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  • Ulti-X, die große Schwester der Crack Turbo Beaver

    Ulti-X

    Die große Schwester der Crack Turbo Beaver

    Stefan Teuber



    Das einfache sowie geniale 45° X-Design der Turbo Beaver von RC-Factory und der große Spaß, den ich mit diesem Modell schon haben durfte, weckte immer mehr das Interesse, dieses Konzept auch einmal auf ein anderes Modell zu übertragen.

    Aber noch einen Schulterdecker, wie etwa eine Piper Cub oder Cessna, war dann doch zu nah dran. So versuchte ich es zunächst mit einer Corsair aus EPP mit etwas weniger Spannweite. Doch egal welche Änderungen ich versucht habe, sie flog, gelinde formuliert, einfach nicht gut.
    Letztendlich war es dann Zeit, das Projekt an den Nagel zu hängen.

    Fünf Jahre lang ließ mich der Gedanke aber nicht los und ich habe es mir noch einmal angetan.
    Die Entscheidung fiel auf einen Doppeldecker.
    Bei outerzone habe ich mir einen Plan der Ultimate beschafft und im CAD fleißig drauf los gezeichnet.



    Das Modell ist mit 100cm Spannweite kofferraumfreundlich und kann mit 2200er 3S Akkus betrieben werden.
    Das Abfluggewicht einschließlich Akku beträgt 720 g.
    Es macht großen Spaß, durch alle möglichen Manöver zu turnen. Die Ulti-X fliegt völlig unkritisch und kann daher auch weniger erfahrenen Piloten viel Spaß bieten.



    Neben den Plänen, hier nun noch ein kurzer Baubericht:

    Schnittplan_Ulti_X.pdf



    In die Tragfläche wird ein kleiner Holm eingelassen. Je nachdem, was gerade da ist, kann man, wie ich, ein 3 mm CfK-Vierkantrohr oder auch einfach eine 4 mm Kiefer- oder Balsaleiste nutzen.



    Hier mit aufgelegter Stufe:



    Um auch den Look zu treffen, habe ich mir eine Schablone ausgedruckt und geschnitten, um die Teile vor dem Zusammenbau zu lackieren. Platziert und mit einem Bleistift leicht angerissen.



    Wenn alles stimmt, werden die Tragflächenhälften mit einem Stück Tape fixiert und am Stoß mit UHU-Por verklebt. Danach wird der Holm eingeklebt.



    Die Teile wurden Stück für Stück abgeklebt und mit der Sprühdose ohne weitere Vorbehandlung lackiert.



    Beim Höhenruder sorgt ein CfK-Flachstab für die Kraftübertragung. Am Depron mit UHU-Por und untereinander mit Sekundenkleber verklebt, läuft das recht torsionsfrei.


    Die Rumpfdiagonalen sind verzahnt und eigentlich selbsterklärend. Auch diese habe ich vorab lackiert und dann im rechten Winkel miteinander verklebt..



    Nachdem alles gut getrocknet ist, werden die CfK-Flachstäbe für das Fahrwerk eingesetzt.
    Das ist ein wenig frickelig, weil sie sich in der Mitte treffen. Wenn man das 2-3 mal trocken übt, flutscht es aber recht gut. Die vorderen Fahrwerksstreben können dann bereits nass eingeklebt werden.



    Ich habe mir in die mittlere Stufe der Tragfläche noch einen Kanal gefräst, um die Servokabel besser zu führen. Das ist fummelig, sieht aber dafür sauberer aus.
    Bei der oberen Tragfläche werden die Kabel natürlich nach unten herausgeführt und bei der unteren umgekehrt.



    Für zusätzliche Stabilität habe ich noch einen CfK-Flachstab in die Innenkante der Stufe geklebt.



    Damit die Hochzeit von Rumpf und unterer Tragfläche nicht gleich wieder in einer Scheidung endet, muss ein wenig nachgearbeitet werden. Am Rumpf wird die Tragflächenaufnahme angewinkelt, auf der Tragfläche werden Dreikantleisten aus Depron für die Verklebung angebracht und ein Schlitz für die hinteren Flachstäbe.
    Danach wird alles verklebt, inklusive der Fahrwerksversteifungen.



    Als nächstes folgen die Beinchen. Auch hier wieder den Grad anpassen, Depron mit UHU-Por und Holz auf CfK mit Sekunde verkleben.



    Ich habe auch in die Mittelstützen der Tragfläche CfK reingefummelt, was aber vermutlich unnötige Arbeit war.
    Die Kanten anschrägen, positionieren und einkleben reicht völlig aus.



    Nun können Motorspant, ein kleiner Stützbogen aus Depron und die vorher leicht gewalkte „Motorhaube“ schon positioniert und bei Bedarf eingeklebt werden.
    Wichtig ist, die Servokabel zu verlängern, falls nötig, weil man danach schlecht dran kommt.



    Anschließend wird das Fahrwerk fertiggestellt. Dazu ein 5 mm CfK-Rohr in das Langloch des Sperrholzteils einkleben, die Abstandsringe vor und hinter dem Rad aufschieben und mit Sekundenkleber sichern.


    Als Motor kommt ein Roxxy 3530 mit 1330kv zum Einsatz. Regler und Kabel werden im unteren Rumpf nach hinten geführt.



    Nun kann man sich bequem um das Leitwerk kümmern, da das Modell dank Fahrwerk und schwerem Motor brav von selbst den Hintern hebt und somit auch endlich mal mitarbeitet.
    Das Höhenleitwerk wird aufgeschoben und mit Dreikantleisten verklebt. Selbiges Procedere dann auch mit dem Seitenleitwerk.



    Das Höhenruderservo und der Empfänger haben unter dem Dach ausreichend Platz, das auch leicht vorgewalkt eingeklebt wird. Nun noch die Akkuplatte in den vorderen unteren Rumpf einkleben und der Bau ist fertig.



    Ich habe noch zwei 1mm dicke CfK-Stäbe über Kreuz mit etwas Vorspannung als Fahrwerksfeder eingesetzt. Das sollte aber auch durchaus ohne funktionieren.



    Der Schwerpunkt liegt bei etwa 75 mm bis 80 mm hinter der mittleren Nasenleiste des oberen Flügels.
    Als Propeller kommt ein APC-Slowfly 11 x 4,7 zum Einsatz.
    Leistung ist damit ausreichend vorhanden, um endlos zu steigen und durch alle möglichen 3D-Figuren zu fliegen.


    Vielleicht sehen wir ja in Zukunft noch die eine oder andere Ulti-X am Himmel.
    Kommentare 4 Kommentare
    1. Avatar von SpeedDevil
      SpeedDevil -
      Schicker Flieger und schöner Bericht.
      Wenn ich mir nicht gerade eine Multiplex Extra gebaut hätte würde ich direkt die Fräse anschmeißen.
      Für den nächsten Winter gespeichert
    1. Avatar von Kyrill
      Kyrill -
      Glückwunsch zum ersten Bericht! Ein schöner Flieger mit einem sehr gut bebilderten Bericht ist immer wieder lesenswert. Weiter so!
    1. Avatar von van3st
      van3st -
      Schön, dass es mit dem Artikel geklappt hat und dass er Euch gefällt.
    1. Avatar von thom b.
      thom b. -
      Sehr gut gemacht! Super Projekt.