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Thema: Sammlung Oldies but Goldies – alte Rennziegen und ihre Geschichte(n)

  1. #91
    User Avatar von WIESEL
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    Ich habe noch vom Janus Walicki einen VHS Film (2 Stunden) von der WM 1986 in FLEEDWOOD.

    Peter Gernert GER 86
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  2. #92
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    Standard WM 86 Film Fleetwood

    @Peter:
    Schön.
    Und wat machste damit?

    Gruß
    Thomas
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  3. #93
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    Standard Flipper Oldie

    @Christoph:
    Der Mast sieht nach einem Peukert aus. Ja, der hat tatsächlich ein Alurohr als Keep ins Holz eingesetzt und das wurde dann geschlitzt. Die m. E. einzige Art, in einem Holzmast dauerhaft eine wasserfeste Keep darzustellen, in die man auch die Keepschnur/Saum des Großsegels sauber und wenig reibend einziehen kann. Bei einfach gefrästen Nuten im Holz wird es mit der Lackierung dann meist recht rauh da drin….
    Von daher ein wirklich sehr schönes Stück handwerklicher Kunst.

    Baumlager: Eigentlich waren die herausnehmbar, also die Bäume mit ihrer Drehachse (und der Lager dran) aus der Hülse im Boot.
    Beispiel von meiner M23 (aus dem Magazin-Artikel kopiert):

    Name:  Peukert Baumlager.jpg
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Größe:  18,3 KB

    Hier sieht das auf deinem Bild aus, als wenn es kaputt ist. Nicht nur die Ummantelung (aus was auch immer die sein mag), sondern man sieht auch einen gerissenen Metallring und irgendwie sieht das ganze bereits etwas hochgezogen aus. Wenn sich die Bäume trotzdem noch wackelfrei drehen lassen (sollten), einfach halt so lassen. Ansonsten hilft nur ein Totalumbau, sprich entfernen von dem Ding. Was zumindest bei der Fock vielleicht in Sachen Segeleigenschaften auch ganz gut wäre. Da würde ich auf eine einfachere Pendelfock umstellen. Wäre auch kein Stilbruch ,-)

    Kielflosse: Sollte die tatsächlich nur aus einem Harz sein, also ganz ohne eine Glaseinlage (kann ich mir eigentlich nicht vorstellen, wäre ja schon recht unfachmännisch, aber zumindest der Bruch unten sieht ja ganz danach aus, da sehe ich keinerlei Fasern hervorstehen), dann würde ich die ganze Kielflosse von aussen neu (und stabil) mit Glasgewebe überlaminieren. Auch wenns damit vielleicht, je nach Aufwand der Vorarbeit, ein Tick dicker wird, spielt keine Rolle. Wahrscheinlich würde ich dabei das Bruchstück weg lassen und die Bombe dann danach ein Tick höher an der „Restflosse“ neu befestigen. Die paar cm weniger Tiefgang machen bei dem Boot und seinem Einsatzgebiet m. E. nicht viel aus, Wettbewerb ist eh nicht mehr gegeben und segeln tut es so oder so. Man kann aber auch das Bruchstück wieder ansetzen und dann alles aussen überlaminieren. Ggfs. beidseitig noch kleine Nuten einarbeiten und dort Kohle- oder Glasrundstäbchen als quasi Außenholme einkleben. Und wenn man vorher alles etwas dünner schleift, ist es nach dem Überlaminieren vielleicht auch wieder recht gut zum Schlitz der Bombe passend ,-) (Den nachzuarbeiten geht zwar auch, aber so einen Schlitz breiter zu machen könnte je nach vorhandenen Werkzeugen mühsamer sein, als GFK oder was auch immer dünner schleifen…)
    Wie ist denn innen die Flosse zum Rumpf hin ausgeführt? Ist die irgendwie am Rumpfboden nur „stumpf“ angeklebt (ähnlich wie z.B. bei der damaligen Robbe Diana) oder direkt mit in die Rumpfschale mit ein laminiert? (so wie ich glaube, dass es eigentlich beim Originalflipper damals üblich war)?

