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Thema: Viva! - Immer dabei Nuri als Rippenbausatz

  1. #76
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    Hi Jörg,

    gratuliere!
    Die viva ist auch immer noch mein Lieblingsmodell, obwohl der Keller voll mit Modellen ist.
    Das mit den Expo hast Du richtig gemacht. Ohne Expo ist die viva nicht beherrschbar.

    Schick doch mal ein paar Bilder
    Jens
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  2. #77
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    Im Januar diesen Jahres war klar, dass ein Reha-Aufenthalt anstand. Aber ohne Flieger 3 Wochen weg von zu Hause ? Geht garnicht ! Also habe ich mich auf die Suche gemacht nach einem kleinen, handlichen und unkomplizierten Modell, das in wenigen Tagen fertig gebaut und mit einfachen Komponenten bestückt werden kann. Weitere Vorgabe war geringes Packmass, eigentlich "Rucksacktauglichkeit", da ich ohne Pkw, aber mit Fahrrad unterwegs sein würde. Das alles lies schon einen Nurflügel erahnen. Der Viva! der Firma Flywood kristallisierte sich dann als mein Kandidat heraus. Aber 1 m Spannweite war einfach zu viel - folglich kam ich zum Schluß, die Flächen teilbar zu machen. Flugs bestellt und 3 Tage kam ein Monsterkarton mit ein paar wenigen Balsa und Sperrholzbrettchen und einem Briefumschlag mit Zubehörteilen auf dem Tisch. Rasch wurde die Sache etwas genauer betrachtet, und dabei stellten sich 3 Dinge schnell heraus:
    • die Materialqualität ist einwandfrei - Balsa und Sperrholz in wirklich guter Qualität. Hier wurden keine 2. Wahl Restbestände verwendet.
    • Flywood beherrscht die Handhabung des Laserschnitts perfekt!
    • vom beigelegten Zubehör braucht nichts ausgetauscht zu werden, das kann alles bedenkenlos verwendet werden. Kannte ich so eigentlich bisher nur von Höllein-Bausätzen, da hier viele Anbieter irgendwelche Alibi-Teile anbieten.



    Das erwartet den Käufer:


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    Die Sperrholzteile sind erstklassig gelasert:


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    Feine Qualität ! Zum Größenvergleich mit Stoßnadel.


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    Diese Vorfertigung ist nicht immer die Regel. Zum Vergleich ein anderer CNC-Lasersatz in meiner Werkstatt,
    der noch des Bauens harrt. Die Unterschiede sind doch sehr deutlich...


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    Nochmals ein Laserschnitt im Größenvergleich mit einer Bleistiftspitze:


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    CNC allein genügt aber nicht - die Teile müssen auch passen! Und das ist hier definitiv der Fall - saugendes ineinandergreifen bei Rippe und Holm.
    Da genügt tatsächlich der berühmte "eine Tropfen" Sekundenkleber. Die Holmrohre wurden vorher mit 320er Papier aufgeraut und mit Reinigungsbenzin
    entfettet.


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    Lediglich bei der Finne hätte ich mir gewünscht, dass die Passung genauer ausfällt. Aber ich weiß nicht, ob da vielleicht fertigungstechnische Gründe entgegenstehen.


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    Hier kam ich nicht so gut klar: der zweite Heckspant. Die Anleitung schweigt sich leider völlig darüber aus, wo der positioniert werden soll. Versucht man, den Spant einfach auf Grund seiner Abmessungen an der richtige Stelle zu positionieren, merkt man schnell, dass das nicht geht - er ist zu schmal. Irgendwas habe ich da nicht richtig gemacht.
    Aber gut - dieses Problem ist mit einem Stückchen Sperrholz und 2 Minuten Arbeit schnell behoben. Trotzdem frage ich mich immer noch, wo zum Geier dieses Teil hin kommt


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    Selbstgefertigter Spant eingeklebt.


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    Der Heckspant.


