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Thema: Herzog - SU, Bildbericht

  1. #1

    Daumen hoch

    Hallo liebe RCN - Leser

    Dieser Thread dient als Grundlage für einen Magazinbeitrag über die in Anlehnung an die Schweden - Sukhoi von Wolfram Herog konstruierte SU.
    Diesen Weg wähle ich, weil der von >>Hermann<< eröffnete Thread: "Schweden SU, ich bin begeistert", unübersichtlich wird.

    Den Konstrukteur der SU, Wolfram Herzog, möchte ich bitten, zu diesem Magazinbeitrag ein Vorwort zu schreiben.

    [ 17. April 2003, 11:55: Beitrag editiert von: Gerhard_Hanssmann ]
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  2. #2

    Zwinkern

    Das Ziel des "Projekt Sukhoi" war es, einen einfachen, unkomplizierten 3D-Funflyer zu bauen. Dieses Ziel wurde voll erreicht, wie die vielen Nachbauten überall auf der Welt beweisen.

    Das Modell kann natürlich noch "luxuriöser" ausgestattet werden - mit verschlanktem Heck, Ruder in Balsa-Bauweise usw. wie die nachfolgenden Berichte zeigen.

    Unser Ziel war es aber immer, den Bauaufwand und die Kosten in Grenzen zu halten, da wir nicht so viel Zeit zum bauen hatten.

    Viele Nachbauer haben mich gefragt, ob es denn immer so ein teuerer Antrieb sein muß ? Nun meine Meinung dazu: Lieber das Modell einfach halten und selber bauen. Das gesparte Geld besser in einen "Bürstenlosen Motor" investieren und Spaß haben als mit einen vermurksten ARF Flieger aus Fernost mit Billigmotor rumgurken.
    (nicht alle ARF Modelle sind Murks - aber leider sehr viele.. )

    [ 15. Juni 2003, 00:27: Beitrag editiert von: W Herzog ]
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  3. #3

    Beitrag

    Bau-, Auslegungs- und Flugerfahrungen des Elektrofunflyers: Herzog - SU



    Vorwort von Wolfram Herzog

    Das Ziel des "Projekt Sukhoi" war es, einen einfachen, unkomplizierten 3D-Funflyer zu bauen. Dieses Ziel wurde voll erreicht, wie die vielen Nachbauten überall auf der Welt beweisen.

    Das Modell kann natürlich noch "luxuriöser" ausgestattet werden - mit verschlanktem Heck, Ruder in Balsa-Bauweise usw. wie die nachfolgenden Berichte zeigen.

    Unser Ziel war es aber immer, den Bauaufwand und die Kosten in Grenzen zu halten, da wir nicht so viel Zeit zum bauen hatten.

    Viele Nachbauer haben mich gefragt, ob es denn immer so ein teuerer Antrieb sein muß ? Nun meine Meinung dazu: Lieber das Modell einfach halten und selber bauen. Das gesparte Geld besser in einen "Bürstenlosen Motor" investieren und Spaß haben als mit einen vermurksten ARF Flieger aus Fernost mit Billigmotor rumgurken(nicht alle ARF Modelle sind Murks - aber leider sehr viele..).

    Einleitung

    Auf der >>Hompage<< von Extremeteam wird eine Sukhoi 31 vorgestellt, deren Aufbau sehr einfach und schnell zu bewerkstelligen ist und deren Flugeigenschaften faszinierend sind.


    >>Bildquelle<<

    Der von Herman Schwering eröffnete Thread >>Schweden SU, ich bin begeistert<<, lenkte die Aufmerksamkeit auf dieses Modell.

    Wolfram Herzog hat zu Beginn des Jahres 2003 eine ähnliche Sukhoi vorgestellt und deren Plan auf seiner >>Hompage<< veröffentlicht. Mit dem Plan und den ausführlichen Informationen auf seiner Seite, ist ein Nachbau der SU einfach zu realisieren.

