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JAyThaRevo

Kleines Update eines F5B Rookies

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Bei mir hat sich viel verändert. Die größte Veränderung war wohl, dass ich mich von meiner wunderschönen Surprise 16 getrennt habe, da ich etwas unerwartet ein "unmoralisches" Angebot bekam. Nun fliege ich eine gebrauchte Avionik. Der Hauptgrund warum ich mich von meiner S16 trennte war, dass ich ernsthafte Probleme mit der Landung hatte. Durch den Umstieg auf das 10S Setup wurde der Flieger ein wenig schwerer. Dieses zusätzliche Gewicht sorgte dafür, dass sich die Surprise nur mehr schwer verlangsamen ließ. Die Ausschläge für Butterfly waren einfach zu gering. Es verwunderte mich doch ein wenig, da ich das Jahr zuvor nicht annähernd solche Probleme hatte.
"Na dann vergrößere die Ausschläge doch einfach", würde der ein oder andere sagen.
Nun, dazu muss ich sagen, dass die S16 mein erster F5B Flieger war. Da war ich noch hellgrün hinter den Ohren als ich sie gebaut habe. Ein kurze Rücksprache mit GJVO ergab dann, dass die Querruder viiiiel mehr Weg brauchen. Und natürlich war die Situation so, dass es bei der derzeitigen Anlenkung unmöglich war mehr herauszukitzlen. Also wurde der Dremel in die Hand genommen und ich machte mich an die Arbeit. Neue Ruderhörner und neue Anlenkungen. Es hört sich nach weniger Aufwand an als es unterm Strich ist. Leider brachte der Probeflug aber nicht das gewünschte Ergebnis.
Obwohl Gert Jan gemeint hat, dass die Surprise nicht viel Wölbklappenausschlag braucht bin ich mir ziemlich sicher, dass es nicht geschadet hätte und die Bremswirkung verbessert hätte. Jedoch war ich dann zu faul diese Anlenkungen auch noch ein mal komplett neu zu machen. Und so kam mir das Angebot mit der Avionik eigentlich ganz gelegen.

Nun hieß es aber wieder die Elektronikinstallation neu zu machen. Zum Glück konnte ich die Motor/Regler- Einheit zum größten Teil unberührt lassen. Was wieder ein mal überarbeitet werden musste war die Empfängerstromversorgung. Das tolle ist aber, dass man Erfahrung sammelt. Wie man etwas bauen könnte damit es gut funktioniert. Jede Minute dich ich im Keller mit basteln verbringe ist sinnvoll und nicht verschwendet.
In der Avionik ist generell weniger Platz als in der S16. Also wurde weiter an Größe und Gewicht der Empfängerstromversorgung optimiert. Mit Version 4 bin ich nun ganz zufrieden . Zusätzlich mussten die Antennen nun aus dem Rumpf geführt werden. Nicht schön, aber sinnvoll .
Der August war fast vorbei als ich endlich zum "Erstflug" kam. Dabei hatte ich mir heuer vorgenommen viel zu fliegen, fliegen und nochmals fliegen. In F5B geht es schließlich ums Fliegen und nicht ums Bauen .

Der Start war ein wenig kritisch da sie sofort auf Höhe ging und der Tiefenruderausschlag zu gering war um den Flieger schnell horizontal zu bekommen. Deswegen ging ich recht zugüig die anderen Überprüfungen durch um am Boden diese Dinge zu verbessern. Hier und da musste in den anderen Flugphasen noch getrimmt werden. Als ich dann zur Landung ansetzte war ich schon sehr gespannt. Und es war kein Vergleich. Die Avionik bremste viel besser. Das liegt wohl auch daran, dass der Flieger recht leicht ist (1675g, flugfertig). So kann man schon eher von Ziellandung reden .
Nachdem hier und da ein paar Veränderungen vorgenommen wurde ging es zum zweiten Flug. Nun zeigte sich, warum jeder eine Avionik fliegt. Im Streckenflug fühlt sich das Modell wohl und das merkt man.

Da nun endlich der Flieger so weit einsatzbereit war konnte ich mich auf die diveresen anderen Dinge konzentrieren. Neben dem Flieger braucht man noch so einiges mehr an Material und Werkzeug. Es ist wirklich erstaunlich. Ich kaufe immer noch Dinge welche ich dringend benötige . Ein kleines Bespiel: 6mm Silikonschlauch. Nach dem Abziehen des Akkus vom Regler wird über den Stecker der Silikonschlauch gesteckt. Dadruch wird das Risko von einem Kurzschluss wesentlich minimiert. Das musste ich auch schmerzhaft lernen. Ein Grund für den Punkt drei meiner To-Do Liste...