    Gruß
    Thomas
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  4. #94
    User Avatar von cw658
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    Standard Flipper Oldie

    Hallo Thomas,

    bin eben nochmal in'n Keller gestiefelt, damit wir die restlichen Klarheiten auch noch beseitigen können

    Fangen wir mit den Bäumen an:
    Name:  k-Fockbaum.jpg
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Größe:  180,9 KB
    Fockbaum mit desolater Kappe - lässt sich noch leichtgängig drehen

    Name:  k-Großbaum (1).jpg
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Größe:  217,2 KB
    hinten: Lagerung Fockbaum

    Name:  k-Großbaum (2).jpg
Hits: 709
Größe:  186,3 KB
    Lagerung Großbaum

    Name:  k-Großbaum (3).jpg
Hits: 721
Größe:  216,8 KB
    dito

    Name:  k-Großbaum.jpg
Hits: 709
Größe:  212,9 KB
    Die Kappe vom Großbaum sieht noch recht fit aus und alles ist frei drehbar

    Name:  k-Schwert innen.jpg
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Größe:  311,9 KB
    Das Schwert ist anscheinend gleich mit anlaminiert worden - siehe Hohlraum
    Von außen ist auch alles glatt und schier.
    Im unteren Bereich ist aber tatsächlich keinerlei Matte verwendet worden - verstehe ich auch nicht.
    Plan ist tatsächlich, das abgebrochene Stück wieder anzusetzen und das ganze mit Matte und zusätzlichen Einlagen zu armieren.
    Die Bleibombe nehme ich sowieso zur Lagerung und zum Transport ab, zumal der Bootsständer es nicht zulassen würde.

    Da habe ich mir bereits Unterstützung zugesichert, das ist so überhaupt nicht meine Richtung.

    Vielleicht können die folgenden 3 Bilder doch noch zur Aufklärung der Herkunft oder des ehemaligen Besitzers mit der GER 150 beitragen?
    Name:  k-20191125_213128.jpg
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    Heckschriftzug (den gleichen hatten wir auch an einem 10R, den wir vor kurzem hier in Hamburg abgeholt haben).

    Name:  k-Deckel (1).jpg
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Größe:  198,3 KB
    Deckel innen

    Name:  k-Deckel (2).jpg
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    Deckel außen

    Und nun glaube ich, diesen Bericht schon fast mit Fragen und Bildern "überfüttert" zu haben,
    aber irgendwie kommt bei meinen neu erstandenen Oldtimern immer mein "Höhlenforscher - Gen" zutage und ich möchte dann schon gerne wissen, was ich mir da angelacht habe.
    LG
    Christoph
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  5. #95
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  6. #96
    User Avatar von Le concombre masqué
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    Klicken Sie auf die Grafik für eine größere Ansicht 

Name:	78618067_10222099252296985_801878958327988224_o.jpg 
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ID:	2223569
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  7. #97
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    Das ist ein nettes Bild!
    Der lange Norwegier (?) ist Torvald Klem, er macht noch immer Regatten in IOM
    Die 3 Hollander sind Johan Jacobs, leider schon viele Jahren her verstorben.
    Harry Drenth und Leo Guit segeln noch immer RG65. Harry wurde dieses Jahr iDM im RG.
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  8. #98
    User Avatar von Le concombre masqué
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    ja , und rechts mit dem weissen t-shirt ist hair dryer
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  9. #99
    User Avatar von Bambusbomber
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    Standard 2 alte Marblehead-Yachten

    Im Folgenden möchte ich zwei alte Marblehead-Yachten vorstellen, die vor ca. 35 bis 40 Jahren im Renneinsatz waren, mit denen heutzutage aber nur noch schön gesegelt werden kann. Beide Schiffe sind halt nicht mehr konkurrenzfähig.

    Bevor ich aber auf die Details eingehe, ein paar wenige Worte zu meiner Person. Ich bin im Schwerpunkt eigentlich Modellflieger und aktiv in der IG Lilienthal in Steinhöring östlich von München.

    Auf der anderen Seite interessieren mich auch andere RC-Modelle wie Luftkissenboote, Autos, Schiffe und eben Segelboote. Von daher habe ich nicht gezögert ja zu sagen, als ich gefragt wurde, ob ich was mit zwei alten M-Yachten anfangen kann. Das Angebot kam vom Sohn von Georg Scholz, der diese Schiffe gefahren hat und zwar als Mitglied des Modell Yacht Club München.

