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Thema: Querruder als Landeklappen - Nach unten/oben?

  1. #1

    Idee Querruder als Landeklappen - Nach unten/oben?

    Hi,

    ich hätte da mal 'ne Frage.

    Bei vielen Seglermodellen kann man ja die Querruder zu Landeklappen umfunktionieren. Nun frage ich mich: Wieso werden diese meistens, laut Anleitung zumindest, nach oben geklappt und nicht nach unten? So wie ich mir das vorstelle, müsste es doch folgendermaßen funktionieren:

    Ruder nach oben: Flieger wird gebremst und verliert an Höhe, da die Ruder ihn nach unten drücken,
    Ruder nach unten: Flieger wird gebremst und bekommt mehr Auftrieb, dadurch kann er langsamer fliegen ohne abzukippen.

    Hab ich da einen Denkfehler drin?
    Ich frage das, weil mein Vater sich gerade einen Excel 3 Competition gekauft hat und dort auch die Ruder laut Anleitung nach oben geklappt werden sollen. Nun ist dieser Vogel ja recht schnell im Landeanflug, wäre es nicht viel praktischer, ihn durch nach unten geklappte Ruder langsamer landen zu können anstatt ihn nach unten zu drücken?

    Lg
    Malte
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  2. #2
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    Hi Malte,
    genau dasselbe habe ich mich auch mal gefragt, und habe es mir folgendermaßen erklären lassen:

    Querruder außen an der Fläche werden nach oben gestellt, und Quer/Landeklappen innen (also zum Rumpf hin) werden nach unten gestellt. Das hat einfach mit der Aerodynamik zu tun. Genaueres können dir sicherlich die Experten hier sagen.

    Gruß
    Julian
    www.julianmeyer.de.tl
    3D ist die Kunst unmögliche Flugzustände zu kontrollieren.
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  3. #3
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    Allmersbach
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    Standard

    Hallo Malte, du denkst schon richtig:
    nach oben wird Widerstand erzeugt = gebremst.
    nach unten wird Auftrieb erhöht, damit kann langsamer geflogen werden.
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  4. #4
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    Ausschlag nach oben verändert sich das Profil zu einem -Schlag-Profil, der effektive Anstellwinkel sinkt, also kann die Strömung nicht so leicht abreissen - was außen am Flügel ja nie so toll ist. Früher hat man deswegen auch gerne eine Schränkung eingebaut, äusseres Tragflächenteil nach oben gebigen gebaut bzw. es hat mal einer sogar einen Teil der Endleiste dreiecksförmig abgesägt und ein paar Grad nach oben geklappt wieder drangeklebt
    Es steigt aber auch der Luftwiderstand, das SInken wird größer, man hat gleichzeitig weniger Auftrieb, und muss/kann den Flieger auf die Nase stellen.
    Landeklappen wirken wölbungserhöhend, was gleichzeitig auch den Anstellwinkel erhöht. Lässt man dann den Flieger - weil er ja mehr Auftrieb hat - aus diesem Irrglauben heraus zu langsam werden, kann die Strömung abreissen. Daher hat keiner Landeklappen aussen, denn wenn - noch dazu bei kleinerer Flächentiefe und sich daraus ergebender Nachteile aerodynamischer Art - dort aussen die Strömung abreisst, was sie meisst nicht symmetrisch tut, und man zusätzlich ja noch Querruder braucht, um zu steuern - ist der Flieger nicht mehr beherrschbar und kippt seitlich ins Trudeln.
    Landeklappen innen können den Auftrieb erhöhen, man kann damit - mit erhöhter Motorleistung oder stärkerem Sinken langsamer Fliegen. Innen wegen der vorbeschriebenen Stabilitäts(nicht-)Auswirkungen.
    Butterfly ist die Kombination von beiden, allerdings sind die inneren Klappen meist so stark gewölbt, daß sie nur mehr Widerstand erzeugen und man einfach langsamer wird. Gegenmittel: Auf den Kopf stellen, man steigt schneller ab. Ungeeignet meist zum Landen, schon gar nicht in den Hang hinein.
    Allerdings stecklanden F3Jler natürlich auch mit Butterfly, aber eben steil nach unten-senkrecht.
    Euer Uli
    Milkafreund
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  5. #5
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    413

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    Zitat Zitat von Regex
    Hi,

    ich hätte da mal 'ne Frage.

