Anzeige


Anzeige
Anzeige


Anzeige
Anzeige
Anzeige
  • Schnell und preiswert gebaut

    von Eberhard Fordinal

    Doppeldecker im Eigenbau

    Mit freundlicher Genehmigung der Fachzeitschrift Modell



    Von den Flugeigenschaften kleiner Doppeldecker wie dem »X-Twin« angetan, habe ich den Entschluss gefasst, so einen Doppeldecker einfach eine Nummer größer zu bauen und mit „richtiger Steuerung“ für den Outdoor-Bereich zu versehen. Von den Flugeigenschaften begeistert, will ich die Konstruktion hier näher vorstellen.

    In der kalten Jahreszeit verziehen wir uns zum Fliegen in die geheizte Turnhalle. Alles, was seine Runden in der Halle drehen kann, wird dann losgelassen. Als Gast beim Modellsportclub Frankfurt/Oder bin ich mit Koaxheli und eben den »X-Twin«-Doppeldeckern dabei. Von den Flugeigenschaften dieser kleinen Doppeldecker, die nur über den Gashebel und die beiden Motoren gesteuert werden, war ich von Anfang an begeistert. Dabei kam mir die Idee, einfach mal so einen Doppeldecker zu bauen, aber etwas größer und mit richtiger Steuerung für den Outdoor-Bereich.
    Da ich schon mehrere »Bleriot« aus Depron gebaut hatte, wollte ich diesem einfachen Bauprinzip treu bleiben. Das heißt, die Grundlage bildet eine Kiefernleiste 10 mm x 10 mm, 750 mm lang. Um sie herum wird alles andere aufgebaut. Dank Rechteck-Abmessungen ist das besonders einfach. Eine Balsaleiste ist zwar leichter, aber in der Praxis hat sich gezeigt, dass die Balsaleiste keinen Absturz übersteht. Eine bis zur Spitze durchgezogene Kiefernleiste dagegen hält einiges aus.

    Konstruktion und Bau

    Nun ging es ans Konstruieren. Ein Abend verging, bis ich die Anfänge als Skizze zu Papier gebracht hatte. Der Bau und die Konstruktion gingen danach Hand in Hand weiter. Später habe ich die Skizzen vervollständigt und meinem Sportfreund Paul-Rainer gegeben, der sie mit viel Geduld am Computer bearbeitete. So sind nach meinem Dafürhalten gute, druckreife Zeichnungen entstanden. Dafür gebührt ihm an dieser Stelle mein Dank.


    Der Rumpfaufbau erfolgt um eine Rechteck-Kiefernleiste herum. Hier der bereits angebrachte Kabinenboden, die Seitenteile und die Flächenaufnahmen

    Als Material wird eine Platte aus 3-mm-Depron benötigt. Auch 4-mm-Schaumplatten zur Trittschalldämmung aus dem Baumarkt habe ich mit Erfolg verwendet. Dabei ist zu beachten, dass dieses Material ordentlich stabil (hart) sein muss. Weiterhin braucht man etwas Sperrholz mit den Stärken 1 mm und 1,5 mm, ein 8-mm-Balsaholzbrettchen (300 mm x 80 mm), 3er-Rundstäbe aus Hartholz oder Bambus (gibt’s als Schaschlikspieße) sowie zwei 1 m lange Kohlefaserstäbe mit 2 mm Durchmesser. Zum Kleben benutze ich – auch aus preislichen Gründen – größtenteils Ponal. Damit sind saubere und feste Klebungen durchzuführen. Leider dauert das Abbinden einige Zeit. Wer es eilig hat, kann mit 5-Min.-Epoxi arbeiten. Das verwende ich auch an Stellen, wo ich schnell und fest kleben muss. Auch eine Tube UHU-por wird benötigt.


    Kernstücke: das 8er-Balsabrett und die Kiefernleiste

    Mit dem Zuschnitt der Kiefernleiste auf 750 mm Länge wird begonnen. Die Lage dieser Leiste auf dem Balsabrett wird in Längsrichtung mittig angezeichnet. Dann kann man mit einem Kurvenlineal die Rundung vom Tragflächenhalter zur Spitze auf dem Balsabrett anzeichnen und mit einem scharfen Messer (Skalpell) abschneiden. Daran wird später das 1-mm-Sperrholzteil (Kabinenseite) angeklebt. Zunächst wird nun die Kiefernleiste, wie angezeichnet, auf das Balsabrett geklebt.