    Noch eine weitere Bemerkung: ich bin kein Segelschiffexperte und bitte daher falsche oder missverständliche Begriffe und Erklärungen zu entschuldigen. Entsprechende Hinweise sind willkommen.


    Andromeda

    Das erste Schiff ist die „Andromeda“ (so steht es jedenfalls auf dem Rumpf), ein Eigenbau der frühen 1980iger Jahre, der nach dem aktiven Einsatz sehr viele Jahre in einem Keller gestanden hat.

    Klicken Sie auf die Grafik für eine größere Ansicht 

Name:	2020_05_30__1130_Yacht_A_klein.jpg 
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ID:	2315145

    Eingebaut waren 3 Multiplex-Servos (Ruder, zusätzliches Fieren des Focksegels bzw. Verlängerung der Focksegelleine, Pendelfock) und eine Whirlwind-Segelwinde.

    Klicken Sie auf die Grafik für eine größere Ansicht 

Name:	2020_05_30__1157_Yacht_A_klein.jpg 
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ID:	2315146

    Diese Komponenten können weiter uneingeschränkt verwendet werden, auch der 5-zellige NiCd-Akku.

    Die Segelwinde bzw. die Segelleine wird durch eine Gummischnur unter Spannung gehalten und diente dem gleichzeitigen Holen und Fieren beider Segel. Hier musste die Gummischnur ausgetauscht bzw. verlängert werden, da bei maximalem Abwickeln der Segelleine keine Spannung mehr vorhanden und in der Folge ein fehlerfreies Aufwickeln nicht mehr möglich war.

    Auch die Abdeckungen der Montageöffnungen wurden ersetzt, wie auf dem ersten und mehreren weiteren Bildern zu sehen ist. Ziel war eine leichtere Demontage. Die vorhandenen aufgeklebten Folienabdeckungen waren nicht mehr ersetzbar und sowieso nicht wiederverwendbar bzw. mussten nach jeder Entfernung neu angefertigt werden. Jetzt muss lediglich die Abdichtpaste bei Bedarf ergänzt werden.

    Weitere Änderungen waren nicht erforderlich. Lediglich der 2,4-GHz-Empfänger musste noch eingebaut werden.

    Und wasserdicht war der Rumpf ebenfalls (nach mehr als 3 Jahrzehnten!!).

    Dazu einige Bilder:

    Klicken Sie auf die Grafik für eine größere Ansicht 

Name:	2020_05_30__1151_Yacht_A_klein.jpg 
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    Pendelfock mit Ausgleichsgewicht

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    Mast- und Großbaumbefestigung. Bei den beiden vorderen Montageöffnungen sind die durchgeführten Empfängerantennen zu sehen.

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ID:	2315149

    Führung der Leinen und Gummischnüre und Ruderanlenkung

    Ferner zwei Bilder vom Segeln, die alle an einem Badesee in Gsprait (liegt zwischen Grafing und Ebersberg) aufgenommen wurden. Das Seeufer ist rundherum gemauert, hat überall eine Mindestwassertiefe von 1m und ist für mich in 5 Minuten mit dem Auto erreichbar. Leider war nur wenig Wind, hat aber dennoch viel Spaß gemacht.

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Name:	2020_04_27__1105_Yacht_A_klein.jpg 
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    Gesamtgewicht der „Andromeda“ liegt bei 5,9 kg.


    Orange

    Das zweite Schiff soll aus den späten 1970iger Jahren sein und der Rumpf kommt wohl von einem Hersteller in Dänemark. Auch diese Yacht verbrachte viele der letzten Jahre im Keller.
    Ich habe es „Orange“ getauft, da ein Name nicht bekannt war.

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Name:	2020_06_02__1158_Yacht_O_klein.jpg 
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ID:	2315161

    Die noch vorhandenen Servos (Simprop) und die Segelwinde mussten ersetzt werden, da noch mit jeweils vier Anschlusskabeln ausgestattet. Auch der Akku war nicht mehr brauchbar: es handelte sich um zwei alte DEAC-Zellen (siehe auch http://www.rc-network.de/forum/showt...nik-simulieren), die zwar noch ein Geringes an Restspannung hatten aber nicht mehr regenerierbar waren.

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Name:	2020_06_05__1201_Yacht_O_klein.jpg 
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ID:	2315153

    Eingesetzt wurden dann 2 Servos aus meinem umfangreichen Bestand für Ruder und Pendelfock und zwei Windforce 1006MG - Segelwinden.

