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  • Der Norden rockt derbe…

    Der Norden rockt derbe…

    Carsten Garth

    Am 27/28. Juni 2015 fand der dritte Teilwettbewerb der Deutschen Meisterschaft im F5D Pylonracing beim EMSV Elsfleth unter der Schirmherrschaft des Sportausschusses für Rennmodelle des DAeC statt. Der Verein war, nachdem er im letzten Jahr zum ersten Mal einen F5D-Wettbewerb ausgerichtet hatte, sehr kurzfristig eingesprungen, nachdem der ursprünglich eingeplante Veranstalter leider absagen musste.

    Die Mädels und Jungs um Thorsten Böhner haben in nur zwei Wochen die komplette Veranstaltung organisiert und alles für ein perfektes Rennwochenende hergerichtet. Das so etwas in derartig kurzer Zeit möglich ist, sorgte bei den Teilnehmern für anerkennendes Staunen. In diesem Verein wird der Modellsport mit Begeisterung gelebt und es existiert neben einem perfekt gepflegten Modellflugplatz mit Hartpiste auch eine Bahn für RC-Off-Road-Cars.

    Der Freitag vor dem Wettbewerb wurde für die Anreise und das Aufbauen des Kurses, der Signalanlage und der Zelte für die Teilnehmer genutzt. Die Einteilung der Startgruppen wurde von Rene Friedrich schon am Donnerstag nach dem Online-Anmeldeschluss erledigt. Aufgrund der Erfahrungen vom letzten Jahr ging der Aufbau schnell voran und es konnte bald mit den ersten Trainingsflügen begonnen werden.

    Schon auf der Hinfahrt sorgte der Blick auf die Wetter-Apps für Sorgenfalten: Für Samstag war richtig viel Wind angekündigt. Aber wie es sich für Outdoor‑Sportarten gehört, muss man auch mit schlechten Wetterbedingungen zurechtkommen und außerdem ist der Wind für alle gleich. Die für die wettbewerbsfreie Zeit eingepackten DLGs würden aber wohl im Auto bleiben.

    Für diesen Wettbewerb hatte Jochen Schlüter zusätzlich zu F5D seine Anmeldung in F5D‑Limited abgegeben. Als Antrieb hatte er einen „Super Low Cost“‑Antrieb eingebaut, um auszuprobieren, wie gut er damit zurechtkommt. Das Experiment sollte vor allem Einsteiger motivieren.

    Besonders gefreut haben wir uns über die Anmeldung der Pylon‑Enthusiasten aus den Niederlanden. Dort hat sich in den letzten Jahren eine sehr aktive F5‑Szene entwickelt. Einige der Piloten schauen jetzt auch bei F5D rein. Tjarko van Empel ist schon länger im Pylonsport dabei und besonders für seine Antriebsexperimente und Motorbauten bekannt. Joris Crevecoer, als Mitglied der niederländischen F5B‑Mannschaft von 2014, fliegt nun auch F5D und gab in Elsfleth sein Debut.
    Nachdem in Herzebrock Saisonhalbzeit war, konnte in diesem Wettbewerb schon eine Vorentscheidung in Richtung der Deutschen Meisterschaften und der WM‑Qualifikation fallen. Da einige Piloten in den ersten Wettbewerben entweder ihren Streicher schon gezogen hatten oder einen Wettbewerb auslassen mussten, galt es für sie in Elsfleth unbedingt gut zu punkten.
    Erfreulich war auch die Anmeldung von Stefan Heinrich, der in Herzebrock sein Debut gegeben hatte.

    Der Samstag begann mit einem gemeinsamen Frühstück am Platz und der anschließenden Einweisung der Helfer. Der Wind wehte schon recht kräftig vom Breit- zum Spitz‑Pylon, damit war immerhin die Frage nach der Startrichtung klar zu beantworten: Aus dem Kurs 'raus.

    Gegen 10 Uhr begannen die Wettbewerbsdurchgänge und liefen reibungslos durch. Allerdings sorgte der immer stärker auffrischende Wind besonders in den Limited‑Gruppen, die aufgrund des niedrigeren Gewichtes und der geringeren Geschwindigkeit windanfälliger sind, für einige arbeitsreiche Flüge.
    Ein richtig spannendes Duell lieferten sich Marcel Kremer und Christoph Meier, die, wie es der „Zufall“ wollte, in der gleichen Gruppe starteten. Was dort ablief lässt sich nur mit „total Bock auf Racing“ beschreiben.

