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Thema: 34

  1. #1
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    Standard 34

    Hallo an alle,

    jetzt sind es noch 34 Tage bis zur DMM im Saalflug in den Einsteigerklassen F1M und F1M-L in Dillingen an der Saar. Sporthalle West, Konrad-Adenauer-Allee. Dort erwartet uns eine sehr schöne, große 7m hohe Halle mit glatter Decke!

    Kurz zu den Klassen, die dort geflogen werden: (Text aus dem Wiki)

    F1M

    Im Gegensatz zu F1D ist bei F1M-Modellen ein geradezu „großzügiges“ Mindestgewicht von 3g vorgeschrieben. Der Bau vereinfacht sich entsprechend. Die Flügel müssen nicht mehr abgespannt werden. Der Rohrrumpf kann massiver ausgelegt werden und kommt mit sehr wenig Abspannung aus. Auf eine Skelettluftschraube kann verzichtet werden. Will man wettbewerbsfähige Zeiten erreichen, ist aber auch in dieser Klasse ein Verstellpropeller erforderlich.

    * Spannweite maximal 46cm
    * Mindestgewicht 3g
    * Gewicht des geschmierten Gummis maximal 1,5g

    F1M-L (F1M limited)

    Mit dieser nur in Deutschland gültigen Klassendefinition ist es gelungen, ein wirklich einsteigerfreundliches Regelwerk zu finden. Wie der Klassennahme vermuten läßt , basiert diese Klasse auf der internationalen Klasse F1M, unterliegt aber noch weiteren Einschränkungen:

    * Rumpflänge maximal 65cm
    * Flächentiefe maximal 15cm
    * Durchmesser Luftschraube maximal 35cm
    * Hakenabstand Luftschraube – Endhaken 27cm
    * Rohrrümpfe, Skelettluftschrauben und Verstellpropeller sind nicht gestattet.

    (Quelle: DaeC, Bemod, Klassenvorschrift F1M, F1M-L)

    F1M-L-Modelle können mit ein wenig Sorgfalt von Einsteigern leicht gebaut werden. Wer mit einer genauen Waage etwas auf das Gewicht achtet, wird mit einem kaum übergewichtigen Modell belohnt. Es sind Flugzeiten von bis zu 10 min drin. Meine eigene Bestleistung liegt derzeit bei etwa 8 min. Ich habe also noch Luft nach oben.

    Da ist es natürlich eine glückliche Fügung, daß H.Eder am 17.10. in Augsburg, Ulrich-Hofmaier-Str. 30 einen offenen Saalflugwettbewerb ausgeschrieben hat. Darüber hinaus kann am 10.10. dort trainiert werden.

    Anmeldung Augsburg: Heinz Eder

    Anmeldung DMM: A Klinck

    Da ich bisher nur ein wettbewerbstaugliches F1M-L-Modell besitze, kann ich wohl nicht anders, als noch ein zweites zu bauen. Es ist unwahrscheinlich beruhigend, noch ein Ersatzmodell dabei zu haben. Wie über freundliche Kameraden und die Thermiksense zu erfahren war, kann bei A.Klinck auf Nachfrage ein weitgehend vorgerichteter Bausatz für ein F1M-L-Modell erworben werden. Einen solchen habe ich mir besorgt und werde bis zur DMM über dessen Werdegang berichten

    es grüßt Dieter

    @hastf1b:
    der Hut ist in den Ring geworfen! Ich hoffe, Du kommst auch, damit wir zusammen gegeneinander fliegen können!
    Wenn man seine Ruhe nicht in sich findet, ist es zwecklos, sie andernorts zu suchen. (La Rochefoucauld)
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  2. #2
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    Standard 33

    Hallo an alle,

    Tag 33 vor der DMM

    ich möchte kurz vorstellen, um welches Saalflugmodell es hier gehen wird. Es ist ein Entwurf von A.Klinck Im Anhang ist eine Planskizze enthalten und ein Blick auf das Bausatzpäckchen, das ich von A.Klinck erhalten habe.

