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JAyThaRevo

Euro Tour (F5B): Liezen 9.-10.6. 2012 (4. Ennstalcup)

Bewertung: 24 Stimmen mit einer durchschnittlichen Bewertung von 4,58.
Es war wieder so weit. Nächster Halt der Euro Tour: Liezen, Österreich.

Zu Gast beim WSV Liezen.

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Die Wettervorhersage ließ einem Schauer über den Rücken laufen. Jedoch zögerte ich keine Sekunde,
das sollte ein Fixtermin werden. Für Freitag (Trainingstag) ein Zimmer reserviert um am Samstag keine lange
Anfahrtreise zu haben.
In der Woche vor dem Bewerb hab ich noch versucht möglichst viele Trainingsflüge zu absolvieren, speziell 6er musste
ich üben, da ich in Oberpullendorf bereits welche fliegen musste, diese aber total vergeigte....

Freitag:
Wettervorhersage: Regen/Unwetter (80% Wahrscheinlichkeit)

Am Freitag ging es um ca. 1500 in Richtung Liezen, dort angekommen staunte ich nicht schlecht. Sonnenschein, fast Windstille.
So war ich Liezen überhaupt nicht gewohnt ! Also schnell alles auspacken und Akkus laden gehen.
Karl Waser und Rudi Freudenthaler waren bereits da. Speziell Karl musste noch ein richtiges Setup für die nächsten
(wettermäßig schlechten) Tage finden. 20 Sekunden Setups sind da doch sehr grenzwertig, wenn es nicht trägt .
Später stieß noch Johannes Starzinger hinzu. Die Bedingungen für die Segelaufgabe waren einfach traumhaft.
In einiger Nähe zum Platz konnte man um die 30 - 40 Vögel beobachten wie sie sich die Aufwinde zu nutze machten.
Nachdem ich ein mal Aufwind gefunden hab ging es nur mehr NACH OBEN:

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Nach einiger Zeit zogen aber bereits dicke und vor allem dunkle Wolken über die Berge in unsere Richtung.
Was folgte war ein schwerer Sturm begleitet von heftigen Regenfällen.

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Jedoch war das ganze Spektakel innerhalb von 15min vorüber und die Sonne lies sich wieder blicken.
Gegen Abend (2000) fing der Wind aber noch ein Mal kräftig an zu blasen.
Aber ich hatte noch einen vollen Akku in meiner Heizbox. Was also tun? Entladen?
Entladen schon, aber im Flieger ! Also noch einem schnell raus und 6er üben ! Die Landung war wohl spektakulärer
als der Flug. Die Nase des Fliegers zeigte um 45° in eine andere Richtung als die eigene Flugrichtung, trotzdem blieb die Kiste im 10m
Kreis liegen !

Die Fußball- EM Stand ebenfalls vor der Tür und da die Polen auch wieder vertreten waren (auch in Liezen) und noch am selben Tag spielten war die Vorfreude auch auf dem Platz zu spüren ("GOOOOO POLSKA GOOOO")!
Am Abend hab ich dann gemütlich eines der ersten EM Spiele geschaut und mich auf den nächsten Tag gefreut !

Samstag:
Wettervorhersage: Regen/Unwetter (90% Wahrscheinlichkeit)
Der Samstag fing genau so an wie vorher gesagt: Regen.
Als ich um ca. 0845 auf dem Flugplatz eintraf wurde aber bereits geflogen, da der Regen schon nachließ.
Es waren wieder einige Nationen vertreten neben den Österreichern: Italien, Polen, Tschechien und Deutschland.
Nach einem weiteren Regenschauer fing die Euro Tour mit der Klasse F5F an.
Kurz zur Statistik: Es waren 17 F5B Piloten und 14 F5F Piloten gemeldet. Also doch reichlich Teilnehmer, trotz der schlechten
Wettervorhersage.
Was ich jedem empfehlen würde, der noch nie auf einem Bewerb war oder nur zum Zuschauen dort ist, ist sich eine Stoppuhr zu besorgen.
Es macht die Sache wirklich um einiges interessanter wenn Live mitgestoppt werden kann. Natürlich braucht man ein wenig Erfahrung um
zu wissen was gute Zeiten sind. Grob zusammengefasst kann man sagen:
  • 4er sind bei Zeiten von 14s (top Zeit) bis 18 Sekunden gut
  • 6er sind bei Zeiten von 24s (top Zeit) bis 28 Sekunden gut

Hab mir eine einfache FINIS 3x-100M besorgt.

Es wurde dann abwechselnd F und B geflogen. Insgesamt wurden 2 Durchgänge B und sogar 3 Durchgänge in F geflogen. Es hat immer wieder geregnet, aber die Regenschauer
dauerten meistens nur 30min-50min. In dieser Zeit war dann Zeit über alle möglichen Dinge zu philosophieren.
Zusammenfassend kann man sagen, dass die Bedingungen eigentlich sehr gut waren. Ich flog zwei mal 40 Strecken, machte aber jedes mal Fehler, so dass eigentlich das Potential
für 41 bzw. 42 Strecken vorhanden war. Noch dazu flog ich im 2. DG im Regen, dadurch war die Strecke doch deutlich langsamer.
Die Konkurrenz flog um die 45-47 Strecken. Vor allem die Italiener flogen sehr gut. Cavaggoni Piermario konnte den 1000er beide male für sich entscheiden.
Im ersten Durchgang dicht gefolgt von Waser Karl (980,11‰) und den dritten Platz teilten sich gleich 3 Teilnehmer: Starzinger Johannes, Freudenthaler Rudolf und Riegler Franz (971,07‰).
Der zweite DG verlief ähnlich: Waser Karl (989,18‰) und auf dem dritten Platz Freudenthaler Rudolf (978,36‰)
Auch die Segelaufgabe war nicht all zu schwer zu bewältigen.
Mit 2-3 Sekunden Motor konnte sie bestanden werden, ähnliche Bedingungen wie am Freitag. Natürlich waren es wechselhafte Bedingungen, ging aber auch schon viel schlechter.
Was ich noch üben muss sind diese zeitgenauen Landungen. Im ersten Durchgang hab ich es total verpatzt mit 9min und 47s . Die zweite war besser mit 9min und 55s.
Und obwohl ich im Regen segeln musste (war kein starker Regen) trug die Luft meine S16 eigentlich sehr gut. Dafür konnte ich danach meine Fernbedienung wieder ein Mal putzen !

