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Thema: Ist eine Akkuweiche erforderlich???

  1. #16
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    Hallo
    nur mal so eine Überlegung am Rande.
    Kommt immer wenn ich was von Accusweichen höre.

    2 Accus ist ja OK
    denn müsste man ja auch 2 Empfänger haben, dafür 2 Quarze, dann für jedes Servo ein Reserve Servo....

    Oder nicht, JEDES Teil kann mal ausfallen, Wenn man nur einen Accu hat wird dieser sicher mehr gepflegt als zwei?!

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  2. #17
    Vereinsmitglied Avatar von bie
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    Idee

    Burki,

    deine Logik in allen Ehren, aber:

    1.) Kai hat ja schon gezeigt, dass mitunter mit zwei Empfängern geflogen wird.

    2.) IMHO sind Akkus immer noch "black boxes" - du weißt nicht, was da drin wirklich in sich vorgeht. Den Beweis habe ich jetzt wieder bei meiner großen Pilatus B4: Einer von zwei absolut gleich alten und gleich gut (oder schlecht) gepflegten Akkus hat schlapp gemacht. Klar kannst du sagen: Hättste halt nur den guten genommen...

    3.) Der Ausfall eines einzelnen QR-Servos oder des SR-Servos (alternativ Störklappen, Einziehfahrwerk, Schleppkupplung) ist nicht unbedingt tödlich (der des HR-Servos schon). Der Ausfall des einzigen Stromversorgungssystems schon...

    Edit: Ich fliege auch Modelle, in denen nur ein 4-Zellen-Empfänger-Akku eingebaut ist. Mit Doppelstromversorgung fliege ich aber lieber...
    Grüße, Andy
    ---------------

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  3. #18
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    hallo Bie,

    kann mich dir da nur anschliessen!

    Das bringt mich wieder auf eine meiner Fragen in irgendeinem der zahlreichen Themen, die sich immer um das gleiche drehen:
    Ist es sinnvoll zwei unterschiedliche Akkutypen zu verwenden? Zwar natürlich immer die gleiche Zellenzahl, dafür aber unterschiedliche Hersteller und Kapazitäten. Den Tipp hat mir Jürgen Schmierer gegeben. Leider steht bei den Bedienungsanleitungen der Weichenhersteller immer drinnen, dass man die selben Zellen nehmen sollte.

    Hintergedanke ist auch folgender. Meist kauft man zeitgleich zwei neue Empfängerakkus mit den gleichen Zellen und der gleichen Kapazität. Meist stammen die dann aus der gleichen Produktionscharge. Wenn sich da ein Fehler eingeschlichen hat, ist die Gefahr groß, dass er eben gleich bei mehr Akkus auftritt. Eben oft dann nur eine Frage der Zeit und der Beanspruchung.

    @ Burki: Es hat ja niemanden dem Jan empfohlen die teuerste, beste und grösste Akkuweiche zu kaufen, oder? Im Gegenteil, die Argumente gingen von allen Beteiligten zu einfachen Weichen oder gar keine.

    Gruß,
    Tobi
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  4. #19
    Vereinsmitglied Avatar von Ingo Seibert
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    Hallo,

    habe bislang nur mitgelesen, melde mich jetzt aber doch zu Wort. Vorneweg: In den letzten ca. 12 Jahren war ich überzeugter Verfechter der "Ein-Akku-reicht-Theorie". Bislang auch mit gutem Erfolg. Früher habe ich allerdings auch Akkuweichen, meistens die von U.I., eingesetzt. Einmal wurde dadurch meine Yak 55 gerettet - nach der Landung blinkte nur noch eine Akku-LED ...
    Nun ist aber Anfang des Jahres meine Schleppmaschine runtergefallen. Nein, der 4-zellige Akku war (bzw. ist immer noch) tiptop in Ordnung, die Verkabelung auch. Schalter konnte nicht ausfallen - es gab keinen. 4 mm Goldkontakt direkt eingesteckt und gesichert bzw. Brücke aus einem MPX-Stecker. Auch der Empfänger und der Rest waren absolut ok. Leider aber ist, was ich rekonstruieren konnte, die Akkuhalterung aus dem Rumpf herausgebrochen. Beim "Wildesauspielen" ist der Akku dann wohl irgendwann mal ins Heck gerutscht und hat sich ausgestöpselt. Shit happens. Ein zweiter Akku, und sei er noch so klein gewesen, hätte den Vogel gerettet. Schaden insgesamt: Runde 700 Euro (Daisy Red, Holzvogel plus diverse Getriebe, Empfänger etc.).

