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JAyThaRevo

Der Abschluss: F5B/F5F Contest- Eurotour Bewerb in Bad Brückenau 13.9.-15.9.

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Freitag morgen, 06:45. Eigentlich sind noch Ferien (für Studenten). Warum quält man sich also aus dem Bett um diese Zeit?
Ganz klar: Ein Eurotour Bewerb steht vor der Tür.

Trotz weiter Anreise (~700km) und trotz schlechter, wenn nicht sogar apokalyptischer , Wettervorhersage bin ich an diesem Morgen aufgesprungen. Ich war hoch motiviert und freute mich die ganzen verrückten zu treffen ! Der Plan war, mich mit Karl Waser um 08:00 im Norden von Graz zu treffen. Von dort aus sollte es gemeinsam nach Kremsmünster gehen. Dort sollte Franz Riegler und Johannes Starzinger hinzu kommen.

Gesagt getan. Punkt 08:00 () luden wir meine Sachen in Karl's Auto um. Vor uns befanden sich ~2h Autofahrt. Aber man mag kaum glauben wie schnell diese vergehen können wenn man nur genug zum Reden hat !

Das Wetter würde man als halb verregnet bezeichnen und so bot sich uns kurz vor dem Gleinalm Tunnel diese wunderschöne Ansicht:

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Regenbogen

Bei Karls Mutter gabs dann ein gutes Frühstück. Danke dafür!
Da Hannes noch in der Firma sein musste fingen wir schon mal damit an die Sachen aus Karl's Auto in dieses Schmuckstück zu laden:

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Unser fahrbarer Untersatz

Tja, dank unserem Franz fuhren wir in einem wahren Schloss. Das Auto bot für uns vier mehr als genug Platz. In der zweite Reihe hatte man natürlich Fußfrei .
Nach dem Umräumen sah es dann so aus:

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Hier ist viel Platz!

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Franz' patentierte Modellsicherung!

So viel Avioniks auf einem Haufen oO! Auch wenn ich die Flugeigenschaften der Avionik sehr zu schätzen weiß (sie fliegt sich wie ein schneller Easy Star ), so finde ich es doch ein wenig schade, dass fast ausschließlich dieser Flieger eingesetzt wird. Gut hier und da sieht man Surprises und RWs aber die sind ganz klar in der Unterzahl. Verübeln kann man es auch keinem, natürlich will jeder mit top Material antreten. Ich bin aber guter Dinge, dass sich in Zukunft ein paar Dinge ändern. Die deutschen entwickeln für die WM14 in Turnau eine neue Go One 8, welche nach der WM käuflich erwerbbar sein wird (hier). Der neue Flieger von Petr Janku (die Speedfire 2) macht auch eine gute Figur. Er ist extrem leicht und schaut trotzdem stabil aus. Die Fläche (mit LV Servos) bringt gerade mal gute ~400 Gramm auf die Wage. Mit dem Flieger steht also einem leichten Setup nichts im Wege.

Als Hannes dann eintraf hatten wir nicht mehr die Geduld um ihm beim gemütlichen "Frühstücken" (es war schon fast 11:00) zuzusehen. Und so machte Karl dem Hannes ein kleines Jausenpaket, währenddessen wir das Material von Hannes einluden. Wir alle wollten unbedingt noch einen Trainingsflug durchführen.

Schwache 500km und keine 4,5h trennten uns nun von Bad Brückenau. Und wie nicht anders zu erwarten gab es wieder genug Themen welche besprochen werden wollten. Speziell, da nächstes Jahr unsere schöne Heim-WM ansteht !
Ein wenig verwundert hat mich, dass solch ein hohes Verkehrsaufkommen herrschte. Hier und da war sogar Stau.
Während der Fahrt konnte man sehr gut die sehr tiefhängenden Wolken beobachten. Außerdem regnete es immer wieder, sodass die Hoffnungen heute noch einen Trainingsflug zu machen stark schrumpften.