    Das beginnt bereits sofort nach dem Start, da der zuerst gestartete Pilot zum Überflug der Startlinie weit ausholt, um zeitgleich und im geringen Abstand zum zweiten Piloten über die Linie zu gehen. Es folgt ein Duell von Piloten und Ansagern über 10 Runden, Randbogen an Randbogen. Für Zuschauer und Piloten knapp 60 s lang wahrer Rennsport. Bei dem ganzen Spaß und Adrenalin ist es für den Ansager wichtig, die Nerven zu behalten und die hoffentlich Cut-freien Ansagen sicher hinzubringen. Trotz der engen Duelle zählt am Ende immer noch die Zeit für die Wertung.



    Marcel Kremer (ganz links)und Christoph Meier (rechts) mit ihren Ansagern Andre Noy und Chritian Kropp auf dem Weg zum Wertungsflug. Da ist noch etwas Anspannung zu sehen.



    Während des Fluges sah es dann meistens so aus. Bei Geschwindigkeiten um 300*km/h ist das kein wirklich großer Abstand.



    Nach dem Flug ist anscheinend die Anspannung weg. Offensichtlich hatten die Piloten Spaß.

    In F5D‑Limited gab es vor allem das Fernduell zwischen Dominik, Christian und Martin zu beobachten. Martin Schlief musste, da er den ersten Teilwettbewerb ausgelassen hatte, hier unbedingt punkten.

    Der immer weiter auffrischende Wind machte im Besonderen die Limited‑Flüge immer mehr zu einer Lotterie und so wurde nach der Mittagspause in einer kurzen Beratung beschlossen, die Wertungsflüge für diesen Tag zu beenden.
    Das erwies sich als richtige Entscheidung, da der Wind stetig zu nahm. So war zum Glück als einziger Verlust ein sehr altersschwacher Pavillon zu beklagen. Dabei zeigte sich auch wieder die große Kameradschaft und Hilfsbereitschaft die innerhalb der „Truppe“ herrscht, da Robin Toedheide und Carsten Garth Unterschlupf und beste Verpflegung in Jochen Schlüters Zelt geboten wurde.

    Der Rest des Nachmittages wurde für einige Testflüge und Testfahrten auf der benachbarten RC‑Car‑Bahn genutzt. Dabei soll es, so hörte man, den einen oder anderen Online‑Spontankauf gegeben haben. Rennfahren macht eben auch Spaß…



    Sonntags zeigte sich das Wetter dann von seiner besten Seite. Bei perfekten Bedingungen galt es nun, die fehlenden Durchgänge nachzuholen. Dabei machten die Mitglieder des Elsflether Vereins einen top Job und so wurden bis Sonntagmittag vier Durchgänge geflogen. Das war nur möglich da alles reibungslos funktionierte.
    Auf dem Flugfeld kam es zu spektakulären Szenen, die für die Piloten teilweise schwerwiegende Folgen hatten.

    Marcel Kremer und Christoph Meier lieferten sich packende Duelle, zu allem Überfluss knackte sich Marcel bei einer Landung den Rumpf hinter der Fläche an. Zum Glück hatte sein Ansager Andre Noy Gewebe in der Erste‑Hilfe‑Box. Die Bandage des Rumpfs war wirklich „quick and dirty“ und die jetzt sicher am Rumpf befestigten Antennen dürften beim Empfängerwechsel einiges an Kopfzerbrechen bereiten.


    Das Modell von Marcel Kremer mit der Bandage am Rumpf und der sicheren Antennenbefestigung.

    Martin Schlief und Christian Kropp berührten sich im Segelflug zur Landung. Martins Modell verlor bei dieser Kollision das Seitenleitwerk, er schaffte es dennoch sicher auf dem Platz zu landen. Allerdings lies er sich nicht dazu überreden, nochmals den Motor einzuschalten, um zu testen, ob man für weitere Entwicklungen nicht ganz auf das Seitenleitwerk verzichten könnte. Im Pilotenlager wurde dann kurzerhand ein Seitenleitwerk von Carsten Garths B‑Rumpf entfernt, um Martins Rumpf und die Wertungschancen zu retten. Leider war auch die Anlenkung des Höhenleitwerks beschädigt und damit der Wettbewerb für ihn gelaufen. Immerhin war das Modell jetzt für den folgenden Wettbewerb komplett.


    Da war die Welt noch in Ordnung. Christian Kropp und Martin Schlief auf dem Weg zum Wertungsflug.


    Die beiden Modelle beim Umrunden des Breitpylons.


    Martins Modell nach der Landung. Sicher gelandet und das Modell gerettet.

