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Thema: BAZI von FLUGWERFT EDELWEISS, ein kleiner Baubericht.

  1. #1
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    Standard BAZI von FLUGWERFT EDELWEISS, ein kleiner Baubericht.

    Hallo an alle,
    kennt ihr das?
    In einer Zeitung liest man einen Bericht von etwas, das man jahrelang nicht beachtet hat und ist danach plötzlich Feuer und Flamme.
    So erging es meinem Freund Jürgen und mir als wir in einer Ausgabe der MFI von 2007 auf das Thema Modellfallschirmspringen stießen.
    Der Funke sprang sofort über und uns war klar das wir so einen Springer haben müssen!
    In der MFI wurden diverse Springer vorgestellt aber die Ausgabe war, wie schon gesagt, von 2007.
    Da muss sich doch seit dem etwas neues am Fallschirmspringerhimmel aufgetan haben oder nicht?
    Nach Recherchen im Internet kamen wir auf den Fallschirmspringer Bazi von http://www.flugwerft-edelweiss.de/ dessen Konzept uns am schlüssigsten war.
    Nach einem (länger dauernden) Anruf bei der Flugwerft Edelweiss waren alle Fragen beseitigt und der Bazi wurde samt passender Springerkombi,dem Packsack mit Gurtzeug und Schuhen in der von uns ausgewählten Farbkombination bestellt.
    Ebenso wie 2 verschiedene Absetzvorrichtungen, so genannte Drop-Boxen: Einmal die Drop-Box - Basic (für eine Wilga) und eine Drop-Box - Vario zur Montage an einer pipertypischen Verstrebung.
    Das "Rundum sorglos Paket" also.
    Die versprochene Lieferzeit von 2 Wochen (der Schirm wird außer Haus gefertigt) wurde exakt eingehalten und über die Qualität und Passgenauigkeit der gelieferten Ware waren wir dermassen begeistert dass wir beschlossen einen Baubericht zu schreiben und über unsere Erfahrungen mit dem Bazi zu berichten.
    Hier also die ersten Bilder:

    Alles befand sich sehr sorgsam verpakt in einzelnen Tüten und der Schirm hat sogar einen eigenen Aufbewahrungssack mit Schlaufenzug, sehr löblich.
    Name:  P1060756a.jpg
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    Der Kopf mit Händen und Füßen. Alles aus einem recht harten (aber nicht sprödem) "Plastikschaum" gefertigt.
    Name:  P1060759a.jpg
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    Hier die beiden Drop-Boxen die fertig montiert geliefert werden, selbst die Gummibänder und die Kugelköpfe sind schon dran!
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    Das Sortiment an Kleinteilen ist wirklich Vollständig:Schrauben,Gabelköpfe,Gewindestangen,CFK Frästeile,Kugellager.... alles dabei!Name:  P1060757a.jpg
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    Die Schuhe gefallen meinen Kindern besonders gut. Natürlich linker und rechter, wie es sich gehört.
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    Der Schutzbeutel des Schirms.
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    Und hier ist das gute Stück einmal ausgepackt (nein, der Schuh in Größe 45 gehörte nicht zum Lieferumfang, er dient zum Größenvergleich ) Der Schirm nennt sich Vector LX und misst ca. 170 x 70 cm. Er macht einen super Eindruck auf mich: Alle Nähte sind sauber vernäht und die Qualität des Fallschirmgewebe beeindruckend. Alle Leinen an der Kappe sind gespleist und die Anlenkpunkte mit Verstärkungsgewebe versehen. Sieht klasse aus.
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    Die Springerkombi. Hier hat sich jemand echt Mühe gemacht! Ein stabiler Reißverschluss,Gummibündchen an den Armen, Aufgenähte Verzierungen und sogar ein richtiger Kragen.
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    Zu guter letzt der Paksack und das Gurtzeug. Genau wie beim Schirm und der Kombi kann man auch hier die eigenen Farbwünsche realisiert bekommen. Der Sack ist aus dauerhaftem Stoff (wohl Nylon) und das 2 farbige Gurtzeug sogar mit original aussehenden Schnallen versehen.
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    So, für heute erstmal genug.
    Mal sehen ob sich der gute Eindruck auch im Bau fortsetzt.

    "Blue Skies!"
    Matthias
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  2. #2
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    Standard BAZI !