Sonntag:
Wettervorhersage: Regen/Unwetter (70% Wahrscheinlichkeit)
Da ich diesem Mal von zu Hause gekommen bin stand zu erst eine 1,5 stündige Fahrt an. Bei der es durchgängig regnete. Oft so stark, dass man nicht schneller
als um die 100km/h fahren konnte.

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Aber wie durch ein Wunder regnete es in Liezen nicht. Als hätten die Liezener ihr eigenes Klima!
Diesmal fingen wir mit F5B an. Die Bedingungen waren gut, die Strecke schnell. Leider machte ich zwei Fehler ("Kringerl" an B Wende nach einem 6er und ein Motoreinflug ) und
im Endeffekt standen trotzdem 40 Strecken auf der Uhr. Die anderen Piloten flogen um die 48, 49 und Sogar 50 Strecken. Karl juchzte sogar laut nach dem er seinen 49er gut
nach hause flog . Segeln ging wieder sehr gut. Kam sogar ohne Motor aus.
In der Klasse F5F stand der Sieger (Stefan Damm) eigentlich schon seit dem Vortag fest. Mit dem 3. 1000er in Folge sicherte er sich den 1. Platz. Für ihn hieß es nur mehr
durchkommen im 4. DG!
In F5B war praktisch noch alles offen, sehr spannend. Mario, Karl und Johannes (natürlich auch alle anderen) gaben wirklich ihr bestes.

Es kam der 4. DG. Natürlich regnete es dazwischen wieder ein wenig, halb so wild. Nach jedem Regenschauer "lief" es in der Strecke sehr gut.

Ich bat Riegler Franz mir beim meinem Durchgang zu helfen. Und das war eine gute Entscheidung! Von nun an nenne ich ihn nur mehr "Glücksengerl".

Start...."Mooootoooor EINNN!! (Johannes Starzinger, er hat meinen Flieger geworfen)":
"Einleiten.....rum.....Einleiten....rum...." (Riegler Franz)
Auf zum ersten 6er. Die Höheneinteilung passte diesmal sehr gut. Die ersten beiden schön flach und und dann Nase runter, und laufen lassen.
Weiter mit 4er. Letzter Steiger: "So, probieren wir noch einen 6er". Leider war die erste Wende nicht so gut, Nase zeigte nach oben und der Flieger wurde langsamer,
also ein wenig drücken. Fahrt aufnehmen. Letzte Wende bei B, dann folgten ewige Sekunden bevor das "PIEP" an der A- Wende kam und sofort danach das "Zeit vorüber" Signal.
War ich happy, 44 Strecken. Endlich ohne gröbere Schnitzer durchgekommen. Danach folgte ein zwei Sekunden langer Steigflug mit anschließendem abseglen. Ich brauchte den Motor
danach nicht mehr. Fand zum Glück ein paar Aufwinde, weit entfernt vom Platz. Ich konnte die Maschine wirklich kaum noch sehen oO!
Landung war auch besser, 10 Minuten und 02 Sekunden. Sehr schön. War wirklich ein toller Durchgang für mich. Da war ich sogar ein wenig Stolz!

Während des Streckenfluges:
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Während des Segelfluges:
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Anflug:
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Jedoch ging es bei mir natürlich nur mehr um Kaisers Bart. Spannend war es bei den anderen. Den letzten DG beendeten Mario
und Johannes sogar Punktegleich.

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Somit stand das Endergebnis für F5B fest:
  1. Cavaggoni Piermario (3000‰)
  2. Starzinger Johannes (2968,41‰)
  3. Waser Karl (2961,55‰)


Endergebnis für F5F:
  1. Damm Stefan
  2. Freudenthaler Rudolf
  3. Hoff Martin


Durch zwei sehr gute DG von Johannes Starzinger konnte er sich gerade noch an Waser Karl vorbei schieben!

Passend zur Siegerehrung fing es noch ein Mal zu Regnen an .

Sieger in F5B:
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Sieger in F5F:
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Ich möchte mich bei allen Beteiligten bedanken, vor allem bei den Helfern die bei so einem "Sauwetter" trotzdem die Stellung hielten.
Und man muss sagen, dass wir doch auf froh sein können, dass wir 4 DG sowohl in B als auch in F fliegen konnte. Die Wettervorhersage hatte nämlich andere Pläne.

Für alle interessierten: Kommt auf die Bewerbe, es herrscht immer tolle und sogar familiäre Stimmung. Ich als Anfänger kann mit den Profis
ganz normal auf Augenhöhe reden. Außerdem helfen sie wo sie nur können. Das finde ich immer sehr toll und motivierend.

Danke und bis zum nächsten Mal.


Weitere Impressionen:
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