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2. Pöls Cup F5F und F5B Wettberwerb am 22.4.2017 in Zwaring, Österreich

Bewertung: 2 Stimmen mit einer durchschnittlichen Bewertung von 5,00.
Nach einer längeren und ereignisreichen Winterpause startet heute am 22.4.2017 die Saison mit einem nationalen Wettbewerb. Der 2. Pölspokal findet am Platz meines Stammvereines statt. Gleichzeitig dazu wird die österreichische Landesmeisterschaft, sowie die steirische Meisterschaft ausgetragen und all dies beim ersten Wettbewerb der Saison! Eine weitere Besonderheit an dieser Veranstaltung ist, dass dieser Wettbewerb in Kooperation mit einem weiteren Verein (Akaflieg Graz) durchgeführt wurde.

Leider konnte ich heuer nicht ganz so viele Trainingsflüge absolvieren wie im selben Zeitraum des letzten Jahres, aber ich fühlte mich nicht schlecht vorbereitet und freute mich sehr darauf wieder alle F5-Piloten zu treffen.
Da wir mit insgesamt 19 Starten (F5B + F5F) und 4 Durchgängen einen dichtgedrängten Zeitplan haben werden, hieß es für mich an diesem Tag früh aufzustehen. Nachdem ich kurz nach 07:00 Uhr auf dem Flugplatz eingetroffen war ging es auch gleich damit los die letzten Vorbereitungen zu treffen.

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Am Freitag waren schon einige angereist (c) Foto by Andreas Leber

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Donnerstag wurden bereits die ersten Vorbereitungen getroffen (c) Foto by Andreas Leber

Wettermäßig hatten wir Glück, da in dieser Woche der Winter im Großteil von Österreich zurückkehrte. Viele der Piloten aus dem Norden berichtet von Schnee in ihrer Heimat aber nicht so bei uns. Bis auf den kalten Wind hatten wir für die Jahreszeit ausgezeichnete Bedingungen.
Nachdem alle Vorbereitungen abgeschlossen waren, meldete ich mich für einen Testflug um ein Gefühl für die Strecke zu bekommen und das war gut so, denn mein Timing war alles andere als optimal. Aber ich versuchte mir die Länge gut einzuprägen um gut in den 1. DG zu starten.
Nach einer kleinen Verspätung ging es dann um 08:45 Uhr los mit dem ersten Starter in F5F.
Ich nutzte die Zeit um noch einmal mit dem einzigen internationalen Vertreter zu sprechen. Jurko Palko kommt aus der Slowakei und hat letztes Jahr meine Avionik B10 abgekauft. Nach meinem Wissenstand leistet er Pionierarbeit auf dem Gebiet F5 in seinem Land und so versuchte ich ihm möglichst viele Tipps zu geben, damit er gut in den Wettbewerb findet um eventuell mehrere unserer Nachbarn mit dem Virus F5 zu infizieren ! Er sollte aber ein wenig vom Pech verfolgt werden und so musste er von seinen 3 Flügen zweimal aufgrund einer Überschreitung der Sicherheitslinie landen und beim dritten Flug verursachte eine Störung in geringer Höhe einen Absturz bei dem das Modell Schaden nahm. Glücklicherweise wird Jurko deswegen aber nicht die Flinte ins Korn werfen und er hat mir versichert, dass er beim Eurotour Wettbewerb in Oberpullendorf wieder anwesend sein wird!

Neben den vielen bekannten Gesichtern gibt es auch einen Newcomer in F5F. Andreas Buchinger ist heuer zum 2. Mal dabei und absolvierte beim 1. Pölspokal vor einem Jahr seinen ersten Wettbewerb überhaupt. In dem kurzen Zeitraum von einem Jahr konnte er sich massiv weiterentwickeln und zeigte heute bereits sehr saubere Flüge. Nicht zuletzt ist dies durch seinen „Trainer“ Franz Riegler, welcher im selben Verein und Teil der österreichischen Nationalmannschaft ist, zu begründen welcher Andreas‘ Talent gut fördert!

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So windig war es in der Früh bereits (c) Foto by Andreas Leber

1. Durchgang
In F5B ging es mit Gernot Tengg los. Als Vereinskollege und Trainingspartner übernahm ich wie üblich die Helferrolle. Auch er konnte in unseren heurigen Trainingsflügen bereits zeigen, dass er gute Fortschritte macht. Dabei waren Flüge im Bereich von 48 Strecken keine Seltenheit! Aber Training ist eben Training und nicht Wettbewerb und so hatte er im ersten Durchgang nicht nur mit dem etwas stumpfen Wetter sondern auch ein wenig mit den Nerven zu kämpfen. Nach 42 Strecken ging es in den Zeitflug.

