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Thema: Reglerabschaltungen im Sommer -Erfahrungen

  1. #16
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    Das ist ein Problem dass ich bei Stellern unterschiedlichster Hersteller bei hohen Aussentemperaturen erlebt habe.
    Speziell tritt das Problem bei starkem Teillastbetrieb auf (EDF, F3A) und Zellenzahlen am Steller Limit auf.
    Meine Abhilfe: zusaetzlichen Kuehlkoerper aus dem Elektronikshop (1-2€) montieren und Ruhe ist.
    Just my 2 cents.
    Ach ja, BEC vermeiden und separaten Akku fuer den Rx verwenden.
    Stephan
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  2. #17
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    Hallo Stephan,
    Kühlkörper helfen-aber leider nicht immer. Mein Maco- Jet schaltet bei 27 Grad Aussentemp. nach 4 Min. ab (6 S 97 A. mit 120er YGE). Meine rote Hunter hat schon bei 25 Grad abgeschaltet (Motor 10er Tenshock 2000 KV). Die Regler sind 2 Jahre alt und stecken im Winter alles weg! Waren bislang alle auf Autotiming -das mache ich künftig nicht mehr, sondern suche lieber eine low-Variante.
    Gruß
    Jürgen
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  3. #18
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    Hallo Jürgen

    Meiner Meinung nach wird der Regler/Steller im roten Modell gar nicht so gut gekühlt ,wie man sich das manchmal vorstellen möchte.Ich denke da gibt es zu viele Verwirbelungen bei den Kühlrippen,ohne das Wärme abgefürt wird.Da bringt eventuell ein kleiner Ventilator von oben drauf und seitlich weg ,mehr Kühlleistung/Wärmeabfuhr. Bin aber kein Luftströmungsgelehrter,nur so gefühlsmäßige Erfahrung. :-D

    Gruß
    Hermann
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  4. #19
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    Autotiming
    Die Auskunft habe ich von Ludwig Retzbach, der letztes Jahr mal einen ganzen Haufen Regler vermessen hat:

    Autotiming bedeutet bei vielen Reglern nicht das sie sich "Anpassen", sondern schlicht 30 Grad. (Equivalent zu "High") Der Grund ist das mit so einem Setting jeder Motor - gerade auch Hochpoler - ohne Einstellungsänderung zum Laufen zu bekommen ist (selbst Zweipoler, mit schlechtem Wirkungsgrad, aber immerhin es dreht sich).

    Ergo immer erst per Proc-Card/Stick das Timing passend zum Motor programmieren. Das bringt dann gffs. etwas weniger Leistung aber spart Strom und Wärmeentwicklung.

    Gruß

    Frank
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  5. #20
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    Standard Abschalter bei 4 S ?

    Nein, Abschalter bei 4 S habe ich noch nie gehabt. Bei meinen kleinen Schäumlingen z.B Phase 3 F-16 oder Meteor gab es -egal wie hoch die Aussentemp. war -niemals Abschaltungen. Obwohl mit 2 W 18 Motoren (55 A.) und einem preisgünstigen 60 A. Robbe Roxy Steller eher knapp aus gelegt. Meine Aeronaut Panther flog Jahre, bis auf 6 S und 80 Amp. hochgerüstet, immer ohne Abschalter. Ab 6 S und jenseits 90 Amp. wird es gefährlich! Deshalb sieht man jetzt bei uns im Verein immer mehr Hobbywing Pentium im Einsatz. Die bringen halt mit UBEC dann 175 g auf die Waage -bleiben aber selbst bei 6 S und 120 Amp. noch kalt.
    Gruß
    Jürgen
    Ps. ich will die Pentium auch nicht über den grünen Klee loben. Im Hubi-Forum wird da auch über Abfackeln berichtet- Tenor: entweder sie gehen nur 3 Flüge oder sie halten ewig.
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  6. #21
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    Standard Regler Kühlung

    Zur Reglerkühlung gehört meiner Meinung nach auch, dass Luft DURCH den Regler kann und die dann auch abgeführt werden kann!!
    Wenn nur ein Kühlkörper in den Kanal ragt und rundum mit "Silikon" abgedichtet wird - stirb auch der Regler an HITZESTAU (einfach ausgedrückt).
    Ein Cola wird auch nicht erfrischend kühl wenn ich die Dose nur an die Aussenwand des Kühlschranks stelle...

    Ich hatte mit Spinn99 immerwieder Absteller bei 8 -10s und max 98A - trotz Abschalt-Temp.-Erhöhung und Kühlung. Jetzt verwende ich für HV die FOXY120A Regler vom örtlichen Händler. Die haben auch bei 135A Spitzenstrom an 10s noch keine Probleme verursacht und sind mit ca 120€ auch deutlich günstiger als vermeintliche "Qualitätsware".

    Kühlen Kopf bewahren
    Georg
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  7. #22
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    Also meine drei Fälle soweit:

    1) CMPHawk mit Midifan und Tenshock 22-30-10 mit YGE120LV (internes BEC): Abschaltung nach 2 Minuten Halbgasfliegerei (Erstflug), Absturz;
    Regler war direkt hinter einer Lufthutze des Modells eingebaut;

    2) Testlauf im Viperjet, Midifan uns YGE90HV (extenes BEC), Abschaltung nach 2,5 Minuten. Regler im Duct eingebaut.