    Morgen geht es dann richtig los mit dem Baubericht.

    es grüßt auf die Nacht

    Dieter
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  3. #3
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    Standard Tag 33, Teil 2

    wie ich aus der Erfahrung aus dem Bau eines Ministicks und meines ersten F1M-L-Modells wußte, stellt die Auswahl und das Zurichten des Holzes einen erheblichen Teil der Bauzeit dar. Da mußte ich Balsabrettchen wiegen, die schweren gleich zur Seite legen. Quarter- oder C-grain-Brettchen von denen der Klasse A und B trennen, Leisten für die aktuelle Baugruppe schneiden und erneut wiegen, um dann entäuscht festzustellen, daß ich das Zielgewicht nicht erreicht habe. Und wenn dann das Gewicht wirklich mal stimmte, dann waren die Leisten leider vieeeel zu weich. However – es ist wie beim Monopoly spielen: Es geht immer zurück auf „Los“ und man kriegt auch keine „4000 DM“…mit dem Erwerb des Bausatzes wollte ich mir in erster Linie diesen Aufwand ersparen. Werfen wir nun einen Blick auf den Bausatz, was ist also alles drin, in der Bausatzkiste:

    Es finden sich sauber zugerichtete Holzleisten für alle Baugruppen, komplett fertig vorgearbeitete Luftschraubenblätter, die Welle und der Endhaken sind vorgebogen, die Randbögen und das runde Seitenleitwerke liegen als Bogenrohlinge bei. Ein professionelles Motorlager ist ebenso dabei wie superleichtes Bespannmaterial, Papierröhrchen und ein sauber geschnittener Gummi mit 1,5g. Mit soviel Vorarbeit hatte ich eigentlich gar nicht gerechnet. Die größten Schwierigkeiten sind damit schon aus dem Weg. Mit solchem Material ist der Bau ein Spaziergang.

    Ich begann also frohen Mutes mit dem Bau des Rumpfes. Dieser wird aus zwei Teilen zusammengefügt: dem Motorträger und dem Leitwerksträger. Zuerst nahm ich mir den Motorträger vor, was da heißt, denselben bogenförmig zuzurichten und auf der rechten Seite nach oben spitz zulaufend abzunehmen. Das Zielgewicht zu erreichen war ein leichtes. Das sah mit dem Leitwerksträger schon anders aus. Das beiliegende Balsarundholz war für mein Vorhaben zu kurz. Ein Blick auf die beigefügten Bauunterlagen zeigten rasch, warum das so war: der mir vorliegende Plan aus der Thermiksense wurde zwischenzeitlich von A. Klinck modifiziert. Da ich aber mein zweites Modell exakt wie das erste bauen wollte, mußte ich reagieren und aus eigenen Holzbeständen nach geeignetem Material suchen…..wie das geht…siehe oben.

    Den Leitwerksträger habe ich aus einer 4mm-Vierkantleiste konisch so zugeschliffen, daß er vorne 3++ und hinten in etwa 1,5mm Durchmesser hat. Um die beiden Rumpfteile miteinander zu verbinden, habe ich in den Motorträger ein 3mm Sackloch gebohrt. Mit ein paar Drehungen des Leitwerksträgers auf 400er Schleifpapier paßt dieser satt ins Ziel.

    Ein Blick auf die Uhr zeigte mir, daß es Zeit zum Aufhören ist. Im Haus war es schon verdächtig ruhig. So ruhig, daß auch ich mich der lockenden Stille nicht mehr entziehen konnte….

    es grüßt Dieter
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  4. #4
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    Standard Tag 32

    Der heutige Abend bot schlechte Aussichten für einen geruhsamen Werkstattabend – Familienpflichten riefen mich laut zurück ins Leben. Ein Elternabend in der Kirchengemeinde stand auf der Agenda. Das Los entschied - und meine Frau mußte gehen. Mir blieb die Aufgabe, die lieben Kleinen bettfein zu stimmen und in den Schlaf zu singen. Dies ging nach dem Abendessen erstaunlich flink, so daß ich unerwartetet noch etwas Zeit für mein Saalflugprojekt übrig hatte.

    Nun denn. Zuerst sollte das Motorlager angeklebt werden. Zur Klebung verwende ich – wie auch beim Ministick - mit Aceton verdünnten Hartkleber der Firma mit den 3 Buchstaben. Damit wird das Motorlager mit etwas Linkszug auf den Motorträger aufgeklebt. Zur Verstärkung der Klebung kann die Sache entweder mit etwas Bindfaden oder einem Streifen Bespannpapier umwickelt werden. Bei Modell 1 hatte ich mit Erfolg Bindfaden verwendet, nun wollte ich sehen, wie es mit dem Papier klappt. Dieses liegt übrigens auch dem Bausatz bei. In völlig gleicher Manier habe ich dann den Endhaken eingeklebt und verstärkt.

