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Thema: Welche Signalfarbe Sichtbarkeit

  1. #31
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    Zitat Zitat von Hannes Kolks Beitrag anzeigen
    Glaub mir, du musst nur weit genug weg und / oder hoch genug fliegen, dann wird auch ein vermeintlich wuchtiger Stingray ziemlich klein.
    Genau. Je größer oder fester der Flieger, desto weiter oder höher nauf gehts ...
    Coole Farbgebung übrigens...
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  2. #32
    User Avatar von Eisvogel
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    Standard Computerfreaks, wer kann

    die Silhouette von Modellen, sehr klein in z.B. schwarz, weiß, grün, Leuchtorange, gelb, Blockmuster schwarz/? in einen grauen Himmel, blauen Himmel und Gebirge-Hintergrund einfügen?

    Dann kann sich jeder selbst ein Bild machen, welche Farbgebung für sein Auge die richtige ist.
    I mog nimma
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  3. #33
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    Erwin, das haut nicht hin. Ich schrieb doch schon, dass das Auge nicht farbkorrigiert ist. In Deiner Simulation wird ein eher helles Rot (Zinnoberrot) wie z.B. bei Alpina 2501 und anderen vor blauem Himmel wunderbar aussehen, in Wirklichkeit ist es aber an der Sichtgrenze dann einfach weg.

    Diese ganzen auffälligen Farben auf der UNTERseite sind gut für hangnahes schnellstes Fliegen, aber nicht für die Distanz. Dort gilt: so dunkel wie möglich, und falls unter dunkelblauem Himmel geflogen werden soll: so hell wie möglich. Da leuchtet bereits weiss besser als gelb, die ganzen Gedanken zu Komplementärfarben sind da sinnlos. Als Kompromiss: wenige fette Blockstreifen.

    LG
    Bertram
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  4. #34
    User Avatar von Eisvogel
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    Ok.,

    das ist auch die Erfahrung, die im mit Speedmodellen (1,5m SPW, Anflughöhe 500 -600m) gemacht habe, schwarz sieht man am besten.
    Zur Erkennung Ober-Unterseite ist eine große weiße Schrift am Flügel, das reicht.

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  5. #35
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    Zitat Zitat von mannikiel Beitrag anzeigen
    Lese hier nur interessiert mit, habe bis jetzt nur schwarz-weisses Blockmuster.

    Habe in einem Youtube-Video mal nen Flieger gesehen, der hatte stellenweise Alu-Klebeband oder sowas dran. Hilft sowas durch aufblitzen, das Modell zu orten ?
    Das habe ich auch gedacht, und auf meinen "parabolic" zwei Streifen Spiegelfolie geklebt. Das hat leider garnichts gebracht. Eigentlich kann es auch nichts bringen, weil es reiner Zufall ist
    wenn "Einfallswinkel" der Sonne und "Ausfallswinkel" auf Auge passen.
    Ich habe bis jetzt bei Zweckmodellen Unterseite DunkelbLau und Oberseite Gelb fluoreszierend bevorzugt. Ich muss aber bei meinem "Excel" und "Impressivo" feststellen, dass das "Gelb fluor"
    weder vor blauem Himmel noch dunklen oder hellgrauen Wolken gut sichtbar ist. Deswegen denke ich "schwarz" wie Erwin, oder beim Segler Oberseite weiß, wie von Bertram vorgeschlagen.
    Weiter spielt auch eine Rolle, ob man die Sonne im Rücken hat, oder im Gegenlicht fliegt.
    Ich hatte eigentlich die Hoffnung, dass man mit passender Farbgestaltung UND einer passenden Sonnenbrille nach dem Prinzip der "Rot-Grün Stereobrillen" für ALLE Fälle gerüstet ist. Das ist aber
    wohl nicht realisierbar.
    Ausserdem grübel ich noch ob meine "Rot-Grün Schwäche" (http://de.wikipedia.org/wiki/Rot-Gr%...hschw%C3%A4che) meine Wahrnehmung einschränken.

    viel Spass beim Flieger suchen

    Anton
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  6. #36
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    Auch wenn ich damals belächelt wurde ist es nach wie vor MEINER den ich am besten sehen kann. Wie hier auch beschrieben, unten Dunkel, oben Hell und Nasenleiste in Farbe. Da gibt es eigentlich nur zu ergänzen alle Sichtflächen einzubeziehen, ob seitlich von oben und unten und vorne. Deshalb klar .. auf der Seitenflosse muss auch was sein was Kontrast bietet zum Leuchten. Diese sieht man öfters blitzen als man denkt, deshalb bekommt der Rumpf auch noch ein Kringel ;-) wie am Kleinen Bruder

    Des weiteren wurde ja auch der Arcus mit Leucht Orange Folie verziert. Das ist in der Luft so gut wie "GAR NICHT" zu sehen oder zu erkennen.

