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www.paf-flugmodelle.de   Rückert Modell-GFK-Technik
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Thema: F5B Stahl- oder Plastikschrauben?

  1. #1
    User Avatar von tomtom
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    Frage

    Servus,
    kann man bei einem Hotti, Scorpio von CHK, stat der Stahlschrauben für Fläche (2 x M4) und Leitwerk (2 x M3) auch Plastikschrauben einsetzten zwecks Sollbruchstelle beim landen oder gehen die schon in der Luft kaputt?
    Thomas
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  2. #2
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    Beitrag

    Wenn du so haengenbleibst, dass die M4 PlastikSchrauben reissen, is so oder so die Flaeche kaputt.
    http://www.motormike.de


    Die Deutsche Rechtschreibung ist Freeware, sprich, du kannst sie kostenlos nutzen. Allerdings ist sie nicht Open Source, d.h. du darfst sie nicht verändern oder in veränderter Form veröffentlichen. Klar soweit?
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  3. #3
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    Also mit 4er Plastikschrauben bei einem Scorpio wäre ich sehr vorsichtig. Der ist vermutlich so stabil, daß beim harten Abfangen die Schrauben reissen! Irgendwo habe ich mal gelesen, dass sogar normale Alu-Schrauben zu schwach sind. Das sollten wenigstens welche aus hochfestem Alu sein.

    Als Sollbruchstelle sind sie schon oK. In meinem Sanyo Limit waren 4er Plastikschrauben ab Werk vorgesehen. Da brauchts gar keine harten Schläge, und die Dinger reissen ab, schräg aufsetzen beim Landen reicht. Der Flieger ist danach noch heil. Nachdem ich zwei 10er Packungen verschlissen hatte, habe ich jetzt Stahlschrauben rein. Da geht auch nicht mehr kaputt beim schrägen Landen, und ich spare mir das Rausfummeln der abgebrochenen Stümpfe.
    Und wenn der Polzi 5 cm Hartholzstangen aufstellt, is eh der ganze Flieger im A... wenn die triffst, aber die Stahlschrauben sind noch heile!

    Servus
    Hans
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  4. #4
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    Beitrag

    Plastikschrauben reissen beim Abfangen?
    Waere mir neu.
    Die meisten Piloten in F5B fliegen Plastikschrauben und ich habe noch nie gesehen und davon gehört, daß diese reissen , ausser man schlaegt auf den Boden auf.
    Meine Surprise 6 mit 27/26/24 Zellen wird seit 96 mit Plastikschrauben geflogen und da ist noch nichts gerissen. Ich halt das fuer ein Gerücht.
    Bei den Modellen die die Schraubbefestigung nicht hinten am Fluegel, sondern bei ca. 1/3 Flächentiefe haben (Z.Bsp. Surprise 11) werden Stahlschrauben genommen und der hintere Teil am Rumpf mit einem Steifen Tesa gesichert

    [ 03. Juli 2002, 13:49: Beitrag editiert von: Motormike ]
    http://www.motormike.de


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  5. #5
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    Beitrag

    @Motormike:
    Siehste, daran hatte ich nicht gedacht. Meine Schrauben sind beim Holm und müssen die ganze Last tragen, da wäre ich vorsichtig.
    Wenn die Schrauben hinten am Flügel sitzen, dann tragen sie nur ein Drittel, und da langt Plastik. Da hast Du natürlich recht.

    Servus
    Hans
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  6. #6
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    hallo tomtom
    Polyamidschrauben haben eine Festigkeit von 15 N/mm2. Ein M4 Schraube hat 12mm2 Fläche. Also hält eine Schraube 180 N oder 18 kg, zwei Schrauben 36 kg, bei 1,5 facher Sicherheit sind`s immer noch 24 kg, bei 1,5 kg Rumpfgewicht entspricht dies 16 g! So einen engen Abfangbogen mußt du erst mal fliegen, bzw dein Flügel muß 24 kg Auftrieb erzeugen. Hast du übrigens mal versucht, eine M4 Polyschraube zu zerreißen? Daß deine Plastikschrauben abgeschert sind ist ein anderer Mechanismus und- sei froh drum.
    Bei F5B verwenden viele Aluschrauben. Die halten, verbiegen sich aber bei harten Landungen oder scheren sogar ab.
    Ernie
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  7. #7
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    Hallo Elektroernie,

    bei M4-Gewinden ist der Spannungsquerschnitt aber nicht 12 mm^2, sondern 8.78 mm^2. (Dafür existiert eine Formel, in der Kerndurchmesser und Flankendurchmesser drin stehen.)
    Wenn man dann noch bedenkt, dass die Schrauben ja auch noch eine Vorspannung haben, dann sieht die Rechnung schon ganz anders aus!
    Ich würde wegen einer kleinen Vorspannung großzügig mit 8 mm^2 rechnen.

