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Thema: Löten von Motoranschlußkabeln

  1. #1
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    Unglücklich Löten von Motoranschlußkabeln

    Hallo,
    habe mal eine Frage an die Elektroflugexperten.

    Wie lötet ihr die sehr steifen und "lackierten" verdrillten Motoranschlußkabel?

    Sicher, bei neuen Motoren sind die Lötanschlüsse bereits verzinnt vom Hersteller.

    Ich musste meine Motoranschlüsse an einem HET Motor verlängern und habe dummer weise, die original Kabel direkt
    2cm hinter dem Motor gekürzt um längere Kabel anzulöten. Diese Aktion gestaltete sich äußerst schwierig, da ich
    feststellen musste, dass diese Kabel stahldrahtähnlich steif und zu allem Überfluss noch lackiert waren.
    Selbst nach entfernen der Lackschicht an den Drähten (mit Messer) und unter Verwendung eines Flussmittels,
    war das saubere Verlöten, nicht möglich.

    Vielen Dank für einen Tipp!

    Gruß Erich
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  2. #2
    User Avatar von eifeljeti
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    Folgende Methoden kursieren in den Foren:


    1.)

    Eine Methode: Abbrennen.
    Dazu braucht man Brennspiritus oder reinen Trinkalkohol, 80%tig oder höher. Andere Lösungsmittel sind ungeeignet. Man macht das Draht-Ende mit dem Feuerzeug glühend und taucht schnell den noch glühenden Kupferdraht in den Alkohol. Nun setzt eine chem. Reaktion ein, die das heiße Kupfer reduziert, d.h. die Kupferoxidschicht, die sich beim Abbrennen gebildet hat, zu reinem Kupfer auflöst. Das geht aber nur mit Äthylalkohol. Methylalkohol und sonstige Lösungsmittel zeigen diese Reaktion nicht !!!


    2.)
    Eine weitere Methode, die auch für HF-Litze geeignet ist, und die ich selber oft angewendet habe, ist die Verwendung einer Aspirintablette. Die legt man auf eine Unterlage, hält die Litze dadrauf und drückt diese mit dem heißen, gut verzinnten Lötkolben auf die Tablette. Die Acetylsalizylsäure, woraus die Tablette besteht, zersetzt sich, wobei die Lackschicht des Drahtes zerstört wird. Die Rückstände nach dem Erkalten ätzen nicht weiter, was ganz wichtig ist !!! diese Rückstände sollte man trotzdem mit Wasser entfernen.


    Variante 3:
    Mini-Gasbrenner ohne chemische Zusätze, nur heisse Flamme. Immer nur kurz anwenden.


    Habe alle 3 schonmal ausprobiert, ist aber lange her.

    gruss rudi
    Gruss Rudi ! -Eifeljeti- aus den Highlands der Eifel.
    Du fliegst hoch,mit viel Strom, oder gar sehr schnell ? VERDACHT ;-) !
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  3. #3
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    Daumen hoch Super Tipps!

    Hallo Rudi,
    na das sind ja SUPER TIPPS, für die ich Dir recht herzlich danken möchte!

    Nun brauche ich den Motor nicht wegzuschmeißen, was ich fast schon in Erwägung gezogen hatte.


    Man lernt eben nie aus!


    Schöne Grüße
    Erich
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  4. #4
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    Zitat Zitat von Eschviper Beitrag anzeigen
    na das sind ja SUPER TIPPS
    Durchaus! Aber übe die Technik zuerst an den Abfall-Kabelteilen, nicht am offenen Herzen bei den kurzen Stummeln am Motor!
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  5. #5
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    Zitat Zitat von Ron Dep Beitrag anzeigen
    Durchaus! Aber übe die Technik zuerst an den Abfall-Kabelteilen, nicht am offenen Herzen bei den kurzen Stummeln am Motor!
    Ja, danke für den Hinweis!
    Werd's natürlich erst ausprobieren, was für mich am einfachsten in Frage kommt. Aspirin habe ich ja im Haus aber mit Äthylalkohol siehts schlecht aus.

    Bei der Gasflamme ohne chemische Zusätze, denkt man ja schnell an das Gasfeuerzeug.

