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Thema: Massiv Unkraut auf der Rasenpiste. Wie bekämpfen?

  1. #1
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    Standard Massiv Unkraut auf der Rasenpiste. Wie bekämpfen?

    Guten Morgen Liebes RCN,

    ich habe leider noch kein Unterforum Botanik und Garten hier gefunden, deshalb poste ich erst mal in Allgemein. Falls es stört bitte ins Cafe verschieben.

    Wir haben auf unserer Vereinsrasenpiste hier in Brandenburg leider ein großes Problem. Es handelt sich um das auf dem Bild zu sehende Unkraut. Zu der Pflanze gehört noch ein sehr fester Stengel, welcher sich vom Balkenmäher einfach runter gedrückt wird und sich so nicht abmähen lässt. Die Blüte ist glaube ich klein und gelb. Die Stengel schlagen schon recht heftig auf die Flächen und Leitwerke.

    Diese Pflanze breitet sich massiv aus und müsste natürlich rausgestochen werden, das ist aber auf der Größe unserer Fläche nicht leistbar. Auf einer mir bekannten kleineren Piste bilden die dicken Blätter richtige Löcher und verdrängen den Rasen.

    Habt ihr ähnliche Probleme? Wie kann man hier chemisch oder biologisch eingreifen, ohne den Rasen gleich mit zu zerstören. Handdrucksprüher und Roundup scheiden wohl genauso aus wie ein biologisches Schaf. Ich denke das kluge Tier würde eher die anderen Pflanzen fressen, ich könnte das nachvollziehen.

    Also danke für jeden Tipp.

    Grüße Tilo
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  2. #2
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    Standard

    Tilo Ihr werdet nicht drum herum kommen die Pflanzen einzeln auszustechen. Mühsam aber sehr wirksam.

    Gruß Sven, der heute schon durch den Garten gestochen ist und Unkraut gezupft hat.
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  3. #3
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    Standard

    Hallo Tilo

    Sven trifft da den Nagel voll auf den Kopf, du wirst hier wohl ums ausstechen nicht drum herum kommen. Der Löwenzahn hat sehr resistente Wurzeln:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Gew%C3%...L%C3%B6wenzahn

    Meerschweinchen lieben Löwenzahnblätter und Schildkröten auch. Dieser biologische "Abbau" wird bei Eurer Piste aber sicher nicht funktionieren, zumal das "Übel" ja die Wurzel ist.

    Gruß
    René

    P.S.
    ggf. könnte es auch Gewöhnliches Ferkelkraut sein (bin da nicht so der Grünspezialist):
    http://de.wikipedia.org/wiki/Gew%C3%...es_Ferkelkraut
    Das Problem der Bekämpfung wird hier aber dasselbe sein
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  4. #4
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    Idee

    welcher sich vom Balkenmäher einfach runter gedrückt wird

    Das sieht nach ganz gewöhnlichem Löwenzahn aus.
    Wenn der ein Problem sein sollte, ist es eher der Rasenmäher! Schleifen und ev. öfters mähen!
    Den gibt es überall.
    Gruss Jürgen
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  5. #5
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    Nee, das is kein Löwenzahn. Vermutung Sonchus Arvense, die gemeine Gänsedistel. die gibt es auf allen Graspisten und macht, wenn sie häufiger vorkommt, häßliche tiefe Löcher ins Gras. Ist aber leicht zu bekämpfen:

    Rasen Unkrautfrei Banvel M von Scott darf für unsere Zwecke angewendet werden. Schadet dem Gras NICHT!

    Mach schnell, das ist ein Wuchsstoff, der nur während der Hauptwachstumszeit gut wirkt. Wenn eine Anwendung nicht ausreicht, darf im Abstand von 4 Wochen noch mal gespritzt werden.

    Eine 90ml Flasche kostet 12,99 Eumels und reicht ca. 100 qm, wenn Du nur die Pflanzen ansprühst. Verdünnen nach Anweisung, ich glaube es waren 30ml/5l Wasser. Bezugsquelle Apotheken (natürlich, wenn der Vorschlag von mir kommt...) Baumärkte und Landwirtschaftlicher Bedarfshandel (bei uns WLZ Raiffeisen)

    Wenn Du nichts tust, dann werden sich die Disteln Jahr für Jahr etwa verdoppeln. Da gibts so eine lustige Rechenaufgabe, ab wann Du keine Chance mehr hast

    Gruß Henner
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  6. #6
    Moderator Avatar von Ironeagle1967
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    Hallo Tilo,

    Es gibt verschiedene Unkrautgifte (Herbizide) zu kaufen, die zweikeimblättrige Pflanzen vernichten, die einkeimblättrigen (z.B. Gräser) aber nicht angreifen. Schaut mal in nächsten Gartencenter rein oder Googel mal nach Banvel M (gut und günstig).

    Eine andere billige Methode wäre etwas Kochsalz in die Mitte der Planze zu streuen, Ihr habt zwar hinterher ein kleines Loch im Rasen, dieses wächst aber schnell wieder zu.

