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Thema: Ich finde die Preise für Quarze nen schlechten Witz!

  1. #1
    Vereinsmitglied Avatar von Jan
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    Beitrag

    Ich finde die Preise für Sender- und Empfänger-Quarze einen ganz schlechten Witz!

    Doppelsuper-Empfängerquarz 35 MHz bei Höllein für 23,50 Euro. Listenpreis wohl fast 30 Euro.

    Im Vergleich dazu: Quarze von ACT:

    FM-Quarze € 8,25
    DS Quarze € 10,00

    Quelle: http://www.acteurope.de/html/hauptteil_quarze.html

    Finde ich immer noch teuer, aber erheblich weniger "witzig", als die Graupner-Preise.

    Dass z.B. die Graupnerpreise für Quarze kaum nachvollziehbar sind, braucht man nicht weiter zu diskutieren, denke ich. Quarze sind doch Pfennigartikel! Wie rechtfertigen sich diese Preise?

    Es drängt sich die Frage auf: Kann man auf dem freien Markt Quarze erwerben, die mit den Apothekenpreis-Quarzen verglichen qualitativ identisch sind?

    ACT schreibt zum Thema Verwendbarkeit der Quarze verschiedener Hersteller:

    ACT Hypersystemquarze können für ACT-Empfänger und für Empfänger anderer Marken verwendet werden.

    Die Hypersystem FM-Quarze können für MPX, JR und Futaba-FM-Empfänger, zusätzlich für Micro-6 und Micro-9 ACT Empfänger verwendet werden. Natürlich können umgekehrt für diese ACT-Empfänger auch die Quarze von MPX, JR und Futaba verwendet werden.

    Für den Micro-DSQ-8- und DSQ-12-Empfänger können ACT Hypersystem-DS-Quarze verwendet werden oder die DS-Quarze von Futaba oder JR. Umgekehrt gilt das genauso: Hypersystem DS-Quarze können in den oben erwähnten anderen Empfängerfabrikaten entsprechend verwendet werden.

    Auch wenn andere etwas anderes sagen, dies geht deshalb, weil praktisch alle Hersteller die gleichen HF-Bausteine verwenden (müssen), es ist alles standardisiert. Also keine Angst, ein Reichweitentest genügt zum Test der Funktionstüchtigeit. Es wird grundsätzlich empfohlen, vor jedem ersten Einsatz von Empfängern mit anderen Quarzen eine Reichweitentest durchzuführen. Sollten Quarze nicht richtig arbeiten, läßt sich das auf diese Weise leicht feststellen.
    Wie kriege ich als Nichtelektroniker heraus, ob die Qualität wirklich qualitativ identisch ist? Macht es bereits Sinn, sich z.B. einen ACT-Quarz (oder die Quarze eines anderen Herstellers) in einen Grp-Empfänger zu stecken und die Bodenreichweite im Vergleich zum Grp-Quarz bei ansonsten gleichen Bedingungen zu testen?

    [ 03. September 2003, 19:08: Beitrag editiert von: Schultze-Melling ]
    "Fliegen ist zu schön, als dass man es den Militärs überlassen darf."
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  2. #2
    Vereinsmitglied Avatar von Jan
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    Beitrag

    ...habe noch was gefunden:

    Preis € 45.- (mit Quarz € 50.-)
    Quelle: ACT!!!
    Nämlich hier: http://www.acteurope.de/html/hauptteil_micro-9.html
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  3. #3
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    Beitrag

    Hallo Jan,
    gibts im BGB nicht irgendwo nen Paragraphen der sich mit Wucher oder so beschäftigt. Greift da nix
    um solche Auswüchse mal zu beenden.
    Anscheinend reguliert der Markt von sich aus nicht alles.

    Ansonsten bin ich auf die Antworten genau so gespannt zu dem Thema wie du.

    Gruß
    Eberhard
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  4. #4
    Vereinsmitglied Avatar von Michael Brakhage
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    Beitrag

    hallo

    soll ich euch mal verraten, warum ich nur noch scan-empfänger kaufe ?!

    ich habe neulich einen frequenzwechsel durchführen müssen. das war mächtig teuer.....

    alle neuen sachen sind z.b. der scan7 von simprop. oder der microscan 4 ebenfalls von simprop. recht günstig und noch nie ärger gehabt.

    mir sind bisher schon in 2 empfängern die quarze gestorben. hatte erst neulich einen kapitalen einschlag eines grossen motormodelles. ursache quarzausfall.
    Michael Brakhage
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  5. #5
    Reservist Avatar von Jürgen Schrader
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    Beitrag

    kapitalen einschlag eines grossen motormodelles. ursache quarzausfall
    Errrrmmmm ... und wie hast du das Diagnostiziert?
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  6. #6
    Vereinsmitglied Avatar von Jan
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    Beitrag

    Original erstellt von Michael Brakhage:

    soll ich euch mal verraten, warum ich nur noch scan-empfänger kaufe ?!
    Die Scan-Empfänger sollen sogar präziser sein, da sie sich sehr genau auf die Frequenz des Senders einstellen.