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    Der Bau des Rumpfes weist ansonsten keine großen Herausforderungen auf und ist narrensicher konstruiert durch die Verzapfungen der Hauptspanten und des Rumpfdeckels. Eigentlich beschränkt sich die Sache darauf, ein paar Dreikantleisten zu verkleben und mit den Spanten zusammenzufügen, so dass ich das hier nicht weiter vertiefen möchte. Entgegen der Anleitung, die noch aus früheren Zeiten stammen dürfte, ist der Bausatz weiterentwickelt worden und so muss auch die Kabinenhaube nicht mehr mit Säge und Messer aus dem fertigen Rumpf herausgeschnitten werden. Stattdessen liegt sie als nahtlos passendes Laserteil bei: Dreikantleisten draufgepappt, auf den Rumpf gesetzt, Deckel draufgeklebt und fertig. Bald schon muss man sich also Gedanken über die Innereien der Viva! machen.
    Bei mir ist das ein Billigheimer China-Aussenläufer von Torcster, der mit seiner n(spez.) von 1400 U/V mit einem 2s LiPo auskommt. Das Ganze gibt es mit 20 A Regler als Set für kleines Geld. Über Wirkungsgrade reden wir hier mal bitte nicht... jedenfalls taugt diese Kombi zum Fliegen hervorragend und hat mich bisher nicht im Stich gelassen. Den Antriebsakku mit 2s/1000 mAh Kapazität finde ich sehr praktisch, denn: genau diese Akkutypen finden bei meinem 3,3 m Milan-2 von Gerten Verwendung als ext. BEC-System, so dass ich nicht noch einen neuen Akkutyp kaufen muss.


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    Der Treibsatz:


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    Probesitzen im Modell:



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    Hier nochmals die Kabinenhaubenpartie.


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    Da mich die Funktionaltät des Dateibrowsers zum Bilderhochladen und sortieren doch etwas anstrengt , geht´s in einem neuen Beitrag weiter...
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  3. #78
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    Hallo Peter,

    tolle Bilder!

    Bin gespannt wie es weiter geht.

    Jens
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  4. #79
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    Zum Bau der Flächen gibt es eigentlich noch weniger zu sagen. Kaum zu glauben, aber hier habe ich einen herkömmlichen "Flächenplan" (im Gegensatz zu einer Baueichnung beim Rumpf) überhaupt nicht vermißt. Rohrholm, "Rippenkamm" (genial!) für die halben bzw. ganzen Abstände, Sekundenkleber und einen rechten Winkel - mehr braucht man nicht dazu. Wenn man eine gerade tischplatte hat, ist die Grundkonstruktion in einer halben Stunde komplett aufgebaut. Ich habe die untere Endleiste frei schwebend bei gut beschwerter Tragfläche angebracht - kein Problem.


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    Ach ja. Nun zu dem Bauabschnitt, den ich im gesamten Hobby am allermeisten hasse: des Gefummel mit Faserverbundwerkstoffen
    und 2-Komponenten Harzen. Igitt .
    Aber leider haben diese Werkstoffe einzigartige Eigenschaften, auf die ich nicht verzichten kann bzw. will. Eine gerade und stabile Endleiste zu gewährleisten gehört zu diesen besagten Eigenschaften. Es half also nichts - da ich die vorgeschlagene Verklebung mit Weissleim nicht verwenden wollte, wurden also 2 Streifen Glasgewebe geschnitten und mittels 24-Stunden Epoxi und Baumwollflocken damit die obere Endleiste verklebt. Das ganze zwischen 2 Reststücken aus Holz, die mit Klemmen sowohl einen geraden Verlauf als auch (wichtig!!!) ein entsprechendes S-Schlag Profil garantieren.


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    Nach dem Trocknen: eine gerade und stabile Endleiste. Ich bin trotzdem immer wieder froh, wenn ich das Geharze hinter mit habe.
    Im Nachhinein ist zu sagen: die Abschrägung ist zu groß, die in der Bauanleitung angegebenen 8 mm bzw. 4mm Materialabtragung sind nicht nötig, es reichen max. 6 mm und 3 mm.


