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Thema: Clark YS 2592?

  1. #1
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    Hallo , liebe Nurflügelgemeinde!

    Während stiller Versenkung in die Bibel für Nurflügelfreunde (siehe hierzu die Literaturecke von aerodesign.de ) ist mir die Idee gekommen, vielleicht doch mal eines dieser Thermikbretter von Schrankwandformat (3m Spannweite, 30cm Wurzeltiefe) aufzulegen. Dabei würde ich allerdings nicht unbedingt auf eines der CJ-Profile zurückgreifen wollen. Kürzlich wurden in einem anderen Thread die Eignung des Clark Y für langsame, große Thermiksegler hervorgehoben, was mich veranlasste, doch mal das alte Clark YS (S für S-Schlag) aus der Selig-Profilesammlung herauszukramen. Nachdem ich Dicke und Wölbung auf mir sinnvoll erscheinende Werte (9,2% bzw 2,5%) gesetzt hatte, erschienen mir die Polaren, die Javafoil von Martin Hepperle ausspuckte, als zumindest brauchbar. Hat jemand noch andere Profiltipps? Bitte kein Phoenix oder EMX 07 vorschlagen, es geht hier um ein leichtes, einfach zu bauendes Thermikbrett mit narrensicheren Flugeigenschaften zur Entspannung an schönen Sonnentagen.

    Friedmar

    F3F in Deutschland

    [ 23. Juni 2002, 11:06: Beitrag editiert von: Friedmar Richter ]
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  2. #2
    Vereinsmitglied Avatar von Peter K
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    Hi Friedmar,

    was hast du gegen die beiden Profile? Gehen doch gut!? Ich hab das EMX auf meinem NEUEN Brettchen (Beschreibung auf meiner HP unter Fun-Modelle).

    Wenn ein Profil etwas "läuft", ist es doch gerade bei einem einfachen, wenig gestreckten Brett von Vorteil, um Abwindfelder zügig verlassen zu können.

    Die narrensicheren Flugeigenschaften bekommst du sowieso aus der geringen Flächenbelastung, und in der Thermik wird dieses Teil eh kaum zu bremsen sein ...

    Aber für diese Größe hätte ich eine Idee: Bau den Flügel aus drei 1m langen Teilen: einem (optional einsetzbaren) Mittelteil und zwei Ansteck-Ohren. So kannst die Flügelfläche und damit die Flächenbelastung dem Wind anpassen: ein Hangbrett mit 2m und ein Thermikbrett mit 3 m - in einem Modell )

    Sowas wollte ich schon bauen, komme aber irgendwie nicht dazu ...

    [ 22. Juni 2002, 23:14: Beitrag editiert von: Peter K ]
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  3. #3
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    Hallo Friedmar,

    unter www.das-nurfluegelteam.e download findest Du
    ein Brettprofil von Hans Meyer, welches er 2001
    entworfen hat. Vieleicht entspricht es Deinen Anforderungen.

    Gruss, Raimund
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  4. #4
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    Hallo zusammen,
    @PeterK: die beiden Martin-Lichte-Profile will ich deshalb nicht nehmen, weil ihr positives Moment für ein leichtes Modell zu gering ist - ich sage nur Rodeoritt .
    @RSO: Die beiden Hans-Meyer-Profile habe ich mir auch schon angesehen, die sind mir aber zu dick und haben m.E. auch relativ wenig Wölbung. Beim Modifizieren sahen die Polaren dann bei mir nicht mehr so toll aus.

    Beim Blättern in alten FMT-Unterlagen bin ich über den Bauplan des "Bunten Huhns" gestolpert, das ein CJ 3406 verwendet. Hat von dem irgend jemand Koordinaten? In den üblichen Sammlungen ist mir das noh nicht über den Weg gelaufen. Es sieht ein wenig wie ein Nachfolger des CJ 5 aus.

    Friedmar
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  5. #5
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    Friedmar,
    ich empfehle Dir ein Profil, was ich neulich entwickelt habe. Es fliegt sich unkompliziert, wie andere Profile dieser Entwicklungsreihe schon gezeigt haben. Das HS120 selbst ist noch nicht geflogen. Das Profil sieht so aus:



    f=2,980%
    d=9,714%

    Profilvergleich
    Die Vergleichspolare mit dem Clark YS (Original) zeigt, warum ich es Dir empfehlen möchte:



    Koordinaten HS120
    Koordinaten Clark YS (geglättet)

    Die Leistungen sind gerade in dem Bereich, der Dich interessiert, der Langsamflug, bedeutend besser. Mit cm0=+0,025 ist zudem ein ausreichend großer Nullmomentenbweiwert vorhanden, was ein Unterschied zum Phönix ist, wo das cm0 zumindest für Bretter ohne Elektroantrieb etwas knapp geraten ist. Wo wir gerade beim Thema sind: Bei so viel Flügelfläche, wie Du da vorhast, würde ich mir überlegen, einen leichten und leistungsstarken Getriebeantrieb einzubauen. Vorausgesetzt natürlich, Du hast keinen geeigneten Flughang. Deine Signatur läßt eher auf ein hanglastiges Wohngebiet in Deutschland schließen?!