    Hallo Matthias,

    ich freue mich auf Dein Baubericht und die Bilder.

    Könntest Du vielleicht den Bausatz mal wiegen?

    Ich liegen mit meinen Bazi Sprungfertig gerade mal bei 1235 gr. und brauch bei Wind nicht mal aufbalastieren!

    Der Schirm geht Wirklich gut gegen Wind und ist sehr agil!

    Bin total begeister vom Bazi und vom Schirm!

    Die Qualität ist echt Super!

    Gruss Timo
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  3. #3
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    Hallo an alle,

    @Timo: Der Bausatz der Puppe wiegt ca. 630 g , nackig. Klingt sehr gut oder?
    -Welche Servos hast Du verbaut?
    -Welchen Akku hast Du?

    dann wollen wir mal starten.

    Ich beginne mit den Beinen.
    Hier sieht man mal alle Teile die für die Beine benötigt werden:

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    Nehmen wir uns also den Unterschenkel vor.
    Er besteht aus 4 Seiten und 2 Deckeln die miteinander zu verkleben sind und durch die Deckel verschlossen werden. Ich verwende für meine Klebungen nur Ponal express, da ich seit Jahren nichts besseres für Holzverklebungen kenne und empfehle ihn an dieser Stelle auch jedem anderen. In die Bohrungen sollte man mit einem M4 Gewindebohrer noch ein Gewinde einschneiden damit die Dämpfer später einfach eingeschraubt werden können. Die kleine Schraubösen (eine biegen wir etwas auf damit man was ein und aushängen kann) bringen wir in die angedeuteten Bohrungen ein , an ihen wird später das Band befestigt um die Beine nach hinten zu bringen. Des Weiteren habe ich darauf geachtet das ich immer ein rechtes und ein Linkes Bein erstelle was sich beim Unterschenkel nur durch die Position des Seitenteils mit den Löchern bemerkbar macht. "Eigentlich egal" werden einige jetzt sagen, diese werden ja nach dem einbringen von PU Leim auf die später eingedrehten Dämpfergewinde eh verschlossen und unter der Kombi sieht man sie nicht. Das stimmt zwar aber spätestens beim Oberschenkel klappt das nicht mehr, also gewöhnen wir es uns gleich an.

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    Nun zum Oberschenkel.
    Hier stelle ich eine geniale Sache fest die sich durch den kompletten Bausatz zieht: Die Teile sind so konstruiert worden das die Verzapfungen nur in einer Stellung zueinander passen was bedeutet das eigentlich kein falscher Zusammenbau möglich ist, echt Klasse!
    Aber denkt dran: Einen Linken und einen Rechten, kein Frässatz kann das Hirn des Erbauers ersetzten.
    Also die 4 Seiten in der passenden Konstellation verleimen und wieder die Deckel drauf. Nach dem trocknen wird hier noch ein Messingrohr als Führung für den Gewindestab, "das Hüftgelenk", abgelängt und eingeklebt. Für diese Verklebung habe ich dann Sekundenkleber verwendet.

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    Den Fuß bohr man am besten mit 2,5 mm auf und schneidet ein M3 Gewinde ein welches auch in den unteren Lochdeckel des Unterschenkels eingebracht wird.

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    Danach kann man entweder die Beine verschleifen und anschließend mit Clou Schnellschleifgrund behandeln oder man macht es später und setzt schon mal die Dämpfer ein. Ich habe es vorher gemacht aber zeige hier mal alles um das Kapitel "Beine" komplett zu haben.
    Die Dämpfer habe ich ein wenig eingeschraubt und dann Sekundenkleber auf das Gewinde und anschließend eingedreht bis die Beine Ausgerichtet waren. Hier ist zu beachten das die Unterschenkel möglichst Rechtwinklig stehen. Das kontrolliert man am besten mit einem Geodreieck oder einem anderen Winkel. Bei den Dämpfer für die Füße verfahren wir genauso und haben nach dem trocknen ein paar stabile Beine.
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  4. #4
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    Kommen wir zum Oberkörper:

    Hier wieder mal eine Übersicht der Teile:

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    Der Rumpf:
    Auch hier ist wieder die geniale Konstruktion auffällig. Die Teile passen echt nur in einer Position.
    Den Rumpf baut man am besten in einem Rutsch da die Teile ja alle ineinander greifen und der Leim "nur" etwa 5 minuten Topfzeit aufweist.
    Länger braucht man aber auch nicht!
    Man sollte ihn vorher trotzdem mal trocken zusammensatzen um später nicht unnütz dauernd in den Leim zu greifen.
    Nun Ponal drauf und ab gehts, wie gesagt: Absolut selbsterklärend.