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    Nun noch die Quer-/Höhenruder ausschneiden und verkasten.


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    Hier ist sehr schön der S-Schlag zu erkennen.


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    Und so baut sich aus wenigen Teilen....


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    ...recht zügig und unkompliziert eine Tragfläche.


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    Aber Haaaaaaalt !!!
    Da war doch was ? TEILBAR sollte sie doch sein, die Fläche...
    Das wurde wie folgt realisiert: hier im Viva! - thread und auf der Flywood-Homepage hat das bereits ein anderer Kollege mal gemacht - er fügte Sperrholzzungen und ein Messingrohr im Mittelteil der Fläche ein. Dieses Rohr nahm dann die CFK-Holme als Verbinder auf.
    Bei meinen Überlegungen, wie ich eine ähnliche Lösung mit geringem Gewicht, wenig Aufwand und möglichst billig, aber mit hoher Zuverlässigkeit konstruieren könnte, kam mir eines schönen Abends nach reichlich Genossenem Grauburgunder die Erleuchtung: die CFK-Holme sind mit ihrer Wandstärke und dem geringen Gewicht der Viva! konstruktiv als Steckungsrohre geeignet. Ein passender CFK-Stab als Flächenverbinder war im Fundus der Werkstatt noch vorhanden. Flugs geprüft - prima, passt nach geringem Nachschleifen satt und stabil. Nun war freilich noch zu bedenken: das ist erst die Hälfte der Miete. Es muss nämich sichergestellt werden, dass die Flächenverbinder innerhalb der CFK-Rohre nicht wandert und Viva! irgednwann die Ohren anlegt.
    "Nur Mut!" dachte ich mir und bohrte mit einem 1,5 mm Bohrer am Ende des Verbinders je ein Loch in die Holme, nachdem vorher ein passender Dübel aus Holz an der richtigen Stelle plaziert wurde. In die Bohrung wurde dann ein 1,5 mm Stahldrahtstückchen mit Sekundenkleber versenkt, so dass sich nun auf beiden Seiten innerhalb der Holme ein Anschlag befindet, der ein Weiterwandern des Verbinders verhindert.

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    So - verbunden sind die Flächen nun. Wer aber sorgt dafür, dass das auch so bleibt ? Statt einer Konstruktion aus Sperrholzzungen, die ineinandergreifen und mit einer Schraube von oben gesichert werden, kamen mit beim rumreuseln im Keller noch ein paar Permanentmagnete in die finger. Könnte man nicht...?
    Doch - in die Wurzelrippen kamen mit dem Stufenbohrer enspr. Bohrungen, in welche dann die Magneten eingelassen und verklebt wurde. Es ist schon eine Schau, wenn die 2 kleinen Flächen der Viva! nun auf den Verbinder aufgefädelt werden und bei wenigen cm Abstand voneinender mit einem deutlichen "Fump!" aneinandergleiten und unverrückbar festsitzen. Um es vorweg zu sagen: alle drei Lösungen - Flächenverbinder aus CFK, der in die Holme greift; Dübel mit Stahldrahtsicherung und Permanentmagnete zur Sicherung der Fläche haben sich als ausgereifte und 100% sichere Lösung erwiesen. Wohlgemerkt - das gilt bei Kleinmodellen wie hier; bei meinem Climaxx oder dem Gritter!, der demnächst dran ist, werde ich mich wohlweislich hüten, die CFK-Rohrholme als Steckungsrohre zu mißbrauchen oder gar zu durchbohren...
    Viva! jedenfalls macht auch die wildesten Turnereien mit, ohne strukturell zu schwächeln.


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    ...to be continued, der Dateibrowser für die Bildverw... - ach, ihr wißt schon.
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  5. #80
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    Lächeln

    Nachdem soweit erst mal alles gediehen ist, darf die Fläche mal auf dem Rumpf platznehmen. Passt sehr gut, nur minimaler Spalt zwischen Rumpf und Fläche - das spricht für die sorgfältige Konstruktion. Hier trennt sich oft die Hersteller-Spreu vom Weizen. Der geneigte Leser wird natürlich sofort feststellen ,dass ich die linke und die rechte Flächenhälfte unterschiedlich weit beplankt habe. Das ist, weil...also - ich dachte, man könnte...hmm. Ich glaube, ich hab´s vergessen


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    Endbreich Rumpfauflage.