    Modellauslegung
    Von der Auslegung her würde ich mich ansonsten am Brett Phönix orientieren, speziell die Verwindung im Außenflügel ist sehr vorteilhaft und kann bis auf -3° gesteigert werden. Mehr kostet merklich Leistung, -2,0° Verwindung passen meist sehr gut.



    Bei Deinem Einsatzgebiet empfehle ich in jedem Fall Elevons und Seitenruder anzusteuern, damit das Ding ordentlich fliegt. Von der V-Form her ist für Thermik 6°/Seite (Doppel-V-Form) als Minimum anzusehen, um ein absolut eigenstabiles Kreisflugverhalten zu erzielen. Mit 10°/Seite kann man den Sender auch zu Hause lassen , aber das Modell entwickelt bei leichtem Wind dann schon ein gehöriges Eigenleben. Insofern nicht unbedingt die allerbeste Idee. Am Anfang klingt das zwar verlockend, aber irgendwann fängt es an zu nerven.

    Der Elektoantrieb ist gerade beim Brett sehr verlockend, weil ein solcher Antrieb die brettspezifischen Leistungsprobleme (Gleiten bei/gegen den Wind) sicher eliminiert und damit den Gebrauchswert extrem steigert! Gerade ein leichter und leistungsstarker Antrieb käme Deinem Konzept sehr entgegen. Ein Akkuschnellbomber braucht bei 3m Spannweite auch als Brett eine Streckung von 13-15, um gut zu fliegen.
    Siggi
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  6. #6
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    Mönsch Siggi, das war aber ein ECHT konstruktiver Beitrag !!!

    Deine Signatur läßt eher auf ein hanglastiges Wohngebiet in Deutschland schließen?!
    Naja, nicht ganz - mein Verein ist nur leider der einzige, der in Deutschland überhaupt F3F-Wettbewerbe anbietet. Manchmal müssen wir mangels Wind bei unserem eher flachen Hang dann doch auf eine der F3B-Aufgaben mit 1,1kW Hilfe ausweichen.

    Für solche eher ruhigen Tage ohne Wettbewerbsambitionen ist das Brett dann auch gedacht. Das mit dem E-Antrieb muss ich mir nochmal überlegen, klingt aber reizvoll.
    Meine bisherige Auslegung im Truckenbrodt(?)-Progamm hat übrigens just 2 Grad Schränkung im Außenflügel.
    Wie sieht es eigentlich mit der D-Box-Rippen-Baubarkeit aus? Die gerade Unterseite verlangt jedenfalls förmlich danach..

    Friedmar

    Nachtrag: Als ich die Koordinatendatei bei mir geöffnet habe, sah da Profil aber ganz und gar nicht aus wie auf dem Bild. Das hatte eine komplett gerade Unterseite, 7,8% Dicke und 3,9xx % Wölbung. Muss man sich das selbst noch mit Klappenausschlag Dickenänderung usw. modifizieren?

    [ 23. Juni 2002, 23:27: Beitrag editiert von: Friedmar Richter ]
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  7. #7
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    Hm,
    Habe eben nochmal alles überprüft, aber einen anderen Fehler festgestellt: ich hatte die nicht geglätteten Koordinaten versehentlich angegeben. Jetzt ist aber alles richtig und korrigiert. Bei Dir ist also irgendein anderer Fehler unterlaufen?! Speicher es nochmal und dann müßten die unten angegebenen Daten erscheinen.



    HS 120
    d = 9,71%
    dx= 32,5%
    f = 2,98%
    fx= 30,0%

    HS120.dat (Selig)
    HS120.koo (Wiechers)
    HS120.pro (Sielemann)<a href="http://www.aerodesign.de/profile/hs120.dxf" target="_blank">
    HS120.dxf</a> (CAD)

    Damit habe ich auch gleich alle Nachfragen bzgl. anderer Formate auf einen Schlag erledigt.
    Siggi

    [ 24. Juni 2002, 14:56: Beitrag editiert von: Hartmut Siegmann ]
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