    Der Kontrast Schwarz / Weiss / Pink ist da absolut genial, und das nächste mal 1/2 Schwarz unten und 1/4 Weiss und 1/4 Farbe, dann passt das.

    Erstaunlich auch beim Pulsar, die Sicht von unten ist hervorragend da er immer leuchtet und ROT erscheint. Die Fluglagenkennung dabei ist natürlich was anderes
    !
    Gruß Martin

    ps: Ergänzung, die ARCUS Nasenleiste ist auch zu mehr als 2/3 in Leucht Orange ... auch das kommt nicht so richtig auf Weiss durch wie gewünscht !
    Angehängte Grafiken        
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  7. #37
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    Ich fliege nebenher auch noch ein wenig F3A, und da gibt es vor allem viele senkrechte Flugpassagen - auch mal etwas weiter entfernt. Dementsprechend sind auch die Anforderungen an die Sichtbarkeit etwas anders als im Segelflug. Unten zwei Fotos meines F3A-Fliegers (oben / unten)

    Die Oberseite ist eigentlich bei allen Bedingungen recht gut zu sehen. Auf der Unterseite fehlte zuerst der gelbe Streifen. Das war in Vertikalpassagen das beste Tarnschema, das man sich vorstellen kann - auch bei völlig klarem Himmel und "pralle Sonne auf die Unterseite". Wie gesagt: erst der nachträglich aufgebrachte breite gelbe Streifen brachte Besserung.

    Name:  Metis_Aug2104(1)_Klein.JPG
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    Name:  Metis_Aug2104 (2)_Klein.JPG
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    Noch eine Anmerkung zu dunklen Unterseiten bei Seglern: So sah mein Pace ursprünglich von unten aus:
    Name:  MeinPace (5)_Klein.JPG
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    In der Ebene eigentlich kein Problem. Auf der Seiseralm beim Thermikkurbeln mit dem Schlern als Hintergrund hat man den Pace für einen Halbkreis definitiv nicht gesehen. Eigentlich reicht es ja zu wissen, wo das Modell ist und wo man's in einigen Sekunden dann (hoffentlich) wieder sehen kann

    Dieses Papageiendesign auf der Unterseite hat das Problem dann sehr effektiv behoben.
    Name:  Pace_Jan2013 (4)_Klein.JPG
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    lg
    Hannes

    PS:
    ...
    auf der Seitenflosse muss auch was sein was Kontrast bietet zum Leuchten
    Volle Zustimmung!
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  8. #38
    User Avatar von Eisvogel
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    Hier ein Video, an dem man schön sieht, daß auf weite Entfernung nur noch der Kontrast zählt.
    https://www.youtube.com/watch?v=6O9y..._Dp6z0&index=4
    I mog nimma
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  9. #39
    Vereinsmitglied Avatar von DieterK.
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    Standard Farbgebung.....

    Bei meiner 6 m ASH 26 sind die Flächen unten in einem dunklen Weinrot. Sieht man sehr gut und am besten von allen meinen Seglern. Wobei unter Wolken die Erkennbarkeit meines Erachtens eh deutlich besser ist als in der "Blauthermik", egal welche Farbe man drauf hat.
    Lieber Gruß von Dieter

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  10. #40
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    Unglücklich

    Zitat Zitat von Eisvogel Beitrag anzeigen
    Hier ein Video, an dem man schön sieht, daß auf weite Entfernung nur noch der Kontrast zählt.
    https://www.youtube.com/watch?v=6O9y..._Dp6z0&index=4
    Nimms mir bitte nicht krumm, aber mir zeigt dieses Video nur eines: Wie gut die Beschriftung FLUX die Kontur des Flügels optisch zerstört und damit dessen Sichtbarkeit deutlich herabsetzt. Den rechten Flügel konnt ich praktisch immer sehen, die Sichtbarkeit des linken Flügels empfand ich selbst in der Platzrunde als problematisch.