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    Die Schnauze mit 4 Leisten beglückt...


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    ...und verputzt.


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    Fertig ist der Quadratschädel.


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    Das eckige muß jetzt rund werden. Ein Kreis hilft dabei ungemein.


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    Hübscher Popo.


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    Okay, Schöne. Das passt.


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    Lieber Rumpf, die Welt da draussen kann rau sein, und dafür mußt du geschützt werden. Die Bootsbauer - (natürlich nur die nicht-harzpanschende, Holz verarbeitende Fraktion ), sowohl im Modellbau als auch im manntragenden Bereich, wissen am besten, wie man das macht. "G4 von Voss, ABER NICHT DRINNEN VERARBEITEN !!!" lautete die einhellige Meinung der Navy. Also 2 maliger Anstrich damit, und - ja, genau das ist es ! Wirklich starke Härtung des Balsas, schöner Farbton; nun rundum mit einer geschlossenen Haut Polyurethan-Harz versehen, traue ich dem Rumpf jetzt auch einen Überquerung des Bodensees zu. Da kommt keine Feuchtigkeit mehr rein. Inzwischen habe ich die Flächen meines 3,3 m furnierbeplankten Milan-2 nur mit diesem G4 behandelt - sieht aus wie ein Möbelstück. Ich mag´s halt natura.


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    Der Rehatermin kam, und Viva! mußte ohne Flächenkleid mit. Aber das waren schöne 2 Abende, als ich in der Klinik die abschließende Bespannung der Flächen und der Endausbau vornehmen konnte.


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    Es war bitterkalt im Februar - bei minus 20 Grad auf dem betonhart gefrorenen Boden des Ackers neben der Klinik hielt die ABS-Spinnerkonstruktion nicht lange.
    Vom himmlischen schnell die bewährten Alu-Spinner ins Haus liefern lassen - und ja, so passt das schon viel besser.


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    Die Viva! ist fertig.


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    Nun im Frühling darf Viva! gerne auf dem Fahrrad mit aufs Feld hinter dem Haus.


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    So sind immer ein paar spontane, entspannende Flüge nach Feierabend vor dem Abendbrot möglich. Und das ohne die 15 km zum Platz und zurück - kommt bei mir (und bei meinem Frauchen) sehr gut an !



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    Abschliessendes:


    Der bisher verschwiegene Erstflug fand auf einem steifgefrorenen Acker während der Reha statt. Minus 18 Grad Aussentemperatur verhinderten jede Überhitzung von Motor und Regler Aus der Hand gestartet, mußte ich recht zügig mit Höhe abfangen, weil das Modell Richtung Boden steuerte. Die Anleitung weist also nicht umsonst darauf hin, dass das Modell leicht nach oben weggeworfen sein will. Bei mir kam auch noch die "sichere" Schwerpunktlage dazu. Aber das ist nun mal so eine Eigenheit von Nuris, die aber nach 3 Sekunden, wenn das Modell Fahrt gewonnen hat und die hochgestellten Ruder wirken, ihre Bedeutung verliert.
    In der Luft war ich dann doch überrascht: kein Herumschleichen, sondern trotz der tiefen Temperaturen und dem 2s-Akku ein leistungsfähiger Antrieb, der aus dem 1 m Modell ein quicklebendiges Fliegerchen macht, das immer für ein paar Kapriolen und lustiges Herumturnen zu haben ist. Überziehen war nicht möglich, kreuzbrav - aber auch durchweg zügig - war das Modell immer gut zu führen. Inzwischen habe ich 60% Expo auf Höhe - das ist mir zuviel, da werde ich noch reduzieren und auch den Schwerpunkt noch weiter zurücknehmen. Müßte mich nur mal aufraffen, aber die eigene Trägheit - die Viva! fliegt doch auch so wunderbar...
    Ich habe mit diesem Modell inzwischen eine Art des leichten, schnellen und unkomplizierten Modellbauens und -fliegens kennengelernt, die ich nicht mehr missen möchte. Kleinempfänger, Billigantrieb und günstige Servos sorgen mit der geringen Masse (und damit Bruchanfälligkeit) für ein äußerst entspannendes Hobbyerleben. Dieser Weg gefällt mir gut, und mal ehrlich: an dem kaum zu hörenden, kleinen Ding stört sich auch nicht wirklich jemand, wenn man damit mal auf der Wiese unterwegs ist. Und das ist eben wie erwähnt auch mal Sonntag morgens vor dem Frühstück möglich, ohne Werkzeugkiste und Fahrt zum Flugplatz und familiären Verhandlungen zu Hause. Also - Viva! entspannt das Hobby spürbar. Nicht so in der Luft: wenn man´s drauf anlegt, geht´s ab. Je nach Ruderausschlag und Schwerpunkt kann das Modell aber auch sehr gutmütig unterwegs sein und stellt rein zum Obenbleiben keine großen Anforderungen an den Piloten. Nur die etwas höhere Grundgeschwindigkeit, die direkte Ruderreaktion und die geringe Größe müssen bedacht werden. Kommen wir also zum Fazit. Ich möchte hier auch mal Lehrer spielen dürfen und Noten vergeben:

    Mein Fazit:

    • Bausatzausstattung, Materialqualität: Note 2. Leider keine 1 mehr, denn der größte Mangel ist meines Erachtens in der Bauanleitung zu suchen, die nicht mehr auf dem Stand der Zeit ist und hier die Sache unnötig verkompliziert bzw. schlimmer noch, Raum für eventuelle Baufehler läßt. Das muß heutzutage nicht mehr sein! Hier müssen einfach ein paar Übersichtszeichnungen und aussagegräftigere Detailbilder rein. So was würde ich gerne mal erstellen.
    • Passgenauigkeit, Materialwahl, Konstruktion: Note 1. Da gibt es nichts zu verbessern, ausser vielleicht die Sperrholz-Ruderhörner. Ich habe diese ausgetauscht und welche aus GFK verwendet, nachdem meine bei einer harten Winterlandung brachen (der ABS-Spinner hat´s aber auch nicht überlebt, so dass es vielleicht doch an den Temperaturen oder der Landung auf dem harten Boden lag).
    • Preis-Leistungsverhältnis: Note 1,5, das geht in Anbetracht des Gebotenen noch völlig in Ordnung. Der Bausatz ist nicht mit der heissen Nadel gestrickt, sondern hier liegt eine durchdachte, ordentliche Konstruktion vor, bei der im Gegensatz zu einem anderen Bausatz eines anderen Herstellers in meinem Keller auch in der Fertigung und der Materialauswahl das Bestreben nach hoher Qualität sichtbar wird. Darüber hinaus muss dazu der Punkt "Service" betrachtet werden - und der wiederum relativiert den Anschaffungspreis noch weiter in die positive Richtung (vgl. unten).
    • Flugeigenschaften: Note 1. Das Modell kann alles, was ein 1m Alltags-Nuri heutzutage zu leisten im Stande sein sollte. Es macht einfach nur Spass und ist angenehm im Handling.
    • Service: Note 1. Besser geht´s nicht. Die Lieferung durch Flywood erfolgt schnell, trotz dem Dasein als Kleinserienhersteller, der das nebenberuflich macht. Die Reaktionszeit auf Email-Anfragen ist sehr zügig, die Betreuung aussergewöhnlich gut. Aus eigener Doofheit ist meine Viva! beim fünften Flug nach dem Start mit der Schnauze in den Dreck gefallen. Ergebnis: stark beschädigte Fläche, ausgerissene Befestigung, leichte Schäden am Rumpf. Nach dem Knall beim Aufprall dachte ich schon an einen Totalschaden. Aber was nun - die Rippen einzeln aus einem Balsabrett herausschnitzen ? Das wird nix. Also eine Email an den Hersteller und gebeichtet. Ohne auf allzu große Details eingehen zu wollen, sei hier nur gesagt: mir wurde sehr schnell, sehr freundlich und zuvorkommend eine rundum befriedigende Lösung vorgeschlagen. Da bleibt einem nur noch übrig, "Danke!" zu sagen. Ein echter Knaller ist in meinen Augen die seit wenigen Tagen existierende Absturzversicherung: sofern nach dem Bau 3 Bilder zur Veröffentlichung an Flywood geschickt werden, wird dem Käufer nach einem crash ein neuer Bausatz mit 30% Rabatt angeboten! Das ist schon ein toller, kundennaher Service!