    Ich weiß, ich gerate langsam in Verdacht, mit ACT etwas am Hute zu haben. Habe ich aber nicht. Aber lest mal selbst:

    Welche Vorteile hat die Synthesizer-Technik ?
    Diese Technik hat sich in der professionellen Funkanwendung längst bewährt. Dabei werden die Aufgaben der bisherigen Wechselquarze durch den internen Microprozessor übernommen. Im Abspeicher Modus wird diesem mitgeteilt, mit welchem (Quarz)Kanal der Empfänger betrieben werden soll. Der einmal abgespeicherte Quarzkanal bleibt dann solange erhalten, bis ein neuer Abspeichervorgang gestartet wird. Dabei wird gleichzeitig der Antennen-Eingang des Empfängers immer optimal auf den jeweiligen Kanal abgestimmt.
    ...
    Warum ist ein Scan-Empfänger besser ?
    Um das ganze Frequenzband empfangen zu können, müssen normale Empfänger relativ breit abgstimmt werden. Dadurch ist die Abstimmung bei keinem Kanal wirklich optimal. Unsere Scan-Empfänger stimmen sich aber auf den jeweiligen Kanal ab. Damit wird jeder Kanal, ab am oberen oder unteren Ende des Frequenzbandes, mit gleicher, optimaler Empfindlichkeit empfangen. Das Ergebnis ist bessere Reichweite, aber vor allem größere Störunempfindlichkeit
    So langsam kommt mir ein Verdacht, warum manch ein großer Hersteller bisher nicht auf Synthie-Technik umgestiegen ist. Die Gewinnmargen der Quarze würden dann fehlen. Pro Empfänger zwei oder drei Quarze NICHT verkauft. Das merkt ein Unternehmen...
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  7. #7

    Lächeln

    Ja, wahrscheinlich hamse mal rübergeschaut zu den Tintenstrahler-Fabrikanten. (Andere Beispiele täten mir aber auch noch einfallen ..) :

    Das Produkt selbst hat 'nen halbwegs humanen Preis.

    Aber das Zubehör
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  8. #8
    Vereinsmitglied Avatar von Ingo Seibert
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    Aufpassen!

    Hallo zusammen,

    alos die Graupner-Empfänger arbeiten problemlos mit den ACT-Quarzen, auch die DS-Empfängr wie DS20 MC, DS24, SMC19 DS etc.
    Hatte mit dem ersten Probanden einen Absturz, der sich aber als Haarriss in der E-Platine entpuppt hat. Grund für den Feldversuch an 9 Empfängern waren auch die Preise und ein kompletter Kanalwechsel... Fazit: Viel Geld gespart, und dem marktführer ne lange Nase gezeigt . Außerdem ist man bei "billigen" Quarzen eher dazu bereit, diese nach einem kapitalen Absturz vorsichtshalber mit zu entsorgen und sich einen neuen für ne handvoll Euronen zu leisten.
    Gruß, Ingo

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  9. #9
    Moderator
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    Avatar von Ulrich Horn
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    Moin,

    bevor jetzt ein Feldzug wegen 'Wucher' startet, eine kleine Klarstellung:

    Quartze sind ganz und gar keine Pfennigartikel, schon gar nicht unsere. Ausnahme sind lediglich Uhrenquartze.
    Die meisten Quartze, die mit unseren vergleichbar sind, dürften in den 70er Jahren verkauft worden sein, bevor im CB-Funk (27 MHz) die Synthesizer-Technik kam.
    Zu dieser Zeit kosteten Quartze im Elektronik-Großhandel um die 10 DM, es gab mehrere Hersteller und Qualitäten (10^-7, 10^-8), wobei die genaueren etwa doppelt so teuer waren.
    Rechnet man die üblichen Handelsspannen und -Kosten ab, kann man grob davon ausgehen, dass die Dinger schon damals um die 2-3 DM Herstellungskosten beansprucht haben, und das bei hohen Stückzahlen.

    Seitdem sind die Stückzahlen um mehrere Größenordnungen zurück gegangen. Außer im RC-Bereich werden in der gesamten Funktechnik heute Synthesizer verwendet.
    Die geringen Stückzahlen dürften kaum preissenkend wirken. Folglich halte ich die Preise von ACT fast für Schnäppchen, während andere eben die 'üblichen' Aufschläge berechnen. 25€ für einen Quartz sind natürlich happig, man sieht ja, dass es auch billiger geht.