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    Die Einschlagmuttern verklebe ich auch schon immer mit Ponal, wer will soll eben Epoxy nehmen. Im Frässatz liegen extra 2 hölzerne Scheiben bei um die Muttern einzuschlagen. Da diese ja dicker sind als das Sperrholz (3,5 mm) werden diese Scheiben untergelegt um die Werktischplatte nicht zu beschädigen.
    Schon wieder toll mitgedacht!

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    Wem das zu brutal erscheint (oder an die schlafenden Kinder denken muss ) kann solche Muttern auch einziehen. Mann benötigt nur eine Schraube mit passendem Gewinde.

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    Der Hals:
    hier verleimt man als erstes 2 ganze Scheiben (sehe gerade das mein Bild nur eine oben zeigt es sollen aber 2 sein) in die man dann den Sperrholzstreifen steckt um danach eine Halbe dann wieder eine Ganze und anschließend wieder eine Halbe gefolgt von drei ganzen Scheiben fädelt. Nun schaut unten noch ein Stück des Streifens raus mit dem wir den Hals in die letzte verbleibende Nut auf der Oberseite des Oberkörpers verleimen. Orrientiert euch an der Bohrung für den Auslösemechanissmuß.

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    Der Kopf:
    An diesem markieren wir uns 30 mm Abstand von Kappenrückseite und trennen den Hals sauber und rund ab. Nun kann man den Kopf sauber saugend auf den Hals schieben. Wir markieren uns die 2 Spalte die der Hals vorgibt und arbeiten diese mit dem Dremel oder einem Sägeblatt sauber aus, fertig.

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  5. #5
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    Die Arme
    Wohl das entscheidende Teil an einem Springer. Beim Bazi wird es ein knickbarer Arm aus Holz und CFK.
    Hier wieder ein Überblick der Teile:

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    Der Unterarm
    Hier leimen wir zuerst die längeren 3 Teile so zusammen das die Form sich deckt und das Teil mit den Schlitzen in der Mitte liegt, danach werden die beiden Kürzeren Teile außen aufgesetzt. Wenn das getrocknet ist boren wir hinten und vorne die Schlitze mit 2,5 mm auf und schneiden wieder unser M3 Gewinde hinein. Nun trennen wir den beiliegenden M3 Gewindestab und schrauben in unter zu Hilfe nahme von Seku vorne ein. Darüber kommt die U-Scheibe welche ebenfals mit Seku. geklebt wird. Hinten kommt die vorher auf etwa 8 mm abgelängte messingfarbene Augenschraube rein, natürlich wieder mit Seku.

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    Nun wird die Kontur des Unterarmes gefeilt oder am Bandschleifer erstellt in dem man immer um die U-Scheibe entlang schleift.
    Diese dient sozusagen als Schablone = Klasse Idee.
    Jetzt werden die kleinen Kugellager noch in die vorhandenen Löcher gedrückt und die Hände gebohrt, mit M3 Gewinde versehen und mit Seku. aufgeschraubt. Die kleinen Ösenschrauben können ohne vorbohren in die Hände geschraubt werden und schon haben wir ein paar perfekte Unterarme erstellt.

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    Der Oberarm
    Er wird aus 2 CFK Platten und einigen Schrauben erstellt. Wir bestücken eine Platte mit den langen 6-Kantschrauben und kontern sie mit den selbstsichernden Muttern unter die ich aber trotzdem immer noch etwas locktite mache.
    Hierbei ist darauf zu achten das die Muttern mit einer Flanke flach am hölzernen Unterarm anliegen und nicht mit einer Kante.
    Da diese nämlich den mechanischen Anschlag darstellen, würde uns das Ausschlag kosten!
    Der Kugelkopf kommt auf die Außenseite der CFK Platte damit er später mit dem Außschnitt am Rumpf fluchtet. Nun wird die 2te CFK Platte aufgelegt und mit locktite verschraubt. Aber mit gefühl, der Arm brauch unbedingt Spiel damit er absolut leichtgängig bleibt sonst kostet uns das nur unnötig Servokraft.
    Das richtige Spiel hat man wenn der Unterarm ohne Widerstand hin und her fällt wenn man den Oberarm bewegt.