    Das war´s erst mal von meiner Seite zur Viva!. Und vielleicht gehe ich heute Abend, wenn der Wind ein wenig nachlässt, vor dem Abendbrot noch mal schnell auf die Weise, um...naja. Frei nach Horst Schlämmer: "Weiße Bescheid ?"
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  6. #81
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    Standard Schöner Bericht!

    Sehr schöner Bericht! Vielen Dank!

    Auf meiner Werkbank wartet noch ein Orca! auf den Erstflug, danach ist eine Viva! dran. Klingt ja wirklich gut.
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  7. #82
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    Hallo Peter,

    schöner Bericht, da bekommt man ja gerade wieder Lust zu bauen

    Ja, ist ein wirklich tolles Modell, fliege ich auch sehr gerne.
    Gruß
    Jörg
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  8. #83
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    Die Viva gefällt mir immer besser insbesondere durch die Modifikationsmöglichkeiten.

    @Peter: Welche Magnete sind bei deiner Lösung für die Verbindung der Tragflächenhälften zum Einsatz gekommen?
    Könnte mir vorstellen aus den Scheibenmagneten mit 15 mm Durchmesser etwas auszusuchen. http://www.supermagnete.de/magnets.php?group=discs_big

    Was ich bisher noch nicht lesen konnte, wie sieht die Scharnierlösung für die Querruder aus? Möchte gern mit Vlies-Scharnieren arbeiten. Sind dafür die Schlitze bereits im Querruder und der Tragfläche gemacht?

    Habe folgende Vlies-Scharniere vorgesehen: http://www.modellbaubichler.de/Zubeh...ER::13500.html

    Grüße

    Rüdiger
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  9. #84
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    Standard max. Akkugröße

    Hallo zusammen,
    Nachdem ich nun relativ viel im Netz gelesen hatte und der Flieger als Allrounder beschrieben wird, habe mich endlich entschlossen und mir einen VIVA bestellt. Da ich ihn hier im Flachland mit Motor betreiben muss hätte ich ein paar Fragen. Mit welchem Antrieb ist das Fluggerät gut ausgestattet? Ich dachte der im Bericht zuvor beschrieben Motor wäre schon nicht schlecht:
    Torcster Brushless Gold A2826/10-1400 50g
    Technische Daten
    Maße 28x26 mm
    Gewicht mit Kabeln ca. 50 g
    Wellendurchmesser 3,17 mm
    LiPo 2-3s
    RPM/Volt (Kv) 1400 RPM
    Propeller APC 8x4 E, 10x5 E, Cam 8x4, 10x6, CAM SLIM PROP 6,6x3
    Belastung Impuls maximal ca. 20 A