    Leitwerke und Ruder

    Während der Trockenzeit habe ich die beiden Leitwerke und Ruder zuerst als Ganzes mit einem Skalpell zugeschnitten. Dann werden die Ruder mit einem glatten Schnitt abgetrennt. Als Scharnier benutze ich Leukosilk aus der Apotheke. Das ist ein Pflaster auf Seidenbasis. Es sieht gut aus (weiß), ist dünn und anschmiegsam und klebt sehr gut. Vor dem Aufkleben des Scharnierbands müssen die Leitwerke und Ruder mit einem Sandpapierklotz (100er-Körnung) mit einer Fase von etwa 45 Grad versehen werden, um einen beidseitigen Ruderausschlag zu gewährleisten. Beim Anschleifen ist Vorsicht geboten, damit das Depron nicht ausreißt. Sind die Ruder angeschlagen, wird zuerst das Höhenleitwerk waagerecht auf das Ende der Leiste geklebt. Dabei beachten, dass es ganz am Ende befestigt wird, damit das Höhenruder auch nach unten ausschlagen kann! Nach dem Trocknen wird das Seitenleitwerk mit Ruder senkrecht auf das Höhenleitwerk geklebt. Mit einem Winkel ist das senkrechte Aufkleben kein Problem.



    Inzwischen habe ich mir Ruderhörner aus 1,5-mm-Sperrholz ausgesägt und diese an entsprechender Stelle mit 5-Min.-Epoxi in die Ruder eingeklebt. Abschließend wird vom Seitenruder die untere Ecke schräg abgeschnitten, damit das Höhenruder ordentlich nach oben ausschlagen kann. Die Ruderausschläge sind bei mir maximal, eben wie bei Slowflyern üblich, damit beim Langsamflug genügend Ruderwirkung erreicht wird. In die beiden Ruderhörner wird nun noch jeweils ein Gestängeanschluss 2 mm eingeschraubt.


    Die Höhen- und Seitenruder werden mit Ruderhörnern aus Sperrholz angelenkt. Die Bowdenzughülle wird mit Klebeband an der Kiefernleiste befestigt. Ein 0,8er-Stahldraht endet in einem handelsüblichen Beschlag

    Technische Daten
    Spannweite
    Länge
    Gewicht
    Motor
    Luftschraube
    Akku
    .
    760 mm
    780 mm
    ca. 500 g
    2x SlowFly 280 (MPX)
    108 mm O/ Falcon von Conrad
    3s-LiPo 1050 mAh

    Kabinenteile, Tragflächenhalter und Tragflächen

    Während der Trockenzeit habe ich mir die zwei Kabinenteile und die beiden Tragflächenhalter aus dünnem Sperrholz ausgesägt, die Tragflächenhalter am besten aus 1,5-mm-Sperrholz. Die Aussparungen dienen nur der Gewichtsersparnis und können frei Hand ausgesägt werden. Mit feinem Sandpapier werden die Teile geglättet und verputzt. Diese vier Teile können nun an das Balsabrettchen geklebt werden. Sie werden später mit 3-mm-Depron verkleidet. Die Klebezeit nutzte ich wieder, um die Tragflächen zuzuschneiden. Dazu wird ein Winkelmesser benötigt, um den Winkel der Tragflächenpfeilung (10 Grad nach jeder Seite) einzustellen. Danach werden die Teile für die Aufdopplung zugeschnitten und auf das vordere Drittel der Tragflächenoberseite geklebt.


    Das Ende der Tragflächenhälften mit der im Text erwähnten Aufdopplung. Die Kohlefaserstäbe werden angebracht und gerade mit Leukosilk befestigt. In diesem Fall wurde statt Depron sogar eine Trittschalldämmung mit 4 mm Stärke aus dem Baumarkt verwendet.

