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  • Staufenbiels neue X-MAX und V-MAX Motoren

    Es gibt eine neue Brushless-Motorenreihe von
    Staufenbiel, die X-MAX und V-MAX heißt.


    Hier ein Auszug des neuen Motorenprogramms von Staufenbiel. Es beinhaltet reine Außenläufer als auch gekapselte Außenläufer!
    Die beiden Motorserien V-MAX (Außenläufer) und X-MAX (gekapselte Außenläufer) wurden von Staufenbiel nach eigenen Vorgaben entwickelt und stellen für mich die Premiumklasse im Dymond-Angebot dar.
    Zum Bau der Motoren kommen hochwertige Materialien und Kugellager zum Einsatz. Neu ist der ausgeprägt konische Verlauf der V-MAX Serie, was den Einbau in Seglerrümpfe deutlich erleichtert und auch größere Motoren für schlanke Rümpfe möglich macht. Zur Kühlung ist in die Glocke (Gehäuse - X-MAX) ein Radiallüfter konstruiert. Das Zubehör enthält Montagematerial und zwei Luftschraubenmitnehmer für Heck- und Wellenmontage.



    Allgemeines und Vorbereitungen zum Test:
    Zuerst werden die dreizehn Motoren mechanisch vermessenen. Anschließend demontiert und die Teile untersucht. Hier achte ich auf Materialien, Verarbeitung und Genauigkeiten. Was nicht zu erfassen ist wird erfragt bei Staufenbiel. Dann erfolgt ein ausgiebiges Warmlaufen unter moderater Last. Das geschieht in mehreren Intervallen von ca. 5 Min – also immer entsprechend einer LiPo-Entladung. Danach geht es auf den Wirbelstrom-Bremsstand. Dazu wird die DC-Last mit einer Leistungsrampe programmiert (innerhalb der Lastspezifikationen, hier eine Bandbreite von 100 W, abgestuft bis 2000 W) und das mehrfach durchlaufen. Dabei zeichnet ein UniTester 2 bzw. UniLog 2 (0,5 s Zyklus) die Werte auf. Die erfassten Daten werden dann im DC eingepflegt. Anschließend auf Plausibilität geprüft (zu hohe Toleranzwerte fliegen raus und werden durch andere Messwerte ersetzt). Zum Schluss erfolgt noch ein Belastungstest mit wechselnden Lastrampen innerhalb der Spezifikation und das 6Min. lang (in Anlehnung eines 5000 mAh LiPo) um die Temperatur zu erfassen. Wird der Motor zu heiss, schlagartiger Drehzahlabfall, wird der Versuch beendet. Dabei ist der Motor zwar offen aber ohne zusätzliche Kühlluft am Aluhalter/-träger montiert!

    Der Smart 80 Profi hat einen Reifegrad erreicht, der ihn als sehr empfehlenswert einstuft!
    Als Test-Controller kam der neue SMART-80 Profi zum Einsatz.
    Die Außenläufer harmonieren an diesem Steller perfekt (Anlauf- und Regelverhalten).
    Beim 15°-Timing liefen diese Motoren im optimalen Wirkungsgrad!





    Meine Feststellungen …

    Das Zubehör ist komplett und von guter Qualität. Den X-Max Motoren fehlt natürlich eine Backmount Montage.Die Lieferung ist komplett mit sämtlichem Zubehör wie: Backmount Mitnehmer, dreierlei Schraubensatz von guter Qualität und die Goldkontaktbuchen mit passendem Schrumpfschlauch. Die Motoren sind an den Statorseiten grün. Die konisch verlaufende Front (bei den Außenläufern) lässt auch eine Montage in engeren Rümpfen zu. Ein weiterer Vorteil der "längeren" Nase bei den Außenläufern ist, hier muss nicht akribisch auf die Länge der Befestigungsschrauben geachtet werden da die Statordrähte weit davon entfernt liegen! Die Motorglocke ist hochglanz verchromt. Das ist gut verarbeitet und sieht wertig aus. Die gehärteten Motorachsen sind mit einem Sprengring gegen Verrutschen gesichert. Dadurch erhalten die (dünneren) Achsen aber auch eine künstliche „Sollbruchstelle“. Die Achse ist in der Motorglocke verklebt und mit einer Stiftschraube gesichert. Das hintere Lager ist im Stator gegen Verdrehen verstiftet. Die Befestigungslöcher haben ein präzises Gewinde.