    Die SU hat folgende Daten:

    Spannweite 110 cm
    Masse: 500 g - 850 g
    Motor: Speed 400 bis Bruschless mit 300 W
    Akkus: 8 - 10 Zellen Sanyo 500 AR , Hecell 1100, TS AUP 1700
    Luftschraube APC Slow Fly 11 x 4,7
    RC-Funktionen: Motor, Seite, Höhe, Quer

    In der Wahl des Baumaterials kann zwischen Styropor, Styrodur, Depron und Balsaholz je nach Auslegung und Einsatzzweck gewählt werden. Der Rohbau ist mit ca. 15 € zu erstellen. Wegen der geringen Baukosten und der Möglichkeit den Antrieb mit Speed 480 Getriebemotoren zu realisieren, eignet sich die SU hervorragend für Jugendliche und die Jugendarbeit. Zum Schneiden des Rumpfes ist ein Schneidbogen von Vorteil. Mit einem scharfen Messer und etwas Nachschleifen, kann der Rumpf aber auch erstellt werden.
    In diesem Beitrag soll der Bau und die Flugeigenschaften dieser SU mit einem sehr kraftvollen Antrieb für Outdoorflugvergnügen beschrieben werden, mit dem alle Funflymanöver bei Flugzeiten um 10 min zu realisieren sind.

    [ 15. Juni 2003, 13:22: Beitrag editiert von: Gerhard_Hanssmann ]
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  4. #4

    Beitrag

    In der Zwischenzeit schneide ich aus 6 mm Depron die Leitwerke und die Querruder





    Mit dem Forstnerbohrer und der Lochsäge erleichtert Michael die Rümpfe.



    Nach einer Stunde Arbeit ist der Styrodurrumpf mit einer Masse von 82 g geschnitten.



    Der Styrodurrumpf wird hinten mit dem heißen Draht und Schablonen bis auf 6 mm verjüngt.







    Der Rumpf wird mit dem Exzenterschleifer verschliffen. Dadurch verringert sich die Masse des Rumpfes um ca. 10 g, da das Styrodur produktionstechnisch bedingt an der Oberfläche eine besonders hohe Dichte hat. Der Rumpfrohling hat nun eine Masse von 63 g.

    [ 16. April 2003, 09:16: Beitrag editiert von: Gerhard_Hanssmann ]
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  5. #5

    Beitrag

    Inhaltsübersicht

    1 Anfertigen der Teile
    2 Bau des Rumpfes
    3 Bau der Leitwerke
    4 Bau der Tragfläche
    5 Verkabelung
    6 Bespannung und Fertigstellung
    7 Motormessungen
    8 Erstflug
    9 Rudereinstellungen und Schwerpunkt
    10 Flugeigenschaften
    11 Änderungsvorschläge
    12 Technische Daten
    13 Beispiele von Sukhois unserer Kollegen
    --- Hermann mit Video
    14 Die erste größere Reparatur

    1 Anfertigen der Teile

    Von Wolframs Seite wird der Plan geladen und ausgedruckt. Aus einem harten Karton wird damit eine Schablone für den Rumpf geschnitten.
    Im OBI-Baumarkt werden 20 mm Styrodur- (3,70 €) und 6 mm Depronplatten gekauft. Die Styrodurplatten haben die Maße 100x50x2 cm und sind beidseitig glatt. Der Hersteller bezeichnet sie mit Domodur. Die Platten werden zum Dämmen gegen Erdreich und zum Isolieren beim Betonieren verwendet. Deshalb werden die Platten auch oft mit einer für unsere Zwecke ungeeigneten Wabenstruktur angeboten.

    Andreas und Michael beim Schneiden des Rumpfes







    [ 31. Mai 2003, 17:38: Beitrag editiert von: Gerhard_Hanssmann ]
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  6. #6

    Beitrag

    2 Bau des Rumpfes

    Aus einer 1,5 mm dicken GFK-Platte werden Motorspanten (4 g) und Akkuhalterungen (1 g) geschnitten.