    Da diese Arbeiten rasch von der Hand gingen, blieb mir noch etwas Zeit, um mich mit der nächsten Baugruppe, dem Flügel- und Leitwerksbau zu beschäftigen. Als erstes habe ich mir die Bogenrohlinge für die Randbögen angeschaut. Die Herstellung derselben erfolgt durch Wässern von passenden Leistenstücken und Spannen um ein Form. Nach erfolgter Trocknung behalten diese weitgehend ihre Form. Meist muß aber für die formgerechte Verklebung nachgespannt werden. Dies ist mMn zumindest für die Tragfläche ein ungünstiger Umstand, denn für das Hochstellen der Ohren werden die Holme der fertig bespannten Fläche durchtrennt – die eingebaute Spannung wird frei und die Bespannung liegt in Falten….A. Klinck schrieb 2006 in der Thermiksense über eine alternative Herstellungsweise: Zwei dünne Balsabrettchen werden gewässert und mit verdünntem Weißleim übereinandergelegt. Das Laminat wird zum Trocknen über eine Form gespannt und hält nach der Trocknung wunderbar die vorgsehene Gestalt. Mit einen dünnen, biegsamen Kunststofflineal lassen sich aus diesem Laminat die Randbögen sehr schön herausschneiden. Diese Arbeit blieb mir durch den Bausatz natürlich erspart. Dennoch habe ich dazu Bilder – sie stammen aus dem Bau meines ersten F1M-Ls.

    Mittlerweile war die Eingangstür zu hören...so endete der Werkstattaufenthalt und ich war gespannt, welche Neuigkeiten meine liebe Frau mit nach Hause brachte.

    es grüßt Dieter
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  5. #5
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    Hallo Dieter,
    ich bin entsetzt. Du verwendest "Bindfaden"? Das ist ja schwerer als das ganze Modell. Versuche es doch mal mit der ganz dünnen Kevlarschnur vom Holmwickeln.
    War heute zum Fliegen, toller Tag, alles bestens.


    Grüße
    flieger-ralf
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  6. #6
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    Hallo Ralf,

    nun gut, ich wurde ertappt. "Bindfaden" war wohl der falsche Begriff, in Wirklichkeit handelte es sich um dünnstes und relativ reißfestes Garn, welches die Schiffsmodellbauer für die Takelage verwenden. Ich bin mir ziemlich sicher, daß dieses Garn die Messlatte für das Mindestgewicht genausowenig schuldhaft reißt, wie das "bleischwere" 12g/m²-Bespannpapier.

    Übrigens: Wenn Du noch schnell baust, könntest Du es auch nach Dillingen schaffen....den Antriebsgummi spendiere ich

    Ich konnte wegen der Kindergeburtstagsfeier meiner größten Kleinen nicht ans Fliegen & nicht ans Bauen denken. Daher habe ich heute auch keine Fortsetzung.

    es grüßt herzlich Dieter
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  7. #7
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    Morgen,

    sehr dünne und reißfeste Fäden kann man aus Nylon-Strümpfen "ziehen".

    Motorski
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  8. #8
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    Frammersbach
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    Hallo Motorski,

    Jetzt bist aber du erwischt: "Nylon" ist die Markenbezeichnung von Du Pont! Die Materialgruppe heißt Polyamid. Die Idee mit den Fäden aus dem Polyamid-Strumpf ist aber nicht schlecht!

    Peter
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  9. #9
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    @F1H-NFlyer:
    "Jetzt bist aber du erwischt: "Nylon" ist die Markenbezeichnung von Du Pont! Die Materialgruppe heißt Polyamid. Die Idee mit den Fäden aus dem Polyamid-Strumpf ist aber nicht schlecht!"

    Stimmt! Das kommt davon, wenn man Begriffe seit frühester Kindheit eingetrichtert bekommt. Da muß ich zukünftig aufpassen...
    Den Tipp mit den Strümpfen habe ich von den polnischen Saalfliegern: E. Ciapala und R. Czechowski (beide (?) waren mal schon Weltmeister in F1D, Czechowski 1974).
    Es gibt ein Buch von den beiden:
    "MODELE HALOWE Z NAPEDEM GUMOWYM" (nur in Polnisch), frei übersetzt heißt es:
    "Hallenmodelle mit Gummimotorantrieb".