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    Jetzt müssen wir den kompletten Arm am Rupf befestigen und gehen dazu folgender Maßen vor:
    Als erstes bringen wir den 2ten Kugelkopf (an dem der Gewindestab und der Gabelkopf angebracht ist und dessen Augenschraube nun hintem im Unterarm steckt) mit den beiden Hülsen an der Schulter des Rumpfes an.
    Dieses gelingt am allerbesten wenn man eine Sprengringzange zu Hilfe nimmt mit der man die beiden Holzlaschen auseinander drückt da es unter Spannung eingesetzt werden muss um einen genau definierten Abstand zu gewährleisten.
    Anschließend wird der Komplette Arm mit dem Dicken Bolzen an der unteren Bohrung der Schulter befestigt. Hier ist darauf zu achten das die Teflonscheibenzwischen CFK und Holz zu platzieren sind. Wie auch schon beim Unterarm gilt es auch hier das Spiel, über anziehen und lösen dieser Verschraubung, so einzustellen dass der Arm ohne Kraft zu bewegen ist.

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    Nun da der Arm an der Schulter befestigt ist, sollten der maximale Ausschlag "nach oben" jeweils 90 Grad sein. Sollte der Unterarm keinen rechten Winkel zum Oberarm aufweisen schaut nach der oberen langen 6-Kantmutter, bestimmt berührt diese den Arm nicht mit einer Flanke sondern bestimmt mit einer Kante!
    Das sollte dann so aussehen:

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    In dieser Lage stellen wir nun auch die Verbindung von Unterarm zu Schulter her, und ein.
    Wir drehen den Gewindestab so weit wie möglich in den Gabelkopf der an der Schulter befestigt ist und stellen nun mit dem Gabelkopf die passende Länge zur messing Augenschraube des Unterarms her.
    Somit ist die Zwangssteuerung des Arms Hergestellt.

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    Das sind die maximalen Ausschläge, nicht schlecht oder? :

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  6. #6
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    Standard Abschlußarbeiten Rumpf

    So, nun zu den letzten Arbeiten am Rumpf.
    Wenn man es noch nicht getan hat ist nun das Verschleifen der Kanten und anschließende streichen mit Clou Schnellschleifgrund angesagt.
    Das stellt keine besondere Anstrengung da, da hier ein wirklich toll gefräster Teilesatz geliefert wird.
    Ist jemandem Aufgefallen das ich nicht einmal geschrieben habe das etwas angepasst werden soll?
    Hier passt einfach alles ohne Nacharbeit perfekt ineinander! Klasse.
    Daran sind wohl die kleinen Bohrungen in den Ecken einer jeden Aussparung verantwortlich.
    Es ist wohl wesentlich aufwändiger zu fräsen aber beim Zusammenbau fallen keine zusätzlichen Arbeiten wie Eckenausfeilen... mehr an. Es stand zwar geschrieben "plug and play" aber das hat man ja schon oft versprochen bekommen, hier trifft die Aussage allerdings zu. Diesen Springer kann man wirklich auf einem Couchtisch bauen ohne dass einem der Haussegen danach schief hängt weil das Wohnzimmer voller Schleifstaub ist.
    Sowas nenne ich wahren Service für den Kunden.
    Scheinbar achtet hier jemand nicht auf schnelle Fräszeiten und hohe Absatzzahlen sondern eher auf Qualität und Kundenzufriedenheit!
    Das es sowas in der heutigen Zeit noch gibt verdient ein extra Lob von mir.
    Hut ab Flugwerft Edelweiss, bleibt so.

    Nun zurück zum Bazi.
    Es fehlen jetzt eigentlich nur noch die Gummibänder und der Innenausbau. Die Servos bringt mein Bekannter am Montag mit weshalb ich nun nur noch die Gummibänder an den Beinen befestigen werde und dann den Sonntag baufaul auf der Terrasse verbringe.

