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Thema: Neuer Wickeldraht "Flat Wire" - rechteckiger Wickeldraht

  1. #1
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    Standard Neuer Wickeldraht "Flat Wire" - rechteckiger Wickeldraht

    Hallo,


    ich bin gerade bei slowflyworld unter der Rubrik Motortuning auf was ganz interessantes gestoßen was ich so bis jetzt noch nicht gesehen habe, kein runder Kupferlackdraht sondern rechteckiger, die nennen das dann "Flat-Wire": http://slowflyworld.de/artikeldetail...ningwicklungen

    Habt ihr da schon mal was von gehört?


    Also vom Prinzip her sollte das einige Vorteile bei der Wärmeleitung und dem Füllgrad mit sich bringen...


    Grüße,
    Piotre
    Piotre
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  2. #2

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    Pyro700 mit Flachdraht (Flat-Wire), es geht mehr Kupfer in den Motor.
    Der Draht hat 2,5x1,2mm (3mm²), enstpricht so etwa einem 1,95mm Runddraht.

    Der Flachdraht hat eine höhere Auflagefläche am Stator, gibt so die Wärme besser ab :lieb:

    Oder anders: Rechnerisch wären es 10x1,52 im Dreieck.
    Mit den 6Windungen hatte der Testmotor 563 U/V





    Als nächstes kommt der HK-50, dessen Stator ideal für diesen Draht ist, es passen 4Wdg in die erste Lage, einlagig sind 4+4 das berreits 24mm², und sieht nahezu unbewickelt aus
    Zweilagig locker 13Wdg (39mm²), etwas enger werden es auch 14Wdg (42mm²), 15Wdg(45mm²) sind gewürgt. Am Rande, knapp 30mm² war bisher bei Extremmotoren im Wettbewerb die Obergrenze beim 50er HK

    Für den RC-N Wickelwettbewerb kommen auf dem 42er erstmal nur 3+3in der ersten Lage drauf, dann jeh einer in der zweiten, sind dann 4+4 mit 24mm². vielleicht auch 4+5 mit 27mm², der Runddrahtrekord lag bei akrobatischen ca. 21mm²

    Die Verarbeitung ist aber zeitraubend, man muß sehr aufpassen das der Draht nicht verdreht an den "Spungstellen" muß bewust verdreht werden, der Wickelablauf (Taktik) vorher genau bedacht werden.

    Gruß Holle
    Gruß Holger
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  3. #3
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    Hi Holle,

    mir fällt da bei genauerem Hinsehen was auf: Du sprichst gern von rechteckigem Draht - ich sehe aber keine Ecken?

    Vielmehr sehe ich abgerundete Kanten, die auch das angesprochene Volumen bzw. den Füllgrad deutlich tangieren. Kannst Du da bitte mal einen Draht durchschneiden und das echte Volumen bzw. den echten Querschnitt ermitteln?

    Finde, 3mm^2 ist ein wenig übertrieben, wenn ich mir die Fotos ansehe und das auf die Querschnittsrechnung übertrage Dennoch hübsch, die Wicklung - sicher viel Arbeit.

    lG,
    Simon.
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  4. #4
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    Hi

    Verluste an den Kanten ? wie rund sind die denn ? 0,2 mm Radius ? dann fehlt mal grade 0,035 mm² am Querschnitt.
    Das gleiche wenn ein 1,8 mm Draht nur 1,79 mm ist, oder beim Wickeln stramm gehalten wird.
    Was auch auffällt auf dem 2 ten Bild, das die Leiter Aussen alle unterschiedlich sind durch das biegen.
    Mal glatt und mal hohl gewölbt.
    Ein 2,5 mal 1,2 mm Leiter läst sich sicher leichter beim Wickeln an die Stege anlegen als ein 1,8 mm Draht .
    Man darf ihn nur nicht verdrehen.

    Gruß Aloys.
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  5. #5
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    Hallo,
    bei dem hier ist der Kantenradius 0,65mm:
    http://www.spulen.com/shop/product_i...oducts_id=1618

    Ich denke, dass man ca. 6- 10% Querschnitt vom idealen Rechteck abziehen muss. Der Draht wird bei der Herstellung ja nur platt gedrückt. Die dünneren Flanken sind dabei alles andere als gerade.
    Habe selbst alle möglichen Querschnitte und da ist keiner auch nur annähernd rechteckig. Der Füllfaktor wird dennoch etwas besser.
    Interessant wäre die Verschaltungsseite und der Zahnwechsel. Dort trägt der Draht leider etwas dick auf und der Platz wird knapp.

    Denoch eine sehr schöne Arbeit.