    (V42L und V28L) Guter Füllgrad, teilweise sind die Wicklungen mit GFK-Streifen gesichert. Die Stator-Blechqualität beträgt 0,2mm.Die elektrischen Eigenschaften zeigen eine "gehobene" Motorenklasse, die in Relation zum Kaufpreis absolut in Ordnung ist. Sehr positiv: Es gab während des Tests keinen Ausreißer. Alle Motoren hielten, was das Papier versprach, wenn die "10 s Dauerlast-Ergänzung" greift. Die Anschlüsse sind farblich gekennzeichnet, die des Smart-Profi zwar auch aber nicht immer gleiche Farben. Es bleibt also beim ersten Zusammenstecken ab und an Glückssache, welche Drehrichtung der Motor hat. Der 0,2er Blechschnitt dieser Motoren verhilft ihnen zu einem Wirkungsgrad jenseits der 80%! In die Glocke sind die Motorbezeichnungen eingraviert. Hier kann also mit der Zeit nichts verwischen. Aber warum Staufenbiel bei den neuen Motoren eine derart "anonyme" Motorenkennzeichnung gewählt hat, ist unverständlich.
    Beispiel: V-MAX V42-L ... besser: V-MaAX V42L-570 (570 steht für die Drehzahl pro Volt)!

    Gut erkennbar ist das Wuchtkitt was statisch als auch dynamisch für Ruhe sorgt. Leider ist auch das etwas unsaubere verkleben (Parallelität) der Magnete sichtbar, besonders bei der kleinen Glocke oben rechts werden die unterschiedlichen Abstände deutlich.Einen Ausreißer gab es bei den Motoren. Der V-MAX V35-XL eignet sich in dieser Serie nicht zur Backmount-Montage, weil die Glocke dafür zu weich ist und Gefahr läuft, bei höheren Radialkräften am Stator zu schleifen! Staufenbiel hat den Hinweis dankend angenommen und versprach eine sofortige Überarbeitung des Motors!





    Hier die gemessenen Werte zusamengefasst in tabellarischer Form:
Sie waren leicht vom Ursprung abweichend. Staufenbiel hat die neuen (korrekten) Werte Übernommen!
    Die Außenläufer harmonieren an den Smart 80 Profi Stellern perfekt (Anlauf- und Regelverhalten).
    Beim 15°-Timing liefen diese Motoren mit optimalen Wirkungsgrad!






    Mechanisch:

    • + wertiges Aussehen der verchromten Gehäuse und grünen Statorplatten incl. Farblich passendem Zubehör
    • + konisch verlaufende Front, um auch in engeren Rümpfen Platz zu haben
    • + Glocke ist ausreichend biegesteif konstruiert (bis auf V-MAX V35-XL, siehe Text)
    • + Glocke ist statisch und dynamisch fein gewuchtet
    • + große, abgedeckte Kugellager
    • + wirksame Belüftung
    • + Magnete in der Glocke gut fixiert (geführt in Nuten)
    • - Magnet-Abstände bzw. -Parallelität bis zu +/- 0,2mm abweichend
    • + Rückschluss (Glockendicke) gut gewählt, wenig Restmagnetismus bzw. Rastmomente
    • + Statorbleche in 0,2 mm-Qualität. Dadurch erreichen diese Motoren einen Wirkungsgrad über 80%!
    • + guter Füllgrad der Multistrangwicklung
    • + Spulenpakete mit GfK-Stäben fixiert
    • + Backmounplatte vorgesehen mit beiligendem Befestigungsmaterial
    • + gehärtete Wellen
    • - Motorwellen zur Sprengringfixierung angefast
    • + Vollständer Befestigungssatz incl. der Propelleraufnahmeteile und Backmountmontage (außer X-Motoren)

    Elektrisch:

    • + die Anschlüsse sind mit Gold-Steckern versehen, Anschlussdrähte flexibel und mehrfarbig
    • + geringe Induktivitätsstreuungen der Mulistrangwicklungen, gemessen unter 2% (ab 5% Differenz kritisch!)
    • + die Leerlaufströme sind durchweg niedrig, die Eigenerwärmung gering
    • + Seidenweiches, fast turbinenartiges Laufverhalten bis zur max. Drehzahlgrenze
    • + Feinwuchtung einwandfrei, keine störenden Resonanzen oder Vibrationen
    • - maximale Lastangaben werden von Staufenbiel "bedingt" eingehalten - Ergänzung: max. 10 s Dauerlast!
    • - sonst grenzwertig zu hohe Erwärmung beim Lastmarathon (s.o.)
    • + Gesamtwirkungsgrad hoch und meist über 80% im wichtigsten Lastbereich
    • + sicheres und einwandfreies Laufverhalten am DYMOND Smart-Profi 80 mit 15°-Timing
    Resüme:

    Dieser mittlere Motor soll hier stellvertretend für alle anderen den Lastverlauf darstellen. Alle Weiteren sind im DC zugänglich. Diese Motor ist ohne Fehl und Tadel empfehlenswert!
    Eine neue Premiumklasse, die Staufenbiel hier als X-MAX und V-MAX Motoren anbietet. Sie hat die Erwartungen voll erfüllt und stellt eine tolle Alternative hochwertiger Serienmotoren dar. Sie eignen sich für Modellantriebe aller Art und zeichnen sich durch gutes Allroundverhalten aus. Die gemessenen Daten positionieren diese Motoren an der Spitze der Dymond-Motoren-Reihe.