Jedoch, als wir ankamen fanden wir sogar leichten Sonnenschein und kaum Wind vor. Ganz klar der "Liezen- Effekt" . Kurz nach dem Franz unser "Schiff" neben den Freudenthalers plaziert hat wurden die Türen regelrecht aufgerissen und der Tatendrang war kaum zu stoppen. Aber wir haben ja manieren und machten zuvor noch eine kleine Begrüßungsrunde . Danach gab es aber wirklich kein halten mehr. Kurz nachdem jeder seine "Sachen" hatte schaute es so aus:

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Chaos


Nach einiger Zeit kamen wir dann zu dem Entschluss, dass es morgen etwas organisierter ablaufen muss .
Nun, da die Akkus sich in den Heizboxen befanden hat wir ein wenig Zeit um uns umzuschauen und den anderen beim Trainieren zuzusehen. Es wurde wie jedes Jahr von rechts nach links geflogen. Der Wind wehte im Moment seitlich in die Strecke, keine idealen Bedingungen um zu starten, aber man kann nicht alles haben . Nach einiger Zeit ging es dann los mit den Trainingsflügen. Einfach um den Platz ein wenig kennen zu lernen und sich an die Gegebenheiten anzupassen.
Toll war, dass jemand auf der B hupte. Jemand? Wenn man zur B schaute suchte man vergeblich diese Person. Es kam aber schnell heraus, dass unsere lieben Holländer dahinter stecken. Gerben hatte eine automatische Hupanalge gebaut. Ich war so fasziniert, dass ich es am Anfang gar nicht glauben wollte. Detailliertere Gespräche mit Gerben führten wir aber erst am nächsten Tag.
Ich flog als letzter von uns und Karl half mir ansagen. Es ging ganz gut, ein wenig nervös aber ganz akzeptabel. Da das Hupen bei mir nicht immer funktionierte flog ich sicher einige Male zu kurz und so waren es 46 Strecken. Im Bewerb würde ich mich darüber sehr freuen. Mein persönlicher Rekord lag im Moment bei 44. Der Zeitflug war unspektakulär. Aber wichtig um sich das Gelände ein wenig anzuschauen. In Bad Brückenau ist es so, dass man fast ein wenig Hangfliegen kann. Zum segeln ging es sehr gut. Die Landung hingegen war etwas interessanter da man aufgrund des Windes die Landepiste von unten nach oben entlang fliegen musste. Dabei muss man über die Autos und Leute fliegen. Alles halb so wild.
Nachdem alle so weit waren gingen wir noch in den Hanger um dort Abendzuessen. Danach machten wir uns auf um unser Hotel zu beziehen, was glücklicherweise sehr nahe gelegen ist. Dort angekommen ging alles problemlos und innerhalb kurzer Zeit begaben wir uns auf unsere Zimmer. Die Akkus hatte ich wieder auf 4,1V/Zelle geladen um am nächsten Tag schnell einsatzbereit zu sein, ohne lange laden zu müssen aber trotzdem keine voll geknallten Akkus mit zu haben. Also reichte es meinen Heizkoffer mit zu nehmen. Karls Zeitschaltuhr wurde auf 05:30 gestellt, sodass wir am nächsten Morgen gut temperierte Akkus hatten. Es sollte ja bereits um 08:00 los gehen. Karl hatte die Startnummer 5.
Nach einer kurzen Dusche trafen wir uns noch im hoteleigenen Restaurant mit unseren deutschen Kollegen welche wohl das Selbe Quartier ausgesucht hatten !
Dort lernte ich das erste Mal Guntmar Rüb und Werner Gölz (hier im Forum als Dabbelju bekannt) kennen. Bei einem Bier ließen wir den Abend ausklingen.

Am nächsten Morgen läutete der Wecker schon um 06:30. Da ich schon sehr auf das Wetter gespannt war, stand ich gleich auf um die Lage zu prüfen. Mit Ernüchterung musste ich feststellen, dass der Himmel durch tiefhängenden Nebel verdeckt war. Zu allem Überfluss regnete es auch noch. Und so wurde spontan das geplante Frühstück um 07:00 um eine halbe Stunde verschoben und ich hab mich noch ein Mal hingelegt.
So gegen 08:30 waren wir dann auf dem, in Nebel gehüllten, Platz. Jedem war klar, dass ein Fliegen so unmöglich ist.