    Für die Montage der Bänder hat sich der Hersteller auch wieder etwas besonderes einfallen lassen um den Abschnitt so einfach wie möglich zu gestallten. Die Gummibänder werden von jeweils 2 kleinen CFK Plättchen, die mit dem Gummi verklebt und mit dem Rumpf verschraubt werden, gehalten. Den oberen Befestigungsort zeichnet man mit Hilfe einer Schablone an, die man später auch als zusätzlichen Deckel für den Bauch verwenden kann, auf den man evtl. benötigte Klebebleigewichte aus dem KFZ Bereich (je nach Windstärke) befestigt. Genial.
    Dann zeichnet man sich auf den Beinen einen Abstand von 30 mm an. Dieses bildet die Markierung für die Oberkannte des unteren CFK Plättchens. Hier ist zu beachten das die Plättchen so angebracht werden das die Seite mit den 2 Schraubenlöchern immer in Richtung Gummi zeigt. Jetzt dünn vorbohren und anschließend das Plättchen mit Sekundenkleber auf das Gummi und den Gummi (im Bereich unter dem Plättchen) mit Seku. auf den markierten Bereich des Rumpfes aufsetzen und fest schrauben.
    Symbolisch habe ich hierzu mal ein oberen und unteren Befestigungspunkt Fotografiert, es muss natürlich auf der gegenüberliegenden Seite auch befestigt werden.

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    So, nun noch eine Anzugsprobe, steht ihm gut oder?

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    Dann bis Montag.
    Schönes WE und "Glück ab"

    Matthias
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  7. #7
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    Standard Bazi einbauten !

    Hallo Matthias,

    sehr schön! gefällt mir Dein Bericht ;-)

    Servo´s habe ich http://www.hitecrc.de/store/product....cat=334&page=1 die genommen.

    Akku ist ein 2s Lipo mit BEC auf 6V geregelt.

    und einen Para Mix verwende ich auch.

    Gruss Timo
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  8. #8
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    Hallo an alle,

    @Extreme.tk: WOW! aber das Servo ist mir zu teuer, ich probiere es erstmal mit den noch vorhandenen Restbeständen eines Chinesischen Billigprodukts.

    Also auf zum Endspurt.
    Die RC Komponenten
    In den Gabelkopf des Armes schrauben wir ein Stück M3 Gewindestab ein den wir ca. 10mm rausschauen lassen.

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    Erstmal bauen wir die 3 Servos wie auf dem folgenden Bild ein.

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    Die auf dem oberen Bild zu sehenden Metallgabelköpfe habe ich ersetzen müssen da sie einfach zu lang sind und man mit ihnen unheimlich viel Armausschlag verschenkt. Gerade das ist aber das besondere beim Bazi, der unheimlich große Bewegungsradius der Armkonstruktion.
    Abhilfe schaffen hier nur die CFK Gabelservohebel 20mm von Gabriel Stahlformenbau!
    Die Null-. oder auch Flugposition der Arme ist so einzustellen das die Hände etwa Schulterhöhe haben.

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    Nun baue ich mir noch ein Standartschalter in die bereits am Rumpf vorgesehene Aussparung mit der Position "ein" in Richtung Rücken. Das ist deshalb wichtig damit man ihn beim einbringen des Bazi in die Absprungvorrichtung nicht versehentlich aus schaltet.

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    Als Akku wird von der Flugwerft Edelweiss ein 2 Zellen LiFePo mit etwa 1100 mAh empfohlen da diese Zellen am unempfindlichsten gegen Stöße sind. Deiser Akku passt auch perfekt in den seitlich angebrachten Einschub der später mit einem Deckel verschlossen wird.
    Damit ich den Akku trotzdem nicht jedesmal zum Laden rausholen muss habe ich einen Schalter mit Ladekabel gewählt und dieses einfach zwischen den Servos auf der Brustseite nach außen geführt, so muss der Bazi zum laden nicht jedesmal striptease machen sondern nur ein wenig den Reißverschluß des Overalls öffnen.

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    Jetzt schieben wir den Kopf auf den Hals, fräsen (oder sägen) die beiden Schlitze frei und schrauben den Kopf mit den letzten beiden verbleibenden Schrauben am Hals fest.