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Gernot und ich beim Start (c) Foto by Andreas Leber

Da es bei den nationalen Wettbewerben immer sehr stressig zu geht, konnte ich Gernot nicht mal zu Ende helfen, da ich mit Startnummer 4 bald an der Reihe war. Aus diesem Grund sind diese Bewerbe auch immer die anstrengendsten, sodass man am Ende des Tages müde ins Bett sinkt.
Mir half wie üblich Karl Waser. Die Bedingungen waren neutral und obwohl ich in meinem Trainingsflug bereits die Möglichkeit hatte mich auf die Strecke einzustellen, passierte es trotzdem, dass ich im 5 Steiger zu früh wendete (Ringerl). Ich konnte aber relativ schnell reagieren und verlor damit nicht allzu viel Zeit (ca. 3 Sekunden). Da ich am Ende des Fluges die 48. Strecke gerade noch bekam, war klar, dass ich dadurch keine Strecke verloren hatte. Jedoch zählte der Steigflug zum Thermikflug bereits zu meiner Segelzeit und so hatte ich schon über 2s Motorlaufzeit auf der offiziellen Uhr. Normalerweise wäre das nicht so schlimm, jedoch gibt es seit heuer eine neue Regel, die besagt, dass pro 1 Sekunde Motorlaufzeit 3 Punkte abgezogen werden. Diese Maßnahme sollte die Bedeutung des Thermikfluges aufwerten. Ich bekam es jedenfalls gleich zu spüren. Der restliche Flug war in Ordnung und ich konnte meine Speedfire 2 zielgenau im 10m Kreis landen.

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Karl und ich (c) Foto by Andreas Leber

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Ich bei der Landung (c) Foto by Andreas Leber

Während ich gelandet war, war Karl in der Luft. Er war einen Tick schneller als ich und es sah so aus als ob er die 49. knacken würden. Aber auch im blieb das ungeliebte B-Ringerl nicht erspart und so zog er mit meinen 48 gleich. Jedoch hatte er noch genügend Zeit zum Steigen, sodass er mit 0s Motorlaufzeit den Flug beenden konnte. Hier passierte auch schon das nächste Malheur, da er aufgrund der stark wechselnden Windverhältnisse die Landeeinteilung falsch einschätzte blieb er im 20m Kreis liegen.
Zu meiner Freude war auch Johannes Starzinger angetreten und dass obwohl er bis zum gestrigen Tag noch keinen einzigen Flug gemacht hat. Aber man wird nicht umsonst Weltmeister, denn auch ohne Training flog er locker die 48 und landete mit 2 Miesen im innersten Kreis. Beeindruckend.

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Die Sicherheitslinie wurde brav überwacht (c) Foto by Andreas Leber

2. Durchgang
Wir lagen gut in der Zeit und somit ging es nach kurzer Zeit mit dem nächsten Durchgang weiter. Während des F5F Durchganges versuchte ich immer ein wenig zu entspannen und mich auf den nächsten Flug vorzubereiten. Da ich im ersten Flug absichtlich mit einem Akku geflogen bin, welcher nicht mehr die volle Leistung lieferte, überlegte ich ob ich im nächsten Flug nicht mit ein wenig mehr Leistung und einem neueren Akku fliegen sollte. Ich entschied mich aber dagegen, da die thermischen Verhältnisse sehr wechselhaft waren und ich es nicht riskieren wollte das Energielimit zu überschreiten. So blieb ich für alle vier Durchgänge bei diesem Akku.
Speziell im 2. DG war es eine gute Entscheidung, da ich viel Energie investieren musste um die 48 Strecken zu bekommen. Daher blieben mir für den Zeitflug nur mehr ca. 80Wmin. Diese nutzte ich auch bis zum letzten mit 1754Wmin aus. Alles in allem war es kein guter Durchgang, da nach den Fehlern im Streckenflug auch noch 8 Punkte abgezogen bekam (6 Punkte für Motorzeit, 1 Punkt Energie und 1 Sekunde zu spät bei der Landung).
Rückblickend war es aber nicht so schlimm, da Karl gutes Wetter erwischte und mit 50 Strecken aufhorchen ließ.
Hannes hatte auch ein wenig zu kämpfen und musste sich mit 46 Strecken zufrieden geben. Somit waren, dass ohne hin die Streicher in diesem Wettbewerb und damit halb so schlimm.