Also was tut man dann? Reden und Wetter beobachten. Es war fast windstill, man konnte als kaum auf den Wind hoffen, dass der den Nebel verblast. Zum Glück war es nicht zu kalt und der Regen hielt sich auch sehr in Grenzen. Hin und Wieder gab es zusätzlich Sprühregen (hier in Österreich nennen wir so etwas "Nebelreißen").
Was mich vor dem Einschlafen schon beschäftigte war Gerbens automatische Hupanlage. Auch Karl war sehr interessiert und als ich Karl schon mit Gerben reden sah hab ich mich einfach dazu gesellt. Gerben meinte, dass es im Prinzip ein recht simpler Aufbau sei. Eine Webcam wird direkt an einen Laptop angeschlossen. Auf diesem Laptop läuft das Programm Fxxtrack (OpenSource). Bei erfolgreicher Erkennung eines Überfluges wird über den Audioanschluss ein Piepton ausgegeben. Dieser wird dann verstärkt und über ein Sendemodul an den Empfänger übertragen. Hier wird es noch ein Mal verstärkt und mittels einem Lautsprecher ausgegeben. Die verwendeten Webcams sind sehr billig zu kaufen. Die benötigte Elektronik kostet im Prinzip auch nix, außer man muss sich erst einen Sender kaufen.
Gerben hat sogar gemeint, dass er im Winter einen Blog über die Anlage verfassen wird damit sich jeder so etwas bauen kann. Ich hab mir auch fest vorgenommen so etwas zu bauen, auch wenn ich immer wieder mit Karl fliegen gehe, den größten Teil der Zeit bin ich alleine unterwegs. Mit Hupe zu fliegen ist was feines anstelle der Daumen*pi Schätzung !

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Diese Bedingungen herrschten ungefähr gegen Mittag

Nun gut, die Zeit verstrich, jedoch änderte sich das Wetter kaum. Hin und wieder hing der Nebel nicht ganz so tief, 20min später konnte man ihn mit ausgestrecktem Arm greifen.
Inzwischen war es auch Mittag geworden und es gab ein gutes "Steak" vom Grill. Es war um den frühen Nachmittag als es langsam anfing heller zu werden. Kurz sah man ein kleines Stückchen blauen Himmel. Doch kurz darauf kam wieder dicker Nebel. Thomas Wäckerlin bot sich sogar freiwillig an einen Testflug in der Strecke zu machen. Nun wachten plötzlich alle auf und jeder schaute gespannt in Richtung Thomas. Aber bereits beim ersten Steiger musste er auf Tiefe gehen um den Flieger nicht im Nebel verschwinden zu lassen. Nun ja, einen Versuch war es wert ! Danke dafür Thomas.
Um die Zeit zu vertreiben sahen wir uns noch die neuen Speedfire 2 von Karl und Franz an. Wirklich tolle Flieger, schön verarbeitet und das zu einem super Preis.
So gegen 16:00 war dann klar, dass nichts mehr geht. Ich wollte schon zu Fuß ins Hotel gehen um noch ein wenig zu lernen. Bei mir stand nämlich am nächsten Freitag ein große Klausur an. Karl lacht immer wenn ich mein Uni- Zeugs zum Lernen mit nehme, er meinte immer "Da lernt man so wieso nicht!". Recht hat er . In Buzau war es ganz gleich . Ich blieb dann aber doch noch. Denn kurz nach dem der erste Durchgang offiziell nach Morgen verschoben wurde fing es an ein wenig aufzulockern. Ich hatte meine Akkus schon den ganzen Tag in der Heizbox, welche nebenbei erwähnt vorzüglich funktioniert (bis vor kurzem war das nämlich noch nicht so ), und wer mich ein wenig kennt der weiß, dass ich nix davon halte die Akkus am Lader zu entladen. Schließlich waren wir zum fliegen da. Also schnell den Flieger zusammen gebaut und Karl gebeten ob er mir hilft. Hilfsbereit wie immer gingen wir dann zur Strecke.