    Der 1,5 mm GFK - Motorspant für die Aufnahme des Reisenauer Light Edition 1 : 5 ist mit Epoxy geklebt.
    Rumpfumgurtung aus 1 mm Balsa mit Weißleim geklebt.



    Die Kontaktfläche des Rumpfes mit dem Boden wird mit 0,5 mm Sperrholz und Weißleim mit dem Styrodur verklebt, um Druckstellen beim Landen zu vermeiden.



    Der Rumpfhinterteil ist wieder mit 1 mm Balsa umgurtet.



    Auch oben ist alles mit 1 mm Balsa umgurtet und mit Weißleim geklebt.
    Mit der Umgurtung läßt sich jeder Verzug der Styrodurplatte ausgleichen.

    [ 16. April 2003, 11:15: Beitrag editiert von: Gerhard_Hanssmann ]
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  7. #7

    Beitrag

    Die Verkastung des Akkuschachts mit 2 mm Balsa (Weißleim und Epoxy)



    Die Akkuhalterungen aus 1 mm GFK



    Akkueinbau, die kleine Erhebung im vorderen Bereich des Akkufachs beachten.



    Akku schräg einschieben



    und drehen. Klick, fertig.



    Durch die Erhebung hält der Akku ohne zusätzliche Hilfsmittel.

    Der Rumpf hat nun eine Masse von 78g, einschließlich der Umgurtung und der Akkuverkastung.

    [ 16. April 2003, 09:58: Beitrag editiert von: Gerhard_Hanssmann ]
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  8. #8

    Beitrag

    Mit Kohlefaser und Epoxydharz wir der Rumpf vorne verstärkt, um Verformungen beim Landen vorzubeugen.



    Das Epoxydharz wird mit Klebeband abgeklebt. So sind nach dem Trocknen kaum Nacharbeiten erforderlich.



    Der GFK-Motorspant wird mit einer U-förmigen Kohlerowingummantelung zusätzlich gesichert. Damit der Motor nicht zu stark am Motorspant hebeln kann, wird er eingekeilt. Für den Regler wird hinter dem Motor Platz geschaffen.




    So wird der Motor in den Motorraum eingeführt



    und nach vorne gedrückt, um verschraubt zu werden.



    Der Motor ist so kraftschlüssig mit dem Rumpf verbunden.

    Servoeinbau:

    Als Servos werden Futaba FS 40 Pico, 9 g; 15 Ncm; 24x29x9 mm, 24,50 € bei Höllein, verwendet.
    Servorahmen aus 1,5 mm Balsa mit Passsitz.



    [ 16. April 2003, 12:04: Beitrag editiert von: Gerhard_Hanssmann ]
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  9. #9

    Beitrag

    Sicherung des Servos mit ganz wenig Stabilit oder Weißleim. Der lange Servohebel ist aus 1 mm GFK. Dadurch sind große Ruderausschläge möglich.



    Um das Seitenruder und das Getriebe des Seitenruderservos zu schonen, erhält der Rumpf einen Hecksporn. Hecksporn aus 2 mm Kohlestab mit 2 Stück 0, 6mm Sperrholz gelagert. Masse ca. 1 g.
    Länge des Hecksporns so, dass die SU auf dem vorderen Rumpfboden aufliegen kann.
    Der Sporn wird vor dem Harzen mit Trennmittel versehen, dann kann er leicht ausgewechselt werden, oder auch ganz entfernt werden.



    Damit ist der Rumpfbau abgeschlossen. Die Masse beträgt bis jetzt 86 g.