    Robin Toedheide war auf einem sicheren Kurs, beschädigte sich beim Landen aber ebenfalls den Rumpf. Leider war der Rumpf leicht verzogen und es war im darauf folgenden Flug einiges an Trimmerei nötig. Der Flug war dadurch weiträumig und das Limit schlug gnadenlos zu, sodass noch eine Runde im Segelflug zu absolvieren war.
    An der Spitze entwickelte sich ein Vierkampf zwischen Dirk Belting, Marcel Kremer, Christoph Meier und Carsten Garth.
    Da abzusehen war, dass es wegen der Anzahl der Durchgänge nur einen Streicher geben würde, war das Wichtigste, nicht noch einen Lauf mit Cut in die Wertung zu bringen.
    Am Ende hatte Carsten Garth einen knappen Vorsprung von 1,3 s auf Marcel Kremer. Manchmal ist es gut, dass man die aktuellen Abstände nicht kennt. Dirk Belting konnte sich noch knapp vor Christoph Meier setzten und komplettierte das Podium.


    Das Podium in F5D: Carsten Garth (Mitte) vor Marcel Kremer (rechts) und Dirk Belting (links).


    In Limited gewann Christian Kropp (mitte) vor Dominik Tomaschewski (links) und Jochen Schlüter (rechts).

    An dieser Stelle möchten wir uns ganz herzlich bei dem Elsflether Verein für ein tolles Wochenende und eine perfekte Organisation bedanken. Wir kommen im nächsten Jahr gerne wieder. Die Ergebnisse finden sich wie immer unter www.F5D.de


    Gruppenbild der Piloten mit den Helfern des Vereins.

    Am 3. und 4. Oktober findet in Oldenburg das letzte Rennen der Saison statt. Für alle am F5D‑Pylon Interessierten die letzte Gelegenheit, in diesem Jahr ein Rennen zu besuchen. Neue Teilnehmer und Einsteiger sind wie immer herzlich Willkommen. Es ist natürlich auch möglich, über das Forum von oder über F5D.de Kontakt mit uns aufzunehmen. Piloten aus dem Raum Ostwestfalen können sich auch gerne direkt beim Autor melden.
    Sollte ein Verein Lust bekommen haben, auch mal ein Pylon-Rennen auszurichten, würden wir uns über eine Meldung freuen. Für das nächste Jahr werden noch Veranstalter gesucht.

    Technisches

    Bemerkenswert war der „Low Cost Limited“-Antrieb von Jochen Schlüter. Die Shopping Liste sah wie folgt aus:

    • E-flite BL32 Ducted Fan Motor mit 2150 kV


    • Gens Ace Lipo 3 s mit 2200 mAh


    • Yep Regler mit 45 A Belastbarkeit


    • 5,2 x 6,5 APC-Propeller

    Jochen flog damit nach einiger Eingewöhnung eine Bestzeit von 87 s. Das ist schon sehr beachtlich und zeigt, dass man keinen Antrieb eines Edelherstellers braucht, um schnelle Rundezeiten zu erfliegen. Vielleicht ist mit einem speziell für Wettbewerbsanforderungen ausgelegten Antrieb noch etwas mehr drin, aber für Einsteiger und die erste Saison ist das eine top Empfehlung. Sobald mit diesem Antrieb sicher und cutfrei geflogen wird, könnte aufgerüstet werden. Jochen ist mit diesem Antrieb immerhin Dritter geworden.

    Christoph Meier setze eine linksdrehende Variante seiner selbstentwickelten Propeller ein. Ziel der Entwicklung ist es, das Abtauchen des Modells in der Spitzwende zu verhindern, wenn genau in diesem Moment der Motor aufgrund des erreichten Limits abgeschaltet wird.

    Weiter geht’s mit Bildern:


    Sascha Heinrich bei den Vorbereitungen zu einem Wertungsflug.


    Joris schaut sich hier vermutlich seinen Wertungszettel an.


    Mit einer „sauberen“ 65 eine top Zeit für den Einstieg.


    Joris mit seiner Avionik D08.


    Frühstück am Morgen.


    Die Startstelle.


    Die Wenderichter.
    Kommentare 5 Kommentare
    1. Avatar von GC
      GC -
      Sehr schöner Bericht, Konrad!

      Zu Martin kann ich nur sagen: Seitenleitwerk und Höhenruder werden oft überschätzt,
    1. Avatar von Konrad Kunik
      Konrad Kunik -
      Der Bericht ist von Carsten
    1. Avatar von Gerd Giese
      Gerd Giese -
      .. immer wieder lese ich das hier gerne - danke Cartsen!
    1. Avatar von GC
      GC -
      Immer wenn ich diese Pylon-Flieger sehe, denke ich, das wären doch auch tolle Hangsegler, wenn es ordentlich bläst.
    1. Avatar von Ludger F.
      Ludger F. -
      Danke für den tollen Bericht.Ich lese sowas(Wettbewerbsberichte)immer sehr gerne
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