    Grüße,
    Michael
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  6. #6

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    Moin

    Die Hersteller geben im Schnitt 94-96% an, Rechteck zu Querschnitt. (Multogan, Descabond)
    Das dürfte demnach 3mm² x 0,95 = 2,85mm² sein.
    Geringfügig ist der Querschnitt etwas höher als bei einem 1,9mm Draht nach Vergleichsmessung Ri (Vierleitermessung).

    Die ersten Eckdraht-Wicklungen hatten wir ja schon 2004 gewickelt, LINK, den light-Ditto fliege ich heut noch, der Nübel hatte 2005 eckigen Alulackdraht in einem seiner DM-Flieger, (allg. wurde die Flußdichte veringert, und der Motor dafür verlängert), 2006 hatte er dann gewalzten Kupfer-Flachdraht im Whopper.

    Nachdem Aloys damals die Idee hier mit dem Walzen hier veröffentlicht hatte LINK, haben wir uns auch ein Walzen-Presse mit Scheibenwischermotor gebaut, und jede Menge Draht geplättet, mit den damals vom Aloys genannten Nachteilen, für die kleinen Wettbewerbsmotoren und die ersten VPPs hatte sich das schon gelohnt (Danke heute noch dafür, Aloys).

    Ob sich der Aufwand lohnt ? Anders gefragt, lohnt sich der Aufwand "Modellflug" denn überhaut ?

    @ Michael, die Rückseite will gut geplant sein, das Schema habe ich nach kleinstmöglichen Brücken ohne Kreuzungen optimiert, dann geht es. Bei Parallelschaltungen, z.B. die hier überall kursierende YY-Schaltung etwas nachoptimiert macht es dann fast keinen Unterschied mehr.

    Gruß Holle
    Gruß Holger
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  7. #7
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    Hallo Holle

    Ich dachte sogar das man nur ein kurzes Teil des Runddrates etwas flach walzt, damit im Nutgrung auch 2 Leiter nebeneinander passen .
    Das ist ja oft ein Problehm, und es wird ein Leiter für links und der nächste (unterster des Nachbarsteges darüber versetzt gelegt.
    Dadurch ist viel Wickelraum verschenkt.
    So fängt man unten mit flach an, wickelt oben dann mit rund weiter und wieder (Nachbarsteg) zurück und die letzte Windung wieder Flach.
    Da der Leiter vorher abgelängt wird, kann es gut und genau bestimmt werden wo es flach sein muß.
    So sind alle Anschlüße dann rund, und bei YY können alle 6 Leiter vorbereitet werden.
    Also wer grade nix zu tun hat .

    Gruß Aloys.
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  8. #8

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    Hi Aloys
    Für eine Teilplättung wäre evtl das hier das richtige Werkzeug ?


    quelle:http://de.123rf.com/photo_4276651_an...nudelholz.html
    Gruß Holger
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  9. #9
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    Hi Holle,Aloys,
    wenn Ihr in dem Tread von 2004 etwas weiter scrollt kommen auch die Blechspulen von mir . Das Problem der Flachdrahtspulen ist ,das der Draht bei Holle in der falschen Richtung gebogen ist. Um im Motor ,vor allem bei den damit fälligen Querschnitten nicht zuviel Wirbelströme zu Erzeugen durch einfangen von Nutquerfeldern müste der Draht flach wie die Blechspulen gewickelt werden . So wie bei Holle jetzt wird der Wirbelstromanteil größer und der Gewinn durch mehr Querschnitt egalisiert.Der einzelne Statorzahn mit der auch falsch liegenden Flachdrahtwicklung ist schon sehr alt und musste vor allem bei wenig Drehzahl hohe Strome beim Anfahren einer Grubenlokomotive gut Leiten .Läuft so ein Zügelchen ist der ETA max. nicht so wichtig da der Strom nicht aus Akkus kommt. Beim Powermodelhubimotor ist ein hoher Wirkungsgrad aber nicht aus den Augen zu lassen,auch wenn die Akkus schon fast wie Strom aus der Steckdose gehen.
    Angehängte Grafiken  
    Happy Amp´s Christian
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  10. #10
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    Hm ja der Wirbelstrom
    Was bring er den 1 % oder 0,1 % , gibt es da Messungen, teoretisch ist das schon klar !
    Aber im Nutgrund ist da eher weniger Querfeld denke ich , nimmt nach oben hin dann zu.
    Dann kann der Leiter oben ja flach genommen werden da die Nut zunehmend breiter wird .
    Das Feld welches die Spule selber aufbaut bez: das vorhandene verstärkt, geht auch um die Spule herum durch die Stege.
    Je stärker die in der Sättigung sind je mehr Querfeld ? auch nicht unbedingt.
    Das sollte auch messbahr sein, einmal im Nutgrund, und einmal oben am Hammerkopf.
    Der Unterschied ist das Querfeld .
    Mal ein Testvorschlag :
    Ein Motor mit 2 Teilmotoren wird im Lehrlauf gemessen.
    Erste Messung mit nur einem gewickelten Teilmotor mit dieser Wicklung und -
    Zweite Messung mit beiden Wicklungen drauf, aber wieder gemessen, nur mit der ersten Wicklung.
    Da sollten doch die Wirbelströme der zweiten Wicklung mit drinn sein oder ?
    Wenn KEIN Unterschied ist, sind auch keine Wirbelströme in den Wicklungen.
    So weit meine Leientechnik