    Man kann auch Saitendraht für Saiteninstrumente (Klavier, Harfe etc., 035-0,4 mm) für Luftschraubenwellen/Gummiaufhängung, Wolfram-/Chrom-Nickel-Draht (0,01-0,015mm) für die Verspannung verwenden. (Tipps aus dem Buch...).

    Mein Tipp:
    Es gibt auch im Bastlerbedarf echte Natur-Seidenfäden, sehr reißfest, aber auch etwas teuer... Vielleicht kann man dafür eine Seidenkrawatte opfern?
    Mit der unbehandelten Zahnseide könnte es auch gehen, die muß man dann aber auch spleißen.

    Gruß

    Motorski
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  10. #10
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    Standard Tag 27

    Puh…was für ein langer & anstrengender Arbeitstag lag da hinter mir! Als es endlich im Hause ruhig wurde – will heißen, daß die Kinder im Bett waren und das Abendessen verzehrt war, hatte das Sofa eine unerklärliche, beihnahe magische Anzeihungskraft. Füße hochlegen und fertig….aber nein, da ich jetzt schon ein paar Tage auf Werkstattentzug war, ging ich trotz der weit fortgeschrittenen Zeit in mein Reich. Wie schon so oft, war das Locken der Sirenen* bald überwunden.

    Zunächst möchte ich gerne die von A.Klinck angegebenen Gewichtsvorgaben für die einzelnen Baugruppen erwähnen. Diese Übersicht ist der Dreh- und Angelpunkt des gesamten Bauwerks. Also los geht’s:

    Rumpf vorn 900mg
    Rumpf hinten 200mg
    Flächenholme und Randbögen 500mg
    Rippen f. Fläche 100mg
    Flächenpylone 60mg
    HLW-Holme u. Randbögen 110mg
    Rippen für HLW 40mg
    Pylone f. HLW 15mg
    SLW 30mg
    Luftschraubenblätter 500mg
    Luftschraubenholm 120mg
    Sonstiges 400mg
    (Papierröhrchen, Welle, Haken, Bespannfolie, Kleber, etc.)

    Das Gesamtgewicht beträgt dann 3005mg. Wer leichter baut, muß aufbleien…

    Jetzt geht’s an die Fläche. Also kamen die zugerichteten Holme und die Randbögen auf die Waage. Wie es fast nicht anders zu erwarten war, hatten die 2x2mm-Holme natürlich etwas Übergewicht. Dies mußte ich durch vorsichtiges Abschleifen auf ein erträgliches Maß bringen. An die geforderten 500mg bin ich aber nicht herangekommen. Dies gelang mir bei Modell 1 auch nur durch die Verwendung von 1,5x1,5mm-Leisten - die Waage pendelte sich bei 550mg ein. Die Rippen aus dem Klinck`schen Bausatz sind hingegen leichter, so daß sich die Gewichtsbilanz der Fläche auf 20mg Übergewicht verbesserte. Da ich beim Rumpfbau schon ohne viel Mühe 50mg Untergewicht erreichen konnte, ist das Flächenübergewicht bisher nicht schlimm.

    Schwieriger gestaltete es sich beim Höhenleitwerk. Aus dem Bau meines ersten Modells wußte ich, daß das Gewichtslimit nur mit 1x1mm-Leisten zu erreichen ist. Die vorgesehenen Bausatzleisten mit 1,5x1,5mm lagen bei 200mg…eine unveränderte Verwendung schloß ich also aus. Ich schnitt mir also aus eigenen Beständen 1,5x1,5mm Leisten und wog, verwarf, schnitt erneut, wog, verwarf….bis ich letzendlich zu der Überzeugung kam, etwas Übergewicht zu akzeptieren und an anderer Stelle zu sparen. Bei Modell 1 habe ich zwar das Gewichtslimit gehalten, wurde dafür aber mit einem sehr weichen HLW abgestraft. Dies wollte ich bei Modell 2 besser machen. So gab ich mich mit 180mg (=30mg Übergewicht) Gesamtgewicht für Holme, Randbögen zufrieden. Die einzige Sorge ist, daß ich mit hoher Wahrscheinlichkeit ein hecklastiges Modell bekommen werde. Dazu aber später mehr.

    Der Zusammenbau der Fläche und des HLWs erfolgt an einer einfachen Helling, die in meinem Fall aus Karton geschnitten wurde. Bilder wie die Verklebung erfolgt sind beigefügt. Wichtig ist es, daß die Nadeln zur Fixierung nicht durch die Holzteile gesteckt werden, sondern nur zur Klemmung gegen die Helling verwendet werden!