    Ich habe für jedes Segel eine eigene Segelwinde vorgesehen, um die Fock bei Bedarf unabhängig vom Großsegel steuern zu können ohne dabei die komplizierte Mechanik der „Andromeda“ einbauen zu müssen. Die Spannung auf den Segelleinen habe ich aber wieder mit Gummischnur sichergestellt. Das war einfacher als die zweite, gegenläufige Aufwicklung zu nutzen.

    Leider hatte ich für das Wenden der Fock keine passende Vorrichtung gefunden und mich daher wie folgt beholfen: eine sehr großer Servohebel wurde aufgebohrt und über den Fockbaum geschoben. Steuerung erfolgt über einen großen Servohebel (siehe nächstes und vorhergehendes Bild).

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Name:	2020_06_02__1162_Yacht_O_klein.jpg 
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ID:	2315154

    Funktioniert tadellos.

    Da die entsprechenden Decksdurchführungen ebenfalls nicht zu beschaffen waren habe ich zwei Kunststoffrohre über dem Heißluftföhn entsprechend geformt und dann mit Epoxy eingeklebt (siehe nächstes Bild).

    Eine besondere Herausforderung war der nicht vorhandene Mastfuß. Auch hier gab es keine passende Aufnahme bzw. ich habe nichts gefunden. Mit verschiedensten Komponenten, u.a. aus meinem Modellfliegerreservoir, habe dann die folgende Lösung realisiert:

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ID:	2315155

    Randbedingung war, dass für die Mastaufnahme nur eine 5mm-Bohrung in der Mastschiene vorhanden war.

    Ferner war der Rumpf nicht ganz dicht. Hier hat das Ausgießen mit Epoxy alle Probleme beseitigt.

    Zum Abschluss auch hier ein Bild vom See in Gsprait - diesmal mit noch weniger Wind. Der Segler reagiert aber auch bei diesen Bedingungen sehr gut auf den kleinsten Windhauch - ebenso wie auch die „Andromeda“.

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Name:	2020_06_02__1170_Yacht_O_klein.jpg 
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ID:	2315156

    Gesamtgewicht der „Orange“ beträgt übrigens 6,3 kg.

    Was ich jetzt noch suche ist eine besserer Ort zum Segeln. Zum Testen und Einsegeln ist der See in Gsprait wirklich sehr gut. Die Windverhältnisse sind aber wegen der umstehenden Bäume (auf den Bildern ist nur ein kleiner Teil zu sehen) leider nicht optimal.
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  10. #100
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    Da hast du zwei sehr schöne Oldtimer! Könnte man neidisch werden...
    Das erste Boot sagt mir absolut nichts, hat aber wunderschöne Linien und könnte - angepasst auf die heutige Zeit - interessant sein. Mit "angepasst" meine ich Verdrängung, Anhänge und Rig-System.
    Bei beiden Booten dient das zweite Servo nicht der Wegverlängerung vom Fockbaum.
    Das ist ein Butterfly-System. Du kannst die Fock Vorwind in eine gewünschte Richtung zwingen.
    Das zweite Boot könnte ein sogenannter Dänenflipper sein. War weit verbreitet...
    Ein großer Teil der Decksaufbauten (Mastschienen, usw.) könnten von KDH sein, da wirst du auch heute noch fündig!
    Was beiden Booten richtig gut stehen würde, wären neue Segel. Die sind halt der Motor. Der Segelschnitt ist ok, aber das Material hat doch ziemlich gelitten.
    MFG Torti

    F3A...F3P...egal....hauptsache F3-irgendwas!
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  11. #101
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    Hallo,

    Danke für die Vorstellung der beiden Boote.

    Die Orange ist ein Dänenflipper. Sehr schönes Bau-Detail die im Deck eingelassenen Fock und Mastschienen.