    Zum Verspachteln des Modells wird der Dekor-Spachtel Mastic-Léger für innen und außen von Molto verwendet. Erhältlich im " Bauhaus " Baumarkt für ca.5 € das 200 g Gebinde.
    Der Spachtel ist weiß, sehr leicht, läßt sich wunderbar, auch auf leichtem und weichem Balsaholz, übergangsfrei verschleifen, ist wasserverdünnbar, trocknet schnell, ist gut zu verarbeiten, hält auch auf Depron, Styropor und Styrodur und die gut schließende Kunstoffdose schützt vor dem Austrocknen.
    >>Produktinformation Dekor-Spachtel<<. Die EAN-Nummer des Spachtel lautet: 4007591141200





    3 Bau der Leitwerke

    Das Seitenruder wird mit Balsaleisten (+3g) eingefasst und hat zur Gewichtserleichterung 2 große Löcher(-3g). So ist es nicht mehr verzogen und ist deutlich stabiler ( 11 g).
    Das Höhenruder erhält einen 2 mm Kohlestab (+3 g), um die zwei Hälften kraftschlüssig zu verbinden.
    Die Dämpfungsflosse des Höhenruders hat auch einen 2 mm Kohlestab (ca. + 3 g). Diese Verstärkungen sind bei einer kräftigen Motorisierung ab ca. 200W notwendig.
    Die Teile sind jetzt stabil und mit Bespannung erst recht.





    Das Harz beim Aushärten mit Klebeband überkleben.

    [ 05. Juli 2003, 12:40: Beitrag editiert von: Gerhard_Hanssmann ]
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  10. #10

    Beitrag





    Mittelbeplankung aus 1,5 mm Balsa



    Servobefestigung. Die Rippe wird mit 0,6 mm Sperrholz versteift. Die Schraubenklötzchen erhalten eine 1 mm Sperrholzauflage.





    Die Endleiste ist aus 1,5 x 5 mm und 2 Stück 1,5 x 15 mm Balsa U-förmig aufgebaut. So hält sie ohne sich zu verziehen dem Druck der Bespannung stand.



    Die Fläche hat nun rohbaufertig ohne Querruder und Servos 74 g Masse.

    Die Querruder werden mit 6 x 6 mm und 3 x 6 mm Balsaleisten aufgebaut, die aus leichtem 6 mm Balsaholz mit dem Leistenschneider geschnitten sind.



    Das Balsaquerruder (5g) ist leicht, verbiege - und torsionssteif und hat nach dem Bespannen ein tadelloses Aussehen.
    Das 6 mm Depronquerruder (9g) ist ohne Bespannung stark verzogen und nicht so stabil wie das Balsaquerruder. Die Bespannung von Depron ist auch nicht so einfach falten – und verzugsfrei durchzuführen.
    Der Mehraufwand, der beim Bauen der Querruder aus Balsaleisten entsteht, lohnt sich.

    Der Ruderhebel ist aus 1 mm GFK angefertigt. Die vordere Leiste des Querruders ist für die Fliespatentscharniere v-förmig angeschliffen.

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  11. #11

    Beitrag





    4 Bau der Tragfläche

    Die Fläche wird in klassischer Holzbauweise zusammengebaut Um allen Belastungen stand zu halten, erhält die Tragfläche 2 Kieferholme 5 x 2 mm mit 1,5 mm Balsaverkastung.
    Hier das verwendete Material:

    Hauptholm Kiefer 2 x 5 mm 9 g
    Holmverbinder 1,5 mm 7g
    Hilfsholm 5 x 5 mm Balsa 5 g
    Nasenleiste 10 x 5 mm Balsa
    Endleiste 1,5 x 4 mm und 2 Stück 1,5 x 15 mm Balsa

    Alle Leisten aus leichtem Holz mit dem Leistenschneider geschnitten.

    Rippen 1,5 mm
    Das Holz hat mit Beplankung 1,5 mm in der Mitte und Holmverbindern eine Masse von ca.47 g.



    Ohne Beplankung in der Mitte und ohne Servoaufnahme hat die Fläche bis jetzt eine Masse von 50 g.
    Durch die hohe Profildicke ergibt sich mit wenig Materialeinsatz eine absolut biegesteif Tragfläche. Für die Torsionssteifigkeit sorgt die Bespannung.