    *übertragene Metapher aus der Odyssee

    es grüßt Dieter
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  11. #11
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    Zitat dbrehm:
    ...
    "Wichtig ist es, daß die Nadeln zur Fixierung nicht durch die Holzteile gesteckt werden, sondern nur zur Klemmung gegen die Helling verwendet werden!"

    So würde ich es nicht machen; die Nadeln dürfen nie direkt die filigranen Balsaleisten berühren, sonst gibt es Stauchungen; zwischen den Nadeln und den Leisten sollte ein weiches Balsa-/Depronstück eingeklemmt werden.

    Gruß

    Motorski
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  12. #12
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    Standard Tag 26

    Mein Bemühen am heutigen Abend galt in erster Linie der Organisation einer Trainingsmöglichkeit in einer geeigneten Halle. Mit Freude kann ich berichten, daß ich nun die Möglichkeit habe, an zwei Abenden in einer 6m hohen Halle zu fliegen. Zusammen mit dem Augsburger Wettbewerb sind das also drei Trainingeinheiten vor der DMM. Eine Bilanz mit der ich vor kurzem noch nicht zu rechnen wagte. Wie so oft, kommt unverhofft recht oft.
    Zeit für die Werktstatt blieb an diesem Tage wenig. Lediglich den Bogenrohling für das SLW habe ich an einer Form zusammengeklebt. Mit Freude konnte ich nach der Wägung feststellen, daß dieser deutlich weniger als die erlaubten 30mg wog. Mit lediglich 10mg konnte ich wieder 20mg am Heck gutmachen, was natürlich für die zu erwartende Schwerpunktlage seeeehr gut ist.

    Darauf habe ich den Propellerholm rundgeschliffen, aus der Mitte ein 10mm-Stück für die Nabe rausgeschnitten und dieses in das beiliegende 30mm-Papierröhrchen mittig verklebt. Durch dieses Holzstückchen wird später die Welle geführt und verklebt. Zuerst aber habe ich mich dem Aufkleben der Holme auf die Propellerblätter zugewendet. Hierzu habe ich eine einfache Helling gebaut, um bei beiden Blättern eine möglichst identische Ausrichtung der Holme zu erreichen. Geklebt habe ich – wie immer - mit dem bewährten Gemisch aus Aceton & Hartkleber. Ich weiß nicht ob ich es schon erwähnt habe: der riesige Vorteil liegt darin, daß eine Klebung mit einem Pinsel und Aceton jederzeit wieder gelöst werden kann. Andere kleben gerne mit Spannlack. Ich habe jedoch bisher den Eindruck, daß die Hartkleber/Aceton-Mischung die bessere Klebekraft besitzt und die Gewichtsbilanz nicht negativ beeinflußt. Zumindest bei den 3g schweren F1M-L-Modellen. Für die nicht mal halb so schweren F1D-Modelle kann ich natürlich nicht sprechen...

    und ja, ich habe es wieder getan: Vollkontakt der Balsaleiste mit den Nadeln. Motorskis Anmerkung ist sicher richtig, da ich aber weitgehend spannungsfrei verklebe, bleibt der durch die Nadeln ausgeübte Druck sehr in Grenzen...sichtbare Stauchungen finden sich nicht.

    Soviel zu Tag 26

    es grüßt Dieter
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  13. #13
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    Standard Tag 25

    …stand im Focus der Propellerherstellung. Nachdem ich gestern schon die Propellerholme an die Blätter geklebt habe, stand als erstes die Fertigstellung der Propellernabe auf dem Programm. Durch die vorgefertigten Teile aus dem Bausatz war dies eine leichte Aufgabe. Die Nabe habe ich exakt in der Mitte mit meinem dünnsten Sprialbohrer durchbohrt. Dann kann die bereits vorgebogene Welle durchgesteckt werden. Mit einer feinen Zange habe ich das nach vorn überstehende Wellenstück abgewinkelt und mit Hartkleber/Aceton verklebt. Ging ganz schnell, ganz einfach soweit.