    Melde mich dann noch einmal, wenns geklappt hat.
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  6. #6
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    Hinweis

    "xyAlkohol" = "Brennsprit"/ "Brennspiritus" ist in jeder Drogerie oder Farbhandel erhältlich.
    Wenigstens bei uns in der Schweiz.
    Gruss Jürgen
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  7. #7
    User Avatar von kalle123
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    Pass aber bitte bei Methode 1 auf wegen der Brandgefahr. Auch eine kleine Menge Spiritus oder Alkohol kann da problematisch sein.
    Vielleicht im Bad am Waschbecken. Keinesfalls am Schreibtisch.

    Gruß KH
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  8. #8
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    Ja danke, Methode 1 werde ich auch nicht erst versuchen.

    Mit ner Gasflamme Methode 3 hat's leider noch nicht funktioniert. Werd es dann mal mit Methode 2 mit Aspirin versuchen.
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  9. #9
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    Zitat Zitat von Eschviper Beitrag anzeigen
    Ja danke, Methode 1 werde ich auch nicht erst versuchen.

    Mit ner Gasflamme Methode 3 hat's leider noch nicht funktioniert. Werd es dann mal mit Methode 2 mit Aspirin versuchen.
    Das hängt halt vom verwendeten Lackdraht des Herstellers ab. zB Plettenberg ist nur unter sehr grossen Schwierigkeiten zu löten, bei Hacker Motoren geht es recht einfach durch Hitze mit einem starken Lötkolben. Auf jeden Fall musst Du darauf achten alle Drähte zu verzinnen. Jeder fehlende Draht in der Wicklung bedeutet eine Verschlechterung des Wirkungsgrads und Leistungsverlust.
    Gruss und viel Erfolg
    Stephan
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  10. #10
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    Ich würde die Litzen übrigens abschleifen. Das dauert zwar etwas, aber es wirkt.
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  11. #11
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    Zitat Zitat von schiwo1 Beitrag anzeigen
    Das hängt halt vom verwendeten Lackdraht des Herstellers ab. zB Plettenberg ist nur unter sehr grossen Schwierigkeiten zu löten, bei Hacker Motoren geht es recht einfach durch Hitze mit einem starken Lötkolben. Auf jeden Fall musst Du darauf achten alle Drähte zu verzinnen. Jeder fehlende Draht in der Wicklung bedeutet eine Verschlechterung des Wirkungsgrads und Leistungsverlust.
    Gruss und viel Erfolg
    Stephan
    Auf jeden Fall musst Du darauf achten alle Drähte zu verzinnen. Jeder fehlende Draht in der Wicklung bedeutet eine Verschlechterung des Wirkungsgrads und Leistungsverlust
    Das ist ein interessanter Hinweis, den ich noch nicht kannte!
    Ahrrrg... Hatte gerade meine 3 Anschlüsse am Motor mit meinem starken Lötkolben und Aspirin hinbekommen und war glücklich, aber nicht alle Drähte sind voll im Zinn der Lötstellen eingebunden. So ein Mist! Ich dachte das reicht.

    Nie wieder werde ich diese Kabel am Motor trennen.
    Bei Verlängerungen nur noch an den bereits vom Hersteller bereits verzinnten Enden, anlöten!

    Na dann werde ich es am Wochenende noch einmal versuchen.

    Vielen Dank für Deine Hilfe
    Gruß Erich
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  12. #12
    User Avatar von kalle123
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    Zitat Zitat von Ron Dep Beitrag anzeigen
    Ich würde die Litzen übrigens abschleifen. Das dauert zwar etwas, aber es wirkt.
    Ich nehm dazu einen Glasradierer. Der sieht so aus. Damit kommt man recht gut in Ecken und Kanten rein.

    Gruß KH
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  13. #13
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    Zitat Zitat von Ron Dep Beitrag anzeigen
    Ich würde die Litzen übrigens abschleifen. Das dauert zwar etwas, aber es wirkt.
    Mit dem Messer abkratzen hatte nicht viel gebracht. Ich versuchs noch mal bei den losen Drähten.

    Zitat Zitat von kalle123 Beitrag anzeigen
    Ich nehm dazu einen Glasradierer. Der sieht so aus. Damit kommt man recht gut in Ecken und Kanten rein.

    Gruß KH
    Einfach toll, diese Hilfe hier im Forum!

    Werde das alles bei meinen nächsten Versuch berücksichtigen!

    Danke Euch allen!

    Erich
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