    Bei vielen Seglermodellen kann man ja die Querruder zu Landeklappen umfunktionieren. Nun frage ich mich: Wieso werden diese meistens, laut Anleitung zumindest, nach oben geklappt und nicht nach unten? So wie ich mir das vorstelle, müsste es doch folgendermaßen funktionieren:

    Lg
    Malte
    malte,

    nach oben. versuch mal die suche, das kam schon x mal, warum.

    grüße
    hannes
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  6. #6

    Standard

    In diesem Falle frage ich mich, wieso man dann beim Spinning Birdy die Querruder zum Landen nach unten stellt (nach Anleitung)...
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  7. #7
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    Zwinkern hi

    Also du kannst die Ruder auch nach unten laufen lassen da bei must du

    auch tiefe bei mischen und das bremst gut !!!

    muss jeder selbst wissen was er macht
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  8. #8
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    Hi!

    Also nach unten bei einem Segler kann ich keinem raten.
    Wie schn beschrieben ergibt nach oben zum einen deutlich bessere Bremswirkung, da, sofern richtig gemacht, die Querruder etwa 60° nach oben gehen. Steuern ist noch sehr gut möglich, ich stelle das immer auf "Split" ein, d.h. das 1 Ruder bei max Ausschlag bis zur Neutralstellung läuft.

    Damit bremst ein Modell sehr gut und was noch wichtiger ist, es bleibt voll steuerbar.

    Bei Ausschlag nach unten ist das Gegenteil der Fall.
    Das gilt besonders bei Seglern mit Querruder nur im Aussenflügel, dort sind die Nachteile am grössten.
    Zum einen erfolgt dort dann der Strömungsabriss am Aussenflügel zuerst, die Folge ist das schön anzusehende wegkippen beim zu langsamen Flug - zum anderen schiebt die Mühle damit wie Hulle um die Kurve, bedingt durch den höheren Wiederstand am kurvenäusseren Flügel.

    Alles in allem ein sehr gurkiges Rumgeeier.
    Zu dem werden auch gerne die Getriebe bei Ruder "unten" versemmelt, so daß die Klappen zum Aufsetzen eingefahren sein müssten, was bei "oben" kein Problem darstellt.

    Also du kannst die Ruder auch nach unten laufen lassen da bei must du

    auch tiefe bei mischen und das bremst gut !!!
    ...würd ich mir gerne mal ansehen, ich kann schlecht glauben was Du sagst, denn 60° nach oben bremsen - wieviel ° fahren deine Ruder nach unten?
    Speziell auch, von welchem Modell redest Du?
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  9. #9
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    Zitat Zitat von Regex
    In diesem Falle frage ich mich, wieso man dann beim Spinning Birdy die Querruder zum Landen nach unten stellt (nach Anleitung)...
    Hi
    Guck mal den Spinnin Birdy Contest mit 4 Klappen !

    Ein so leichter Flieger wird wohl nicht schlagartig über eine Fläche abschmieren, wie ein grosser Excel 3 das könnte, also kannst Du mit durchgehenden QR auch nach unten bremsen. Sind die QR aber nur aussen würde ich definitiv abraten.

    Interessant wäre zu testen wie Dein Spinnin Birdy runter kommt, wenn Du die Ruder nach oben fährst. Vermutlich ist die Bremswirkung geringer, aber dafür sollte er sich in eine Art Sackflug bringen lassen (Überziehen)?!

    Gruss
    Christian
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  10. #10
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    Standard Zum Wohle deines Fliegers....

    solltest Du alle aerodynamischen Hinweise missachten, die sagen, dass Du die Querruder nach unten stellen sollst!

    Stehen diese nach unten, dann ist die Wahrscheinlichkeit wesentlich höher, dass das Querruder beim Landen Bodenkontakt hat und das Ruder sowie ggf. noch das Servo beschädigt wird.

    Somit: Querruder immer nach oben, wenn Wölbklappen vorhanden sind, dann diese nach unten stellen.


    Gruß, Jürgen
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    LSV Brüggen-Schwalmtal
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  11. #11
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    Kuchen
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    Standard

    Hi!

    Und wer es dennoch nach unten versucht auch kein Problem.
    Davon lebt die Modellbauindustrie...
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