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Jeder hilft wie üblich jedem (c) Foto by Andreas Leber

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Mehr als genügend Starter (c) Foto by Andreas Leber

3. Durchgang
Nach der Mittagspause folgte der nächste Durchgang. Der Wind dreht nun immer wieder und kam nicht mehr konstant von einer Richtung. Einerseits bedeutete dies mehr Risiko beim Start des Modells, andererseits konnte ich mich im Streckenflug durch den drehenden Wind nicht mehr an mein inneres Timing richten, sodass ich nicht so eng an der B-Wende fliegen konnte. Außerdem hatte ich aufgrund der mäßigen Sonnenstrahlung eine zu helle Sonnenbrille auf, denn just in dem Moment wo ich in der Strecke war kam die Sonne hinter den Wolkenfetzen hervor und blendete mich Sonne sehr stark. Zusätzlich kam es im 7. Steiger zu einem Motor-Einflug bei dem ich schwören könnte, dass ich nicht zu knapp ausgeschalten hatte. Aber so ist das nun mal im Bewerb. Zu viel Risiko ist auch nicht gut. Außerdem führte es dann auch noch dazu, dass ich wiederum ein B-Ringerl machen durfte. Damit erreichte ich 47 Strecken und war gelinde gesagt nicht gut gelaunt über diese Fehler. Im Zeitflug ging es dann praktisch nur „abwärts“ und ich sah mich schon das drohende Energielimit zu überschreiten und damit einen weiteren Streicher in der Wertung zu haben. Ganz in der Ecke des Platzes konnte ich aber noch einmal Aufwinde finden und die waren interessanterweise sehr stark sodass ich für den restlichen Flug keine Probleme mehr hatte. Der nachfolgende LOG des Zeitfluges zeigt, dass ich über 150m Höhe gewinnen konnte.
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Franz Riegler und Johannes Starzinger zogen streckenmäßig gleich mit mir, aber Karl bewies seine gute Form erneut und „kitzelte“ eine weitere Strecke heraus und sicherte sich erneut den 1000er. Damit stand er als Sieger bereits fest. Nun ging es um die Plätze zwei und drei. Hier ging es zwischen Hannes und mir sehr knapp zu, denn uns trennten ungefähr 4 Punkte. Ich durfte mir also keinen Fehler mehr erlauben, wenn ich direkt hinter Karl aufs Treppchen wollte.

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Gernot im Gespräch mit dem Slovaken Jurko (c) Foto by Andreas Leber

4. Durchgang
Gerüstet mit der dunkleren Brille gab es dieses mal keine Probleme mehr bezgl. Sonne. Der Wind hatte sich ein wenig beruhigt und ich konnte fehlerfrei bleiben. Wie schon in den Runden 1 und 2 bin ich wieder 48 mal hin und her geflogen. Damit war ich schon ein wenig beruhigt. Der restliche Flug verlief unspektakulär und ich beendete den Wettbewerb erneut im 10m Kreis. Zumindest macht ich keine Fehler bei der Landung.
Karl konnte es natürlich nicht lassen seine gute Form auszuspielen und flog erneut 49 Strecken. Hannes hatte leider ein technischen Gebrechen und musste vorzeitig landen.
Gernot stellte mit 46 Strecken eine neue persönliche Bestleistung auf und Franz zog wiederum gleich mit mir.

Mit dem letzten Flug von Hannes endete der Wettbewerb und die Ergebnisse standen fest. Während Karl mit der Auswertung beschäftigt war fing ich damit an beim Abbau der Strecke zu helfen.
Gegen 18:00 fand die Siegerehrung statt. Nach den einleitenden Worten unseres Obmannes Andreas Leber und des hiesigen Bürgermeisters wurden die Sieger in F5F und F5B gekürt. Zusätzlich wurden aus den Ergebnissen auch noch die steirischen und österreichischen Meister gekürt.

Ergebnisse F5F:
1. Martin Hoff
2. Damm Stefan
3. Andreas Buchinger

In F gab es mit dem Gewinner Hoff und dem 3. platzierten Newcomer Buchinger wohl die größten Überraschungen. Meine Gratulation an euch!
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Gewinner F5F (c) Foto by Andreas Leber

Ergebnisse F5B:
1. Karl Waser
2. Julian Schild
3. Franz Riegler

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Gewinner F5B (c) Foto by Andreas Leber

Die Detail- Ergebnisse des gesamten Wettbewerbs können hier abgerufen werden
[url]https://www.mfc-zwaring.at/app/download/6330357551/F5B_F5F_2PoelsPokal_Ergebnisse_Gesamt2017.pdf/url]


Mein Dank gilt wie immer an alle Helfer der Akflieg und des MFC-Zwarings. Es war ein reibungsloser Wettbewerb und ich freue mich auf ein wiedersehen im nächsten Jahr. Und damit bin ich schon wieder am Ende und bedanke mich für die Aufmerksamkeit.

Weitere Fotos:
https://www.mfc-zwaring.at/gallery/fotos-saison-2017/f5b-f5f-stm-u-lm-2017/

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Gruppenfoto (c) Foto by Andreas Leber

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Pokale (c) Foto by Andreas Leber

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Karl startet meinen Flieger bei einem der Trainingsflüge (c) Foto by Andreas Leber
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Kategorien
Modellflug , Events

Kommentare

  1. Avatar von Karl Waser
    Julian,
    Danke für deinen, wie immer sehr gut aufbereiteten, Bericht!
    Karl