    Nur welcher Lipo? 2S oder 3S? Wer kann mir denn sagen welche Abmaße und welches Gewicht der Lipo maximal haben darf? Ich freu mich jetzt schon richtig drauf
    Gruß
    Roland
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  10. #85
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    Hallo,
    kein VIVA Flieger mehr hier? Kann mir jemand sagen ob der Lipo 3S1P Abmessungen: ca. 65 x 34 x 19mm im VIVA Platz finden kann?
    Gruß
    Roland
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  11. #86
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    Hallo,
    doch, es gibt sie noch, die VIVA Flieger. Hab seit letztem Jahr einen. Macht unheimlich Laune das Ding durch die Gegend zu scheuchen.
    Als Antrieb hab ich einen Derkum-Motor drin, weiß jetzt nicht genau welchen. Daten sind aber ähnlich deinem.
    Als Akku verwende ich einen 2S/800 und fliege damit rd. 7 min. Er geht damit ein gutes Stück senkrecht, aber nicht unendlich und ist zügig unterwegs. Mir reicht das.
    Mit deiner Akkulänge könnte es eng werden zwischen Motor und erstem Spant, meine Akku ist 55mm lang, das passt gut. Außerdem wirst Du mit nem schwereren Akku Schwerpunktprobs bekommen, der wird dann möglicherweise im Spantbereich liegen müssen. Bei mir kommt der SP gut hin ohne Bleizugabe.
    Noch eine Anmerkung zu den Servos: achte darauf was hochwertiges einzusetzen, die auch genau zurückstellen. Ich hatte bei mir was neues, gar nicht mal so günstiges, probiert, die hab ich nach wenigen Flügen wieder rausgeschmissen weil der Flieger nicht geradeaus ging.

    Grüße Peter
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  12. #87
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    Ich habe extra einen hochdrehenden AL genommen, da ich keine Möglichkeit sah, einen 3s ohne Änderung des Rumpfes (Lage der Spanten) unterzubringen.
    Also, mein Rat: 2s.

    Gruß,
    Peter
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  13. #88
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    Hallo,
    vielen Dank für eure Tips. Ist nicht ganz einfach kurze Lipps mit möglichst hoher Kapazität zu finden. Generell würde ich auch eigentlich immer eine höhere Spannungslage und geringeren Strom bevorzugen, also ein 3S Setup. Kann das aber (noch) nicht beurteilen was geht und was nicht. Sehe mich aber auch nicht in der Lage den Flieger, als Holz-Erstlingswerk, direkt zu modifizieren. Als Antrieb hatte ich jetzt diesen -> https://www.voltmaster.de/TORCSTER-1...22-17-1260-38g mal ausgesucht. Dazu müsste ich noch einen Spinner (40er Alu) und einem passenden Prop haben (keine Ahnung was).
    Was sind denn passende Servos? HS-55 werden von Jens empfohlen, ich hatte an diese -> http://www.torcster.de/Servos/Torcst...i-8g::102.html gedacht. Haben eigentlich gute Kritiken...aber wissen ob die was taugen kann man es wohl erst später.
    Gerne lese ich weitere Meinungen und Tips
    Gruß
    Roland
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  14. #89
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    hi,
    ich habe bei mir dieses Set von Derkum verbaut. Als LS ist glaube ich eine 9,5x5 Aeronaut-Klapp drauf. Mit der Leistung bin ich in Verbindung mit 2s Lipo zufrieden. Als Spinner habe ich diesen hier genommen. Nicht billig, aber Klasse gemacht.
    Hab gerade mal den Abstand zwischen Motor und Spant gemessen, sind 75mm. Ab wie gesagt wirst Du wohl Schwierigkeiten mit dem SP bekommen bei 3S und Akku da vorn.
    Prinzipiell hast Du ja Recht, besser höhere Spannung und dadurch geringeren Strom bei gleicher Leistung. Trotzdem würde ich es immer wieder so machen und bei 2S bleiben.
    Die HS-55 werden wohl i.O. sein, denke dass Jens da Erfahrungen mit hat (hab die selbst noch nicht verbaut).

    Grüße Peter
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  15. #90
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    Hi,
    wenn ich einen Kompromiss suche, würde ich mir denken das ich diesen Antrieb -> http://www.voltmaster.de/TORCSTER-18...22-17-1260-38g, http://www.voltmaster.de/TORCSTER-18...ler-eco-20a-v2 mit diesen Lipos ->http://www.voltmaster.de/TORCSTER-19...3s1p-11-1v-30c von der Leistung und Flugzeit einem 1400KV mit 2S 1000mAh in etwa gleich kommen sollte, oder?
    Gruß
    Roland
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