    Hier einige Detaillösungen:

    Der Randbogen aus 6 mm Depron erhält Erleichterungslöcher, die mit einem erwärmten Rückschlußring eines Speed 400 ausgeschmolzen werden.
    Damit der Randbogen im hinteren bereich nicht verzogen ist, wird er mit einer 6x4 mm Balsaleiste verstärkt.
    Die letzte Rippe erhält einen Rippenaufleimer aus 1 mm Balsa, damit die Bespannung diese Rippe nicht verzieht.

    [ 06. Juni 2003, 13:55: Beitrag editiert von: Gerhard_Hanssmann ]
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  12. #12

    Beitrag

    5 Verkabelung

    Die Leitwerksservo werden mit leichten Servokabeln von Nessel 0,14 mm^2 verkabelt. Plus- und Minuskabel werden von den 2 Servos gemeinsam verwendet.



    Die gesamte Verkabelung ist unter Putz. Zwischen den großen Löchern im Rumpf lassen sich mit erwärmtem Messingrohr leicht Kabelkanäle für die Servokabel schmelzen.












    6 Bespannung und Fertigstellung

    Die Balsaumrahmung des Rumpfes wird mit Porenfüller eingelassen. Dabei darauf achten, dass das Styrodur damit nicht in Berührung kommt. Nach dem Verschleifen wird die Ummantelung mit Kunstharzlack gestrichen. an. So sind später leichte Kratzer besser auszubessern (ca. 2g).





    Die Aussparung für den Regler wir auch mit Kunstharzlack gestrichen. Kunstharzlack greift das Styrodur und das Depron nicht an.



    [ 15. April 2003, 22:09: Beitrag editiert von: Gerhard_Hanssmann ]
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  13. #13

    Beitrag

    Das Seiten – und Höhenleitwerksservo werden mit langen Ruderhebeln aus 1 mm GFK versehen, der Neutralpunkt wird kontrolliert, die Servohebel senkrecht ausgerichtet und anschließend werden die Servos mit Weißleim im Servokasten gesichert. Weißleim kann zum Auswechseln der Servos leicht entfernt werden.



    Das Seiten – und Höhenruder werden auch mit langen GFK – Ruderhörnern ausgestattet. Die Aufnahme wird mit 0,6 mm Sperrholz, bzw. mit Kohlerowings verstärkt. Mit den langen Ruderhebeln sind große Ruderausschläge für Funflyfiguren zu realisieren.





    Bei Funflyer ist das Erkennen der Fluglage ungemein wichtig. Dabei ist eine unterschiedliche farbliche Gestaltung des Modells an der Unter - und Oberseite sehr nützlich. Am besten ist es, wenn die Fläche und das Leitwerk oben und unten verschiedenfarbig bespannt werden. Bei normalen, nichttransparenten Bespannfolien ist dies auch kein Problem. Da sich bei der SU jedes Gramm Gewichtsersparnis positiv auf die Flugeigenschaften auswirkt, sollte man für die Bespannung nur Oracover light mit ca 35 g/m^2 als Bespannmaterial wählen. Diese Folien sind, bis auf scale weiß und einige chromfarbene, durchsichtig. Zwei farbunterschiedliche, durchsichtige Folien erscheinen beim durchfallenden Tageslicht einfarbig. Deshalb bleibt nur die undurchsichtige scale weiß Oralightfolie (35 g/m^2) in Kombination mit durchsichtigen farbigen Folien übrig. Die scale wieß Folie ist absolut deckend, da die Folie von innen alubedampft ist. Dies ist für die transparente Folie von Vorteil, weil das Tageslicht an der Aluschicht reflektiert wird.

    Der Rumpf wird mit Oracover light scale weiß (35 g/m^2) bespannt. Die Folie ist wegen der auf der Innenseite aufgedampften Aluschicht deckend und undurchsichtig. Wegen der abschirmenden Wirkung der alubedampften Folie gegenüber elektromagnetischen Wellen, ist besondere Sorgfalt bei der Antennenverlegung notwendig. Die Antenne darf keinesfalls an der Rumpfseitenwand , im Rumpfinnern oder entlang der Rumpfkontur verlegt werden, sonst wird sie bei entsprechenden Fluglagen von den elektromagnetischen Wellen der Senderantenne abgeschirmit. Die Verlegung über der Kabenenhaube zum Seitenleitwerk hat sich bewährt.