    Seitdem bin ich wieder überzeugter "Doppelakkuanwender" ab einer bestimmten Größe. In (Groß-)Seglern braucht man meistens sowieso jede Menge Blei in der Nase, das ersetze ich durch Akkukapazität. Meine neue Schleppmaschine (2,28 m Wilga, also haarscharf unter der o.g. Grenze ) wird zwei 4-zellige 1700er oder 2400er Empfängerakkus (NiCd natürlich) und eine modifizierte Akkuweiche von Simprop (Safety-Control) erhalten. Die Modifikation gestaltet sich derart, dass ich auf der Weichenplatine zwei zusätzliche Kabel mit 1 mm² an die Ausgänge angelötet habe, der über einen MPX-Stecker alle Servos direkt mit Strom versorgt. So bekommen Servos und Empfänger nicht nur über die zwei Unistecker, sondern auch über vernünftige Kabel ihren Saft. Die Weiche hat keine mechanischen Teile mehr, was mir auch sehr sympathisch ist. Geschaltet wird über FETs. Bei "normalen" Modellen verwende ich grundsätzlich doppelte Zuleitungen zum Empfänger und, falls möglich, keine oder zumindest doppelte Schalter. Bei der letzten Überprüfung meiner Cap habe ich dann auch prompt einen Wackelkontakt an einem der beiden Stecker festgestellt.

    Die Powerbox Sensor haben wir vor kurzem in eine Funtana eingebaut. Funktioniert bisher bestens, aber die Zuleitung erfolgt über zwei normale Servostecker; dem Frieden traue ich einfach nicht ...

    Man kann mich jetzt der leichten Hysterie bezichtigen, aber ich habe einfach nicht genug Zeit, um neue Flugzeuge zu bauen oder zu reparieren - und wenn so ein dösiger zweiter Akku und eine Weiche das Ausfallrisiko minimieren, bin ich gerne bereit dafür ein paar Euros mehr zu zahlen.
    Gruß, Ingo

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  5. #20
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    Zitat Zitat von groto

    @ Burki: Es hat ja niemanden dem Jan empfohlen die teuerste, beste und grösste Akkuweiche zu kaufen, oder? Im Gegenteil, die Argumente gingen von allen Beteiligten zu einfachen Weichen oder gar keine.
    Sorry Burki,

    ich meinte hiermit eigentlich @sunnywelt

    Gruß,
    Tobi
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  6. #21
    Vereinsmitglied Avatar von bie
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    Tobias,

    mir fällt kein Argument ein, warum man nicht zwei Akkus gleicher Zellenzahl aber verschiedener Kapazität (und verschiedener Hersteller) nehmen können soll.

    Insofern hat die Argumentation von Jürgen Schmierer etwas für sich.
    Grüße, Andy
    ---------------

    Erstflug-Verschieber
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  7. #22
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    2 Accus ist ja OK, denn müsste man ja auch 2 Empfänger haben, dafür 2 Quarze, dann für jedes Servo ein Reserve Servo....
    Kann ich überhaupt nicht nachvollziehen die Logik.
    Durch die Schaffung von Redundanzen, versucht man die Ausfallwarscheinlichkeit der technischen Komponenten von einem komplexen Gesamtsystem, in diesem Fall eine RC gesteuerte L213, zu minimieren.

    Beispiel:
    Die Warscheinlichkeit, das Andy die L213 duch ein technisches Problem verliert, also kein Pilotenfehler ( halte ich für warscheinlicher ) oder auch denkbar, ein Brand in seinem Bastelkeller liegt bei 30%. Es geht nur um diese 30%, wenn man sich Gedanken über eine Akkuweiche macht. Diese 30%, beinhalten ( willkürliche Beispielwerte ):

    40% Funkübertragungsprobleme
    20% Servoausfall
    20% Empfängerakkuausfall
    13% mechanisches versgane des Modells ( z.B. Holmbruch )
    5% Empfängerausfall (elekronisch)
    2% Was noch so alles kaputt gehen kann

    Das heisst wenn der Empfängerakku redundant ausgelegt wird, sinkt die warscheinlichkeit von hier 20% auf 3%. In der Gesamtbetrachtung, ( habe jetzt kein Lust dies detailiert auszurechnen) sinkt der Wert für den Verlust des Modells durch technisches Versagen von 30%, auf 28%. Die 0%, wird mann auch mit dem größten technischen Aufwand, nie erreichen können. Man wird sich diesem Wert immer nur annähren können.
    Auf ein anderes Thema übertragen: Ein Atomkraftwerk in der Ukraine betrieben, wird zu 99,9% nicht seine Umgebung verstrahlen. Wenn ich größeren technischeren und personellen Aufwand betreibe, wird ein Atomkraftwerk in Deutschland zu 99,99% seine Umgebung nicht verstrahlen. Diese 0,09% sind sehr teuer erkauft, aber den Aufwand auf jeden Fall wehrt.

    Also, ein zusätzlicher Empfängerakku über simple Dioden entkoppelt, ist eigentlich ein minimaler Aufwand im vErgleich zu den beiden DSL Empfängern und lohnt sich bei der L213 schon.

    Thomas
    Viele Grüße

    Thomas
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