    Viele Grüße

    Olaf
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  7. #7
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  8. #8
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    Standard Danke

    Danke Kollegen,

    ich denke neben ausstechen hat sich das Produkt "Banvel M" wohl als das Wahl der Mittel herausgestellt. Allerdings benötigen wir das leider in einem größeren Gebinde.

    Dank Euch Tilo




    Anleitung für das Mittel:

    http://www.syngenta-agro.de/syngenta...anvel_m_de.pdf
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  9. #9
    Moderator Avatar von Ironeagle1967
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    Standard

    Zitat Zitat von tschulz Beitrag anzeigen
    Danke Kollegen,

    ich denke neben ausstechen hat sich das Produkt "Banvel M" wohl als das Wahl der Mittel herausgestellt. Allerdings benötigen wir das leider in einem größeren Gebinde.

    Dank Euch Tilo




    Anleitung für das Mittel:

    http://www.syngenta-agro.de/syngenta...anvel_m_de.pdf


    Hallo Tilo,

    in größeren Gebinden solltest du es zB. bei Raiffeisen bekommen, dort beziehen es auch die Landwirte, einfach mal anfragen.
    Ist dann auch gleich sehr viel günstiger .

    Viele Grüße

    Olaf
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  10. #10
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    Standard

    Hi Tilo!

    Schau mal in der Bucht. 1 Liter "Referenzmittel" ab 18,35 EUR incl. Versand. 10 Liter ab knapp 130,- EUR.
    Der günstigste Händler (KAS-Stralsund) hat auch einen eigenen Webshop (hab ich keinerlei Verbindung mit).

    Gruß, Nic
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  11. #11
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    Standard Gänsedistel

    Hallo zusammen,

    ich habe hier mitgelesen, da wir auf unserm Platz das gleiche Problem haben. Da sind aber schon mehr als 20 Prozent von dem Zeug "befallen" und Quadratmeterweise so dicht, das kein Gras mehr wachsen konnte.

    Also hab ich mit das Mittel in Stralsund besorgt und nach der Verdünnungsangabe insgesamt ca. 70 Liter Sprümittel direkt auf die Pflanzen verteilt. Ich kann euch sagen das ist eine sch.. Arbeit und hat fast 8 Stunden gedauert.

    Jetzt nach 14 Tagen ist das Ergebnis schon sehr eindeutig zu sehen. Die Blätter werden dunkelrot bis braun und trocknen aus. Blütenstengel wachsen auch keine mehr nach, die waren sonst schon 2 Tage nach dem mähen wieder da.

    Ich werde in weiteren zwei Wochen nochmal den verbliebenen Rest nachbehandeln und dann mit Sicherheit jedes Frühjahr die neuen Anflüge von Wachstum gleich im Keim ersticken.

    Und das Mittel ist wirklich sehr ergiebig, ich habe bis jetzt nur einen halben Liter verbraucht.

    mfg Jürgen
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  12. #12
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    Standard

    und nachdem Ihr jetzt schon einen Erfolg hattet, noch ein bißchen Hintergrund dazu:

    Die Gänsedistel ist ein Tiefwurzler, Gras ist ein Flachwurzler. Und hier liegt die Ursache für den Distelbefall. Die oberste Bodenschicht ist bei Euch nährstoffarm (und womöglich auch noch verfilzt und vermoost), das Gras wächst langsam und wenig dicht. Unerwünschte Kräuter breiten sich aus, da sie sich in der lockeren Grasnarbe gut aussamen können. In der Tiefe sind reichlich Nährstoffe für die Disteln vorhanden. Der Bauer würde jetzt pflügen, um die Nährstoffversorgung umzukehren. Das kommt für unsere Zwecke aber nur im Ausnahmefall in Frage. Deshalb sollte der Flugplatz im Spätherbst mit geringer Gabe gedüngt werden. Im Frühjahr ab April vertikutieren um den Filz herauszubekommen und im April bis Mai noch mal leicht düngen.

    Besser wären organische Dünger wie Hornmehl oder Hornspäne, die sind aber teuer. Alternativ ein anorganischer Stickstoffdünger vom Typ Harnstoff oder Kalkammonsalpeter. Kein Volldünger vom Blaukorntyp, nur Stickstoff verwenden!! Und nur 1/4 bis 1/3 der vorgeschlagenen Aufwandmenge ausbringen. Möglichst mit der Maschine ausbringen. Vielleicht hilft euch ja der nette Nachbarbauer, gegen einen Obulus.

    Viel Erfolg wünscht
    Henner
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  13. #13
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    Bei uns war die Aktion auch erfolgreich. Glückerlicherweise konnten wir einen Bauern aus der Umgebung beauftragen. Das Arbeitsgerät war auch sehr sehenswert. Danke für den Tipp mit dem Dünger.

    Grüße Tilo
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  14. #14
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    dieses problem hatten wir bis vor 4 wochen auch.super gelbe wiese :-(. ein landschaftsgärtner hat und mit der passenden chemie davon befreit. einziger nachteil:braune flecken und tiefe kleine löcher von den ehemaligen wurzeln des löwenzahns. aber nur noch rasen da und nichts anderes mehr. das mähen wird bei uns mit einem spindelmäher gemacht,auch hier das problem das die vorderen auflagerollen die stengel niederdrücken und die messer nicht rankommen.
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