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Quadrokopter, CRRCSim und mehr: http://www.jwwulf.de
Hallo,
eine kurze Statusmeldung von mir: ich habe den Sensortest auf dem Normalrad durchgeführt und dabei den Sensor mit der Hand festgehalten (in der Hoffnung, dass mein Körper die Störungen vom Fahrrad einigermaßen gut dämpft). Zunächst mit der in einem vorigen Foto gezeigten keilförmigen Windfahne. Dabei war es leider nicht wirklich windstill. So richtig gut sah das Ergebnis nicht aus.
In der Zwischenzeit hatte ich eine flache Windfahne mit der Geometrie von http://www.charlesriverrc.org/articl...lke_launch.htm gebaut. Heute war ich endlich mal zuhause als es windstill war und habe den gleichen Versuch mit dieser Windfahne gemacht. Hier korrelieren die Restschwingungen der Windfahne recht gut mit dem ebenfalls vom Aufbau gemessenen Drehratensignal -- das macht etwas Hoffnung für die Versuche mit einem Segler (die Anfänge dafür habe ich gemacht, sind aber schon vor ein paar Wochen in Umzugskartons verschwunden).
Eine Vergleichsmessung mit dem zunächst benutzten Nurflügel kann ich nicht mehr durchführen, er ist schon abgewrackt. Jetzt steht Renovierung und Umzug bevor, danach geht es hoffentlich weiter.
Gruß,
Jens
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Hallo Jens,
Helmut (haschenk) hat mich gerade auf Dein Projekt aufmerksam gemacht:
Er hat mir seinen hier im Thema beschriebenen Windfahnen-Winkelsensor zur Verfügung gestellt, den ich für Schiebewinkelmessungen verwende.
Zur Zeit versehe ich diesen Analogsensor mit einem Analog-Digital-Converter, damit ich ihn direkt mit meinen anderen TWI-Sensoren benutzen kann.
In Kürze werde ich die Befestigung an meinem Wölbklappensegler fertig haben und ihn einsetzen können.
Zur Zeit werte ich die ersten Messdaten aus, die ich im Flug mit meinen pneumatischen Sensoren und meiner 5-Lochsonde gewonnen habe.
Parallel dazu habe ich Drehraten und Beschleunigungen um die Flugzeughochachse mit weiteren Sensoren gemessen.
Helmut hat seinen Windfahnensensor kalibriert, sodass ich mit diesem als Referenzsensor meine pneumatischen Winkelsensoren kalibrieren kann.
Ich werde mit Interesse Deine Versuche verfolgen.
Viele Grüße
Tempo
P.S.:
Obwohl mein Schwerpunkt gerade auf einer Antischiebeautomatik liegt (Helmut hat dies schon vor gut 30 Jahren mit vielen Operationsverstärkern und eben seinem Windfahnen-Winkelsensor realisiert), habe ich mit meiner pneumatischen 5-Loch-Sonde ebenfalls den Anstellwinkel mitgemessen. Wie es meine Zeit zulässt, werte ich den auch noch aus.
Hier mein Projekt mit einem Foto vom Experimentieraufbau:
http://www.rc-network.de/forum/showt...=1#post2651041
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Hallo Jens,
ich habe inzwischen meine ersten Anstellwinkel(-Differenzdruck)-Messungen gesichtet.
(Es fehlt eine Kalibrierung, die bei mir zur Zeit noch keine Priorität besitzt. Ich kalibriere aber demnächst meinen Schiebewinkelsensor.)
Mit meiner Messung zeige ich Dir nur, was prinzipiell möglich ist. Da ich damit für den Anstellwinkel bei meinen Experimenten den Messbereich kenne, ersetze ich den bisher verwendeten Sensor durch einen mit optimalem Messbereich und noch feinerer Auflösung.
„Eine Rolle fliegen“
Hier gehört eigentlich das Mesdiagramm (siehe angehängte Grafik) hin ??
Die Einleitegeschwindigkeit zur Rolle lag bei etwa 90 km/h und diese Geschwindigkeit wird auf etwa 50 km/h abgebaut. Damit einhergehend nimmt der Anstellwinkel(-Differenzdruck)
von großen Werten über -120 Pa auf etwa -31 Pa ab, was dem Anstellwinkel bei einer stationären
Geschwindigkeit von etwa 50 km/h entspricht. Die zugehörenden Nickraten lassen entsprechende Anstellwinkeländerungen beim Rollen aus der Normallage in die Rückenlage und wieder in die Normallage erkennen.
Bei 135,5 Sekunden wird die Rolle durch vollen Querruderausschlag nach links eingeleitet.
Die Rollrate erreicht ihren maximalen Spitzenwert von -126 °/sec und bleibt danach während der Rolle etwa konstant bei 86°/sec. Die Rollbeschleunigung lässt sich ermitteln zu -126°/0,2sec^2 = -630°/sec^2.
Die gesamte Rolle hat somit knapp 5 Sekunden gedauert.
Zwischen 137 und 138 Sekunden befindet sich die Maschine in der Rückenlage, die Z-Beschleunigung hat den Wert -1g.
Gut lassen sich während dem Rollen die wechselnde Gierrate und der zugehörige wechselnde Schiebewinkel(-Differenzdruck) beobachten. Die Gierrate hat ihre beiden Maxima von -/+ 50 °/sec bei 136,7sec bzw. 138,7 sec. Der zugehörige Schiebewinkel, der sein Vorzeichen und damit die Richtung wechselt, ist entsprechend zeitversetzt. Der Schiebewinkel ist maximal bei 138,1 sec bzw. 139,5 sec.