    Etwas mehr Kopfzerbrechen bereitete mir die Einstellung der geplanten Steigung. 45° bei 70mm Teilkreisdurchmesser sollte ich einstellen. Aus den windigen – will heißen, etwas provisorischen – Versuchen bei Modell 1 war mir klar, daß für die genaue Ausrichtung die Herstellung einer Lehre unumgänglich ist. Das wichtigste hierbei ist, für die Propellernabe eine Art Spannvorrichtung zu bauen, die eine weitgehend wiederholgenaue Fixierung erlaubt. Mit ein wenig Nachdenken ist mir etwas eingefallen. Im Anhang sind Bilder dazu. Nachdem ein Propellerblatt auf der Pitchlehre ausgerichtet ist, wird es mit einem Tropfen verdünnten Hartkleber fixiert. Sollte man später die Steigung verändern wollen, kann diese Verbindung durch Bepinseln mit Aceton leicht wieder gelöst werden.

    Dies konnte ich an der Luftschraube für Modell 1 gleich in der Praxis erproben. Da Modell 1 einen leicht unwuchtigen Propellerlauf zeigt, habe ich dessen Luftschraube auch auf die Pitchlehre geklemmt und schnell gesehen, daß die Blätter nicht mit dem gleichen Winkel liefen. Die Verstellung war wirklich kein Problem.

    Problematisch wurde es erst, als ich die Luftschraube wieder ins Motorlager zurücksetzen wollte. Die hintere Führung des zweiteiligen Lagers brach ab. Da blieb mir nichts anderes übrig, als das Lager an Modell 1 zu erneuern. Doch damit nicht genug: jetzt stellte sich heraus, daß die Welle für das neue Lager zu kurz war. Mir blieb nichts übrig, als auch die Welle zu ersetzen. Daß die neue Welle exakt im gleichen Winkel zu liegen kommt wie die alte, war ein Wunsch, der eher dem Bereich Hoffung zugeordnet werden kann. Das heißt, der Prop mußte nochmal auf die Pitchlehre und eingestellt werden. Nun denn. Modell 1 ist jetzt wieder einsatzbereit, und ob die Unwucht jetzt verschwunden ist, wird sich am kommenden Samstag beim ersten Training zeigen.

    es grüßt Dieter
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  14. #14
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    Standard Tag 23

    der erste Trainingstag am vergangenen Samstag verlief leider nicht sehr erfolgreich. Schon bei den ersten Flügen passierte mir ein Mißgeschick: Ich verfehlte wohl beim Einhängen des aufgezogenen Gummis den Haken, der Gummi zappelte wild, knackste dabei den vorderen Flügelholm an und schlug ein Loch in die Bespannung. So lädiert mußte ich das Training leider abbrechen. Schade....sehr schade. Dennoch möchte ich ein Bild des waidwunden Modells zeigen....es flog noch so leidlich.

    es grüßt Dieter
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  15. #15
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    Standard Tag 16

    Tag 16 war im Fokus der Reparatur des lädierten Modells Nr.1. Hierzu habe ich zuerst den angeknacksten vorderen Flächenholm mit Uhu hart/Aceton geheilt. Dann habe ich mir überlegt, wie ich das Loch in der Bespannung richten könnte.

    Zuerst dachte ich darüber nach, die Tragfläche komplett neu zu bespannen. Da aber die Ohren schon hochgestellt waren, konnte ich dies nicht auf herkömmliche Weise erledigen: Saalflugmodelle erhalten ihre Folienbespannung, indem auf den flachen Tragflächenrohbau Sprühkleber (oder Klebestift) aufgetragen wird. Darüber wird dann die Folie gelegt, die vorher auf einen Hilfsrahmen geklebt wurde. Daher erschien mir die Idee, das Loch irgendwie zu flicken, wesentlich freundlicher.

    Da die Folie sehr viel statische Ladung hat, kam mir die Idee, diese auf einen schneidbaren Träger aufzulegen, dann einen Flicken auszuschneiden und mit einem Hauch Sprühkleber zu versehen. Dieses Flickensandwich habe ich darauf auf das Loch gelegt und den Träger sofort abgezogen. Dabei muß man sehr flink sein, der Sprühkleber bindet rasch ab! Wohlan, das Loch war geflickt, wenngleich das Resultat optisch nicht wirklich befriedigen konnte. Bilder folgen später.

    Da jetzt wieder erwarten noch Zeit übrig war, habe ich mich ans Bespannen der Tragfläche und der Leitwerke von Modell Nr. 2 gemacht. Dazu leider keine Bilder.

    Falls jemand noch bessere Ideen zum Flicken von Löchern hat...nur her damit, ich möchte gerne etwas lernen. Bespannt habe ich übrigens mit OSfilm von Mike Woodhouse.


    es grüßt Dieter
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