    3) Habu32 mit Jetfan80 und YGE120HV, Abschaltung nach 2 Minuten.


    Temperaturen hier im Sommer sind dauerhaft über 30°C, ich brauche also eine dauerhafte Lösung.

    Ich wäre bereit, einen PC-Lüfter zusätzlich auf den Regler anzubringen, der die warme Luft innerhalb des Rumpfes vom Kühlblech absaugt. (oder wäre "draufblasen" besser?)
    Es müßte also ein kleiner Lüfter sein, 30mm ist glaube ich das kleinste, und man müßte ihn mit 12V versorgen.
    Wie bekomme ich denn die 24V vom Flugakku auf 12V reduziert ? Ich will ja nicht noch extra nen "Kühlerakku" einbauen.....
    Gruß Oliver
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  8. #23
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    Hallo Leute!

    Aus leidvoller Erfahrung haben sich folgende Erfolgsfaktoren für ein Temperaturfestes Reglersetup herauskristalisiert:

    - kein BEC
    - Regler muss 20% mehr Strom können
    - Immer die Hochvoltausführung mit Optokoppler nehmen auch wenn es teurer ist
    - Regler Bauweise mit Kühlkörper und kein!!!!! Schrumpfschlauch
    - Hochwertregler sind nicht zwingend EDF tauglich
    - Kein Autotiming
    - Kabelverlängerung nur an den 3 Motorkabeln
    - Reglerkühlkörper müssen!!!!! In den Impellerluftstrom hinein stehen auch wenn es nicht gut ausieht

    Seit ich diese Faktoren ausnahmslos!!!! beherzige fliege ich auch bei Temperaturen jenseits der 30 Grad.
    Die Reglerkühlung ist wichtiger sie die strommässige Überdimensionierung.
    Ich verwende bei 6-10S mittlerweile die 100A Regler von Hobbywing und die Foxy 120A Regler nicht aus Kostengründen sondern weil sie funktionieren.
    Das sind ausschließlich meine persönlichen Erfahrungen.

    Grüße aus Triest

    Gernot
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  9. #24
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    Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, wie ein PC Lüfterchen den Luftdurchsatz erreichen soll, der bei Fluggeschwindigkeit im Ansaugkanal vorherrscht. Macht mal bei 150 auf der Autobahn das Fenster einen Spalt auf und haltet 2 Finger raus. Genauso gehts im Kanal zu.

    Daß die Regler trotz üppig dimensionierter Kühlkörper abschalten, liegt schon fast unvermeidlich an ihrer kompakten, mehrlagigen Bauweise.
    Die äußere Lage Transistoren hat wahrlich gute Kühlung und liegt direkt unter dem Blech.
    Die Innere Lage Transistoren muss ihre Abwärme durch die Leiterplatte und die äußere Lage hindurch abführen. Die haben weit mehr als den doppelten thermischen Widerstand, werden dadurch auch wesentlich heißer. Durch den doppelten Wärmestrom auf derselben Querschnittsfläche verringert sich die Belastbarkeit der Transistoren gegenüber ihrer theoretisch möglichen (bei optimaler Kühlung) auf unter die Hälfte.

    Der Temperatursensor sitzt (wenn er korrekt plaziert wurde) an der heissesten Stelle und schaltet entsprechend "früh" ab.
    Toll, der Regler überlebt, aber das Modell ist hin. Hier fehlt noch etwas weitergehendes Systemdenken, wie man im Überlebensinteresse der Gesamtanlage eine bessere Frühwarn- Leistungsreduzierung- Notlauf- Strategie fahren könnte. Das geht an die Reglerhersteller und ist hier weniger Thema.


    Mein Lösungsansatz würde ganz klar auf Innenkühlung gehen.
    Viele schneiden doch sowieso Zusatzlöcher in den Kanal um den Innenraum abzusaugen. Im Kanal ist bei Motorleistung immer Unterdruck. Wenn man dem Regler den Schrumpfschlauch vorn und hinten beschneidet, dann einen Schlauch oder Kunststoffrohr am hinteren Ende des Reglers andockt und aufs Loch im Kanal klebt, dann ziehts durch den Regler durch wie ein Staubsauger.
    Die Wirkung müsste mal mit einem Regler mit Temperaturlogger geprüft werden. Ich hab sowas leider nicht.

    Gruß,
    Claus
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  10. #25
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    Zitat Zitat von g.neuboeck Beitrag anzeigen
    - Immer die Hochvoltausführung mit Optokoppler nehmen auch wenn es teurer ist
    Das möchte ich hinterfragen, bzw. andiskutieren.

    * Immer Optos bevorzugen --- ja. BEC bringt zusätzlich Wärmeentwicklung und ist räumlich zu trennen. Rein der thermischen Probleme wegen kann man aber auch einen BEC Regler nehmen, Plus abtrennen und ein externes BEC verbauen.