Beim schlagartigen Einleiten der Rolle entsteht ausserdem typischerweise ein schnelles einmaliges Schiebe-Pendeln, hier zwischen 135,5 und 136,7 sec.
Eine Beschleunigung in Längsrichtung ist natürlich nicht messbar, von der prinzipiellen Entschleunigung beim Fahrtabbau einmal abgesehen. Im Vorzeichen wechselnde kleine Beschleunigungen in Spannweitenrichtung sind beim Rollen erkennbar. Hier überlagert sich die Schwerkraft gerade auch, wenn die Maschine kurzzeitig in Messerfluglage ist.
(Anmerkung: Die Sensoren sind noch unkalibriert und der Nullpunkt noch unkorrigiert.)
Messung vom 25.06.2012
Viele Grüße
Tempo
Hey, schön zu lesen, dass du noch dran bist.
Ich freu mich auf noch mehr bunte Bilder.
Grüße
Kurbel
Hallo Jens,
hier siehst Du den Winkelsensor von Helmut im Einsatz.
Er ist sowohl als Schiebewinkel- als auch als Anstellwinkelsensor zu gebrauchen !
Das Foto habe ich bei einer etwas komplexeren Untersuchung gemacht.
So habe ich u.a. mit der im Bild ersichtlichen Mikrokamera den Winkelsensor im Flug beobachtet.
In meinem Falle habe ich z.B. Schiebeflugzustände eingeleitet oder auch Rollen geflogen.
Der Sensor funktioniert einwandfrei und steht ruhig in der Strömung.
Ich habe bereits eine weitere Sensoranordnung in Arbeit, bei der dann zwei Schenk´sche Winkelsensoren im 90-Grad-Winkel zueinander angeordnet sind. Es werden damit gleichzeitig Anstellwinkel und Schiebewinkel gemessen.
Parallel dazu misst beide Winkel ebenso meine 5-Lochsonde, deren Drucköffnungen an der Rumpfspitze zu erkennen sind:
Viele Grüße
Tempo
Hallo Jens,
dort habe ich meine Filmdokumentation eingestellt:
http://www.rc-network.de/forum/showt...=1#post2993237
Bilder sagen eben mehr als viele Worte ... und bewegte Bilder noch mehr ...
Viele Grüße
Tempo
An dieser Stelle vielen Dank an Helmut Schenk, der mit entscheidenden Impulsen, Ermutigung und durch Weitergabe seines Wissens zum Erfolg beigetragen hat. Er hat den gezeigten Windfahnen-Winkelsensor gebaut !
Hallo,
zunächst wünsche ich allen ein gutes neues Jahr!
@tempo (heute früh in einer offline-Zeit geschrieben bevor ich Deinen letzten Post kannte):
sehr interessant, ich habe auch Dein Video im "Wölbklappenautomatik"-Thread gesehen. Die
Sensoren sind wirklich aufwendig gefertigt, dazu würden mir die Mittel fehlen.
Liefert Deine Drucksonde ein ähnlich gutes Signal wie die Windfahne? Und wie anfällig ist er
gegenüber dem Einsammeln von Mutter Erde bei der Landung?
Meine Versuche sind wie zu erwarten sehr langsam vorangeschritten. Aus
vorhandenen Resten habe ich einen 1,5m-Leitwerkler zusammengebaut, um
meinen Sensor auf einem ordentlich längsstabilen und gut bedämpften
System zu testen. Die Ergebnisse waren auch nicht besser als auf dem
unaufwendigen Nurflügel. Allerdings war mir aufgefallen, dass der
Flieger recht unruhig flog, obwohl fast Windstille herrschte --
daraufhin habe ich meine Positivbau-Erfahrungen aufgefrischt und einen
ordentlichen Satz Tragflächen gebaut (die vorigen waren weich:
Styropor, schlechter Holm und Paketband-Oberfläche). Das Modell ist jetzt
eingeflogen, Flüge mit dem Sensor habe ich aber noch nicht gemacht.
Mal sehen wann ich dazu komme und ob ich es schaffe, den Sensor vorher
mechanisch noch spielfreier zu machen.
Gruß,
Jens
Quadrokopter, CRRCSim und mehr: http://www.jwwulf.de
Hallo Jens,
ja, meine 5-Lochsonde arbeitet einwandfrei !
Ich habe bereits meine 5-Lochsonde mit Hilfe des Schenkschen Winkelsensors im Flug kalibriert.
Meine 5-Lochsonde liefert ausreichend genau den Schiebewinkel. Dabei ist sie für den Alltagsgebrauch wesentlich robuster als der Schenksche Winkelsensor. So hat sich schon ab und an mein Flugzeug mit der Nase in einen Maulwurfshügel gebohrt oder ist auch wie bei F3J-Punktlandungen üblich wie ein Speer im Boden gesteckt. Das macht meiner 5-Lochsonde nichts aus, ich reinige lediglich danach die Drucköffnungen ...
Der Schenksche Winkelsensor ist dagegen ein hochpräziser Referenzsensor, der allerdings leicht beschädigt werden kann. Am sichersten aufbewahrt ist der Schenksche Winkelsensor im freien Flugund am gefährlichsten für ihn ist der Transport zum Flugfeld oder seine Lagerung in der Werkstatt
Viele Grüße
Tempo
Hallo Jens,
wenn Du Interesse hast, so melde Dich doch bei mir, damit wir demnächst einmal gemeinsam auf dem Flugfeld unsere Experimente machen können.
Ich wohne wohl in Sichtweite und Fahrradentfernung von Dir.
Schreibe mir am besten dazu eine Persönliche Nachricht.
Viele Grüße
Tempo
P.S.:
Auf meinem Flugzeug ist noch Platz genug für weitere Sensoren, die miteinander verglichen werden können ...![]()
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