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Thema: Aeronaut CAM Carbon LS-Blatt abgerissen

  1. #271
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    Wie lang läuft der Thread jetzt schon? Und wie viele haben ähnliche Erfahrungen gemacht?

    Wo soviel Rauch ist, ist auch Feuer. Das ist simple, evidenzbasierte Empirie.
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  2. #272
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    Was mich bezüglich der Häufigkeit stutzig gemacht hat ist die Tatsache, dass manche, die hier berichten, schon mehrfach mit Brüchen konfrontiert waren. Das spricht gegen die "es gibt halt seltene Ausreißer" Theorie.
    Werde demnächst selbst eine der berüchtigten Propellerdimension in Betrieb nehmen. Erstmal auf dem Prüfstand, es würde mir sowas von stinken, wenn der Flieger kaputt wäre, bevor er einmal in der Luft war.
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  3. #273
    User Avatar von fliegerassel
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    Zitat Zitat von MarkusN Beitrag anzeigen
    ... Und wie viele haben ähnliche Erfahrungen gemacht?

    Das ist simple, evidenzbasierte Empirie.
    Das war ja meine Frage. Wie viele Fälle sind es denn effektiv? Und welche lassen sich zweifelsfrei (oder relativ sicher) auf das Material zurückführen?

    Mit Fachbegriffen sollten wir vorsichtig sein. Evidenzbasiert hieße nämlich, mit wissenschaftlichen Methoden ermittelt... davon können wir hier wohl wirklich nicht sprechen. Demnach dürfte kaum ein Auto sicher fahren können und selten mehr als 1000 Km ohne Panne unterwegs sein, also wenn man die Berichte in einschlägigen Foren so liest...

    Ich möchte gar nicht infrage stellen, dass es eventuell wirkliche Materialprobleme gibt. Aber wir wissen alle auch ganz genau, wie schnell so Vermutungen, Berichte und Gerüchte zu unumstößlichen und natürlich belegbaren Wahrheiten werden. Hatten wir doch nun schon mehr als genug. Da sollte doch zumindest kritisches Hinterfragen der Fälle nicht gleich zu Abwehrreaktionen führen.

    Gruß Mirko
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  4. #274
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    Zitat Zitat von fliegerassel Beitrag anzeigen
    Mit Fachbegriffen sollten wir vorsichtig sein. Evidenzbasiert hieße nämlich, mit wissenschaftlichen Methoden ermittelt... davon können wir hier wohl wirklich nicht sprechen. Demnach dürfte kaum ein Auto sicher fahren können und selten mehr als 1000 Km ohne Panne unterwegs sein, also wenn man die Berichte in einschlägigen Foren so liest...
    Zu keinem anderen Produkt gibt es eine solche Häufung von Berichten. Und dass Du selbst bisher nur gute Erfahrungen gemacht hast, sagt eben nichts anderes als dass es bei Dir bisher gut gegangen ist. Produktqualität streut. Und wenn sie dermassen streut, dass der "schlechte Schwanz" der Glockenkurve zu einer signifikanten Anzahl von Vorfällen führt, dann muss es erlaubt sein, das auszusprechen. Besonders wenn die "Vorfälle" potenziell desaströse, und in vielen Fällen teure, Folgen haben können. Kann jeder für sich entscheiden, ob er das Risiko eingehen will.
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  5. #275
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    Zitat Zitat von fliegerassel Beitrag anzeigen
    Das war ja meine Frage. Wie viele Fälle sind es denn effektiv? Und welche lassen sich zweifelsfrei (oder relativ sicher) auf das Material zurückführen?
    Ist das nicht vollkommen egal? Jeder einzelne Fall ist ein Fall zuviel. Jeder einzelne kann für sich selbst entscheiden und die Props weiterverwenden, um damit die Statistik wieder in den grünen Bereich zu verschieben. Aber es soll keiner hinterher jammern, dass er sein Modell verloren hat, weil's den Prop zerrissen hat!
    Grüße, Peter

    "Fliegen ist die Kunst sich auf den Boden zu werfen, ihn aber zu verfehlen"
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  6. #276
    User Avatar von fliegerassel
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    Peter,
    selbstverständlich ist das nicht egal! Es macht wohl einen Unterschied, ob ein Propeller wg. fehlerhhafter Produktion oder falscher Nutzung bricht.

    Gruß Mirko
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  7. #277
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    Ich habe gerade mal ausgerechnet, welche Kräfte eigentlich auf die Befestigungsschraube des Propellers wirken, und was da rauskam, erscheint mir so unglaublich hoch, dass ich es nicht ungeprüft veröffentlichen will.

    Vielleicht kann es ja mal jemand gegenrechnen mit folgenden Werten:

    n = 6000/min
    m = 15g (ein Blatt, ermittelt an einer 18x10 Luftschraube)
    Schwerpunktsabstand von der Motorachse = 79mm (Mittelstück 38mm ist hierbei berücksichtigt)

    Gruß
    Bernd

    Update etwas später:

    Ich habe die Formel mal mit anschaulicheren Werten überprüft, da kommen sinnvolle Werte raus. Ich gehe also stark davon aus, dass die Formel stimmt.

    Beeindruckend ist schon mal die Umfangsgeschwindigkeit: die Blattspitzen erreichen bei 6000 U/min 486 km/h! Die Zentrifugalkraft, die die Scharnierschrauben aushalten müssen, liegt bei 477N, das entspricht über 48kg. Nebenbei bemerkt: die Drehzahlgrenze des untersuchten Propellers liegt bei 8000 U/min. Da zerren dann unglaubliche 86kg an den Blättern bei 648 km/h. Und wir wundern uns, dass hin und wieder eins davon fliegt, und dass es dann den Motor aus der Verankerung reißt und Schäden auch an entfernten Komponenten entstehen.