    * Immer Hochvolt --- nicht generell, zumindest nicht bei 6S Akkus. HV Regler haben Transistoren der 60V Klasse, "normale" 6S Regler haben 30V Transistoren.
    Die 60V Transistoren bezahlen ihre Spannungsfestigkeit mit erhöhtem R_DS_On (Durchschaltwiderstand) und werden bei gleichem Strom und ähnlicher Preisklasse heißer.
    Daher müssen HV Regler, sollten sie den gleichen Strom auf demselben Bauraum durchsetzen wollen, die besten teuersten Transistoren verbauen, welche man bekommen kann. Wird so ein Regler mit nur 6S betrieben, ist das Geld unter Umständen umsonst ausgegeben, für eine Eigenschaft, die bei 6S Betrieb keinen Vorteil bringt. HV bedeutet also erstmal nur höhere Spannungsfestigkeit, aber nicht automatsich höhere Belastbarkeit.

    Wenn ich also z.B. 100A an 6S ziehe und Hitzeprobleme habe, nehme ich lieber einen 150A 6S als einen 120A HV.

    Claus
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  11. #26
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    @Claus

    Super HIntergrundinformationen, vielen Dank dafür !
    Würde schon wieder meine Kaufentscheidung beeinflussen (Falls China Regler in Frage kommt),
    ob ich einen 150A Opto oder einen 120A HV Opto nehmen würde.
    Bis dato tendierte ich auf den 120A HV.....jetzt vielleicht nicht mehr
    Gruß Oliver
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  12. #27
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    Noch was zu den preiswerten Chinareglern.
    Das sind zwar unglaublich große schwere Klötze, aber sie haben Oberfläche, und damit hohe Querschnittsfläche für die Wärmeabfuhr. Vorausgesetzt man schneidet ein Fenster in den Schrumpfschlauch (wer hat sich das bloß ausgedacht, die Kühlbleche einzuschrumpfen?) und kratzt die Aufkleber runter.
    Mit schwant allerdings, daß im Gegenzug jetzt billigere Transistoren verbaut werden, also der Gewinn an Kühlleistung durch höheren Wärmeanfall zunichte gemacht wird. Die Gesamtkosten gehen dabei runter, werden aber mit Gewicht bezahlt.
    Wenn jemand kaputte YGE HV oder Hobbywing oder anderes Nachbauzeugs hat, kann er mir gerne mal die Transistortypen mailen.
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  13. #28

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    Hi,
    bezgl. HV Reglern:
    Ich hatte heute ein interessanntes Gespräch mit einem Experten: ich brauche einen Rgler der einen Speedcroco der im Stand an 6s 160A nimmt zuverlässig 20 sec. vollgas dreht (im Flug sinds dann eh nur ca.110 A). Ich wollte den 150A LV Typ haben, er hat mir aber dringendst abgeraten und zum 120HV geraten......hmmm was stimmt nun?

    Mfg, EDTB
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  14. #29
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    Mein 2W-Motor zieht im Mini-Fan ca. 60A, der Regler ist ein YGE80. Fakt ist, nach 3 min Flugzeit, mit sagen wir 80% der Zeit bei ca. Halbgas und dem Rest zwischen 75-100% leistung ist der YGE sehr heiss - nein noch keine Abschaltung. Dennoch habe ich jetzt ne Luftführung über den Regler weg integriert, mal schaun was es nutzt. Das der YGE keine Kühlrippen hat wundert mich eh, die Kühlplatte ist mit wegegschrumpft. Kann man sowas nicht mit nem geriffelten Alukühlkörper bestücken............also ich hab jetzt keinen Bock hier mit nem 100er oder 120er Regler zu fliegen. Der 80er war mir teuer genug...........
    garnüscht
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  15. #30
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    Zitat Zitat von g.neuboeck Beitrag anzeigen
    - Regler muss 20% mehr Strom können
    Mach da getrost 35 - 50 % draus. Die 20 % Reserve passen bei konventionellen Antrieben, aber nicht mehr bei den hochtourigen Impellermotoren. Das "Warum" habe ich in meinem vorherigen Posting zu erklären versucht. Bei 450er Helis mit hochtourigen Motoren (3500 KV oder mehr) gibt es auch öfter Probleme mit der Wärmeentwicklung im Steller oder Regler. Tauscht man dann gegen einen 2500 oder 2100 KV Motor mit passendem Ritzel, ist das Problem bei gleicher Rotordrehzahl und Leistungsaufnahme verschwunden. Der Regler bleibt plötzlich kühl oder wird nur handwarm statt heiß. Die Anzahl der Feldumdrehungen ist hier das Problem:

    Mehr Feldumdrehungen = mehr Schaltvorgänge = mehr Schaltverluste = mehr Wärmeentwicklung

    Deswegen würde ich persönlich bei einem hochwertigen Impellermotor mit entsprechender Leistung den Steller immer mit 50 % Reserve kalkulieren.
    Nehmt das Alles nicht zu ernst - es ist doch nur Spaß ;-)
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