    Gruß Aloys.
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  11. #11

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    Moin-Moin
    Den Lokomotivenstator habe ich schon damals bewundert, und danach bei Vattern das Lager nach alten Schaltschrankdrosseln etc durchsucht, fündig geworden bin ich am Ende bei Museeumsreifen Schützspulen, der Draht war allerdings zu dick, liegt daher als "Guggstück" in der Vitrine.

    Der ETA-Max ist bei den Hubimotoren zumindest nicht mein oberstes Optimierungsziel, davor kommen:
    1. verhindern von Abschaltern
    2. Hitzeentwicklung
    3. Drehzahlsteifigkeit
    4. Laufzeit

    1. Hier habe ich durch die Wicklung relativ wenig Einfluss, Ursachen sind zum Teil überzüchtete Magnetsysteme (tiefer, härter breiter, um ns, damit die Windungszahl, und so letztlich den Ri zu drücken).
    So führte dann das Eine zum Anderen ,Besonders die neueren HK-Modelle zaubern einem schöne Überlagerungen aufs Osszi, der Regler kann die EMK schlechter erkennen, kommt hier nur die geringste A-Symetrie o.Ä. hinzu, war`s das dann. Abhilfe schafft hier scheinbar nur, wie bei den UR-CDRs mit Magnetring, Sternschaltungen sowie teure Regler. Schmalere Magenten zwecks Zuverlässigkeit einzukleben ist zu aufwändig, aber dann läuft es auch mit jedem Rotz-Steller verlässig.

    2. Luftige Wicklung mit geringem Ri, z.B. Einlagenwicklung, und Rechteckdraht "falschrumm", damit der seine Hitze schön am Stator abgeben kann, gerade hier ist der Hauptvorteil der Flachmänner.

    3. Ri.....

    4. Eta max macht sich in der Laufzeit nicht subjektiv bemerkbar (wenige Sekunden pro Flug), ein im Überlast betriebener Motor schon, hier hilft nur Anpassung und Arbeitpunktverschiebung, was dann am Ende auf immer wieder dasselbe hinausläuft.

    Derzeit ist es eine Gratwanderung zwischen Zuverlässigkeit und Leistung
    (aber das hatten wir schon einmal, als damals die roten Jetis plötzlich schwarz wurden, und die CDRs seitdem vernünftig funzten (Danke an Reiner Hacker !)).
    Gruß Holger
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  12. #12
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    Standard Zuverlässigkeit ?

    Hi

    Es gibt ja auch 8 Polige Hubi Motoren , wie laufen die den ? auch broblematisch wie 10 oder 14 Poler ? und nur an guten Stellern?
    Oder ist das nicht der Grund?

    Noch mal eine Frage zum Bild mit den dünnen 4 eck Spulen.
    Die haben ja Schlitze.
    Ich denke die sind zur besseren Stromverteilung an den Ecken ?
    Dann sind sie aber falsch angebracht wie ich das sehe .

    Gruß Aloys.
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  13. #13
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    Standard

    Hi Aloys,
    Zu den dünnen Rechteckspulen. Die Schlitze sind nicht zum Strom verteilen sondern dienen dazu durch die Wickelköpfe ordentlich Kühlflüssigkeit durchzulassen da die Stromdichte etwas höher ist und dazu auf Dauer anliegt,nicht nur für 15sec. .
    Die Siberbleche haben 6 quadratmillimeter Querschnitt .Bei Turbogeneratoren werden auch direkt gekühlter Kupferrohre verwendet,das geht bei 150 KW Maschinen nicht so leicht,wenn sie recht Leistungsdichte Konstruiert sind,da steigt der Strömungswiderstand zu heftig an bei den nötigen Spulendrahtlängen.
    Happy Amp´s Christian
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