Die Bedingungen waren gut. Karl sagt bereits früh den ersten 6er an. Gut, die 150m mussten geschätzt werden aber mit Karls Hilfe konnte ich sicher gehen, dass es nicht all zu kurz oder lang war. Und gleich darauf der nächste. Die Avionik lief, einfach genial. Noch ein 6er?! Ok... . So, letzter Steiger was nun? Noch ein 6er? Klar! Und so standen schlussendlich 48 Strecken (eher 47 oder gar 46 durch kurzes fliegen, aber dazu später mehr) auf der Uhr. WOW, so einfach fliegt man 48 Stecken bei wahnsinnigen Bedingungen. Die Wolkendecke hat bei mir nämlich leicht aufgemacht und so hatte ich bereits beste Thermik in der Strecke . Das Selbe nun bitte morgen im Bewerb!
Nach mir flog Karl und Franz auch noch. Aber im Großen und Ganzen ging es dann schnell bis wir alles zusammen gepackt haben und auf dem Weg zum Hotel waren.

Und da es noch recht früh war hab ich mich wirklich dazu motiviert noch eine Stunde zu lernen. Auch wenn es nicht all zu lange ist, reicht es doch wenn man die wichtigen Dinge wiederholt um sie so im Gedächtnis zu verankern.
Ein wenig später gingen wir dann wieder hinunter in das Restaurant. Um diese Zeit war fast jeder Platz belegt. In einer Ecke bekamen wir noch einen Tisch für uns 4 ! Was folgte war ein 5 stündiger Abend voll von deftigem Essen (ich will hier echt nicht verallgemeinern aber die deutschen haben andere Essgewohnheiten als wir ) und guter Unterhaltung. Hier und da wurde die Stimmung mit einem Bier aufgebessert ! Ein wenig später setzte sich Guntmar Rüb an unseren Tisch. Er erzählte uns von deren ehrgeizigem Projekt eine neue Go One für die WM14. Größtenteils wurde dann über die alten Zeiten geredet und auch wenn ich hier und da schon ein paar Geschichten gehört habe, bin ich immer noch erstaunt wie es "damals" noch zu ging. Ich sag nur Limbo, Zellen-Pushen und die ersten bürstenlosen Antriebe ! So gegen 00:00 machten wir uns dann endlich auf um ins Bett zu kommen. Eigentlich waren wir, von dem vielen herum stehen , alle schon hundemüde.

Am nächsten Morgen wieder das selbe, kaum hat man die Augen zu gemacht so muss man schon wieder aufstehen. Also bin ich raus aus dem Bett und hab gleich mal die Lage geprüft. Die LiPos waren schon wieder warm und einsatzbereit. Der Blick aus dem Fenster sagte mir, dass wir auf jeden Fall fliegen können (YESS!). Also hab ich dem guten Karl das noch mal verklickert damit er aus dem Bett fällt ! Ein Verschlafen konnte er sich nicht leisten, er war bereits als 5. an der Reihe.
Also wurden noch anständig gefrühstückt und dann ging es ans packen und auschecken. Im Eiltempo fuhren wir dann zum Flugplatz. Aber kein Stress, wir waren mehr als pünktlich. Heute verlief auch alles viel strukturierter und jeder fand seinen Platz.
Angefangen wurde mit zwei deutschen Piloten. Heiko Greiner und dem aktuellen Weltmeister Wolf Fickenscher.
Die Luft war echt gut, Heiko bretterte gleich mal 47 und Wolf 48 Strecken herunter und das um 08:00 in der Früh ! Danach folgten leider ein paar Ausfälle. Als Karl an der Reihe war funktionierte etwas beim einlernen nicht und so bekam er leider nur ungültige Einflugsignale. Also Re-Flight. Franz und Hannes hatten beide leider nicht so gute Bedingungen. Zusätzlich hatte Hannes nicht ganz die richtige Motor/Luftschrauben Kombi und so war das ganze etwas schwach auf der Brust.
Als ich an der Reihe war, war ich wieder ein Mal sehr nervös. Ich frag mich immer warum ich das bin. Bin schon so oft geflogen und trotzdem ist man so . Leider schlägt sich dies auch auf die Flugleistungen.
Eigentlich flog ich nicht so schlecht, sehr enge B Wenden. Die waren so eng, dass ich ganze 2 Mal das ganze wiederholen durfte. 2 Ringerl sind einfach zu viel . Dadurch waren es 44 Strecken. Hätten mehr sein können. Die gültigen waren jedoch sehr gut. Ich hab am Höhenruder gezogen und bekam das "PIEP"! Echt klasse . Trotzdem, stolz muss ich auf diesen Streckenflug nicht sein. Mit meinem alten Setup bin ich bei super Bedingungen 44 geflogen und das bei einem relativ fehlerfreien Flug. Man sieht also, dass ein wenig mehr Leistung und einer anderen Flugmaschine gleich 2 Strecken rausholt. Viel besser ging es mir allerdings beim Thermikflug.
Zu nächst ging kaum etwas. Die ersten paar Minuten ging es nur nach unten. Keine Sonne, kaum Wind. Im Log (wirklich gut das man so ein Gerät mit hat ) kann man gut erkennen wie ich unter 1) die Thermik erfasse. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich bereits 80m an Höhe verloren. Gut, dass es nicht so weiter ging.

