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Unerwartet zugeflogen: Graupner Nano Star 3M Gyro (Teil 3)

Bewertung: 2 Stimmen mit einer durchschnittlichen Bewertung von 4,50.
In Teil 1 hatte ich den Sender vorgestellt, in Teil 2 den Nano Star 3M selber.
Hier für den Teil 3 bleibt daher lediglich übrig etwas zur Fliegerei mit diesem Equipment zu berichten.

Noch liegt alles ziemlich unbeweglich vor uns. Die Brocken müssen also zunächst eingeschaltet werden.

Wie bei den funkgestützten Fernlenkanlagen ist auch hier bei der Infrarot-Steuerung die bekannte Ein- und Ausschaltreihenfolge zu beachten. Der Hintergrund ist simpel: um ungewollte Reaktionen zu vermeiden soll der Hubi nie alleine ohne Sender eingeschaltet sein. Daher zuerst den Sender einschalten und bei Flugende zuerst den Hubi ausschalten.

Wird der Helikopter an der Unterseite eingeschaltet, so beginnen die beiden LEDs zu blinken. Er scheint sich in dieser Phase mit dem eingestellten Infrarotkanal des Senders zu synchronisieren.
Denn wer sich an die Beschreibungen aus den Teilen 1 und 2 erinnert, dem ist aufgefallen, dass die Kanalwahl nur am Sender, nicht aber am Modell erfolgen muss.
Hat das Modell nach wenigen Sekunden seinen Sender gefunden, geht das Blinken in Dauerlicht über. Nun kann es losgehen.

Oh, schon wieder halt, schon wieder stopp.

Wir müssen uns zunächst um die passenden Räumlichkeiten kümmern, denn der Nano Star ist ein Indoor-Heli, der keinen Wind verträgt. Selbst der Lufthauch einer vorbeigehenden Person stören ihn in seinem Schwebeflug.

Die Anleitung sagt etwas von mindestens 4 mal 4 Meter bei normalen 2,5m Raumhöhe. Soviel freie Fläche habe ich zuhause leider nicht, eine Fläche von 2 mal 2 Meter muss in meinem Fall genügen.

Das Schöne bei einem solchen Koaxialheli ist, dass man nicht befürchten muss, ihn gleich beim ersten Start umzuschmeissen. Solange man nicht zu früh zu übermütig wird und oder genügend Platz zum Austoben hat, kann eigentlich fast nix schiefgehen.
Also einfach gefühlvoll aber doch beherzt Gas geben und den Heli z.B. bis auf Bauch- oder Kopfhöhe steigen lassen, da hat man ihn gut im Blick. Außerdem liegt er dort relativ ruhig. Dicht am Boden dagegen eiert er auf seinem eigenen Luftpolster herum, was gleich einige Korrekturen erfordert. Etwas aufgepassen muss man auch in Wandnähe, der Heli saugt sich quasi selber an Wand- und Schrankflächen heran.

In den allermeisten Fällen wird es jetzt beim ersten Schwebeflug sicherlich passieren, dass der Heli seine Nase zu einer Seite wegdreht, ohne dass man Seite links oder rechts gesteuert hat. Zur Korrektur dieses Verhaltens besitzt der Sender ein Trimmpoti unterhalb des Ein-/Aus-Schalters:

Name:  P1030425_red2.JPG
Hits: 951
Größe:  62,0 KB

Dieses Poti ist nun in die entgegengesetzte Richtung soweit zu drehen, bis der Heli die Richtung beibehält und nicht mehr wegdreht.
Bei dieser Aktion bitte nicht vergessen das Gas zu halten, da der Heli ansonsten merkwürdigerweise irgendwie aus dem Blickfeld verschwindet...
Die Trimmung arbeitet erstaunlich stabil und muss nicht mit jedem Millivolt, welches der Antriebsakku während des Fliegens verliert, nachjustiert werden.

Mein Nano Star 3M bewegt sich im Schwebeflug minimal nach vorne, im Schneckentempo sozusagen. Auf diese Weise kann man schwebend (Höhe dabei mit dem Gasknüppel halten) eine Strecke abfliegen, indem nur mit Seite die Flugrichtung bestimmt wird.