    Aber vllt kommt das mir nur so vor, weil ich nicht live dabei war.
    Many happy Landings (ohne -bums!)
    Dirk

    Merke: "Ein Kavalierstart ist kein Kavaliersdelikt, da droht einem die Todesstrafe!"
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  11. #41
    User Avatar von Eisvogel
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    Zitat Zitat von Dix Beitrag anzeigen
    Nimms mir bitte nicht krumm, aber mir zeigt dieses Video nur eines: Wie gut die Beschriftung FLUX die Kontur des Flügels optisch zerstört und damit dessen Sichtbarkeit deutlich herabsetzt. Den rechten Flügel konnt ich praktisch immer sehen, die Sichtbarkeit des linken Flügels empfand ich selbst in der Platzrunde als problematisch.

    Aber vllt kommt das mir nur so vor, weil ich nicht live dabei war.
    Dadurch unterscheiden wir Ober- und Unterseite. Beim Landeanflug vor dunklem Hintergrund (Wald) hilft die weiße Schrift.
    I mog nimma
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  12. #42
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    Moin, spannendes Thema, alle meine vorbildähnlichen Segler sind weiss mit roten Flügelspitzen und Streifen am Seitenruder, so ungefähr wie das früher mal für die Originalen vorgeschrieben war, einer auch mit blauen. Ja ich weiss, das ist nicht besonders originell, aber in solchen Dingen bin ich nicht sehr kreativ, und halte mich da einfach an das Original, blaue Flügelspitzen sind für meine Verhältnisse schon mutig.

    Und alle sind, ab einer bestimmten Höhe, entsprechend schlecht zu erkennen, es sei denn der Himmel ist wirklich dunkelbau.

    Ich hab aber auch eine kleine 1,40m EF EXTRA, die ist von unten schwarz-weiss grob kariert, und bei der fällt mir jedesmal auf, wie gut die zu erkennen ist.

    Also habe ich einem 3meter Besenstiel breite Blockstreifen unter die Flügel geklebt, schwarz-weiss-schwarz, allerdings mit nur mässigem Effekt, sieht aus wie "Invasionsstreifen" aus 1944.

    Dann habe ich mit einem popligen Bildbearbeitungsprogramm den Flieger unterschiedlich "foliert", immer Kombinationen in schwarz-weiss, die verschiedenen Bilder an eine Wand gepinnt, und aus einiger Entfernung betrachtet.

    Dabei fiel mir auf, das die Variante mit dem (sehr groben) Schachbrett sich am besten erkennen liess.

    Kann es sein, das es garnicht mal so sehr die Farbe, sondern die Form ist, die ins Auge fällt, weil scharf abgegrenzte rechte Winkel am Himmel sonst nicht vorkommen ?


    Roland
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  13. #43
    Vereinsmitglied Avatar von jannicam
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    Standard Eine kleine Geschichte vom Sehen...

    Hallo Roland,

    Kann es sein, das es garnicht mal so sehr die Farbe, sondern die Form ist, die ins Auge fällt,...
    Stimmt,- nur ist das hier bisher nicht behandelt worden!
    Für kürzere Distanzen hast du völlig recht,- eine in der Natur kaum vorkommende Form wie z.B. ein Qudrat
    reizt schon zum Hingucken. Bei weiten Entfernungen geht es aber nur noch um die hauptsächliche Form, nämlich das Flugmodell.


    Bisher wurde immer nur der Augapfel (Linse, Stäbchen, Zäpfchen...) in Betracht gezogen.
    Die optische Wahrnehmung findet aber in verschiedenen blitzschnellen, unbewussten Verarbeitungsstufen im Gehirn statt.
    Einer der archaischsten und daher ersten Verarbeitungsschritte besteht darin, das Gesehene immer wieder mit unserem
    (seit der frühen Kindheit angefüllten) Silhouettengedächtnis abzugleichen.
    Eine Begrifflichkeit klammert sich daran ("da Mami,-Flugzeug"!).