    Pendelfock hat keins der beiden Boote, beide haben einen festen Fockbaumbeschlag. Ja, pendeln tut der auch, aber anders, als es das Prinzip "Pendelfock" ausmacht. "Pendelfock" bezeichnet eine Fockbaumaufhängung / Vorsegelbefestigung, bei der das Vorliek/Vorstag der Fock über den Fockbaum mit dessen etwas nach hinten versetzter Decksbefestigung die Spannung und Verwindung des Achterlieks in Verbindung mit einer Dirk beeinflusst/einstellt. Der Fockbaum ist dabei wie beim Mobilè, das pendelt nicht nur seitlich, sondern gleicht sich um die Hochachse aus. Ein fester Fockbaumbeschlag ist dagegen wie ein Großbaumbeschlag mit einem Niederholer/Niederdrücker versehen, über den die Achterliekspannung und die Verwindung des Segels eingestellt werden. Die Andromeda hat sogar einen sehr aufwendig gemachten im Stil früherer Lupart-Boote. Schöne saubere Handwerksarbeit!

    Die Rumpflinien haben für mich Ähnlichkeiten zur schwedischen Cirkus, das Deckslayout und die schlankere Kielgestaltung ist aber was eigenes.

    https://www.radiosailing.de/technik/...rs-lars-andren

    Name:  1983_cirkus_2.jpg
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    Ich finde die Segelsätze sind bei beiden noch erstaunlich gut erhalten, da seh ich keinen Bedarf für Austausch. Ich kann keinen Verzug erkennen, auch keine Falten und auf den Aufnahmen scheinen sie auch gut zu stehen. Die wurden m. E. offenbar gut gelagert und da die auch noch genähte Ausführungen sind, dürften sie auch recht langzeitstabil sein. Das einzige, was vielleicht für einen neuen Satz sprechen mag: Sie sind noch nach alter naviga-Vermessung geschnitten (= max. Achterliekrundung nur einseitig entweder unten (Fock) oder oben (Gross)), neue Segel mit aktueller Vermessung (etwas grössere Achterliekfläche durch beidseitige Ausrundung) würden etwas mehr Segelfläche bringen. Das würde in der Tat bei den typischen süddeutschen Leichtwindverhältnissen und der Gewichte der beiden Boote sicher nicht schaden ,-) Nur müsste man dann die Schnitte anpassen, die Fock mit weniger Vorlieklänge/Höhe ausstatten, damit dann das oben breitere Achterliek oben noch zum Mast passt. Solche Anpassungen können u.U. unerwartet mehr an Aufwand mitbringen, als ursprünglich gedacht und ehrlich gesagt, wozu der Aufwand bei dem, was man da offenbar hat.

    Die Andromeda ist für mich eindeutig das interessantere Boot mit zudem deutlich besserer Ausstattung. Schon der sehr schön trimmbare Grossschotholepunkt ist ja ein sehr liebevolles Detail:

    Name:  trimmbarer grossschotholepunkt.JPG
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    Wenn ich mir die Anordnung von Rigg zu Rumpf/Kiel/Ruder in der Seitenansicht anschaue, so mag das Boot ggfs. etwas luvgierig sein? M.E. steht das Rigg etwas weit hinten, bzw. ragt die Flosse recht weit nach vorne. Würde das Rigg ggfs. mal ca. 2 cm weiter nach vorne schieben. Für Leichtwind ist eine luvgierigere Einstellung zwar gar nicht schlecht (und vielleicht ist es deshalb so), aber bei mehr/böigem Wind könnte es mit den Ruderkorrekturen lästig werden. Das Rumpfdesign war damals nicht als Leichtwindrenner bekannt, hat recht viel benetzte Oberfläche im Wasser. Vielleicht war das Rigg daher so getrimmt, um etwas mehr Leben in die Bude zu bringen. Dito die schmalere Kielflosse im Lupart-Stil. Die leicht nach vorne gehende seitliche Verspannung des Großbaumbeschlages / Mastfußes spricht auch für einen zurückgeschobenen Mast/Rigg.

    Schönen Gruß
    Thomas
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  12. #102
    User Avatar von molalu
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    Standard Sammlung-Oldies-but-Goldies

    Hallo,
    leider hast Du uns deinen Namen verschwiegen. Egal - Deine Geschichte zu den beiden M-Booten habe ich mit Genuß gelesen. 2 echte Schätze. Weiterhin viel Freude mit den tollen Oldtimern.
    Gruß Ingolf

    Decals, Sticker, Aufkleber und komplettes Finish: "Andys-Folienwelt.de"
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  13. #103
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    Thomas, danke für den Riß!!!
    Ist schon Wahnsinn, wie sich die Boote entwickelt haben. 3,6kg Blei bei über 6kg Gesamtgewicht.
    Heute werden zwischen 3,2 und 3,5kg Blei bei durchschnittlich 4,6-4,7kg Gesamtgewicht gefahren.
    Vielleicht ist die Andromeda deshalb auch so schön. Kein Hungerhaken sondern schöne Kurven...
    MFG Torti

    F3A...F3P...egal....hauptsache F3-irgendwas!
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  14. #104
    User Avatar von Bambusbomber
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    Standard 2 alte Marblehead-Yachten - Feedback

    Dank an die bisherigen Kommentatoren für die Anmerkungen und Hinweise.