    Außerdem: Wenn es um das Brechen der Tragflächenverschraubung geht, dann schlage ich einen Sicherheitsfaktor von 2.0 vor!

    Mit meinen Daten kommt man dann auf eine maximal zulässige Belastung von 8g !

    [ 03. Juli 2002, 21:03: Beitrag editiert von: Harri ]
    Gruß Harald
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  8. #8
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    Verärgert

    Hallo Harry
    mir war klar, daß ich vielleicht unzulässig vereinfache. Hatte keine Lust nach irgendeiner Formelsammlung zu stöbern. Außerdem liegt der größere Fehler oder Unsicherheitsfaktor in dem Festigkeitswert von Polyamid
    Ich habe noch nie ein Modell gesehen, bei dem in der Luft die Flächenbefestigungsschrauben versagt haben. Und wenn sie bei einer schiefen Landung abscheren dann finde ich das toll und richtig. Wer glaubt, seine Flächen mit Stahlschrauben festmachen zu müssen...bitteschön, der Händler freut sich. Man kann die Flächen auch au den Rumpf zacken, mit Tesa befestigen oder auch Spacks verwenden.
    In diesem Sinne
    Ernie
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  9. #9
    User Avatar von tomtom
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    Alla gut,
    ich habe euch jetzt erst mal zugehört und werde dann mal Plastikschrauben verwenden.
    Ich hatte in meine alten Cenit (PAF) bei einem Abfluggewicht von ca. 1,5Kg auch nur 1 (eine) M5er Plastikschraube drinn, ich hatte immer ein blödes Gefühl beim harten Wenden, aber abgerissen ist die Schraube im Flug nie. Den Skorpio kann man schon etwas härter rannehmen und da habe ich micht erst nicht an Plastik getraut.
    Danke
    Thomas
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  10. #10
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    Hallo Thomas !

    Nach Tel. Anfrage fliegt RF (Rudolf Freudenthaler)
    mit Plastikschrauben ...

    => Das dürfte wohl doch genügen ...

    LG

    Bernhard
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  11. #11
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    Beitrag

    Original erstellt von elektroernie:
    Hallo Harry
    mir war klar, daß ich vielleicht unzulässig vereinfache. Hatte keine Lust nach irgendeiner Formelsammlung zu stöbern. Außerdem liegt der größere Fehler oder Unsicherheitsfaktor in dem Festigkeitswert von Polyamid
    Ich habe noch nie ein Modell gesehen, bei dem in der Luft die Flächenbefestigungsschrauben versagt haben. Und wenn sie bei einer schiefen Landung abscheren dann finde ich das toll und richtig. Wer glaubt, seine Flächen mit Stahlschrauben festmachen zu müssen...bitteschön, der Händler freut sich. Man kann die Flächen auch au den Rumpf zacken, mit Tesa befestigen oder auch Spacks verwenden.
    In diesem Sinne
    Ernie
    Moin,

    interessant, daß du dir im klaren darüber warst, daß du evt. Mist gerechnet hast, dies dann aber trotzdem in einem Forum öffentlich und ohne Vorwarnung verbreitest. Unschön!

    Ich habe einen Eigenbau 27Zeller von einem Kumpel übernommen. Den Rumpf hatte er schon einige Zeit geflogen. Als ich dann den Flügel das erste Mal zum Flug festgezogen habe, knackste es plötzlich und die Schraube drehte leer. Ich mußte feststellen, daß sie zu kurz war und nicht mal die Mutter, die im Rumpf eingesetzt ist, erreicht hat. Er ist also diverse Flüge mit der Schraube geflogen, die nur im Harz hing. Würdest du jetzt sagen: Schraube in Harz pur hält auch? Man muß sie nur nicht fest anziehen? Ich sehe das nicht als unkritisch an, denn wenn ich bedenke, wie stark die Fläche in härteren Wenden biegt (Fliegergewicht etwa 1800gr) und wie viel Kraft ich aufbringen muß, um sie von Hand so zu verbiegen, dann sollte man von 8g locker ausgehen können, eher deutlich mehr.