Auf meiner To-Do Liste standen folgende Dinge:
  • Modellständer bauen
  • Heizkoffer verbessern
  • neuen Akku löten
  • Senderkoffer bauen


Speziell die ersten beiden Dinge sind notwendig um einen reibungslosen Betrieb zu gewährleisten. Bis jetzt musste ich mein Modell immer am Boden zusammen bauen. Und mein Heizkoffer war mit einer popelige Heizsteuerung vom großen C ausgestattet.

Aber alles nach der Reihe:
Ich hatte schon vor einiger Zeit angefangen den Rumpf von der Surprise abzuformen um eine Form für die Halterung zu bauen. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich aber nur Glasfasermatten mit sehr geringem Gewicht pro dm², also war selbst nach 7 Schichten gerade ein mal ein Hauch von der Form vorhanden, trotz Kohlerovings. Karl war dann so nett und hat mir ordentliches Gewebe gegeben (180 oder 200g/dm²). Nach gerade mal 4 Schichten hatte ich schon eine ordentliche Dicke erreicht. Außerdem hab ich mir eingebildet eine Heizfolie in die Form mit ein zu laminieren. Der Plan ist nämlich, den Flieger stressfrei zusammen bauen zu können ohne, dass die Akkus kalt werden. Wie es in der Praxis funktionieren wird muss sich noch weisen. Heute wurde die Form noch ein Mal fein geschliffen und ist damit fertig. Endlich.

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In der Zwischenzeit musste ich auch meine Heizbox erneuern. Die Steuerung brannte aus einem, mir unerklärlichem Grund, durch und die Heizfolie war dadurch Dauerhaft eingeschalten. Zum Glück war ich im Raum und bekam es mit. Nicht auszudenken was hätte passieren können....
Auf der anderen Seite bin ich doch ganz froh, dass es passiert ist. Nun konnte ich aus gutem Grund etwas besseres verbauen. Das Problem mit diese Steuerung war nämlich, dass die Temp. über ein Poti eingestellt werden musste. Und mir kam es so vor, als wäre es je nach Speisespannung anders. Das war einfach ein Sche**. Ich hab mir nun eine HeatBox besorgt. Der Preis ist mehr als gerechtfertigt. Nicht nur, dass ein Display mit dabei ist. Man kann in 1°C Schritten die Temp. plus Hysterese einstellen. Ein Traum im Vergleich zu vorhin. Worauf ich mich aber am meisten freue ist, dass sie einen eingebauten Timer besitzt. Sprich man kann zum Beispiel einstellen, dass nach 5h die Heizung eingeschalten werden soll. Wenn man nun den ganzen Tag außer Haus ist kommt man nach Hause und die Akkus sind warm. Herrlich.
Sollte man ein mal keine 12V zur Verfügung haben kann man problemlos einen Akku anstecken welcher dann durch einen Kapazitätsalarm und eine Unterspannungswarnung geschützt wird.

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Im Einsatz !

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Display der HeatBox von Hadi-RC.de

Wenn man das so ließt hört es sich ev. nicht nach soo viel arbeit an (sind ja nur ein paar Dinge). Aber ich habe doch einige Abende investiert um alles zum laufen zu bekommen.
Langsam aber sicher freut es mich immer mehr. Ich hab bald das wichtigste Material zusammen um mich nur mehr aufs fliegen konzentrieren zu können.

Im September hab ich versucht ein wenig öfters fliegen zu gehen. Vorherige Woche war ich zumindest 3 Mal. Diese Woche war nichts zu machen. Nur Regen. Vorherigen Mittwoch war es besonders lustig. Karl war mit von der Partie und obwohl der erste Streckenflug vollkommen zum vergessen war, so war der Segelflug um so besser. Ein Steiger genügte. Die Bedingungen waren so gut, dass ich mich immer in dieser Höhe gehalten habe. Wahnsinn. Aber selbst wenn es nicht so wahnsinnig gut trägt. Bei den Wetterverhältnissen (den ganzen Tag Sonne) strahlt der Boden am Abend noch Wärme ab sodass man sich in 30m noch gut ein paar Minuten halten kann.

Trainiert wird im Moment speziell im Hinblick auf das Wochenende des 14.-15. Septembers. Da findet nämlich der letzte Eurotour Contest statt. Und zwar in Bad Brückenau. Wohl einer der am besten besuchten Bewerbe des Jahres. Ich bin schon sehr gespannt und freu mich, dass ich mit der österreichischen Partie mitfahren kann. Hoffentlich seh ich viele Leute aus dem Forum hier. Alle mal mit einem Gesicht verknüpfen !
Aktuell ist die Wettervorhersage aber alles andere als rosig... Gefahren wird trotzdem ! Eventuell haben wir ja wieder Glück!

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Modellbau , Technik

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