    @Airpainter98
    • Ich habe mir den aktuellen Katalog von KDH heruntergeladen - aber dort ist leider auch nicht alles zu finden. Mit Faber-Modellbau und Outrun Team habe ich noch die besten Erfahrungen, die dann ihrerseits vieles wieder bei Cap Maquettes aus Frankreich oder eben bei KDH bestellen. Sehr umfangreich ist auch SAILSetc. Da habe ich aber noch nichts bestellt.
    • Das mit Butterfly-System habe ich schon so verstanden, mich aber völlig falsch ausgedrückt - kommt jetzt natürlich nicht mehr vor.


    @Hair Dryer
    • Gleiches gilt auch für die „Pendelfock“. Da fehlt mir im Moment einfach noch zu viel an Wissen und die Kenntnis der richtigen Begriffe.
    • Vielen Dank auch für die vielen Konstruktionshinweise, die ich mir für später aufhebe. Im Moment werde ich erst einmal zusehen beide Yachten besser und bei unterschiedlichen Windverhältnissen kennen zu lernen.
    • Zum Stehen der Segel: das war am Anfang ganz anders, nämlich mit viel Verzug, vielen Falten und anderem mehr. Hier hatte ich mich schon mal schlauer gemacht und einiges angepasst.
    • Beide Boote fahren übrigens sehr geradeaus und sind offenbar nicht luvgierig. Das mag sich aber bei anderen Windverhältnissen ändern (?).


    @molalo
    • Sorry - das mit dem fehlenden Namen war schlicht Vergesslichkeit - folgt jetzt unmittelbar


    Beste Grüße
    Heinz
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  15. #105
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    Standard

    Hallo Heinz,

    "Da fehlt mir im Moment einfach noch zu viel an Wissen und die Kenntnis der richtigen Begriffe."

    Die kurze Erklärung dient ja auch nur genau dazu.

    Ich hab mir die Bilder vom Dänenflipper noch mal genauer angeschaut, speziell mit dem Mastfuß. Ich denke, du hast den vorhandenen Mast unnötig "hochgebockt". Der stand vorher wahrscheinlich unten auf der Schiene. Denn einmal meine ich eine kleine messingfarbende Scheibe da am Kohlefaserrohrende zu erkennen und zum zweiten hat der Mast jetzt oben zuviel Überstand.

    Es sind dann auch keine seitliche / vordere Verstrebungen nötig, da der Großbaum ja separat hinter dem Mast gelagert ist und daher nicht den Mast belastet.

    Name:  masthoehe.JPG
Hits: 109
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    Name:  mastfuß-1.JPG
Hits: 110
Größe:  38,7 KB

    Segeleigenschaften: Richtig, probier die Boote erst mal noch etwas aus. Es ist nicht gesagt, ob die Andromeda Korrekturen braucht, es gibt noch extreme Auslegungen, die trotzdem laufen. Ist daher mehr so ein Bauchgefühl von mir allein so anhand der Seitenansicht und dem, was ich so gewohnt war.

    "Zum Stehen der Segel: das war am Anfang ganz anders, nämlich mit viel Verzug, vielen Falten und anderem mehr. Hier hatte ich mich schon mal schlauer gemacht und einiges angepasst."

    Das hast du offenbar mit dem Trimmen sehr gut hingekriegt!
    Aber es spricht auch dafür, das die Segel noch gut sind und nicht in sich verzogen/verbeult sind, denn sonst wären sie nicht so zu trimmen gewesen.


    @Thorsten: Immerhin hat dieses Design damals schon Chines gehabt, die dann erst Jahrzehnte später modern wurden ,-)

    Schönen Gruß
    Thomas
    Like it!

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