    Alle von uns verwendeten Quartze dürften untereinander kompatibel sein, sofern sie die richtige Frequenz haben. Die ist normalerweise aufgedruckt.. eventuell kommt so ja der höhere Preis zustande: auf einigen meiner Quartze wurde dieser Aufdruck säuberlich entfernt, dafür mit einem Handstempel die Kanalnummer aufgepappt. Bestimmt nur im Interesse der Sicherheit

    Grüße, Ulrich Horn
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  10. #10
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    Liebe Flieger-Kollegen
    Hallo Michael Brakhage

    Du hast da mal geschrieben:
    -------------------------
    mir sind bisher schon in 2 empfängern die quarze gestorben. hatte erst neulich einen kapitalen einschlag eines grossen motormodelles. ursache quarzausfall.
    -------------------------

    Man sollte sich aber bewusst sein, dass ein "Synti"-Empfänger auch einen Quarz drin hat, welcher er für die Erzeugung einer Frequenz benötigt. Der einzige Unterschied ist, dieser ist eingelötet und meistens auch bestens befestigt.

    Viele Grüsse
    Willi
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  11. #11
    Vereinsmitglied Avatar von Jan
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    Beitrag

    ...und wahrscheinlich (hoffentlich) vom Hersteller besonders selektiert.

    Und:

    Es ist nur einer! Das heißt: Deutlich verminderte Ausfallwahrscheinlichkeit.

    Und:

    Durch das Einlöten deutlich bessere elektrische Kontakte.

    Oder??

    Hey, widersprecht mir!
    Sonst kaufe ich nur noch Synthie-Empfänger!!!
    Und danach nie wieder einen Quarz!

    (Synthie-Sender habe ich schon...)
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  12. #12

    Beitrag

    Wo wäre heutzutage das problem sowohl sender als auch empfänger mit Synthesizer auszurüsten ?
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  13. #13
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    Daumen hoch

    Kein Problem! Betreibe beides seit April diesen Jahres in mehreren Modellen ohne Probleme
    Sanfte Grüße, Bürger :)
    Tom
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  14. #14
    Vereinsmitglied Avatar von Michael Brakhage
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    hallo

    ich will mich nochmal zu meinem "quarzausfall" melden.
    den ersten ausfall hatte ich vor 2 jahren mit einem recht kleinen elektromodell. ich bin so in 30meter höhe und auf einmal keine reaktion mehr. alles übliche half nichts. das modell hatte zum glück die querruder leicht auf rechts, sodas beim runtergleiten und landung in einem kornfeld nichts kaputt ging. dann habe ich mir die sache angesehen und den quarz in ein entsprechendes testgerät gesteckt. dieser ging mal und mal nicht. den empfänger habe ich heute noch in meiner "schweden/herzog-su" im einsatz mit einem teuren futaba-quarz. keinerlei probleme.

    das andere mal war es ein webra ds8 empfänger. ich kam zum platz und habe aufgebaut. dann sender ein, empfänger ein und nach kurzer zeit dann keine reaktion mehr und alle ruder liefen in alle möglichen richtungen...
    ich hatte noch ein ersatzquarz dabei. der ging dann wieder einwandfrei. keinerlei probleme beim reichweitentest. dann start und nach ca. 30 minuten fliegen ( mit auftanken zwischendurch ) beim schnellen platzüberflug gingen alle querruder auf links und das modell schlug mit vollgas aus ca. 50m in einem parabelflug in den harten platz.
    der empfänger ist dickverpackt mitsamt dem schaumstoff aus dem modell geschleudert worden. es ist mir nur die antenne abgerissen. zuhause habe ich dann spasseshalber einen neuen quarz eingesetzt. und die sau lief wieder...........

    soviel dazu.

    ich habe mittleiweile 3 simprop scan empfänger und bleibe dabei. die act mögen sicherlich auch sehr gut sein. ich komme aber an die simprop sachen etwas günstiger rann.

    [ 06. September 2003, 20:43: Beitrag editiert von: Michael Brakhage ]
    Michael Brakhage
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  15. #15
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    Ich hab noch eine Frage: Bei einem Billig-Empfänger sind bei mir anscheinend die Kontakte zu den Quarzfüßchen (es ist ein Microquarz) nicht besonders gut. Darf man den Quarz festlöten, ohne dass er Schaden nimmt?
    Oder verträgt er hohe Temperaturen nicht?

    Vielen Dank

    Dominik
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