    Räumliches Sehen (auch mit nur einem Auge) bedeutet im Hirn ständiges Überprüfen der Vollständigkeit von Silhouetten.
    (Der Gegenstand mit vollständig geschlossenem Silhouettenumriss wird als vor dem unvollständigen liegend interpretiert.
    Ich sehe ein ganzes Haus, aber an die eine Seitenwand ist ein halbes Auto geklebt… - nein, es schaut dahinter hervor.)
    Wird die Silhouette "verhackstückt" durch kleinflächige Dekormuster, erschwert man sich damit das Fixieren und Verfolgen.
    Der Blick "ruht" nicht auf dem Modell, sondern ist versucht, doch immer wieder neu zu interpretieren,- sich zu vergewissern.
    All das läuft blitzschnell und unbewusst,- wir merken in der Regel nichts davon, haben aber evtl. nach 30 Min. Kopfschmerzen...
    Die Art u. Weise wie wir sehen / optisch verarbeiten hat sich evolutionär bis zum heute erforschbaren Prozess entwickelt, weil
    es unserer Art schlichtweg beim Überleben geholfen hat. Neue "Sehgewohnheiten" der direkten, intuitiven Art gibt es nicht,-
    wir kommen aus diesem Korsett / Muster nicht heraus.

    Wann können unsere Augen ein Objekt gut fixieren,- wann ist die Gefahr gering, es aus dem Blick zu verlieren?
    Eine gut erkennbare Objekt-Silhouette vor einem wirren Hintergrund (Gebirgshang / Wolkengebirge / Waldrand) hilft sehr.
    Auch hilft es, dass sich das Modell ständig bewegt,- also die Silhouette vor wechselndem Hintergrund immer wieder
    neu und als davor befindlich (weil vollständig) in Relation zum Umfeld "bestätigt" wird.

    Für das Folgende möchte ich noch etwas weiter ausholen:
    Der Mensch guckt nicht flächig im ganzen Gesichtsfeld gleichzeitig, sondern in sog. "Sakkaden".
    Das sind punktförmige Fixationen auf Bilddetails, die in einem flüchtigen Zwischengedächtnis zu einem
    (durch "Datenreduktion" und Ergänzung mit subjektiven Seherfahrungen) "interpretierten" Bild (quasi für einen "Augenblick")
    zusammengesetzt werden.
    Dreht man in der Mitte eines Personenkreises einen Probanden auf einem Bürostuhl Im Kreis herum,
    so können die im Kreis sitzenden Beobachter das Zucken der Augäpfel gut erkenne, mit denen das Hirn der Testperson
    die Gesichter der Umgebenden zu fixieren versucht.
    (Die Muskelbänder, die unsere Augäpfel bewegen, sind die schnellsten, die wie wir am ganzen Körper haben.)
    Mithilfe von sog. Viewtrackern (Videobrillen mit Messfunktion der Pupillenpositionen) lässt sich nachvollziehen,
    was genau eine Sakkade,- also ein Hingucken erzwingt.
    Es sind im Wesentlichen 4 Faktoren:
    Zunächst einmal sind es Objekte, die sich bewegen (tut das Flugmodell), dann die hellsten Punkte im Blickfeld, z.B. Reflexe,
    (aber von der Silberfolie im Gebirgsflug ist man wieder abgekommen, weil der Winkel zur Sonne eben allermeistens nicht stimmt),
    weiterhin sind es sind Bildbereiche in denen helle an dunkle Flächen stoßen, also Bereiche mit harten Helligkeitskontrasten,
    und es sind Bereiche, in denen hoher Farbkontrast herrscht, also z.B. Komplementär-Farben aneinanderstoßen.
    (Auch Suchmuster z.B. nach Nahrung oder geeignetem Geschlechspartner lenken den Blick intuitiv, spielen aber hier ja keine Rolle.)

    Noch ein Wort zur Farbe Rot:
    Rot ist eine Farbe, die in der Natur kaum großflächig, sondern eher als Warn- u. Lockfarbe unsere erhöhte Aufmerksamkeit weckt.
    Es ist die langwelligste Farbe im für uns sichtbaren Spektrum, und daher von allen Farben am besten in der Lage, Dunst und Diesigkeit,
    die sich immer zu gewissem Prozentsatz in der Luft befinden, zu durchdringen. (Beispiele: Nebelschlussleuchte, SAR Leuchtorange...)
    Was wir mit adaptierten Augen (ohne färbende Brille) als Himmelsgrau wahrnehmen ist gemessen im Gesamt-Farbspektrum allerdings
    immer schon deutlich blau.


    Mein Fazit aufs Flugmodell angewand:
    Silhouette nicht zu sehr unterbrechen, Helligkeitskontraste nutzen, Farbkontraste nutzen (mehr als 2-3 Farben verwirren)!