    Daran sieht man aber auch gut, warum die Klapppropeller keinen mechanischen Anschlag brauchen, um zu verhindern, dass sie durch die Vortriebskraft nach vorn klappen: die Zentrifugalkraft ist 10-20x so hoch wie die Vortriebskraft.

    Ich bitte trotzdem um Überprüfung dieser Werte, widersprecht mir, falls ich Mist gerechnet habe!
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  8. #278
    User Avatar von Gerhard_Hanssmann
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    stimmt fast:

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  9. #279
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    Die Abweichung unserer Ergebnisse ist darauf zurückzuführen, dass ich als Propellermasse den genaueren Wert 15,3 g eingesetzt hatte, die 0,3g hatte ich in meinem Beitrag unterschlagen.

    Noch eine kleine Zahlenspielerei:
    würde bei n=8000/min, Flugzeug am Boden, ein Blatt davon fliegen und es würde nicht durch den Luftwiderstand gebremst, würde es bis zu 446m weit fliegen ("Schiefer Wurf" unter 45°). Also lieber nicht im Propellerkreis aufhalten...
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  10. #280
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    das war endlich einmal ein sinnvoller Beitrag zu dem ganzen Geschwafel. Danke!
    Gruß Bernd
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  11. #281
    User Avatar von steve
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    Zitat Zitat von rolldinger Beitrag anzeigen
    Noch eine kleine Zahlenspielerei:
    würde bei n=8000/min, Flugzeug am Boden, ein Blatt davon fliegen und es würde nicht durch den Luftwiderstand gebremst, würde es bis zu 446m weit fliegen ("Schiefer Wurf" unter 45°). Also lieber nicht im Propellerkreis aufhalten...
    Würde es nicht durch den Luftwiderstand gebremst, fliegt es bis es auf einen Widerstand stößt und wenn die Richtung stimmt, bis in die Unendlichkeit. Das ist keine Zahlenspielerei sondern Physik.
    edit - stimmt nicht so ganz, bzw. nur bei senkrechten Abflug nach oben (oder?) - sowas sollte man eben nicht vor dem ersten Kaffee schreiben

    Aber mal im Ernst: Die AN waren mal top und eine echte Referenz. Seitdem haben die Leistungen der Antriebe zugenommen und evtl. wird inzwischen auch ein anderes Material/Produktionsverfahren verwendet. Heute gibt es in dieser Kombination Probleme mit der Festigkeit. Ich könnte mir vorstellen, dass sie in Ländern mit einer weniger liberalen Produkthaftung nicht mehr angeboten werden. Der Betrieb ist problamtisch und Aeronaut sollte reagieren: ZB. gegenüber dem Kunden die Belastungsgrenzen anpassen, intern mal in die Qualitätsicherung gehen.

    VG
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  12. #282
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    ..ich habe (noch) ein paar AN ab 17" in Betrieb aber nur an rel. "schwachen" Antrieben (tlw. noch Bürstenmotoren)..

    Bei echten "Powerantrieben" vertraue ich nur CFK Props - nachdem mir mal ein "kleinerer Prop" beim Bruch im harten Boden steckte wie ein Wurfmesser (!!!) halte ich mich auch nie mehr im Propellerkreis auf !

    So muß man sich eben selbst behelfen !

    P.S: Ja das mit den Kräften sollte sich ja mittlerweile schon rumgesprochen haben..
    Zitat Zitat von rolldinger Beitrag anzeigen
    ...
    Beeindruckend ist schon mal die Umfangsgeschwindigkeit: die Blattspitzen erreichen bei 6000 U/min 486 km/h! Die Zentrifugalkraft, die die Scharnierschrauben aushalten müssen, liegt bei 477N, das entspricht über 48kg. Nebenbei bemerkt: die Drehzahlgrenze des untersuchten Propellers liegt bei 8000 U/min. Da zerren dann unglaubliche 86kg an den Blättern bei 648 km/h. Und wir wundern uns, dass hin und wieder eins davon fliegt, und dass es dann den Motor aus der Verankerung reißt und Schäden auch an entfernten Komponenten entstehen.
    ...
    Daher auch immer die penible Kontrolle bei starken Antrieben VOR jedem Flug !!!

    Eine Kraft von 48 kg ist ja nun im Modellflug "nicht wirklich groß" - hast mal gerechnet mit welcher Energie ein 5 kg Modell beim Absturz aus 100m Höhe (senkrecht am besten.. ) einschlägt ?

    Nur theoretisch natürlich, zum Glück ist immer noch (ein bischen) Luftwiderstand..
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  13. #283
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    Standard Shockflyer

    Mir ist mal bei einem kleinen 120 gr - Shocky eine Hälfte des 7x3,5 er Blattes abgerissen, in 1 m Höhe, Hallendeckenhöhe etwa 6 m !
    Blatt-Gewicht so um die 2 gr...die eine Hälfte.

    Nach langem Suchen haben wir das Teil endlich gefunden : oben in der Hallendecke steckend - in der 5 cm breiten Dichtmasse zwischen
    stabilen Platten.

    DAS ein fast unglaubliches - ECHTES - Erlebnis zur Veranschaulichung der gewaltigen Kräfte.

    Und der Mot hat mal gerade 1400 kv mit einem 2 S - Akku !
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  14. #284
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    Leute es ist sehr informativ,
    wie sich die Energie an einem abgerissenen LS-Blatt äußert.

    Aber leider ist dies nicht das Thema,
    hierzu sollte man was neues öffnen.


    - DANKE ! -





    Gruß
    Andreas
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  15. #285
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    Standard Formel

    Ich finde dies sehr informativ und passt durchaus hier rein.
    Aber warum wird für r nicht 38mm angesetzt?
    Gruß Jochen
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