    Ich habe zwar noch keinen Elektroflieger in der Luft selbsttätig demontieren sehen (nur platzen), dafür haben Bekannte aber schon mal Segler so zerlegt! Mal so ein verlorenes V-Leitwerk kommt gut am Morgen .

    Es kommt dabei aber sehr darauf an, wie sehr man einen Flieger durch die Luft jagt. Die meisten Flieger sind zerstörbar, spätestens beim DS! Da muß jeder wissen, wie weit er an das Limit des Fliegers gehen will und ob er sich eine Schwachstelle leisten kann! Bei einem Flieger, wo der Flügel mehr halten könnte als die Plastikschrauben, würde ich es zumindestens nicht pauschal empfehlen.

    Ein Rudolf Freudenthaler weiß genau was er tut und wie viel er seinem Material zumuten kann. Er wird auch nicht auf solche Schnapsideen kommen, wie im Delphinstil über den Platz zu toben o. ä. oder vielleicht den Antrieb auszubauen und mit dem Flieger balastiert dynamisch fliegen zu gehen oder so. Außerdem werden die F5B Wenden vorzugsweise ohne Motor geflogen und wenn er mal den Motor an hat, zieht er dann immer noch voll? Bei einem sinnvollen Flugstiel wird ein Flieger deutlich weniger belastet, als wenn man einfach nur heitzen will und gezielt eng wendet um die Geschwindigkeit besonders zu sehen zu bekommen, auch wenn es den Flieger so mehr ausbremst.

    Außerdem, wie oft wechselt man die Plastikschrauben? Auch wenn sie nicht reißen, unterliegen sie einem gewissen Verschleiß, dehnen sich mal etwas...
    Wenn sie schon mal kurz vor dem Reißen war, kann sie auch vorgeschädigt sein.

    Pauschal unbedenklich? Ich denke nein!
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  12. #12
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    au backe au backe*GGGG*

    wollen wir noch nen verspannungsschaubild machen, wegen der Vorspannung?*GGGGGG*

    die 8,78mm² muss man übrigens nicht berechnen...die stehen in jedem maschinenelemente lehrbuch

    die Einschraubtiefe wurde ja schon angesprochen

    für Kunstoff ist m(erforderlich)=3*d

    also 12mm......dann wäre die Scherung auch mit ausreichender Sicherheit im Flug vermieden....

    naja aber meistens kommt man eh drauf, daß die Schrauben viel aushalten

    ....

    naja mein 1,6kg Trainer mit 2 M6 Schrauben hinten und Dübel vorne hat es aber doch beim Absturz aus ca 2m Höhe geschafft...heeeeheeeee

    Grüße

    Micha
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  13. #13
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    Hallo misi,

    ich habs auch nicht berechnet, sondern aus dem "Hoischen" - man kann es aber berechnen.

    Ich fliege selbst übrigens meinen 2.3kg Diamond auch mit Kunststoffschrauben.
    Das sind allerdings 5mm-Schrauben und die haben einen *blätter,blätter im Hoischen* einen Spannungsquerschnitt von schon 14.2mm^2 .
    Immerhin mehr als 60% mehr Querschnitt als bei den mickrigen 4mm-Schrauben. Entsprechend sind die dann auch belastbarer.
    Gruß Harald
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  14. #14
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    der gute Hoischen ...;o)
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  15. #15
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    Aus erster Hand kann ich seit dem Wochenende 100% bestätigen, daß 4mm Nylonschrauben in einer Surprise nicht reissen. Es reisst das Holzbrett zur Befestigung der Flaeche incl. dem GFK heraus, der Fluegel wird zerknittert, der Rumpf verbeult und gestaucht aber die die Schrauben bleben ganz, obwohl der Fluegel zuerst im Boden eingeakt ist. (Nein, keine schlechte Landung, ein Strömungsabriss in 30m Hoehe)
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