    Nach all diesem Oberlehrer-Vortrag (hab beruflich damit zu tun...) könnte ich mir also z.B. einen Segler vorstellen, der - ohne sich groß
    in der Sonne am Boden erhitzen zu müssen - auf der Oberseite weiß also möglichst hell ist, Flügelenden, Nase und SLW in Leuchtorange,-
    (Einheitslook der 70'ger / 80'er Jahre-Segler. Die haben sich auch schon so ihre Gedanken gemacht…) und weil leuchtorange zwar einen guten
    Farb- aber keinen so guten Helligkeitskontrast liefert, (ist ja chemisch schon auf Helligkeit unter UV getrimmt), könnte man die leuchtorangen
    Felder noch durch breite schwarze oder sonstwie dunkle Streifen absetzen .
    Die Flächen-Unterseite könnte einen breiten, schwarzen Umlauf (End-u. Nasenleiste) haben, der eine größere leuchtorange Fläche umschließt.
    Ob einem das nun gefällt ist natürlich wieder eine ganz andere Frage,-am Himmel gut sichtbar ist es jedenfalls.


    Ich hab mal was nach diesen Gesichtspunkten grob gebastelt, und das kam dabei heraus (leuchtorange kann mein Rechner leider nicht...) :

    Name:  Unterseite.jpg
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    Gruß Jan
    RETRO NORD
    Das Treffen von Retro-Flugmodellen, Holzwürmern, Youngtimern und allem "alten Geraffel"
    24.-28.6.2020 bei der FAG-Kaltenkirchen

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  14. #44
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    Zitat Zitat von jannicam Beitrag anzeigen
    Ich hab mal was nach diesen Gesichtspunkten grob gebastelt, und das kam dabei heraus (leuchtorange kann mein Rechner leider nicht...) :

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    Gruß Jan
    Moin Jan, super erklärt, danke!

    Ich hab mir deine Beispiele grad aus einiger Entfernung betrachtet, das obere ist natürlich sehr gut zu erkennen, scharfe Kontraste, grosse Flächen.

    Beim unteren finde ich das schon nicht mehr so klar, weil es drei Farben sind, und die Fläche in drei verschiedene Teile aufgelöst ist, wovon der schmale schwarze Rand mich am meisten "stört", der wird aus grösserer Entfernung nicht mehr als Rand wahrgenommen, sondern erschwert das Erkennen des Flügelumrisses, es lässt den Flügel sogar kleiner erscheinen.

    Was aber ist mit der geschwungenen Form des Dekors?
    Solche Bögen kommen in der Natur vor, aber jeder wird das kennen, man sieht auf Anhieb das Dreibein eines Radargeräts neben der Fahrbahn, auch wenn es in "behördentarngrün" da steht, weil es für eine solche Form, ein exakt spitzwinkliges Dreieck, in der Natur kein Beispiel gibt (ändert natürlich nichts dran, das man es in aller Regel zu spät sieht....).

    Lenkt unser Unterbewusstsein den Blick automatisch auf Dinge, die sich in der Form von den dort erfahrungsgemäß auftretenden Formen unterscheiden, oder sind es einfach die geometrisch regelmässigen Formen wie exakt gerade Kanten oder rechte Winkel, die in der Natur überhaupt nicht vorkommen ?

    Und spielt die Farbe dann nicht nur insofern eine Rolle, als das sie durch scharfe Kontraste diese Formen nur hervorhebt ?

    Früher wurden auf militärische Schiffsrümpfe zackige Muster aus weissen Linien aufgebracht, um für den Beobachter die Form bzw. die Länge des Rumpfes aufzulösen, deshalb denke ich das Auge fixiert eher eine "unnatürliche" Form.


    Roland
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  15. #45
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    Hier mein Beispiel, gegen den dunklen Hintergrund ist der Umriss des Flügels fast nicht mehr vollständig zu erkennen, das Kreuz in der Mitte aber sofort.

    Name:  Flügel.jpg
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    Wenn ich das jetzt vor einem beliebigen auch sehr unruhigen Hintergrund betrachte, wird das scharf abgegrenzte Kreuz sich immer unterscheiden.

    ...ich hab den Flieger noch in keiner Wiese oder Hecke suchen müssen, aber ich denke, auch da wird das Dekor sehr leicht auszumachen sein, und es sähe auf einem schönen schlanken Seglerflügel sicher furchtbar aus, aber es ist ja auch nur ein Beispiel.


    Oder ist das eh alles Unsinn, weil ab einer bestimmten Entfernung nur noch der Umriss des Fliegers zu erkennen ist, ganz egal welche Farbe er hat?


    Roland
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