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    So, jetzt den Bazi ankleiden und das wirklich gut gemachte und sauberst verarbeitete Gurtzeug sammt Packsack aufschnallen, die Schuhe anziehen (also die vom Bazi ) und nach belieben anmalen.
    Jetzt ist die Puppe fertig und sieht bei mir so aus:

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    Als letztes bleibt uns nur noch die Steuerleine und die Vorbremsung des Schirmes einzuknoten.
    Die Flugwerft Edelweiss empfiehlt hier die Schlaufe der Vorbremsung bei ca. 350 mm, ab Einknüpfung der Leine, und die Schlaufe der Steuerleine bei ca. 630 mm anzubringen.
    Damit man spätere veränderungen der länge noch vornehmen kann habe ich die Leinen nicht bündig nach der Schlaufe abgeschnitten, sondern ca. 50 mm länger gelassen und in 2 Schlaufen gelegt welche ich unter Schrumpfschlauch "versteckt" habe.
    So kann ich evtl. Veränderungen vornehmen und trotzdem stören keine loosen Schnurenden.

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    Tja, das war es erstmal vom Bau.
    Als nächstes steht dann der Erstsprung an bei dem ich dann auch über das Einhängen des Schirmes berichten werde.
    In diesem Sinne:
    Glück ab
    Matthias
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  9. #9
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    Standard Bazi sei Dank war der Samstag ein voller er

    http://www.rc-network.de/forum/showt...t?goto=newpost


    Überschrift: Bazi sei Dank war der Samstag ein voller Erfolg!
    Geändert von Extreme.tk (27.05.2012 um 13:24 Uhr) Grund: Leider verdrückt ;-)
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  10. #10
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    Standard

    Na, wo bleibt denn dein weitere Baubericht?
    Vielleicht hast Du auch ein Video wie Du den Fallschirm packst. Das wäre hier auch nicht schlecht.

    PS:Bitte in das Forum Fallschirmspringer & Paraglider
    Wer nicht wagt, der nicht gewinnt
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  11. #11
    User Avatar von N. Fräulin
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    Standard

    Hallo,

    dass das Gurtzeug etc. so Scale ist hat nen wichtigen Grund!

    Gibt sonst Abzug beim Wettbewerb, wenn nicht alles vorhanden ist

    Gruß Niko
    Meine Page: www.nikofraeulin.de
    Youtube: www.youtube.com/user/BamlachNF
    >> BADEN ACRO TEAM <<
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  12. #12
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    Standard Erstsprünge auf Video

    Hallo an alle,
    gestern war es endlich soweit.
    Alle hatten Zeit und das Wetter war super für das eintrimmen des Bazi.
    Wir machten 6 Sprünge bevor es dann doch zu regnen begann.
    Alle sind erfolgreich gewesen, kein einer Schirmverwickler und auch keine Außenlandung.
    Auch wenn die Sprünge harmlos aussehen (waren sie ja auch) hat es tierischen Spaß gemacht.
    Nach jedem Sprung des Bazi haben wir etwas an den Steuerleinen eingestellt und es im nächsten Sprung wieder überprüft. Dadurch haben wir nun den Springer optimal auf "geradeaus" gebracht. Dem entsprechend unspektakulär sehen die Sprünge aus aber zeigen eben den Anfang eines jeden Springerdaseins.
    Das einschätzen der Flugbahn des Springers gelang mir ganz gut und so konnte ich bei meinem 2ten Sprung bis auf 1 m neben mir landen. Leider gibt es davon keine gute Aufname.
    Die nächsten Sprünge werden wir mal die agilität des Bazi testen, ich werde berichten.

    Also hier noch schnell die letzten tätigkeiten:

    Der Schirm:
    Er wird über die bereits zusammengefassten Leinenenden mit Schlüsselringen an den Ösenschrauben an der Rumpfoberseite eingehängt.
    Die Steuerleinen werden durch die Ösenschraube der jeweiligen Hand geführt und ebenfalls an den Ösenschrauben an der Rumpfoberseite eingehängt, ich habe hierzu 2 kleine Schlüsselringe aus dem Baumarkt verwendet.
    Die oben erwähnten Knoten der Steuerleinen habe ich wieder geöffnet und nur eine Schlaufe geschlagen über die der Schrumpfschlauch und das innere einer Lüsterklemme geschoben wurde, so kann die Länge der Leinen zum Austrimmen der Flugbahn schneller verstellt werden.