    Diese Aufdopplung ist eine patentierte Idee von Richard Kline und Floyd Fogleman. Die hatten bei Experimenten mit Papierfliegern herausgefunden, dass solch eine Aufdopplung einen erhöhten Auftrieb erzeugt. Na, etwas Besseres konnte mir doch mit meinen einfachen geraden Flächen nicht passieren. Ob das mit dem besseren Auftrieb stimmt, werde ich ja später sehen.
    Ist auch die mit Ponal geklebte Aufdopplung dran, werden jeweils an die Vorder- und Hinterkante der Flächen die 2-mm-Kohlefaserstäbe angebracht. Dazu streiche ich die Kanten dünn mit UHU- por ein und lasse das etwa 10 Minuten ablüften. Dann werden die Stäbe fest an den Kleber gedrückt, ohne die Flächen zu beschädigen. Abschließend werden die Kohlestäbe mit einem Streifen Leukosilk überklebt. Damit sind sie sicher befes¬tigt und geben den Flächen eine gute Stabilität. Bequemerweise habe ich die Kohlestäbe erst nach der Befestigung an den Flächen abgelängt. Dazu benutze ich meinen kleinen Trennschleifer von Proxxon, das geht ganz fix und man spart sich das genaue Messen.
    Sind alle vier Flächenteile fertig, können sie am Rumpf befestigt werden. Der Einfachheit halber habe ich sie fest eingeklebt, was bei der geringen Spannweite noch akzeptabel ist. Um die V-Form (8 Grad) der Flächen einzustellen, wird einfach ein Zwischenboden für die obere und untere Tragfläche in den Tragflächenhalter eingeklebt. Dieser besteht aus 1-mm-Sperrholz, das durch Aussägen eine Gewichtsersparnis erhält. Er wird parallel zur Tragflächenauflage etwa 6 mm tiefer eingeklebt. Der Winkel wird durch variieren dieser 6 mm eingestellt. Er ergibt sich in etwa aus der Breite der Auflage (80 mm) und dem Abstand des Zwischenbodens. Diese Verhältnisse sind in der Zeichnung „Einstellung des V-Winkels“ dargestellt.
    Zum Einkleben habe ich die rechte und linke Fläche mit Leukosilk zusammengeklebt, so bleibt diese Verbindung flexibel. Ist mittels des Zwischenbodens der richtige Winkel eingestellt, kann alles fest verleimt werden. Um den Abstand der Flächen zueinander gleichzuhalten, werden nun noch die vier 3-mm-Hölzchen (bei mir Schaschlikspieße aus Bambus) zwischen den Flächen eingeklebt. Dazu habe ich einfach ein 3er-Loch mit einer Reißnadel am Kohlestab in das Depron gestochen. Der Abstand von der Außenkante der unteren Tragfläche beträgt 60 mm. Sind diese vier Stäbe eingeklebt, kann nun der 6-mm-Hartholzstab (Pylon) eingeklebt werden. Er sitzt genau in der Mitte auf dem Balsabrett an der Stelle, wo sich Kabinenteil und Tragflächenhalter treffen. Er wird senkrecht eingeklebt, geht somit durch die obere Tragfläche und ragt etwa 60 mm über die Tragfläche hinaus.


    Die Befestigung der Abspannung erfolgt auf die hier gezeigte Weise einfach mithilfe eines Lochs im Leukosilk hinter dem CfK-Röhrchen.

    Wenn der Pylon fest eingeklebt ist, wird die obere Tragfläche durch dünne Stahlseile nach oben und unten am Pylon abgespannt. Dazu benutze ich Stahlseil aus dem Angelladen (0,3 mm) und zur Befestigung Ader-Endhülsen der Größe 0,75 mm2 aus dem Baumarkt. Die Seile werden an der Stelle, wo der 3-mm-Stützstab in die Fläche eingeklebt wurde, um den Kohlefaserstab befestigt. Die Ader-Endhülse kann dabei leicht mit einem kleinen Seitenschneider mehrmals zusammengedrückt werden. Das andere Ende des Seils wird am Pylon befestigt. Dazu ein 1-mm-Loch bohren. Die Seile werden nun an jeder Seite der oberen Tragfläche jeweils nach oben und unten am Pylon straff befestigt. Damit sind die Flächen stabil befestigt und, wie die Praxis zeigt, auch nach einigen Flugtagen noch prima in Form.

  • RC-Network empfiehlt

  • Anzeige






  • Forum - Neue Beiträge

    Thomas Moldtmann

    Hier hab ich auch was gefunden, funktioniert auch super:
    http://heli-inc.de/?cat=Zubeh%F6r&PH...dr9d9akm3vr4p2

    Funkenschlag beim einschalten....

    Thomas Moldtmann 22.05.2012, 18:41 Gehe zum letzten Beitrag
    Andre0707

    Hallo,

    da ich im Großen und Ganzen doch Alleinunterhalter war , hatte ich beschlossen nur noch wenige Bilder einzustellen.

    Rohbau

    Andre0707 22.05.2012, 18:41 Gehe zum letzten Beitrag
    Ewald

    Hier der Text, den ich an HK geschickt habe:

    Dear Hobbyking,

    I would like to highlight a request of the Aircombat Community.

    Mein request an HK

    Ewald 22.05.2012, 18:41 Gehe zum letzten Beitrag
    Marc P.

    Hallo Schorch,

    ja das kann ich ausschließen, da sich an der Stelle des Bindetasters nur Schaumstoff befindet.

    Ich habe den

    Ungeklärter Absturz - Futaba FASST

    Marc P. 22.05.2012, 18:41 Gehe zum letzten Beitrag
    Tiger1952

    Wollte heute bei der mc32 mitloggen.
    Hatte die Uhr eingeschaltet .
    Nur im Anschluss war nichts auszulesen.
    Was mache ich falsch?

    MC-32 Hott/Technisches

    Tiger1952 22.05.2012, 18:39 Gehe zum letzten Beitrag
  • Blog - Neue Einträge

    NeckarVerlag

    Filmfestival auf www.modell-movies.de

    Nicht vergessen: Schnell noch einen Film hochladen bei www.modell-movies.de und automatisch an der Verlosung einer CamOne infinity und eines Elektro Junior Plus S RFH von Graupner teilnehmen. ...

    NeckarVerlag 22.05.2012 11:11