Sobald man mit dem Gasknüppel und der Reaktion des Nano Star auf dessen Ausschläge vertraut ist, darf man ruhig etwas mutiger werden und den rechten Knüppel etwas nach vorne drücken. Jetzt kann die gleiche Strecke wie oben mit ein wenig mehr Fahrt abgeflogen werden.

Es dauert nicht lange und man wird von Mal zu Mal sicherer. Immer kleinere Flächen und Räumlichkeiten genügen für die Flugmanöver und sogar Ziellandungen z.B. auf dem Tisch gelingen.

Was ebenfalls riesig Spass macht, das ist das Fliegen im Garten, bei Windstille, abends in der Dämmerung, wenn das grelle Sonnenlicht die Infrarotübertragung nicht mehr stören kann. Einfach klasse!

Allerdings ist der Flugspaß auch relativ schnell vorüber. Nach 5 bis 7 Minuten entsteht eine Zwangspause, denn dann möchte der Akku wieder aufgeladen werden.

Einen Hinweis möchte ich zuletzt noch geben:
Wer es vom Fliegen mit seinen Segler gewohnt ist, in kritischen Situationen einfach alle Knüppel reflexartig loszulassen, der ist mit dieser Methode bei einem Helikopter schlecht beraten. Denn auch ein stabil schwebender Koaxialheli benötigt mindestens das Gas!

Ich hatte schon seit langem mit der Anschaffung eines kleinen Koaxhelis geliebäugelt, war mir allerdings immer unsicher, welcher denn sein Geld halbwegs wert ist und einerseits stabil schwebt, andererseits aber auch im Rahmen der Möglichkeiten dieser Helikopter-Spezies gut steuerbar ist.
Mit dem Erhalt des Graupner Nano Star 3M bin ich nun unfreiwillig in den Besitz eines Fliegers mit solchen Eigenschaften gekommen. Ich freue mich sehr über diesen Gewinn und danke der Modell-Movie-Jury dafür...


Kleiner Nachtrag:
Wer gut aufgepasst hat, der weiß von den ersten Fotos aus Teil 1, dass ich ein kleines Teil aus dem Set bisher unterschlagen habe: das Gcontrol Modul.
Oh, halt. Es sind zwei Teile. Ein extra Ladekabel gehört auch zu diesem Modul.
Bei dem Gcontrol Modul handelt es sich um ein Sendemodul, mit dem man sein vorhandenes Smartphone zur Steuerung des Graupner Nano Star 3M verwenden kann.
Leider kann ich die Funktionsweise nicht testen, gehöre ich doch zu den armen Seelen auf dieser Welt, die nicht über ein solches Wunderwerk der Technik verfügen. Ich armer Tropf bin dagegen weiterhin auf den beiliegenden Sender angewiesen und überlassen das Ausprobieren des Gcontrol Moduls jemand anderem.

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Aktualisiert: 17.08.2012 um 18:56 von Maistaucher

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Kategorien
Modellflug , Helis

Kommentare

  1. Avatar von Maistaucher
    Inzwischen kann ich von einer kleinen neuen Erfahrung berichten.

    Kürzlich hatte ich den kleinen Heli zum Hallenfliegen mitgenommen, vorher natürlich an die USB-Buchse des PCs zum Laden gehängt. In der Halle angekommen habe ich wie gewohnt eingeschaltet.
    Erst den Sender, LED leuchtet.
    Dann den Hubi, LEDs blinken, Synchronisation läuft, LEDs höhren auf zu blinken, synch done.
    Soweit schien alles OK.
    Beim Gasgeben allerdings geschah nichts, niente, nada.
    Wieder zuhause habe ich mir die Infrarot-Signale des Senders mit der Kamera angeschaut.
    Wieder nichts.
    Sender kaputt?
    Glücklicherweise hatte ich einen Satz neue Batterien parat, die das Problem tatsächlich beseitigten.

    Tja, obwohl alles i.O. erschien, waren einfach nur die Senderbatterien platt.
    Was zur Hölle zeigt dann die LED am Sender?...