    Zur Fluglageerkennung werden Fläche und Leitwerk unten mit Oracover light transparent rot (35 g) und oben mit light scale weiß bespannt. Die Temperatur des Folienbügeleisens sollte auf ca. 100 Grad sowohl bei Styrodur, als auch bei Depron, eingestellt werden.
    Der Bereich der Kabinenhaube wird mit Oracover light transparent blau bespannt und mit anthrazitfarbener Klebefolie umrahmt.



    Das Höhenruder wird durch den Schlitz am Rumpfende eingeführt. Der Schlitz wird mit Balsaholz aufgefüllt.
    Die Hinterkante der Seitenruderdämpfungsflosse und das Rumpfende werden mit einer 6 mm breiten Abschlussleiste aus Balsa miteinander verbunden. Seitlich wird noch mit 1 mm Balsa beplankt. Durch das 6 mm dicke Rumpfende kann das ebenfalls 6 mm dicke Seitenruder sauber mit Scharnierklebeband angeschlagen werden.



    Nach dem Bespannen sind die Leitwerke verdrehsteif. Beim Höhenruder könnten sogar Erleichterungslöcher angebracht werden.
    Die Schubstange ist beim Höhenruder aus 1 mm Federstahl hergestellt. Beim Seitenruder wird ein 2 mm CFK-Stab verwendet, an den abgewinkelte 1 mm Federstahldrähte mit Schrumpfschlauch und Sekundenkleber (Aktivator verwenden) angeklebt sind.





    [ 29. August 2003, 23:00: Beitrag editiert von: Gerhard_Hanssmann ]
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  14. #14

    Beitrag

    Nach dem Verkleben der Tragfläche mit dem Rumpf, werden die Querruder mit Patentscharnieren versehen und mit Sekundenkleber mit der Tragfläche verbunden.
    Diese Scharniere sind leichtgängig, robust , dauerhaft und leicht zu verarbeiten.



    Das Querruderanlenkungsgestänge ist aus einem 1,5 mm CFK-Stab und einem abgewinkelten 1 mm Federstahl, der mit Schrumpfschlauch und Sekundenkleber verklebt ist, angefertigt.



    [ 16. April 2003, 11:26: Beitrag editiert von: Gerhard_Hanssmann ]
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  15. #15

    Beitrag

    Über das Loch im Rumpfboden bleibt der Servoruderhebel des Seitenruderservos zugänglich.



    Der fertig bespannte Rumpf





    Die fertig bespannte Fläche ohne Querruder hat nun eine Masse von 128 g incl. Servos.



    Die transparentrote Oralightfolie scheint im Widerlicht der alubedampften Oralight-scale-weiß-Folie dunkelrot leuchtend.
    Dadurch ist eine gute Lageerkennung des Modells gewährleistet.



    Der lange Servohebel aus 1 mm GFK ermöglicht sehr große Ruderausschläge.



    Fertig bespannt beträgt die Masse des Querruders 10 g.



    Die Fläche wird nun mit dem Rumpf mit Weißleim verklebt. Zum Ausrichten verbleibt so genügend Zeit. Es werden die EWD (Null Grad) und die Lage zum Höhen- und Seitenleitwerk und zum Rumpf kontrolliert.
    Alle wichtigen Winkel, Motorsturz, Seitenzug, EWD betragen Null Grad.



    Da der Spalt zwischen Fläche und Rumpf dünn ist, wird nach dem Aushärten des Weißleims mit Styrosekundenkleber bzw. Epoxydharz nachgeklebt.

    [ 23. Mai 2003, 13:00: Beitrag editiert von: Gerhard_Hanssmann ]
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