sie kann und wie die Blitzfolgen aussehen. Wer mal gar nicht mehr weiß, was er nun programmiert hat, kann die LCU auch leicht wieder in den Werkszustand zurücksetzen.

    Zwei Punkte sollte ich noch erwähnen. Die Funktionen werden über den normalen „Servoweg“ von +/- 100 Prozent aufgerufen. Unsere Sender bieten darüber hinaus auch die Möglichkeit, den Servoweg zu erhöhen. Bei einem Signal von unter 975 µs, das entspricht meist -125% Servoweg, springt die LCU in den Notfallmodus, das heißt, alle LEDs blinken schnell. Viele Sender bieten eine programmierbare Failsafe-Funktion. Wenn man den Beleuchtungskanal bei Failsafe auf -125% programmiert, wird eine Störung optisch angezeigt. Bei +125% Servoweg werden alle LEDs der LCU abgeschaltet.


    Auf Vorwiderstand achten

    Wenn nun alles programmiert ist, können die LEDs angeschlossen werden. Im Programm von Hacker-Motor finden wir jede Menge verschiedenster LED-Lichter. Das sind Landescheinwerfer in allen Größen, Randbogenbeleuchtungen in diversen Gehäusen und Beacons. Die LCU unterstützt ein sehr breites Spektrum an Betriebsspannungen, von einer bis zu drei LiPo-Zellen. Dabei wird die Ausgangsspannung nicht geregelt. Für alle LEDs benötigt man also einen Vorwiderstand. Die Höhe des Widerstandes ergibt sich aus der angelegten Spannung und der Betriebsspannung und dem max. Strom der LED.

    Für alle eigenen Leuchtmittel hat Hacker-Motor die Berechnungen für die verschiedenen Zellenzahlen durchgeführt und diese in einer Tabelle auf der Website aufgeführt.

    Die Widerstände gibt es als konfektionierte Steckmodule bei Hacker, es können aber auch separate Widerstände in die Leitung gelötet werden.

    In der Praxis hat sich die Inbetriebnahme der LCU als sehr einfach erwiesen. Allerdings habe ich mehrere Anläufe gebraucht, um die richtige Funktion zu treffen. Bei 40 verschiedenen Blitz-, Blink- und Sonderfunktionen ist das unter Umständen ein langes Durchtasten. Dabei hilft es enorm, dass das Ganze nicht unbedingt im Modell erfolgen muss, sondern auch bequem auf der Werkbank oder am Schreibtisch programmiert werden kann.

    Ein Video mit der Vorstellung der FireFly und einer einfachen Programmierung gibt es hier:



    Was mir besonders gut gefallen hat, sind die vielen LED-Module von Hacker-Motor, die passend konfektionierten Kabel und die Steckmodule mit Vorwiderständen. So lässt sich auch ohne Löten ein komplettes Lichtsystem installieren. Da die LCUs frei programmierbar sind, können sie immer wieder in andere Modelle "verpflanzt" werden.
    Kommentare 5 Kommentare
    1. Avatar von Max_SCHRÖDER
      Max_SCHRÖDER -
      Schön beschrieben, danke!

      Bei der Gelegenheit sei erwähnt, daß Nachtflug inzwischen verboten ist (so mein Verständnis).

      Viele Grüße

      M.
    1. Avatar von clarissima
      clarissima -
      Flimmflämmchen Fliegerei ist nicht so meine Welt. Der Bomber mag auf Elses Küchentisch wunderbar blinken, ist er 3m weg, siehste nix mehr. Was mir aber sehr gut gefällt, ist die innovative Art der Schreibe: Klar formulierter Text und dann direkt ohne Umstand ein instruktives Video. So lasse ich mir das gefallen. Man muss keine CD einlegen, die dann über alles Mögliche berichtet, was einen weniger interessiert. Der direkte Übergang ohne Zeitverlust vom Geschriebenen zum Gesprochenen und Bewegten scheint mir ein Fortschritt zu traditionellen Printmedien.
    1. Avatar von Eckart Müller
      Eckart Müller -
      Zitat Zitat von Max_SCHRÖDER Beitrag anzeigen
      Schön beschrieben, danke!

      Bei der Gelegenheit sei erwähnt, daß Nachtflug inzwischen verboten ist (so mein Verständnis).

      Viele Grüße

      M.
      Sollte man so pauschal nicht sagen, denn der § 21a LuftVO besagt:

      Erlaubnisbedürftiger
      Betrieb von unbemannten
      Luftfahrtsystemen und Flugmodellen


      (1) Der Betrieb von folgenden unbemannten Luftfahrtsystemen und Flugmodellen bedarf der Erlaubnis:
      .
      .
      5. unbemannte Luftfahrtsysteme und Flugmodelle aller Art bei Nacht im Sinne des Artikel 2 Nummer 97 der Durchführungsverordnung (EU) Nr. 923/2012.
      Also ist der Nachtflug mit Modellen nicht verboten, sondern erfordert eine Erlaubnis!
    1. Avatar von Max_SCHRÖDER
      Max_SCHRÖDER -
      Zitat Zitat von clarissima Beitrag anzeigen
      Flimmflämmchen Fliegerei ist nicht so meine Welt. Der Bomber mag auf Elses Küchentisch wunderbar blinken, ist er 3m weg, siehste nix mehr. Was mir aber sehr gut gefällt, ist die innovative Art der Schreibe: Klar formulierter Text und dann direkt ohne Umstand ein instruktives Video. So lasse ich mir das gefallen. Man muss keine CD einlegen, die dann über alles Mögliche berichtet, was einen weniger interessiert. Der direkte Übergang ohne Zeitverlust vom Geschriebenen zum Gesprochenen und Bewegten scheint mir ein Fortschritt zu traditionellen Printmedien.
      OK, ist natürlich Ansichtssache und muss nicht Jedem gefallen.
      Aber die modernen LEDs sind so megahell und natürlich auch in
      großer Entfernung zu sehen (sonst wärs ja auch witzlos).

      Viele Grüße

      M.
    1. Avatar von Stephan zu Hohenlohe
      Stephan zu Hohenlohe -
      Zitat Zitat von Max_SCHRÖDER Beitrag anzeigen
      Schön beschrieben, danke!

      Bei der Gelegenheit sei erwähnt, daß Nachtflug inzwischen verboten ist (so mein Verständnis).

      Viele Grüße

      M.
      Nicht missverstehen. Hier geht es um Beleuchtungen, die in der Hauptsache am Tag verwendet werden. Die LEDs kann man mit bloßem Auge megagut erkennen. Nur im Foto oder Film ist das schlecht darzustellen. Mal sehen, vielleicht stecke ich mal eine Schaumwaffel zusammen und schau, ob man im Video was sehen kann.
      VG
      Stephan