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Log aus meinem ersten Flug

Es war wirklich nur eine ganz leichte Thermik. Hier hieß es nun mit Fingerspitzengefühl den Flieger zu kreisen. Wenig Input geben, darauf achten sich ein wenig mit der Thermik versetzen zu lassen. Ich brauchte einige Zeit bis ich das Zentrum gefunden hatte. Unter 2) sieht man dann schön, dass ich die komfortable Höhe von ~100m gut halten konnte. Das ist immer schön wenn man keinen Motor im Zeitflug braucht.
Bei der Landung war ich leider ein wenig zu schnell dran und rutschte aus dem 10er Kreis... Ich habe wirklich einen langen Landehaken und bin normalerweise gewohnt, dass wenn der Flieger den Boden berührt, dass er dort auch wirklich stehen bleibt. Dem war hier aber nicht so...
Nun gut, beim nächsten Mal wollte ich es besser machen. Nun schaute ich aber wieder den anderen zu und ich war zufällig in der Nähe der A Base als Gerben flog. Ich traute meinen Augen nicht. Die Zeit war noch nicht abgelaufen und er hatte bereits 47 Strecken. Am Schluss waren es ganze 49 (!!). Nur Cavaggioni Pirmario flog ebenfalls 49. Mit einer Punktlandung bei 10:00 holte sich Gerben seinen 1000er! Yeahhhhh, das haben nicht viele kommen sehen und so bekam er zu recht Applaus von den anderen Piloten.

Nun folgte der 2. Durchgang. Hannes haderte mit sich, da er eigentlich von einem schlechten, sprich nicht fliegbaren, Wetter profitiert hätte. Zu diesem Zeitpunkt war er 2. in der Contest Eurotour Gesamtwertung, aber einige waren ihm dicht auf den Fersen. Dies ging ein wenig an seine Substanz, da sein 1. DG kein Sahnestückchen war. Er borgte sich von Karl den "Bananaprop" aus in der Hoffnung damit mehr Dampf zu haben.
Karl hatte etwas Pech mit den Bedingungen. Die Luft fühlte sich richtig zäh an. Aus diesem Grund versuchte er seine 4er in größerer Höhe zu fliegen. Jedoch brachte dies nicht all zu viel. Die Energie ging ihm dann leider im Zeitflug ab und er musste früher landen. Das ist immer bitter. Franz flog solide 47 Strecken, bretterte aber über die Sicherheitslinie beim Ausflug aus der Strecke. Kleiner Fehler aus Unachtsamkeit. Auch schade...
Dafür lies Hannes es krachen. 49 Strecken und ein sehr guter Zeitflug. Leider flog Christian 50 Strecken, dadurch wurde die gute Leistung von Hannes ein wenig geschmälert.
Ich flog dieses mal nicht ganz so einen Käse zusammen. Aber die Bedingungen waren nicht die Besten und ein Ringerl war auch dabei. 43 Strecken... Naja, eigentlich wollte ich doch in den Bereich von 45 Strecken .
Der Zeitflug war schwierig. Es war keine Thermik vorhanden und der Motor musste mehrere Male eingeschalten werden. Zum Glück hab ich ein Setup mit gut 26-27 Sekunden Laufzeit. Kurz vor der Landung musste ich noch ein mal kurz einschalten. Beim Anflug vergaß ich dann in die Landeflugphase umzuschalten. Dadurch hatte ich kein Butterfly um den Flieger zu bremsen. Ich bretterte mit einem Affenzahn über die Landebahn und rutschte sogar noch aus dem letzten Kreis . 0 Punkte... So wollte ich 2013 aber nicht abschließen ?!
Aber kommen wir nun zu denjenigen welche wirklich wichtig sind:

Unterm Strich sah es so aus:
  1. Gerben van Berkhum
  2. Christian Ulbrich
  3. Wolf Fickenscher

Bravo Gerben und bravo Christian. Ihr beide entwickelt euch zu harten Konkurrenten für die WM14 !

Im Anschluss wurde auch noch ein 2. F5F Durchgang geflogen. Respekt, bei so vielen Teilnehmern zwei Durchgänge in beiden Klassen zu schaffen. Inzwischen konnten wir anfangen gut sortiert unser Schiff zu beladen. Nachdem alles gut verstaut war genoßen wir noch die letzetn F5F Flüge. Es ist immer wieder lustig wie man nach einem Bewerb entspannt da sitzen kann und den anderen beim Fliegen zu schauen kann. Hier gab es auch noch die eine oder andere interessante Szene . Von einem Start wo der Flieger nicht eingeschalten war bis hin zu einer F5F Maschine die kurzfristig in eine F5D Maschine umgewandelt wurde . Der Tag war lang und anstrengend, kein Wunder das Fehler passierten.

Die Siegerehrung lies dann ein wenig auf sich warten, aber das wundert mich gar nicht, da es einige Dinge gab welche abgehandelt werden wollten. Bis es so weit war flog Rudolf Freudenthaler mit einer Surprise welche Rauchpatronen an den Flügelspitzen hatte und zauberte so ein paar nette Figuren in den Himmel. Wir aßen dann auch noch schnell etwas. Beim Essen sprachen wir noch ein wenig mit Werner (dabbelju) was denn bei seinem letzten Start schief ging, war wohl ein Strömungsabriss meinte er. Außerdem unterhielten wir uns über seinen Antrieb. Er ist wahrscheinlich der einzige welcher mit einem Außenläufer unterwegs ist. Hört sich wirklich interessant an, vor allem da der Antrieb sehr leicht ist.

Zur Siegerehrung wurde dann einiges aufgebaut bis es so aussah:
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So ein Pokal würde mir auf gut gefallen. Wer weiß...

Es wurde dann jeder beim Namen genannt und ziemlich jeder bekam dann das ein oder andere Goodie .

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So sehen die glücklichen F5B Gewinner aus

Die genauen Ergebnissen kann man hier einsehen.

Aber es war nicht nur die Siegerehrung für den heutigen Wettbewerb durchzuführen, auch die Gewinner der deutschen Meisterschaft und der Contest Tour wurden geehrt. Kleines Detail: die ersten 7 der Eurotour bekamen entweder Geld oder Sachpreise (!). Also wer von F5B leben will der kann schon mal anfangen fleißig zu trainieren !

Ab hier gibt es nur mehr wenig zu sagen. Wir machten uns dann ziemlich schnell auf die Socken, da es schon recht spät war und wir noch einiges an Fahrt vor uns hatten. Gut, dass wir wieder "Duracell Franz" als Fahrer hatten. Er brachte uns in einer Spitzenzeit nach Hause zu Karls Mutter. Von dort aus ging es dann noch nach Graz. Um ca. 00:30 und ~700km später war ich wieder zuhause angekommen.
Das Fazit? Schwer zu sagen. Ich bin eigentlich ganz zufrieden mit meiner Leistung. Dafür, dass ich heuer eigentlich mehr gebastelt als geflogen bin. Nächstes Jahr werden ich versuchen den Fokus noch mehr auf das Fliegen zu legen.

Getreu nach dem Motto:
Nur Training ist mit Training zu ersetzen und Trainieren statt probieren!

Aber ich freu mich definitiv auf das nächste Jahr. Denn da wird es so richtig interessant! Ich habe mir vorgenommen, dass ich eine umfangreichere Berichterstattung von den Vorbereitungen und der WM durchführen werde.
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Modellflug , Events

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