    Die Testmotoren und der Controller wurden von Staufenbiel zur Verfügung gestellt.
    Die Motoren stammen aus der laufenden Serie!
    Die Messergebnisse stehen per "Auto-Update" für den DriveCalculator zur Verfügung.

    Stand: Juii 2013 - www.elektromodellflug.de
    Kommentare 9 Kommentare
    1. Avatar von andreO
      andreO -
      http://www.rc-network.de/forum/attac...8&d=1371203627 komische Grafik: bei 22 A mehr Drehzahl als bei 45 A kann mir das mal jemand erklären? >Gruß André
    1. Avatar von Gerd Giese
      Gerd Giese -
      Hi Andre, kennst den DC (DriveCalc) und hast damit schon mal gearbeitet?
      Bei dem Diagramm ist alles richtig denn ein höher belasteter Motor (45A) dreht natürlich niedriger als wenn er "nur" mit 22A belastet wird bei (wie hier) konstanter Spannung.
    1. Avatar von hapesiede
      hapesiede -
      Hallo
      speziell die gekapselten Aussenläufer sehen dem Motoren von MVVS sehr ähnlich :-)
    1. Avatar von Gerd Giese
      Gerd Giese -
      Moin, das stimmt nur Äußerlich. Die haben einen anderen Aufbau!
      Hier mein damaliger Test zu den MVVS: http://www.rc-network.de/magazin/art...rt_016-01.html
    1. Avatar von bert_k
      bert_k -
      Vielen Dank für den Test und Infos . Habe die Motoren schon auf dem Staufenbiel Stand sehen können.Dein Test bestätigt meinen Eindruck das hier eine schöne Antriebs Alternative für Zwecksegler angeboten wird. Prima das die Motoren im Drivecalc eingepflegt sind und so unterschiedliche Antriebskonzepte schon im Vorfeld beurteilt werden können. Gruß vom Bert
    1. Avatar von Ticmic
      Ticmic -
      Zitat Zitat von bert_k Beitrag anzeigen
      Vielen Dank für den Test und Infos . Habe die Motoren schon auf dem Staufenbiel Stand sehen können.Dein Test bestätigt meinen Eindruck das hier eine schöne Antriebs Alternative für Zwecksegler angeboten wird. Prima das die Motoren im Drivecalc eingepflegt sind und so unterschiedliche Antriebskonzepte schon im Vorfeld beurteilt werden können. Gruß vom Bert
      Leider musste ich heute feststellen, das DriveCalc V3.4 falsch rechnet.

      Weder die Berechnungen der Stromaufnahme noch die des Schubs für meinen Fun 500-27 6,7:1 oder den Dymond V-Max 42L stimmen mit der Realität überein.
      Die Abweichungen betragen über 50% - schade bei so einem schönen Programm.
    1. Avatar von Gerd Giese
      Gerd Giese -
      ... finde ich auch schade - es ist nun mal eine "Open-Source" Datenbank in der jeder Daten einbringen darf!
      ... nur wer soll die kontrollieren?

      Sogar auch noch völlig ungemessene Motoren und Props (Herstellerangaben genügen), die bei einem nicht gesetztem
      Häkchen (leider Default) auch noch frei gegeben werden - für mich unakzeptabel da viel zu ungenau ... selbst
      Schätzen wäre genauer! Also, Häkchen immer setzen bei: "gemessen"

      Deinen Fun und Staufi-Mot. habe ich vermessen, dessen Daten sind zu 100% stimmig!
      Das heißt aber nicht, dass deine ausgesuchten Props es ebenso sind - da liegt zu 99% der Fehler!

      Auch solltest die Akkudatenbank rausschmeißen - total veraltet!
      Hier hat es sich als praktikabel genug gezeigt, einfach einen Standard-Wert von 3,7V/Z einsetzen und
      nach Zellenzahl hoch zu multiplizieren!
    1. Avatar von Ticmic
      Ticmic -
      Hallo Gerd,

      vielen dank für die Antwort!
      Probiere ich heute abend gleich mal aus.

      Viele Grüße, Christian
    1. Avatar von Gerd Giese
      Gerd Giese -
      ... nehme möglichst die starren-E-Props wie: APC-E, EM-E, Fiala oder XAOR!
      Die habe ich größtenteils gemessen und eingetragen!
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