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Niklas Fischer

Überland fliegen? Vorbereitung ist die halbe Miete ;)

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Schon am letzten Wochenende konnte man erahnen, dass entweder der Dienstag(15.4.14) oder der Mittwoch(16.04.14) richtig knallt. Also habe ich angefangen das Wetter genau zu beobachten und überlegt wie ich womit in die Luft komme um den Tag gut zu nutzen.
Es stellte sich schnell herraus, dass die größte Hürde wohl das in die Luft kommen sein würde. Trotz Osterferien war an quasi allen (5) Plätzen in der Nähe kein Flugbetrieb. Kurz vor dem Aufgeben kam dann bei facebook der alles entscheidende Tipp: In Wilsche (LSV Gifhorn) ist Lager!
Na also es geht doch. Das Wetter war immer besser einzuschätzen, es wird der Mittwoch!
Anrufe in Wilsche blieben ohne Kontakt, aber was solls, da ist ja Lager, die werden uns schon wegschiessen. Ob nun Winde oder F-Schlepp - das ist mal egal bei solch einem Wetter.

Da ein Flugschüler mitfliegen wollte, war die Waffe der Wahl dann die Vereins DG505. Am Dienstag dann mit zu wenig Leuten "mal kurz" den Flieger abgerüstet und in den Anhänger gesteckt. Alles was man so braucht ins Auto geworfen, bloss nichts vergessen! Langsam fing es an zu dämmern, gerade noch rechtzeitig fertig geworden - läuft.

Das große Erwachen kam dann beim Anhängen des Anhängers. Die Beleuchtung spinnt total. Im Auto alle Sicherungen überprüft, den Stecker vom Anhänger aufgeschraubt, alle Gehäuse der Anhängerbeleuchtung aufgeschraubt - da war nichts auffälliges. Es musste also doch am Auto liegen? Ein zweiter Anhänger brachte dann noch mehr Verwirrung ins Spiel: Dort ging die Beleuchtung, das Auto war also unschuldig.
Die Fehlersuche gestaltete sich jedoch schwierig - mit Taschenlampe im feuchten Gras bei 3 Grad - das macht keinen Spass. Die Mission wurde abgebrochen und auf den Morgen des Mittwochs vertagt.


Am Mittwoch Morgen ging die Fehlersuche weiter. Leider zog sich das alles hin, vermutlich auch, weil derartige Arbeiten nicht gerade mein Fachgebiet sind
Die gute Nachricht war: Der Fehler wurde gefunden (Verteilerbox im Anhänger, die vorher unentdeckt blieb), die schlechte Nachricht war: Die Zeit! Es war schon 11 Uhr durch. Die morgens geplante Strecke musste eh verworfen werden, die Aufgabe wurde mit der Zeit immer kleiner und kleiner - bis hin zu dem Punkt: Egal, Hauptsache in die Luft, freier Flug, das Wetter geniessen.
Endlich kann es losgehen:

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In Wilsche angekommen große Ernüchterung: Wo ist die Winde? Wo ist der Start? Wo sind all die Leute?
Tja, wer zu spät kommt, den bestraft das Leben. Das Lager sollte von Montag bis Donnerstag gehen, wurde aber leider kurzfristig abgesagt. Morgens gab es F-Schlepp für die lokalen Piloten, der F-Schlepper war aber leider schon weg, für den Schlepp-Mose war zwar ein Pilot da, der Flieger jedoch nicht
Nach einiger Zeit stellte sich raus, dass wir dort nicht in die Luft kommen würden. Also gab es erstmal Kaffee auf der Terasse - und man konnte herrlich den Streckenfliegern beim Kurbeln zusehen (...).

Hilft ja nichts - zurück nach Uelzen. Die 67km Fahrt boten genug Zeit um uns für 16 Uhr einen F-Schlepper in Uelzen zu organisieren. Da müsste man zumindest noch 2-3 Stunden lokal rumfliegen können. Besser als nichts.
Mit viel Freude "mal eben" die 505 wieder zusammen gesteckt und zum F-Schlepp Start gebracht. Jetzt hiess es warten.
Um das ganze abzukürzen: Der Schlepper war mit der Motorflugschulung ausgelastet - und so wurden wir erst um 18:57(!) geschleppt.
Grossartig, wenigstens in der Luft. in 600 Metern ausgeklinkt und wenigstens noch auf 1400 Meter hochgekurbelt. Dank Thermikende war dann nach 43 Minuten der Spass vorbei. Alles einschachteln und Feierabend.

Zusammenfassend kann man sagen:

- Der übelste Tag in meinem Segelfliegerleben.
- Mal kurz am Abend vorher alles vorbereiten kann gehörig schief gehen.
- Maximaler Aufwand für 43 Minuten Flugzeut macht wenig Spass.
- Man kann seine Laune nicht verbessern, wenn man Abends dann noch schaut, was die anderen so geflogen sind
- Persönlicher Kontakt zu dem Platz wo man starten will ist unumgänglich. Zumindest die Spazierfahrt mit dem Anhänger hätten wir uns schenken sollen, nachdem telefonisch keiner zu erreichen war.
- "Bei uns läufts! Zwar rückwärts und bergab - ABER es läuft"
- Nächstes mal besser machen.

Aktuell versuche ich den Frust in Motivation für den nächsten guten Tag zu wandeln - aber die Vorhersage bis Ostermontag sieht nicht gut aus...

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Modellflug , Segelflug

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