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    Das Packen:
    Hier verweise ich direkt auf die Packanleitung der Fluwerft Edelweiss http://www.flugwerft-edelweiss.de/ti...-rc-fallschirm.
    Genau so habe ich ihn verpackt und damit ging er immer auf. Da sollte man keine Experiment machen denn ein sorgfältig gepackter Schirm ist unerlässlich!
    Ist der Schirm verpackt wird die Sicherheitsleine in den Packsackverschluss eingesetzt, sie verhindert auf einfache aber werkungsvolle Weise, ein zu frühes öffnen des Schirmes im Modell und damit den Absturz der Absetzmaschine!
    In den unteren Schlitz hakt man die beiden Leinen der Vorbremsung, und in den oberen Schlitz den Packsackverschluss ein.
    Danach ist er Absprungbereit.

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    Einsetzen in die Drop-Box:
    der Springer wird mit dem Packsack einfach in die Drop-Box eingesetzt und mit dem, schon vorab fest angebrachten Gummiband an der Auslösevorrichtung angeschnallt. Danach hängt man nur noch die Sicherrungsleine (Lebensversicherrung für die Schleppmaschine) ein und es geht los.
    Wir haben einen alten Schlepper eines Vereinskameraden benutzt und somit dessen "Flugleben" einen neuen Sinn gegeben.

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    Das Video:




    Fazit:
    Ganz am Anfang dachte ich auch ich bau mir mal eben einen "Selbstbauspringer aus dem Internet" aber wer sich mit der Materie beschäftigt merkt schnell das man es hier nicht mit einer einfachen Holzpuppe zu tun bekommt sondern mit einem sehr komplexen mechanischen Konstrukt bei dessen Konstruktion sich sehr schnell die Spreu vom Weizen trennt.
    Nach dem ich nun am Ende des Bauprojekt RC Fallschirmspringer Bazi angekommen bin ich wirklich voller Lob für die Flugwerft Edelweiss.
    Hier kauft man nicht einfach einen Springerbausatz bei dem man sich noch irgendwo einen Kopf, Hände oder Füße besorgen muss sondern ein ganzes Konzept das auch wirklich perfekt funktioniert.
    -Was mir hieran Bausatzqualität verkauft wurde ist ohne makel!
    -Es hat alles gepasst!
    -Nichts musste nachbearbeitet werden!
    -Der Bausatz war wirklich vollständig und selbst die Drop-Boxen sind absolut spitzenmäßig verarbeitet und sogar schon montiert!

    Weiterhin möchte ich den Service am Kunden sehr hervorheben.
    Wo gibt es denn das noch das man den Konstrukteur, den Hersteller, und den Selbstflieger am telefon hat und dieser sich auch gerne mal eine halbe Stunde Zeit nimmt um alles genau zu erklären bis man es wirklich verstanden hat weil ihm der Kunde und dessen Zufriedenheit das scheinbar wichtigste an seinem Schaffen ist?!?!?
    Wahnsinn, Flugwerft Edelweiss, bleibt bloss so! Das ist einzigartig.


    Ich bin wirklich sehr angetan vom Bazi und kann ihn nur jedem uneingeschränkt empfehlen und wer denkt ich übertreibe mit meinen Lobesgesängen der soll es selbst ausprobieren und dann mit einstimmen.

    Gruß
    Matthias (und Bazi )
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  13. #13
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    Standard Baubericht BAZI !

    Hallo Matthias,

    ein Super Bericht von Dir!

    Gruss Timo
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  14. #14
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    Standard Modifikation der Leinenbefestigung

    Hallo,
    hier noch mal ein Foto das der Verdeutlichung der Steuerleinenbefestigung am Torso dient.
    Der Durchmesser der Lüsterklemmenöffnung (wo normalerweise die Kabel eingeführt werden) beträgt ca. 4 mm , der des Schlüsselringes 14 mm.

    Name:  P1070011a.jpg
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  15. #15
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    Standard

    Damit die Puppe beim öffnen nicht in den Fallschirm rein hüpft und auch keinen Leinendreher gibt wird meist ein Slider verwendet. Auch nach dem öffnen wird der Springer etwas abgebremst.
    Der Bazi besitz keinen Slider oder ähnliches. Braucht ihr keinen oder meint ihr die das da nichts passieren kann?
    Wer nicht wagt, der nicht gewinnt
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